Jordanische Basis Al-Azraq: Fünffach überlastet – USA planen Ausbau

Während der Bundestag eine Verlängerung der Beteiligung der deutschen Luftwaffe an der internationalen Anti-ISIS-Koalition auf den Weg bringt, kommen aus den USA alarmierende Meldungen über den Zustand der jordanischen Airbase, auf der auch die deutschen Flugzeuge stationiert sind: Die Überfüllung der Muwaffaq Salti Air Base, in Deutschland meist als Al-Azraq bezeichnet, sei inzwischen eine Gefahr für Leben und Gesundheit, berichtet die US-Soldatenzeitung Stars&Stripes. Die USA wollten deshalb 143 Millionen US-Dollar in den Aufbau dieser Einrichtung investieren.

Aus dem Bericht:

The Pentagon wants to pump $143 million into upgrades at a strategic air base in Jordan, more than any other overseas Air Force operational site, as the military moves to expand drone and fighter flights in the region. (…)
Muwaffaq Salti Air Base, positioned near Jordan’s border with Syria and Iraq, has played a key role for the U.S. in its battle against the Islamic State group. But the base, according to the Air Force, has been overwhelmed by the pace of operations.  (…) weiterlesen

Bundestag bringt kurzzeitige Mandatsverlängerung für Auslandseinsätze auf den Weg

Der Bundestag hat am (heutigen) Dienstag, trotz aller Turbulenzen rund um die gescheiterten Koalitionssondierungen planmäßig, in erster Lesung eine kurzzeitige Verlängerung von Mandaten für Auslandseinsätze der Bundeswehr beraten. Die Mandate für die Mission Resolute Support in Afghanistan, für den Einsatz in der Anti-ISIS-Koalition, für die Beteiligung an der NATO-Seeraumüberwachungsmission Sea Guardian im Mittelmeer sowie an den UN-Missionen in der sudanesischen Provinz Darfur und im Südsudan wurden  zur weiteren Beratung überwiesen – allerdings nicht an einen Verteidigungsausschuss, den es im neuen Bundestag noch nicht gibt, sondern an den so genannten Hauptausschuss. Die Abstimmung darüber soll im Dezember stattfinden.

Die im Oktober vom Kabinett beschlossenen Verlängerungen, jeweils ohne inhaltliche Veränderung, sollen nur für drei Monate gelten; dabei geht es um die Auslandseinsätze, für die das Mandat zum Jahresende oder zu Ende Januar 2018 ausläuft. weiterlesen

Dokumentation: Bundeswehr-Traditionserlasse 1965 und 1982

Wie gut, dass es Kollegen mit einem sortierten Archiv gibt…  Zur aktuellen Debatte über den Entwurf für die Neufassung des Traditionserlasses der Bundeswehr hier dokumentiert:

• Der Traditionserlass von 1982

Traditionserlass_Bw_1982

• Der Traditionserlass von 1965

Traditionserlass_Bw_1965

(Auch hier bitte nicht die Debatte dazu, sondern unter dem Haupteintrag)

Dokumentation: Entwurf des neuen Traditionserlasses der Bundeswehr

Der Entwurf des neuen Traditionserlasses für die Bundeswehr ist am (heutigen) Montag versandt worden, und der Kollege Matthias Gebauer von Spiegel Online war schneller als ich, eine Fassung davon zu ergattern. Er wolte das zunächst in einem Kommentar hier einstellen, aber der lange Text hätte ein wenig den Rahmen – und auch das Layout – gesprengt, deshalb mit Dank an den Kollegen hier zur Dokumentation. (Die Debatte dazu aber bitte weiter im anderen Thread):

Der Wortlaut:

ENTWURF
Die Tradition der Bundeswehr
Richtlinien zum Traditionsverständnis und zur Traditionspflege
Stand: 16. November 2017

1. GRUNDSÄTZE
1.1 Tradition ist der Kern der Erinnerungskultur der Bundeswehr (einschließlich des Bundesministeriums der Verteidigung). Traditionspflege ermöglicht das Bewahren und Weitergeben von Werten und Vorbildern, die sinnstiftend sind. Sie verbindet die Generationen und gibt Orientierung für das Führen und Handeln als geistige Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft. Sie fördert den kameradschaftlichen Zusammenhalt und das Innere Gefüge der Bundeswehr. weiterlesen

Neuer Traditionserlass: „Handwerkliches Können im Gefecht“ alleine reicht nicht

Das Verteidigungsministerium hat den Entwurf des neuen Traditionserlasses für die Bundeswehr fertiggestellt. Zu Beginn dieser Woche wurde er an die so genannten Beteiligungsgremien verschickt, die bei der Endfassung ein Wort mitzureden haben, aber bislang noch nicht veröffentlicht. Allerdings sind wesentliche Grundzüge des neuen Erlasses bekannt geworden – mehr dazu weiter unten.

Mit dem neuen Erlass, fertiggestellt nach einer Reihe von Workshops, folgt das Ministerium der von Ressortchefin Ursula von der Leyen im Sommer vorgegebenen Roadmap – auch wenn der Erlass (absehbar) nicht wie geplant in der vergangenen Legislaturperiode neu gefasst werden konnte. weiterlesen

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