Neue Woche, neuer Versuch: Jetzt wieder mit Kommentaren

Guten Morgen!
Nach einer Woche Abkühlungszeit (ja, es war wirklich nur eine Woche!) machen wir mal einen neuen Anlauf mit den Kommentaren: In den nächsten Einträgen wird die Kommentarfunktion wieder freigeschaltet.

Viele Leser haben mir per E-Mail mitgeteilt, dass sie diese Abkühlungsphase gut fanden – weil die Art der Debatte sie einfach abgestoßen hat. Unermüdliche Grundsatzdiskussionen, Kommentieren, ohne auf das vorher bereits gesagte einzugehen, endloses Ich-will-aber-mal-sagen hat viele abgeschreckt. Ganz zu schweigen von merkwürdigen Off-Topic-Meinungen zu einem aber auch ganz anderen Thema.

Es wäre schön, wenn wir hier wieder zu einer zivilisierten Art des Umgangs zurückkehren könnten. Ich hoffe einfach mal, dass sich alle Kommentierenden das zu Herzen nehmen… Und ich werde wohl, das zeigen mir die Reaktionen auf die Aus-Zeit, ein wenig schärfer moderieren müssen: also deutlicher die Gelbe Karte zeigen und ggf. auch Konsequenzen ziehen. Aber ich hoffe, das wird gar nicht nötig sein.

Themen gibt’s ja genug – zu den laufenden Krisen und Problemen kommt jetzt aktuell die gegroundete Lynx-Flotte der Marine (siehe Süddeutsche Zeitung von heute) und der vdL-Aufruf zu Freiwilligen an die Ebola-Front hinzu. Und wer weiß was sonst noch.

21 Gedanken zu „Neue Woche, neuer Versuch: Jetzt wieder mit Kommentaren

  1. Die Community war sicher schon voll auf Entzug – cold turkey (kalter Entzug), sozusagen.

  2. @Thomas Melber: war sie ganz sicher….ich fürchte aber vor allem für die, die dafür zuständig sind, dass Herr Wiegold die Kommentarfunktion offline genommen hat. Hier vielleicht noch eine Anmerkung an die Kommentare, die wirklich lesenswert sind und von Sachverstand zeugen: nicht jede verwendete Abkürzung ist für den Betrachter erahnbar, oder nachzulesen. Es ist ja schön, wenn jemand über so fundiertes Wissen verfügt, dass er mit Fachbegriffen und teils internen Abkürzungen glänzen kann, aber für den „normalen“ Leser, ist es teils sehr anstrengend zu lesen….

  3. @Sascha Vohwinkel
    Vielleicht muß ein Glossar eingebaut werden? Wenn dann die Abkürzungen u.a. verwendet werden gibt es eine Online-Erläuterung? Sieht man manchmal (haben sogar die Bw-Seiten), ist aber sicher auch sehr aufwendig.

  4. @ Thomas Melber und Sascha Vohwinkel
    vollste Zustimmung, wer mag schon kalten Döner von den Dauerschreibern?

    Der Amerikanismus und AküFi nimmt bei manchen einfach den Sinn der Beiträge.

  5. @Thomas Melber
    Hm…es ist fraglich, ob sich jemand die Arbeit machen möchte. Vielleicht könnte man sich auch darauf einigen, gewisse Dinge einfach auszuschreiben, oder so zu bennen, dass es auch Außenstehende verstehen. Das in Blogs gerne Abkürzungen verwendet werden, weiß ich…auch wenn es nervig ist….aber dieser hier erfüllt doch gewisse Ansprüche. Ich weiß nicht, ob es dann von dem ein oder anderen zu viel erwartet wäre, wenn er seine Kommentare verständlich formuliert. Nicht falsch verstehen, den meisten Kommentaren kann man oft viele fundierte Informationen entnehmen, aber wenn sich jemand schon die Mühe macht, so einen Kommentar zu schreiben, dann wäre es sehr angenehm, wenn man sich die Mühe macht, bestimmte Abkürzungen wenigstens einmal pro THEMA zu erläutern. Gerade wenn es um Abläufe innerhalb der Organisation von Streitkräften geht, oder um Einsatzverfahren, Auswahlverfahren, etc. wimmeln Kommentare von Abkürzungen, die ein Halb-Laie schlicht nicht mehr zuordnen kann. Ich denke auch nicht, dass Herr Wiegold diese Seite pflegt, damit nur noch Insider dem Thema und den Kommentaren folgen können.

