Schlagwort: Partnering

RC N Watch: „Ich habe noch keine Einsatzplanung abgelehnt“

Nachdem das ISAF Joint Command als Reaktion auf die zahlreichen Insider-Attacken von afghanischen Sicherheitskräften (echt oder vermeintlich) auf die Soldaten der internationalen Truppen klare Beschränkungen der Zusammenarbeit mit den Afghanen befohlen hatte, stellte sich die Frage, was das für die deutschen Soldaten im Regionalkommando Nord bedeutet. Die offizielle Erklärung des Verteidigungsministeriums in Berlin war, nun, ein wenig offiziell. Deshalb hat dankenswerterweise der Kollege Joachim Zepelin von der Financial Times Deutschland direkt den ISAF-Regionalkommandeur in Nordafghanistan, den deutschen Generalmajor Erich Pfeffer,

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Unverändert mit Einzelfallgenehmigung: Kooperation mit den Afghanen im Norden

Nach der Aufmerksamkeit erregenden Weisung des ISAF Joint Command, mit der die gemeinsame Patrouillentätigkeit von afghanischen Sicherheitskräften und ISAF-Truppen bis auf Weiteres eingeschränkt wird, interessiert natürlich die Auswirkung auf das (deutsch befehligte) Regionalkommando Nord in Afghanistan. Dazu aus dem Verteidigungsministerium in Berlin: Die ISAF Strategie bleibt unverändert. Vor dem Hintergrund der aktuellen Reaktionen auf das umstrittene Video „Innocence of Moslems“ und in Umsetzung des entsprechenden Weisung des ISAF Joint Commands hat auch das Regionalkommando Nord die Sicherheitsmaßnahmen erhöht. Die Zusammenarbeit

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Jetzt offiziell Schluss mit dem Partnering? (Update: ISAF-Erklärung)

Die Insider-Attacken in Afghanistan, bei denen echte oder vermeintliche afghanische Sicherheitskräfte Soldaten der ISAF-Truppen getötet haben, scheinen zu einem grundlegenden Wandel im Umgang der internationalen Truppen mit den Afghanen zu führen. Jegliche Zusammenarbeit unterhalb des Bataillionslevels sei ISAF-weit untersagt worden, berichtet Reuters heute aus Kabul: NATO ordered a cutback on Tuesday on operations alongside Afghan forces in response to a surge of „insider attacks“ on foreign servicemen, a move that could complicate plans to hand security over to Afghan forces

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Der Feind im Rücken? Eher Überforderung

Die Studie selbst habe ich noch nicht in die Hand bekommen, aber der Bericht der Zeitung USA Today nennt schon ein paar interessante Zahlen: Die tödlichen Angriffe afghanischer Sicherheitskräfte auf ISAF-Soldaten, die in den vergangenen Monaten Besorgnis erregend zugenommen haben, sind nicht allein auf die Infiltration von Aufständischen zurückzuführen – noch nicht mal zum größten Teil. 38 Prozent dieser Angriffe, meldet das Blatt unter Berufung auf eine NATO-Untersuchung, seien durch Kampf-bedingten Stress der überforderten Afghanen ausgelöst. (Die Bundeswehr machte ihre

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Partnering ohne Alternative?

Nach dem tödlichen Angriff eines ANA-Soldaten auf deutsche Soldaten im OP North läuft die Diskussion, ob das Partnering mit den afghanischen Sicherheitskräften der richtige Weg sei – und damit natürlich auch über die Frage, ob das Ziel erreicht werden kann, bis 2014 die Sicherheitsverantwortung in Afghanistan an das Land selbst zu übergeben. Interessante Aussagen dazu vom – scheidenden – ISAF-Regionalkommandeur Nord, dem deutschen Generalmajor Hans-Werner Fritz, heute im Deutschlandfunk: Für mich ist Partnering ohne Alternative, denn wir müssen uns vorstellen,

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RC N Watch: „Partnering“ und Realität

Es soll eigentlich der zukunftsweisende Weg für die Bundeswehr in Afghanistan sein: Das Partnering mit den afghanischen Soldaten – eine Mischung aus Ausbildung (deswegen auch die, ein wenig euphemistische, deutsche Bezeichnung Ausbildungs- und Schutzbataillon) und (auch kämpfendem) Einsatz in der Fläche. Der dpa-Kollege Can Merey, in diesen Tagen wieder sehr fleißig in Afghanistan unterwegs, hat sich das mal bei Kundus angeschaut. Die Truppe scheint von dem Konzept nicht so richtig begeistert: «Kein Partnering- Projekt, das ich erlebt habe, hat geklappt.»

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… notfalls gegen Aufständische

Ach, dieser offizielle Bundeswehrsprech. Da hat bundeswehr.de eine (lobens- und lesenswerte) Geschichte über die letzten Vorbereitungen des Gebirgsjägerbataillons 232 für die künftige Rolle als Ausbildungs- und Schutzbataillon Masar-i-Scharif. Und dann muss da drin stehen: Das so genannte „Partnering“ bedeutet, dass Soldaten der internationalen ISAF-Truppe gemeinsam mit den Kräften der Afghan National Army (ANA) agieren, sie ausbilden, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten weitergeben und notfalls auch gemeinsam mit ihnen gegen Aufständische vorgehen. Ach so. Notfalls auch gemeinsam gegen Aufständische vorgehen. Dabei

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