Bleibt’s beim Stationierungskonzept von 2011? Im Prinzip ja…

Das Stationierungskonzept der Bundeswehr aus dem Jahr 2011, vom damaligen Verteidigungsminister Thomas de Maizière erlassen, war auf die Bedürfnisse einer schrumpfenden Truppe zugeschnitten. In den vergangenen Jahren hat de Maizières Nachfolgerin Ursula von der Leyen in praktisch allen Bereichen Trendwenden ausgerufen – vor allem beim Personal und beim Material. Bleibt es dennoch bei dem Konzept von damals, auch wenn die Bundeswehr neue Unterkünfte und Platz für Material braucht?

Aber sicher, lautet die Antwort auf eine entsprechende Kleine Anfrage des FDP-Abgeordneten Christian Sauter. Auf die direkte Frage des Oppositionspolitikers Plant die Bundesregierung eine Überarbeitung des Stationierungskonzepts? Wenn ja, wann wird sie ein neues Stationierungskonzept vorlegen? antwortete das Verteidigungsministerium scheinbar eindeutig:

Eine Überarbeitung des Stationierungskonzepts ist nicht geplant.

Das ist allerdings eher eine Antwort von Radio Eriwan: Im Prinzip ja. weiterlesen

US-Truppenabzug aus Deutschland? Für die USA kein Thema

Vor dem NATO-Gipfel in der kommenden Woche haben die USA ein mögliches Streit-Thema schon mal abgeräumt: Ein Abzug der US-Truppen aus Deutschland, wie er vor knapp einer Woche durch die Medien geisterte, ist kein Thema. Das ist nun nicht so ganz überraschend, weil es nach Faktenlage ohnehin recht merkwürdig klang – aber fürs Gespräch der Staats- und Regierungschefs kommende Woche ist das erst mal eine positive Nachricht.

Die Klarstellung kam von der NATO-Botschafterin der USA, Kay Bailey Hutchison, am (gestrigen) Donnerstag (Ortszeit) bei einem der üblichen Briefings vor dem Gipfel für Journalisten in Washington. Eine offizielle Abschrift davon gibt es (noch) nicht, aber der Kollege von Defense One hat das protokolliert:

President Donald Trump is not planning to threaten to pull U.S. troops from Germany and Europe, despite reports he asked aides about that possibility. weiterlesen

US-Truppen raus aus Deutschland? Ein Blick auf die Fakten

Wie aufgeheizt und bisweilen irrational die Stimmung gerade in Deutschland vor dem bevorstehenden NATO-Gipfel in knapp zwei Wochen ist, macht am (heutigen) Samstag die öffentliche Reaktion auf eine – bislang exklusive und nicht bestätigte – Meldung der Washington Post deutlich: US-Präsident Donald Trump, so heißt es in vielen deutschen Wiedergaben des Berichts, drohe mit dem Abzug der US-Truppen aus Deutschland.

Die Reaktionen zeigen ein paar typische Denkmuster und daraus abgeleitete Folgerungen: weiterlesen

Wann wird welche Kaserne geschlossen? Die Details zum Nachlesen

Und noch ein Nachtrag vorweg: Jetzt hat mich eine Neufassung des Informationspakets zur Realisierungsplanung erreicht. Das dürfte dann doch die endgültige Fassung sein…

Realisierungsplanung_12jun2012

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Der Nachtrag diesmal vorweg: Ich werde aus kundigen Kreisen darauf aufmerksam gemacht, dass das Papier in meinen Händen nicht die endgültige Version sei und sich in Einzelheiten noch von der Endfassung unterscheide.

Bislang kann ich das nicht abgleichen, weil mir (noch) keine andere Fassung vorliegt. So ist das bisweilen…

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Die Realisierungsplanung für den Umbau der Bundeswehr liegt jetzt vor – einschließlich der Rahmendaten, wann welche Bundeswehr-Liegenschaft geschlossen beziehungsweise abgegeben wird.

Da das viele meiner Leser schon aus persönlicher Betroffenheit interessiert, gibt’s hier das ganze Informationspaket zum Nachlesen. Ich habe mich auch noch nicht durch alle Details gewühlt; jeden interessiert ohnehin eine andere Einzelheit…

Deshalb hier zum Herunterladen: Realisierungsplanung_11jun2012

Realisierungsplanung Bundeswehr: Die ersten Details sickern durch

Am (morgigen) Dienstag will Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière wie angekündigt die Details für die Schließung von Bundeswehrstandorten und für den weiteren Umbau der Streitkräfte bekannt geben – aber wenig überraschend sickern in der Regionalpresse die ersten Details schon durch:

Die Bundeswehr bleibt bis mindestens 2019 in der Region Rendsburg. Nach Informationen des Flensburger Tageblatts (Dienstag) soll das in Hohn stationierte Lufttransportgeschwader 63 für die nächsten sieben Jahre den so genannte Restflugbetrieb für die Transall übernehmen. Hohn behielt damit nach langem Tauziehen die Oberhand gegen den konkurrierenden bayerischen Standort Penzing.

Mal schauen, was bis morgen noch so zu lesen ist. Ich berichte hier, wenn ich den gesamten Plan kenne.

(Die Angaben des Flensburger Tageblattes habe ich auf die Pressemitteilung der Zeitung beim Originaltext-Service OTS verlinkt – ich will ja hoffen, dass die Verleger nicht so dreist sind, für Verlinkung und Zitierung ihrer Pressemitteilungen auch noch ein Leistungsschutzrecht zu fordern.)

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