Fürs Archiv: Merz sieht weiter keine Bundeswehr-Beteiligung in Nahost
Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran geht weiter, die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft nehmen zu. Deshalb musste sich Bundeskanzler Friedrich Merz bei seinem (heutigen) Besuch in Norwegen auch der Frage stellen, wie Deutschland zur Lockerung der USA für russische Öllieferungen steht – und ob die Bundeswehr gegebenenfalls die Straße von Hormus sichern helfen würde. Letzteres, sagt der Kanzler, sei kein Thema.
Die Passage aus der Pressekonferenz von Merz und dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre beim Besuch des Andøya Space Port in der Mitschrift des Bundespresseamtes:
Frage: Herr Bundeskanzler, Sie haben gerade schon gesagt, dass Sie die Lockerung der Russlandsanktionen in der jetzigen Situation für falsch hielten. Damit dürften Sie die aktuelle Entscheidung der Amerikaner gemeint haben, den Kauf russischen Öls vorübergehend wieder zuzulassen. Eine Frage dazu an Sie beide: Wie überrascht waren Sie von dieser Entscheidung? Inwieweit dividiert diese Entscheidung die Europäer und Amerikaner noch weiter auseinander, was den Druck auf Russland angeht?
Eine Frage zur Straße von Hormus: Es gibt ja die Idee eines internationalen Militäreinsatzes, um Handelsschiffe zu schützen. Was halten Sie grundsätzlich von dieser Idee?
Herr Bundeskanzler, können Sie sich vorstellen, dass sich die deutsche Marine an einem solchen Einsatz beteiligt?
Støre: Norwegen und Deutschland sind einer Meinung, dass man gemeinsam mehr Druck auf Russland ausüben muss, um den Angriffskrieg gegen die Ukraine zu beenden. Wir sind einer Meinung bezüglich Sanktionspakete gegen Russland. Russland ist im Bereich der Energie am empfindlichsten für diese Signale. Es ist also ganz falsch, in diesem Bereich mit einer Lockerung zu beginnen. Europa ist jetzt quasi unabhängig von russischer Energie. Das wichtigste Signal, das wir Russland senden können, ist, dass Russland jetzt aufhören muss. Diese Botschaft wird auch entlang der Energiespur kommuniziert.
Norwegen ist die fünftgrößte Schifffahrtsnation in der Welt. Die norwegische Schifffahrt wird von dem, was jetzt im Golf und in der Straße von Hormus passiert, sehr tief und hart beeinflusst. Dort gibt es jetzt also einen Krieg, der begonnen wurde und der sich weiterentwickelt, ohne dass ein Ende abzusehen ist. Diese Eskalation bedeutet, dass andere Länder involviert und hineingezogen werden. Tatsächlich wird jetzt der Transport von ca. 20 Prozent des Erdöls der Welt behindert. Das müssen wir umgehen. Die Straße von Hormus darf nicht vermint werden. Das ist eine sehr wichtige Strategie. Zurzeit gibt es keine Pläne, dort militärisch zu operieren.
Merz: Ich will mich dem gern anschließen. Zunächst einmal will ich sagen, dass wir im Kreis der G7-Staats- und ‑Regierungschefs in dieser Woche auch mit dem amerikanischen Präsidenten über das Thema von Öllieferungen und Gaslieferungen aus Russland gesprochen haben. Es gab eine sehr klare Meinung von sechs Mitgliedern der G7, dass dies nicht das richtige Signal sei. Wir haben heute Morgen erfahren, dass sich die amerikanische Regierung offensichtlich anders entschieden hat. Wir halten das für falsch. Es gibt im Augenblick ein Preisproblem, aber kein Mengenproblem. Insofern will ich gern wissen, welche Motive die amerikanische Regierung noch dazu bewogen haben, diese Entscheidung zu treffen. Sie ist ja zeitlich befristet.
Über allem steht die Frage, wann dieser Krieg zu Ende geht und mit welcher Strategie dieser Krieg zu Ende geführt wird. Auch diese Fragen sind ja nicht wirklich beantwortet.
Im Augenblick gibt es aus meiner Sicht deswegen auch keine Veranlassung, über eine militärische Absicherung der Seewege nachzudenken. Ich will es noch einmal sehr deutlich sagen: Deutschland ist nicht Teil dieses Krieges, und wir wollen es auch nicht werden. Insofern sind alle unsere Bemühungen darauf gerichtet, den Krieg zu beenden. Genau darüber sprechen wir sowohl mit der amerikanischen Regierung als auch mit der israelischen Regierung.
Der Vollständigkeit halber der Hinweis: Wenn Iran tatsächlich die Straße von Hormus nicht nur blockieren, sondern tatsächlich auch verminen sollte, sind die US-Streitkräfte die mit der schlechtesten Vorbereitung auf eine solche Situation. Exemplarisch zeigt das ein Blick in die aktuelle Military Balance, das Nachschlagewerk des International Institute for Strategic Studies (IISS). Im ansonsten sehr umfangreichen Kapitel zu den Fähigkeiten der U.S. Navy nimmt die Angabe zu den Minenabwehrfähigkeiten (Mine Counter Measures) mit gerade mal zwei Zeilen so ziemlich den geringsten Platz ein:

Laut der unten verlinkten Meldung würden die Amerikaner für die Räumung von Minen Littoral Combat Ships einsetzen, von denen aus Hubschrauber und Unterwasser-Drohnen operieren würden. Das werde aber wohl erst nach einem möglichen Waffenstillstand geschehen und längere Zeit dauern. Solange bliebe die Straße von Hormus faktisch erst einmal geschlossen.
https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-03-12/uk-says-iran-likely-mining-hormuz-as-khamenei-squeezes-strait
Die Minenabwehrfähigkeit der Navy sieht tatsächlich übel aus.
@hntrbrkmedia
In January, the US Navy sent four of its minesweepers home from the Persian Gulf, replaced by a trio of modern LCSs. But in a conference last year reviewed by @hntrbrkmedia
a senior Navy mine warfare officer revealed that the LCS minesweeping program was fraught with issues.
