Demnächst: günstige Tomahawk-Variante aus Leipzig?
Deutschland hat zwar – wie auch andere Verbündete – von den USA eine Zusage zur Lieferung von Tomahawk-Marschflugkörpern erhalten – aber wann sie kommen (und ob wirklich), weiß niemand. Bei der Suche nach Alternativen wird unter anderem eine Produktion in Deutschland genannt: aktuell Anthem-Marschflugkörper der US-israelischen Firma Covenant, die bei Leipzig gebaut werden sollen.
Die bislang jüngste Meldung dazu kam am (gestrigen) Freitag von der Nachrichtenagentur Reuters:
U.S. defence company Covenant plans to begin producing intermediate-range missiles near Leipzig from 2027, sources told Reuters on Friday, as Germany searches for affordable cruise missiles that can be deployed in large numbers.
The missiles would have a range of more than 1,500 kilometres and production capacity could reach up to 1,000 units a year, the sources said.
While Covenant is a U.S. company, most components for the planned production are expected to be sourced from Germany and other European countries, they added.
Wie schon gegenüber Reuters wollte das Verteidigungsministerium auch am (heutigen) Samstag diesen Bericht nicht kommentieren; es handele sich um eine Frage der Industrie.
Nun ist über das Unternehmen Covenant vergleichsweise wenig bekannt, das Startup mit Wurzeln in Israel und den USA scheint jedoch prominente Finanziers zu haben, wie die Jerusalem Post erst vor zwei Wochen berichtete:
Covenant was founded in 2024 by Michael Kaufman, an American investor and entrepreneur operating out of Israel. The company, which has subsidiaries in Israel and Germany, has so far maintained an exceptionally low public profile and has no official website. That has not prevented it from raising hundreds of millions of dollars from major Silicon Valley funds, including Founders Fund and Andreessen Horowitz.
Nach einem Bericht des Informationsportals Politico vom Juni hatte das deutsche Verteidigungsministerium angesichts der Aussicht auf Verzögerungen bei der Lieferung von Tomahawk-Marschflugkörpern unter anderem bei Covenant angefragt; und auch Politico hatte ein bisschen mehr zum Hintergrund des Unternehmens:
Company information reviewed by POLITICO describes Covenant as a U.S.-Israeli-linked firm founded in 2024, with plans to build a sovereign European supply ecosystem and production lines in Germany and the United Kingdom.
Its investors include U.S. venture capital firms Founders Fund, led by German-American tech investor Peter Thiel, Andreessen Horowitz, led by Marc Andreessen and Ben Horowitz, as well as Lux Capital and Lightspeed Venture Partners.
Da drängt sich natürlich die Frage auf, ob die im Zusammenhanbg mit einem Drohnen-Unternehmen geäußerten Bedenken von Verteidigungsminister Boris Pistorius gegen den Investor Peter Thiel in diesem Fall von Bedeutung sind. Wichtiger scheint allerdings, dass Covenant mit seinem Marschflugkörper Anthem als kostengünstiger Alternative zum Tomahawk Fortschritte macht. Aus dem oben verlinkten Bericht der Jerusalem Post:
American start-up Covenant Industries successfully conducted a live launch of its innovative new Anthem cruise missile last week in the Tan Tan area of southern Morocco, as part of a joint military exercise involving the US military and the Moroccan Armed Forces. (…)
As part of the wave of defense tech companies, Covenant focuses on developing advanced warfare technologies at relatively low cost. Anthem is intended to be its flagship product, offering a cheaper alternative that is easier to mass produce than heavy and expensive cruise missiles such as the US Tomahawk, while maintaining long range capabilities and precision strike capacity.
Und daran sind natürlich auch die US-Streitkräfte interessiert, deren bisherige Munitionsbestände als Folge des Angriffskrieges gegen Iran bedenklich niedrig werden. Nicht ohne Grund dürfte der jüngste Test vor wenigen Wochen auf dem gemeinsamen Africa Multidomain Training and Experimentation Center der USA und Marokkos gelaufen sein.
