Fürs Archiv: Merz sieht weiter keine Bundeswehr-Beteiligung in Nahost
Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran geht weiter, die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft nehmen zu. Deshalb musste sich Bundeskanzler Friedrich Merz bei seinem (heutigen) Besuch in Norwegen auch der Frage stellen, wie Deutschland zur Lockerung der USA für russische Öllieferungen steht – und ob die Bundeswehr gegebenenfalls die Straße von Hormus sichern helfen würde. Letzteres, sagt der Kanzler, sei kein Thema.
Die Passage aus der Pressekonferenz von Merz und dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre beim Besuch des Andøya Space Port in der Mitschrift des Bundespresseamtes:
Frage: Herr Bundeskanzler, Sie haben gerade schon gesagt, dass Sie die Lockerung der Russlandsanktionen in der jetzigen Situation für falsch hielten. Damit dürften Sie die aktuelle Entscheidung der Amerikaner gemeint haben, den Kauf russischen Öls vorübergehend wieder zuzulassen. Eine Frage dazu an Sie beide: Wie überrascht waren Sie von dieser Entscheidung? Inwieweit dividiert diese Entscheidung die Europäer und Amerikaner noch weiter auseinander, was den Druck auf Russland angeht?
Eine Frage zur Straße von Hormus: Es gibt ja die Idee eines internationalen Militäreinsatzes, um Handelsschiffe zu schützen. Was halten Sie grundsätzlich von dieser Idee?
Herr Bundeskanzler, können Sie sich vorstellen, dass sich die deutsche Marine an einem solchen Einsatz beteiligt?
Støre: Norwegen und Deutschland sind einer Meinung, dass man gemeinsam mehr Druck auf Russland ausüben muss, um den Angriffskrieg gegen die Ukraine zu beenden. Wir sind einer Meinung bezüglich Sanktionspakete gegen Russland. Russland ist im Bereich der Energie am empfindlichsten für diese Signale. Es ist also ganz falsch, in diesem Bereich mit einer Lockerung zu beginnen. Europa ist jetzt quasi unabhängig von russischer Energie. Das wichtigste Signal, das wir Russland senden können, ist, dass Russland jetzt aufhören muss. Diese Botschaft wird auch entlang der Energiespur kommuniziert.
Norwegen ist die fünftgrößte Schifffahrtsnation in der Welt. Die norwegische Schifffahrt wird von dem, was jetzt im Golf und in der Straße von Hormus passiert, sehr tief und hart beeinflusst. Dort gibt es jetzt also einen Krieg, der begonnen wurde und der sich weiterentwickelt, ohne dass ein Ende abzusehen ist. Diese Eskalation bedeutet, dass andere Länder involviert und hineingezogen werden. Tatsächlich wird jetzt der Transport von ca. 20 Prozent des Erdöls der Welt behindert. Das müssen wir umgehen. Die Straße von Hormus darf nicht vermint werden. Das ist eine sehr wichtige Strategie. Zurzeit gibt es keine Pläne, dort militärisch zu operieren.
Merz: Ich will mich dem gern anschließen. Zunächst einmal will ich sagen, dass wir im Kreis der G7-Staats- und ‑Regierungschefs in dieser Woche auch mit dem amerikanischen Präsidenten über das Thema von Öllieferungen und Gaslieferungen aus Russland gesprochen haben. Es gab eine sehr klare Meinung von sechs Mitgliedern der G7, dass dies nicht das richtige Signal sei. Wir haben heute Morgen erfahren, dass sich die amerikanische Regierung offensichtlich anders entschieden hat. Wir halten das für falsch. Es gibt im Augenblick ein Preisproblem, aber kein Mengenproblem. Insofern will ich gern wissen, welche Motive die amerikanische Regierung noch dazu bewogen haben, diese Entscheidung zu treffen. Sie ist ja zeitlich befristet.
Über allem steht die Frage, wann dieser Krieg zu Ende geht und mit welcher Strategie dieser Krieg zu Ende geführt wird. Auch diese Fragen sind ja nicht wirklich beantwortet.
Im Augenblick gibt es aus meiner Sicht deswegen auch keine Veranlassung, über eine militärische Absicherung der Seewege nachzudenken. Ich will es noch einmal sehr deutlich sagen: Deutschland ist nicht Teil dieses Krieges, und wir wollen es auch nicht werden. Insofern sind alle unsere Bemühungen darauf gerichtet, den Krieg zu beenden. Genau darüber sprechen wir sowohl mit der amerikanischen Regierung als auch mit der israelischen Regierung.
