Mal ein erfolgreiches Rüstungsprojekt: Alle H145M-Hubschrauber bei der Truppe angekommen

In diesen Zeiten ist es schon bemerkenswert, wenn ein neues Rüstungsprojekt der Bundeswehr schnell begonnen wird, im Zeitrahmen bleibt und auch noch pünktlich alles ausgeliefert wird. Deshalb im Kalender anstreichen: Die Luftwaffe hat am (heutigen) Montag wie geplant den 15. und letzten der neuen Hubschrauber vom Typ Airbus H145M für die Spezialkräfte erhalten.

Das Rüstungsprojekt mit dem sperrigen Kürzel H145M LUH SOF, Light Utility Helicopter Special Operations Forces, ist auch Beleg dafür, wie schnell wir es schaffen können, unsere Fähigkeiten zu verbessern und auszubauen, sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bei der Übergabe der Maschine an das Hubschraubergeschwader 64 in Laupheim.

Damit wurde ein Rekord aufgestellt, der vermutlich vorläufig ungebrochen bleibt: Von den ersten Forderungen aus dem Parlament noch in der vorangegangenen Legislaturperiode, damals vorangetrieben vor allem von der damaligen FDP-Abgeordneten Elke Hoff, einen solchen neuen Helikopter für die Spezialkräfte zu beschaffen, bis zur Übergabe der ersten Maschinen im Dezember 2015 dauerte es keine fünf Jahre. Für ein fliegendes Waffensystem eine ziemliche Ausnahme.

Und die Auslieferung der weiteren Hubschrauber blieb ebenfalls im Zeitplan, wie die Ministerin betonte:

Bereits am 8. Dezember 2015, nicht mal zweieinhalb Jahre nach der Vertragsunterzeichnung, hat Airbus Helicopters die ersten beiden Hubschrauber an die Luftwaffe übergeben. Noch im Dezember erteilte das BAAINBw die Genehmigung zur Nutzung. Ab Januar 2016 wurden die ersten Luftfahrzeugführer in Donauwörth ausgebildet. Die letzte und 15. Maschine ist eben hinter mir gelandet, etwa vier Jahre, nachdem wir das Projekt auf den Weg gebracht haben.

Der Hersteller Airbus Helicopters Deutschland fand ebenfalls lobende Worte:  Mit dieser letzten Auslieferung hat Airbus Helicopters das gesamte Programm im vorgegebenen Zeit- und Kostenrahmen umgesetzt. Das LUH SOF Projekt ist ein hervorragendes Beispiel dafür, was eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr, Behörden und Industrie leisten kann, sagte Wolfgang Schoder, CEO von Airbus Helicopters Deutschland.

Das Personal für diese neuen Hubschrauber gehört übrigens zu den Spezialkräften und stellt damit die ersten Spezialkräfte der Luftwaffe.

Noch ein bisschen Technik-Aussagen von Airbus dazu:

