Debatte über Tornado-Nachfolge: Noch ein bisschen komplizierter

Eine der schwierigsten rüstungspolitischen Entscheidungen, die derzeit in Deutschland anstehen, ist die Suche nach dem Nachfolger für die betagten Tornado-Kampfjets der Luftwaffe. Kompliziert ist diese Entscheidung auch deshalb, weil damit die Fähigkeit der Bundeswehr zusammenhängt, US-Atombomben einzusetzen. Veröffentlichungen der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) bringen da in dieser Woche noch mal neues Feuer in die Diskussion: Mit dem Plädoyer für eine Beschaffung des – eigentlich nicht mehr zur Debatte stehenden – US-Kampfjets F-35.

Die Ausgangslage: Für den anstehenden Ersatz der seit Jahrzehnten genutzten Tornado-Flotte hatte die frühere Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen im Januar vergangenen Jahres festgelegt, die Entscheidung über das neue Flugzeugmuster zwischen einer neueren Version des Eurofighters und dem US-Model F/A-18 (und möglicherweise einer Variante) zu treffen. Die F-35, das derzeit modernste Flugzeug, das die USA überhaupt ins Ausland verkaufen, sollte nicht mehr betrachtet werden.

Die Entscheidung hatte das Ministerium Mitte Februar 2019 öffentlich bestätigt und dabei auch klar gemacht, dass die Nachfolgemaschine auf jeden Fall für die so genannte nukleare Teilhabe einsetzbar sein müsse. Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Silberhorn in der Antwort auf eine Frage aus dem Bundestag:

Das Nutzungsdauerende des Kampfflugzeuges Tornado und die damit zusammenhängenden Betrachtungen geeigneter Nachfolgemuster zur Übernahme der Aufgaben und Rollen des Kampfflugzeuges Tornado werden aktuell untersucht.
Wesentliche Kriterien bei der Betrachtung sind die Harmonisierung zum binationalen Zukunftsprojekt Next Generation Weapon System/Future Combat Air System, der mögliche Einführungszeitpunkt eines Nachfolgers sowie der bruchfreie Fähigkeitserhalt einschließlich der Sonderrolle nuklearer Teilhabe. Vor diesem Hintergrund wurde am 31. Januar 2019 entschieden, die beiden Waffensysteme Eurofighter und F/A-18 im Weiteren als Lösungsoptionen zu untersuchen.

Allerdings: Die Luftwaffe, deren Inspekteur Ingo Gerhartz eine wesentliche Rolle bei der Entscheidung im vergangenen Jahr spielte, setzt aus einem ganz bestimmten Grund auf die F/A-18 von Boeing, oder, genauer gesagt, auf die so genannte Growler-Variante: Dieses Flugzeug, spezialisiert auf elektronische Kampfführung, würde der Luftwaffe unter anderem absehbar zügig  modernisierte Fähigkeiten zur Unterdrückung gegnerischer Flugabwehr (Suppression of Enemy Air Defense, SEAD) verschaffen – die Deutschland der NATO als Beitrag zum Bündnis zugesagt hat.

Die jetzige Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat die Entscheidung ihrer Vorgängerin übernommen und eine Entscheidung für dieses Jahr zugesagt, genauer sogar: aus ihrer Sicht sollte im ersten Quartal 2020, also bis Ende März, die Entscheidung fallen.

20191101_AKK_Lindner-Podcast_Tornado-Nachfolge     

 

sagte Kramp-Karrenbauer im November vergangenen Jahres im Podcast des FDP-Vorsitzenden Christian Lindner. Ob sie das in mit ihrer Aussage im Bundestag in der vergangenen Woche tatsächlich relativiert hat:

Das ist eine Debatte, die wir zuerst innerhalb der Koalition führen. Das wird in den nächsten Wochen und Monaten der Fall sein.

werden wir wohl noch sehen.

