Deutsches Heer stellt „Drohnenregiment“ auf
Das Heer wird im kommenden Jahr ein Drohnenregiment aufstellen, in dem die Entwicklung, Erprobung und Anwendung von unbemannten Systemen auf dem Gefechtsfeld gebündelt werden soll. Zugleich werde aber auch die Integration von Drohnen in die Truppe insgesamt fortgesetzt, kündigten Verteidigungsminister Boris Pistorius und Heeresinspekteur Christian Freuding an.
Der Minister und der Heereschef äußerten sich am (heutigen) Donnerstag nach einem Besuch der Experimentalserie Land des Deutschen Heeres auf dem Truppenübungsplatz Bergen. Das geplante Regiment soll 2027 als Teil der Divisionstruppen der 10. Panzerdivision mit einer Anfangsbefähigung und rund 300 Soldaten und Soldatinnen aufgestellt werden, die Zielgröße ist nach Angaben Freudings 600.
Laut Pistorius soll der neue Verband alle unbemannten Systeme von Landstreitkräften von der Nächstdistanz bis zu 500 Kilometern Reichweite nutzen, aber auch abwehren können. Dafür werde dem Regiment unter anderem eine eigene Kompanie für den elektronischen Kampf zugeordnet. Das Modell werde bei Erfolg auf die anderen Divisionen des Heeres übertragen.
Zum Nachhören die Aussagen des Ministers und des Generalleutnants im Wortlaut:
Hinweis: In den Kommentaren steht ein von einem Leser via Software erstelltes Transkript dieses Audios.
@SanHG93
“ …vielleicht dienen diese ja auch mal noch als „Verhandlungsmasse“ mit der Luftwaffe, wenn die Hubschrauber gesamthaft ins Heer kommen. Siehe Aviation-Brigade unter Führung Kommando Hubschrauber des Heeres.“
Definitiv NEIN!
Die Aviation Brigade mit Ihren Hubschrauber-Anteilen der Luftwaffe (HSG 64) trägt den Zusatz NFM 2025-2027, kurz für NATO Force Model, und steht der NATO für einen Einsatz an der Ostflanke für einen begrenzten Zeitraum von 2025 bis 2027 zur Verfügung. Alle Transporthubschrauber CH53 und ab 2027 CH47 sind und bleiben in der Luftwaffe am zukünftig größten Standort (Lw) mit Arrow3, Ch47 und EFB3 in Schönewalde/Holzdorf bei Berlin.
@Klaus-Peter Kaikowsky (KPK)
Jeder hat seine Ansichten… Ich sehe bei der Rüstung jedoch nicht den großen Durchbruch, zumal sich immer häufiger herausstellt, das entsprechend beauftragte Unternehmen trotz großer Ankündigungen nicht das abliefern können was versprochen wurde.
Zwecke Stationierung tippe ich auf Erding.
Warum ? Dort soll ein Innovations u Entwicklungszentrum für Drohnen entstehen hinzu kommen noch Drohnen Start-ups u ein riesiges Areal
[Der Nick „Sepp“ ist hier schon länger von jemand anderem genutzt; ich mache aus Ihrem Nick mal den Sepp2. T.W.]
Was mir in der Berichterstattung zum Drohnenregiment fehlt, ist die Frage der Zusammenarbeit mit der Heeresflugabwehr bzw generell mit der Flugabwehr. Seit einem Jahr hört man nichts neues vom Heeresflugabwehr Bataillon in Lüneburg, außer dass das Vorauskommando vor einem Jahr seine Arbeit aufgenommen hat & der Skyranger sich immer weiter verspäten soll. Aber Counter Drohnen müssen zur Drohnenabwehr mit der künftigen Heeresflugabwehr zusammenarbeiten. Deshalb hätte ich sicher überlegt, die Counter Drohnenfähigkeit bei der Heeresflugabwehr anzusiedeln, zumindest im Regiments-Bataillons Rahmen. Kann man auch anders lösen, aber dann würde es mir sinnvoll erscheinen, das Drohnenregiment in der Nähe des Heeresflugabwehrbataillons in Lüneburg zu stationieren, um leichter die Zusammenarbeit üben zu können, was für eine Anbindung des 1. Drohnenregiments an die 1. Panzerdivision sprechen würde statt 10. Panzerdivision. Aber leider hat niemand nach dieser Zusammenarbeit gefragt. Und Minister bzw GL Freuding haben vermutlich zu den Thema geschwiegen, weil die Verzögerungen bei der Heeresflugabwehr teilweise von Bundeswehr selbst verschuldet sind.
Im neuen Podcast Generaldebatte äußert sich InspHeer zum Regiment UxS:
https://www.bundeswehr.de/de/mediathek/podcast-generaldebatte
Das dt. Herr ist mir 500 km Reichweite seiner Waffen, hier der Drohnen, noch nicht zufrieden. GL Freuding fordert die billigen Marschflugkörper wie Covenant und die USA Tomahawk Marschflugkörper fürs Heer, um feindliche Flugabwehr zu überlasten. In der Vergangenheit hatte nur die Luftwaffe Raketen mit mehr als 500 km Reichweite(Pershing 1 Raketen).