Pistorius kündigt viertes Flottendienstboot an
Die Deutsche Marine und der Cyber- und Informationsraum (CIR) sollen ein viertes neues Flottendienstboot erhalten. Das kündigte Verteidigungsminister Boris Pistorius bei der Kiellegung des dritten Bootes der neuen Schiffsklasse 424 auf der Peene-Werft in Wolgast an. Hintergrund ist auch die Auslastung der Werft nach der Absage an den Bau der Fregatten F126. Der Bundestag muss das Vorhaben noch billigen.
Die Aussage von Pistorius bei der Kiellegung am (heutigen) Montag war erwartet worden: Ausschlaggebend dafür dürfte nicht allein gewesen sein, dass nach den Worten des Ministers das neue Fähigkeitsprofil der Bundeswehr vier solcher Boote vorsieht. Auch der Inspekteur der jüngsten Teilstreitkraft Cyber- und Informationsraum, Vizeadmiral Thomas Daum, hatte seinen Bedarf für ein zusätzliches Boot über die bislang drei geplanten hinaus deutlich gemacht.
Nicht zuletzt aber dürfte auch eine Rolle gespielt haben, dass das Ende der Fregattenklasse F126 für die Werften eben auch in Mecklenburg-Vorpommern eine Gefährdung von Arbeitsplätzen bedeutet hätte – und in dem Küstenland wird am kommenden Sonntag ein neuer Landtag gewählt.
Die Aussage des Ministers bei der Zeremonie zum Nachhören:
Der Bundestag hatte die Mittel für den Bau von drei neuen Flottendienstbooten bereits 2021 freigegeben – damals übrigens mit dem Ziel des Zulaufs der ersten Boote ab 2027; bei der heutigen Zeremonie sprach Pistorius von einem schrittweisen Zulauf ab 2029.
Die Vergabe an die Lürssen-Werft, heute eine Tochterfirma des Rüstungskonzerns Rheinmetall, war damals auch mit dem Preisschild von 2,1 Milliarden Euro für drei Boote verbunden worden. Inzwischen liegt der Preis pro Boot eher bei einer Milliarde Euro.
Zum Nachhören noch die ganze Rede des Ministers in Wolgast:
(wird ggf. ergänzt)
(Foto: Verteidigungsminister Boris Pistorius bei der Kiellegung des dritten Flottendienstbootes auf der Peene-Werft in Wolgast; neben ihm die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig/SPD – Foto Oliver-Lucca Stamm/Bundeswehr)
Tja da kauft man sich wohl aus Schadensersatzklagen heraus. Zu keinem Zeitpunkt wurde in den letzten Jahrzehnten die Forderung einer Vierten Einheit aufgemacht… und hoppla hop fast beiläufig reicht man Rheinmetall einen Auftrag über fast eine Milliarde über die Theke, wahrscheinlich wird dann noch der dritte Flottentanker bestellt und Rheinmetall lässt Klagen dafür unter den Tisch fallen… ob die Haushälter da mit machen wenn gleichzeitig für alles andere keine ausreichenden Finanzmittel mehr da sind… oder kürzt man dafür das 2. Los F-128 ein¿? Gibt’s dann nur zwei weitere und zwei kampfwertgesteigerte F-123’er?
Na ja. Dann sollte man sofort mit der zusätzlichen Personalgewinnung beginnen, damit in acht Jahren die nötigen Besatzungen an Bord sein werden…
Würde es nicht mehr Sinn machen wenn man endlich mal MUSE mit 6 Schiffen auf den Weg bringt?!
Als Multifunktionaler Nachfolger der Tender mit zusätzlichem Fokus auf den Einsatz von unbemannten Systemen (USV, UAV, usw)
Oder endlich mal die Kampfboote für das seebataillion??
Ah, und von wem kommt das Personal?!
Wollen wir mal hoffen, dass es uns dann nicht so geht, wie den Kameraden der Royal Navy.
Die stellen gerade zwei Schiffe deutlich verfrüht außer Dienst, weil sie die Einheiten personell nicht mehr gefüllt bekommen….
Es lässt sich nur schwer leugnen, dass die Kommentarspalte fest in deutscher Hand ist.
Anstatt es wohlwollend zur Kenntnis zu nehmen, dass hier eine weitere Einheit einer absoluten Engpassressource beschafft wird, kommen sofort wieder die Bedenkenträger ans Tageslicht um allen zu erklären warum das bestimmt ne schlechte Idee ist und was man nicht alles hätte besser machen können.
irgendwie ermüdend.
