Erster deutscher Airbus A400M an die Luftwaffe übergeben

A400M_Luftwaffe_erstflug

Die Airbus-Tochterfirma Airbus Defence&Space hat am (heutigen) Donnerstag den ersten neuen Transportflieger A400M der Bundeswehr an die Luftwaffe übergeben. Am Fertigungsort Sevilla in Spanien, ein paar Jahre später als geplant.

Die offizielle Mitteilung dazu kommt nicht von der Bundeswehr oder dem Verteidigungsministerium, sondern von Airbus:

Airbus Defence and Space hat formell den ersten Airbus A400M-Militärtransporter an die deutsche Luftwaffe übergeben. Mit dieser von der Bundesrepublik Deutschland bestellten Maschine hat das Unternehmen insgesamt neun A400M ausgeliefert und das Flugzeug ist bereits in vier Nationen im Einsatz. Die Bundeswehr übernahm das Flugzeug am A400M-Herstellungsort im spanischen Sevilla am 18. Dezember. „Mit der A400M erhält die deutsche Luftwaffe das modernste und vielseitigste Transportflugzeug, das es gibt“, sagte Bernhard Gerwert, Chief Executive Officer von Airbus Defence and Space. „Mit den einzigartigen strategischen und taktischen Fähigkeiten wird sie das Leistungsspektrum des deutschen Lufttransports in den kommenden Jahren erweitern sowie die Zuverlässigkeit verbessern.“

Ich bemühe mich um Klarheit, wann die Maschine an ihren neuen Heimat-Standort beim Lufttransportgeschwader 62 in Wunstorf einschwebt – heute wird das vermutlich nichts mehr?

(Foto: Die erste deutsche A400M bei ihrem Erstflug am 14. Oktober - Airbus Pressefototo)

Ausrüstungshilfe für die Kurden – der erste Dingo schon angesprengt?

Dingo_Kurden_Rudaw

Zusammen mit Sturmgewehren, Panzerfäusten und Milan-Lenkraketen hat die Bundeswehr auch fünf geschützte Dingo-Transporter an die kurdischen Peshmerga für ihren Kampf gegen die islamistischen ISIS-Milizen geliefert. Nun sieht es so aus, als habe einer dieser Dingos die erste Bewährungsprobe bestanden – als ein Pehsmerga-Konvoi auf ein IED (Improvised Explosive Device) fuhr.

Das legt jedenfalls ein Video des kurdischen Nachrichtenportals Rudaw nahe. Die Bildqualität ist leider nicht so gut, dass für mich alle Zweifel beseitigt wären (außerdem liegt leider das Wasserzeichen des Urhebers drüber). Vielleicht kennt ja jemand eine bessere Quelle dafür, oder kann auf diesem Video genaueres erkennen: weiterlesen

Erinnerungsspiel an den “Weihnachtsfrieden” 1914: UK-Deutschland 1:0

Game of Truce between British Army & Bundeswehr

Ob das legendäre Fußballspiel zwischen deutschen und britischen Soldaten im Jahr 1914 während des Weihnachtsfriedens an der Westfront des 1. Weltkrieges, tatsächlich stattgefunden hat – historisch belegt ist das nicht. Dennoch wird die Erinnerung an diese Versöhnung zwischen den Schützengräben hoch gehalten. Zum Beispiel bei einem Fußballspiel deutscher und britischer Soldaten am (gestrigen) Mittwochabend in Aldershot. Die Briten gewannen übrigens 1:0.

Den (Spiel)Bericht des britischen Guardian gibt es hier: Christmas truce: a mythical football match revisited 100 years later weiterlesen

Kabinett bringt Ausbildungsmission im Nord-Irak auf den Weg

Das Bundeskabinett hat am (heutigen) Mittwoch wie geplant die Ausbildungsmission der Bundeswehr im Nordirak auf den Weg gebracht. Die Minister verabschiedeten das Mandat für bis zu 100 Soldatinnen und Soldaten, die in Erbil im Nord-Irak kurdische Kämpfer für das Zurückdrängen der islamistischen ISIS-Terrormilizen ausbilden sollen. Hier geht es nicht um einen Kapmfauftrag, hier geht es um Ausbildungsleistungen, sagte Außenminister Frank-Walter Steinmeier nach der Kabinettsentscheidung.

Der Beschluss geht jetzt an den Bundestag und wird voraussichtlich Ende Januar verabschiedet.

Zum Mandat (und seiner interessanten rechtlichen Grundlage) hatte ich hier schon einiges geschrieben, außerdem hier zur Einschätzung Steinmeiers.

Zur Ergänzung:

Mitteilung der Bundesregierung

Mitteilung des Verteidigungsministeriums

O-Ton (Audio) von Steinmeier und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen

 

 

 

(Foto:  Beginn der theoretischen Einweisung in die von Deutschland an die Peschmerga gelieferten Waffen in einer Ausbildungsstätte nahe Erbil, Nordirak am 01.10.2014 – Bundeswehr/Sebastian Wilke)

 

 

Probleme beim Antrieb: Bundeswehr legt alle Minenjagdboote an die Kette

Die Bundeswehr hat alle ihre 15 Minenjagdboote bis auf Weiteres aus dem Verkehr gezogen, nachdem auf drei Booten Risse in der Kupplung zwischen Motoren und Getriebe festgestellt worden waren. Die Mitteilung der Deutschen Marine vom heutigen Mittwoch dazu:

Bei einer geplanten Werftliegezeit zur Wartung des Minenjagdbootes “Rottweil” stellten Experten der Tamsen-Werft am Montag Risse in beiden Kupplungen zwischen den Antriebsmotoren und den Getrieben fest. Im Zuge weiterer Kontrolluntersuchungen auf zwei weiteren Minenjagdbooten ergaben sich die gleichen Schadensbilder. weiterlesen

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