Bundeswehr-Generalinspekteur Breuer zum künftigen Chef des NATO-Militärausschusses gewählt
Bundeswehr-Generalinspekteur Carsten Breuer ist zum künftigen Vorsitzenden des NATO-Militärausschusses gewählt worden. Die Stabschefs der Mitgliedsländer der Allianz wählten den 61-jährigen General zum Nachfolger des italienischen Admirals Giuseppe Cavo Dragone. Der sechste Deutsche an der Spitze des höchsten militärischen Gremiums der NATO soll sein Amt im Juli kommenden Jahres antreten.
Die Wahl Breuers teilte die NATO nach der zweitägigen Sitzung des Ausschusses in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen mit:
Another major milestone for this year’s conference was the election of the next Chair of the NATO Military Committee.
Allied nations elected General Carsten Breuer, Chief of Defence of Germany, to be the next Chair of the NATO Military Committee. He will assume the post in summer 2027, for a three-year mandate.
Wie in diesen Fällen üblich gab es keine offiziellen Angaben, wie viele Stimmen Breuer und wie viele seine Gegenkandidatin, die kanadische Generalstabschefin Jennie Carignan, erhalten hatten.
Nach Angaben des deutschen Verteidigungsministeriums wird Breuer sein Amt als Generalinspekteur bis weit ins nächste Jahr ausüben: Bis zum Wechsel zur NATO bleibt sein Fokus uneingeschränkt auf seinen Aufgaben als Generalinspekteur der Bundeswehr.
(Für den Fehler, der sich in die erste Version der Überschrift eingeschlichen hatte, bitte ich um Entschuldigung)
(Foto: Der Vorsitzende des NATO-Militärausschusses, der italienische Admiral Giuseppe Cavo Dragone, r., und sein gewählter Nachfolger, Bundeswehr-Generalinspekteur Carsten Breuer – Foto dänische Streitkräfte via NATO)
Herzlichen Glückwunsch Herr General und viel Soldatenglück in neuer Aufgabe.
Angesichts der jüngsten Europäisch-Kanadischen Übereinstimmung, nicht nur im ökonomischen Bereich, hatte ich der kanadischen Generalstabschefin Jennie Carignan durchaus Chancen eingeräumt.
Und jetzt?
Welche Kanidaten als neuer GI?
@KPK
Gibt’s da echt so viele Alternativen zu Christian Freuding?
Glückwunsch an General Breuer! Wobei auch sicher seine Herausforderin den Job gut gemacht hätte!
Zur Nachfolge:
1. Wie eingeworfen: Christian Freuding ist eigentlich noch zu jung. Er wäre dann viel zu lange GI, sollte er nicht auch zur NATO odwr EU wechseln. Eher nicht.
2. General Sollfrank wäre eine gute Option. Gerade mit dem Background als Chef des Operativen Führungskommandos.
3. Admiral Stawitzki. Er käme durch seine mittlerweile 8-jährige Position als Chef der Abteilung Rüstung in Frage, die Bundeswehr als GI weiter aufzubauen.
@KPK & BSM: Christian Freuding wurde an dienstälteren Generälen vorbei Heeresinspekteur, was den Eindruck hinterließ, daß er das Vertrauen des Verteidigungsministers hat, deshalb ist er sicher der Favorit für den Generalinspekteur, Es sei denn, der Minister meint, daß er so schnell nicht auf diesen als Heeresinspekteur verzichten kann. Als zweiten Kandidaten sehe ich noch Generalleutnant Sollfrank als Chef des Operativen Führungskommandos & stv. Generalinspekteur.
Was die Wahl von Breuer anging, so war es sicher wichtig, daß dieser als erster Kandidat vorgeschlagen worden ist. Denn vielleicht hätte Deutschland keinen eigenen Kandidaten benannt, wenn die kanadische Generalstabschefin Carignan zuerst vorgeschlagen worden wäre. Und dann war klar, daß die USA bzw. ihr Kriegsminister sicher gegen eine Frau und dann noch aus Kanada sein würde. Ich könne mir vorstellen, daß einige Nato Länder lieber für Breuer gestimmt haben, als für eine Kanadierin, um Trump nicht zu verärgern. Dagegen war heute auf Twitter zu lesen, daß Frankreich(mal wieder) angeblich gegen einen deutschen Vorsitzenden gewesen wäre und sich damit für die Kanadierin eingesetzt habe. Interessant fand ich noch, daß auf Twitter auch zu lesen war, daß die einzelnen Nato Länder diese Wahl unterschiedlich handhaben. Manche Länder würden ihren Generalstabschef instruieren, wie er abzustimmen habe, andere Länder würden die Wahl ihren Generalstabschefs freistellen.. Wie bei der Papstwahl wird nicht mitgeteilt, wie die einzelnen Militärs/Länder genau abgestimmt haben.
