Marine plant Kauf von Klein-Drohnen fürs Boardingteam

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Die Beschaffung einer richtigen Drohne für die Deutsche Marine dauert vermutlich noch ein bisschen, aber der Kauf kleiner, handelsüblicher Drohnen aus dem Laden scheint auf einem guten Weg: Die Marine hat eine Sofortinitiative Einsatz (SiE) gestartet, um einige der vergleichsweise billigen ferngesteuerten Fluggeräte einfach im Laden zu kaufen. Das SALiFRA (Seegestützte Aufklärung aus der Luft im Rahmen ‘friendly approach’) genannte System soll bei Einsätzen wie der Operation Sophia im Mittelmeer (Foto oben) genutzt werden, um Boardingteams aus der Luft zu sichern und Bedrohungen rechtzeitig zu erkennen.

Auf Anfrage von Augen geradeaus! bestätigte die Deutsche Marine das Beschaffungsvorhaben für ein unbemanntes fliegendes System in der Gewichtsklasse unter 5 kg, welches unter dem Namen SALiFRA geführt wird. Das System sei zur optischen Aufklärung für den Einsatz im Nächstbereich der schwimmenden Einheit in Sichtweite des Bedieners vorgesehen. Laut Bundesamt für Ausrüstung, IT und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) wird die Sofortinitiative zur Zeit geprüft; eine Beschaffung der handelsüblichen Systeme könne erst nach Billigung begonnen werden. weiterlesen

Vierter A400M bei der Luftwaffe in Wunstorf angekommen

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Fürs Protokoll: Die Bundeswehr hat ihren vierten neuen Transportflieger vom Typ Airbus A400M erhalten. Die Maschine mit der Luftwaffen-Kennung 54+04 landete am (heutigen) Mittwochnachmittag beim Lufttransportgeschwader 62 in Wunstorf bei Hannover, überführt von einer fünfköpfigen Crew der Technisch-Taktischen Versuchsgruppe (TTVG), wie das Geschwader mitteilte.

Das Flugzeug mit der Seriennummer MSN035 war bereits am Donnerstag vergangener Woche am Fertigungsort Sevilla von Airbus Defence&Space an die Bundeswehr übergeben worden. weiterlesen

Deutscher MBDA-Chef tritt aus Gesundheitsgründen zurück

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Der Chef der deutschen Tochter des Lenkflugkörperherstellers MBDA, Thomas Homberg, ist aus gesundheitlichen Gründen überraschend von seiner Funktion zurückgetreten. Das teilte das Unternehmen am (heutigen) Montag mit. Der frühere Fallschirmjäger hatte das Amt im August 2012 übernommen.

Ein Unternehmenssprecher betonte auf Anfrage, die Entscheidung des 50-jährigen habe ausschließlich gesundheitliche Gründe. Es gebe keinen Zusammenhang mit der möglichen Verschiebung des Vertrages für das künftige Luftverteidigungssystem, an dem MBDA Deutschland maßgeblich beteiligt ist. Diese Verschiebung sei zuvor bereits absehbar gewesen. weiterlesen

Neues Luftverteidigungssystem: Erst nächstes Jahr zur Billigung ins Parlament?

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Eines der größten Rüstungsprojekte der Bundeswehr, das Taktische Luftverteidigungssystem (TLVS), wird möglicherweise erst im kommenden Jahr auf den Weg gebracht. Ein Jahr nach der Entscheidung über das neue System, das im wesentlichen von der deutschen und der italienischen Tochter des Lenkflugkörperherstellers MBDA und dem US-Rüstungskonzern Lockheed Martin produziert werden soll, ist noch unklar, ob die dafür nötige Zustimmung des Bundestages wie geplant noch 2016 oder erst 2017 eingeholt werden soll.

Das geht aus einer Übersicht hervor, die der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium Ralf Brauksiepe in der vergangenen Woche an das Parlament schickte und die Augen geradeaus! vorliegt. In der Übersicht ist unter dem Hinweis Aufgrund des Projektverlaufs kann bei den folgenden Vorhaben gegenwärtig noch nicht abgeschätzt werden, ob sie zum Ende dieses Jahres oder erst zum Anfang des Jahres 2017 dem Haushaltsausschuss vorgelegt werden können an erster Stelle das Projekt TLVS genannt. weiterlesen

Bundeswehr übernahm 4. A400M, Getriebeproblem scheint teilweise gelöst

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Die Bundeswehr hat in der vergangenen Woche ihr viertes Transportflugzeug vom Typ Airbus A400M vom Hersteller übernommen. Zugleich soll durch eine vergleichsweise einfache technische Änderung am problembehafteten Propellergetriebe ein weitgehend normaler Flugbetrieb mit deutlich längeren Wartungsintervallen möglich werden. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums bestätigte am Sonntag einen entsprechenden Bericht der Nachrichtenagentur Reuters vom (gestrigen) Samstag.

Die vierte Maschine für die Luftwaffe wurde nach Angaben des Sprechers bereits am vergangenen Donnerstag formal vom Hersteller am Fertigungsort Sevilla übergeben. Der Überführungsflug auf die deutsche Basis in Wunstorf bei Hannover ist für die kommende Woche geplant. Bislang hatte die Bundeswehr drei A400M, von denen derzeit zwei wegen Problemen mit dem Propellergetriebe am Boden bleiben müssen. weiterlesen

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