Französischer Einsatz in Mali endet, Einsatz im Sahel beginnt

Die französischen Streitkräfte beenden offiziell ihre Operation Serval in Mali – um einen länderübergreifenden Einsatz in der gesamten Sahel-Zone zu beginnen:

France on Sunday said it would replace its Serval operation in Mali that broke the grip of Islamists in the north with a sweeping initiative covering the broad, largely unruly Sahel region. weiterlesen

Heute vor 20 Jahren: ‘Auslandseinsätze verfassungsgemäß’

Wer erinnert sich noch, was heute vor 20 Jahren passierte? Da gab’s ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das die Außenpolitik und die Bundeswehr grundlegend verändert hat: Auslandseinsätze der deutschen Streitkräfte, so entschied das höchste deutsche Gericht damals, sind verfassungsgemäß, wenn der Bundestag zustimmt.

Die historische Entscheidung hier in der Tagesschau vor 20 Jahren.

(Danke für den Leserhinweis!)

(Archivbild: Deutsche Transall 1993 in Belet Huen, Somalia – Bundeswehr via Flickr unter CC-BY-ND-Lizenz)

Einsatz in Afrika: Warum die Niederlande in Mali sind

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Militärisch gesehen, ist kaum ein anderes Land so eng mit Deutschland verbunden wie die Niederlande. Die haben einen wichtigen Teil ihrer Landstreitkräfte praktisch ins Deutsche Heer integriert (schon länger mit dem Deutsch-Niederländischen Korps und seit kurzem mit der Unterstellung der 11 Luchtmobiele Brigade in die Division Schnelle Kräfte), die suchten und suchten beim Einsatz in Afghanistan die Kooperation mit der Bundeswehr, und die Marinen beider Länder arbeiten ohnehin schon lange zusammen. Deshalb sollte man sich auch mal anschauen, was das kleine westliche Nachbarland in Mali, weit weg in Afrika, so macht – und vor allem warum. weiterlesen

Weniger internationale Soldaten in Afghanistan: so viele zivile Opfer wie nie

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Der Abzug der internationalen Truppen aus Afghanistan hat zwar dazu geführt, dass deutlich weniger afghanische Zivilisten unbeabsichtigte Opfer von Luftangriffen wurden – zugleich ist aber die Zahl der getöteten Afghanen auf einen neuen Höchststand gestiegen. Die UN-Mission in Afghanistan, UNAMA, legte am (heutigen) Mittwoch ihren Bericht vor, mit einem düsteren Ergebnis: Vor allem als Folge zunehmender Bodenkämpfe zwischen Anti-Regierungs-Kämpfern wie den Taliban und afghanischen Regierungstruppen in bevölkerten Gebieten ist die Zahl der getöteten und verletzten Zivilisten im Vergleich zum Vorjahr fast um ein Viertel gestiegen:

In the first half of 2014, the armed conflict in Afghanistan took a dangerous new turn for civilians. For the first time since 2009 when UNAMA began systematically documenting civilian casualties in Afghanistan, more civilians were found to have been killed and injured in ground engagements and crossfire between Anti-Government Elements and Afghan national security forces than any other tactic. weiterlesen

Deutsche Marine sichert Vernichtung syrischer Chemiewaffen

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Nach wochenlanger Verzögerung hat am (heutigen) Donnerstag die endgültige Vernichtung syrischer Chemiewaffen begonnen – und damit auch die Arbeit der Deutschen Marine, diese Vernichtung auf hoher See abzusichern. Die gefährlichen Stoffe wurden in Süditalienauf das US-Spezialschiff Cape Ray verladen, das danach ins Mittelmeer auslief. Die deutsche Fregatte Augsburg begleitet die Cape Ray und soll das Schiff und die Chemiewaffen während der Vernichtung vor möglichen Angriffen sichern – die Gefahr wird zwar als gering eingeschätzt, sollte es aber zu einem Zwischenfall kommen, könnten die Folgen verheerend sein.

Der Bundestag hatte diese Mission am 9. April gebilligt; dabei hatten – nach heftiger innerparteilicher Debatte – erstmals auch Abgeordnete der Linksfraktion dem Einsatz zugestimmt.

Die Augsburg hatte sich seit April im Mittelmeer für diese Aufgabe bereit gehalten. Weil sich der Abtransport der Chemiewaffen und Chemikalien aus Syrien auf den dänischen Frachter Ark Futura verzögert hatte, waren die letzten Container mit den gefährlichen Stoffen erst am 23. Juni aus dem Land abtransportiert worden. In den nächsten Tagen soll die Fregatte Schleswig-Holstein die Augsburg ablösen. Ein finnisches Boarding-Team, das derzeit an Bord der Augsburg stationiert ist, soll sich nach der Übergabe auf der neu eingesetzten Fregatte für mögliche Zwischenfälle bereithalten.

(Foto: Blick aus der Operationszentrale der Augsburg auf die Cape Ray – Bundeswehr/Christian Kruse)

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