Der Vollständigkeit halber der Hinweis: Wenn Iran tatsächlich die Straße von Hormus nicht nur blockieren, sondern tatsächlich auch verminen sollte, sind die US-Streitkräfte die mit der schlechtesten Vorbereitung auf eine solche Situation. Exemplarisch zeigt das ein Blick in die aktuelle Military Balance, das Nachschlagewerk des International Institute for Strategic Studies (IISS). Im ansonsten sehr umfangreichen Kapitel zu den Fähigkeiten der U.S. Navy nimmt die Angabe zu den Minenabwehrfähigkeiten (Mine Counter Measures) mit gerade mal zwei Zeilen so ziemlich den geringsten Platz ein:

@LuckySailor sagt:
15.03.2026 um 16:07 Uhr
„Genau Felix2, dafür gibt es uns Soldaten nämlich. Denn auch Deutschland ist schon OPFER in diesem Krieg, da ist doch völlig egal, wer ihn mal angefangen hat, oder?“
Da haben Sie und ich wohl ein gegensätzliches Verständnis von Demokratie und Völkerrecht.
Hier handelt es sich um einen völkerrechtswidrigen Krieg den die USA und Israel ohne jedes Mandat begonnen haben. Und dies ist NICHT egal!
Deshalb kann und darf sich kein deutscher Soldat an diesem Krieg beteiligen. Wie damals im Irak.
Nur mal als Beispiel: Art 26 Abs 1 GG, § 13 VStGB, etc.
Die mögliche Sperrung ist eine direkte Folge dieses Krieges.
Wenn jetzt Trump versucht weitere Länder in seiner bewährten Art der Erpressung in den Krieg
hineinzuziehen, diese damit zu direkten Kriegsteilnehmern zu machen, ist und bleibt es falsch.
Ich bin definitiv kein Freund der Mullas, aber es ist erschreckend wie viele z.B. das Völkerrecht über Bord werfen…und das nicht weil man den armen Menschen im Iran die Freiheit bringen will… sondern weil es an den eigenen Geldbeutel geht… mit den üblichen „Deckmäntelchen“, wie hier „Freiheit“ der Meere…
Verlogener geht es nicht mehr…
Die USA und Israel haben den Krieg begonnen … also sollen Sie auch allein sehen wie sie ihn beenden.
Genauso wie in der Ukraine ist es ganz einfach… der Krieg wäre sofort zu Ende wenn der Aggressor aufhört.
Anstatt Soldaten zu schicken… sollten alle restlichen Staaten der Welt diesen beiden Staaten
auf diplomatischer Ebene … von mir aus hinter den Kulissen … klar machen: hört auf, denn ihr habt Euch verzockt.
Und falls Sie es auch schon vergessen haben… wir haben uns auch in einen 20-jährigen Krieg verwickeln lassen, der am Ende in einem Fiasko endete… Sollen wieder deutsche Soldaten für NICHTS sterben?
Johan Wadephul beklagt die Ineffektivität des EU ASPIDES Einsatzes..
Der deutsche Beitrag war es jedenfalls nicht, der zur Einsatzverbesserung beitrug.
Es erfordert durchaus eine ziemliche Unverfrorenheit von Außenminister Wadephul, dies als ein allgemeines europäisches Problem darzustellen, wenn einige nationale Kräfte eindeutig besser agieren als andere.
Die Öffentlichkeit hat das leider nicht auf dem Schirm, aufgeklärt wird auch nicht.
@LuckySailor: die Mehrzahl der festsitzen Schiffe, die deutschen Eignern gehört, führen nicht die deutsche Flagge. Damit ist dann auch erstmal der Flaggenstaat zuständig. Ist die beliebte Diskussion: sind die Kosten zu hoch, wird in die Billigflagge gewechselt. Den Full-Service der „Host Nation“ möchte man aber gerne mitnehmen. Beißt sich.
