Personalstärke März 2026: Leichter Rückgang mit saisonaler Schwankung beim Neuen Wehrdienst (Neufassung)

Die Zahl der aktiven Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr ist im März erneut leicht zurückgegangen – damit setzte sich die vom Verteidigungsministerium im Februar angedeutete saisonale Schwankung fort: Mit 185.420 Soldaten und Soldatinnen gab es im März rund 800 weniger als im Monat davor, und das entsprach auch der erwarteten Schwankung beim Neuen Wehrdienst: Dort gab es im März rund 1.600 weniger Kurzdiener unter einem Jahr Dienstzeit, aber auch fast 900 mehr SaZ kurz mit einer Dienstzeit von 12 bis 23 Monaten.

Die übrigen Trends – leichte Zunahme der Zahl der Berufssoldaten, leichter Rückgang der Soldat*innen auf Zeit lang ab zwei Jahren Dienstzeit – blieben dagegen unverändert.

HINWEIS: Diese Neufassung enthält die am 16. April veröffentlichten Zahlen des Verteidigungsministeriums – die am Vortag veröffentlichte Fassung wurde wg. Fehlern bei den Zivilbeschäftigten zurückgezogen. Außerdem wurde eine erläuternde Pressemitteilung des Ministeriums nachgetragen.

Die Statistik für März 2026, am (heutigen) Mittwoch  wie üblich unter dem immer gleichen Link veröffentlicht (die im Vormonat eingeführten Änderungen wurden beibehalten; hier bleibt es der Vergleichbarkeit wegen weiterhin bei dem seit Jahren verwendeten Schema):

Insgesamt leisten 185.420 Soldatinnen und Soldaten ihren Dienst bei der Bundeswehr

Bundesministerium der Verteidigung 1.081
unmittelbar nachgeordnete Dienststellen 3.919
Heer 64.036
Luftwaffe 28.719
Marine 15.905
Cyber- und Informationsraum 13.802
Unterstützungsbereich 47.517
Bereich Infrastruktur, Umweltschutz, Dienstleistungen 1.094
Bereich Ausrüstung, Informationstechnik, Nutzung 1.933
Bereich Personal 7.414
davon bis zu 5.400 Studierende an Bundeswehr-Universitäten

Berufssoldat*innen 60.518
Soldat*innen auf Zeit lang (ab 2 Jahren Dienstzeit) 112.201
Soldat*innen auf Zeit  kurz (12 bis 23 Monate) 2.961
Freiwillig Wehrdienstleistende (6 bis 11 Monate) 9.740

Dienstgradgruppen (gerundet)
Generale/Admirale 220
Stabsoffiziere 15.810
Offiziere 23.650
Unteroffiziere mit Portepee 62.060
Unteroffiziere ohne Portepee 28.750
Mannschaften 54.930

Die Zahl der Frauen in den Streitkräften:

25.328 Soldatinnen sind aktuell bei der Bundeswehr; mehr als 13 Prozent (beträgt der) Anteil der Soldatinnen bei der Bundeswehr

Verteidigungsministerium 70
unmittelbar nachgeordnete Dienststellen 460
Heer 5.014
Luftwaffe 3.021
Marine 1.798
Cyber- und Informationsraum 1.412
Unterstützungsbereich 11.732
Personal 1.552
Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen 136
Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung 133

Laufbahngruppe/Laufbahnen (auch Anwärterinnen)
Offizierinnen 7.231
Unteroffizierinnen mit Portepee 9.027
Unteroffizierinnen ohne Portepee 3.391
Mannschaften 5.679

Status
Berufssoldatin 6.052
Zeitsoldatin lang 17.191
Zeitsoldatin kurz 517

Freiwilligen Wehrdienstleistende 1.568

Die gesonderte Statistik zu den Zivilbeschäftigten – analog zu den Soldat*innen nach Teilstreitkräften und Organisationsbereichen aufgeschlüsselt; zusätzlich werden Militärseelsorge und Rechtspflege ausgewiesen.