The Washington Institute estimated years ago that clearing the Strait of Hormuz could require up to 16 Avenger-class MCM vessels. The Navy has three MCM-equipped LCS in the region.
Wirklich Verlässliches bei Minenräumfähigkeit hat die Navy also nicht, nicht mal in der Hinterhand. Die Blue Water Navy hat für „Kleinkram“ wie Minenräumen weder Interesse noch wirklich Verständnis. Sollte dies tendenziell zutreffen, könnte auch die taktische Fähigkeit im Minenräumen ausbaufähig sein? Nicht zufällig wird Minenabwehr seit jeher den Europäern unter BEL/NLD Führung überlassen.
NEU: Das Pentagon entsendet die USS Tripoli, eine amphibische Einsatzgruppe der Marines, sowie die 31. Marineexpeditionseinheit (MEU) mit rund 2.500 US-Marines in den Nahen Osten, gegenüber „FOX News“ bestätigt. Eintreffzeit zwischen 10 – 14 Tagen.
Humor hat er, der Merz. Kein Mengenproblem…
Geschlossener Persischer Golf ist knapp vier Russlands nach Exportmenge.
https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_oil_exports
Einfach nur traurig und beschämend, wie sich der Kanzler hier aus der Affäre ziehen will.
Da beschwören Sicherheitspolitiker seit Jahrzehnten, wie wichtig die Marine zur Sicherung unserer weltweiten Handelswege ist und dann hat man offensichtlich nicht kommen sehen, dass es im Falle eines Krieges mit dem Iran zur Sperrung der Straße von Hormuz kommen könnte? Oder wollte man das nicht sehen?
Seit 20 Jahren setzen wir unsere Marineeinheiten bei UNIFIL vor der israelisch-libanesischen Küste ein, angeblich um dort Waffenschmuggel über den Seeweg in den Libanon und nach Syrien zu verhindern, dabei hat man in all den Jahren nichts gefunden, aber ne Menge Ressourcen verplempert.
Statt die derzeitig dort eingesetzte Fregatte nun in den Persischen Golf zu beordern, um bei der internationalen Task Force zum Schutz der Handelsschiffe solidarisch mitzumachen, duckt sich Deutschland weg und fordert ein Ende des Krieges, ohne dazu überhaupt irgendwelche (Druck)Mittel gegenüber den Kriegsparteien zu besitzen. Wie wohlfeil ist das denn?
Eine Invasion im Iran ist unrealistisch, eine Eroberung der Insel Kharg könnte aber gelingen. US Marines werden inzwischen herangeführt. Vielleicht taugt das dann für einen Deal: Rückgabe von Kharg gegen Freigabe der Straße von Hormuz.
@BK Merz
„Deutschland ist nicht Teil dieses Krieges, und wir wollen es auch nicht werden.“
Zumindest hat der Bundeskanzler der BRD endlich klar die Position des Landes benannt.
@LuckySailor, und was wollen Sie dann mit der Fregatte bewirken? Wie lange hält die durch? Sind die auf asymmetrische Szenarien ausgelegt?
Lokales, unscheinbares Fischerboot mit 3 Mann mit Panzerfaust und schon haben wir 3 unschöne Löcher in der Fregatte. Versenkt die zwar nicht, gibt aber trotzdem Verletzte, ggf Tote, Sachschaden und jede Menge unschöne Schlagzeilen bei uns.
Kanzler:
„Über allem steht die Frage, wann dieser Krieg zu Ende geht und mit welcher Strategie dieser Krieg zu Ende geführt wird. Auch diese Fragen sind ja nicht wirklich beantwortet.
Im Augenblick gibt es aus meiner Sicht deswegen auch keine Veranlassung, über eine militärische Absicherung der Seewege nachzudenken“ …
Noch widersprüchlicher geht es nicht.
Die Frage nach dem „wann“, lieber Herr Bundeskanzler, ist einfach nur naiv. Angemessen wäre ggf nachzuhaken welches denn die Kriegsziele seien. Noch nie konnten Kriegsführende verlässlich das Wann beantworten.
„Mit welcher Strategie“ ist zwar zielführender, beide Fragestellungen formen aber absolut keinen Ausschlussgrund für operative Planungen. Im Gegenteil, damit drängt sich jede Veranlassung nicht nur nachzudenken auf, sondern unbedingt proaktiv an Eventualfallplanungen zu arbeiten. Wer ein Nachdenken ablehnt, muss sich Fragen gefallen lassen. Vornehmste Aufgabe militär-strategischer Führung ist das Durchdenken möglicher Optionen im Gegnerhandeln, ff der politischen Staatsführung Alternativen des Handelns anzubieten, – wenn gefragt.
Überhaupt sind bei aktueller, sehr volatiler Lage am Golf, apodiktische Festlegungen unsachgemäß.
Abwegig? Der Kanzler sagt was er sagt mit Blick auf die RLP-landtagswahlen, ich, der Friedenskanzler?
Nicht so, dass es in Europa nicht mehr als genug Schiffe und Expertise zur Seeminenabwehr gäbe. Aber wir wollen ja in keinen Krieg eintreten der bereits gewonnen ist…
@ Felix2 am 14.03.2026 um 9:30 Uhr :
„Zumindest hat der Bundeskanzler der BRD endlich klar die Position des Landes benannt.“
Der BK lügt sich selbst in die Tasche und seine „Untertanen“ scheinen ihm nur zu gerne glauben zu wollen.
Natürlich ist Deutschland hier nicht „Kriegsteilnehmer“, aber da auch unser maritimer Handelsverkehr von der Blockade im Persischen Golf massiv betroffen ist, sind wir natürlich auch Teil, nämlich Betroffene, dieses Krieges.
Und deshalb wäre es Verpflichtung der Bundesregierung, die Deutsche Marine anzuweisen, sich an den internationalen Schutzmaßnahmen für die Handelsschifffahrt zumindest defensiv in angemessener Form zu beteiligen.
