Flugzeugabschuss über der Ukraine: Flugkörper führt zu russischer Einheit, Zeugen gesucht (Update)

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Der andauernde Konflikt im Osten der Ukraine ist hierzulande in der Wahrnehmung kaum noch präsent – obwohl die Auseinandersetzungen anhalten. Auch der Abschuss eines malaysischen Passagierflugzeugs am 17. Juli 2014 über der Ostukraine, bei dem alle 298 Menschen an Bord starben, scheint lange her. In den Untersuchungen zu diesem Abschuss hat jetzt ein internationales Ermittlerteam weitere Ergebnisse vorgelegt: Die Spuren deuten zu einer Einheit der russischen Streitkräfte. Jetzt suchen die Ermittler nach Zeugen. weiterlesen

Dokumentation: Merkel und Poroschenko zu Blauhelmmission in der Ukraine

Fürs Archiv und als Merkposten: Nach einem Treffen in Berlin haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und der ukrainische Präsident Petro Poroschenko zu der immer wieder diskutierten, aber noch lange nicht beschlossenen UN-Blauhelmmission für die Ukraine geäußert. Zur Dokumentation die Aussagen zu dem Thema in der gemeinsamen Pressekonferenz:

Merkel: Meine Damen und Herren, ich freue mich, dass heute wieder einmal der Staatspräsident der Ukraine, Petro Poroschenko, bei uns in Berlin zu Gast ist. Nach Gesprächen mit dem Außenminister haben wir uns jetzt ausführlich ausgetauscht und über die Lage gesprochen. (…)

Wir haben dann über die Situation gesprochen, die sich aus der Lage im Zusammenhang mit der Umsetzung der Minsker Vereinbarungen ergibt. Hier ist es so, dass der Fortschritt leider sehr überschaubar ist – um es positiv zu sagen. Wir haben leider keinen richtigen Waffenstillstand. Dennoch haben wir sehr ausführlich darüber gesprochen, dass das Projekt einer Friedenstruppe, einer Friedenssicherungstruppe auf der UN-Basis eines ist, das wir weiter verfolgen wollen. weiterlesen

Neuer Bundeswehr-Einsatz: Demnächst in der Ukraine?

Für die Bundeswehr zeichnet sich nach Einschätzung des Wehrbeauftragten des Bundestages, Hans-Peter Bartels, ein neuer Blauhelmeinsatz ab. Falls eine UN-Friedensmission in der Ost-Ukraine zustande komme, werde sich Deutschland daran möglicherweise auch mit Soldaten beteiligen:

„Im Falle einer Blauhelmmission in der Ostukraine wird Deutschland sich in der einen oder anderen Weise aktiv beteiligen. Das kann dann auch die Bundeswehr betreffen“, sagte Bartels dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Der SPD-Politiker bezog sich ausdrücklich auf den neuen Koalitionsvertrag von Union und SPD.

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Ukraine-Sammler: Die Gewalt flammt wieder auf

Es scheint leider wieder dringend nötig, den Osten der Ukraine im Auge zu behalten: In den vergangenen Tagen ist die Waffenruhe dort noch brüchiger als ohnehin schon – besser gesagt: Es wird wieder gekämpft. Schwerpunkt der Auseinandersetzungen ist die Stadt Awdijiwka (englische Transkription Avdiivka; oben in der Karte markiert) im Bezirk Donezk.

Aus dem aktuellen Bericht der Special Monitoring Mission (SMM) der OSZE vom (heutigen) Mittwoch:

The SMM noted a significant increase in ceasefire violations recorded in both Donetsk and Luhansk regions and recorded the widespread use of multiple-launch-rocket systems in Avdiivka, Yasynuvata and Horlivka. The number of explosions in Donetsk region was the highest yet recorded by the SMM. While the majority of violations were in the wider area of Avdiivka-Yasynuvata, the SMM recorded hundreds of explosions in different areas of the contact line. The Mission observed weapons in violation of withdrawal lines and on the move on both sides of the contact line. weiterlesen

Eine App für die Artillerie? Keine gute Idee (mit Nachtrag 3.1.2017)

Afghan National Army soldiers fire a 122mm Howitzer 2A18 (D-30)

Es klingt vielleicht wie eine gute Idee: Um im Einsatz der betagten 122mm-Haubitzen vom Typ D-30 aus sowjetischer Produktion die Nutzungsgeschwindigkeit drastisch zu steigern, griff die ukrainische Armee auf eine App für Android-Smartphones zurück. Die mobilen Telefone mit ihren GPS-Empfängern lieferten umgehend den Standort des Geschützes und ermöglichten damit eine schnellere Einrichtung und Feuergeschwindigkeit. Dumm nur: Die GPS-Daten der gehackten App gingen zeitgleich an den russischen Militärgeheimdienst GRU – und der gab sie an die pro-russischen Rebellen in der Ostukraine weiter. Die dann genau wussten, wo die Geschütze ihrer Gegner stehen.

So schildert es jedenfalls die US-Internet-Sicherheitsfirma CrowdStrike: weiterlesen

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