Bei der H145M handelt es sich um die militärische Version des bewährten zweimotorigen Zivilhubschraubers H145, der 2014 erstmals ausgeliefert wurde. Inzwischen hat die gesamte H145-Flotte es auf über 50.000 Flugstunden gebracht. Mit einem maximalen Abfluggewicht von 3,7 Tonnen kann die agile H145M für ein breites Spektrum an Aufgaben in den Bereichen Transport, Versorgung, Überwachung, Luftrettung, bewaffnete Aufklärung und medizinische Evakuierung verwendet werden. Die H145M LUH SOF der Bundeswehr sind ausgestattet mit einem Abseilsystem zur Verbringung von Spezialkräften, einem Hochleistungskamerasystem zur Aufklärung sowie Vorrichtungen zur Feuerunterstützung im Einsatz und ermöglicht damit den Spezialkräften eine breite Vielfalt an neuen Einsatzmöglichkeiten.
Darüber hinaus bietet der neue Hubschrauber mit einem ballistischen Schutz sowie einer elektronischen Selbstschutzanalage ein hohes Maß an Sicherheit im Einsatz.
Der Hubschrauber wurde für Einsätze bei Tag und Nacht sowie unter widrigsten Umständen entwickelt. Der Antrieb erfolgt über zwei Turbomeca Arriel 2E Gasturbinen, die über das FADEC- System (full authority digital engine control) gesteuert werden können. Darüber hinaus ist der Hubschrauber mit der digitalen Avioniksuite Helionix ausgestattet und bietet damit neben einem innovativen Flugdatenmanagement auch einen leistungsfähigen 4-Achsen-Autopiloten, wodurch die Piloten in ihren Einsätzen erheblich entlastet werden. Ihre besonders niedrigen Geräuschemissionen machen die H145M zum leisesten Hubschrauber ihrer Klasse.
2015 hat Airbus Helicopters mit der Bundeswehr außerdem einen umfassenden, kooperativen Service Vertrag geschlossen, der die Unterstützung der Industrie bis mindestens ins Jahr 2021 regelt. Zu den Pflichten Airbus Helicopters‘ zählen dabei unter anderem die Organisation und Durchführung von Wartungs- und Reparaturarbeiten, die Versorgung mit Ersatzteilen und die Sicherung der Flugfähigkeit. Die bereits über 3.900 geleisteten Flugstunden sprechen für das gewählte Supportkonzept und die gute Kooperation sowie die Zuverlässigkeit der Maschinen.

(Vor diesem Hintergrund ist es um so erstaunlicher, wie zurückhaltend Ministerium und Luftwaffe diese letzte Auslieferung öffentlich begleiteten: Medien wurden, jedenfalls überregional, gar nicht erst zur heutigen Übergabe eingeladen. Und Fotos der Bundeswehr von diesem Ereignis wird es vermutlich auch heute nicht mehr geben. Update: Airbus Helicopters hat mir ein Foto von der Übergabe geschickt, vielen Dank!)

(Foto oben: von der Leyen und der Kommodore des Hubschraubergeschwaders 64, Oberst Stefan Demps, bei der Übergabe – Foto Airbus/Marcus Schlaf; Foto unten: Archivbild Februar 2017: Kälteerprobung H145M in Nordschweden – Bundeswehr/Johannes Heyn)

71 Kommentare zu „Mal ein erfolgreiches Rüstungsprojekt: Alle H145M-Hubschrauber bei der Truppe angekommen“

  • Zimdarsen   |   27. Juni 2017 - 15:41

    @Milliway

    „Bekanntlich steht dieser Helikopter Typ Seit 1982 in der Serienproduktion“

    Das ist falsch, der H145 ist der Nachfolger der BK117D-2 und hat kaum eine Schraube mit ihm gemein.

    …..und weil die MD 902E so gut ist, wird sie in Deutschland so viel geflogen ;-)

    Diese Diskussion haben wir hier in AG schon dutzende Male gehabt.

    Z.B.: http://augengeradeaus.net/2014/05/ila-2014-der-ksk-hubschrauber/

  • chris   |   27. Juni 2017 - 16:37

    @Milliway

    „Aus einem fairen Wettbewerb wäre mit an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit der MD 902 Explorer hervorgegangen.“

    Ist das so? Sie kennen also die genauen Kriterien und Abwägungen der Geforderten Fähigkeiten?
    Die größere Kabine und besonders die höhere Reichweite und Zuladung spricht ja durchaus für den H145. Nicht zu vergessen die wohl bessere industrielle Basis in Deutschland. Bin selbst kein besonderer Airbus Freund aber im weitgehend handelsüblichen Segment bietet Airbus so manchen Vorteil.

  • MNS   |   27. Juni 2017 - 17:19

    @Milliway

    Auf der einen Seite den Beschaffungsprozess des H145M als Scheinausschreibung zu bezeichnen und auf der anderen Seite „einfach“ 15 MD902 zu bestellen, klingt plausibel. Beide großen Luftrettungsorganisationen in Deutschland hatten den MD902 mal in der Flotte besessen, haben ihn aber auch aus Kostengründen wieder abgeschafft.