Typische Fehlleistung der Bundeswehr ein 4 Flottendienstboot für eine Milliarde beschaffen zu wollen, nur weil man das Fregattenprogramm F 126 abgebrochen hat statt es durchzuziehen, was niemand braucht. Und jetzt hat man verspätet Angst um die Arbeitsplätze. Selbst eine neue Rheinmetall Fregatte für das Geld zu beauftragen, wäre sinnvoller gewesen. Jeder kennt die Spionage Schiffe, diese sind unbewaffnet, und damit in jedem Einsatz schwer gefährdet, wenn keine Fregatten Geleitschutz fahren. Weder Putin, noch der Iran oder die Huthis werden Probleme haben, ein solches Schiff für 700 Millionen bis 1 Milliarde anzugreifen! Die Regeln des Kalten Krieges gelten nicht mehr. Und wenn es um Arbeitsplätze geht, dann sind BW & Bundesregierung naiv. Mit einer Verkündung des Bundeswehrplanes für Sachsen-Anhalt, Berlin & Mecklenburg-Vorpommern hätte man massiv in die Wahlen eingreifen können gegen die rechtsradikale AfD und leicht mehrere neue Kasernen, Flugplätze & geschätzte 10.000 neue Dienstposten der BW verkünden können! Ein Luftwaffenregiment nach Trollenhagen, ein Artillerieregiment nach Eggesin nebst Rückkauf der Kaserne, Wiederaufstellung zB der Panzergrenardierbrigade 38 in der Altmark/Sachsen-Anhalt! Warum fehlt unserer Regierung Fantasie und Pläne, wie man die Demokratie mit neuen Arbeitsplätzen verteidigen könnte & gleichzeitig Russland abschrecken kann?
Endlich mal wird eine Hochwertressource
in einer Stückzahl bestellt, das sie auch einsatzfähig ist. 3 Flottendienstboote war schon immer knapp gestrickt.
@Andreas NRW:
Es gab bis dato keinerlei militärische Forderung für ein viertes FD-Boot und die Argumente der „Bedenkenträger“, wie denn diese zusätzliche Einheit künftig personell besetzt werden soll, sind durchaus ernst zu nehmen, wenn man sieht, wie die Bw beim Aufwuchs auf 203.000 hinterherhinkt.
Somit tendiere auch ich zu der Auffassung, dass man hier der Werftenindustrie in MV einen großen Gefallen tun will, der sich dann (hoffentlich) in Wählerstimmen für Frau Schwesig auswirken.
Immer raushauen die Kohle, ist ja bloß Steuergeld!
@Andreas NRW
Man kann das so sehen, oder aber auch nicht, wenn man sich die veröffentlichte Marine-Planung ansieht. Quasi aus dem Nichts, simsalabim, sieht „das Fähigkeitsprofil der BW ein viertes Flottendienstboot vor“, während weder der „Kurs Marine 2025“ noch das „Zielbild 2035+“ ein solches ausweisen, wohl aber andere kritische Beschaffungen, die währenddessen aber nicht aus dem Quark kommen. F127 wird gerade wieder aufgeschnürt, F128 (Ersatz F126) von acht auf vier vorläufig gekürzt, mit weiteren vier sinnlos „may be“ als Option mit nur sechs Monaten Abstand zur Festbestellung, MUSE (Typ 404) nichts, etc. Keinerlei Verbesserung der offensiven Kinetik (bis auf Torpedo), es bleibt bei „alles was schwimmt geht, solange es nicht schießt“. Und jetzt bitte nicht mit zwei auf dem Flugdeck einer F125 festgezurrten Experimentalcontainerchen „LORA“ argumentieren. Inspekteur Kaack hat „Munition, Munition, Munition“ gefordert, wo das? Das darf man durchaus hinterfragen und mit der Marineplanung abgleichen, auch im Hinblick auf das Jahr 2029 als vom BW-Generalinspekteur ausgerufenes Ziel für Minister Pistorius‘ „Kriegstüchtigkeit“. Nur mit Informationen gewinnt man keinen Konflikt, man muss schon auch „Bumm“ haben. Wenn das typisch teutonische Nöligkeit ist, … nun denn, sei’s drum!