Und was man sich auch fragen sollte: so richtig wenig graue Schiffe haben weder Saudi-Arabien, Kuwait, VAE noch Oman. Warum bleiben die augenscheinlich im Hafen und werden nicht eingesetzt? Die Nationen sollten doch ein vordringliches Interesse haben, dass die Exporte wieder in Gang kommen. Und warum traut sich die US Navy und israelische Marine nicht in den Golf? Ist die Lage vor Ort ggfs. doch prekärer, als man öffentlich zugeben möchte – und andere sollen jetzt das richten, was man vergeigt hat? Die frische „NATO-Drohung“ aus dem weißen Haus scheint genau in die Richtung zu gehen.
Aus meiner Sicht: wir sollten mal schön ruhig bleiben. Da können wir nichts gewinnen. Massiv die Energiewende vorantreiben und uns zügig unabhängiger machen von Öl & Gas. Und wenn es dann mittelbar zum Knall in der NATO kommt, dann ist dem auch so. Dann wissen eben alle final, woran sie sind. Dass eine lokale Produktion, auch im High-End-Bereich, möglich ist, zeigt die Ukraine aktuell sehr deutlich.
@Flying-Tiger sagt: 16.03.2026 um 8:25 Uhr
„Aus meiner Sicht: wir sollten mal schön ruhig bleiben. Da können wir nichts gewinnen. Massiv die Energiewende vorantreiben und uns zügig unabhängiger machen von Öl & Gas. Und wenn es dann mittelbar zum Knall in der NATO kommt, dann ist dem auch so. Dann wissen eben alle final, woran sie sind.“
Volle Zustimmung. Ganz Ostasien inkl. China, Japan und Südkorea hängen in der Ölversorgung massiv an der Golfregion. Nur engagieren will sich da keiner, Japan und Australien haben der Entsendung von Schiffen schon eine Absage erteilt. Die anderen reagieren nicht, niemand will sich auf ein ungewisses Abenteuer mit den USA und Israel einlassen.
Die Bombardierung hat schon beim letzten Mal nichts gebracht, es wird auch dieses Mal nichts bringen. Der militärische Erfolg ist mau, ein politischer nicht gegeben. Es ist für Westeuropa günstiger, für ein paar Wochen höhere Energiepreise in Kauf zu nehmen, als über das Stöckchen von Trump zu springen und sich militärisch zu engagieren.
Und dabei ist die völkerrechtliche Betrachtung völlig außer acht gelassen.
@Klaus-Peter Kaikowsky (KPK) sagt: 16.03.2026 um 7:24 Uhr
„Johan Wadephul beklagt die Ineffektivität des EU ASPIDES Einsatzes..“
Es ist wohl auch besser so, wenn die Bevölkerung das nicht auf dem Schirm hat und darüber nachdenkt. Weder die Anrainer-Staaten im Roten Meer noch China, Südkorea oder Indien engagieren sich dort nennenswert, sind aber die größten Nutznießer. Und die EU-Mitgliedsstaaten bezahlen…
Auch so ein Abenteuer, in das wir uns von den USA haben reinziehen lassen. Diese US-Abenteuer haben uns die letzten 30 Jahre nichts gebracht, außer Tote und Kosten. Begonnen mit dem Kosovo, Irak, Afghanistan oder Syrien. Und jedes Mal endet das im Chaos, weil es keinen Plan gibt, der außer westlichen Werten mal die gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Gegebenheiten im jeweiligen Land berücksichtigt. Wir lernen nichts dazu, nur die politischen Reflexe bleiben die selben.
@Felix2: Vollste Zustimmung.
Trump fängt einen krieg an, den er jetzt nicht mehr beherrscht. Erpresst NATO-Aliierte, um Hilfe zu bekommen (https://www.tagesschau.de/ausland/asien/iran-usa-emirate-nato-100.html) und brüstet sich damit, das Ganze vielleicht noch weiter zu eskalieren, „just for fun“ (https://www.aljazeera.com/news/2026/3/15/trump-says-us-may-hit-irans-kharg-island-again-just-for-fun).
Und dann fordert tatsächlich jemand, Deutschland solle da mitmachen? Klar, wir könnten uns natürlich als dritte Partei verkaufen, die nur rein zufällig und defensiv gegenüber dem Iran handelt, aber aufgrund wessen Handlungen wir dann dort wären, dürfte jedem klar sein.
Mal davon ab, dass man sich mit der Sichtweise, Opfer in einem Krieg zu sein, genausogut auch auf Putins Seite stellen könnte. Ohne Blick darauf, wer dort begonnen hat, sehe ich natürlich auch nur, dass kein Öl mehr aus Russland kommt und wir daher ein Opfer sind. Zusammenfassend: Ein wenig erschrocken bin ich schon, wie moralisch flexibel mach ein Diskutant hier so ist.