    Ein bewaffnungsfähiger leichter Unterstützungshubschrauber hätte neben den genannten Vorteilen bei entsprechender Ausstattung einen weiteren Vorteil, das aufgrund der Spannungen und der Möglichkeit eines symmetrischen Krieges bereits diskutierte Defizit der Panzerabwehr aus der Luft, zu mindern. Nicht, dass ein LUH Panzerabwehrraketen selbst zum Einsatz bringt, sondern vielmehr als Abschussrampe für z.B. PARS3 aus der 2. Reihe dient. Zielführung erfolgt vom Tiger in der 1. Reihe mittels Mastvisier.

  • fliteidle   |   27. Juni 2017 - 17:58

    Grundsätzlich ist die H145 kein schlechtes Gerät für diese Einsatzart.
    Und es ist überhaupt eines.
    Die Crews wurden und werden nun in „Spezialkräfte“-Heli ausgebildet.
    ( Zu erkennen an schwarzen Budelmützen und wichtig fehlenden Namensschildern und irgendwelchen selbstbeschafften Phantasieklamotten . ….war mir damals auch wichtig-Ironie aus). Die Besatzungen sollten, um des Auftragswillens, verstehen welche Rolle sie da spielen und den schwarzen Jungs hinten drin gut zuhören.
    Aber das werden sie auch machen.
    Es ist dann eigentlich egal aus welcher Streitkräfte-Abteilung sie dann kommen.
    Wichtig ist, dass sie die Philosophie der Spezialkräfte verstehen und anwenden.
    Und nicht der ahnungslosen Luftwaffe, den bis zur Unkentlichkeit zusammengekürzten Mariniers oder dem Befehlsgetöse eines gestreamlinten Panzer-Generals gehorchen. Dag und Henrik setzt Euch durch.
    Bevor die H145 im Schnellkocher auf die Back geschmissen wurden, haben wir 7 (in Worten..Sieben..) Jahre damit zugebracht ein SOF-Air-Konzept dafür zu erstellen. Dann fertig-ab in die Tonne. Dienstpostenwechsel der Verantwortlichen und schon fängt man an dieses Rad wieder neu zu erfinden. Insofern relativiert sich der Begriff der schnellen Beschaffung……
    Den Besatzungen und den Bengels im Laderaum-Hals- und Beinbruch, Glück ab und immer fette Beute (hoffentlich ist das jetzt nicht zu dick aufgetragen für die IBUK)

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   27. Juni 2017 - 22:34

    @fliteidle
    Auf welchem BrigGefStd/DivGefStd haben Sie das „Befehlsgetöse eines gestreamlinten Panzer-Generals“ persönlich erleiden müssen, hoffe sehr, es reicht bei Ihrer Konstitution zum Überleben.

    @all
    Während man sich hier – verständlich nach rund 10 Jahren von Versuch und Irrtum eingeschlossen SOF-Konzeption – über 15 H145M freut, richtig gut für unsere SOF auf dem Weg Richtung Augenhöhe, um nicht missverstanden zu werden.
    Jenseits des großen Teichs schreitet die Entwicklung nun aber tatsächlich voran, in die Zukunft gerichtetes ambitiöses konzeptionelles Denken, dass aktuell die Schwelle zur Verwirklichung überschreitet: Laser-Kanonen im Kampfhubschrauber.
    Wir sind dabei, wenigstens in Heli-Denkfabriken, bzw plotten bitte mit, wohin die Reise gehen kann?
    http://www.defensenews.com/articles/us-army-tests-laser-on-apache-helicopter
    Erste Tests von high-energy laser system auf AH-64 Apache erfolgreich.

