Bundeswehr schreibt Auftrag für G36-Nachfolger aus – 120.000 Gewehre geplant

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Die Bundeswehr hat den Auftrag für ein neues Standardgewehr als Nachfolger des G36 von Heckler&Koch europaweit öffentlich ausgeschrieben. Die Ausschreibung wurde am (heutigen) Freitag veröffentlicht, und auf den ersten Blick fallen darin zwei wichtige Informationen auf: Das Kaliber der neuen Waffe ist nicht festgelegt, sowohl 5,56mm als auch 7,62mm werden genannt – und es gibt erstmals eine Gesamtzahl: 120.000 der neuen Sturmgewehre sollen voraussichtlich beschafft werden. Der geschätzte Gesamtwert wird mit 245 Millionen Euro plus Mehrwertsteuer angegeben, das macht rechnerisch etwas mehr als 2.000 Euro pro Gewehr. weiterlesen

Calling Close Air Support: Amerikanisch-deutsches Training

Das ist (mal wieder) was für sehr Detailinteressierte: Soldaten der Bundeswehr und der U.S. Air Force beim gemeinsamen Training für den Einsatz von Close Air Support, auf Deutsch: Luftnahunterstützung. Die so genannten Joint Terminal Attack Controller* beider Nationen übten im US-Staat Michigan. Davon gibt’s ein Video (nur Originalton):

und einen Bericht vom (heutigen) Mittwoch auf der Webseite des Pentagon: weiterlesen

Einsatz in Mali: Fünf Grad mehr für den Tiger (m. Transkript)

Im vorangengangenen Eintrag zum deutschen MINUSMA-Einsatz in Mali wird heftig über einen Bericht der Welt (online nicht frei zugänglich) diskutiert: Die Bundeswehr hat in dem Wüstenklima des westafrikanischen Landes Probleme mit ihrem Material, mit der Instandsetzung – bis hin zur Frage, ob die deutschen Tiger-Kampfhubschrauber dort überhaupt fliegen können, bei den Temperaturen.

Das war natürlich auch Thema in der Bundespressekonferenz am (heutigen) Mittwoch, mit der Frage musste sich BMVg-Sprecher Oberst Boris Nannt befassen (und auch der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Martin Schäfer, schaltete sich ein). Eine Aussage, ganz am Schluss: Der Tiger soll für Mali die Genehmigung zum Fliegen bei höheren Temperaturen als bisher bekommen – aber bis zum geplanten Einsatzbeginn am 1. Mai soll noch geklärt werden, ob dafür eine Mali-Ausnahmegenehmigung erteilt oder der Helikopter grundsätzlich für die höheren Temperaturwerte zugelassen wird.

Die Aussagen zum Nachhören:

 

BPK_Mali_19apr2017     

 

 

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Keine schnelle Brigade zur Bündnisverteidigung

Dass das Deutsche Heer derzeit nicht in der Lage ist, aus dem Stand eine (schwere) Brigade zur Verteidigung des NATO-Gebiets in Marsch zu setzen, ist vermutlich unter den Lesern hier weder eine Überraschung noch umstritten. Aus US-Sicht ist das eine Meldung wert, wie ein Blick in die US-Soldatenzeitung Stars&Stripes am (heutigen) Donnerstag zeigt:

U.S. forces can’t rely on Europe’s top three military powers to quickly deploy brigade-size armored units to the Baltics in a crisis because their ground combat units are undermanned, overextended and lack sufficient equipment, said a study of alliance capabilities released Wednesday.
The German army is in especially poor shape, with a shortage of deployable forces and equipment. That means fielding a single brigade would involve stripping other units of their gear and manpower, the RAND Corp. study found.

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Neue Korvetten: Ringen um den Preis für die neuen Kriegsschiffe

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Die geplante Beschaffung von fünf weiteren Korvetten für die Deutsche Marine ist weiterhin von Problemen begleitet. Nachdem das Verteidigungsministerium den Auftrag für die Kriegsschiffe ohne Ausschreibung vergeben will und eine an dem Auftrag voraussichtlich nicht beteiligte Werft dagegen Widerstand angekündigt hat, gibt es nun offensichtlich Schwierigkeiten mit den vorgesehen Kosten für das Projekt.

Ein erstes Angebot der Werften, die den Zuschlag für die Schiffe erhalten sollen, sei vom Ministerium abgelehnt worden, berichtet Reuters:

Ein von Lürssen geführtes Werften-Konsortium ist beim Bundesverteidigungsministerium nach Angaben aus Rüstungskreisen mit einem ersten Angebot zum Bau von fünf Korvetten für die Marine abgeblitzt. weiterlesen

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