Die “Hamburg” in der US-Trägergruppe – aus Sicht der U.S. Navy

Die zweite Woche nun ist die deutsche Fregatte Hamburg mit dem US-Flugzeugträger Dwight D. Eisenhower im Arabischen Meer und damit in einer geopolitisch heiklen Region unterwegs. Über die Integration des deutschen Kriegsschiffes (im Foto oben ganz links) in den Trägerverband gibt es jetzt eine Geschichte beim News Service der U.S. Navy (in der die Beschränkungen des Schiffs der Deutschen Marine nur zart angedeutet werden: Within Carrier Strike Group 8, my mission is to provide the admiral the same service he is used from a U.S. cruiser within the boundaries of my national rules of engagement).

Der gesamte Bericht hier: Hamburg First German Ship to Deploy in U.S. Carrier Strike Group

(Foto: ARABIAN SEA, March 23, 2013 The German navy frigate FGS Hamburg (F220) and the aircraft carrier USS Dwight D. Eisenhower (CVN 69) are underway with the Military Sealift Command fast combat support ship USNS Bridge (T-AOE 10) while the guided-missile cruiser USS Hue City (CG 66) transits astern of Hamburg during a replenishment-at-sea – U.S. Navy photo by Mass Communication Specialist 2nd Class Ryan D. McLearnon)

Die “Hamburg” im US-Trägerverband: Bitte kein Krieg

Die (Übungs)Mission der deutschen Fregatte Hamburg in einem US-Trägerverband hatte ich schon mal als das spannendste Vorhaben der Deutschen Marine in diesem Jahr bezeichnet: Zusammen mit dem Flugzeugträger Dwight D. Eisenhower und anderen Begleitschiffen ist die Hamburg (Foto oben im Hintergrund) im Persischen Golf unterwegs, um die Flugabwehr der Trägergruppe in einer weltpolitisch heiklen Mission zu sichern.

Spannend ist dabei nicht nur, wie sich die politische und militärische Lage am Golf, vor der Küste Irans, entwickelt. Auch im Normalbetrieb unterscheidet nämlich die U.S. Navy, in deren Operation die Hamburg eingebunden ist, weit weniger streng als Deutschland zwischen Übung und Einsatz. Das Verteidigungsministerium hat deshalb Vorsorge getroffen, wie dessen Staatssekretär Rüdiger Wolf in dieser Woche den Obleuten der Fraktionen im Verteidigungsausschuss des Bundestages mitteilte: weiterlesen

Fregatte “Hamburg” auf den Weg in den Persischen Golf

Die Fregatte Hamburg der Deutschen Marine ist jetzt als Teil eines amerikanischen Flugzeugträgerverbandes auf dem Weg in den Persischen Golf. Am (gestrigen) Donnerstag (Ortszeit) lief der US-Flugzeugräger Dwight D. Eisenhower aus, und die deutsche Fregatte soll in dem Verband die Flugabwehr koordinieren und sicherstellen. Die Hamburg hatte ursprünglich mit dem Träger Harry S. Truman in diese Übung – oder eher doch Einsatz? – gehen sollen; die Fahrt der Truman war aber vom Pentagon aus Kostengründen abgesagt worden.

Die Kollegen vom Deutschlandfunk haben sich vor dem Auslaufen auf der Hamburg und auch auf dem Flugzeugträger  – noch auf der Truman – umgehört und auch die Frage gestellt, was passiert, wenn der Verband und damit auch das deutsche Schiff in der politisch schwierigen Region rund um den Iran in eine Auseinandersetzung gerät. Die Reportage dazu findet sich

 

(Foto: Bundeswehr/PIZ Marine via Flickr unter CC-BY-ND-Lizenz)

 

Die Fregatte “Hamburg” fährt nun doch an den Persischen Golf

Die Fregatte Hamburg der Deutschen Marine wird nun doch an den Persischen Golf fahren: Nachdem das US-Verteidigungsministerium das Auslaufen des Flugzeugträger-Verbandes mit der Harry S. Truman abgesagt hatte, bei dessen Mission die Hamburg dabei sein sollte, wird das deutsche Kriegsschiff nun den Flugzeugträger Dwight D. Eisenhower begleiten – und die Luftabwehr der Trägergruppe in dieser weltpolitisch heiklen Region sichern.