  • fliteidle   |   28. Juni 2017 - 9:40

    @Klaus-Peter Kaikowsky
    ….schütteln, Krone richten, weitermachen.
    So etwas darf (durfte, ist ja lange her) man nicht persönlich nehmen.
    Jeder steckt in seinen Zwängen, Systemen und Anforderungen fest und kann in bestimmten Situationen dann eben nur so handeln wie es ihm möglich ist.
    Es bezieht sich vielmehr darauf, dass der deutsche Offizier ja alles kann.
    Das das in vielen Fällen seine Grenze findet, ist ganz natürlich; besonders wenn es fachspezifisch wird und das ist bei uns „Hubschrauber-Soldaten“ und sicherlich auch in vielen anderen Fachbereichen der Fall.
    Bei IFOR, SFOR, KFOR,ISAF und und und gab es immer diesen Aufnäher:
    Einfach mal die Fr…e halten wenn man keine Ahnung hat.
    Ja, ist ein wenig schlicht. Trifft im Kern aber zu.
    Die Flieger werden mit langen, speziellen und teuren Lehrgängen ausgebildet (egal ob Truppe oder FD), sie werden dann noch spezialisiert und bis zur Unkenntlichkeit (eines Soldaten) CRMt. Kommen dann in Verantwortung und dürfen Ihren tollen Beruf ausüben. Und dann, bestimmen kunterbunte Fehlfarben-Goldsternträger über das was und wie es bei Fliegers geht.
    Dabei ist es egal ob es Luftwaffe, Marine oder Heer ist.
    Dieses Phänomen ist überall gleich. Schlecht.

  • AB   |   28. Juni 2017 - 11:12

    Randbemerkung: Warum hat man sich eigentlich für die dunkelgraue Lackierung entschieden anstatt eine Farbgebung zu wählen, die die Tarnung des Hubschraubers unterstützt? Gerade bei dem speziellen Anforderungsprofil der Maschinen ist mir das völlig unklar.

  • Zimdarsen   |   28. Juni 2017 - 11:51

    @AB

    Da der LUH eher in der Nacht eingesetzt werden soll und da sind alle Katzen grau (wobei sich mir nicht erschließt warum Lfz Katzennamentragen ;-)

  • huey   |   28. Juni 2017 - 12:11

    Im Gegensatz zu „regulären“ Hubschraubern des Militärs, die (in alten, teilweise überholten Annahmen des „Großdeutschen Krieges im Fuldatal“) über eine Art „Flecktarn-Anstrich“ verfügten, da sie teilweise in vorgeschobenen Verfügungsräumen in abgesetzten Waldgebieten stationiert wurden (wo die Tarnung dann auch Sinn machen KANN), benötigen die SOF-Hubschrauber so etwas nicht-sie operieren nicht tagelang aus Waldlichtungen, sondern starten (i.d.R. bei Nacht) von einem gesicherten Stützpunkt, verbringen die Spezialkräfte zu ihrem Einsatz, und fliegen zurück.

    Es hat sich gezeigt, das eine einfache graue Lackierung vor einem meist doch grau-blauen Himmel sehr gut funktioniert….

    Am Objekt selbst ist der Tarn-Nutzen ohnehin Null-dafür sorgt alleine die Geräuschkulisse….

  • Milliway   |   28. Juni 2017 - 13:53

    @ Zimdarsen | 27. Juni 2017 – 15:41

    Schau Bitte wenn du das nächste Mal ein H145M siehst auf das Typenschild. Beim 76+05 findet man in der Spalte Model : MBB-BK117 D-2m ! Es ist schlichtweg falsch das der H145M ein Nachfolge Typ des BK ist. Auf der Farbe steht H145M, unter der Farbe steckt ein BK in der vierten Generation.

    Und weil wir diese Diskussion schon öfter hatten, ist dir auch bestens bekannt das der MD 902E allen Wettbewerbern überlegen ist und nur auf „Drängen“ eines Mitbewerbers nicht zum Zug kommt !

    Hier noch ein hinterlegter Link des @Amtmann

    http://www.directupload.net/file/d/3608/3nbunicf_pdf.htm

    Letztendlich wurde der Tiefe Sinn der Bemerkung nicht verstanden, welche Bezeichnung ist letztendlich egal, zumal in Kaufvertrag noch EC645T2 steht.

