Afghanistan: 35.000 Sicherheitskräfte weniger als vor einem Jahr

Neben den fast täglichen Horrormeldungen aus Afghanistan (wie dem Anschlag am gestrigen Montag, der offensichtlich gezielt Journalisten galt), empfiehlt sich auch ein Blick auf die längerfristigen Trends am Hindukusch. Und der sieht gerade beim Thema Sicherheit nicht gut aus: Allein die Gesamtzahl der afghanischen Sicherheitskräfte in Armee, Polizei und anderen Bereichen (Afghan National Defense and Security Forces, ANDSF) hat innerhalb eines Jahres um mehr als 35.000 abgenommen. Das ist deshalb besonders bedeutsam, weil ja der ständig wiederholte Grund für den[…]

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Aufbau der afghanischen Streitkräfte: Was so schief lief (und läuft)

Vor einigen Tagen haben die afghanischen Streitkräfte ihre ersten US-Hubschrauber vom Typ Blackhawk erhalten. Fast 160 dieser Helikopter soll die Afghan Air Force in den kommenden Jahren bekommen – damit die Streitkräfte des Landes am Hindukusch langfristig selber in die Lage versetzt werden können, gegen Aufständische vorzugehen. Die gebrauchten, aber runderneuerten US-Hubschrauber sollen die Mi-17 aus russischer Produktion ersetzen, die nicht mehr ausreichend gewartet werden können – oder sollen? Denn der Wechsel von robuster russischer zu amerikanischer Technik ist auch[…]

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Geld ausgeben in Afghanistan: Neues Verteidigungsministerium nicht erdbebensicher

Die USA haben der afghanischen Regierung ein neues, schickes Verteidigungsministerium spendiert. Das sollte ursprünglich 48,7 Millionen US-Dollar kosten und innerhalb von 18 Monaten fertig sein. Am Ende dauerte es fünf Jahre länger und kostete 154,7 Millionen US-Dollar, also gut das dreifache. Und dann noch der Knaller: In Kabul, einer immer wieder von Erdbeben geplagten Stadt, ist das neue fünfstöckige Gebäude noch nicht mal erdbebensicher. Herausgefunden hat das der Special Inspector General for Afghanistan Reconstruction (SIGAR), eine Art Spezial-Rechnungshof der USA[…]

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Afghanistan: Teurer als der Marshallplan

Eine ernüchternde Statistik: Inflationsbereinigt haben die USA in den vergangenen zwölf Jahren mehr für den Aufbau Afghanistans ausgegeben als für den Marshallplan nach dem Zweiten Weltkrieg, mit dem das zerstörte Europa wieder aufgebaut wurde. Aus dem aktuellen Vierteljahresbericht des Special Inspector General for Afghanistan Reconstruction (SIGAR): Adjusted for inflation, U.S. appropriations for the reconstruction of Afghanistan exceed the funds committed to the Marshall Plan, the U.S. aid program that delivered billions of dollars between 1948 and 1952 to help 16[…]

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Neubau in Afghanistan: Fertig zum Abzug der Truppen

Der Abzug der meisten, wenn nicht gar aller ausländischen Truppen aus Afghanistan bis Ende kommenden Jahres ist absehbar. Und da ist es natürlich ärgerlich, wenn ein Millionen teures neues Gebäude genau dann fertig wird, wenn es keiner mehr braucht. Obwohl die örtlichen Kommandeure schon lange davor gewarnt haben. Nein, die Rede ist nicht von der Erweiterung des deutschen Rettungszentrums in Kundus. Es geht auch teurer, wie der US-Sonderbeauftragte für den Aufbau in Afghanistan (Special Inspector General for Afghanistan Reconstruction, SIGAR)[…]

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RC N Watch: Die nutzlosen Polizeihauptquartiere im Norden Afghanistans

Das weitgehend fertig gestellte, aber leere Hauptquartier der Afghan Border Police in Imam Sahib bei Kundus (Foto: SIGAR) Für den Aufbau Afghanistans haben die USA eine Art eigenen Rechnungshof, den Special Inspector General for Afghanistan Reconstruction (SIGAR), der von den USA finanzierte Projekte unter die Lupe nimmt. Diese Behörde hat am (heutigen) Dienstag und in den vergangenen Tagen zwei Berichte veröffentlicht, die auf die Bemühungen um den Aufbau afghanischer Sicherheitskräfte im Norden des Landes (erneut) kein allzu gutes Licht werfen.[…]

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