Nach mehr als fünf Monaten bleibt der Tod auf dem Marsch noch ungeklärt

Am 19. Juli brachen bei einem Marsch des Offizieranwärterbataillons Munster vier Soldaten zusammen. Einer starb, ein weiterer liegt bis jetzt, mehr als fünf Monate später, noch im Krankenhaus. Aber Klarheit darüber, was diese Gesundheitsprobleme mit ihren schwer wiegenden Folgen bei einem Eingewöhnungsmarsch der kaum in die Bundeswehr eingestellten Soldaten ausgelöst hat, gibt es nach wie vor nicht.

Der Stern hat in seiner jüngsten Ausgabe vom (heutigen) Donnerstag den Marsch mit seinen Komplikationen und den – weniger schweren – gesundheitlichen Problemen bei weiteren Soldaten nachgezeichnet (nur hinter Paywall verfügbar). Doch auch diese Darstellung des Magazins beruht nur auf dem Zwischenbericht, den das Heer bereits Ende August veröffentlicht hatte: Mehr Details vom Marschgeschehen und mehr Aufklärung gibt es leider nicht.

Klarheit gibt es lediglich in einem Punkt: weiterlesen

Tod auf dem Marsch: Die Ursache bleibt unklar (Neufassung)

Der Hitzekollaps von vier Offizieranwärtern der Bundeswehr bei einem Marsch in Munster im Juli, in dessen Folge ein Soldat starb und ein weiterer noch immer auf der Intensivstation liegt, bleibt weiter ungeklärt. Eine Untersuchungsgruppe des Heeres unter Führung von Generalmajor Carsten Breuer legte am (heutigen) Donnerstag einen vorläufigen Bericht vor, nachdem Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen einen Abschlussbericht bis Ende August angekündigt hatte. Kernaussage: Die Ursachen, die zum Tode des Offizieranwärters (OA) und zu den schwerwiegenden Erkrankungen von drei weiteren Soldaten führten, konnten bislang nicht vollständig aufgeklärt werden. weiterlesen

Tod eines Offizieranwärters: Erstes Obduktionsergebnis & neue Einzelheiten

Nach dem Tod eines Offizieranwärters in Munster, der nach einem Marsch am 19. Juli zusammengebrochen war, gibt es ein erstes Obduktionsergebnis: Todesursache war letztlich eine Blutvergiftung (Sepsis), was allerdings die Frage offen lässt, was die Ursache für den Zusammenbruch und diese Blutvergiftung war. Darüber hinaus wurden am (heutigen) Donnerstag weitere Einzelheiten der Vorgänge im Juli bekannt – unter anderem, dass die Offizieranwärter köperlich stärker beansprucht wurden als bisher bekannt. Dabei ging es anscheinend auch um Strafmaßnahmen. weiterlesen

Abschlussbericht zu Hitzschlag-Kollaps von Offizieranwärtern bis Ende August

Für die Ursache des Zusammenbruchs von vier Offizieranwärtern bei einem Marsch in Munster, nach dem ein Soldat starb, gibt es nach Angaben von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen weiterhin keine heiße Spur. Die Ministerin bestätigte zwar, dass alle vier kollabierten Soldaten einen Hitzschlag erlitten haben. Gemeinsame Ursachen dafür seien aber noch nicht ermittelt worden, sagte die Ministerin am Rande eines Besuchs bei der Division Schnelle Kräfte in Stadtallendorf.

Bislang gibt es auch kein Ergebnis der Obduktion des gestorbenen Soldaten. Von der Leyen kündigte allerdings an, dass bis Ende August, also in zwei Wochen, ein Abschlussbericht zu dem Vorfall am 19. Juli vorliegen solle, der dann dem Bundestag zugehen werde.

Der O-Ton der Ministerin aus dem vom BMVg veröffentlichen Audio:

 

vdL_OA-Vorfall_Munster_16aug2017     

 

(Ich hatte das zunächst als Nachtrag in den vorgangangenen Eintrag zu diesem Thema gesetzt; als Merkposten für den genannten Termin aber noch mal gesondert.)

(Archivbild 2011: Abschluss der Grundausbildung beim Panzergrenadierbataillon 371 in Marienberg – Bundeswehr/Sebastian Wilke)

Soldaten brachen mit Hitzschlag zusammen – Ursache unklar (Nachtrag)

Die vier Offizieranwärter, die am 19. Juli bei einem Marsch in Munster kollabierten, hatten alle einen Hitzschlag erlitten. Das geht aus einem Bericht zu den bisherigen internen Untersuchungen hervor, die Augen geradeaus! teilweise einsehen konnte. Was ursächlich für diesen Hitzschlag war, ist allerdings noch ungeklärt. Bei den aufputschenden Mitteln, die die Soldaten vor dem Marsch eingenommen haben, handelte es sich nach Angaben des Verteidigungsministeriums um einen so genannten Energy Drink.

Als Folge des Zusammenbruchs war ein Soldat im Krankenhaus gestorben, ein weiterer befindet sich noch in stationärer Behandlung.

Zu dem Hitzschlag heißt es im internen Bundeswehr-Bericht:

Einschränkungen der Dienstfähigkeit für den OA-Lehrgang bzw. die Ausbildung bestanden bei keinem der vier betroffenen Soldaten.
Bei allen vier Soldaten wurden Körperkerntemperaturen von > 40° C gemessen, sodass von einem Hitzschlag (Hyperthermie-Syndrom) ausgegangen wird.
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