So oder so, as ist nicht mehr viel Zeit. Und jetzt kommen zwei Fachleute aus der DGAP, einer von ihnen ein ehemaliger Bundeswehr-Generalleutnant und beigeordneter Generalsekretär der NATO für Verteidigungspolitik und Streitkräfteplanung, mit dem Vorschlag, noch mal mehr als einen Schritt zurück zu gehen – und die Überlegungen unter Einbeziehung der F-35 neu zu beginnen.

Die Kernpunkte der Papiere (Der Tornado-Komplex und Kaufentscheidung: Tornado-Nachfolge)  von Heinrich Brauss und Christian Mölling:

• Als Trägerflugzeug für die US-Atomwaffen in Europa sollte Deutschland das Kampfflugzeug anschaffen, das die militärischen Anforderungen am besten erfüllt. Deshalb sollte die Bundesregierung die Beschaffung der F-35 wieder prüfen.

• Deutschland sollte den Eurofighter weiterentwickeln, um seine Fähigkeiten zur Bekämpfung gegnerischer Luftverteidigung zu stärken und ihn als Innovationsmotor für die Rüstungsindustrie
zu nutzen.

• Parallel dazu sollte die Bundesregierung sich verpflichten, gemeinsam mit Frankreich das „Future Combat Air System“ (FCAS) als System der 6. Generation zu entwickeln und zu produzieren. So werden europäische industrielle Konsolidierung und weniger Abhängigkeit von den USA möglich.

• Die Nuklearwaffen der NATO dienen der Kriegsverhinderung und Friedenserhaltung. Als Träger für US-Atombomben ist der Tornado-Nachfolger zentral für die Glaubwürdigkeit des deutschen Beitrags.

• Der Tornado-Nachfolger muss problemlos und effizient mit den Kampflugzeugen von Verbündeten zusammenarbeiten können. Mittlerweile haben sich sieben europäische NATO-Staaten für F-35 entschieden.

• Deutschland muss seinen Piloten das am besten geeignete Flugzeug zur Verfügung stellen. Hohe Erfolgswahrscheinlichkeit eines Einsatzes und permanente Verfügbarkeit der Flugzeuge sind für glaubwürdige Abschreckung entscheidend.

• Die Bundesregierung sollte aus diesen Gründen das Kampfflugzeug vom Typ F-35 in ihre Gesamtbetrachtung mit einbeziehen. Ausgewählt werden sollte das Kampfflugzeug, das die politisch-militärischen Kriterien am besten erfüllt.

Die Argumentation ist nicht grundlegend neu, und schon der Vorgänger des jetzigen Luftwaffeninspekteurs, der damalige Generalleutnant Karl ‚Charlie‘ Müllner, hatte aus einer ähnlichen Begründung heraus die F-35 favorisiert (was, wie böse Zungen behaupten, seine Amtszeit nicht unbedingt verlängert hat). Allerdings: Die Argumentation der beiden DGAP-Autoren stützt sich sehr stark, fast schon ausschließlich, auf die Rolle des künftigen Kampfjets für einen Einsatz von Atomwaffen.

Damit scheint es Brauss und Mölling gelungen, in das ohnehin knirschende Getriebe der innenpolitischen Debatte über diese Frage noch ein Tütchen Sand zu werfen und möglichst viele Beteiligte gegen sich aufzubringen…

• Die Betonung der Nuklear-Rolle für den Tornado-Nachfolger ist genau das, was dem Koalitionspartner SPD die Entscheidung eben nicht erleichtert. Die Sozialdemokraten fürchten, etwas vereinfacht gesagt, dann als Beschaffer eines neuen Atombombers in die öffentlichen Debatten – und Wahlkämpfe! – ziehen zu müssen.

• Die Verteidigungsministerin müsste bei einer Einbeziehung der F-35 öffentlich die Entscheidung ihrer Vorgängerin über Bord werfen und alles wieder auf Null setzen.

