Entscheidung über Kamikaze-Drohnen: Pistorius teilt Bedenken zu Investor
In der kommenden Woche soll der Haushaltsausschuss des Bundestages über die Beschaffung von so genannter Loitering Munition, also Angriffsdrohnen, entscheiden – aber die Bedenken gegen einen Investor der beteiligten Firmen haben auch Verteidigungsminister Boris Pistorius erreicht. Es müsse geklärt werden, welchen Einfluss der Trump-Unterstützer Peter Thiel auf das operative Geschäft der Herstellerfirma Stark Defence habe, sagte der Minister.
Pistorius äußerte sich am (heutigen) Dienstag am Rand eines Besuches beim Kommando Spezialkräfte des Heeres in Calw dazu:
Der Haushaltsausschuss des Parlaments soll am 25. Februar über zwei Vorlagen aus dem Verteidigungsministerum entscheiden, mit denen sowohl von Stark Defence als auch von der Firma Helsing solche Kamikaze-Drohnen bestellt werden. Der Vertrag mit Stark hat einen Gesamtvertragswert von rund 2,9 Millarden Euro für die kommenden Jahre. Davon sollen knapp 270 Millionen Euro fest beauftragt werden, mit denen zunächst ein Einsatzset Loitering Munition System mit 20 Exemplaren des Einweg-Flugsystems Virtus, eine Bodenkontrollstation, ein Ersatzteilpaket sowie Simulationssysteme für Ausbildungs- und Übungszwecke und Dummy-Gefechtsköpfe beschafft werden.
Neben Kritik an den Kosten – der Gesamtvertragswert für den Vertrag mit dem zweiten Hersteller Helsing fällt mit knapp 1,5 Milliarden Euro deutlich geringer aus – wurde vor allem Kritik an dem US-Unternehmer Peter Thiel laut, der als Investor an Stark Defence beteiligt ist. Thiel war immer wieder und gerade in jüngster Zeit mit merkwürdigen bis hin zu demokratiefeindlichen Äußerungen aufgefallen.
Das Unternehmen selbst wies Angaben zu Einflussmöglichkeiten von Thiel zurück:
Wir äußern uns grundsätzlich nicht zu Details unserer Aktionärsstruktur. Zu den Fragen im Hinblick auf die Beteiligung der Investmentgesellschaft von Peter Thiel nur so viel: Bei ausländischen Investitionen in deutsche Rüstungsunternehmen bei Überschreiten von 10 Prozent eine verpflichtende Vorab-Prüfung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, ob gewichtige Interesse der BRD beeinträchtigt sind. Gleiches gilt, sollten unterhalb dieser Schwelle Sonderrechte etwa bei der Besetzung von Gremien oder sonstige untypische Einflussmöglichkeiten bestehen. Nichts davon ist hier der Fall – die Beteiligung liegt unter der Schwelle und es gibt auch keine besonderen Kontroll- oder Einflussmöglichkeiten. Auch bestehen keine Informationsrechte zu unseren Produkten oder Geschäft. Die Weitergabe von technischen Details unserer Produkte ist wiederum export-reguliert und bedürfte einer vorherigen Freigabe durch das Bundesamt für Außenwirtschaft (BAFA).
(Foto: Virtus Loitering Munition von Stark Defence – Foto Hersteller)
Die Bedenken dürften berechtigt sein. Der Deutschlandfunk hatte am 09.05.2025 einen Beitrag unter dem Titel ‚Die Peter Thiel Story‘ gesendet.
Dieser gilt als einer der sogenannten ‚Golden Boys‘ (Strippen-Zieher) hinter dem eingeleiteten sowie fortlaufenden Rechtsruck in den Vereinigten Staaten und insbesondere als Trump und Vance Unterstützer.
‚Er lehnt die Demokratie als Staatsform strikt ab.‘
Peter Thiel bevorzugt die Interaktion im Hintergrund des Geschehens, seine Geschäfte und seine Netzwerke an Beteiligungen ist nur schwer zu durchschauen. Seine Aktivitäten im Management der Hedgefonds – Szene war keineswegs stets mit Erfolgen gekrönt. Clarium Capital hat er wohl gegen die Wand gefahren.