Beschäftigt sind 81.290 zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Bundesministerium der Verteidigung 1.853
unmittelbar nachgeordnete Dienststellen 1.600
Heer 2.488
Luftwaffe 4.780
Marine 1.824
Cyber- und Informationsraum 1.856
Unterstützungsbereich 11.283
Bereich Infrastruktur, Umweltschutz, Dienstleistungen 32.746
Bereich Ausrüstung, Informationstechnik, Nutzung 11.589
Bereich Personal 10.688
Militärseelsorge 488
Rechtspflege 95

Der Anteil von Frauen am zivilen Personal wird nur nach Statusgruppen ausgewiesen:

Von den insgesamt 81.290 zivilen Beschäftigten sind 32.072 Frauen (rund 39 Prozent), die in allen Bereichen der Bundeswehr tätig sind.

Beamtinnen insgesamt 10.955
im höheren Dienst 2.275
im gehobenen Dienst 4.594
im mittleren Dienst 4.068
im einfachen Dienst 18
Arbeitnehmerinnen 19.114
im Vorbereitungsdienst, in einem Ausbildungs- oder Praktikantenverhältnis 2003

(Stand 31. März 2026)

Die frühere ausführliche Statistik der Personalstärke in den Auslandseinsätzen und einsatzgleichen Verpflichtungen wurde durch die Gesamtzahl nur in den Auslandseinsätzen ersetzt. Der Stand vom 23. März 2026:

Insgesamt sind 963 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr unmittelbar bei Auslandseinsätzen eingesetzt.
Darüber hinaus gibt es noch die Anerkannten Missionen.

(Die diversen Anerkannten Missionen wie z.B. die NATO-Battlegroup oder auch die neue Panzerbrigade 45 Litauen sind eben damit nicht erfasst.)

Die Bewertung der aktuellen Zahlen durch das Verteidigungsministerium:

Erfolgreicher Personaltrend der Bundeswehr hält im Jahresvergleich an
Gesamtpersonalbestand weiter mit leichten saisonalen Schwankungen

Auch zum Abschluss des ersten Quartals 2026 verzeichnet die Bundeswehr eine positive Personalentwicklung. Sie setzt damit ihren personellen Aufwuchs im Jahresvergleich fort. Bis zum Ende des Monats haben sich rund 22.700 Menschen auf die Einstellung in eine militärische Laufbahn beworben – ein Plus von 20% im Vergleich zum Vorjahr. Diese Tendenz spiegelt sich auch in den Neueinstellungen wider: Mit mehr als 5.800 Einstellungen wurde 10% mehr Personal gewonnen als zur selben Zeit im Vorjahr.
Die Gesamtstärke des aktiven militärischen Personals der Bundeswehr beträgt aktuell rund 185.400 Soldatinnen und Soldaten, ein Zuwachs von rund 3.300 Personen im Vergleich zum März 2025. Die Gesamtpersonalstärke ist damit wie bereits vermutet leicht gesunken, aufgrund bekannter saisonaler Schwankungen im Jahresverlauf, da im Frühjahr erfahrungsgemäß viele Soldatinnen und Soldaten zu ihrem Dienstzeitende planmäßig ausscheiden. Sie beginnen folgend oft eine Ausbildung oder ein Studium. Außerdem treten weniger Rekrutinnen und Rekruten in dieser Jahreszeit eine Grund- und Basisausbildung an.
Diesen Trend sehen wir erwartungsgemäß auch bei den Mannschaftssoldatinnen und -soldaten im Rahmen des Neuen Wehrdienstes. Im Jahresvergleich ist es aber dennoch gelungen, die Zahl der Freiwillig Wehrdienstleistende (6-11 Monate) und kurzdienende Zeitsoldaten („SaZ kurz“, 12-23 Monate) deutlich zu steigern. Derzeit sind rund 12.700 Personen als Freiwillig Wehrdienstleistende und kurzdienende Zeitsoldaten in der Bundeswehr tätig – ein Plus von 13,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die gesamte Pressemitteilung als Sicherungskopie
PM14 – Erfolgreicher Personaltrend der Bundeswehr hält im Jahresvergleich an

Den Service von Augen geradeaus!, die Vergleichszahlen, gibt es auf einer gesonderten Übersichtsseite.

(Archivbild: Soldat des Wachbataillons, aufgenommen im Rahmen der Verleihung des Fahnenbandes des Bundeskanzlers an das Wachbataillon in der Julius-Leber-Kaserne in Berlin am 23.03.2026 – Florian Gaertner/photothek.de)