Nachdem General Kujat bis 2005 der letzte deutsche General auf dem Posten war, war es sicher an der Zeit, daß wieder ein deutscher General gewählt wurde. Kanada hatte dagegen den nächsten Vorsitzenden nach Kujat damals gestellt.
Ich würde vermuten, daß der Verteidigungsminister im Mai oder Juni 2027 mitteilt, wer neuer Generalinspekteur der BW wird.
@BSM
Wie wäre es mit Frau Generaloberstabsarzt Dr. Nicole Schilling?
Sie kennt das Amt, ist von der Luftwaffe (mal wieder ein Wechsel der TSK), Ärztin und sie wäre die erste Frau als Generalinspekteur.
Ich kann es nicht beurteilen, ob sie die richtige Person auf diesem Posten ist, aber politisch sehr verführerisch!
Vielleicht GenLt Sollfrank (Befh OpFüKdoBw/StvGI), sofern er nicht auf Gen Laubenthal (Shape) folgt. .
Nun, ich denke an General Dr. Freuding geht kein Weg mehr vorbei. Nach General Naumann sicherlich mal wieder eine intellektuelle Brillanz – auch weit über das BMVg und die Bundeswehr hinaus. Da seine Funktion eher einem klassischen „Generalstabschef“ entsprechen würde, ist ein „Truppengeruch“ nicht so wichtig. General Dr. Sollfrank vermute auch ich als Nachfolger von General Laubenthal. Bei den anderen „Uniformträgerbereichen“ sehe ich derzeit keinen 4-Sterner „in passender Lauerstellung“. Frau General Dr. Schilling wird vermutlich eher noch Staatssekretärin als „absolute militärische Spitzenkraft“; in einer anderen Zeit wäre sie aber sicherlich die erste 4-Sternerin des Sanitätsdienstes geworden..in einer weniger mit „Krieg in der Luft“. – Admiral Stawitzki sehe ich eher als nächsten DMV MC/ NATO – oder sowas. – Aber auch ich habe in solchen personal-strategischen „Puzzle-Spielen“ daneben gelegen: ich hatte tatsächlich erwartet, General Bodemann in Nachfolge seines derzeitigen „Chefs“ zum „nationalen Befehlshaber“ aufrücken zu sehen. Da ja General Dr. Sollfrank „den 4.Stern“ schon mit sich ‚rum trägt.. Mit General Bodemanns Wechsel nach Ulm werden wohl die Generale Mirow und Hübner die beiden „freien“ Stellen nachbesetzten.
Welch ein Glück für die Bundeswehr!
General Breuer verkörpert wie kein anderer Soldat, wie „unmilitärisch“ man werden kann, wenn man zu lange und zu dicht an und in der Politik ist. Für mich war er stets die freundliche und kompetente Fehlbesetzung im Amt des Generalinspekteur. In keinem anderen Land der Welt, hätte man einen General wie General Breuer zum Generalinspekteur gemacht.
Was bleibt von ihm hängen?
De-facto nichts. Es kommt Material ohne Personal, Ausbildung und Infrastruktur.
Die Streitkräfte sind keinen Millimeter „kampfkräftiger“ geworden. Lethargie und Antriebsschwäche sind weit verbreitet. Home Office, Work-Life-Balance, Smartphone-Nutzung im Dienst etc. höhlen die Bundeswehr von innen aus. Antworten konnte General Breuer nicht liefern. Vielleicht kann er einen Boris P. mitnehmen und wir fangen in der Bundeswehr einfach mal wieder an, ein bisschen mehr Geschwindigkeit in die Streitkräfte zu bringen?
Die Krönung wäre jetzt noch, wenn Frau General Dr. Schilling die Nachfolgerin werden würde. Intelligenz alleine reicht nicht für den Dienstposten „GI“.
