‚Task Force Ebola‘ setzt auf Freiwillige – Offensichtlich kein Bundeswehreinsatz

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Die Bundeswehr will ihren Kampf gegen die Ausbreitung des Ebola-Virus in Westafrika verstärken – und sucht dafür Freiwillige. Nachdem Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen am (heutigen) Monta im ARD-Morgenmagazin einen entsprechenden Aufruf angekündigt hatte, gab das Ministerium diesen Aufruf als Tagesbefehl heraus.

Darin ist, übrigens, nicht von einem Einsatz der Bundeswehr die Rede – sondern von einer Beteiligung der Streitkräfte an Aktivitäten der Bundesregierung; also sollen Soldaten wie Angehörige des Technischen Hilfswerks oder anderer Organisationen eingesetzt werden. Und die konkreten Rahmenbedingungen werden derzeit noch ausgearbeitet.

Nachtrag: Der rechtliche Rahmen dieses Einsatzes ist in der Tat noch offen (unklar: wird das so was ähnliches wie z.B. der Hilfseinsatz nach dem Tsunami in Südostasien?). Der Appell an die Freiwilligkeit hat auch damit zu tun, heißt es aus dem Ministerium, dass ein Großteil des medizinischen Personals vor allem an den Bundeswehrkrankenhäusern zivile Beschäftigte seien; die sollten auch angesprochen werden. Klarheit über die Rahmenbedingungen wird es aber wohl erst in den nächsten Tagen geben.

Der Tagesbefehl im Wortlaut:

Soldatinnen und Soldaten, zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!
Die Ebola-Epidemie in Westafrika stellt eine humanitäre Katastrophe größten Ausmaßes dar. Tausende Menschen sind erkrankt, viele gestorben. Ganze Gesellschaften und Staaten drohen zusammenzubrechen. Zusehends gefährdet die Epidemie nicht nur die Sicherheit und Stabilität Westafrikas, sondern nimmt eine globale Dimension an. Wir sind jetzt alle gefragt, schnell und wirkungsvoll zu helfen. weiterlesen

Der Drehflügler (September/Oktober 2014)

Die Sammlung zum Dauerbrenner Hubschrauber – jenseits der aktuellen Themen.

(In anderen Threads sachfremde Kommentare zu Drehflüglern landen hier.)

Kein einziger Sea Lynx-Hubschrauber fit für den Einsatz (Update)

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Von den 22 Hubschraubern des Typs Sea Lynx Mk88A der Deutschen Marine ist derzeit kein einziger Helikopter für einen Auslandseinsatz freigegeben. Nachdem Risse im Heckbereich einer Maschine festgestellt worden waren, wurden zunächst alle Hubschrauber dieses Typs gesperrt, bestätigte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am (heutigen) Montag einen Bericht der Süddeutschen Zeitung (Link aus bekannten Gründen nicht). Bei Untersuchungen seien dann an insgesamt 15 Maschinen solche Schäden entdeckt worden.

Seit dem vergangenen Freitag ist nach Angaben des Ministeriums ein Sea Lynx wieder zum Flugbetrieb zugelassen, allerdings nur unter Friedensflugbedingungen. weiterlesen

Bällebad September/Oktober 2014

Nach Wieder-Eröffnung der Kommentarfunktion dringend nötig…

(Foto: Flickr-User besanstag unter CC-BY-Lizenz)

Bald ohne Hubschrauber: die Deutsche Marine?

Bei der Hubschrauberflotte der Deutschen Marine sieht es übel aus: Die älteren Sea King-Helikopter haben ohnehin einen bedrückend niedrigen Klarstand, und jetzt sind offensichtlich auch alle Sea Lynx-Hubschrauber der Marineflieger gegroundet. Das berichtete am (heutigen) Montag zuerst die Süddeutsche Zeitung (Link aus bekannten Gründen nicht), dann Spiegel Online.

Ich bemühe mich weiter um ergänzende Infos. Aber die bisherigen Informationen deuten darauf hin, dass die Marine in ein schwer wiegendes Problem läuft – selbst die (noch lange nicht entschiedene) Beschaffung neuer Marinehubschrauber vom Typ NH90 ist als Ersatz für die Sea King gedacht, während die Sea Lynx noch eine ganze Weile weiter betrieben werden sollen. weiterlesen

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