Ich kann nur zustimmen. Es ist ohne Not ein Krieg begonnen worden. Nachdem man mit Schwung vor die Wand gefahren ist sollen andere die Scherben wegräumen? Das wird, so sich keine diplomatische Lösung findet, ein Unternehmen für Jahre oder Jahrzehnte.
Donald kann nur eskalieren. Wenn es nicht klappt sind halt die „Verbündeten“ schuld und der Amerikaner packt seine Sachen und ist weg.
Das Problem müssen die Verursacher lösen.
…ach, die Sonne scheint – ich muss mein Auto laden…
@Pio-Fritz
Die „Energiewende“ reduziert die Abhängigkeit Deutschlands von Gasimporten nicht, weil Gaskraftwerke die abgeschalteten grundlastfähigen Kern- und Kohlekraftwerke auf viele Jahre hin als „Brückentechnologie“ ersetzen sollen. LNG-Importe aus Katar sollten dabei eigentlich ab diesem Jahr eine relevante Rolle spielen.
@Pio-Fritz
Mit höheren Energiepreisen für einige Wochen wird es nicht getan sein.. Eher sieht es nach einem Inflationsschub aus, der mit dem nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 vergleichbar sein könnte, wenn der Krieg gegen den Iran noch länger dauert, weil nahezu alle petrochemischen Produkte und die auf ihnen beruhenden Güter betroffen sind. Daraus kann eine globale Rezession und angesichts der Betroffenheit von Düngemitteln noch schlimmeres werden. Mit Eskorten durch die Straße von Hormuz ist das Problem kaum lösbar, wie die Huthi-Problematik seit 2023 zeigt, als der Großteil der Reedereien trotz Eskorten und Marineeinsatz die Route durch das Rote Meer einstellte. Der Iran sitzt hier am längeren Hebel. Wenn er noch wenige Wochen durchhält, wird er den Amerikanern die Bedingungen für einen Waffenstillstand weitestgehend diktieren können. Man kann im Interesse großer Teile der Menschheit nur hoffen, dass die Amerikaner selbst erkennen, was sie da angerichtet haben, und dafür sorgen, dass ihr Land bald wieder von einem zurechnungsfähigen Präsidenten regiert wird.
@ Felix2 am 16.03.2026 um 7:12 Uhr
Statt sich hier aufzuplustern und mir ein falsches Demokratieverständnis zu unterstellen, sollten Sie mal genau lesen, was ich hier geschrieben habe.
Mitnichten habe ich für eine Beteiligung an diesem völkerrechtswidrigen Krieg von USA und ISR gegen den IRN plädiert.
Ich fordere einzig und allein, dass sich Deutschland daran beteiligt, die freie Passage der Straße von Hormus (internationales Gewässer!) in einem multinational geführten Verband zu sichern und das Leben von deutschen Seeleuten bei der Durchführung der für unsere Wirtschaft wichtigen Seetransporte zu schützen.
Das ist im Einklang mit dem Völkerrecht und unserem GG.
Also, kommen Sie mal runter von der Palme !
@PioFritz
„ist wohl auch besser so, wenn die Bevölkerung das nicht auf dem Schirm hat“..
Öl, LNG Gas, Düngemittel geht auch ohne freie Passage via Hormuz, oder genügt das mit den Fähnchen?
Joachim Gauck hat zum desinteressierten Wohlfahrtsbürger-Verhalten gestern Erhellendes bei Miosga Preis gegeben.
@Orontes: Stimmt so nicht. Jede zusätzliche PV- oder Windkraftanlagen oder auch Geothermiebohrung in Deutschland reduziert direkt (u.a. Geothermie als Fernwärme) oder indirekt (via z.B. Wärmepumpen) die strukturelle Nachfrage nach Erdgas in Deutschland. Ja, Gaskraftwerke werden benötigt um Schwankungen auszugleichen (wobei man relativ entspannt auch die zur Stilllegung geplanten Kohlekraftwerke laufen lassen könnte), grundsätzlich führt eine vorangetriebene Energiewende aber zu reduzierten Erdgasimporten. Wesentliche Teile der strom- und Wärmenachfrage können gut auf andere Energieträger umgestellt werden.