  6. @Tom
    In dem glossar sind noch Abkürzungen, die man notfalls bei Google erlesen kann, oder die ohnehin meist sehr gebräuchlich sind.
    Mir geht es um Abkürzungen wie diese:
    OEF; SOF; PHQ; CT; SOFA; BSA; RSM; RC; SF; LFZ(ich vermute Luftfahrzeug)….etc.
    Das sind Abkürzungen aus 6 Kommentaren zu ein und dem selben Thema. Ich möchte jetzt auch keine „Übersetzung“, es geht um was grundsätzliches.
    Völlig unsinnige Abkürzungen wie „DEU Kräften“ kann sich jeder herleiten.
    Jedoch macht das Lesen einfach keinen Spaß mehr. Wenn ich in 6 Kommentaren so viele Abkürzungen bekomme, steige ich aus. Mag ja sein, dass ich mit hin und her springen zum Glossar und der ein oder anderen Recherche bei Google dahinter steige, was gemeint ist, aber auf virtuelle Schnitzeljagd habe ich keine Lust.

  7. Das Problem mit den Abkürzungen ist, das es viele Abkürzungen gibt die gleich sind aber nicht die selbe Bedeutung haben, je nach Kontext gibt es da verschiedene Erklärungen.

    Ich persönliche freue mich das die Kommentare wieder offen sind. Bei vielen Blog Einträgen waren sie das Salz in der Suppe.

  8. Klarer Fall von Wat mut dad mut. Andere mit ähnlichen Themen und Problemen handhaben das z.B. wie folgt:

    Variante 1, harte Moderation, es wird nur durchgelassen was mindestens Volontärniveau erreicht, alles andere wandert „no hard feelings“ direkt in die Rundablage.

    Variante 2, die Postingregeln von Militaryphotos. Soll ja demnächst als dreiteilige gebundene Triologie erscheinen.

  9. Variante 1.

    Kaum kann man ein paar Stunden kommentieren, schon geht das wieder los.
    Manche schreiben einfach mal so ihre ach so wichtige Meinung (Lynx kaputt, da lohnt mal wieder vdL-Bashing von wegen einsatzbereit), andere senken das Niveau auf sehr überschaubare Höhe (in drei Monaten schnell mal Marinehubschrauber beschaffen).

    Deswegen die Bitte, emotionale Frustergüsse direkt zu löschen (können die Leute bei SpON machen), auffällige Kommentatoren auf moderiert zu setzen und irgendwann zu sperren.

    Die Konsequenz, mit der politisch rechts außen stehende Kommentatoren in die Schranken gewiesen worden sind, würde ich mir auch zur allgemeinen Wahrung der Qualität wünschen.

  10. Yep, sehe ich auch so.

    Und ich versuch’s mal mit dem härteren Moderieren (manche Leute schrammen haarscharf an der Kante lang…).

  11. @Belogener: „… AküFi nimmt bei manchen einfach den Sinn der Beiträge.“

    AküFi musste ich nachschlagen. :P

    @Sgt. Thrash: „Bei vielen Blog Einträgen waren sie das Salz in der Suppe.“

    Stimmt. Manchmal führt das aber auch zu einer ganz schön versalzenen Suppe.

    @TW: Ich persönlich wäre für moderierte Kommentare, die erst von Ihnen freigeschaltet werden müssen. Lesen müssen Sie ohnehin jeden Kommentar. So würde auch etwas von der Dynamik rausgenommen bei der Kommentar auf Kommentar folgt und sich mehr und mehr ein Dialog zwischen 2 Personen entwickelt. Für so etwas gibt es Foren.