Gabs mal nicht so ne Regelung, dass alle Ressourcen insbesondere maritime, durch dreiteilbar bestellt werden sollen? Ich meine, mehr ist (meistens) besser, auch wenn der Preis schon ordentlich ist, will ich gar nicht bestreiten.
@closius:
Ich denke, gerade weil das hochwertige Einheiten sind, ist es eine gute Idee, 4 statt 3 zu haben. Erstens tun dann Werftliegezeiten nicht so weh, und zweitens kann man den Verlust einer Einheit im Konfliktfall leichter wegstecken.
Sooo viele Arbeitsplätze in Meck-Pomm wird das Boot auch nicht generieren … teuer ist nicht der Stahl, sondern der Inhalt.
@all
natürlich muss das Personalthema ernstgenommen werden. Nur wird niemand eine realistische Prognose für den Zeitpunkt der Indiensstellung abgeben können, weshalb es müßig ist diesen Einwand immer und immer wieder vorzubringen.
Und im Zweifelsfall ist ein Schiff ohne Besatzung immer noch besser als eine Besatzung ohne Schiff – weil dieser Mangel sich leichter beheben lässt.
Warum jetzt so „spontan“ eine 4. Einheit? Weiß ich nicht.
Ich sehe aber zwei wesentliche Umstände, die diesen Schritt für mich nachvollziehbar machen:
– die USA werden sich weiter aus Europa zurückziehen und viele ihrer (Aufklärungs)Assets mitnehmen
– die Bedeutung von Aufklärung/Wirkung im EM-Spektrum hat sich zuletzt nochmals drastisch erhöht
Beides Punkte die so vor 5 Jahren nicht unbedingt vorhersehbar waren, aber eine Planänderung durchaus sinnvoll erscheinen lassen. Und da gerüchteweise auch bei PEGASUS eine Nachbestellung im Raum steht, ist eine Aufstockung der Klasse 424 nur folgerichtig.
@Andreas NRW:
Niemand hat die Absicht die Bundeswehr klein zu reden, alles nieder zu nörgeln etc.
Aber gerade in diesem Forum tummeln sich einige Foristen, die im „System Bundeswehr“ schon so ziemlich alles erlebt haben und viele Dinge kritischer beurteilen, als „Externe“.
Warum? Weil sie die wirklichen Mängel besser kennen, als die meisten und weil – insbesondere die Marine – in den letzten Jahren vielen nicht sinnvollen ad-hoc-Entscheidungen unterworfen war.
Da wurden schon mal über Nacht sinnlose Fregatten in den Warenkorb gelegt.
Klar ist „Haben“ besser, als „Brauchen“, aber ist das auch immer das Richtige, was wir dann haben?!
Thema „Seedrohnen“. Hier ist einfach wenig zu sehen und die Hauptengpassressource wird der Soldat werden, wenn er das nicht schon längst ist.
Hier gibt es dann nur zwei Möglichkeiten:
1. Man erhöht die Köpfe durch eine irgendwie geartete Wehrpflicht (mit allen Vor- und Nachteilen)
2. Man reduziert die Personalbindung pro Kampfeinheit (Panzer, Haubitze, Funktrupp, Fregatte, Flugzeug…)
Also besser fernsteuerbare Einheiten, mit wenigen Soldaten steuerbar, als Riesenpötte, die riesige Personalmengen binden, ohne eine Verbesserung auf dem Schlachtfeld sicherzustellen.
„Viel“ ist das neue „Gross“ und das hat man offenbar noch nicht überall verstanden.
Das ist mit den ganzen UGV und „Loyal Wingman“ -Ansätzen in den anderen Truppengattungen schon viel auf dem Weg.
Nur bei der Marine wird es gefühlt (!) ein „Mehr“ und „Größer“. Schließlich hat man ein gutes Dutzend Werften zu unterhalten…
@Andreas NRW sagt:
14.09.2026 um 21:29 Uhr
Es ist halt komisch wenn nirgendwo jemals eine Förderung nach einem 4. Flottendienstboot da war.
Man muss hier auch ganz klar sagen das Flottendienstboote komplett anders eingesetzt und betrieben werden wie „normale Marineschiffe“ die sind als Einzelfahrer unterwegs, die halten sich ganz weit frei von jeder Kinetischen Gefahrenzone (jetzt gibt’s wahrscheinlich sofort die Beispiele Israelische Luftwaffe die ihre Feuerleitradare aufgeschaltet hat oder die Polnische Volksmarine die Handgranaten neben einem Flottendienstboot ins Wasser geworfen hat bis hin zu den Sowjetischen Raketenkreuzern die ihre Salven vom Bug und dem Heck lang gejagt haben weil ein Flottendienstboot das Schießgebiet nach Aufforderung nicht sofort verlassen wollte.)
