DroneWatch: Zwei neue deutsche Studien zu autonomen (Waffen)Systemen

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Zum Lesen (und vor allem zum Wiederfinden): Zwei in diesen Tagen veröffentlichte Studien zum Einsatz von autonomen Systemen, ob man sie nun Drohnen oder Roboter nennen will, bei Streitkräften:

Robin Geiss, Die völkerrechtliche Dimension autonomer Waffensysteme, veröffentlicht von der Friedrich-Ebert-Stiftung

Marcel Dickow, Robotik – ein Game-Changer für Militär und Sicherheitspolitik?, veröffentlicht von der Stiftung Wissenschaft und Politik

Und eine aktuelle, nicht-militärische Meldung aus diesem Umfeld: Roboter tötet Arbeiter

(Werbehinweis: Das Thema Autonomie spielt auch eine wichtige Rolle in dem Drohnen-Buch vom Zeit Online-Kollegen Kai Biermann und mir.)

(Archivbild 2012: Guardium, eine bislang nur mit Kameras und nicht mit Waffen ausgerüstete Boden-Drohne der Israeli Defence Forces auf Patrouille an der Grenze Israels zum Gazastreifen – Cpl. Zev Marmorstein, IDF Spokesperson’s Unit)

 

Hier parkt der SeaLynx vor dem Hotel

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Wer genau hinguckt (zwischen rotem Zelt und Leuchtturm), sieht einen SeaLynx-Hubschrauber der Bundeswehr, der (am heutigen Donnerstag) vor einem Hotel in Cuxhaven parkt. Na ja, parkt: Durch einen Defekt an einer Hydraulikpumpe gab es Flüssigkeitsnebel im Copckpit, der zur sofortigen Einleitung eines Notverfahrens und eben zur Landung auf einem Parkplatz führte, sagt die Marine. Die Besatzung wurde zwischenzeitlich ärztlich untersucht und ist wohlauf.

Die Maschine – und vermutlich dann auch der Abtranstransport – lässt sich derzeit  via Webcam beobachten.

Nachtrag: Jetzt ist er wieder weg, wie auch die Webcam zeigt – die Maschine ist am Nachmittag gegen 15 Uhr wieder sicher bei ihrem Geschwader in Nordholz gelandet.

(Screenshot von der Webcam, mit freundlicher Genehmigung des Betreibers)

 

Laser gegen Drohnen

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Militärisch ist das System noch im Versuchsstadium, aber die Versuche sind ja auch für den zivilen (Polizei)Bereich interessant: MBDA Deutschland, eine Firma, die für Lenkflugkörper bekannt ist (und auch wesentlich am geplanten neuen Flugabwehrsystem der Bundeswehr beteiligt), hat die Bekämpfung von (Klein)Drohnen mit einem Laser vorgeführt. Innerhalb weniger Sekunden, betont das Unternehmen, wurde bei einem Versuch im Mai eine frei fliegende Mini-Drohne zerstört.

Das Video  (veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von MBDA Deutschland):


(Direktlink: https://youtu.be/5GTWER1NI5g)

Die Mitteilung des Unternehmens dazu: weiterlesen

Mehr als eine halbe Mrd Euro für die Bundeswehr – zur Bewältigung von Altlasten

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Verteidigungs- und Haushaltsausschuss des Bundestages befassen sich am (heutigen) Mittwoch mit Ausgaben von weit über eine halbe Milliarde Euro für die Bundeswehr. Für die Streitkräfte bitter: Der weitaus überwiegende Teil des Geldes kommt nicht etwa der Truppe für neues Gerät oder Ausrüstung zugute. Sondern ist Steuergeld, mit dem Fehler der Vergangenheit bereinigt werden sollen oder müssen.

Der größte Brocken ist die Sanierung eines vermeintlichen Schnäppchens. 2004 nahm die Bundeswehr der niederländischen Marine acht Seefernaufklärer des Typs Lockheed Orion P-3C ab (Foto oben). Die geplanten Beschaffungskosten mit Zubehör betrugen zunächst knapp 300 Millionen Euro, später stiegen sie auf mehr als 400 Millionen.

Jetzt wird für diese Flugzeuge mehr als eine halbe Milliarde Euro sozusagen an Reparaturkosten fällig. weiterlesen

Der Drehflügler, Juli 2015

Und da ist er wieder, der Sammelthread für die Hubschrauber-Freunde.

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