Aber mit PayPal und seinen guten Beziehungen zu Elon Musk under dessen Umfeld hat er für sich ein beachtliches Vermögen generiert.
Es darf auf Vorsicht gesetzt werden, wenn ein Investment – Unternehmen im Fokus steht, an welchem Peter Thiel unmittelbar oder auch nur mittelbar beteiligt ist.
Leider kommt nicht immer Gutes aus den USA und eine Verstrickung mit Peter Thiel oder auch nur der Anschein hierbei muss unter allen Umständen vermieden werden.
In Deutschland und Europa muss der Aufwuchs der Streitkräfte skandalfrei bleiben. Damit ist die einzig mögliche Antwort vernünftigerweise vorgegeben.
Die Beteiligung eines ausländischen Investors würde ich nicht als problematisch betrachten (Hat bei Heckler & Koch ja offensichtlich auch nicht sonderlich gestört). Dürfte eher daran liegen, dass der Mann, nun ja, „interessante“ Ansichten hat.
Wenn Thiel hier auf AG kommentieren würde, stünde unter jedem Kommentar der obligatorische Hinweis von Herrn Wiegold „Ich unterbinde das dann mal ab hier…“
Man kann es aber auch so sehen. Der Mann ist leicht zu umschmeicheln. Wenn Pistorius ein Abendessen mit ihm durchhält und fleißig ein paar Bibelverse zitiert, kommt man uns bestimmt beim Preis entgegen.
Die Idee auf zwei Systeme/Lieferanten zu setzen, begrüße ich. Beide haben ihre Stärken und Schwächen und so engt man sich nicht zu sehr ein und gewinnt an Flexibilität.
Was soll das denn. DEU ist mittlerweile mindestens das 5. Land in das Stark die Virtus liefert und wir beschaffen erstmal nur 20 von den Dingern zu umgelegt 10,35 mio € pro Stück? Welchen Sinn macht das??
Thiel ist ein Libertärer mit viel Erfolg, Einfluss und Geld, und Döpfner-Springer-Buddy, aber was soll das Kriterium denn. Er ist Minderheitsanteilseigner unter 10%. Gesinnungsprüfung einführen geht vergaberechtlich nicht, und dann müssten wir konsequenterweise alle Foreign Militay Sales Beschaffungen aus USA canceln.
Patrick S.
‚Die Beteiligung eines ausländischen Investors würde ich nicht für problematisch betrachten…‘
Doch. Ist ein Problem. Was macht STARK und SKD (SE)?
Bitte einmal das LOBBY – Register des Deutschen Bundestages aufrufen. Und wir werden fündig. Wer hätte das gedacht?
SKD als Europäer Gesellschaft auf Aktien Basis, also SE, aber kein Handel.
5 Personen mit Leitungsfunktionen. Büro in der Französischen Strasse in Berlin Mitte. Wer da etwa Drohnen produziert?
Nein. „STARK setze sich dafür ein, dass das Beschaffungswesen durch mehr Verantwortung für die Bundeswehr – Beamten (so wortwörtlich) beschleunigt wird.“ So steht es im Lobbyregister. Und der Jahresabschluss und Rechenschaftsbericht. Derzeit nicht vorhanden. Umsatzberichte? Nicht vorhanden. Bei allen anderen Positionen zu den Finanzen : 0,00.
Wir sind möglicherweise in einer Lobby und Ideen-Schmiede gelandet. Aber wenn man Drohnen bauen möchte, dann muss ganz sicher doch irgendwo GELD herkommen. Aber nur woher, zumal keine Aktien gehandelt werden.
Vielleicht das sogenannte Risiko – Kapital. Zuwendungen oder Querfinanzierung durch Hedgefonds?