Ich bin ehrlich gesagt verwundert: Die Möglichkeit des Iran, im Konfliktfall die Straße von Hormus zu sperren, ist ja schon seit langem bekannt. Auch die Absicht des Iran, die Sperrung der Schifffahrtsstraße als Druckmittel einzusetzen, war kein Geheimnis. Aber anscheinend haben die USA das bei der Planung des Krieges nicht ernsthaft einkalkuliert. Das passt ins Bild dieser unseligen Regierung in Washington.
Und was die Beteiligung der deutschen Marine angeht: Bei einem Angriff auf die Seewege wären wir natürlich in der Pflicht, diese notfalls auch militärisch freizuhalten. Nur haben halt Israel und die USA den Krieg begonnen und damit die Ursache gesetzt. Und das auch noch gegen das Völkerrecht. Sollen wir uns wirklich an der Beseitigung des Schlamassels beteiligen, den andere mutwillig angerichtet haben?
@someone
Merz meinte wohl das Mengenproblem für uns Europäer, denn wir beziehen nur rund fünf Prozent unseres Rohöls aus dem Nahen Osten (Deutschland 2025: 6,1 %). Diese Mengen lassen sich durch Importe aus anderen Regionen kompensieren. Ein echtes Mengenproblem dürften China, Japan, Indien und Südkorea haben, sie beziehen nämlich einen Großteil ihrer Gas- und Ölimporte aus der Golfregion. Falls die Sperrung der Straße von Hormus länger anhält, werden sich die Lieferströme neu sortieren – und das vor allem über den Preis. Ein Mengenproblem bekommen dann vor allem die, die preislich nicht mithalten können.
Wenn die faktische Schließung der Straße von Hormuz noch länger andauert, gibt es eine globale Rezession, in der Deutschland aufgrund globaler wirtschaftlicher Verflechtung besonders hart getroffen werden wird. Es spielt daher kaum eine Rolle, ob Deutschland sich als Teil dieses Krieges betrachtet oder es werden will. Dieser Krieg wird Deutschland so oder so treffen, ob die Bundesregierung nun möchte oder nicht. Dafür verantwortlich sind neben dem Iran auch Israel und die USA. Eine Neubewertung des außen- und sicherheitspolitischen Verhältnisses vor allem gegenüber den beiden letztgenannten Staaten, die deren Handeln zum Schaden deutscher Interessen Rechnung trägt, wäre eine angemessene Folgerung.
@M. Schöfer: Da ist was dran, Länder wie Pakistan werden wohl hinten runter fallen. China hat angeblich recht ordentliche strategische Reserven, um sich selbst ein halbes Jahr zu versorgen und bekommt berits freie Passage vom Iran eingeräumt. Stellt sich die Frage, wie sich der Rest positioniert. Indien und Türkei haben bereits die neuen Bedingungen akzeptiert und stellten beim Iran „Passageanträge“, die genehmigt wurden. Gerüchteweise strecken Frankreich und Italien auch bereits ihre Fühler aus.
https://www.reuters.com/world/middle-east/turkish-owned-ship-allowed-pass-through-strait-hormuz-minister-says-2026-03-13/
https://www.reuters.com/world/india/iran-has-allowed-some-indian-vessels-pass-strait-hormuz-envoy-says-2026-03-14/
Je engerr der Schulterschluss mit den USA und Israel, desto schwieriger wird die Passage. Kann man gut finden oder auch nicht. Das sind die derzeitigen Spielregeln und ich sehe nicht, wie man sie schnell ändern könnte. Mit diesem selbstgewählten Konflikt ist amerikanische Präsenz nicht mehr unbedingt eine Sicherheitsgarantie, sondern eher ein Sicherheitsrisiko. Und Geld allein entscheidet nicht mehr alles.
Aber immer positiv denken: Der aserbaidschanische Präsident hat vom Iran seine geforderte Entschuldigung bekommen und schickt nun Hilfsgüter in den Iran. Unsere kasachischen und aserbeidschanischen Öl- und Gaslieferungen sind für den Moment sicher. Zumindest, wenn die Ukraine mal nicht das Verladeterminal bei Noworossijsk angreift.
https://de.marinelink.com/news/unbekannte-drohnen-greifen-drei-%C3%B6ltanker-schwarzen-304865
https://www.tradewindsnews.com/tankers/angelicoussis-tanker-hit-by-missile-or-drone-in-black-sea/2-1-1960250
https://en.wikipedia.org/wiki/Caspian_Pipeline_Consortium
(Ja, das ist alles ziemlich krank.)
@ Flo am 14.03.2026 um 10:37 Uhr:
“ … was wollen Sie dann mit der Fregatte bewirken? …“
Sie soll das machen, was wir jahrelang am Horn von Afrika auch schon getan haben, nämlich die Handelsschiffe eskortieren. Auch damals ging es um die Abwehr kleiner, schneller (Piraten)boote.
Dass es dabei auch zu eigenen Beschädigungen kommen kann, ist das normale Risiko, das jedes Kriegsschiff eingehen muss.
Aber man hat ja wohl auf politischer Ebene Angst davor, dies dem deutschen Michel klarmachen zu müssen.
Die Ölbetroffenheit ist US-spezifisch, was von den Medien einfach übernommen wird.
Europaspezifisch ist aber eher die Betroffenheit bei LNG- und damit Gas-Preisen. Und das schlägt dann auf die Strompreise durch. Beim Europäischen Rat ist das schon als strittig gelandet.
Militärisch: Offenbar wollen die USA wirklich die Blockade der Straße am Ausgang des Persischen Golfs durch Eskortierung lösen. Aus Washington wird gemeldet:
„on March 3, 2026, President Trump stated that he had ordered the U.S. International Development Finance Corporation (DFC) to “provide, at a very reasonable price, political risk insurance and guarantees for the Financial Security of ALL Maritime Trade, especially Energy, traveling through the Gulf,”“
Ich frage mich aber, wie die USA im Persischen Golf etwas können wollen, was ihrer Flotte im Roten Meer im April/Mai 2025 nicht gelang.
