Kategorie: Einsatz in aller Welt

„Gezielte Tötungen“ – die Diskussion geht weiter

Eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Christian Ströbele dürfte die Diskussion über gezielte Tötungen von Aufständischen in Afghanistan wieder anheizen. Denn in dieser Antwort, so ist heute zum Beispiel in einem Bericht der taz zu lesen, soll bei Einsätzen deutscher Spezialkräfte – der so genannten Task Force 47 – gezielt bombardiert worden sein. Ich hab’s heute nicht geschafft, diese Antwort zu bekommen – die muss man sich sehr genau anschauen und gucken, wie das mit der offiziellen

Weiterlesen

Ups, da fehlt ein Bataillon

Anfang des Jahres schafften es die Deutschen, ihre Verbündeten ein wenig zu verblüffen. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg und Bundeswehr-Generalinspekteur Volker Wieker kündigten eine Neuorientierung des militärischen Teils der deutschen Afghanistan-Strategie an. Ein Kernelement dabei: die so genannten Ausbildungs- und Schutzbataillone (ASB), die gemeinsam mit der afghanischen Armee im Partnering den Dreiklang von Ausbildung, Gebiete der Aufständischen nehmen und anschließend die Sicherung dieser Gebiete durch die Afghanen verwirklichen sollen. Im Gedächtnis geblieben ist der Ausspruch des Ministers, dieses Partnering bedeute nun

Weiterlesen

RC N Watch: Toter bei Protesten gegen Koran-Verbrennung

Die angekündigte, umstrittene (und möglicherweise gar nicht stattfindende) demonstrative Verbrennung des Korans hat auch in Afghanistan zu heftigen Protesten geführt, bei denen vor dem deutschen Camp in Faisabad ein Mensch ums Leben gekommen sein soll. Die Details sind noch relativ unklar, nach deutschen Angaben war die Bundeswehr offensichtlich nicht an den Auseinandersetzungen beteiligt. Allerdings berichtet der britische Guardian unter Berufung auf offizielle Quellen, dass NATO-Truppen das Feuer eröffnet hätten. Als Wachsoldaten rund um das Provincial Reconstruction Team Faisabad sind Soldaten

Weiterlesen

Das Peter-Struck-Buch (1): Deutschland wird auch am Hindukusch verteidigt

Peter Struck war lange Jahre Vorsitzender der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag – und von 2002 bis 2005 Verteidigungsminister. Am (heutigen) Freitag stellt er seine politische Biographie, das Buch So läuft das vor – in dem seine Zeit an der Spitze des Wehr-Ressorts eine wichtige Rolle spielt. Mit freundlicher Erlaubnis des Propyläen-Verlags (einer der Ullstein-Buchverlage)  veröffentlicht Augen geradeaus! Auszüge aus dem Buch: Deutschland wird auch am Hindukusch verteidigt Die Antwort auf Helmut Schmidts Frage, was deutsche Soldaten in dem 7000 Kilometer

Weiterlesen

RC N Watch: Al-Qaida gegen versöhnungsbereite Taliban in Kundus

Durch eine Analyse der Kollegen vom Long War Journal (Report: Al Qaeda disarms select Taliban commanders) bin ich auf diesen Bericht von Central Asia Online gestoßen. Der Kern: In der Provinz Kundus werden die Führer der Aufständischen, die zu Versöhnungs/Friedensgesprächen mit der afghanischen Regierung bereit wären, von ausländischen Kämpfern bzw. Al-Qaida-Führern auch mit Gewalt daran gehindert. Wenn das so zutrifft, relativiert das Bemühungen um eine Gesprächslösung mit den Aufständischen (wie man die auch sonst bewerten mag).

Weiterlesen

RC N Watch: Distriktgouverneur getötet

Die Hauptverbindungsstraße aus Afghanistans Norden Richtung Kabul in der Provinz Baghlan bleibt ein Hotspot der Auseinandersetzung zwischen Aufständischen einerseits und afghanischen Regierungsvertretern, afghanischen Sicherheitskräften wie internationalen Truppen andererseits: In der Nacht zum Montag wurde dort der Distriktchef des Distrikts Nahrin ermordet. Die Meldungen von Gefechten rund um Kundus gehören mittlerweile fast zur täglichen Routine, wie am gestrigen Montag: Ausbildungs- und Schutzbataillon im Feuergefecht. Übrigens, seit gestern stellt das Regionalkommando Nord eigene Videoberichte auf YouTube ein – wie dieses Video vom

Weiterlesen

Deutschland hat seine Unschuld verloren…

… und daraus noch nicht die Konsequenzen gezogen, ist der Tenor meines Kommentars zum Jahrestag des Luftangriffs vom 4. September, den ich als Gastbeitrag für theeuropean.de geschrieben habe: Lizenz zum Abwarten. Ein paar weitere Kommentare/Einschätzungen zu diesem Jahrestag, die mir aufgefallen sind (ohne auch nur den mindesten Anspruch auf nur ansatzweise Vollständigkeit): Die taz fragt, wie sich Deutschland seit dem Luftschlag verändert hat: Nie wieder Afghanistan Das ZDF sieht die Angehörigen der Opfer von Deutschland enttäuscht: Es war eine Katastrophe

Weiterlesen

Die unerzählten Geschichten aus Baghlan

Als Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg am vergangenen Wochenende am Observation Point North, afghanische Provinz Bahglan, Nordrand des Distrikts Baghlan-e-Jadid, landete, bekamen meine mitgereisten Kollegen deutliche Worte zu hören. Über den harten Einsatz der Bundeswehr in dieser Region, an der Gabelung der beiden wichtigen Verbindungsstraßen Highway 1 und Highway 7, werde in den deutschen Medien ja gar nicht berichtet, klagte Oberstleutnant Jared Sembritzki, Kommandeur der Quick Reaction Force (und sonst des Gebirgsjägerbataillons 231 in Bad Reichenhall). Der Mann hat Recht. Allerdings

Weiterlesen