STARK firmiert als deutsches Unternehmen mit Eintrag beim AG Amtsgericht Charlottenburg im dortigen Handelsregister. Transparenz und Offenlegung der Umsätze und Erstellung von Bilanzen ist Pflicht.
STARK ist aufgerufen und nach deutschem Recht zur Transparenz und Offenlegung der Kapitalzuflüsse. Ansonsten dürfte die Teilnahme an Öffentlichen Rechtlichen Ausschreibungen außerordentlich schwierig, wenn nicht gar unmöglich werden.
Die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler bezahlen in diesem Land für die Ausrüstung der Bundeswehr.
Nicht nur wegen seiner Beziehungen zu Trump sollte man Abstandzu Thiel waren, denn auch seine Verbindung zu Palantir ist eine große Gefahr.
Also ich finde, die Bundeswehr sollte Ausrüstung und Waffen & Munition nur von solchen Firmen beschaffen, die halal sind …. sarc off.
Es wird ziemlich einsam um uns, wenn wir nur noch mit Unternehmen arbeiten wollen, deren Kapital nur aus rechtgläubigen Quellen stammt.
Macht aber nix, sagt der Berliner/Brandenburger/Sachse, und tankt weiterhin sein chinesisches Auto mit dem Benzin aus Schwedt (das mehrheitlich Rosneft gehört).
Wahnsinn wieviel Aluhut und moralischer Zeigefinger schon wieder unterwegs sind….
Käme STARK aus UKR würde man laut klatschen und freiwillig das doppelte zahlen!
Habe ich was überlesen? ist Thiel nicht auch an Helsing beteiligt?
Die Herausforderung ist grundsätzlich: wie verhindert man den Einstieg eines nicht genehmen ausländischen Investors, insbesondere wenn das betreffende Unternehmen in Schieflage ist und dringend frisches Kapital benötigt ? Wir erinnern uns: die causa Mercedes-Benz, wo über sehr lange Zeit der Iran ein großer Aktionär war. Heute sieht das so aus:
„Weltweit sind rund eine Milliarde Mercedes-Benz Aktien im Umlauf. Die chinesische BAIC Group ist mit 9,98 % der Stimmrechte der größte Einzelaktionär der Mercedes-Benz Group AG. Zu den weiteren großen Anteilseignern zählen der chinesische Investor Li Shufu (seit 2018) und der Staatsfonds von Kuwait (seit 1974). Li Shufu hält über die Firma Tenaciou3 Prospect Investment Limited einen Anteil von 9,69%.“
Ist MB nicht auch in der Rüstung aktiv, insbesondere bei Entwicklung und Lieferung geschützter Fahrzeuge ? Das soll nicht heißen, daß man sich seitens China aktiv in diese Geschäftsbereiche einmischt (Einsichtnahme von Konstruktionsunterlagen, u.a.), aber die Möglichkeit gäbe es ggf.
Hier die Quelle:
https://group.mercedes-benz.com/investoren/aktie/aktionaersstruktur/#:~:text=Aktion%C3%A4re%20der%20Mercedes%2DBenz%20Group,der%20Mercedes%2DBenz%20Group%20AG.
So viel Zeit muß sein.
Wegen einer 10%-Beteiligung eines Investors aus den USA haben wir nun plötzlich Probleme?
Was ist mit der Beteiligung von Kuwait an Daimler Truck? Was ist mit der Beteiligung von Qatar an Volkswagen? Ja, der Investor Thiel ist als Person sicherlich nicht der Traum jeder Demokratie. Aber dann müssen wir alle nicht-europäischen Investitionen in deutsche (europäische) Schlüsselunternehmen hinterfragen.
Und es ist (leider) halt auch so, dass bis vor kurzem die Rüstungsindustrie das Image eines Schmuddelkindes hatte, in das man als „guter“ Investor lieber nicht investiert hat. Was blieb dann übrig?