Geschenkt! Deren Aufgabe ist nicht das Gefecht sondern das Aufklären. Dafür brauchen die Marine Fahrbesatzungen verhältnismäßig wenig Ausbildung, die sind nur die „Busfahrer“ für die CIR Kameraden… und die tauschen ihr Büro in der Ortsfesten Anlage oder ihren Arbeitsplatz im mobilen Gefechtsstand mit dem Arbeitsplatz an Bord… die brauchen für ihre Aufgabe auch nicht viel Ausbildungszeit an Bord. Will heißen außer der regelmäßigen Instandsetzung und vielleicht einem kurzen Aufenthalt in Neustadt gibt’s da nicht viel was Ausfallzeit bereitet… da kann quasi bei jeder Seefahrt der „Kernauftrag“ ausgeführt werden. Und dafür waren immer 3 Einheiten mehr als Ausreichend… zumal in der Ostsee Polen und Schweden ebenfalls sehr fähige neue Aufklärungsschiffe beschafft hat. Da wird dann einfach das geschmäckle nicht verschwinden, das hier einerseits Wahlkampfhilfe mit dem Rüstungsetats getrieben wird und andererseits Deutschlands größtes Rüstungsunternehmen für einen verlorenen Auftrag hinten herum entschädigt wird. Und wirklich wichtige Projekte die die Marine braucht dafür geschlachtet werden… Ersatz der Tender, 3. Flottentanker, neue Bergungs-& Hafenschlepper, neue Minenabwehrboote… ect. pp.
Wenn Personal und Finanzmittel für alles andere da wäre… nagut gerne aber erstmal muss die Pflicht erfüllt werden bevor man die Kür macht.
Die Boote sind noch nicht im Dienst und meiner Meinung schon unbrauchbar. Weil:
das unbeschriebene Gesetz unbewaffnete
Schiffe nicht anzugreifen. Insbeondere Iran. Jemen, Russland, China,USA sind potent.Angreifer Die Boote sich nicht gegen Drohnen/Raketen verteidigen können.
@Küstengang01 und @all
Wenn es um Rüstungsprojekte geht, ist das Gemotze immer groß hier im Blog. Und wenn es nur das eventuell fehlende Personal ist, dass das Gerät bedienen soll. Ich fasse mal die Reaktionen der Kommentatoren auf die letzten Rüstungsprojekte der Marine hier im Blog zusammen:
Fregatte F-125 = Mist
Korvette 2. Los, Ersatz 1. Los = Doppelmist
Fregatte F-126 = Mist, ist jetzt tot = auch Mist
Fregatte F127/128 = Mist, Stückzahl zu klein (Personalproblem? egal)
Flottendienstboote = Mist, zu teuer, jetzt 4. dazu = Mist, auch zu teuer
Wer soll denn die Kommentare hier noch ernst nehmen? Jeder macht seine eigene wünsch-dir-was-Liste auf. 82 Millionen Bundesbeschaffer, die ja so viel Einblick haben und vom Stein des Weisen beeinflusst werden. Geht mir bloß weg.
Natürlich braucht man auch noch a, b und c, kein Frage. Aber selbst wenn das beschafft würde, es würde trotzdem gemotzt. Habe fertig.
@Granate sagt: 15.09.2026 um 15:17 Uhr
Und was ist mit den AWACS? Oder KRKW? Transport-LKw?
Es gibt eben Fahrzeuge für unterschiedliche Aufgaben, die in unterschiedlichen Aktionsräumen agieren und daher alle unterschiedliche Funktionen an Bord haben.
