Bundeswehr-Werbung auf der Gamescom: Die Plakate des Anstoßes

Auf der Gamescom in Köln, nach eigenen Angaben das weltweit größte Event für Computer- und Videospiele, ist in diesem Jahr – wie in den Vorjahren – auch die Bundeswehr mit einem Werbestand für die Nachwuchsgewinnung unterwegs. Daran hatte es auch früher schon Kritik gegeben, vor allem am Messestand (mit Boxer, das Video dazu ist leider gelöscht) selbst. In diesem Jahr gibt es erneut Aufregung – aber bislang in erster Linie wegen der Plakate, mit denen die Bundeswehr ihren Auftritt auf dieser Spielemesse bewirbt. weiterlesen

Ol‘ blue eyes – Werbung ist ein Wunschkonzert

Die Web-Serien Die Rekruten oder Mali waren aus Sicht der Bundeswehr ein voller Erfolg – also weitermachen: ab dem 23. Juli gibt’s eine neue Serie der Nachwuchswerbung der Bundeswehr auf den großen Social-Media-Kanälen, für die ein Fallschirmjäger mit leuchtend blauem Auge wirbt:

Militärisches Fallschirmspringen ist körperlich anstrengend, setzt aber auch unendlich viele Glückshormone frei. weiterlesen

Nachwuchswerbung: Timing spielt auch ’ne Rolle

Tja, wer hätte das ahnen können. Zwar ist es schon ne Weile her, dass Augen geradeaus! und andere im Oktober darüber berichtet haben, dass derzeit keines der sechs U-Boote der Deutschen Marine einsatzbereit ist. Aber dass NDR und tagesthemen rund sechs Wochen später das Thema auch noch aufgreifen – das konnte bei der Planung der aktuellen Plakatwerbung mit U-Boot im Hintergrund doch wirklich niemand wissen.

Bei diesen Werbeaktionen kommt es halt auch auf das Timing an. Und, äh, auch auf das Umfeld.

(Nebenbei: Im Unterschied zu den Marinen anderer Staaten, zum Beispiel Norwegen, hat die Deutsche Marine nach meiner Kenntnis noch keine Kommandantin eines U-Boots?)

 

 

Nachwuchswerbung: Die Bundeswehr und die „Echtzeit“

Die in dieser Woche gestartete neue Videoserie der Bundeswehr-Nachwuchswerbung unter dem Label Bundeswehr exclusive aus dem Mali-Einsatz ist zwar Reality TV, aber natürlich keine Liveübertragung. Das scheint aber nicht allen Zuschauern klar zu sein – deshalb veröffentlichte die Nachwuchswerbung über ihren Mali-Bot, einen Chatbot auf Facebook, diesen Hinweis:

+++ ACHTUNG WICHTIG +++ Wo wir beim Thema „Nachtalarm“ sind: Mich erreichen viele Fragen, ob das alles gerade wirklich live passiert. Deine Einheit wurde von Anfang bis Ende ihres Einsatzes in Mali begleitet, das Material ist abgedreht und inzwischen sind alle wieder zuhause.
Damit du den Auslandseinsatz trotzdem hautnah miterleben kannst, poste ich in Echtzeit. Echtzeit bedeutet, dass du die Ereignisse zu der Uhrzeit und in der Reihenfolge, in der sie wirklich passiert sind, erlebst, nur zeitlich ein paar Wochen versetzt. Zur Sicherheit unserer Soldatinnen und Soldaten – denn die hat oberste Priorität. Der Nachtalarm heute früh hat vor ein paar Wochen genau so um 00:36 Uhr stattgefunden. Und du konntest ihn in Echtzeit – nicht live – erleben. weiterlesen

Reality-TV aus dem Mali-Einsatz: „Willkommen auf dem Mars, hier ist’s schön“ (m. Nachtrag)

4, 5 Millionen Euro hat die Bundeswehr dafür ausgegeben, ihre neue Reality-Video-Serie über den Mali-Einsatz flächendeckend zu bewerben (mehr als das doppelte der Produktionskosten der Videos). Und den Hinweisen auf den Einblick in den Auslandseinsatz in Westafrika ist ja praktisch nicht zu entkommen, siehe obiges Beispiel aus dem Kölner Hauptbahnhof. Auf Facebook sowieso nicht, und der Chat-Bot findet sich auch auf der Kölner Anzeigetafel wieder: weiterlesen

weiter »