Lieber Herr Wiegold,
wie ich sehe, konnten Sie sich noch nicht dazu durchringen, meinen Kommentar von heute früh freizuschalten. Wollen Sie Herrn Pistorius erstmal die Warnung zukommen lassen, daß er auf dem besten Wege ist, sich lächerlich zu machen? Sie müssen auch diesen Kommentar nicht freischalten, ich verstehe das.
[Werter Uhrmacher, ich kann mich nicht etwa „noch nicht dazu durchringen“, sondern ich habe sehr schnell entschieden, den Kommentar zu löschen. Aus einem ganz einfachen Grund, der auch für andere gilt: Nach der Einleitung „Query bei ChatGPT:“ folgte ein Text ohne jegliche Belege. So was, wahlweise auch „ich habe Grok gefragt“ oder „Perplexity sagt mir“ machen wir hier bitte nicht. Schon gar nicht, wenn die dort wiedergegebenen Aussagen eines LLM ohne jegliche Quelle verwendet werden.
Wir wollen ja auch nicht „Quelle: Internet“ oder „hab‘ ich im Fernsehen gesehen“ als ernsthafte Quelle hier einführen.
Ein bisschen mehr Mühe müssen Sie sich schon geben. Und die Unterstellung, die Sie oben drauf geben, zeigt, dass es noch Luft nach oben gibt.
Ich gehe so ausführlich darauf ein, weil offensichtlich die Versuchung zunimmt, irgendeine Aussage irgendeines KI-Modells hier als scheinbar ernsthaften Kommentar anzubringen. Das lassen wir bitte.
T.W.
1. Pecunia non olet.
2. Die Interventionsmöglichkeiten eines Mindherheitsaktionärs ins Tagesgeschäft halten sich in Grenzen, 10% an einem Unternehmen, wahrscheinlich auch noch indirekt zu halten ist nicht gleich wie Elon Musk in seinen 100% gehaltenen Unternehmen zu regieren wie von Gottes Gnaden.
3. Investoren wechseln heutzutage so schnell, dass da morgen ganz andere Leute/Gesellschaften dran beteiligt sein können.
Die Diskussion über (zweifelhafte) Investoren wurde hier ja schon abgeräumt.
Nur soviel: Peter Thiel war einer der ersten Investoren von Facebook 2004 mit 500.000 US $. Bei der ersten Gelegenheit verkaufte er das Gro seines Anteils für das 800-fache ( Börsengang 2012 ).
Typischer Investor („take the money“).
Im Gegensatz zu bspw. Elon Musk („take the power“) mit „X“ aka Twitter. Und auch mit Space X.
Über andere ( staatliche ) Beteiligungen an dt. (Rüstungs-) Firmen würde ich mir mehr Gedanken machen…
Aber zum Drohnenteil. Ein wichtiger Grund für Augen-Geradeaus-Fans ist ja die Dokumentation von ( teuren ) Rüstungsbeschaffungen auf dieser Webseite:
Wenn ich das richtig beobachtet habe entstammt ein Gedanke der Massenbestellung ( ca. 900 Mio. € für 12,000 Drohnen, d.h. als Hausnummer ca. 75.000 € pro System ) der Absicherung der Litauenbrigade. Man hat ja nichts.
Vorteil:
– Das System ist grundsätzlich in der Lage Kampfpanzer auf 80 km+ zu elimieren.
– Kann man ins Hinterland schicken und Aufklärung betreiben und bei Bedarf zuschlagen
– Senkrechtstarter ohne Rampe
Nachteil:
-Preis ( Einwegdrohne! ,dazu unten mehr )
– Aufgrund der Reichweite keine Glasfasersteuerung möglich. Es kommt ein „gehärteter“ Datenlink zum Einsatz. Oh-Mann…
Der wichtigste Geheimhaltungspunkt bei den neuen Drohnen wären also die Steuerungsfrequenzen. Die russische Eloka wartet nur darauf eine Million ( Euro, nicht Rubel ;-) zu zahlen für Insiderinformationen.