  12. Kann man vor dem finalen Abschicken nicht so etwas wie:
    -eine obligatorische Vorschau und
    -einen Hinweis in der Art: Möchtest Du das hier absenden, bist Du sicher, dass sich keine übermäßigen Abkürzungen, persönliche Angriffe oder OT (Liste verlängerbar) darin befinden?
    einbauen?

    Ist zwar für Stammposter etwas nervig, aber nur ein Klick mehr, jedoch für die üblichen Verdächtigen ein Stopp-Schild und man kann sich darauf berufend z.B. nach drei Verstößen den Betreffenden unehrenhaft entlassen/suspendieren.

    Falls technisch möglich und für den major domus darstellbar – man hätte dann zumindest eine Art Verhaltenkodex, dem alle zustimmen und die Nachfrage kühlt mitunter einige Gemüter noch rechtzeitig vor dem Schuss ab.

  13. @KB, @T.W Nur zur Sicherheit, ich möchte ja kein Grund für Misstöne sein:
    Ist es Bashing, wenn man dem Grounding der kompletten Luftgestützten U-Abwehr vom 16.06.2014 die Behauptung der IBUK, die Bundeswehr sei einsatzbereit, vom 07.09.2014, zur Erinnerung ruft ? Ist es nicht auch ein Verdienst dieses Blogs, dass eben solche Missstände aufgezeigt werden ?

  14. Zumindest ist das Thema „Einsatzfähigkeit“ heute in bundesweit in der Presse. Hoffentlich bleibt das noch am kochen bzw. kommt „auf Wiedervorlage“.

    Gibt es etwas neues zur „Beratungsauftrag Beschaffung“?

  15. @mwk:
    Möglicherweise habe ich Sie da zu unrecht angegriffen. Ihre Präzisierung hat in der Tat Hand und Fuß. Auf der anderen Seite ist es nachvollziehbar, wenn vdL nicht offen herausposaunt, die Bundeswehr sei nicht einsatzbereit (nur weil ein paar Hubschrauber am Boden stehen).
    Aber es sind halt solche kurzen Ergüsse, die mehr der Selbstdarstellung und -bestätigung denn der sachlichen Diskussion dienen, die etliche Kommentatoren zum Schweigen gebracht haben. Für Auseinandersetzungen auf SpON-Niveau scheint z.B. Elahan oder Koffer die Zeit zu schade.

  16. @K.B.
    Das Problem sind nicht die Marine-Hubschrauber alleine, sondern, daß es in (fast) jedem Bereich gravierende Mängel gibt, die sich über die Zeit eingeschlichen haben.

    Eigentlich müßte man das sogar bis auf Kp-Ebene herunterbrechen.

  17. Ich finde das gerade die Kommentierungen hier die Essenz des Blogs waren, sind und hoffentlich bleiben werden.
    Auch wenn ich mit einer Zahl von Auffassungen/ Kommentaren nicht einverstanden bin, so eröffnet es dennoch eben andere Sichtweisen oder eben auch bis dato mal unbekannte Einschätzungen.
    Dafür bin ich als Ehemaliger dankbar, denn mir liegt immer noch was an der Truppe.
    Meiner Einschätzung nach jedoch haben vor allem viele Pro-Russland Poster das Niveau in den letzten Monaten bedauerlicherweise runtergezogen, v.a. da diese – um sich „Street-Credibility“ zu verschaffen – auch in artfremden Meldungen ihren Senf dazugeben mussten.

    Meiner Auffassung nach ist es jedoch immer eine Gratwanderung fuer die regelmäßigen Kommentatoren, einerseits auf andere Beiträgen einzugehen (Gefahr=Grundsatzdiskussionen) vs einfach nur seine eigene Meinung unreflektiert kundzutun.
    Da liegt nun mal die Kunst / der Aufwand im Moderieren.