@LuckySailor, es dürfte aber schon einen Unterschied sein ob ich verhindern muss das ein Boot an den Frachter ran kommt um ihn zu entern oder ob ich verhindern muss das der Fischer auf Schussweite herankommt oder vor meiner Nase Minen legt.
Zumal als weitere Dimension noch Raketen von Land dazukommen. Und im Zweifelsfall hat der Iran mehr Drohnen und Raketen als eine Schiff mit vollem Magazin abwehren kann.
@Orontes, someone, Ökonom: 1+*
@LuckySailor Dass die Bedrohung am Persichen Golf eine andere ist und ein Kolonialkreuzer da wenig bewirken kann, ist Ihnen schon klar? Außerdem wurde laut des Gottgesalbten der Krieg ja schon in der ersten Stunde gewonnen. Alle schlechten Nachrichten sind ja eh nur Fake News. Soll die ach so tolle US Navy doch mal zeigen, was sie drauf hat.
Der US-GRÖPAZ hat doch gestern ( am 13.03.) in den sozialen Medien gepostet, der Iran sei „total besiegt“ und “ die US-Streitkräfte hätten große Erfolge errungen“, „nur die Medien berichten nicht darüber“.
Wir sollten endlich anfangen, das Großmaul beim Wort zu.nehmen. Demnach kann der Iran die Straße von Hormuz nicht sperren, er ist ja total besiegt. Einsatzszenario Deutsche Marine erledigt. Für mich hat der Kanzler völlig recht, so zu reagieren, wie er es getan hat.
Trump kann ja jetzt den anderen Völkerrechtsexperten, Bibi from Jerusalem, ins Weiße Haus einladen. Da können die beiden sich gegenseitig auf die Schulter klopfen, ob der errungenen großen militärischen Erfolge.
Es ist einfach nur noch abstrus. Dr.Seltsam, oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben….
Ich halte eine Eskorte durch die Straße von Hormuz für illusorisch.
Die Ukraine ist schon lange nicht mehr das einzige Land, das über Seedronen verfügt. Die IRGC hat davon laut ihren Propaganda Vidoes einige in verbunkerten Tunneln.
Die Sperre der Straße kann der Iran im Prinzip unbegrenzt aufrechterhalten. Die Revolutionsgarden sind nicht zu besiegen. Seid dem Krieg in der Ukraine wissen wir das Drohnen heute eine wichtige Rolle spielen. Sie sind billig, können schnell in großen Mengen produziert werden. Was nutzt der beste Konvoi Schutz wenn gegen einen Schwarm USV , UUV. oder ASV in Verbindung mit Sahed Drohnen.. Dazu legen kleine Schnellboote ein paar Minen. Es Bedarf nicht größer Mengen um Unruhe zu stiften. Die Minenabwehr der USA ist praktisch nicht vorhanden nachdem die Avenger Klasse außer Dienst ist. . Die einzigen die wirklich gut Minenabwehr können sind die Europäer. Aber solange da kein Frieden ist werden die mit Sicherheit keine Minenabwehreinheiten schicken die ja völlig wehrlos sind. So bitter es auch ist da haben zwei aus verschiedenen persönlichen Gründen einen Krieg begonnen den sie nicht gewinnen können. Das Problem so lange Netanjahu in Israel regiert wird der jede Friedensverhandlungen verhindern und Trump ist nicht der Mann der sich durchsetzen kann . Unsere einzige Möglichkeit ist politischer Druck auf Israel aber dazu wird es nicht kommen. Also was bleibt ist das wir Verbraucher den Krieg im Supermarkt und an der Tankstelle bezahlen . Aber bitte keinen deutschen Soldat dahin schicken .
Zur Überschrift:
„Merz sieht weiter keine Bundeswehr-Beteiligung in Nahost“
Mir wäre auch nicht klar was bei dem aktuellen Krieg da die BW aktiv zu suchen hätte…
Immerhin gibt es auf Umwegen aber „Unterstützung“. Über Ramstein und Spangdalem laufen Verlegungen / Versorgungen in die Golfregion.
Aufgrund des NATO-Truppenstatuts dieser Flugplätze und den damit einhergehenden Sonderrechten hat da Deutschland wenig bis gar kein Mitspracherecht.
Das ist bei Basen die auch zur Verlegung genutzt werden, z.B. Rota Airbase, Spanien, aber nicht unter das NATO-Truppenstatut fallen, komplett anders.
Vorteil: Die Bundesregierung muss keine Entscheidung bzgl. dieser US-Basen treffen die evtl. die USA verprellen könnte, sie hat ja keine wirkliche Entscheidungsgewalt.
Weiterer Vorteil: Den USA ist völlig klar das sie diese Basen wirklich gut brauchen kann. Und wird dementsprechend auch den Ton in Richtung Deutschland gestalten…
@Pio-Fritz: Was kümmert den GröPaZ sein Geschwätz von vor 30 Minuten? Inzwischen sind wir mal wieder zwei Schritte weiter: „Länder, die Öl durch die Meerenge beziehen, müssen sich um die Passage kümmern, schreibt Trump. Die USA werde koordinieren, sodass alles »schnell, reibungslos und gut« laufe. Konkrete Länder nannte Trump in seinem neuesten Post nicht.“ (Spiegel) Mal sehen, was die nächste Kehrtwende bringt. Lange dauern wirds ja nicht.
Wer solche Alliierte hat, der braucht keine Feinde mehr. Und sollte wirklich mal schleunigst überdenken, ob diese Allianz nicht schleunigst abgewickelt werden könnte. Ich weiß, kann sie momentan nicht. Aber so langsam sollte die Bundesregierung mal überlegen, wie wir uns noch schneller von den USA abkapseln könnten.