@d.R.
das ist wohl nicht möglich, oder kennen Sie einen Dienstgrad mit 4* für Ärzte?
@d.r.:Bei Frau Dr. GeneralOberstabsarzt Schilling hätte ich Bedenken als Generalinspekteur, weil sie Ärztin ist und keine Luftwaffenpilotin oder Flaksoldatin. Sie hat noch nie Kampftruppen geführt. In der jetzigen Sicherheitslage würde ich nur den besten Strategen der gesamten Truppe zum GI machen, weil dieser die Regierung möglicherweise in Fragen eines konkreten Krieges beraten muss. Sie hat den Generalstabslehrgang absolviert, aber ob dies ausreicht, die ganze BW in Krisenzeiten zu führen, hätte ich Bedenken. Bezeichnenderweise war noch nie ein Sanitätsoffizier GI. Lustig finde ich, dass der Bundeswehr Verband fordert, unverzüglich über die Nachfolge des Generalinspekteurs zu entscheiden. Mit der Begründung, dass die neue Bundeswehrstruktur dieses Jahr entschieden werden müsse. Natürlich ist es skandalös, dass die neue Bundeswehrstruktur noch nicht existiert. Denn erst brauche ich die zukünftige Struktur und dann bestelle ich die Waffen dazu. Die BW macht es anders herum. Sie hat jetzt viel mehr Puma & Schakal Panzer bestellt, als die bestehenden nur 9 Panzergrenadierlehrbataillone benötigen. Es müssen also neue Panzergrenadierbataillone ausgeplant und aufgestellt werden. Der in loyal veröffentlichte, angebliche Heeresplan sah aber solche neue Panzergrenadierbataillone kaum vor, stattdessen ein paar neue Panzeraufklärungsbrigaden, für welche überhaupt noch keine Panzer bestellt sind! Die neue Bundeswehrstruktur/Kästchenkunde muss her und veröffentlicht werden und bis in die letzte Kaserne in Sachen Stationierung entschieden werden. Dies erfordert meiner Meinung nach aber keine schnelle Verkündung eines neuen Generalinspekteurs. Sondern es muss entschieden. werden, wieviele neue Soldaten jede Teilstreitkraft erhält und welche neuen Einheiten dafür aufgestellt werden müssen.
Freuding, Schilling und Stawatzki, sind meiner Meinung nach alle nicht die perfekte Wahl. Freuding zu jung, der muss erst einmal echt liefern als Heeresinspekteur. Schilling noch viel mehr und abgesehen davon: Eine ÄRZTIN als GI? Wenn in den meisten anderen NATO – Staaten Kampferfahrung und / oder echte Truppenführung zwingend sind. Stawatzki – ist er wirklich der tolle Rüstungsmacher, gerade mit Blick auf die Desaster der Marine? Sollfrank wäre eine gute Wahl mit Einsätzen und Truppenführung. Und erfreulich wenig Zeit im Ministerium ;-) Ich setze eher auch auf eine Rückkehr von Ingo Gerhartz. Jahrgang 1965, nur ein Jahr älter als Sollfrank, das wären noch einige Jahre bis zur Altersgrenze. Er hat nachgewiesene Erfolge in der Stärkung der Einsatzbereitschaft der Luftwaffe. Er dürfte im Bündnis der bekannteste deutsche Pilot und General sein und seine Vernetzung zur NATO wäre ohne Frage top. Klar, eine Außenseiterauswahl unter Bruch der „Pipeline“, aber meiner Meinung nach ein Zeichen, dass es auf Fähigkeiten und nicht auf Geschlecht, Verwendungsaufbau, TSK etc. ankommt…
Ich vermute mal das Ingo Gerhartz GI wird. Er wurde ja extra bei der NATO geparkt. Aber wer auch immer es wird hat eine ordentliche Baustelle zu bearbeiten
@all
Die gröbsten Pöbeleien gegen SanOffz (oder geht es eher gegen eine Frau?) nehme ich dann mal raus. Und vielleicht lässt sich das Thema ja auch ohne persönliche Angriffe gegen einzelne Personen debattieren.
@Ich_bins
Wie ich geschrieben habe, wäre es politisch sehr verführerisch. Und sollte es denn tatsächlich politisch gewünscht werden, Frau Dr. Schilling zu GI zu machen, wird sich schon eine Möglichkeit finden, ihr den vierten Stern zu geben.
