Enhanced Forward Presence: Panzer auf dem Weg nach Litauen

Fürs Archiv: Jetzt ist auch das schwere Gerät der deutschen Soldaten in der neuen NATO-Battlegroup in Litauen auf dem Weg. Am (heutigen) Dienstag wurden in Grafenwöhr 20 Schützenpanzer Marder (Foto oben) und sechs Leopard-Kampfpanzer verladen, dazu weitere Fahrzeuge.

Die Bundeswehr stellt, derzeit mit Soldaten des Panzergrenadierbataillons 122 aus Oberviechtach, den Kern des verstärkten Bataillons in Rukla in Litauen, das als Teil der enhanced Forward Presence, der verstärkten vorgeschobenen Präsenz der NATO in den baltischen Staaten und in Polen den Rückhalt der Allianz gegenüber Russland demonstrieren soll. Der Battlegroup in Litauen sollen bis zu 450 Bundeswehrsoldaten angehören, die durch Truppenteile aus den Niederlanden, Belgien und Luxemburg sowie Norwegen verstärkt werden. Die Einsatzfähigkeit soll im Mai erreicht werden.

(Foto: Bundeswehr/Robert Wandelt)

Kräftiger Schluck aus der Pulle: Bundeswehr plant fast 200.000 Soldaten für 2024

Die Bundeswehr soll in den nächsten sieben Jahren von derzeit rund 178.000 Soldatinnen und Soldaten auf fast 200.000 Soldaten wachsen. Der so genannte Zielumfang der deutschen Streitkräfte soll sich bis zum Jahr 2024 auf insgesamt 198.000 Soldaten und rund 61.400 zivile Stellen erhöhen; dafür soll es über die Planung des vergangenen Jahres hinaus zusätzlich 5.000 militärische Dienstposten, 500 weitere Reservistenstellen und 1.000 Haushaltsstellen für Zivilbeschäftigte geben. Eine entsprechende Planung legte das Personalboard, eine interne Kommission des Verteidigungsministeriums, am (heutigen) Dienstag vor.

Im Mai vergangenen Jahres hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen die Trendwende Personal ausgerufen und eine Vergrößerung der Bundeswehr um zunächst rechnerisch 7.000 Planstellen Soldatinen und Soldaten angekündigt. weiterlesen

Schäuble zu höherem Verteidigungsetat: „Den Spielraum dazu haben wir“

Fürs Archiv: Den finanziellen Spielraum für eine Erhöhung des Verteidigungsetats, so sagt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, gibt der Bundeshaushalt durchaus her. Und gleichzeitig lässt er durchblicken, dass ein Streit darüber durchaus Wahlkampfthema werden könnte.

Damit wir’s später noch nachlesen können, hier die Aussagen dazu von Schäuble am (gestrigen) Sonntagabend in der ARD-Sendung Bericht aus Berlin:
Frage: In den letzten Tagen hat die Münchener Sicherheitskonferenz die Nachrichtenlage bestimmt. Eine bessere Lastenverteilung innerhalb der NATO haben schon alle US-Präsidenten gefordert. Braucht es einen… Typen wie Trump, der das am Ende durchsetzt? Haben da doch Chuzpe und auch ein Stück Erpressung eine Rolle gespielt?
Antwort: Die Staats- und Regierungschefs der NATO haben sich 2014 auf dem NATO-Gipfel in Wales dazu verpflichtet, in 10 Jahren, also bis 2024, die nationalen Beiträge auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts anzuheben. Wir haben deswegen auch begonnen, im Bundeshaushalt die Verteidigungsausgaben, auch den Anteil des Verhältnisses zum Bruttoinlandsprodukt anzuheben. Bis 2024 – das hat die Verteidigungsministerin in Absprache mit der Kanzlerin und mit dem Finanzminister gerade in München… festgestellt – werden wir das machen. weiterlesen

Vier Jahre EU-Ausbildungsmission in Mali (m. Nachtrag)

An diesem Wochenende ist es schon vier Jahre her, dass die Europäische Union ihre Ausbildungsmission im westafrikanischen Mali begonnen hat. Nach der französischen Militärinvention 2013, die die Kontrolle islamistischer Milizen über den abgelegenen und wüstenreichen Norden des Landes beenden sollte, hatte die EU die Unterstützung der malischen Armee gestartet (die UN-Mission, die eine deutlich robustere Stabilisierungsmission mit Kampfeinsatz ist, gab es erst deutlich später).

Eine vorläufige Bilanz dieser vier Jahre gibt es bei der EUTM Mali:

On 18th of February 2013, at the request of the Malian authorities and on the basis of UN Security Council Resolution 2085, the EU Member States started a training mission for the benefit of Malian Armed Forces (MaAF): EUTM Mali (European Union Training Mission in Mali).
Some figures to illustrate the work accomplished by EUTM Mali during these four years of existence:
9340 trained Malian soldiers. weiterlesen

Eurofighter im Alpha-Scramble: So sieht das von oben aus

Weil man’s ja nicht so oft zu sehen bekommt: So sieht das von oben (!) aus, wenn zwei Eurofighter der Luftwaffe ein verdächtiges Linienflugzeug begleiten. In diesem Fall nördlich von Köln eine Boeing 777 der indischen Fluggesellschaft Jet Airways, deren Piloten den Funkktontakt zur Flugsicherung verloren hatten – vermutlich durch einen Zahlendreher bei der Frequenzangabe, wie der Fachinformationsdienst Aviation Herald berichtete. weiterlesen

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