Airbus A400M: Eine Frage der Perspektive (Nachtrag: neue Technik-Probleme)

Die Wahrnehmung von Airbus militärischem Transportflugzeug, dem A400M, scheint eine – sehr unterschiedliche – Frage der Perspektive. Aus deutscher Sicht wird überwiegend wahrgenommen, dass die Maschinen massive technische Probleme mit sich bringen. Aus Sicht des Unternehmens muss dringend mit den Kundennationen darüber gesprochen werden, wie die daraus entstehendenden finanziellen Schwierigkeiten Airbus nicht weiter belasten. Und aus Sicht der britischen Streitkräfte? Anscheinend alles super, wie die Royal Air Force von einer Reise mit diesem Flugzeug nach Neuseeland berichtet:

A glorious day in Wellington, New Zealand, provided the perfect backdrop for the RAF to show-off the Airbus A400M ‘Atlas’ to the Royal New Zealand Air Force as part of a prestigious partnership between the two nations. weiterlesen

Probleme mit dem A400M: Neue Vertragsgespräche?

Die technischen Probleme mit dem Militärtransporter A400M machen der Herstellerfirma Airbus zu schaffen – aber unklar bleibt, ob es zu erneuten Verhandlungen über weitere finanzielle Zugeständnisse der Kunden kommt: Ein Schreiben von Airbus-Chef Tom Enders wird offensichtlich in Berlin anders interpretiert als bei dem Unternehmen. Enders hatte zudem öffentlich auf die finanziellen Probleme hingewiesen, die das Transportflieger-Programm dem Konzern bereite, und von neuen Verhandlungen gesprochen.

Unterdessen gab es zwischenzeitlich die Befürchtung, das erneut ein A400M der Luftwaffe ausgefallen sei, weil die Abholung von deutschen Soldaten aus dem EU-Ausbildungseinsatz in Mali am (heutigen) Donnerstag verschoben werden musste. Nach Angaben der Luftwaffe lagen die Probleme jedoch bei der Technik am Boden auf dem Fliegerhorst Wunstorf. Der Flug werde am (morgigen) Freitag nachgeholt.

Zu dem bereits am Vortag bekannt gewordenen Schreiben von Airbus an die Regierungen der A400M-Bestellerstaaten berichtete Reuters am Donnerstag: weiterlesen

Deutschland beteiligt sich an europäischer NATO-Tankflugzeugflotte

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Deutschland hat sich einem von den Niederlanden und Luxemburg gestarteten Projekt zum Betrieb einer gemeinsamen Transport- und Luftbetankungsflotte angeschlossen. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen unterzeichnete am (heutigen) Donnerstag am Rande des NATO-Verteidigungsministertreffens in Brüssel zusammen mit Belgien und Norwegen eine entsprechende Absichtserklärung. Für die Bundeswehr bedeutet es, dass langfristig die Jahrzehnte alten Airbus A310 der Luftwaffe, die nach der deutschen Einheit 1990 von der DDR-Fluglinie Interflug übernommen worden waren, durch moderne Maschinen des Typs Airbus A330 ersetzt werden. weiterlesen

Nächster Schritt zur französisch-deutschen Lufttransportstaffel mit Hercules

Die geplante gemeinsame Lufttransportstaffel der deutschen und der franzsösischen Luftwaffe mit Hercules-C130J-Maschinen des US-Herstellers Lockheed Martin nimmt weiter Gestalt an. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und ihr französischer Kollege Yves Le Drian unterzeichneten am (heutigen) Mittwoch am Randes des NATO-Verteidigungsministertreffens in Brüssel eine konkretisierte Vereinbarung (Declaration of Intent) für Beschaffung und Betrieb der Flugzeuge.

Beide Minister hatten im Oktober vergangenen Jahres eine grundsätzliche Absichtserklärung für diese Lufttransportstaffel unterzeichnet. weiterlesen

Nach den U-Booten: Deutsch-Norwegische Kooperation bei Seezielflugkörpern

Bei der Bekanntgabe der norwegischen Entscheidung, deutsche U-Boote zu beschaffen und gemeinsam mit Deutschland dieses Waffensystem weiterzuentwickeln, gab es schon die (begründete) Vermutung: Das stellt die Weichen für Entwicklung und Beschaffung eines neuen Seezielflugkörpers aus norwegischer Produktion auch für die Deutsche Marine. Am (heutigen) Montag wurde daraus offiziell Gewißheit: Beide Länder kündigten an, die norwegische Naval Strike Missile der norwegischen Firma Kongsberg gemeinsam weiterzuentwickeln, zu beschaffen und zu betreiben. Eine verbindliche Vereinbarung solle bis zum Sommer unterzeichnet werden, schrieb das deutsche Verteidigungsministerium den Abgeordneten des Verteidigungsausschusses.

Aus der Mitteilung auf der Webseite des BMVg:

Deutschland und Norwegen haben eine umfassende strategische Partnerschaft bei der Zusammenarbeit beider Marinen beschlossen. Demnach sollen nicht nur Uboote, sondern auch Seezielflugkörper gemeinsam entwickelt, beschafft und durch die Marinen beider Länder betrieben werden. weiterlesen

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