@Closius
Ihre Anforderungen an einen/eine GI sehe ich ebenso. Allerdings, wie Sie weiter unten schreiben, sind, was die Bundeswehr braucht und was sie bekommt, zwei Paar Stiefel.
Teil der finalen Kandidatenkür zum IG sollten m.E. stets auch Eignungskriterien sein, die den militärischen Ausbildungsgang und die durchlaufenen Verwendungen betreffen. Ich zumindest hätte da beim Fachdienst Sanitätswesen starke Bedenken – bezüglich Eignung wie auch Akzeptanz. Aus sicher nachvollziehbaren Gründen, die übrigens rein garnichts mit dem Geschlecht zu tun haben. Es käme ja wohl auch niemand auf die Idee, die Spitzendienstposten beim Sanitätsdienst mit Generalsanwärtern aus den TSK zu besetzen.
Im Übrigen: Der höchste Dienstgrad, den ein Sanitätsoffizier in der Bundeswehr erreichen kann, ist der Generaloberstabsarzt. Für einen SanOffz als GI müsste es dann ja wohl eine andere Lösung geben – oder? Also für einen vierten Stern, meine ich damit.
Äh, der Artikel geht über die Wahl Breuers als Vorsitzenden des NATO-Militärausschusses, nicht drüber, wer ihm jetzt nachfolgt.
Schon bemerkenswert, wie hier schon vorsorglich Urteile abgeladen werden, noch dazu über Menschen, die nicht mal ansatzweise ernsthaft in der Diskussion sind. Wer könnte denn noch als potenziell neuer GI ins Gespräch gebracht werden, damit man sich über die Sinn- oder Unsinnhaftigkeit seiner oder ihrer fernliegenden Ernennung große Gedanken machen kann!? Otto Waalkes?! Olivia Jones? Kardinal Woelki!? /sarc
Die Kampfkraft der Truppe leidet nicht nur an fehlender Beschaffung oder Personalpolitik. Die Innenansichten, die man hier bisweilen lesen kann, stellen ihr eigenes Bild. Und über jedes Stöckchen will anscheinend gesprungen sein.
Vielleicht wäre es mal in diesen Fall Gelegenheit den Club der Ja-sager des Minister zu durchbrechen und tatsächlich aus der Truppe eine Person zu nehmen die substantiell was beiträgt und bei dieser Flughöhe auch mal Profil zeigt. Will sagen keine bisher genannte Nase.
P.S. Das Foto spricht Bände in punkto Vitalität..
Moin allerseits!
Schön, dass jetzt das ganze Name-Dropping wieder einsetzt.
Ich denke, wir haben jet noch gut 6 Monate Zeit, bis sich ein geeigneter Kandidat – jedweden Geschlechts oder auch nicht – klar herauskristallisiert.
Natürlich werden Freunding und Schilling immer wieder genannt, aber die beiden sind:
a) noch zu jung
b) haben noch nicht geliefert
c) sind in den letzten Jahren derart die „Treppe rauf gestolpert“, dass es der ganzen Struktur sicher nicht gut täte.
Dass Freuding ein guter Mann ist, der auch noch aus der Kampftruppe kommt – keine Frage.
Dass er irgendwann mal GI werden wird, erscheint mir auch fast sicher – sofern er nicht irgendwelche Böcke schießt.
Aber man muss ja auch perspektiviisch denken: Wenn Freuding oder auch Schilling jetzt schon GI würden, was kommt dann?!
Ich habe dann hochqualifizierte Vier-Sterner, die mit Anfang/Mitte 50 ihren laufbahntechnischen Zenit erreicht haben.
Was mache ich mit denen nach der GI-Verwendung? So viele Top-Jobs in SHAPE gibt es nicht. Und wenn, dann wären sie auf Jahre hin unerreichbar.
Sollfrank schätze ich ob seiner unaufgeregten, sachlichen und durchsetzungsstarken Art.
Leider ist er gerade zu gut in seiner aktuellen Verwendung. Ihn jetzt zum GI zu machen würde ggf. das Momentum rauben.
Ich denke auf der Position des GI braucht man weniger einen „Macher“, als einen gut vernetzten (!) Koordinator, der sowohl in der Bw Sachen priorisieren kann, auf der politischen Klaviatur aber auch zu spielen weiß.