• Die Debatte mit einem eigentlich nicht mehr in Rede stehenden Flugzeugtyp neu aufzumachen, dürfte den geplanten Zeitrahmen endgültig sprengen – und eine Entscheidung in dieser Legislaturperiode endgültig unmöglich machen.

• Sowohl Airbus als wesentlicher Hersteller des Eurofighter als auch die deutschen Gewerkschaften sind nach Kräften bemüht, den Eurofighter als bestmögliche Lösung darzustellen und den Kauf eines US-Modells zu verhindern. Das würde mit einer Einbeziehung der F-35 in die Untersuchungen nicht leichter werden. Zudem wäre damit auch die Frage, ob und in welcher Zeit zu welchen Kosten der Eurofighter als Träger von US-Atomwaffen zertifiziert werden könnte, vom Tisch.
(Obwohl, auch das gehört dazu, eine Entscheidung pro F-35 bedeuten würde, dass der Eurofighter als Träger des elektronischen Kampfes wieder interessanter wird – denn eine parallele Beschaffung von F-35 und Growler scheint kaum vorstellbar.)

• Die Luftwaffe muss sich darauf einstellen, dass ihre Forderung, einen Kampfjet für den elektronischen Kampf zu bekommen, deutlich später verwirklicht wird als geplant.

Mit dieser Intervention aus der – in Berlin nicht so gänzlich einflusslosen – DGAP wird deshalb die interessante Frage, ob der Zeitplan ins Rutschen kommt. Denn wenn die Aussage der Verteidigungsministerin Bestand hat, bis Ende März solle eine Entscheidung fallen, dann sind die Zeitlinien recht klar: Das Thema wird in der Koalition im März auf den Tisch kommen müssen. Nur noch ein paar Wochen bis da hin.

(Archivbild 2015: Tornado-Jagdbomber – Foto Horatio Goanta via Flickr)

114 Gedanken zu „Debatte über Tornado-Nachfolge: Noch ein bisschen komplizierter

  1. @Klaus-Peter Kaikowsky
    Laut Janes ist das Budget, obwohl schon übergeben, nicht in Stein gemeißelt. Bedeutet die Navy konnte sich intern noch nicht mal einigen was nun passieren soll. Sowas kommt sehr oft vor. Viele Budgets überleben den Kongress eh nicht. Da standen schon Dinge wie die Kürzung der Flugzeugträgerflotte drin.
    Die Verschwendung ist an sehr vielen Stellen exzessiv, dass Geld reicht nie, darum wird immer irgendwas gestrichen. Selbst ein Etat von einer Billion Dollar würde da nicht reichen.
    Die Navy hat zur F-18 Super Hornet keine Alternative, da die F-35C immer noch voller Mängel ist, darunter für den Trägerbetrieb sehr gefährliche.
    Darum will man in der Zeitlinie von Europa mitspielen und langfristig auf Flieger der 6. Generation setzen. Das wird 10 – 15 Jahre bis zum ersten Prototyp brauchen und insgesamt 15 bis 20 Jahre bis die ersten Maschinen in Dienst gestellt werden können.
    Mal davon ab läuft die Nutzungsdauerverlängerung der 15 bis 20 Jahre alten Maschinen weiter. Die Umrüstung vieler Maschinen auf den Block III Standard steht wohl auch nicht zur Debatte. Was soll das für ein Ausstieg sein?

    Größtes Problem ist Trump. Irgendjemand hat im den Floh mit der 355 Schiff Navy ins Ohr gesetzt und das ist mit dem Budgetanteil der Navy nicht zu machen. Zumal die Marinearsenale aussehen als hätten da gerade noch Kampfhandlungen stattgefunden. Die 355 wären nur mit Korvetten und Patrouillenbooten zu erreichen, aber einige Fordern schon das Fregattenprogramm abzubrechen und noch mehr Zerstörer zu kaufen.
    Die Navy wollte weder die F-35C, noch die 2 Klassen an Littoral Combat Ships oder die 355 Schiffe als Marke. Die haben das Geld nicht und wissen das auch.