@Flo, @Y998201 und @HEL:
Natürlich hätte der Einsatz in der Straße von Hormuz nochmal eine andere „Qualität“ als die Anti-Piraterie Eskorten am Horn von Afrika. Aber genau dafür halten wir uns eine Marine mit teuren KRIEGSSCHIFFEN und hervorragend ausgebildeten Besatzungen. Unsere Fregatte wäre da ja auch dort nicht alleine, sondern würde in einem international geführten Verband operieren.
Aber, wer sich „fein raushalten“ will, wenn es brenzlig wird, der findet jede Menge Gründe.
Für mich unverständlich, dass diese Regierung zwar immer Anstrengungen unternimmt, um deutsche Touristen aus Krisengebieten zurückzuholen (nach öffentlichem Druck!), aber sich einen schlanken Fuß macht, wenn es darum geht mehr als 1000 deutsche Seeleute zu beschützen, die unsere Wirtschaft mit lebenswichtigen Gütern versorgen. Was ist nur aus diesem Land geworden?
NATO Generalsekretär Mark Rutte hatte bereits vor 2 Wochen ganz klar und unmissverständlich konstatiert zum Thema IRAN, dass dies keine NATO Mission ist.
Der Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland Friedrich Merz hat ebenfalls zutreffend klargestellt, insbesondere im Format G7, dass Deutschland zum Thema IRAN kein Mandat des Bundestages hat. Damit befindet er sich auf einer Linie mit 6 Staaten der G7 Gruppe.
Die Trump Administration hat keinerlei Anfragen vor Beginn der Aktion an andere Staaten gestellt und diese ganz offensichtlich nicht einmal informiert. Denn die USA unter Trump wollten selbst aktiv werden und bleiben unter enger Einbeziehung ihres engen Verbündeten im Mittleren und Nahen Osten.
Die Situation im Persischen Golf ist nun wahrlich nicht schön, scheint aber insgesamt unter Kontrolle der vorgenannten Akteure zu sein, weshalb etwaige Überlegungen zur Beteiligung an militärischen Handlungen vor Ort eher ein Luxus-Problem darstellen dürfen. Die Vereinigten Staaten unter Trump kommen jeden Tag mit einer neuen Schnaps-Idee und müssen sich zunächst einmal selber sortieren, um brauchbare, rationale Entscheidungen treffen zu können.
Aktuell kursieren Presse – Berichte aus dem ‚True Social Trump Universum‘, um offenbar eine Beteiligung der Staaten, welche vom Öl – und Gas – Business vor Ort unmittelbar profitieren, zu gewinnen. Kann aber auch wieder einmal ein US real Schnaps – Idee sein. Deutschland wäre auch dann nicht dabei.
Wir lieben es lieber Nordisch und freuen uns auf Öl und Gas aus Norwegen. Noch Fragen?
Natürlich kann man die Passage sichern, wenn man wild entschlossen ist, dies zu tun. Eine starke und geschützte Artillerie auf der gegenüberliegenden Seite im Oman. Flugzeuge zur Aufklärung und Bekämpfung, eine gestaffelte Flugabwehr auf allen Ebenen, Konvoifahrten und viele kleine Begleitschiffe mit sehr guter Nah- und Nächstebereichabwehr. Eventuell auch noch „ Neutralisierung“ der vorgelagerten iranischen Inseln bis hin zu drohnenbasierter Aufklärung von dort aus.
Es geht also. Allerdings nicht halbherzig.
@ Nachhaltig am 15.03.2026 um 9:26 Uhr:
„… wenn man wild entschlossen ist“.
Volle Zustimmung, aber ENTSCHLOSSENHEIT ist das, was in Deutschland nicht erst seit Merkel fehlt.
Lassen wir doch lieber andere die „Drecksarbeit“ für uns machen.
Das Geschwätz von der „Kriegstüchtigkeit“ ist nichts als heiße Luft.
@Nachhaltig
Ihre wildeste Entschlossenheit bedeutet de facto einen Kriegseintritt.
Oder wollen sie eine Koalition fern von USA/Israel organisieren?
„und viele kleine Begleitschiffe mit sehr guter Nah- und Nächstebereichabwehr“
Und wer stellt diese Schiffe? Und wer räumt die Minen? Und was bringt Artillerie, gegen von Hand gestartete Drohnen?
Es handelt sich um einen ziemlich langen Küstenstreifen.
(Und ansonsten keinen Plan, außer irgendwie das Iranische Regime wegbomben)
Als Versicherer wäre ich hier sehr skeptisch. Oder sollen die Regierungen auch die Versicherung übernehmen?
@LuckySailor sagt:
14.03.2026 um 12:01 Uhr
@ Felix2 am 14.03.2026 um 9:30 Uhr :
„Zumindest hat der Bundeskanzler der BRD endlich klar die Position des Landes benannt.“
Der BK lügt sich selbst in die Tasche und seine „Untertanen“ scheinen ihm nur zu gerne glauben zu wollen.
Natürlich ist Deutschland hier nicht „Kriegsteilnehmer“, aber da auch unser maritimer Handelsverkehr von der Blockade im Persischen Golf massiv betroffen ist, sind wir natürlich auch Teil, nämlich Betroffene, dieses Krieges.
Und deshalb wäre es Verpflichtung der Bundesregierung, die Deutsche Marine anzuweisen, sich an den internationalen Schutzmaßnahmen für die Handelsschifffahrt zumindest defensiv in angemessener Form zu beteiligen.“
Die USA und Israel haben einen völkerrechtswidrigen Kriegs vom Zaun gebrochen… und sich genauso wie Putin bei seinem Einmarsch in die Ukraine verzockt…
Und jetzt sollen deutsche Soldaten ihr Leben riskieren um die Schei… zu beseitigen die Trump und Netanjahu der Welt eingebrockt haben ?!
Unter dem Deckmantel das JETZT ja der freie Handel gefährdet ist…?!
Nein!
Und wer das fordert soll erst mal selbst an die vorderste Front.
