DroneWatch: Bundeswehr soll bewaffnete Drohnen ab 2019 bekommen

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Die Bundeswehr soll ab Anfang 2019 über Drohnen des israelischen Typs Heron TP verfügen, die wenig später auch bewaffnet nutzbar sind. Diesen Zeitplan nannte das Verteidigungsministerium in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linkspartei zu den Drohnenplänen der Truppe. Die Antwort war bereits am vergangenen Wochenende im Wesentlichen bekannt geworden; inzwischen veröffentlichte der Abgeordnete Andrej Hunko den – vom Bundestag noch nicht publizierten – Antwort-Text auf seiner Webseite (zusammen natürlich mit seiner Positionierung dazu).

Überraschend ist nicht, dass die die Heron TP-Drohnen am Herstellungsort Israel auch stationiert werden sollen – das hatte das Verteidigungsministerium bereits im Januar bei der Entscheidung für dieses unbemannte Flugsystem angekündigt. Überraschender ist schon eher der Umgang mit der geplanten Bewaffnung:

Die Informationen zur Bewaffnung sind von israelischer Seite ohne Ausnahme als „GEHEIM“ eingestuft. Die Weitergabe jeglicher Informationen unterliegt den Geheimschutzregelungen und während der vorvertraglichen Klärungsphase den Freigabebeschränkungen des Staates Israel.

Nun ist gerade die Bewaffnungsfähigkeit der Drohnen ein in Deutschland sehr kontrovers diskutierter Punkt. weiterlesen

Neues aus der Kleiderkammer: Pullover (vorerst) auf eigene Rechnung

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Nachdem das Verteidigungsministerium die gescheiterte Privatisierung der Kleiderkammern rückgängig gemacht und die Bundeswehr-Bekleidungsgesellschaft ins eigene Haus zurückgeholt hat, gibt es für viele Berufs- und Zeitsoldaten erst mal eine schlechte Nachricht. Per Tagesbefehl informierte Generalinspekteur Volker Wieker am (heutigen) Donnerstag die Truppe, dass die so genannten Selbst- und Teileinkleider künftig bestimmte Uniformteile nicht mehr von der Bundeswehr bezahlt bekommen. Das betrifft vor allem die beliebten Pullover, aber auch die so genannte Ganzjahresjacke und, vermutlich bei weniger Soldaten, den Gesellschaftsanzug – allerdings auch Kampfschuhe, die von den dienstlich gelieferten abweichen. weiterlesen

Mehr ‘Tiger’ einsatzbereit – aber: EU-Battlegroup oder Mali?

Der Besuch von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen beim Kampfhubschrauberregiment 36 ‘Kurhessen’, dem einzigen der Bundeswehr, am (heutigen) Dienstag sollte vor allem eines klar machen: Nachdem die Bundeswehr in den vergangenen Jahren immer wieder eingestehen musste, dass es um ihre Helikopter nicht zum besten steht, ist jetzt Land in Sicht. Steigende Zahlen bei den vorhandenen wie vor allem bei den einsatzbereiten Hubschraubern.

In der Tat, im Vergleich zu den Vorjahren stehen die Tiger-Kampfhubschrauber bei dem Regiment in Fritzlar in Nordhessen richtig gut da. Von der Leyens Ministeriale hatten, nachdem am Vortag die Süddeutsche Zeitung eine Bundestagsdrucksache mit ähnlichen Informationen aufgegriffen hatte, für den Besuch auch mal eine kleine Übersicht vorbereitet: weiterlesen

A400M-Probleme kosteten Airbus in diesem Jahr mehr als eine Mrd Euro

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Die Probleme mit dem Militärtransporter Airbus A400M und die verzögerte Auslieferung an die Luftstreitkräfte verschiedener Nationen haben das Unternehmen allein in diesem Jahr bereits mehr als eine Milliarde Euro gekostet. Das teilte Airbus bei der Vorlage der Ergebnisse des ersten Halbjahres 2016 am (heutigen) Mittwoch mit. Und die Auswirkungen auf das Gesamtergebnis dieses Jahres könnten noch schlimmer ausfallen: Die potenziellen Auswirkungen auf den Abschluss könnten beträchtlich sein.

Die für Finanz-Analysten interessanten Details mal außen vorgelassen, hier zur Dokumentation und zum späteren Nachschlagen die Kernaussagen:

Leider sehen wir uns mit neuen Belastungen bei den Programmen A400M und A350 konfrontiert. weiterlesen

Halbierung der Lebensdauer-Garantie für Eurofighter wieder aufgehoben

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Bald zwei Jahre nach Feststellung eines Fertigungsfehlers am Kampfflugzeug Eurofighter hat die Herstellerfirma Entwarnung gegeben und die Zahl der freigegebenen Flugstunden für den Jet wieder erhöht. Die im September 2014 entdeckten falsch angelegten Bohrlöcher am Rumpf hätten keine Auswirkungen auf die Lebensdauer der Flugzeugzelle, heißt es in einer Information des Berliner Verteidigungsministeriums an die zuständigen Abgeordneten des Bundestages. Die garantierte Lebensdauer sei deshalb von der Industrie wieder auf 3.000 Flugstunden erhöht worden.

Am 30. September 2014 hatte die Luftwaffe von sich aus bekannt gemacht, dass die Bohrungen am Rumpfhinterteil des Eurofighters unzureichend entgratet wurden. Verantwortlich dafür war das britische Unternehmen BAe Systems, das als Teil des Eurofighter-Konsortiums bestimmte Komponenten des Kampfjets liefert. weiterlesen

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