@Pio-Fritz sagt:
15.09.2026 um 15:35 Uhr
…Ich fasse mal die Reaktionen der Kommentatoren auf die letzten Rüstungsprojekte der Marine hier im Blog zusammen:
Fregatte F-125 = Mist
Korvette 2. Los, Ersatz 1. Los = Doppelmist
Fregatte F-126 = Mist, ist jetzt tot = auch Mist
Fregatte F127/128 = Mist, Stückzahl zu klein (Personalproblem? egal)
Flottendienstboote = Mist, zu teuer, jetzt 4. dazu = Mist, auch zu teuer…
-F125: Hat die Marine doch mittlerweile selbst eingesehen und versucht jetzt mit viel Aufwand die Schiffe für die LV/BV verwendungsfähig zu machen
-2. Los K130: Auch da publiziert die Marineführung selbst das die Schiffe eigentlich nicht benötigt werden wenn man mittelfristig das 1. Los komplett a.D. stellen will und man eigentlich vernünftigen Ersatz hätte beschaffen können statt das selbe 30 Jahre alte Design erneut zu bauen. Andere Seeszeitkräfte hätten ja zumindest sowas wie Flugabwehr Fähigkeit oder ne U-Jagd Befähigung nachgerüstet oder zumindest irgendwie geartete Modullösungen…
F-126: ja das sollte die ElWMS (Eierlegendewollmilchsau) werden und dann obendrein um die deutsche Werftindustrie zu Disziplinen von Holländern gebaut werden… nur das irgendwann die Haushälter dazwischen geklotzt haben weil das Projekt zuletzt 4 in Worten vier Jahre in Verzug war und Kostensteigerungen von 50-100% im Raum standen.
Der Abbruch war Mist weil man sich nicht Mal fünf Minuten einen adäquaten Ersatz überlegt hat sondern einen 40 Jahre alten Entwurf jetzt mit der neuesten Technik versucht voll zustopfen das auch da 60% Preissteigerung quasi über Nacht kamen.
-F127: Da kann man eigentlich nur bemängeln das sie nicht als Lenkwaffen Zerstörer/- Kreuzer klassifiziert wird.
-4. Flottendienstboot: naja solange andere Projekte nicht oder nicht in vollem Umfang oder später umgesetzt werden ist die Milliarde wo anders besser angelegt. Das ist eben keine Operative Notwendigkeit sondern irgendwas zwischen Schweigegeld und Wahlkampffinanzierung.
Aber dafür hat die Marine alte Hochseeschlepper Made in China, die 7 Jahre in China an der Werftpier gesammelt haben weil Australien die nicht angenommen hat. Deren internes Kamerasystem teilweise abgeklebt wird mit dem guten alten Panzertape weil die an einem Server hängen wo keiner weiß wohin der überträgt. Von solchen Problemen wie keine vorhande Kombüse gar nicht zu sprechen.
@Bow: 150 Personen Besatzung für ein Schiff, dass 1,5 Mrd.€ kostet, nennen Sie „riesige Personalmengen“? Wieviele Drohnen benötigt man für die Kampfkraft einer F128? Was kosten die! Und wieviel Personal benötigt man, um sie sicher einzusetzen? Ich glaube, dass es dafür noch keine verlässlichen Zahlen gibt. Ansonsten bin ich aber natürlich auch der Ansicht, dass ferngesteuerte Einheiten unter, auf und über dem Wasser bei der Marine Einzug finden sollten.
Zu den Flottendienstbooten: Ich denke, dass die dort eingesetzte Technologie grundsätzlich auch auf Fregatten beziehungsweise Ubooten verbaut werden kann. Und wo kann ein Flottendienstboot hinfahren, wo eine Fregatte nicht hinkommt? Da ein Flottendienstboot keine Kampfkraft bietet darf man also den Mehrwert durchaus hinterfragen. Da wir aber nun mal bereits drei Boote beauftragt haben, könnte ich mir aus Gründen der Umlaufreserve auch ein viertes Boot vorstellen.
@ Nachhaltig sagt:
15.09.2026 um 22:19 Uhr
Das FloDiBo fährt gerne ohne weitreichende Waffen, weil Luftraumüberwachungsradare bzw. Feuerleitradare die sensiblen Antennen stören bzw. zerstören.
@Nachhaltig:
Wie bereits @Küstengang 01, so hervorragend ausgeführt hat, ist die aktuelle Flotte Ausbund einer reinen Industriepolitik.
Die Boote sollten für OoA-Einsätze eine längere Stehzeit haben und diente eher der Auslastung der Werften, denn der Notwendigkeiten in der sich anbahnenden Bedrohungslage.
Auch hier ist aber die Personallage bereits sehr angespannt. Die Idee der rotierenden Besatzungen ist m.W. daher schon obsolet geworden, weil man eifach nicht genug „humane Umlaufreserve“ hat.