    Viele der mir mir konträrsten Auffassungen jedoch stammen regelmäßig von Kommentatoren, die ich am liebsten lese.
    Wäre schön, wenn dies so bleiben würde.

  18. @Thomas Melber:
    Genau da liegt doch das Problem: Nur weil vieles im Argen liegt, muss man das noch lange nicht in einem Artikel zum Sea Lynx diskutieren.
    Breite vor Tiefe sollte bitte nicht das Motto von augengeradeaus.net werden.

    Bei einem Artikel zum Sea Lynx möchte ich in den Kommentaren sinnvolle Beiträge zum Thema lesen – so wie bei der Diskussion zwischen Memoria und Kingser. Und ich möchte mich dabei nicht durch endlose Gott-und-die-Bundeswehrwelt-Kommentare wühlen.

    Folgende Kommentare aus dem Thread würde ich direkt zur Löschung vorschlagen:

    Hutzel | 22. September 2014 – 18:15
    Zivilist | 22. September 2014 – 18:51
    Jens Schneider | 22. September 2014 – 19:56
    bis
    Thomas Melber | 22. September 2014 – 20:37
    Jens Schneider | 22. September 2014 – 21:24
    Thomas Melber | 22. September 2014 – 21:37

    Nach einer Woche rigiden Löschens nicht zielführender Kommentare dürften sich die Verfasser schon von allein überlegen, ob sie wirklich schreiben sollen was sie schreiben wollen. Und falls ja, ob sie dies nicht lieber auf wordpress oder ihrer persönlichen Facebook-Seite machen statt auf AG.net.

  19. Ich bin so frei und kopiere ein paar Daumenregeln aus langjährigen Onlinemoderatorenerfahrung:

    -Nicht automatisch, nur manuel freischalten, Ausnahmen bestätigen die Regel. Das vermeidet dass Problemposter kurz nach Moderatorenfeierabend loslegen…
    -Nachträglich löschen oder editieren macht Arbeit und ärgert die Kommentatoren.
    -Kein schlechtes Gewissen beim Moderieren. Das Blog ist die Vision des Betreibers und ist nicht der Speakers Corner im Hyde-Park.
    -Qualitativ hochwertige Poster freuen sich über Bestätigung in Form von Thanks-Buttons. Das erspart auch viele reine Meinungsbekundungsbeiträge.
    -Nie ärgern. Einfach etwas anderes machen, z.B. „Bobby McFerrin – Don’t Worry Be Happy“ hören.

    PS: Persönlich bevorzuge ich bei Kommentaren einen gewissen Formalismus, klar erkennbar ob Frage, parteiliche Meinung oder neutrale Meldung, kein Wall-of-Text oder Wall-of-Links, externe Links immer direkt ohne URL-Verkürzung, mit kurzer Inhaltsangabe

  20. @Wait&C:
    „-Nicht automatisch, nur manuel freischalten, Ausnahmen bestätigen die Regel. Das vermeidet dass Problemposter kurz nach Moderatorenfeierabend loslegen…“
    Der Erfahrung nach hemmt das ziemlich stark den Diskussionsfluss, weil das zeitnahe Aufeinander-Eingehen deutlich erschwert iwird. Bis vor (gefühlt) einem Vierteljahr hat das ja auch gut funktioniert. (OK, Ukraine-Krise begann schon früher.)

    „-Nachträglich löschen oder editieren macht Arbeit und ärgert die Kommentatoren.“
    Löschen sollte doch einfacher und schneller gehen als verschieben. Und das Ärgern der Kommentatoren ist doch gerade Sinn der Sache. Immerhin gibt es momentan zu viele Schreiber, die mit bestenfalls zweitklassigen Beiträgen die Kommentarspalten fluten. Alle anderen Erziehungsmethoden sind in meinen Augen deutlich aufwändiger.

    „-Qualitativ hochwertige Poster freuen sich über Bestätigung in Form von Thanks-Buttons. Das erspart auch viele reine Meinungsbekundungsbeiträge.“
    +1

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