Der Feind meines Feindes ist … – Lagebeobachtung Türkei

Ob die Entwicklung in der Türkei auch dem Wiegold-Effekt zuzurechnen ist, vermag ich nicht zu sagen. Dennoch scheint mir, dass der Kampf gegen Daesh/ISIS damit eine neue Qualität bekommen hat. Deshalb eröffne ich hier mal einen Sammler zu diesem Thema. Was ich mir wünsche: Sorgen wir dafür, dass auch hier etwas Qualität entsteht. Sprich: Lassen Sie uns Fakten und qualifizierte Stellungnahmen sammeln und gerne auch bewerten. Sobald es in einen Stellvertreterkrieg zwischen türkischen und kurdischen Positionen ausartet, beende ich das Experiment im Sinne des urlaubenden Hausherren. Da die Kommentare ohnehin auf moderiert sind und ich den Vormittag über abwesend, sollten Ton und Tempo sich fast wie von selbst mäßigen – hoffe ich. In diesem Sinne, vielen Dank vorab an die Mitlesenden und -diskutierenden. Der OvWa.

Spontanurlaub.

Juli_Brandenburg

Gestern Abend hab‘ ich’s im Bällebad schon kurz angekündigt: Ich mach‘ spontan mal Urlaub. Ne gute Woche oder so. Richtig was los ist nicht, auch viele Leserinnen und Leser sind in Urlaub… Ich bin dann auch mal weg (so ganz im Stil des amerikanischen gone fishing).

Schöne Sommertage!

(Aus rechtlichen Gründen muss ich alle Kommentare auf moderiert schalten; der OvWa macht gelegentlichen Stubendurchgang und schaltet sie dann frei. Oder auch nicht, wenn gepöbelt wird.)

Wieder mal nötig: Ein Wort zur Kommentarkultur

Leute. Es betrifft mehrere Threads, deshalb hier mal ganz allgemein: Es ist kein besonders guter Stil, über andere Kommentatoren herzuziehen, Stichwort der hat doch keine Ahnung. Egal ob man den direkt anspricht oder nicht.

Und auch scheinbar sachdienliche Hinweise wie das hat hier nichts verloren behalte ich mir schon gerne selber vor (und benutze dann eine andere Wortwahl).

Mal ganz abgesehen davon, das bei manchen Themen Debatten geführt werden, die schon vor Jahren hier geführt wurden – und nicht wirklich neuen Erkenntnisgewinn bringen, siehe Piraterie (wer mag, kann’s nachlesen: Das ist keine militärische, sondern eine Polizeiaufgabe).

Das würde ich an einem lauen Sommerabend gerne mal mäßigend hier einwerfen.

Kriegsschiffe die beste Abschreckung gegen Piraten

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Auch wenn es zunächst wie eine Selbstverständlichkeit klingt, ist die Aussage dennoch ein bisschen überraschend: Piraten vor der Küste Somalias werden vor allem von der Präsenz der Kriegsschiffe aus verschiedenen Ländern abgeschreckt – und weniger von bewaffneten Sicherheitsteams an Bord von Frachtschiffen. Zu diesem Ergebnis kam eine gemeinsame Umfrage des UN-Büros für Drogen und organisierte Kriminalität (UNDOC) und der Organisation Oceans Beyond Piracy unter inhaftierten Piraten in Somalia. Bislang war in der Debatte über den deutlichen Rückgang der Piraterie vor dem ostafrikanischen Land meist auf das zunehmende Engagement der Armed Security verwiesen worden. Kaum noch ein Tanker oder Frachter verzichtete darauf, und so weit bekannt, wurde auch noch kein einziges Handelsschiff mit Bewaffneten an Bord von Piraten gekapert.

Die Piraten selbst sehen das ein bisschen anders. Aus der Mitteilung zur Umfrage (auf die mich ein südafrikanisches Verteidigungs-Portal aufmerksam gemacht hat):

International  naval  presence  was  frequently  reported  as a  concern  or  a  significant  contribution  to  deterring  pirates.  The  same  was true  for armed  guards  aboard  vessels,  although  to  a  lesser  degree  than  international  navies.    This  suggests  that  a  significant drawdown  in  naval forces  may  reduce  a  deterrent  factor  potentially  contributing  to  the  reduction  in  piracy.

Vor dem Hintergrund muss wohl auch der faktische Abbau vor allem der EU-Militärpräsenz in der Region bewertet werden. weiterlesen

Bundeswehr mietet zivile Flugzeuge für die Fallschirmspringer-Ausbildung

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Nach der Anmietung eines zivilen Hubschraubers für die Piloten-Ausbildung in der Marine bereitet die Bundeswehr den Einsatz von weiterem zivilen Fluggerät für die Truppenausbildung vor. Künftig sollen mehrere polnische M-28 Skytruck (Foto oben), eine Weiterentwicklung der russischen sowjetischen Antonov AN-28, für die Ausbildung von Fallschirmspringern eingesetzt werden. Die Kosten für die Anmietung dieser Flugzeuge sollen deutlich unter denen von Militärflugzeugen wie der Transall liegen – außerdem erwartet die Bundeswehr eine bessere Verfügbarkeit der Maschinen. weiterlesen

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