A400M-Probleme: Airbus befürchtet „signifikante finanzielle Auswirkungen“

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Die technischen Probleme des Militärtransporters A400M werden offensichtlich für den Luftfahrtkonzern Airbus auch zu einem finanziellen Risiko. Nun bin ich kein Finanzanalyst und kenne mich im Investor Relations Speak nicht so aus – aber wenn Airbus-Chef Tom Enders bei der Vorlage der Quartalszahlen des Unternehmens am (heutigen) Donnerstag diesen Flugzeugtyp gleich in seinen einleitenden Worten erwähnt, dürfte die Lage schwierig sein:

„2016 turns out to be the challenging year we anticipated. Overall, we expect a stable financial performance but deliveries, cash and earnings will be heavily loaded towards the end of the year. And that already shows in our first quarter performance,” said Tom Enders, Airbus Group Chief Executive Officer.  (…) “On the military side, we are now facing a serious challenge for production and customer deliveries of the A400M due to new, unexpected issues on the engine propeller gearbox. It’s very frustrating but we’ll have to work through this with our engine partners. weiterlesen

Luftwaffen-Pläne für den ‚Advanced Command Fighter‘: Der Mensch bleibt im Cockpit

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Die deutsche Luftwaffe will auch in der Zukunft ihre Kampfjets von einem Menschen im Cockpit ihrer Flugzeuge steuern lassen. Als Teil eines Future Combat Air Systems sei ein bemannter Kampfjet vorgesehen, der als Advanced Command Fighter sowohl Waffen tragen als auch als Koordinierungsplattform für unbemannte Systeme dienen sollte – diese konzeptionelle Grundüberlegung nannte Luftwaffeninspekteur Karl Müllner am (gestrigen) Mittwochabend in Berlin.

Der Generalleutnant präzisierte damit zum Teil Überlegungen in der militärischen Luftfahrtstrategie vom Januar:

Ein NextGenWS [Waffensystem der nächsten Generation], als zukünftiges komplementäres System zum Waffensystem EUROFIGHTER im Systemverbund FCAS [Future Combat Air System] und in Teilbereichen als möglicher Nachfolger des Waffensystems TORNADO, ist auf die zukünftigen Anforderungen luftgestützter Waffensysteme auszurichten. (…)
Das NextGenWS könnte dabei unbemannt, bemannt, aber auch optional bemannt sein. weiterlesen

Mit dem Hubschrauber: Kanadische ‚Tactical Air Insertion‘, deutscher Spezialkräfte-Heli

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Da es derzeit keinen Drehflügler-Thread gibt (ab Mai wieder, versprochen) und die Hubschrauber-Fans nicht so ganz auf ihre Kosten kommen… hier zwei aktuelle Videos rund um die Hubschrauberei:

Tactical Air Insertion der Kanadier bei der Übung Summer Shield in Lettland:


(Direktlink: https://youtu.be/nXJmcnDPDxY)

und das Bundeswehr-Video zum H145M, dem neuen Unterstützungshubschrauber für die Spezialkräfte: weiterlesen

Cyberkrieger, Computernerds und IT-Einkäufer: Bundeswehr stellt sich neu auf

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Der Einberufungsbescheid für Captain CIRK ist konkreter geworden: Am (heutigen) Dienstag stellte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen die Pläne für die künftige Aufstellung der deutschen Streitkräfte im Hinblick auf Computernetze, IT-Sicherheit und Cyberkrieg vor. Kernpunkte: Die digitale Arbeit wird in einer eigenen Abteilung im Ministerium und in einem neuen militärischen Organisationsbereich gebündelt, der neben die bisherigen Bereiche Heer, Luftwaffe, Marine, Sanität und Streitkräftebasis tritt und zunächst rund 13.500 Dienstposten umfassen soll

Damit will die Bundeswehr ihre Effizienz und Schlagkraft im schnell wechselnden Bereich der Informationstechnik ebenso verbessern wie den Schutz von Truppe – auch im Einsatz – und gegebenenfalls der Bevölkerung. Aber die Bundeswehr-Cyberkrieger sollen in eine Gesamtstrategie der Bundesregierung eingebettet werden – und in Abstimmung vor allem mit dem Bundesinnenministerium agieren.

Das Statement der Ministerin dazu (die Fragen sind zwar leise, aber verständlich):

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Und die hier natürlich besonders interessierenden Details plus Kästchenkunde: weiterlesen

Nächste Hiobsbotschaft vom A400M: „Materialthema“ Risse im Rumpf (mit Ergänzung)

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Der Militärtransporter A400M, neues Transportflugzeug der Bundeswehr und anderer europäischer Streitkräfte, kommt aus den negativen Schlagzeilen nicht heraus. Nachdem in jüngster Zeit vor allem Schwierigkeiten mit dem Getriebe der Propellermaschinen aufgetreten waren, gibt es jetzt ein neues Problem: Materialprobleme sollen zu Rissen im Rumpf der viermotorigen Maschinen geführt haben.

Die Herstellerfirma Airbus Defence&Space bestätigte in einer Stellungnahme die neuen technischen Schwierigkeiten, über die zuvor der Spiegel berichtet hatte:

Im Rahmen der üblichen Qualitätssicherung der A400M Flotte ist ein Materialthema bekannt geworden.
Es handelt sich um eine Aluminium Legierung, die ein vorher unbekanntes Materialverhalten an den Tag legt.
Das Thema beeinträchtigt weder die Flugsicherheit noch die Einsatzfähigkeit der Flotte. weiterlesen

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