Künftiges Marine-Kampfschiff: ThyssenKrupp und Lürssen sind raus

mks180_designergrafik_bwa

Fürs Archiv: Im Wettbewerb um das nächste große Kriegsschiff der Deutschen Marine, das Mehrzweckkampfschiff 180 (MKS180), ist das deutsche Werftenkonsortium von ThyssenKrupp und der Lürssen-Werft aus dem Rennen. Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) habe dem Konsortium mitgeteilt, dass sie am weiteren Verfahren nicht mehr teilnähmen, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Unternehmen vom (heutigen) Donnerstag:

Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr hat thyssenkrupp Marine Systems mitgeteilt, dass das Konsortium, bestehend aus thyssenkrupp Marine Systems und Lürssen, im Vergabeverfahren MKS 180 aus dem weiterem Vergabeprozess ausgeschlossen worden ist. weiterlesen

Neue Marine-Mehrzweckkampfschiffe: 300 Mio gespart, 500 Mio teurer (Korrektur: Werften)

Die geplanten neuen Kriegsschiffe der Bundeswehr werden voraussichtlich gut eine halbe Milliarde Euro teurer als geplant – obwohl schon zuvor geforderte Leistungen im Wert von rund 300 Millionen Euro aus den Anforderungen herausgenommen wurden. Das teilte der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium Markus Grübel am (heutigen) Dienstag dem Verteidigungsausschuss des Bundestages mit. Die Angebote der drei Werftkonsortien, die das Mehrzweckkampfschiff 180 (MKS180) für die Deutsche Marine bauen wollen, werden nach Grübels Angaben für Ende September erwartet – damit ist, wie schon im Oktober vergangenen Jahres erwartet, erst nach der Bundestagswahl mit einem Vertrag zu rechnen.

Aus Grübels Schreiben an den Ausschuss:

Durch die tiefgreifende Auseinandersetzung der Bieter mit dem Vergabegegenstand und dessen Risiken wurde in zahlreichen Expertengesprächen mit dem öffentlichen Auftraggeber über mehrere Monate eine unzureichende Korrelation zwischen gebilligtem Finanzrahmen und gefordertem Leistungsumfang nicht erst – wie in der Vergangenheit des Öfteren geschehen – zu einem späteren Termin in der Realisierung, sondern bereits vor Vertragsschluss festgestellt. Zur Wiederherstellung der Korrelation wurden Forderungen aus der Leistungsbeschreibung herausgenommen, deren technische Realisierung mit erheblichen Kosten bzw. Risiken verbunden gewesen wäre, ohne einen signifkanten operativen Mehrwert zu bieten. So konnten Kosten i.H.v. mehr als 300 Mio EUR reduziert werden, deren Erfüllung wünschenswert, aber nicht geboten war. weiterlesen

Vertrag für neues Marine-„Mehrzweckkampfschiff 180“ erst nach der Wahl

mks180_designergrafik_bwa

Ein weiteres großes Rüstungsprojekt der Bundeswehr verschiebt sich: Einen Vertrag für das geplante Mehrzweckkampfschiff 180 (MKS 180) der Deutschen Marine wird es voraussichtlich erst nach der Wahl geben. Das teilte das Verteidigungsministerium den Abgeordneten in Verteidigungs- und Haushaltsausschuss mit. Ein endverhandelter Vertrag werde rund ein halbes Jahr später, voraussichtlich Ende 2017, vorliegen. Der erhöhte Zeitbedarf sei jedoch mit Blick auf den zu erwartenden stabileren Projektverlauf gut investiert. weiterlesen

Ein neues Kriegsschiff für (fast) alles

Zusammen mit der Entscheidung über das künftige Taktische Luftverteidigungssystem hat die Spitze des Verteidigungsministeriums, formal der Generalinspekteur, eine weitere Beschaffungsentscheidung getroffen, die fast genau so teuer ist: Für fast vier Milliarden Euro soll in den nächsten Jahren das Mehrzweckkampfschiff 180 (MKS 180) für die Deutsche Marine angeschafft werden. Das neue Kriegsschiff ist, so die Forderung, ein an die Bedrohungslage und künftige Herausforderungen angepasstes Vorhaben eines durchsetzungsfähigen Kampfschiffes. Die Design-Details sind noch nicht so recht öffentlich, klar ist aber, dass das neue Schiff alle Fähigkeiten abdecken soll: den Kampf gegen Ziele unter und über Wasser und in der Luft und zudem, begrenzt auf die Unterstützung von Spezialkräften, das Wirken an Land.

Das MKS 180 soll europaweit ausgeschrieben werden, das ein Novum bei der Beschaffung eines neues Kriegsschiffes. Für das Vergabeverfahren werden 100 Wochen veranschlagt (für Landratten: das sind etwa zwei Jahre). Der Zulauf des ersten Schiffes ist für das Jahr 2013 2023 geplant – und zunächst ist die Beschaffung von nur vier Einheiten vorgesehent. Zusätzlich soll es jedoch eine Option auf zwei weitere Schiffe geben. weiterlesen