Dies führt dazu, dass man flexibler am Weltmarkt einkaufen kann und eben nicht von einzelnen Lieferländern abhängig ist. Und so ganz nebenbei führt es dazu, dass eben auf weniger Geld bei Ölstaaten ist, die z.T. durchaus fragwürdigen Umgang mit den Erlösen haben (Qatar als Finanzier der Hamas, VAE, die aktiv im Sudan mitmischen etc.).
Letztlich sind das durchaus Erwägungen, die mit reinspielen in die Fragestellung: Hormuz mitmachen, ja oder nein? Ich bin für nein.
Es wurde hier ja schon zu genüge geschrieben.
Erstens es ist ein Völkerrechtswiedriger Angriffskrieg ohne Mandat der UN noch nichteinmal der US Kongress hat diesem Krieg zugestimmt.
Daher ist jedwede Beteiligung von Deutschland durch das Grundgesetz verboten.
Und was ist mit den Staaten deren Exporte da gerade abgewürgt werden?
Saudi-Arabien ist auf Platz 7. der Weltweiten Militärbudgets und hat eine Marine mit 60 Flaggenstöcken.
VAE… hat ebenfalls 47 Überwassereinheiten zur verfügung in ihrer Marine und leistet sich ein Verteidigungsbudget von ~25 Milliarden $.
Katar… hat auch 19 Überwasserkampfeinheiten und immerhin ein Budget von ~6 Milliarden $
Bahrein… immerhin 1,4 Milliarden $ Budget und ein gutes Dutzend überwasser Kampfeinheiten inklusive Fregatten der Perry Klasse die quasi für den Job designt wurden.
Kuwait… 20 Überwasser Kampfeinheiten und 7,8 Milliarden $ Budget.
Oman… 13 Überwasser Kampfeinheiten und ~8 Milliarden $ Budget.
zusammen haben die Seestreitkräfte des Golfkooperationsrates ~160 Überwasser Kampfeinheiten verschiedener Größen. Ein Kombiniertes Militärbudget von +120 Milliarden $ und sollten mit etwas US Unterstützung durchaus in der Lage sein ihre eigenen Seegebiete zu schützen und die Handelswege frei zuhalten wenn sie es wollten.
Jeder lässt Donald mit seinem Sinnlosen Krieg der das Potential hat Vietnam 2.0 zu werden alleine und will sich auf Teufel komm raus nicht dran beteiligen. Dauert wohl nicht mehr lange bis die Mitglieder Ihr Öl in Chinesischen Rinminbi handeln und mit chinesischen Tankern verschiffen lassen… die dürfen durch die Meerenge fahren. Nur knallt dem Ami dann die Dollarherrschaft um die Ohren wenn der Petrodollar Geschichte ist… dann könneb sie sich ihr Militär in heutiger Größe und Form eh nicht mehr leisten.
Trump ist gerade dabei die USA als Globale Supermacht zu beerdigen… die US Navy schafft es noch nicht Mal die fünf US geflaggten Handelsschiffe aus dem Golf zu eskortieren. Armselig!
Dieser Krieg wurde nicht durch den Iran begonnen.
Er wurde durch zwei unserer engsten Verbündeten ohne einen wirklich Grund begonnen.
Das verpflichtet uns dazu, uns aus diesem Krieg fernzuhalten, da er gegen internationales Recht verstößt.
Ich bin auch leider gar nicht Ansicht, dass dieser Krieg schnell vorbei ist. Wenn ich heute lese, dass die USA die USA Nimitz weiterbetreiben wollen, die eigentlich ausgemustert wird, weiss ich, dass die USA sich verschätzt haben, wie einfach der Iran zu besiegen ist.
Dieser Krieg wird in einem Krieg der Drohnen und des Terrors noch lange andauern.
WIR haben in diesem Krieg nichts verloren.
Autokorrektur…
USS Nimitz sollte es natürlich heißen.
wenn die Bundesregierung schlau ist, distanziert sie sich von der Eskalation und erhält im Gegenzug freie Durchfahrt.
