Französische U-Boote für Australien

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Die Meldung vom (heutigen) Dienstag, dass Australien sich für ein milliardenschweres Programm neuer U-Boote aus Frankreich entschieden hat und damit die Angebote der deutschen Thyssen Krupp Marine Systems, aber auch Japans ablehnt, macht schon überall Schlagzeilen (hier bei der Tagesschau, hier bei Spiegel Online).

Aus europäischer – nicht aus allein deutscher – Sicht ist das jenseits der Exportfrage erneut die Frage an die Europäer, wie viel konkurrierende Systeme und Produzenten sie sich leisten können. Denn die Konkurrenz macht sich eben nicht nur beim Export, sondern schon bei den Beschaffungen innerhalb der EU und des europäischen Teils der NATO bemerkbar.

Zur Dokumentation die Ankündigung des australischen Premierministers Malcom Turnbull: weiterlesen

Italien liefert 28 Eurofighter an Kuwait

Eurofighter

Diese aktuelle Meldung passt ja ganz gut zu den heutigen SIPRI-Zahlen zu den weltweiten Verteidigungsausgaben: Das italienische Unternehmen Finmeccanica, das an dem Vier-Nationen-Projekt Eurofighter beteiligt ist, hat einen Vertrag über die Lieferung von 28 dieser Kampfjets in der modernsten Version an Kuwait unterzeichnet.

Aus der Mitteilung von Finmeccanica:

The Kuwait Ministry of Defence and Finmeccanica, which leads commercial activities in Kuwait on behalf of the Eurofighter consortium, today signed a contract for the supply of 28 Eurofighter Typhoon aircraft, to be produced in Italy. The contract, part of an intergovernmental agreement between the two countries, was signed in the presence of the Italian Defence Minister Roberta Pinotti and her Kuwaiti counterpart, H.E. SHAIKH Gen. Khaled Al Jarrah Al Sabah.
The contract signed by Finmeccanica includes logistics, operational support and the training of flight crews and ground personnel, which will be carried out in cooperation with the Italian Air Force. weiterlesen

Weltweite Militärausgaben leicht gestiegen – Fallender Ölpreis verzerrt das Bild

USS Dwight D. Eisenhower operations

Die weltweiten Militärausgaben sind im vergangenen Jahr erstmals seit 2011 wieder leicht gestiegen. Insgesamt wurden für Verteidigung und Rüstung fast 1,7 Billionen US-Dollar ausgegeben und damit ein Prozent mehr als 2014, berichtet das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI in seiner am (heutigen) Dienstag veröffentlichten Übersicht.

Bei diesem nur leichten Anstieg muss allerdings eingerechnet werden, dass vor allem in Afrika und in Südamerika etliche Staaten aufgrund des Ölpreisverfalls ihre Verteidigungsausgaben drastisch einschränkten und zudem der Wertverlust des Rubels die russischen Ausgaben im US-Dollar-Gegenwert verringert. Vor allem in Asien, Osteuropa und einigen Staaten des Nahen Ostens sei dagegen deutlich mehr Geld für die Rüstung ausgegeben worden. weiterlesen

Litauen hebt Einkaufsstopp für G36-Sturmgewehre auf – Gemeinsame Beschaffung mit Lettland

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Angesichts der deutschen Debatte über das Sturmgewehr G36, die Standardwaffe der Bundeswehr, hatte Litauen im vergangenen Jahr die Beschaffung weiterer G36 für seine Streitkräfte ausgesetzt. Jetzt hat das baltische Land entschieden, weitere G36 des deutschen Herstellers Heckler&Koch zu kaufen – zusammen mit dem Nachbarn Lettland, in dessen Streitkräften dieses Gewehr ebenfalls im Einsatz ist.

Dass Lettland bei der Ausrüstung mit dem G36 bleibt, Litauen ebenso, und dass beide Länder die weitere Beschaffung gemeinsam vorantreiben wollen, teilte der lettische Oberbefehlshaber Raimonds Graube vor einer Woche öffentlich mit (Hinweis: die offizielle Seite ist zeitweise nicht zugänglich; Berichterstattung darüber gab es auch hier):

According to Lieutenant General Graube, Latvia and Lithuania have started discussions about potential joint procurement of G36. During his visit in Lithuania, Lieutenant General Graube was informed that Lithuanian Defense Ministry and the Armed Forces decided to continue restocking the army with the G36 assault rifles for infantry riflemen. weiterlesen

Airbus verkauft Verteidigungselektronik für 1,1 Milliarden Euro an KKR

Der Airbus-Konzern hat einen Käufer für seine Verteidigungselektronik-Sparte gefunden. Die internationale Investmentfirma KKR werde den Bereich für 1,1 Milliarden Euro von der Airbus Defence&Space übernehmen, teilte das Unternehmen am (heutigen) Freitagabend mit:

Airbus Group To Sell Defence Electronics To KKR for € 1.1bn
Amsterdam, 18 March 2016 – Airbus Group SE (stock exchange symbol: AIR) has reached agreement with KKR, a leading global investment firm, to sell its defence electronics business (Defence Electronics), a leading global provider of mission-critical sensors, integrated systems and services for premium defence and security applications based in Ulm, Germany. weiterlesen

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