    @ MNS | 27. Juni 2017 – 17:19

    „Beide großen Luftrettungsorganisationen in Deutschland hatten den MD902 mal in der Flotte besessen, haben ihn aber auch aus Kostengründen wieder abgeschafft.“

    Ist so nicht richtig, hatte Ideologische / Politische Gründe, wurde hier auch schon ausführlich beantwortet!

    @ chris | 27. Juni 2017 – 16:37

    „Die größere Kabine und besonders die höhere Reichweite und Zuladung spricht ja durchaus für den H145. Nicht zu vergessen die wohl bessere industrielle Basis in Deutschland.“

    Nicht ganz richtig

    Lade den von @Amtmann hinterlegten Bericht runter und Studiere diesen. ( EC 645 T1 ist der Heutige H145M ) Ferner wird auch der H145M gemeinsam mit Kawasaki hergestellt.

  • Navales   |   28. Juni 2017 - 16:48

    @Milliway:
    Zwei blöde Fragen meinerseits:
    1. Wenn der amerikanische MD 902 dem europäischen H145M „objektiv“ so überlegen ist: Warum hat sich die US Army im Rahmen ihres Light Utility Helicopter Programms dann für das europäische Design – sprich UH-72A alias EC645 T1 – und gegen die 902 entschieden und weit über 300 Maschinen bei Eurocopter / Airbus bestellt? (Frage ist ernst gemeint und nicht ironisch)

    2. „EC 645 T1 ist der heutige H145M“
    Entspricht der H145M nicht vielmehr dem EC 645 T2, was ja bessere Triebwerksleistungen bedeutet und damit einen wesentlichen Kritikpunkt am älteren T1 „entschärft“?

  • STEK   |   28. Juni 2017 - 17:34

    @ Milliway und Navales:

    Lt. Website Airbus:

    “ The H145M (previously known as the EC645 T2) …“

    http://www.helicopters.airbus.com/website/en/ref/H145M_47.html

  • Milliway   |   28. Juni 2017 - 18:45

    @ Navales | 28. Juni 2017 – 16:48

    „Wenn der amerikanische MD 902 dem europäischen H145M „objektiv“ so überlegen ist: Warum hat sich die US Army im Rahmen ihres Light Utility Helikopter Programms dann für das europäische Design – sprich UH-72A alias EC645 T1 – und gegen die 902 entschieden“

    Falsch

    An der Ausschreibung der United States für ein Army Light Utility Helikopter hat der MD902M nicht teilgenommen.

    – MD Helicopters Inc. / Lockheed sind damals primär mit den MD600N und MD900 ins Rennen gegangen.

    – Bell hat einen 212 und 412EP Twin Huey ins Rennen geschickt.

    – Augusta Westland / L-3 sind mit den US139 und US169 ins Rennen gegangen

    – EADS North America / Sikorsky Aircraft sind mit den UH-135 und UH-145 ins Rennen
    gegangen und haben mit den UH-145 den Heutigen UH-72A Lakota gewonnen.

    Ferner blickt bei den Bezeichnungs „Kudel Mudel“ bei Eurocopter / Airbus niemand mehr durch und braucht nicht weiter vertieft werden.
    (Hatte T2 geschrieben Zitat: „zumal in Kaufvertrag noch EC645T2 steht.“ / T1 bezog sich auf die verlinkte Anlage)

  • Navales   |   28. Juni 2017 - 20:38

    Kurzer Blick über den Tellerrand auf den zivilen Markt, konkret Luftrettung:
    Hier überzeugt der H145 gegenüber MD 90x mit zwei anderen wichtigen Aspekten: Geringerer Preis und bessere Ersatzteilversorgung.
    http://www.rth.info/typen/typen.php?show=md900

    Alles in allem hat die Bundeswehr mit diesem Beschaffungsprogramm offenbar sehr viel richtig gemacht.