(Foto: Vorbereitung für den Test eines Marschflugkörpers in Tan Tan in Marokko; ob es sich bei dem abgebildeten System um den Anthem-Marschflugkörper von Covenant handelt, wird im Bildtext der US-Streitkräfte ausdrücklich offengelassen:
Defense-industry partners prepare a cruise missile for a live-fire demonstration at the Africa Multidomain Training and Experimentation Center in Tan-Tan, Morocco, Aug. 5, 2026. The demonstration was held to support regional defense capabilities and joint training interoperability (U.S. Army photo by Capt. Jordan Beagle) This photo was altered for security purposes by blurring out defense industry names and logos.)
Was einen in diesem Bereich wundern kann:
Gerade Hi-Tech-Deutschland könnte solche Systeme selbst entwickeln und herstellen. Nur das Testen hierzulande ist schwierig…
Einen europäischen Markt und einen Weltmarkt gibt es ja zunehmend durchaus.
Bei Abfangraketen mit grösster Reichweite gilt das gleiche.
Komplex & teuer sehr wohl, aber der Markt wird ja immer grösser…
Man darf gespannt sein.
Und weshalb nicht der ukrainische FLAMINGO ? Ich weiß nicht ob dieser ausentwickelt ist, aber wenn nicht könnte Deutschland mit seinen F&E-Kapazitäten da sicher aushelfen.
@ Thomas Melber, 29.08.2026, 15:31 Uhr:
„ Und weshalb nicht der ukrainische FLAMINGO ? “
Vermutlich weil es sich bei Covenant um eine US-israelischen Firma handelt, die natürlich ihr eigenes Produkt herstellen und verkaufen möchte.
„…U.S. defence company Covenant plans to begin producing intermediate-range missiles near Leipzig from 2027,…“
Grundsätzlich gute Neuigkeiten. Vor allem wird es interessant sein, zu beobachten, ob sich „hybride“ Kräfte auch an US/ISR Infrastruktur bzw. Personal „herantrauen“.
[Vollständig hinter Paywall, deshalb Link entfernt.
Aber es scheint, dass sich ein Teil der Informationen hier findet:
https://www.moroccoworldnews.com/2026/08/334962/us-startup-covenant-tests-cruise-missile-at-amtecs-first-live-fire-in-tan-tan/
T.W.]
ungefähr fünf Meter lang und mit einem leistungsstarken Sprengkopf ausgestattet…
Danke, das hatte ich übersehen.
Flamingo ist „Resteverwertung“ sowjetischer Komponenten. U. a. das Triebwerk des L-39 Albatros und die FAB-250 Bombe. Diese Komponenten haben wir nach der Wiedervereinigung entsorgt und müßten sie jetzt wieder beschaffen. Das würde wenig Sinn machen. Für die Ukraine macht das Sinn, da eben große Bestände an alten Triebwerken vorhanden sind. Die müssen ja nur einmal laufen, daher kann man auch Triebwerke benutzen, die nicht mehr für den Betrieb in Flugzeugen geeignet wären.
@Thomas Melber, wäre sicher auch eine Idee. Frage wäre halt nur wer sollte das übernehmen? Aktuell müsste das, mangels entsprechender Aufträge, aus eigener Tasche erfolgen.
Wenn in Deutschland durch die Industrie eine Produktionslinie für günstige Marschflugkörper eingerichtet wird, ist dies auf jeden Fall gerade eine gute Nachricht. Ich bin hier jedoch bereits mehrfach belehrt worden, dass man nicht einfach Waffen ohne Genehmigung und Aufträge produzieren darf. Weiß man also schon etwas über einen bereits vorhandenen Auftraggeber?
Naja, bei MBDA ist noch der Taurus NEO in Entwicklung. Als günstiges Produkt würde ich diesen aber nicht bezeichnen. Grundsätzlich sollte MBDA aber das Know-How haben, um auch Low-Cost-Marschflugkörper zu entwickeln.
Rheinmetall kann das sicher auch. Und mich wundert es hier eher, dass Pappberger hier noch kein Rheinmetall-Produkt verkündet hat.
Last but not least sollten auch Diehl Defence und Dynamit Nobel sowas herstellen können.
An fähigen Firmen sollte es nicht scheitern. Eher an Kapazität und dem Risikoappetit für eine Neuentwicklung.
Wir waren ja schon mal an diesem Punkt. Vor Monaten war ja schon bekannt, dass bestimmte Systeme betrachtet werden. Schon damals war die Auswahl *interessant*.