Ich habe geschworen das Recht und die Freiheit des Deutschen Volkes zu verteidigen. Nicht aber das irre Verhalten zweier Politiker die beschlossen haben das ihnen der Rest der Welt vollkommen egal ist… und jetzt rumjammern wenn keiner „mitspielen“ will…
@ Nachhaltig Ja, das kann man so machen, dafür bräuchte man aber einen Plan, der länger als einen halben Tag hält. Herr Trump mußte auf die harte Tour lernen, dass der Iran nicht Venezuela ist. Gewarnt wurde er. Aber seine Militärs und Geheimdienste sind ja alles Amateure. Er hat ja schließlich immer Recht. Deshalb wird Medien, die keine Hofberichterstattung betreiben, mit Lizenzentzug gedroht. @Lucky Sailor Sie wissen schon, wer den Krieg angezettelt hat und Sie wissen schon, dass wir gerade selber einen Krieg vor der Haustür haben? Der Donald hat sich verzockt und fängt jetzt an, rumzuplärren.
Der Bundeskanzler ist Mal wieder peinlich & zum Fremdschämen. Trump hat einen Krieg angefangen, für welchen er nicht vorbereitet ist. Ansonsten wären Geleitschiffe & Minenräumer längst vor Ort! Die Straße von Hormus lässt sich nur durch drei Mittel sichern. Geleitschiffe, Minenräumer & Absicherung aus der Luft, damit die Tanker passieren können, oder die Landung von Marines an der iranischen Küste oder die Androhung der Kriegserklärung der USA mit dem Kriegsziel Einmarsch in Teheran! Da der Bundeskanzler bzw. seine Wirtschaftsministerin auf Öl & Gas setzt und nicht auf alternative Energien, sollte die Entsendung von ein paar Fregatten & Minensuchen selbstverständlich sein! Man kann trotzdem gegen diesen Krieg sein, aber defensiver Geleitschutz ist keine Kriegsbeteiligung, sondern soll nur eine Öl-Krise/Weltwirtschaftskrise verhindern!
Der Bundeskanzler handelt hier aus meiner Sicht sehr umsichtig und klug. es geht hier nicht darum eine Fregatte als Symbol irgendwohin zu schicken. Es geht darum die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik eingebettet in die europäische Sicherheitsarchitektur zu positionieren. Und hier zählt -vor dem Hintergrund der begrenzt verfügbaren Ressourcen- das Prinzip „jeder an seinem Platze“.
Und nur, weil medial zur Zeit nicht omnipräsent als erste Schlagzeile, ist der Krieg RUS gegen UKR und die RUS Bedrohung auch gegen Deutschland nicht vorbei. Auch diese Aufgabe muss ständig neu erfüllt werden. Und ja, die Ostsee ist neben der Nordsee das „Hausmeer“. Hier trägt Deutschland zusammen mit den anderen Anraineren besondere Verantwortung. Es gibt also vielfältige Punkte zu betrachten, oben nur ein paar Auszüge.
Und zum Thema „Statement zum Nachdenken über Eventualfallplanungen“; ich bin froh, dass der BK genau das nicht in die Presse gibt. Das gehört in den Sicherheitsrat aber nicht über die Presse an 60 Mio „Sicherheitspolitiker“ in Deutschland.
Hier noch etwas zum iranischen Minenarsenal, ich war ja in Bezug auf den Einsatz von Grundminen aufgrund der Wassertiefe eher skeptisch. Der Iran soll aber über sog. „Raketenminen“ chinesischer Bauart verfügen:
[Link entfernt, s.u.]
die wohl auch bereits gelegt sind. Die Frage ist dann natürlich wie die Minen scharf gestellt werden.
@TW
Ich weiß, GROK ist KI-getrieben, aber die Quellen werden ja angegeben.
[Es gibt dazu einen Wikipedia-Eintrag
https://en.wikipedia.org/wiki/Te-1_rocket_propelled_mine
und deshalb keinen Grund für eine fragwürdige KI-Angabe, insbesondere diese. T.W.]
Eine Eskortierung der Handelschiffe gibt es ja auch nicht für umsonst. Die entstehenden Kosten werden, in welcher Form auch immer, für uns alle spürbar werden. Trump wird im Nachgang in jedem Fall mit dem Klingelbeutel durch die Welt tingeln.
– Erhöhung Nato-Beitrag 5% auf 6% (Nahost-Aufschlag)
– 10% Sonderzölle für die EU auf Alles
– keine Waffenexporte mehr, bis die eigenen Bestände wieder aufgefüllt sind (mit den entsprechenden Folgen für die UKR)
Vor 10 Jahren unvorstellbar, mittlerweile fast erwartbar…
@TW
Den Eintrag auf Wikipedia kenne ich, allerdings gibt es im Beitrag von GROK durchaus sehr interessante Zusatzinformationen mit Quellenangaben bzw. Verweisen. Das scheint mir für die Lagebeurteilung hilfreich, der Wikipedia-Artikel ist zudem vom Informationsgehalt eher dürftig.
[Wenn Sie alle Quellenangaben bzw. Verweise darauf geprüft haben, ob die tatsächlich auch existieren? Soll ja schon mal vorkommen, dass da Links/Quellen angegeben werden, die es gar nicht gibt. Aber dann könnten Sie die ja direkt verlinken… T.W.]
@Closius am 15.03.2026 um 10:32 Uhr;
„Der Bundeskanzler ist Mal wieder peinlich & zum Fremdschämen. … Da der Bundeskanzler bzw. seine Wirtschaftsministerin auf Öl & Gas setzt und nicht auf alternative Energien, sollte die Entsendung von ein paar Fregatten & Minensuchen selbstverständlich sein! Man kann trotzdem gegen diesen Krieg sein, aber defensiver Geleitschutz ist keine Kriegsbeteiligung, sondern soll nur eine Öl-Krise/Weltwirtschaftskrise verhindern!“
Genau darum geht es und um den Schutz von deutschen Seeleuten und nicht um aktives Eingreifen in den Krieg gegen die Mullahs, aber das scheinen hier etliche Foristen zu übersehen.
Wie lange sollen wir uns denn noch von diesem Regime im Iran erpressen lassen und wie wollen wir darauf mit Diplomatie reagieren?