    @Milliway
    Die von Ihnen angesprochene, geplante Version der F-14 ist erstens uralt und zweitens baut Northrop Grumman keine Kampfflugzeuge mehr.
    Wie lange soll das eigentlich dauern bis wir dann die erste Maschine bekommen?

  2. @KPK:
    Das ist allerdings keine *Entscheidung*, sondern ein Teil des Budgetvorschlags für FY2021, der jetzt erstmal durch den ganzen Prozess muss. Erfahrungsgemäß kommt am Ende nicht das raus, was man vorne eingebracht hat. Für Boeing selbst ist eine zukünftige Neubeschaffung von SH Blk 3 auch noch nicht ganz vom Tisch: https://www.janes.com/article/94284/boeing-bullish-on-super-hornet-despite-us-navy-mulling-cuts (Ja, klar, das ist PR und natürlich immer optimistisch).

    Hier ginge es aber auch nur um die Einstellung von NEUbauten, die Kampfwertsteigerung auf Block 3 und der fortgesetzte Betrieb der derzeit in Nutzung befindlichen Super Hornet ist davon nicht betroffen.

  3. @ KPK

    Die Navy möchte einen zweiten Stealth Fighter an Bord haben, der 1000 Seemeilen entfernt operieren kann. Das sind 1850 Km…

    Ich bin mir sicher, dass er wieder 2 Triebwerke haben wird. Bei der Entfernung vom Carrier bräuchte ein Helikopter gute 6 Stunden (mit Luftbetankung), bis er vor Ort wäre, um die Crew eines abgestürzten Flugzeugs im Meer zu bergen…

    Was für eine verrückte Idee, um außerhalb der Reichweite der neuen Antischiffraketen zu sein…

    Wie auch immer: Dieser F-18 Nachfolger kommt für uns zu spät. Er dürfte zeitgleich mit unserem NGF auf den Markt kommen.

    Wenn Boeing tatsächlich die Produktion der F-18 für die USN einstellt, dürfte man versuchen, Kampfpreise anzubieten.

    Die Maschine ist aktuell noch in der Ausschreibung in mindestens 5 Ländern:

    Deutschland
    Finnland
    Schweiz
    Kanada
    Indien

    Und soweit ich weiß auch in Malaysia.

    Ich glaube aktuell nicht an eine Beendigung des Programms.

    Dafür sind die Ausschreibungen zu erfolgversprechend.

  4. Ich verstehe den Herman nicht, den die Betriebsräte von Airbus veranstalten. Die vierte Tranche des Eurofighters zwecks Ersatz der ersten dürfte doch als gesetzt angesehen werden, oder täusche ich mich? Das FCAS steht in den Startlöchern. Insofern bekommt man doch so oder so ein großes Stück vom Kuchen. Man kann doch nicht immer davon sprechen, man müsse mehr „von der Stange kaufen“ und macht jetzt ausgerechnet hier Industriepolitik – oder rührselige Symbolpolitik, nach dem Motto „aber bei Trump kaufen wir nicht“.
    Man hat seinerzeit mit der F-4 gute Erfahrungen gemacht – unter ähnlichen Bedingungen (Verzögerung/Kostensteigerung beim MRCA, später PA 200 Tornado). Die Lw hätte dann endlich (wieder) ein echtes Mehrzweckkampfflugzeug.
    Aber „honi soit qui mal y pense“, denn wenn wir ein ausgereiftes Mehrzweckkampflugzeug hätten, dann müssten wir uns ja auch an bestimmten Operationen beteiligen, wie z.B. seinerzeit Syrien und könnten uns nicht mit „das können wir ja gar nicht“ herausreden.

