Die nächsten Tage: re:publica.

Die nächsten Tage wird es hier, wie jedes Jahr um diese Zeit, etwas ruhiger mit den Blogeinträgen. Weil ich, auch das wie jedes Jahr um diese Zeit, zu dieser Internetkonferenz gehe. Diesmal ist die re:publica für mich allerdings nicht nur eine Art Bildungsurlaub; ich werde auch aktiv, unter anderem zusammen mit dem BendlerBlogger.

Falls der eine oder die andere Augen geradeaus!-Leser(in) auch dort sein sollte: Man sieht sich, gerne auch geballt…

(Deswegen werde ich, und ich bitte um Verständnis, auch nicht am Mittwoch vor dem Verteidigungsausschuss rumlungern. Nein, noch nicht mal, wenn’s um’s G36 geht.)

Exercise Watch: ‘Siil’, Estlands größtes Manöver (Nachtrag zu ‘Dynamic Mongoose’)

Estonia_troops_mar2015

In Estland beginnt in diesen Tagen die Übung Siil (zu deutsch Igel, englisch Hedegehog), für die das kleine baltische Land so viele Soldaten wie noch nie mobilisiert hat. Unter den 13.000 Teilnehmern sind rund 7.000 estnische Reservisten – angesichts von 3.500 Wehrpflichtigen, die jedes Jahr ausgebildet werden, und einer Gesamtstärke von 60.000 Reservisten eine enorme Zahl.

Mehr Details dazu auf der Seite des estnischen International Centre for Defence and Security:

The Siil (Hedgehog) exercise will take place from 4 to 15 May in different parts of the country. The objective: the staging of the 1st Infantry Brigade for the first time in full (personnel, equipment, supplies), this being the main manoeuver unit and strike force of the Estonian Defence Forces. A total of 13,000 are expected to participate, including reservists, conscripts, active-duty personnel, officials, Defence League members and allied troops. (…) weiterlesen

Deutsche Seenotrettung im Mittelmeer: Da gibt’s noch ‘einigen Abstimmungsbedarf’

RAS- Manöver HESSEN - HAMBURG - BERLIN

Der Einsatzgruppenversorger Berlin und die Fregatte Hessen der Deutschen Marine liegen zwar inzwischen im Hafen Souda auf Kreta und bereiten sich auf die Rettung von schiffbrüchigen Flüchtlingen im Mittelmeer vor, die Bundeskanzlerin Angela Merkel beim EU-Gipfel am 23. April zugesagt hat. Allerdings sind die konkreten Rahmenbedingungen des Einsatzes nach wie vor unklar – da gibt es noch einigen Abstimmungsbedarf, wie das Verteidigungsministerium erklärte.

Während die beiden Schiffe zusätzliches Material – unter anderem zehn Rettungsinseln, 450 Rettungswesten und 1.000 Decken – und Personal – unter anderem acht zusätzliche Ärzte – an Bord nehmen, dauert das mit den politischen Absprachen und der Klärung der rechtlichen Rahmenbedingungen (im Klartext: Wo dürfen gerettete Flüchtlinge denn an Land gebracht werden?) noch ein bisschen.

Dazu in der Bundespressekonferenz am (heutigen) Montag neben Oberstleutnant Uwe Roth fürs Verteidigungsministerium der Außenamtssprecher Sebastian Schäfer und fürs Innenministerium Tobias Plate zum Nachhören:

 

BPK_Seenotrettung_04mai2015.mp3     

 

 

Nachtrag: dazu (also nicht zum politischen Drumrum, aber zu den Schiffen) gibt’s auch was auf der Webseite der Marine: Beide Schiffe zusammen sollen bis zu 350 Personen behelfsmäßig aufnehmen können. weiterlesen

Exercise Watch: Russisches Raketenschießen in der Ostsee

Da ich unterwegs bin (mit begrenztem Internet), erst mal nur der Hinweis, auf den mich ein Leser aufmerksam gemacht hat: In der Ostsee, vor der russischen Exklave Kaliningrad (Königsberg), gab’s in den vergangenen offensichtlich ein russisches Raketenschießen. Sehr demonstrativ unter den Augen der NATO, die unter anderem in Gestalt des deutschen Flottendienstbootes Alster präsent war.

Das russische Video dazu:


(Direktlink: https://youtu.be/410jT98q9vY)

G36: Die nächste Test-Runde?

Bei der Suche nach einem möglichen Nachfolger für das G36, für die Entscheidung, ob Nachrüstung oder Wechsel auf eine andere Waffe, scheint es jetzt auf eine neue Techniker-Testrunde hinauszulaufen. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen in einem Interview der Bild am Sonntag (Link aus bekannten Gründen nicht):

Die Fachleute werden in den kommenden Wochen intensiv prüfen, ob die Konstruktion des G36 verbessert werden kann oder ob es ein ganz neues Standardgewehr für die Bundeswehr geben muss. Ich erwarte, dass wir spätestens bis zum Herbst belastbare Ergebnisse bekommen. Aber genau wissen wir es erst, wenn die Techniker ihre Tests abgeschlossen haben.

Vielleicht bin ich einfach bisschen unaufmerksam gewesen die vergangenen Tage. Aber nach meiner Erinnerung beruhten die bisherigen Erkenntnisse auf Tests, die die Techniker abgeschlossen hatten. Nun gibt es zwei Kommissionen, die prüfen sollen, ob deutsche Soldaten durch Präzisionsprobleme beim G36 gefährdet wurden und was Ministerium, Ämter und Bundeswehr bei der Beschaffung vielleicht falsch gemacht haben.

Aber neue Tests der Techniker? Eine Beschaffungsprüfung für ein neues Standard-Gewehr dürfte kaum spätestens bis zum Herbst abgeschlossen sein. Oder denke ich falsch?

(Foto: Tag der Infanterie an der Infanterieschule Hammelburg im Juli 2014 – Bundeswehr/Vennemann – wie andere Medien habe ich jetzt auch langsam Probleme, neue Bildmotive mit G36 zu finden, und muss mal bereits verwendete Fotos recyceln…)

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