Jetzt auch Probleme mit dem MG5?

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Angesichts der Feiertage stelle ich das hier nur zur Debatte, ohne selber groß ins Thema einzusteigen: Nach dem Sturmgewehr G36 soll, so berichtet der Spiegel unter Berufung auf Ministeriums-Antworten an die Linksfraktion, auch das neue Maschinengewehr MG5 vom selben Hersteller Heckler&Koch Treffprobleme haben.

Die Antwort liegt mir selber leider (noch) nicht vor, deshalb aus der Spiegel-Vorabmeldung:

Allerdings stellte laut der Antwort an die Linken-Fraktion die Wehrtechnische Dienststelle 91 bei Tests mit dem MG5 “eine Überschreitung des vertraglich vereinbarten Abstandes des Mittleren Treffpunktes” fest. (…) weiterlesen

DroneWatch: Luna am Boden

MARIENBERG/SACHSEN 10MAR2015 - Medientag beim Deutschen Gefechtsverband fŸr die NATO Response Force (NRF) und Interim Very High Readiness Response Force (VJTF) beim Panzergrenadierbataillon 371 in Marienberg/Sachsen Im Bild: Drohne LUNA (Foto Thomas Wiegold)

Ein Merkposten, damit es über das lange Wochenende nicht untergeht: Die Bundeswehr hat alle ihre Drohnen vom Typ Luna (Foto oben) vorerst gegroundet. In den vergangenen Tagen hatten die unbemannten Systeme bei Übungsflügen über Deutschland das Navigationssignal vom Satelliten verloren. Passiert ist nichts, die Drohnen gingen wie programmiert auf Truppenübungsplätzen nieder, wie das Heer mitteilte:

Einschränkung des Flugbetriebs der Nahaufklärungs-Ausstattung „LUNA“ weiterlesen

ISIS-Aufklärungssystem aus dem EuroHawk: Preis steigt fast auf das Doppelte (Update)

EURO HAWK®

Update: Mit einem Schreiben vom 21. Mai (dieses Jahres) hat der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium Markus Grübel dem Verteidigungsausschuss auf dessen Bitte vom 6. Mai angeblich weitere Informationen bezüglich der Kosten der Missionsausrüstung für die EuroHawk-Drohne übermittelt. Jetzt weist mich ein Kollege darauf hin, dass das Ministerium bereits im Oktober vergangenen Jahres diese Auskunft wortgleich auf eine Kleine Anfrage der Grünen gegeben hat (BT-Drucksache 18/2729, Frage 47).

Das von Seiten des Ministeriums als weitere Information ein halbes Jahr später so rauszugeben, hat schon was. Ich bin darauf reingefallen, tut mir leid.

Hier noch meine ursprüngliche Meldung: weiterlesen

Bis 2018 Studien für den nächsten (Leopard-)Kampfpanzer

Nachdem die Verteidigungspolitiker der schwarz-roten Koalition im vergangenen Jahr nicht nur eine Verstärkung der Panzertruppe gefordert hatten, sondern auch den Beginn eines Entwicklungsprogramms für einen neuen Kampfpanzer, sind inzwischen Studien dafür angelaufen. In den nächsten drei Jahren soll konzeptionell entwickelt werden, welche Fähigkeiten in einem solchen neuen System verwirklicht werden sollen, ob es nun Leopard 3 heißt oder anders. Und diese Studien laufen gemeinsam mit Frankreich, wie aus einem Schreiben des Parlamentarischen Staatssekretärs im Verteidigungsministerium Markus Grübel vom 19. Mai an den Verteidigungsausschuss hervorgeht:

Mit dem sich abzeichnenden Nutzungsdauerende des Kampfpanzers LEOPARD 2 um 2030 ergibt sich die Notwendigkeit zur Untersuchung von Maßnahmen zum langfristigen Fähigkeitserhalt. Dazu wurden bereits im Rahmen einer Deutsch-Französischen Kooperation Fähigkeitsforderungen an ein Nachfolgesystem hergeleitet und abgestimmt. Aufbauend auf diese Ergebnisse werden im Zeitraum 2015 bis 2018 Technologien und Konzepte in gemeinsamen Studien unter Einbeziehung der deutschen Industrie untersucht.

Über das Schreiben hatte zuerst Spiegel Online berichtet. Der Startschuss für den neuen Panzer scheint mir allerdings nicht erst jetzt gefallen, wenn die Fähigkeitsforderungen bereits zwischen Deutschland und Frankreich abgestimmt sind… Und höchstwahrscheinlich spielt dabei auch eine große Rolle, dass der deutsche Leopard-Entwickler und -Produzent Krauss Maffei-Wegmann und der französische Konzern Nexter ohnehin auf dem Weg zu einer Fusion sind.

(Die zu dem Thema bereits aufgelaufenen Kommentare im Bällebad verschiebe ich hierher.)

(Foto: Der neue Kampfpanzer Leopard 2 A7 des Panzerbataillons 203 in Augustdorf am 18.03.2015 – Bundeswehr/Dorow)

G36: H&K gegen Vorwurf der ‘Vetternwirtschaft’, fordert ‘lösungsorientierten Diskurs’

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Der Streit zwischen Heckler&Koch einerseits und der Politik (ja, ich weiß, BMVg, Koalition und Opposition sind grundverschiedene Dinge… aber dennoch) sowie Medien andererseits über das Sturmgewehr G36 geht munter weiter. Mit der Sachebene hat das nur noch recht eingeschränkt zu tun.

Ich geb’ mal kommentarlos die Stellungnahme von Heckler&Koch vom (heutigen) Donnerstag zur Kenntnis:

Zu aktuellen Medienberichten, die Heckler & Koch vorwerfen, eine zu enge Nähe zum Bundesministerium der Verteidigung zu pflegen und im Wege der „Vetternwirtschaft“ Einfluss auf die Entscheidungen des Ministeriums zu nehmen, stellt das Unternehmen fest:

Heckler & Koch ist seit mehr als 50 Jahren Partner der Bundeswehr und unsere Produkte sind jeden Tag zahlreichen Soldatinnen und Soldaten im Einsatz weltweit zu Diensten. Natürlich bestehen Beziehungen zwischen dem Bundesministerium der Verteidigung und dem Unternehmen Heckler & Koch. Doch diese Beziehungen gehen nicht über das normale und angemessene Maß einer Hersteller/Kunden-Beziehung hinaus. Den Vorwurf der „Vetternwirtschaft“ weisen wir entschieden zurück. weiterlesen

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