Damit hätte dann Teheran zwar in die selbe Kerbe geschlagen wie Moskau (Spaltung der NATO, mindestens), aber sind wir mal ehrlich, in Washington hat man sich da die letzten Jahre auch nicht mehr wirklich drum bemüht das zu verhindern. Im Gegenteil: Durch das ständige On/Off im Ukraine Krieg hat man den Eindruck erweckt wir Europäer sollen uns besser selbst darum kümmern, ergo wir sind auch mit unseren maritimen Fähigkeiten hier gebunden weil der totale Frieden nicht frühzeitig auf dem Schlachtfeld erzwungen (Zaudern, falsche Beratung, schlechte Intel) oder in der Anfangsphase ausverhandelt (Istanbul) wurde. Grönland war auch so ein tolles Thema.
Diese internen Spannungen fallen dem Wertewesten nun zusätzlich auf die Füße.
Wollte man langfristig verhindern das die Passage der Straße von Hormus blockiert werden kann müsste man auch an Land einen großen Streifen freikämpfen. Für diese Landoperationen fehlt der NATO einfach die Reserven auf dem Boden, da man ja in Europa mit dem Konflikt an der Ostfront beschäftigt ist. Das Halten eines solch langen Küstenabschnittes würde ebenfalls militärische Kapazitäten an Boden binden die auch an anderer Stelle fehlen würden. Mit Überwachung und Bekämpfung aus der Luft alleine wäre es da langfristig nicht getan. Auch eine rein maritime Mission wäre nicht zweckmäßig.
Ich denke das müssen die USA und Israel militärisch alleine ausbaden, wir partizipieren daran schlimmstenfalls in Form von steigenden Preisen.
Ob der Angriff der USA und Israels „völkerrechtswidrig“ ist, dürfte mindestens umstritten sein, siehe u.a. Matthias Herdegen. Herdegen sagt, dass es sich um eine präventive Selbstverteidigung handelt, er hält es für völkerrechtlich begründbar, nicht abzuwarten, bis ein nuklearer Angriff unmittelbar bevorsteht. Denn ansonsten würde das präemtive Selbstverteidigungsrecht leer laufen. Wenn ein Staat (wie der Iran) offen Vernichtungsabsichten äußert und gleichzeitig an Trägersystemen und Massenvernichtungswaffen arbeitet, öffne sich das Fenster für ein Selbstverteidigungsrecht bereits früher. Ein Zuwarten bis zur Startreife der Raketen sei für den bedrohten Staat „unzumutbar“. Zudem ordnet Herdegen die US-amerikanischen Angriffe als Akt der legitimen kollektiven Selbstverteidigung zur Unterstützung Israels ein.
Und was noch viel wichtiger ist:
Die UN war nicht handlungsfähig, sie ist nicht handlungsfähig. Und es ist vollkommen ausgedacht, hier irgendwelche Erwartungen in Richtung eines UN-Mandats zu äußern!
Zur Frage der deutschen und der NATO-Beteiligung:
Hier würde ich mir ein wenig Differenzierung wünschen. Eine unmittelbare Kriegsbeteiligung von NATO und Bundeswehr sehe ich nicht. Allerdings halte ich eine deutsche Beteiligung nach dem Ende der Kampfhandlungen für absolut denkbar und notwendig! Natürlich haben wir unabhängig von den völkerrechtlichen Fragen als Exportnation ein vitales, außenpolitisches Interesse, die Schifffahrtswege in der Region offen zu halten. Natürlich haben wir ein Interesse, dass es zu keiner ausgewachsenen Wirtschafts- und Energiekrise, ggf. mit Massenarbeitslosigkeit und dem „vollen Programm“ in Deutschland, Europa und der Welt kommt. Insoweit kann ich mir absolut vorstellen, dass wir uns bei Minenräum- und Sicherungsmissionen mit einem klar defensiven Auftrag auch militärisch beteiligen werden. Unsere wirtschaftlichen, politischen und militärischen Abhängigkeiten sind viel zu groß, als dass Deutschland die Dinge im Nahen Osten und die Bitten der USA als größte Wirtschaftsmacht Europas einfach mal so laufen lassen könnte.
@Orontes sagt: 16.03.2026 um 10:36 Uhr
Dies hier ist der falsche Ort, um über die deutsche Energiewende zu diskutieren. Hier wird einfach zu verzagt agiert, um eine Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern zu erreichen. Das wir diese Unabhängigkeit dringend brauchen, zeigt dieser Konflikt mal wieder ganz deutlich. Aber anstatt das Handeln in diese Richtung zu intensivieren, wird in Politik, Gesellschaft und Medien mal wieder gejammert, dass die Energiepreise zu hoch sind – wegen der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern. Lernkurve hier = eine Gerade mit 0% Steigung.
