Kategorie: Afrika

Mali: Fallschirmjäger nehmen Timbuktu nach Luftlandeoperation

Erst mal macht das Schlagzeilen und wird etliche Leser hier begeistern: Die Wüstenstadt Timbuktu im Norden Malis wurde von französischen und malischen Truppen genommen –  nach einer Luftlandeoperation französischer Fallschirmjäger. Bilder von diesem ersten Fallschirmjäger-Einsatz der Franzosen seit Jahrzehnten gibt es zwar (noch) nicht, aber Bilder vom Flughafen Timbuktu (siehe oben). Die Luftlandetruppen der Fremdenlegion sollten offensichtlich eine Flucht der Rebellen nach Norden verhindern. (Nachtrag: siehe Foto unten) Bedeutsamer scheint allerdings, dass zumindest der Flughafen dieser bislang von islamistischen Rebellen

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Krieg in Mali: Vorstoß auf Gao, Timbuktu als nächstes Ziel

Soldaten aus dem Tschad, mit französischer Hilfe auf dem Weg an die Front (Foto: Französische Luftwaffe/EMA) Ungeachtet der nach wie vor diffusen Nachrichtenlage mache ich mal einen Thread zum Thema Krieg in Mali (jenseits der Diskussion über deutsche Unterstützung) auf – so wird das leichter möglich, die aktuellen Entwicklungen zu sammeln, auch in den Kommentaren. (Entsprechende Kommentare aus dem anderen Thread verschiebe ich hierher.) Die französischen Truppen setzen offensichtlich ihren Vorstoß auf die von den islamistischen Rebellen kontrollierten Gebiete Nord-Malis

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Ausbildungshilfe für Mali: Taktik allein reicht nicht

Archivbild vom Mai 2010: Soldaten aus Mali und dem Senegal beim Training mit U.S. Special Forces (Foto: Staff Sgt. Michael R. Noggle, Special Operations Task Force-103 Public Affairs, via Flickr unter CC-BY-Lizenz) Während sich die Europäische Union mit Hochdruck auf ihre geplante Ausbildungsmission in Mali vorbereitet (wo ist eigentlich das von Verteidigungsminister Thomas de Maizière am vergangenen Wochenende angekündigte baldige Bundestagsmandat?), haben die USA auf ein paar Lehren aus ihrer Ausbildungsmission in Mali gezogen. Die US-Truppen hatten jahrelang malische Truppen

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Im Windschatten der französischen Intervention: Menschenrechtsverletzungen in Mali?

Malische Soldaten in Niono (Foto: Französische Armee/EMA/ECPA-D) Quasi im Winschatten der jetzt knapp zwei Wochen laufenden Intervention französischer Streitkräfte im westafrikanischen Mali gibt es erste Hinweise, dass malische Truppen ihre neu gewonnene Bewegungsfreiheit zu Menschenrechtsverletzungen, sogar Gräueltaten wie Massentötungen von tatsächlichen oder auch nur vermeintlichen Gegnern genutzt haben sollen. Vor allem Menschen hellerer Hautfarbe, die als Tuareg oder andere Bewohner Nord-Malis angesehen würden, seien bedroht: A leading rights group accused Malian soldiers Wednesday of summary killings and serious abuses in

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Britische Hilfe für Franzosen in Mali: Keine Kampftruppen!

Französische Soldaten in Mali (Foto: Französische Armee/EMA/ECPA-D) Es ist eher eine Randnotiz, aber eine bezeichnende: Wie Deutschland hat auch Großbritannien betont, dass es die französische Intervention in Mali nicht mit Kampftruppen unterstützen werde (wohl aber mit Logistik bis hin zu C-17-Transportflugzeugen). Was das konkret heißt, berichtet der britische Guardian: A small number of UK special forces soldiers are already on the ground in Mali helping to co-ordinate and advise the French military effort against the jihadi groups in the north.

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Die Baustellen des Tages: Patriot in der Türkei, Mali, Kabul

Französische Soldaten in Markala, im Vordergrund eine Milan (Foto: Französische Armee/EMA/ECPA-D) Ein kurzer Überblick über die Baustellen des (heutigen) 21. Januar (ich gehe die Woche etwas entspannter an): • Im türkischen Mittelmeerhafen Iskenderun ist am Montagmorgen die dänische Fähre Suecia Seaways eingelaufen, mit der die Patriot-Flugabwehrsysteme der Luftwaffe verschifft wurden. Sie sollen jetzt auf dem Landweg zum Stationierungsort Kahramanmaras gebracht werden. • In Mali gehen die Luftangriffe der Franzosen ebenso weiter wie die Auseinandersetzungen am Boden. Bei aller Diskussion hier

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Gegen Einsatz in Mali? Die de-Maizière-Exegeten

Nach meiner Rückkehr aus dem Wochenende, unter anderem vom Koblenzer Forum zur Verteidigungspolitik (und endlich wieder mit einer verlässlichen Internetverbindung) stelle ich ein wenig irritiert fest, dass ich wohl in Koblenz nicht richtig zugehört habe. Verteidigungsminister Thomas de Maizière habe sich dort, so wird berichtet, deutlich gegen Forderungen nach mehr deutscher Unterstützung des französischen Militäreinsatzes im westafrikanischen Mali gewandt. Und entsprechenden Äußerungen von Bundestagspräsident Norbert Lammert widersprochen. So habe ich das nicht gehört. Im Gegenteil, auf die direkte Frage nach

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ECOWAS möchte auch deutsche Truppen für Mali

Soldaten aus Togo bei der Ankunft in der malischen Stadt Bamako am 17. Januar (Foto: Französische Armee/EMA) Die Lage nicht nur in Mali, sondern auch die an der deutschen politischen Heimatfront bleibt unübersichtlich. Der SPD-Verteidigungspolitiker Rainer Arnold wird in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung mit den Worten zitiert, Deutschland müsse bei der Unterstützung für die ECOWAS-Truppen in dem westafrikanischen Land mehr tun als die bislang geplante Minimallösung: Das kann bedeuten, dass die Bundeswehr in Mali auch andere Flughäfen als Bamako anfliegt,

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Lammert-Kritik am deutschen Mali-Engagement – Zwei Flugzeuge, das ist alles?

(Foto Thomas Trutschel/photothek.net) Die Debatte über ein deutsches – militärisches – Engagement im westafrikanischen Staat Mali kriegt von unterwarteter Seite einen neuen Dreh: Bundestagspräsident Norbert Lammert hat die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung kritisiert – jedenfalls nach der von der Saarbrücker Zeitung veröffentlichten Pressemitteilung zu ihrem Interview mit dem CDU-Politiker. Weil das die Diskussion wieder beflügeln dürfte… hier der Wortlaut (der Wortlaut des Gesamtinterviews scheint außer in der gedruckten Zeitung noch nicht veröffentlicht): Berlin / Saarbrücken. (ots) – Bundestagspräsident Norbert Lammert

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