Aus der Mitteilung der Marine:

Am Donnerstag, den 21. Februar, verlässt die Fregatte “Hamburg” zusammen mit dem Flugzeugträger “Dwight D. Eisenhower” den Hafen von Norfolk/USA. Die Fregatte “Hamburg” wird als integraler Bestandteil des amerikanischen Flugzeugträgerverbandes an gemeinsamen Übungen teilnehmen. weiterlesen

Aus Kostengründen: Kein Persischer Golf für die “Hamburg”?

Es sollte, könnte, würde eines der spannendsten Vorhaben der Deutschen Marine in diesem Jahr: Die Fregatte Hamburg ist als Teil des US-Trägerverbandes mit dem Flugzeugträger Harry S. Truman vorgesehen, der in den nächsten Tagen Richtung Persischer Golf auslaufen sollte:

Am 8. Februar 2013 nimmt der Verband Kurs in Richtung Mittelmeer. Im weiteren Einsatzzeitraum ist auch eine Passage des Suezkanals vorgesehen, um an gemeinsamen Übungen im Arabischen Meer teilzunehmen. Die Fregatte “Hamburg” wird im Rahmen ihres knapp sechsmonatigen Seefahrtvorhabens fester Bestandteil des Flugzeugträgerverbandes sein. Die Aufgabe besteht darin, das Zusammenspiel der Schiffe bei der Abwehr möglicher Gefahren aus dem Luftraum zu üben.

hatte die Marine Ende vergangenen Jahres mitgeteilt.

Seit heute ist die Frage, ob die Truman überhaupt auslaufen wird – angesichts des Streits um den amerikanischen Haushalt. Ähnlich wie andere US-Medien berichtet Associated Press:

The Pentagon is cutting its aircraft carrier presence in the Persian Gulf region from two carriers to one, U.S. officials said Wednesday, in a move that represents one of the most significant effects of budget cuts on the U.S. military presence overseas.
Defense Secretary Leon Panetta has approved a plan to keep just one carrier in the Persian Gulf region, U.S. officials told The Associated Press. (…) Plans for the USS Harry S Truman to deploy to the Gulf later this week have been canceled, officials said.

Kein Trägerverband, keine Begleitung, keine Hamburg. Jedenfalls nicht bei dieser politisch schwierigen Mission.

Nachtrag: Die offizielle Erklärung des Pentagon:

Statement from Pentagon Press Secretary George Little on U.S. Carrier Strike Group Presence in the CENTCOM Area of Responsibility
“The secretary of defense has delayed the deployment of the USS Harry S. Truman (CVN-75), Norfolk, Va., and the USS Gettysburg (CG-64), Mayport, Fla., which were scheduled to depart later this week for the U.S. Central Command (CENTCOM) area of responsibility.
“Facing budget uncertainty — including a continuing resolution and the looming potential for across-the-board sequestration cuts — the U.S. Navy made this request to the secretary and he approved. This prudent decision enables the U.S. Navy to maintain these ships to deploy on short notice in the event they are needed to respond to national security contingencies.
“The United States will continue to maintain a robust military presence in the CENTCOM region, including the current carrier presence and a mix of other assets, to fulfill enduring commitments to our partners. The U.S. military continues to stand ready to respond to any contingency and to confront any threat in the region.”

(Foto: Flugzeugträger Harry S. Truman im Atlantik – U.S. Navy photo by Mass Communication Specialist Seaman Apprentice Leonard Adams via Flickr unter CC-BY-Lizenz)

 

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