VIP-Flieger der Kanzlerin soll Soldaten aus Afghanistan abholen

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Deutsche Soldaten, die seit fast einer Woche auf ihren Heimflug aus dem Afghanistan-Einsatz warten, sollen jetzt mit dem Regierungsflieger der Kanzlerin nach Hause geholt werden. Wie Augen geradeaus! aus dem Einsatzführungskommando der Bundeswehr erfuhr, ist geplant, dass mindestens ein Airbus A340 (Foto oben) am kommenden Freitag einen Teil der rund 150 Soldaten ausfliegt. Eventuell soll auch der zweite A340 der Bundeswehr-Flugbereitschaft eingesetzt werden, zudem eine Chartermaschine. weiterlesen

Bundeswehr am Anschlag? Die politische Debatte

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Die seit der vergangenen Woche laufende (und ständig mit aktuellen Hiobsbotschaften ergänzte) öffentliche Debatte über Materialprobleme und Defizite bei der Bundeswehr hat die meisten Kenner nicht überrascht, wohl aber die Öffentlchkeit. Deshalb läuft die politische Debatte erst mal ungebremst weiter, dabei geht’s um den Verteidigungshaushalt, kurz- und mittelfristige Maßnahmen und natürlich um Verantwortlichkeiten.

Am (heutigen) Montagmorgen zunächst die Aufschläge vom Verteidigungsausschuss-Vorsitzenden Hans-Peter Bartels (SPD) und seinem Fraktionschef Thomas Oppermann sowie Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen; weitere Wortmeldungen dürften im Laufe des Tages noch folgen… weiterlesen

Nächste Panne: Transall für Ebola-Luftbrücke gestrandet auf Gran Canaria

Wenn man kein Glück hat, kommt auch noch Pech dazu: Die Pannenserie vor allem beim fliegenden Gerät der Bundeswehr ist in diesen Tagen ohnehin ein heiß diskutiertes Thema – und dann bleibt auch noch eine Transall der geplanten Ebola-Luftbrücke auf dem Weg nach Afrika liegen. Am Wochenende sei eine der beiden Transportmaschinen bei einem Zwischenstopp auf Gran Canaria wegen eines technischen Defekts gestoppt worden, bestätigte das Verteidigungsministerium auf Anfrage von Augen geradeaus! am (heutigen) Montag. Die Transall sollte in Dakar im Senegal für den Aufbau einer Luftbrücke für Material zur Bekämpfung des Ebola-Ausbruchs in Westafrika eingesetzt werden. weiterlesen

Kaufen oder Leasen? Die Flugzeug-Debatte

Über die grundsätzliche Situation beim Großgerät der Bundeswehr hinaus, jenseits der Aussage von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, die Bundeswehr könne derzeit ihre NATO-Verpflichtungen nicht erfüllen, beschäftigt die Flugzeug-Afficionados hier eine Äußerung der Ministerin besonders:

Aber bis wir über eine voll einsatzfähige A400M-Flotte verfügen, wird es noch Jahre dauern. So lange muss die bewährte, alte Transall fliegen. Aber wir müssen sie entlasten. Deshalb prüfen wir, parallel zusätzliche Transportflugzeuge zu mieten. Die kann man für humanitäre Einsätze nutzen, während die gegen Beschuss geschützten Transall vor allem in gefährliche Krisenregionen fliegen sollen.

zitiert die heutige Bild am Sonntag aus ihrem Interview (Link aus bekannten Gründen nicht).

Allerdings: Die Probleme der vergangenen Tage ereigneten sich ja gerade mit den gegen Beschuss geschützten Transall, der so genannten ESS-Version (von denen die Luftwaffe 24 im Buchbestand hat). In den Nordirak flogen die Instruktoren mit einer solchen geschützten Version, und es klappte erst im dritten Anlauf. In Afghanistan werden nur die geschützten Versionen eingesetzt, und bei ihrem jüngsten Besuch in Kabul flog die Ministerin mit CH53-Hubschraubern von Masar-i-Scharif ein, weil es für die Transall zu hoch/zu heiß war. In Mali, so lange die Luftwaffe noch im MINUSMA-Auftrag flog, waren es geschützte Versionen. Und so ziemlich jede militärisch kritische Mission – also die, für die man ohnehin keine zivilen Flieger nehmen/kaufen/leasen will – wird auf die ESS-Transall angewiesen sein…

Ehe die Debatte, ob und wenn ja welches Flugzeugmuster geleast werden soll, in ihrer Detailtiefe die Diskussion über grundlegende Probleme überschattet – hier lieber ein neuer Thread für alle Fans des fliegenden Geräts.

(Bereits aufgelaufene Kommentare zu dem Thema verschiebe ich hierher.)

(Foto: Eine Antonov AN-2 der estnischen Streitkräfte, der größte einmotorige Doppeldecker der Welt, auf der Luftwaffenbasis Ämari in Estland)

Offiziell: Deutschland kann NATO-Verpflichtungen wegen Materialproblemen nicht erfüllen

PK Steinmeier Leyen

Die Materialprobleme der Bundeswehr, die in den vergangenen Tagen in der politischen Debatte in Deutschland Wirbel machten, werden nun auch zu einem außenpolitischen Thema: Die deutschen Streitkräfte können ihre gegenüber der NATO eingegangenen Verpflichtungen nicht erfüllen. Das hat inzwischen auch Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen eingeräumt.

Bei den fliegenden Systemen liegen wir im Augenblick unter den vor einem Jahr gemeldeten Zielzahlen, was wir binnen 180 Tagen der Nato im Alarmfall zur Verfügung stellen wollen. (…) Dahinter steckt der Ersatzteilengpass bei den Flugzeugen und der Ausfall von Marinehubschraubern. weiterlesen

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