Aufbau der afghanischen Streitkräfte: Was so schief lief (und läuft)

Vor einigen Tagen haben die afghanischen Streitkräfte ihre ersten US-Hubschrauber vom Typ Blackhawk erhalten. Fast 160 dieser Helikopter soll die Afghan Air Force in den kommenden Jahren bekommen – damit die Streitkräfte des Landes am Hindukusch langfristig selber in die Lage versetzt werden können, gegen Aufständische vorzugehen. Die gebrauchten, aber runderneuerten US-Hubschrauber sollen die Mi-17 aus russischer Produktion ersetzen, die nicht mehr ausreichend gewartet werden können – oder sollen? Denn der Wechsel von robuster russischer zu amerikanischer Technik ist auch[…]

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Mehr als 100 Tote bei Angriff auf afghanische Militärbasis in Nordafghanistan (neue Zahlen, Nachträge)

#AFG These TWO vehicles were used by at least 8 attackers in army uniforms. #INTELLIGENCEFAILURE #Utterincomptence #Crisisofleadership #NUG pic.twitter.com/QFF5w000UD — BILAL SARWARY (@bsarwary) April 21, 2017 Bei einem Taliban-Angriff auf die Militärbasis Camp Shaheen bei Masar-i-Scharif in Nordafghanistan sind am (gestrigen) Freitag vermutlich mehr als 140 Soldaten der Afghanischen Nationalarmee (ANA) ums Leben gekommen. Eine Gruppe von Aufständischen drang nach den bisherigen Berichten in das Camp ein, das unter anderem das Hauptquartier des 209. ANA-Korps beherbergt. Soldaten der internationalen Resolute[…]

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Keine Uniform mehr für die Taliban

Ich bin schwer beeindruckt. Nachdem seit Monaten Attentäter in afghanischer Militär- oder Polizeiuniform die echten Polizisten und Soldaten, die ISAF und auch das afghanische Verteidigungsministerium angreifen (was auch die Bundeswehr schmerzlich erfahren musste), wird jetzt den Aufständischen der Uniform-Nachschub abgeschnitten. ANSF Uniforms, Equipment Confiscated; No Longer Legal to Sell at Bazaars (Uniformen und Ausrüstung afghanischer Sicherheitskräfte beschlagnahmt; Verkauf nicht mehr zulässig) betitelt ISAF die Angaben ihres Sprechers Josef Blotz zu einer Aktion der Afghanen: Mehr als 10.000 (!) Uniformen und[…]

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Partnering ohne Alternative?

Nach dem tödlichen Angriff eines ANA-Soldaten auf deutsche Soldaten im OP North läuft die Diskussion, ob das Partnering mit den afghanischen Sicherheitskräften der richtige Weg sei – und damit natürlich auch über die Frage, ob das Ziel erreicht werden kann, bis 2014 die Sicherheitsverantwortung in Afghanistan an das Land selbst zu übergeben. Interessante Aussagen dazu vom – scheidenden – ISAF-Regionalkommandeur Nord, dem deutschen Generalmajor Hans-Werner Fritz, heute im Deutschlandfunk: Für mich ist Partnering ohne Alternative, denn wir müssen uns vorstellen,[…]

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RC N Watch: Afghane tötet deutschen Soldaten (Update)

Der tödliche Vorfall im OP North in der nordafghanischen Provinz Baghlan lässt sich jetzt nach den Informationen von Bundeswehr und ISAF zusammenfassen: Ein 30-jähriger deutscher Hauptfeldwebel ist am Freitag im OP North gefallen, als ein Mann in der Uniform der afghanischen Armee (ANA) überraschend das Feuer auf eine Gruppe von Bundeswehrsoldaten eröffnete, die an einem Fahrzeug arbeiteten. Vier deutsche Soldaten wurden schwer, vier weitere leicht verletzt. Der Angreifer wurde anschließend von Soldaten erschossen. Der Hauptfeldwebel starb kurz nach dem Zwischenfall[…]

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Wikileaks: Butter bei die Fische

Im Gegensatz zur öffentlichen Aufregung haben mich die ersten Wikileaks-Berichte mit den internen Depeschen von U.S.-Diplomaten in den vergangenen Tagen eher kühl gelassen. Natürlich liest jeder gern Polit-Klatsch, aber die ersten Meldungen nach dem Muster Botschafter schreibt, Politiker A findet Politiker B dumm brachten aus deutscher Sicht wenig an Erkenntnissen. Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass Wikileaks bislang nur einen Bruchteil der Cables veröffentlicht hat: Die liegen alle bei den beteiligten Medien (aus deutscher Sicht in erster Linie die[…]

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