Oder begnügen wir uns damit, mal wieder an der Seitenlinie zu stehen und unserer „ernstesten Besorgnis Ausdruck zu verleihen“?
Der Uhrmacher sagt:
14.03.2026 um 7:57 Uhr
Die Insel ist wohl kein Verhandlungspfand.
Die Strasse von Hormuz ist auch für iranisch freundliche Schiffe geschlossen. Wenn nicht, kann sie jederzeit von den US Kräften oder aus den VAE geschlossen werden. Dann ist die Insel wirtschaftlich nutzlos.
Wie immer entscheidet am Ende die Frage, wer hält es länger aus.
Die Welt ohne 20% des arabischen Öls oder der Iran, der deutlich schmerzunempfindlicher ist als die USA.
Mal am Rande, wir erkennen aus europäischer Sicht, Hormuz ist für uns keine SiPo-Frage, sondern eine bedingt ökonomische Variable: Öl und LNG.
Bedingt weil der Anteil, im Gegensatz zu den asiatischen Märkten, für uns Europäer recht überschaubar ist. In Weiterungen merken wir aber, dass wir kaum verlässliche Lieferanten für LNG und Öl haben außerhalb des Kontinents.
Um den Kommentar kurz zu halten: Wit haben ein brennendes Argument aus der SiPo unseren Energiemix unabhängiger zu gestalten. Ist das im Wirtschaftsministerium angekommen?
Woher soll eigentlich das Mandat für einen BW-Einsatz kommen? UN-Sicherheitsrat? Srsly?
Trump hat doch seinen geilen Friedensrat. Soll der doch für Frieden sorgen.
@cschaeff, welchen NATO Beitrag soll er da erhöhen wollen? AFAIR ging es bei den 5% immer um die Frage was gibt jedes einzelne Land gemessen an seiner Wirtschaftsleistung für Verteidigung und angrenzende Themen aus.
Bei den Problemen die Trump sich da am persischen Golf eingebrockt hat dürfte eine weitere Panzerdivision Deutschlands wenig helfen.
@ Felix2 am 15.03.2026 um 10:21 Uhr:
„Und jetzt sollen deutsche Soldaten ihr Leben riskieren um die Schei… zu beseitigen die Trump und Netanjahu der Welt eingebrockt haben ?!“
Genau Felix2, dafür gibt es uns Soldaten nämlich. Denn auch Deutschland ist schon OPFER in diesem Krieg, da ist doch völlig egal, wer ihn mal angefangen hat, oder?
„Und wer das fordert soll erst mal selbst an die vorderste Front. Ich habe geschworen das Recht und die Freiheit des Deutschen Volkes zu verteidigen. Nicht aber das irre Verhalten zweier Politiker die beschlossen haben das ihnen der Rest der Welt vollkommen egal ist …“
Genau, es geht darum das RECHT auf die freie Durchfahrt durch internationale Gewässer zu verteidigen, die mitnichten komplett durch iranisches Hoheitsgebiet führen.
Und um die FREIHEIT von ca. 1.000 deutschen Seeleuten, die durch ein Terrorregime an dieser Durchfahrt gehindert werden.
War das nicht unser Fritze, der die Bundeswehr zu „stärksten Streitkraft in Europa“ aufbauen wollte?
Dazu braucht es aber nicht nur mehr Waffen und Gerät, sondern insbesondere einen Mindset, der aus Verteidigungsbeamten wieder Soldaten macht, die RECHT und FREIHEIT überall dort verteidigen, wo deutsches Leben und unsere legitimen Interessen durch gewalttätige Terrorregimes massiv bedroht werden.
Damit verteidigen wir nicht die beiden Irren, von denen Sie (zu Recht) sprechen.
Must Read:
12.03.2026
IRAN – WARUM DIESER KRIEG
https://monde-diplomatique.de/artikel/!6152155
@Flo
„Bei den Problemen die Trump sich da am persischen Golf eingebrockt hat dürfte eine weitere Panzerdivision Deutschlands wenig helfen.“
Vielleicht keine Panzerdivision, aber zusätzliche Fregatten, die am Golf regelmäßig nach dem Rechten schauen?
Davon ab: Ich habe mittlerweile den Glauben daran verloren, dass Trump (und seine Administration) einem stringenten Plan folgen. Die werfen einfach Steine ins Wasser und schauen, wie hoch die Wellen so werden. Hauptsache, es bewegt sich was…
EU-Minister beraten über Ausweiten von Marine-Einsatz.
„Die EU-Außenminister wollen einem Zeitungsbericht zufolge über eine mögliche Ausweitung der Marinemission „Aspides“ auf die Straße von Hormus beraten, wie die „Financial Times“ unter Berufung auf eine mit der Sache vertrauten Person berichtet. Die Mission ist bislang auf die Sicherung der Schifffahrt im Roten Meer konzentriert“ (Handelsblatt).
Johann Wadephul bestätigte soeben (18:05 …) im „Bericht aus Berlin“ morgige Gespräche zu Aspides etc im EU Rahmen. Zu möglicher Beteiligung Deutsche Marine (mit Seekriegsmitteln oder See-Luftaufklärung) nach EU Mehrheitsbeschluss blieb er vage in der Aussage.
Im Hintergrund wirkt
– unausgesprochen die DJT Aussage, wonach künftig nur iranisches Öl/Gas über die Straße von Hormus beziehen könne, wer sich an militärischen Maßnahmen zur Öffnung der Meerenge beteilige (sinngemäße Wiedergabe)
– die Kanzlerfeststellung derzufolge Deutschland militärisch nicht beteiligt sein werde.
Auflösung folgt. Prognose, mit Seefernaufklärung P-8A Poseidon werden wir ein gesichtswahrendes Minimum stellen.
@ kvogeler
Die USA Tripoli ist am 14. März in Japan aufgebrochen und könnte Ende dieses Monats, noch vor dem Treffen Xi-Trump, die Insel Kharg erreichen. Die Einnahme von Kharg wäre für China eine Katastrophe. Tatsächlich diskutiert man in gewissen amerikanischen Kreisen bereits, ob der Krieg gegen den Iran ein Schachzug gegen China ist. Warten wir’s ab.
