Luftwaffe beim G20-Gipfel: Combat Air Patrol rund um Hamburg (Update)

Während des G20-Gipfels in Hamburg hat die Bundeswehr zeitweise den Luftraum über dem Veranstaltungsort mit einem so genannten Luftüberwachungseinsatz gesichert. Am (gestrigen) Freitag habe es eine solche Combat Air Patrol mit Eurofightern und einem Tankflugzeug gegeben, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums auf Anfrage von Augen geradeaus!.

(Update: Die erste offizielle Auskunft am Freitagabend lautete, dass dies so erstmals bei einem solchen Großereignis der Fall war. Das scheint offensichtlich so nicht richtig, wie u.a. auch aus den Kommentaren hier hervorgeht. Deshalb der Kenntnisstand: Es gab eine solche Combat Air Patrol bei G20, aber auch schon bei früheren Großereignissen in Deutschland.)

Ein Luftüberwachungseinsatz (hier bei Wikipedia erklärt) bedeutet, dass die Kampfjets zur Sicherung des Luftraums nicht erst im Alarmfall aufsteigen, sondern über oder nahe zum Zielgebiet kreisen. weiterlesen

G20-Gipfel in Hamburg: Zum falschen Zeitpunkt mit dem Transportpanzer unterwegs (Update)

Der G20-Gipfel in Hamburg, sowohl die politischen Ereignisse als auch die gewalttätigen Auseinandersetzungen drumrum, interessieren mich zwar als Staatsbürger, sind aber kein Thema für Augen geradeaus!. Anders sieht das aus, wenn die Bundeswehr ins Spiel kommt, und da schreckt das Foto oben doch auf: Drei Transportpanzer Fuchs, so die Aussage des Fotografen, fahren durch die Hamburger Vororte. weiterlesen

Ein Kriegsschiff zum G20-Gipfel? Im Prinzip ja, aber… (Update)

Beim G20-Gipfel am 7. und 8. Juli in Hamburg will die Bundeswehr vorsorglich ein Kriegsschiff für mögliche Evakuierungen im Hamburger Hafen stationieren – das meldet das Magazin Focus vorab aus seiner jüngsten Ausgabe. Das ist zwar im Prinzip zutreffend, es handelt es sich nach Informationen von Augen geradeaus! allerdings um das gut 50 Jahre alte Landungsboot Lachs (Foto oben) der Deutschen Marine, formal ein Kriegsschiff der deutschen Streitkräfte. Für dieses Kriegsschiff gibt es eine Anfrage der Landesbehörden an die Marine, entschieden ist darüber noch nicht.

Die Lachs ist zusammen mit dem Schwesterschiff Schlei eines der letzten verbliebenen Landungsboote der Deutschen Marine, von denen 22 Mitte der 1960-er Jahre gebaut in Dienst gestellt wurden. weiterlesen

After two years‘ trial, Somali pirates get prison sentences in Hamburg

It should have been an easy case. More than two years ago, a gang of armed robbers captured a merchant vessel in the Indian Ocean. Before they could take the crew hostage, the seamen hid in a safe room, stopped the engines and called fort help. And help came swiftly: a few hours later, heavily armed soldiers fast roped from a helicopter, re-took the vessel and arrested the pirates.

What happend on Easter Monday, April 5, 2010, on the German-flagged MV Taipan off the Somali coast, however, turned out a judicial nightmare for the district court in Hamburg, Germany. After almost two year’s trial, the court handed down the verdicts today: seven pirates got six to seven years in prison; the three others, considered minors at the time of the attack, got three years as juvenile delinquents.

During the trial, the first against pirates in this German port since since Klaus Störtebeker hundreds of years ago, a First World judicial system met Third World defendants. It startet with the usual routine of finding out date and place of birth – but the answers, typically during the rainy season and under a tree didn’t quite match the standards of Western court proceedings. As three of the indicted Somalis probably were minors at the time of the attack, their exact age had to be found out: one of the defendants understood the examination in a German hospital with an x-ray machine,  according to Germany’s weekly Der Spiegel, as a prelude to swift execution.

Misunderstandings like these were abundant, weiterlesen

Noch eine Wende im Hamburger Piratenprozess: Weiteres Verfahren wegen Kaperung möglich

Der an überraschenden Wendungen nicht arme Prozess gegen mutmaßliche Piraten vor dem Hamburger Landgericht könnte jetzt eine neue Folge haben: Nach einem Bericht des Norddeutschen Rundfunks droht den Somalis, die wegen der Entführung des deutschen Frachters Taipan im April 2010 angeklagt sind, ein weiterer Prozess wegen der Entführung anderer Handelsschiffe vor Somalia.

Konkret soll es um die Kaperung der indischen Dhau Hud Hud gehen, die am 23. März 2010 um 08:51 GMT mit ihrer elfköpfigen Mannschaft im Somali-Becken entführt und anschließend als Piraten-Mutterschiff genutzt wurde. So weit bekannt, diente die Hud Hud als Basis für den Angriff auf den griechischen Massengutfrachter Eleni P am 12. Mai. Am gleichen Tag wurde die Dhau wieder frei gelassen; die Eleni P blieb bis Dezember jenes Jahres in der Hand der Piraten.

Laut NDR soll einer der Angeklagten in Hamburg zugegeben haben, an dem Angriff auf die Hud Hud beteiligt gewesen zu sein. Allerdings müssten die Richter in der Hansestadt das ganz komplizierte Geflecht des Pirateriesystems angehen – denn der Angriff auf die Taipan war am 5. April, also mehr als einen Monat vor der Entführung der Eleni P. Die Piraten, die an Bord der Taipan festgenommen wurden, können dann kaum danach den griechischen Frachter überfallen haben…

Der griechische Frachter Eleni P (Foto: EUNAVFOR)

 

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