Daher ist halt sehr wichtig, die Personalmenge an sich, eher gering zu halten.
150 Pax mögen nicht viel sein, aber es sind schon mal 150 mehr, als man bisher benötigt hat.
Und ob man dieser Einheit benötigt oder nicht – mit den kolportierten 1,5 Mrd EUR könnte man sicher auch die allgemeinen schwimmenden Materialengpässe sehr gut behebn.
Im Bereich der Logistik sind wir seeseitig nicht allzu gut aufgestellt. Ich verweise auf die Hängepartie des Ersatzes der alten Ein-Hüllen-Tanker durch militarisierte Gebraucht-Tanker oder die Beschaffung der Schnellboote für das KSM. Auch die Tender sind nicht mehr up-to-date (@Küstengang 01 hat das bereits ausgeführt) und benötigen einen Ersatz.
Mit 28 Containerplätzen und ohne Hangar kann man dauerhaft keine sinnvolle Unterstüzung mehr leisten. Aber das Projekt MUsE (Tender 405) ist offenbar auch wieder weiter nach hinten gerückt. Klar ist allerdings auch, dass die Kiellegung einer Fregatte bessere Bilder liefert, als die eines ollen Tenders, aber mittlewerweile sollte auch dem Letzten klar geworden sein, dass die schönste Fregatte nicht schießt, wenn niemand in der Lage ist, ihr Raketen und Munition zu liefern.
Es geht also hier um die sinnvolle Allokierung der Must-haves, statt der weiteren Beauftragung der Nice-to-haves.
Nebenbei verstehe ich den Ansatz nicht, Einkaufspreis mit der benötigten Besatzung in Verbindung zu bringen, aber das ist auch nicht so wichtig.
MEKO A-200DEU: „Das Typschiff macht gute Fortschritte, der Rumpf nimmt Form an“. Angebliche Insiderinformationen. PS. Beinhaltet CIR auch die Überwachung von Unterwasserinfrastruktur, sowohl unserer eigenen als auch der des Gegners? Dort entfallen 75 bis 80 Prozent des Preises auf Spezialausrüstung… Regards.
Weil immer wieder auf die Finanzierung anderer Projekte verwiesen wird:
ist denn bekannt, ob sich aus der Bestellung der 4. Einheit eine aufschiebende Wirkung auf andere Vorhaben ergibt? Zuletzt spielte Geld – salopp gesagt – überhaupt keine Rolle. Warum jetzt bei der Marine?
Wenn es bei MUsE und Co. nicht vorwärts geht, dann wohl nicht weil ein weiteres Flottendienstboot bestellt wird, sondern weil die Projekte konzeptionell und/oder technisch noch nicht so weit sind dass man sie den Haushältern vorlegen könnte.
Oder die Beschaffer bewerten die Dringlichkeit anders.
Im Gegensatz zum kalten Krieg hat man auch keine 40 Schnellboote mehr auf der Ostsee, die alle 48 Stunden an die Tankstelle müssen.
@Küstengang01 (google) Das hier hat mich wirklich beeindruckt:
https://www.calcalistech.com/ctechnews/article/rkfiehsnmg
250 Millionen Schekel (80 Millionen Euro), inklusive des Austauschs aller Kabel und Rohre. Ich verstehe die „internen Kosten“, aber die K130 hat Modernisierungspotenzial.
Auslastung der Werft?
Gefährdung von Arbeitsplätzen?
Industrie-Politische Order?
Industrieförderung?
Und hier bei Airbus anders?
Nach Angaben der „Bild“ plant das BMVg die Beschaffung von 16 weiteren Transportflugzeugen A400M. Diese sollen einen Teil der Bestandsflotte ersetzen — es handelt sich also nicht (!) um eine Stückzahlerhöhung.
Die Maschinen stehen erst seit 2014 im Dienst stehen, und schon einige „abgeflogen“?
„Die Stückzahl von 16 (würde) es Airbus Defence and Space erlauben, die Produktion für genau zwei weitere Jahre aufrechtzuerhalten“. (@Clemens_speer)
Übrigens hat Frankreich erst 26 seiner 50 bestellten abgenommen, Spanien nur 14 seiner bestellten 27, – reicht zur Auslastung nicht hin?
Oder spielt die frühsommerliche Idee einer Gunship-Version mit dann zusätzlichen Maschinen eine Rolle?