@LuckySailor, welchen 1000 DEUTSCHEN Seeleuten wollen Sie da helfen?
Ja es sitzt da auch das eine oder andere Schiff einer deutschen Reederei fest, aber die höchste Dichte an deutschen Staatsbürgern in der Besatzung dürfte an Bord bei der beiden Mein Schiff Kreuzfahrer zu finden sein. Und auch die sind inzwischeny nach meinem Stand, bis auf eine nautische Minimalbesatzung leer.
Laut der Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, hat sich das Pentagon doch schon Jahrzehnte damit beschäftig, was zu tun sei, wenn der Iran die Straße von Hormus mal schließen sollte. Jetzt ist es so weit. Wie sehen denn die Pläne aus? Da kommt außer „Helft uns!“ nichts.
Aber gut, da wechseln ja auch die Begründungen für den Krieg und die Kriegsziele täglich.
Die Verantwortlichen beim Militär tun mir da echt leid. Die müssen das umsetzen.
Ich bin der Auffassung, dass die Sicherung der Seewege durch eine breite Koalition der Länder erfolgen sollte, die Hauptprofiteure dieses Seewegs sind. Das sind zunächst einmal die Anrainerstaaten am Persischen Golf selber. In zweiter Reihe dann die größten Importeure von Öl und Gas aus der Region. Das sind zunächst einmal vorwiegend asiatische Staaten. Wenn sich also so eine Koalition bildet und sowohl militärische als auch, z.B. im Falle der Anrainerstaaten, finanzielle Mittel für die Sicherung des Seeweges bereitstellt, dann wäre die Zeit für Deutschland gekommen, ernsthaft eine Beteiligung zu prüfen. Ich denke nicht, dass jetzt die Europäer vorpreschen sollten oder müssten. Unabhängig davon sollte sich aber Deutschland überlegen, was uns die Wiederherstellung bzw. Absicherung dieses Handelsweges wert ist und welche Mittel wir diesbezüglich zum Einsatz bringen könnten.
@ Lukan: „Als Versicherer wäre ich hier sehr skeptisch. Oder sollen die Regierungen auch die Versicherung übernehmen?“ Sie vergessen einen weiteren wichtigen Player – die Reeder selber. Wenn mir ein Schiff gehört, ich es nicht versichert bekomme, die Regierung keine Hilfe zusagt und auch sonst keine kurzfristige Lösung erkennbar ist, dann würde ich mich mir überlegen, ob ich das Schiff einfach erst einmal stilllege. Oder ich gehe einfach das Risiko ein. Oder ich organisiere – eventuell zusammen mit anderen Reedereien – einen gewissen Schutz für mein Schiff für die Durchfahrt.
Dritter und letzter Punkt. Ich erwarte, dass die Vereinigten Arabischen Emirate als Folge dieses Krieges entsprechend leistungsfähige Öl- bzw. Gaspipelines von Dubai nach Fudschaira am Golf von Oman bauen werden. Oder noch etwas südlicher – und damit sicherer – quer rüber in den Oman an den arabischen Golf
Saudi-Arabien könnte ebenfalls mit einer zweiten Querung aktiv werden. Am Geld sollte es diesen Staaten ja nicht mangeln und der Oman wäre sicher sehr kooperativ und froh.
@Der Uhrmacher
USS Tripoli, USS New Orleans und USS San Diego sind betroffen und im Anmarsch.
Mit der 31st MEU an Bord bilden sie die „Tripoli Amphibious Ready Group (ARG)“, und sind seit drei Tagen unterwegs, werden etwa noch 10 Tage bis zum Eintreffen vor (!) Hormus benötigen.
Von Bedeutung ist Ihre Formulierung „die Insel Kharg erreichen“.
Kurz und knapp, die Marines kommen u.U. nach Kharg hin, nicht aber im Sinn von „erreichen“.
‚Erreichen‘ ist definiert als „feindfrei“. Die nächste Stufe
‚Gewinnen‘ ist definiert als „Feind nicht aufgeklärt aber wahrscheinlich“, es folgt
‚Nehmen‘, ist definiert über „Kampf“.
Da vor dem Weg nach Kharg, ca 700 km westlich von Hormus, diese Seestraße erst frei gekämpft (!) werden müsste, sollte auch mit ggf zivilem Verständnis von Kharg „erreichen“ besser nicht gesprochen werden.
Die Kräfte der ARG, insbesondere die 2.500 Marines, sind für ein amphibisches Freikämpfen der Meerenge absolut unzureichend.
Zum Thema Strasse-von-Hormuz:
1. Lt. öffentlich zugänglichen Quellen wird aktuell geschätzt das der Iran 2000 bis 6000 Minen besitzt.
2. Wenn es derzeit keine „konservative“ Verminung gibt ( also Minen die immer hochgehen wenn was Grosses in die Nähe kommt, im Gegensatz zu bspw. ferngesteuerten Minen ), dann könnte der Iran durchaus z.B. chinesische Tanker dur.chlassen
3. Die Reaktion darauf wäre diplomatisch, seerechtlich und poltisch sehr interesssant.
4. Im Grunde ist die Meinung zur Länge / Beendigung / Verlauf des Iran-Kriegs der USA in der gegenwärtigen Situation nicht mehr wirklich relevant. Lt. Aussage israelisches Miltär gibt es noch über tausend Ziele. Wenn die nicht wollen das der Krieg endet wird die Strasse von Hormuz weiter gesperrt bleiben…
5. Auswirkungen des Kriegs auf die Immobilienpreise: Einbruch um über 30%. Hört sich viel an, man sollte aber im Hinterkopf haben das sich in den letzten 5-7 Jahen Immobilienpreise in den Golfstaaten etwa verdreifacht haben.
Man hofft auf ein baldiges Ende des Krieges. Dauert das aber lange ist keine seriöse Prognose möglich…