  5. @Hans Dampf

    Mit einem modernen Nachfolger des Tornado ECR und dem Aufbau der EloKa-Fähigkeiten (SLWÜA, luWES) wird die Luftwaffe in jedem Fall über Schlüsselfähigkeiten verfügen, die selbst innerhalb der NATO sehr dünn gestreut sind, und in Europa erst recht. Da ist es völlig egal, ob es sich um Eurofighter oder Super Hornet/Growler handelt, man wird sich Gedanken über den Fall machen müssen, dass diese Fähigkeiten auch mal abgerufen werden. Profitieren würden im Zweifelsfall sowohl die Wundervögel unserer Nachbarn als auch Beistellungen von Lfz der 3. oder 4. Generation von kleineren Luftwaffen, die sich an die Rahmennation Deutschland anlehnen.

  6. @ Hans Dampf

    Es geht darum, daß schon jetzt die Produktion für Deutschland gestoppt ist, da alle bestellten Maschinen ausgeliefert sind.

    Selbst wenn der Auftrag für den Ersatz der Tranche 1 schnell unterzeichnet wird, rechnet man nicht vor 2022 mit der Produktion.
    Der Tornado-Ersatz wäre auch erst am 2024 in der Produktion.

    Es gibt also ein Loch, was anscheinend nicht komplett durch die Umrüstungen der bisher ausgelieferten EF gefüllt werden kann.

    Man munkelt aber schon, daß Airbus auch im Falle der F-18 mit Aufträgen zur Wartung rechnen kann.

  7. Hallo SvD

    Die Northrop-Grumman Corporation produziert heute nicht nur unbemannte Flugzeuge und Hubschrauber sondern auch bemannt Systeme, wie die B-21 „Raider“, E-2D Hawkeye oder den Jet-Trainer Modell 400.

    Es ist nicht wie Vermutet eine F-14D Super Tomcat21 gemeint, sondern die nächste Ausbaustufe, die meistens als F-14Z Stealth Cat bezeichnet wird.

    Wie @Der Realist schon richtig geschrieben hat, sucht die US Navy einen Stealth Fighter der Luft-Luft-Langstreckenraketen tragen kann.
    In einen zukünftigen möglichen Konflikt kann der Gegner mit Anti-Schiff Raketen von Typ BrahMos Mark II und Luft-Luft-Raketen von Typ KS-172 / R-72 problemlos eine komplette US Trägergruppe auslöschen.
    Eine F-35C / FA-18F kann die angreifenden Maschinen nicht orten geschweige denn unter Feuer nehmen. Die Augen und Ohren (E-2 Hawkeye) der Trägergruppe sind die ersten Ziele eines möglichen Gegners.

    Wir zählen zu den führenden Industrieländern der Welt, daher benötigen wir einen Top Fighter und keine weiteren Dacia‘s der Lüfte.

    Um das verloren gegangene Know-how wieder aufzubauen, ist eine Fertigung in Deutschland unerlässlich.
    Da Russland bereits an einen Nachfolge Modell der Су-57 arbeitet und Indien ausgestiegen ist können wir Indien ihren part übernehmen.
    Da alle neuen Suchoi Flugzeuge Nato Kompatibel und dual-capable aircraft sind, ist Waffentechnisch kein lösbares Probleme zu erwarten.
    Die USA haben zuletzt eine Waffen Lieferung an eine der Tigerstaaten gestoppt, weil der Kunde AIM-120 an seine Flanker hängen wollte.

  8. @ Milliway

    „Wie @Der Realist schon richtig geschrieben hat, sucht die US Navy einen Stealth Fighter der Luft-Luft-Langstreckenraketen tragen kann.“

    Ja, auch dafür. Aber hauptsächlich suchen sie ein Flugzeug, was Ziele angreifen kann, die 1000 Seemeilen entfernt sind, damit der Träger möglichst weit vom Gegner entfernt sein kann.