Über Inflation und andere Auswirkungen dieses Krieges möchte ich nicht spekulieren. Bei den Halbwertzeiten der Aussagen der US-Regierung kann dieser übermorgen auch schon vorbei sein. Oder auch nicht, oder….
Es ist müßig, zu versuchen, irgendeine us-amerikanische Linie, Strategie oder zielgerichtetes Handeln erkennen zu wollen. So etwas gibt es derzeit nicht, und wird es auf absehbare Zeit auch nicht geben.
Hallo zusammen,
Ich möchte an die Aussage von Herrn Merz vom 17. Juni 2025 erinnern, die er tätigte, als Israel den Iran angriff: „Das ist die Drecksarbeit, die Israel macht – für uns alle. Wir sind von diesem Regime auch betroffen.”
Heute lehnt derselbe Kanzler eine Beteiligung der Bundeswehr an einem Krieg gegen den Iran ab. Ich habe Schwierigkeiten, seiner Logik zu folgen. Oder ist es doch dieselbe Linie?
@Klaus-Peter Kaikowsky (KPK) sagt: 16.03.2026 um 11:05 Uhr
„Öl, LNG Gas, Düngemittel geht auch ohne freie Passage via Hormuz, oder genügt das mit den Fähnchen?
Joachim Gauck hat zum desinteressierten Wohlfahrtsbürger-Verhalten gestern Erhellendes bei Miosga Preis gegeben.“
Ja, tatsächlich reicht das mit den Fähnchen, wenn Sie das ins Lächerliche ziehen wollen. Sie meinen wohl auch Wohlstandsbürger, oder? Ich schaue diese ganzen Talk-Sendungen nicht, deswegen frage ich.
Betrachten Sie doch einfach mal die Fakten, Zahlen lügen nicht. Beim Erdöl macht der deutsche Import knapp 5% des deutschen Gesamtvolumens aus. LNG liegt bei ca. 13% Anteil der deutschen Gasimporte (lt. Statista) insgesamt, der Großteil aus den USA. Bei den Düngemitteln beträgt der Anteil der Golf-Staaten (Quelle: https://www.agrarheute.com/markt/duengemittel/welche-laender-groessten-duengerproduzenten-welt-springt-639618 ) 11,5% am weltweiten Export insgesamt. Hinzu kommen noch Vorprodukte.
Es ist nichts dabei, was uns als DEU in eine langfristige Krise stürzen wird. Es lässt sich alles im kurz- bis mittelfristigen Bereich kompensieren.
Und wir sprechen ja nicht über „freie Passage“. Wir sprechen hier über militärisch geschützte Geleitzüge unter Kriegsbedingungen. Das ist schon ein Unterschied. Und wofür riskieren wir dann das Leben unserer Soldaten? Damit the Donald am Golf weiterzündeln kann? Oder der deutsche Michel für seine Tomaten im Gewächshaus weiterhin günstig Dünger kaufen kann?
Auch im Hinblick auf das maritime Engagement der Golf-Anrainerstaaten in puncto Straße von Hormus, die ja das größte Interesse haben sollten, finde ich diese ganze Diskussion von Seiten der Befürworter her argumentativ sehr schwach aufgestellt. I´m not convinced.
PapierSchwab sagt: 14.03.2026 um 11:36 Uhr
1. Dazu: Die Bundesmarine rpt Bundesmarine war mal fuehrend in der Minenabwehr. Was jetzt noch vorhanden ist (sowohl materiell als auch vom know-how) sollten wir nicht in diesem Konflikt exponieren. Die Oelpreise werden sich nicht an deutscher Beteiligung orientieren.
2. Als Atlantiker (Marine) mit persoenlichen und ehemals auch dienstlichen Bindungen in die USofA halte ich es fuer moralisch unhaltbar ein System und dessen Praesidenten zu unterstuetzen das/der die vorsaetzliche Toetung bzw Ermordung und oder Entfuehrung fremder Staatsoberhaeupter anordnet. (Was kommt nach Cuba???)
3. Wir sind betroffen durch die zusaetzlichen finanziellen Aufwendungen, aber sollten den Krieg am Golf, auch mit der Buerde unserer besonderen Beziehungen zu Israel, nicht unterstutzen.
Cheers