  • Soman   |   29. Juni 2017 - 22:14

    Ein weiteres erfolgreiches Projekt wurde endlich realisiert: https://bw2.link/DYVH6

  • Soman   |   29. Juni 2017 - 22:42

    Sorry, OT war nicht meine Absicht.
    Das Thema war ja vor zwei Jahren hier schonmal. http://augengeradeaus.net/2015/07/bundeswehr-mietet-zivile-flugzeuge-fuer-die-fallschirmspringer-ausbildung/#comments
    Konnte leider den alten Thread nicht mehr kommentieren.

  • SvD   |   30. Juni 2017 - 7:12

    E wäre schön zu wissen ob ein Mastvisier wie damals bei der Bo105 möglich wäre.

    Schimpfte sich Bo 105 OPHELIA (Optique Platform HELIcoptere Allemande) oder auch Giraffe (wurde später auch entsprechend so lackiert).

    Und dann war da noch die BO105GSH mit einer Rh202 20mm im Lucas(?) Turm unten dran, die nach Spanien und in den Iraq gingen.
    Ist leider beides nie bei uns angekommen.

    Wenn man irgendwie eine Kanone mit AHEAD Munition oder zumindest einfacher ABM dranfummeln könnte, hätte man einen ’soliden Flächeneffekt‘.

    So was in die Richtung Rheinmetall RMK30 oder Bushmaster/ATK M230/M230LF, LW25 sollte funktionieren. Gerade die LW25 ist selbst mit RWS echt drollig anzusehen:
    http://www.dtic.mil/ndia/2012/armaments/Wednesday14132odell.pdf

    Es gäbe auch noch leichte Geschütztürme mit 7,62 oder 12,7 mm.
    Die Polen benutzen diesen hier am PZL W-3 (deutlich schwerer als H145M):
    http://www.zmt.tarnow.pl/wordpress/en/item/zdalnie-sterowana-wiezyczka-z-127-wkm-b-zsw-127-dla-smiglowca/

    Eventuell würde sogar der THL 20 von Nexter passen.
    „The THL 20 turret is designed to be fitted to attack helicopters and upgrade helicopters initially dedicated to transport or observation.“

    (Gut, das steht übrigens auch beim THL 30, der am Tiger seinen Dienst verrichtet.)

    Wurde am Battlehawk getestet: https://www.youtube.com/watch?v=PUJja7V5VGw

    Fliegt in Rumänien am IAR 330 (Aérospatiale SA 330 Puma) und in Indien am HAL Rudra:
    http://www.forceindia.net/forceAugust2015images/Indian_AF_Hindustan_ALH_Dhruv.jpg

    Das schwebte doch einigen vor oder? Der Rudra ist leider auch wesentlich schwerer als der H145M.

  • Fussgaenger   |   30. Juni 2017 - 12:09

    @ SvD | 30. Juni 2017 – 7:12

    Mastvisier? Flächeneffekt? Geschütztürme??

    Der Hubschrauber soll Spezialkräfte verbringen! Wenn man einfach nur das Zielobjekt „Platt machen“ will oder Feuerunterstützung für die abgesetzten SOF braucht, dann hat man einen Tiger oder wirft aus größerer Höhe irgendeine Smart Bomb ab.

    Eine Zielperson festnehmen oder Geiseln befreien können aber weder Tiger noch Smart Bomb.

  • SvD   |   30. Juni 2017 - 18:34

    Vor ihren Kommentar wurden hier 68 andere abgegeben, haben Sie daraus nur das rausgelesen was sie wollten?!

    Es wäre sinnvoll dem Heer ein paar leichte Unterstützungshubschrauber zu beschaffen, wie andere bereits erwähnten und darauf zielt mein Kommentar ab!
    Als Unterstützungheli für die Spezialkräfte wäre das auch Gold wert!

