Fregatte „Köln“ versenkt Piratenboote

Die deutsche Fregatte Köln, unter dem Kommando der EU-Antipirateriemission Atalanta am Horn von Afrika unterwegs, hat am Freitag – erneut – eine Piratengruppe gestoppt und ihre Boote versenkt. Die Besatzung der Köln stoppte einen so genannten Whaler, der als Mutterschiff eingesetzt wurde, und ein dazu gehörendes Skiff, ein schnelles Motorboot, 60 Seemeilen (rund 100 Kilometer) vor der Küste Tansanias. Bei Annäherung des Hubschraubers der Fregatte hatten die sieben mutmaßlichen Piraten an Bord Waffen und Ausrüstung ins Meer geworfen. Die beiden Boote wurden zerstört, nachdem die Köln die Seeräuber an Bord geholt hatte.

(Hier die Meldung der Bundeswehr dazu.)

Die Köln war in den vergangenen Wochen schon recht aktiv gewesen.

Das Seegebiet zwischen Tansania und den Seychellen hat sich in den vergangenen Tagen als eines der Hauptaktionsgebiete somalischer Piraten nach dem Ende des Monsuns erwiesen. Am Freitagmorgen war nach NATO-Angaben ein Fischtrawler 270 Seemeilen südwestlich der Seychellen gekapert worden; etliche Angriffe in dieser Region in den vergangenen Tagen blieben allerdings erfolglos, wie ein Blick auf die aktuelle Karte des NATO-Schiffahrtszentrums zeigt:

(Karte: NATO Shipping Centre)

9 Gedanken zu „Fregatte „Köln“ versenkt Piratenboote

  1. Bravo!
    Weiter so!
    Und die Jungs bitte an einem einsamen Strand absetzen, damit sie erst mal ordentlich laufen müssen und in sich gehen können …. Aber das ist wohl ein frommer Wunsch.

  2. Aber die „Jungs“ bitte nicht zurück an einen einsamen somalischen Strand zurückbringen! Das könnte man nämlich keinem Steuerzahler erklären, dass die somalische „Reisegruppe“ auf Staatskosten aus dem Seegebiet vor Tansania an die somalische Küste verbracht werden würde. Ganz zu schweigen von der operativen Einschränkung der Fregatte.

  3. @Backbencher

    Genau das ist allerdings Standard, bei allen Marinen. Das könnte man nämlich keinem Steuerzahler erklären, dass ohne eindeutige Erfolgsaussichten auf Verurteilung diese Gruppe nach Europa geschafft würde, um sie wegen Besitzes verrosteter Kalaschnikows vor Gericht zu stellen…

  4. Macht in diesem Zusammenhang nicht eine Sammelschiff für festgenomme Piraten vielleicht Sinn? Ich glaube die Amerikaner haben doch mal auf ihren JSS größere „Gefängniszellen“ eingerichtet.

  5. Ich wiederhole mich:

    Positive Identifikation als Piratenschiff = Versenkung mit Besatzung.

    An Land wird man sich schon Gedanken machen, warum ständig Boote rausfahren aber selten wieder zurückkommen. Dazu noch gezielte Infokampagnen mit Flugzetteln, damit es auch der letzte kapiert.

    Ist eben blöd wenn man eine militärische Aufgabe mit polizeilichen Methoden angeht.

    pi

  6. Mein Mitleid hält sich auch in Grenzen…

    @T.W.: Was ist eigentlich der Stand des Piratenprozesses in Hamburg? Von dort habe ich schon länger nichts mehr gehört.

  7. @ All

    Was ist eigentlich mit der Methode „Robinson Crusoe“, aussetzen auf einer einsamen, unbewohnten Insel geworden ?
    Würde die Piratendichte auf dem Wasser spürbar senken !

  8. Gute Idee! Wurde von mir schon öfters vorgeschlagen.
    Ideal geeignete Location: Die Insel Abd al Kuri, zwischen Sokotra und Horn von Afrika gelegen. Gehört dem Jemen.
    Schaut mal bei google Earth.

    Noch besser: die Piraten „neben das Schiff stellen“ – wie die Besatzung des taiwanesischen Fischerbootes es gemacht hat. Die hatten Mut! Hut ab!

  9. zum advertising der Bundeswehr , die aus einer Maus gleich einen Elefanten macht ! ! !

    zur Meldung : der recht aktiven “ F Köln “
    das Piraten – Mutterschiff in der Größe eines mittleren Rettungsbootes + ein schnelles
    Motorboot ( max 25 sm/h )

    Wen wundert es , wenn die Reeder auf private Hilfe (security service) zugreifen müssen !

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