Laut der ursprünglichen Quelle bei Politico geht es in Phase 1 der Beschaffung wohl nur um den Preis.
Hauptsache billig. Da werden die Bars und Flamingo eben auch neben dem Anthem genannt. Bars ist dabei ja eher in die leichte Kategorie einzuordnen und Flamingo ist schwer oder überschwer. Guckt man sich die ersten Marschflugkörper der USA an, erkennt man gewisse Parallelen.
Auch will man schnell große Mengen beschaffen können. Wie das bei Covenant Industries funktionieren soll, bleibt ein Rätsel. Bei dem Flamingo wäre das auch eher schwierig wegen der Triebwerke. FirePoint behauptet, sie hätten den Markt leergekauft, sagen aber gleichzeitig, dass ihnen bald die Triebwerke ausgehen. Deshalb hätte man ein Projekt für neue Triebwerke auf den Weg gebracht.
Gebaut wird ja bereits, woanders in Deutschland. Nur von Aufträgen hört man nichts.
Rheinmetall baut eine Produktion für den Marschflugkörper Ruta 2 von Destinus auf. Die Produktion soll noch vor Jahresende anlaufen.
Wie lange wird Covenant Industries wohl brauchen? Wo in Leipzig hat man Gelände, auf denen man mit derart großen Mengen Sprengstoff hantieren darf?
Auch der Punkt, dass das Ministerium bei einer Garagenfirma ohne fertiges Produkt und ohne Produktion nachfragt, ist seltsam. Das riecht nach Vitamin B.
Dabei könnte man ja mal seine Lehren ziehen. Als man vor 3 Jahren Artilleriemunition bestellt hat, ging ein Auftrag an Rheinmetall und der andere an DiNa (Diehl Nammo). Wer liefert jetzt und wer bastelt noch?
DiNa hat im März verkündet, dass die Firma jetzt offiziell gegründet wird. Bei dem Spreewerk Lübben
war von einer Munitionsproduktion in 2027 die Rede.
Auch bei vielen anderen Projekten rund um günstige Marschflugkörper, Artillerieraketen oder Boden-Luft-Lenkflugkörper ist das Problem am Ende die Produktion. Manche Firmen haben sehr gute Ideen, wie man die Produktion deutlich einfacher und günstiger gestalten kann. Aber die muss man dann noch umsetzen.
Wer mit Sprengstoffen und Raketentreibstoffen arbeiten will, braucht Gelände mit entsprechender Genehmigung und das Fachpersonal dafür.
Dazu kommt das Navigationssystem. Einen Lenkflugkörper zu bauen ist das eine, ihn ins Ziel zu steuern ist aber was anderes. Der Flamingo hat am Anfang eigentlich nichts getroffen.
Allerdings haben wir ja einfach mal GARNICHTS in dem Bereich angestoßen. Absolut NICHTS!
Der Krieg dauert jetzt schon 4,5 Jahre.
Es gibt da auch noch ausgewachsene Angebote:
Lockheed Martin sucht noch einen Käufer für seinen Mako.
Ursprünglich aus einem Programm, um die AGM-88G (anti Radar) durch einen Multifunktions-LFK zu ersetzen. Am Ende haben die USA einfach die AGM-88G mit neuem Sensorpaket bestellt.
GB hatte man diesen Lenkflugkörper 2024 für den Eurofighter angeboten, inkl. Produktionslinie.
Man weiß nicht viel, außer:
4m Länge
590 kg Gewicht
59 kg Gefechtskopf
Montage an Bombenracks
Geschwindigkeit größer Mach 5
Multisensorpaket zur Bekämpfung diverser Ziele an Land und zur See.
Die Reichweite dürfte um die 300km liegen.
Und der Entwurf wurde um Preis/Leistung herum getrimmt.
Mit entsprechendem Technologietransfer hätte das was. Das geht zwar nicht so schnell, würde aber mittelfristig so einige Lücken füllen. Irgendwie muss man nämlich auch die Luftverteidigung des Gegners zerstören.
@Nachhaltig: Richtig. Erforderlich ist v.a. eine Genehmigung nach KrWaffKontrG. Im Übrigen ja nicht nur für die Herstellung, sondern auch den Erwerb, das Überlassen an andere, den Transport im Bundesgebiet, etc.