    Der Tiger ist nutzlos, der trifft im Zweifel nichts mit der 12,7mm und mit PARS3 um sich zu schießen ist auch nicht wirklich sinnvoll.
    Lasergelenkte Raketen geht ja leider nicht…
    Und die Smartbombs kommen wo her? Von einer Drohne oder einem Tornado?

    Kennen sie die Gunships die die USA für die Luftunterstützung für Spezialkräfte oder nächtliche Missionen einsetzen?
    Die haben jetzt wieder Artillerie an Board, weil die Smartbombs ein wenig teuer sind.
    Eine SDB I kostet um die 60.000 Euro, eine Hellfire knapp 100.000 $ aufwärts (Radarversion ist halt teuer).
    Die anderen über die Common Launch Tube ausgebrachten smarten Waffen (Viper Strike, Griffin, G-CLAW, Hatchet…) sind auch nicht gerade billig, die Preise hab ich nicht im Kopf aber unter 40.000 $ dürfte da auch nichts gehen.
    Die 105mm Kanone arbietet da vergleichsweise für Taschengeld und die Wirkung im Zeil wird wesentlich schneller erzielt.

    Man munkelt auch die USA benutzen gerne den Little Bird für Spezialkräfte und schicken einen bewaffneten Little Bird als Eskorte mit.
    Die Stärkste Rohrbewaffnung die da zur Verfügung steht ist die leichte 30mm M230 vom Apache in einem Gunpod.

    Es macht keinen Sinn den Tiger mit zu schicken, das ist nur wieder erheblicher Mehraufwand. Man müsste mehrere Maschinen mitschicken, weil die Hubschrauber ja gerne Defekte haben, was beim H145M und anderen von zivilien Varianten abgeleiteten Hubschraubern eher fremd ist.
    Dazu kann der Tiger nicht wie benötigt wirken.

    Ein modifizierter H145M mit dem HForce Paket könnte aufklären und wirken!
    Smartbombs könnte er auch ausbringen, eine SDB I wiegt nicht so viel und die per Common Launch Tube ausgebrachten Waffen sind extra klein und leicht.
    Die können auch horizontal aus dem hinteren Bereich der Kabine abgeworfen werden (setzt natürlich entsprechende Höhe voraus).

  • Hubi   |   04. Juli 2017 - 13:24

    Hier geht aber einiges arg durcheinander.

    Es ist vollkommen falsch, dass in der Luftrettung der H145 dominiert und die EC nur noch ein Schattendasein fristet. Nach wie vor stellt die 135 den Hauptanteil in der Luftrettung (primär) und eine Änderung ist nicht beabsichtigt. Aufgrund Kosten und Größe findet die 145 vorrangig Verwendung als ITH und an 24-Stunden-Standorten.

    Nach wie vor ist die H145 identisch mit der BK117-D2. Und die militärische Version weist nur wenige spezifische Unterschiede je nach gefordertem einsatztaktischen Zweck auf. Die LUH-72 (Lakota) hat nichts mit der H145M zu tun, ist der Vorgänger, die EC145, auch BK 117-C2.

    Falsch ist die Aussage, dass die beiden großen Luftrettungsorganisationen die MD900 (nicht 902!) besessen haben. Es waren immer die beiden gleichen Maschinen, und zwar geleast. Und sie waren nicht zu teuer, sondern aufgrund des mangelhaften technischen Supports für den beabsichtigten Einsatzzweck zu oft am Boden. Durch die Firmenpolitik hat sich MD mit seiner heute hervorragend geeigneten MD902 in Europa selbst vom Markt geschossen.

    Für mich ist die ganze Lobhudelei auf den Abschluss der Beschaffung reines Wahlkampfgetümmel bei dem gesamten Beschaffungschaos in anderen Bereichen. Es ist die Beschaffung eines vorhandenen, in außerordentlich viel Stunden erprobten guten zivilen Hubschraubers mit nur relativ wenigen Modifizierungen, die früh beim Hersteller bereits konzeptionell hinterlegt waren. Und da konnte eigentlich nichts mehr schiefgehen.