Jetzt offiziell: NATO startet „Arctic Sentry“ für den hohen Norden
Wie erwartet hat die NATO eine gesonderte Mission für die Arktis gestartet: Arctic Sentry (Wächter der Arktis), namensmäßig angelehnt an die Missionen zum Schutz des Ostseeraums (Baltic Sentry) und der NATO-Ostflanke (Eastern Sentry) soll die Sicherheit im hohen Norden verbessern – und ist ganz offensichtlich auch eine Reaktion auf die Behauptung von US-Präsident Donald Trump, angesichts einer vorgeblichen russischen und chinesischen Bedrohung Grönlands gebe es in der Region Sicherheitslücken.
Den Start der Mission gab das militärische NATO-Hauptquartier SHAPE am (heutigen) Mittwoch bekannt:
Allied Command Operations (ACO), which is responsible for the planning and execution of all NATO exercises, activities and operations, began Arctic Sentry today.
The multi-domain activity will further strengthen NATO’s posture in the Arctic and High North as persistent NATO presence in the region grows. (…)
This builds on NATO’s growing focus on Arctic security and follows a meeting between U.S. President Donald J. Trump and NATO Secretary General Mark Rutte last month in Davos, Switzerland, where the two leaders agreed that NATO should collectively take more responsibility for the defence of the region considering Russia’s military activity and China’s growing interest there.
Als Teil von Arctic Sentry gilt nach Angaben von SHAPE unter anderem die dänische Übungsserie Arctic Endurance und die regelmäßig in Norwegen veranstaltete Übung Cold Response, an der auch die Bundeswehr seit Jahren teilnimmt. Ob die Bundeswehr über diese Übung hinaus an Arctic Sentry beteiligt sein wird, blieb zunächst offen. Großbritannien kündigte dagegen bereits an, seine Truppen in Norwegen von derzeit 1.000 in den nächsten drei Jahren auf 2.000 zu verdoppeln.
(s. Neufassung dazu)
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