Interessant wird auch, ob und wie einfach diese Waffen in vorhandene Systeme integriert werden können, wenn man beispielsweise an die Fähigkeiten der Bundeswehr denkt.
Mehr Unabhängigkeit vom MIK der USA speziell in Zeiten von Trump ist da eine gute Sache. Mittelbar gilt aber auch für Herrn Kaufman, dass er als US-Bürger natürlich ggf. Trumpschen Restriktionen ausgesetzt sein könnte, selbst, wenn er dauerhaft in Israel ansässig ist.
(google): Auch der Zeitpunkt und der Ort dieser „Produktionssysteme“ geben uns Rätsel auf. Vielleicht ist die Endmontage und Installation des 500/1000-Pfund-Gefechtskopfes an einem anderen Ort geplant, sogar in einem anderen NATO-Land? Regards…
Zurück zur Überschrift.:
„Günstige Drohnen aus Leipzig“
Was heute jedem incl. der Poiltik und (Rüstungs) Industrie klar sein dürfte:
Für langreichweitige Marschflugkörper mit Turbinenantrieb, langreichweitige Abfangraketen und sogar langreichweitige, sehr teure Träger-Raketen besteht ein starker Bedarf.
Im Falle von Deutschland wäre die Expertise, die Kapazität und wohl auch das Geld vorhanden.
Und der Bedarf seit den unruhigen Zeiten von Iran, Gaza und Ukraine ist leider hoch und strahlt auch auf nicht unmittelbar betroffene Staaten aus. D.h. hohe Exportchancen.
Aufgrund der Rüstungsvorschriften hierzulande und auch dem nötigen Kapital kommen wohl überwiegend die üblichen Verdächtigen aus der ( Groß ) – Rüstungsbrache in Frage.
Die notwendigen Tests benötigen freie Schußbahn über mind. 1000 km ( Wasserfläche, und nein, Peenemünde ist nicht tauglich ).
Ohne Kooperation mit bspw. einem skandinavischem Land gehts also nicht.
Schaun mer mal…
PS:
Und ja, heute sind die 500km+ eines Taurus eher peinlich…
@Apollo11:
Ich würde stark vermuten, dass die Begrenzung auf ~500km eher eine politische Entscheidung war, denn eine technische Limitation. Nach dem Motto: „Wir wollen keine Langstreckenwaffen, die für offensive Schläge verwendet werden können.“
Einerseits als Signal gegenüber einem (damals noch) friedfertigeren Russland, welches natürlich solche Waffen immer als Bedrohung gegen sich selbst auffassen will, Andererseits aufgrund der Abbildung dieser Fähigkeiten durch andere Bündnispartner (USA), die aber inzwischen nicht mehr als verlässlich gelten können.
Einen Flugkörper mit größerer Reichweite zu bauen, wäre technisch sicherlich kein Problem. Entscheidend ist aber, was der zusätzlich noch alles können muss. Die hierfür erforderliche Steuerungselektronik begrenzt die zur Verfügung stehende Nutzlast und Treibstoffkapazität bei gegebener Größe.
Die dt. Marine bekommt ja jetzt ballistische Raketen aus Israel. Die Frage ist ja nur, auf welchen Schiffen die LORA Raketen stationiert werden? Die Fregatte Sachsen-Anhalt hat im Nordatlantik mindestens 2 LORA Raketen gestartet. Es gibt auf Twitter ein Video von dem Start einer Rakete von der Sachsen-Anhalt, F 125 Klasse, von Clemens Speer veröffentlicht und auch der Spiegel berichtet von dem Raketentest. Die LORA soll eine Reichweite von mehr als 500 km haben. Die Frage ist nur, ob Iris-t & LORA gleichzeitig auf den Fregatten der F 125 Klasse stationiert werden können? Denn dann könnte man aus unseren Übergrossen Patrouillen-Booten der F 125 Klasse noch ernsthafte Kriegsschiffe zur Abschreckung von Russland machen.
