„We are not nation building again, we are killing terrorists“

Die USA werden sich aus dem Krieg in Afghanistan nicht zurückziehen, sondern ihn härter als bisher weiter führen und dabei das Ziel verfolgen, das Land nicht wieder zu einer Ausgangsbasis für Terrorgruppen werden zu lassen. We are not nation building again, we are killing terrorists, sagte US-Präsident Donald Trump am Montagabend (Ortszeit) in einer Rede zu einer veränderten Afghanistan-Strategie. Trump kündigte zwar an, das US-Militär solle mehr als bisher freie Hand in seinem Vorgehen bekommen, außerdem werde es mehr Druck auf Pakistan geben und die Anforderung an die Regionalmacht Indien wie auch die NATO-Partner, mehr zu tun am Hindukusch. In Details blieb Trump allerdings vage: Er eröffnete den Weg für eine Aufstockung der US-Truppen in Afghanistan, lehnte es aber ab, konkrete Zahlen zu nennen. weiterlesen

Kommende Nacht: Trumps Kurs für den Krieg in Afghanistan

US-Präsident Donald Trump wird in der kommenden Nacht (03.00 Uhr deutscher Zeit am 22. August) eine (bislang) seltene Rede an die Nation halten, in der es auch um die künftige Strategie der USA in Afghanistan gehen soll. Die Rede selbst – hier im Livestream – wird uns am morgigen Dienstag vermutlich länger beschäftigen, im Hinblick darauf ein kurzer Überblick, was es bislang so an Informationen dazu gibt.

Die ersten Hinweise auf das weitere Vorgehen in Afghanistan, das Trump mit engen Beratern am vergangenen Wochenende im präsidialen Urlaubssitz Camp David (Foto oben) besprochen hatte, kamen von Verteidigungsminister James Mattis am Sonntag, wie AP berichtete:

U.S. Defense Secretary Jim Mattis said Sunday he is satisfied with how the administration formulated its new Afghanistan war strategy. But he refused to talk about the new policy until it was disclosed by President Donald Trump.
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Fregatte Mecklenburg-Vorpommern neues Schiff für ‚Operation Sophia‘ im Mittelmeer

Im Einsatz vor der Küste Libyens hat am (heutigen) Donnerstag die Fregatte Mecklenburg-Vorpommern den Tender Rhein als deutsche Beteiligung an der Operation Sophia vor der Küste Libyens abgelöst. Das neue Schiff und die neue Mannschaft treten ihren Dienst in zunehmen komplizierten Zeiten für die European Naval Forces Mediterranean (EUNAVFOR MED) an: Mit dem Ziel, den Zustrom von Migranten und Flüchtlingen von Libyen nach Europa einzuschränken, haben sowohl die italienische Regierung als auch die international anerkannte Regierung Libyens (die bei weitem keine Kontrolle über das Land hat) verschiedene Maßnahmen ergriffen – bis zur Drohung gegen Nichtregierungsorganisationen, die mit ihren Schiffen Menschen vor der libyschen Küste aus Seenot retten.

Die deutsche Ablösung teilte EUNAVFOR MED auf seiner Facebook-Seite mit:

After five months of deployment as OpSophia asset, today, 17 August, the German Auxiliary Replenishment Ship FGS Rhein has been replaced by FGS Mecklenburg-Vorpommern frigate.
At the same time, the Slovak boardingteam on board the FGS Mecklenburg-Vorpommern have replaced the Lithuanian one on board FGS Rhein. Thank You to the leavers, welcome on board to the newcomers!

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Airbus erklärt vorsorglich alle Tiger-Kampfhubschrauber für unsicher (Nachtrag)

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Nach dem Absturz eines Tiger-Kampfhubschraubers der Bundeswehr in Mali am 26. Juli  hat die Herstellerfirma Airbus Helicopters eine Sicherheitswarnung an alle Nutzernationen dieses Helikoptertyps herausgegeben, die am (heutigen) Donnerstag noch einmal ergänzt wurde. Darin werden vorsorglich alle Varianten des Hubschraubers, der von den Streitkräften Frankreichs, Spaniens und Australiens genutzt wird, für unsicher erklärt.

Das Unternehmen sei zwar nicht an der Untersuchung des Unglücks beteiligt und habe keine Informationen, die über die bekanntgewordenen ersten Untersuchungsergebnisse der Bundeswehr hinausgingen, erklärte Airbus Helicopters in der Tiger Safety Warning TSW_AHT_2017_002, die Augen geradeaus! vorliegt. Dennoch:

Despite the missing information and considering a sudden failure, Airbus Helicopters declares an UNSAFE condition for all Tiger versions. AH can neither identify the part, the failure of which would lead to the accident, nor the origin of the failure (design, manufacturing, maintenance). Consequently, AH is not in the position to propose a protective measure.

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USA suchen neue Afghanistan-Strategie: Vom McCain-Ansatz bis Blackwater

Seit geraumer Zeit ringen die USA um eine neue Strategie für ihren Einsatz in Afghanistan. Dass es bislang keine gibt, scheint nur zum Teil mit dem Verhalten von US-Präsident Donald Trump zu tun zu haben – aus der Sicht des fernen Europa ist auch so verwirrend genug, wie die Debatte läuft. Am (heutigen) Donnerstag legte der republikanische Senator John McCain, Vorsitzender des Streitkräfteausschusses im Senat, einen eigenen Strategievorschlag vor, der als Anhang an das Haushaltsgesetz für die Streitkräfte beschlossen werden soll. Der Chef der berüchtigten Sicherheitsfirma Blackwater lobbyiert für eine Privatisierung des Konflikts am Hindukusch. Und die Streitkräfte haben auf ihre Forderungen nach mehr Soldaten für den Einsatz bislang keine Antwort bekommen.

Das ist alles recht unübersichtlich; auffällig ist allerdings aus europäischer (und deutscher) Sicht eines: In allen Vorschlägen und Überlegungen tauchen die Begriffe Verbündete oder NATO noch nicht einmal auf. Und das, obwohl die NATO unverändert – mit einem US-General an der Spitze – die Federführung in der Resolute Support Mission in Afghanistan hat. Die Vermutung liegt nahe, dass die Allianz und die Alliierten da kaum eine maßgebliche Rolle spielen. weiterlesen

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