    Die Navy wollte die F-35C nie haben, weil sie gegenüber der Super Hornet ein Rückschritt ist.

    Darum wird sie jetzt zusätzlich für bestimmte Rollen eingesetzt.

  9. „Die Northrop-Grumman Corporation produziert heute nicht nur unbemannte Flugzeuge und Hubschrauber sondern auch bemannt Systeme, wie die B-21 „Raider“, E-2D Hawkeye oder den Jet-Trainer Modell 400.“

    Die paar Globalhawks und Hubschrauberdrohnen zählen nicht wirklich. Die B-21 befindet sich nicht in Produktion, da noch nicht mal fertig entwickelt. Das Modell 400 ist schon seit Februar 2017 Geschichte, weil man sich zurück zog. Der Auftrag ging später an Boeing/Saab.
    Und auch die E-2 ist wohl kaum mit einem modernem Kampfflugzeug zu verwechseln. Northrop-Grumman ist nur noch Auftragsfertiger und baut z.B. nach Plänen von Lockheed Martin, das Mittelrumpfteil der F-35.

    „Es ist nicht wie Vermutet eine F-14D Super Tomcat21 gemeint, sondern die nächste Ausbaustufe, die meistens als F-14Z Stealth Cat bezeichnet wird.“

    F-14Z Stealth Cat?? Das ist keine Ausbaustufe, sondern Phantasterei aus dem Internet. Auf die Super Tomcat21 folgten noch 2 lose Überlegungen. Eine davon wäre ein neuer Jagdbomber für die Navy gewesen, der mit der F-14 aber nicht mehr viel gemein gehabt hätte. Der Bruch wäre wesentlich größer gewesen als bei der F-18 Hornet und Super Hornet. Die andere Variante wäre den F-18-Weg gegangen.

    Sie könnten auch fordern den Tornado 2000 zu kaufen… fragt sich was das soll. Die F-14 Produktionslinie ist seit 30 Jahren geschlossen. Die Kampfflugzeugsparte von Northrop Grumman seit 15 Jahren abgewickelt. Und dann kommen sie mit Designideen aus den späten 80ern und frühen 90ern. Garniert mit Fanfiktion aus dem Internet. Die F-15 X wird wohl Realität aber sie kommen mit Phantastereien daher, die niemand mehr umsetzen kann.

    Oben drauf wieder die zu erwartende Krönung mit dem Vorschlag bei der Su-57 einzusteigen.

  10. Und Gewerkschaften blasen in das gleiche Horn. Traurig, traurig. Da wird sich jeder schnell selbst der Nächste.

  11. https://www.janes.com/article/94372/finland-launches-final-hx-evaluation-with-arrival-of-super-hornet-and-growler

    Interessanter Hinweis im Artikel, daß die genaue Ausstattung der Growler, die Finnland angeboten wird, mit der USN abgestimmt wird:

    „The Growler Block 2 will take a lot of what Boeing is doing on the Block 3 Super Hornet, including the ACS and CFTs (which for the Growler give the usual range and endurance increase, but also eliminates the blocking of the sensors that can happen with the drop tanks), and add an upgraded the electronic attack (EA) suite that features the Next-Generation Jammer (NGJ). Boeing noted to Jane’s that the exact configuration of the Growler Block 2 offer to Finland has yet to been defined with the US Navy.“

    Zu den Details der angebotenene Block 3 Super Hornets, die sich vermutlich nicht von den uns angebotenen unterscheiden werden:

    „The Super Hornet Block 3 enhancements comprise the Advanced Cockpit System (ACS); the New Distributed Targeting Processor-Network (DTP-N) open-architecture multi-level-secure mission computer; the Block 2 infrared search and track system (IRST) for long-range passive targeting; satellite communications (SATCOM); conformal fuel tanks (CFTs); and a Service-Life Modification (SLM) to increase the aircraft’s service-life from 6,000 to 10,000 flight hours.“

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