@closius: Dass die Deutsche Marine die Flugkörper „bekommt“ ist noch lange nicht raus. Das war eine Technologieerprobung, mit einem auf das Flugdeck geschnallten Starter, der Konttolleinheit auf Biertischen im Hangar, und so weiter. Das sagt noch gar nichts über die Integrierbarkeit in die Schiffssysteme aus. Und autonom könnte die F125 das Ding natürlich auch nicht mit Zieldaten versorgen. Übertrieben gesagt: Der Test hätte auf jedem Frachter stattfinden können. Und bis es den LORA mal in Marineausführung in Serie gibt, wird das ein etwas angetestetes Wunschprojekt bleiben. Aber wenn wir Glück haben, ein Wunschprojekt das weiter getrieben wird.
Wie auch immer, ohne KWS, und zwar erhebliche, bleiben die F-125 „Kolonialfrachter“.
Also abwickeln oder ein Kampfschiff draus machen.
Anderes ist Ressourcen-Verschwändung, vor allem an Personal.
(google) Ich glaube nicht, dass es Probleme mit der Serienproduktion der „germanisierten“ C-LORA in Deutschland gibt. Übrigens berichtete IAI vor zwei oder drei Jahren, dass sie auf Wunsch eines Kunden (Aserbaidschan?) die Reichweite der LORA bei gleichbleibender Nutzlast deutlich erhöht hätten. (In einer Situation, in der jede Terrorgruppe über Mittelstreckenraketen verfügt, sind Nichtverbreitungsregeln bedeutungslos geworden.) Eine Option mit einem elektrooptischen System in der Endphase des Fluges zur Bekämpfung beweglicher Ziele (ähnlich wie bei ROCKS und Golden Horizon) ist durchaus denkbar. Die programmierbare quasiballistische Flugbahn der „5M“ entspricht nicht der Flugbahn eines langsam fliegenden Marschflugkörpers. P.S.: Meiner Meinung nach eignen sich die riesigen Heckabteile der F-125, die eigentlich für überflüssige Rettungsboote vorgesehen sind, ideal für die Installation von Luft- und Raketenabwehrsystemen. IMO. Regards…
Bei der angekündigten Jahreskapazität würde ich zwischen möglicher Fabrikleistung, tatsächlich bestellten Flugkörpern und militärisch abgenommenen Lieferungen unterscheiden. Ein erfolgreicher Start beantwortet noch nicht die Frage, wann ein Verband das Gesamtsystem nutzen kann. Für den Vergleich mit Tomahawk wären deshalb neben Stückpreis und Reichweite auch Startgerät, Missionsplanung, Erprobungsstand und gesicherte Zulieferung interessant. Ist bereits öffentlich bekannt, welches Startsystem für die deutsche Anthem-Produktion vorgesehen ist?
Transparenz: Wir schreiben als Gefechtsklar-Redaktion. Im Website-Feld ist unser älterer Typhon-Hintergrund verlinkt; er ist keine Quelle für die aktuelle Covenant-Meldung.
[Wenn ihr schon auf die Meldung aus dem vergangenen Jahr verweist, gehört dazu natürlich auch, dass die gewünschte Lieferung Tomahawk/Typhon vermutlich eine ganze Weile auf sich warten lassen wird – das ist ja mit ein Grund für die Suche nach Alternativen. Sollte auch erwähnt werden. T.W.]
Nicht nur Leipzig, ganz sicher wird künftig das Osnabrücker VW Werk als Rüstungsstandort verwendet werden, und zwar durch den Verkauf an Rafael Advanced Defense Systems/Israel und das Land Niedersachsen.
Rund 1400 von 1800 Arbeitsplätzen sollen bestehen bleiben.
Durch die Verkaufsvariante ist ein bisher signalisierter Einspruch von Katar (Qatar Holding LLC) mit seinem Aktienanteil von 17% der Stimmrechte, was einem Kapitalanteil von 10,4 % entspricht, umgangen. Das Emirat ist drittgrößter Großaktionär, der sich informell gegen israelische Rüstungsproduktion in Osnabrück positionierte.
Die Stadt Osnabrück, der VW Betriebsrat und das Land Niedersachsen stehen für die Maßnahme.
Mittelfristig wird OS ein Kompetenzzentrum für Sicherheits- und Verteidigungsindustrie werden; kurzfristig ab Sommer 2027, nach Auslauf des VW T-ROC Cabrio, werden Iron Dome Teile hergestellt werden.