Wenn die Steuerung ausfällt ( und damit weit vorher auch die Videoübertragung ) geht nach deutscher Einsatzdoktrin nichts mehr. KI hin oder her ( Das druckt ja heute auch jeder Computer-Hersteller auf seinen Büro-PC ).
Um es mit den Worten eines ehemaligen deutschen Außenministers zu beschreiben: “ I am not convinced ( ich bin nicht überzeugt ) „.
Das liegt auch am Preis.
Die neu vorgestellten (Tandem-) Hohlladungs-Sprengköpfe von TDW mit 90, 110 und 140mm gegen gepanzerte Ziele wiegen ca. 1,5 , 3 und 6 kg. Alle können einen modernen Kampfpanzer ausschalten. Letzterer auch nur mit einem Schuss, egal wo der trifft. Aber FPV-Drohnenpiloten können ja auch von hinten oder oben die schwächere Panzerung angreifen. Da reicht dann die kleinste Tandem-Hohlladung.
Und das geht problemlos auch mit modifizierten Baumarktdrohnen für ein paar hundert Euro plus untergehängte Hohlladung ( 90mm Version mit 800mm getesteter Durchschlagleistung ). Massenhaft ähnlich im Ukrainekrieg im Einsatz ( deshalb keine teuren Kampfpanzereinsätze mehr in der Killzone ). Also nicht 12.000 wie von der BW bestellt ( und das sind auch Einwegdrohnen ! ) sondern Millionen…
Selbst wenn der „gehärtete“ Datenlink funktioniert, gegen einen anfliegenden Drohnenschwarm auf den Fahrzeugpark der Litauenbrigade und selbst nur mit Baumarktdrohnen bringt das wenig.
Da könnte man sich einen „Aufmarsch“ von zivilen Lieferwagen vorstellen mit jeweils 5 Drohnenpiloten und einigen Dutzend Drohnen pro Fahrzeug. Unentdeckt, Unheimlich, Unbesiegbar. Wäre evtl. ein Titel für das neue Buch von Carlo Masala ;-)
Trotzdem bei aller Kritik ein Schritt in die richtige Richtung.
@ Thomas Becker: „Also ich finde, die Bundeswehr sollte Ausrüstung und Waffen & Munition nur von solchen Firmen beschaffen, die halal sind …. sarc off.“
Primitiver geht es nicht – oder?
Peter Thiel lehnt die demokratische Staatsform offen ab. Er unterstützt das Trump Regime, welches vor kurzem damit gedroht hat EU-Territorium anzugreifen und unsere liberale Ordnung ablehnt.
Von solchen Unternehmen sollte sich Europa nicht abhängig machen.
Thiel hat vermutlich das mit seinem Geld gemacht, was hier jeder andere mit entsprechendem Weitblick auch getan hätte, hätte er Kohle zum Investieren gehabt. Breit aufstellen, was Zukunftssysteme angeht, damit man bei der früher oder später kommenden Rüstungsbonanza mit kassiert.
Kann man natürlich dagegen sein, dass irgendwer mit dem Bau von Waffen irgendwelches Geld verdient, aber auch der Facharbeiter an der Drehbank bei Heckler und Koch will seine Familie mit irgendwas ernähren. Und bei Startups geht das eben über Invest.
Dass es Lobbyisten gibt, die finden, dass Rüstungsbeschaffung in Deutschland nicht agil genug ist, ist auch geschenkt. Ist sie ja auch, selbst meiner unmaßgeblichen Meinung nach. Es sollte daraus nicht gefolgert werden, dass jegliche Entbürokratisierung solcher Beschaffungsmodalitäten immer von Übel sein muss. Zurück zum Lockheed-Skandal will wohl keiner. Aber es gibt durchaus eine große Welt zwischen den Extremen Korruption/Vetternwirtschaft und höchster bürokratischer Nabelschau bis zum allseitigen Konsens.
Wichtig ist, dass die Waffe, bzw. ihr Hersteller nicht in letzter Konsequenz entscheidet, ob abgedrückt werden kann, oder auf welche Ziele.