Breuer wurde ja genau das immer wieder vorgeworfen (Schreibtisch-Krieger), aber für einen GI ist genau das – meiner bescheidenen Meinung nach – wesentliches Kriterium.
Da wären dann eher ein Kai Rohrschneider, ein André Bodemann oder auch der aktuelle Luftwaffen Inspekteur Holger Neumann zu nennen. Und Carsten Stawitzki ist sicher auch eine gute Wahl, zumal ehr zur Marine gehört und die schon seit Wellershoff keinen GI mehr gestellt haben
Alle vier erfahren – militärisch, wie politisch – und haben mit dem Ende der Verwendung ihr DZE erreicht.
Dass
@Pecunias
Bei allem Respekt für Ingo Gerhartz, aber der wird es sicher nicht.
Er mag ein toller Soldat und sicher für jede militärische (!) Verwendung geeignet sein, aber ihm wird spätestens dann die „Abhör-Affäre“ wieder vor die Füße fallen. Abgesehn davon erscheint mir sein jovial-hemdsärmeliges Auftreten, für den ihn „die Truppe“ liebt, für eine politsche Funktion….schwierig.
Wer sich ein Bild machen will, dem empfehle ich die geleakten Abhörmitschnitte.
Zur Nachfolge GI: ich persönlich hätte grundsätzlich GOSA Schilling im Hinterkopf. ABER: laufbahntechnisch kann sie keinen vierten Stern erhalten als SanOffz. Ich denke, aber, dass sie zu jung ist um noch 10 Jahre als Drei-Sternerin zu dienen und warte auf den verwaltungstechnischen Trick, ihr den vierten Stern zu geben. Freuding wäre m.E. dann eine recht politische Wahl, vergleichbar mit Breuers Aufstieg. (und es ist relativ selten, dass ein TSk-Inspekteur auch GI wird). Ansonsten gibt es wahrscheinlich noch einige Kandidaten: Mirow, Denk und Hübner vom Heer, Luftwaffe sind eigentlich alle zu alt, außer Gerhartz (aber der hätte auch auch nur noch drei Jahre als GI), Stawitzki von der Marine. Oder es kommt alles anders und irgendwo wird demnächst jemand zum Drei-Sterner befördert, um nächstes Jahr dann pünktlich den vierten Stern zu erhalten ;)
Bemerkungen zu Metallkopf
> Die
Innenansichten, die man hier bisweilen lesen kann, stellen ihr eigenes Bild. Und über jedes Stöckchen
will anscheinend gesprungen sein.
Und wo kein Stöckchen weit und breit, fabriziert man sich sein eigenes hin, von dem sich wohlfeil pfeifen lässt.
Ich teile Ihre kritischen Betrachtungen zu den hier lesbaren Kommentaren. Die Qualität lässt nach, und man mag sich fragen, was diese unermüdlichen Nörgler und Besserwisser denn überhaupt antreibt.
„Innenansichten“ sind auch nur zur Schau gestellte Ansichten. Aber zu welchem Zweck werden sie hier in einem Blog mit welcher Motivationslage verbreitet? Und welche Stimmung soll das Kommentieren (bzw. agitieren?) hier erzeugen, und wie repräsentativ oder biased ist das denn?
Und ja, wer „profitiert“ denn eigentlich von diesen Kommentaren hier?
Und warum macht sich Thomas Wiegold immer noch die undankbare Mühe damit, die angesichts seiner Klagen in [eckigen Klammern] doch die Energie fressen, die vermutlich besser in Recherche und Artikel gerichtet wäre?
Bisher werden in den Medien die drei Namen: Freuding, Sollfrank & Gerhartz genannt. Dabei wird sehr wohl geurteilt, wenn es zB heißt, das Kanzleramt würde Gerhartz bevorzugen. Ob dies so stimmt oder der Journalist sich dies aus den Fingern gezogen hat, weiß ich nicht. Das Verfahren der Ernennung ist klar. Der Verteidigungsminister sucht den Generalinspekteur aus, dieser muss von der Bundesregierung bestätigt werden und der Bundespräsident ernennt ihn. Die Bundesregierung wird jedem Kandidaten von Pistorius zustimmen, der 3 Sterne hat. Gerhartz halte ich aber aus anderen Gründen für nicht so wahrscheinlich. Denn Gerhartz ist bereits 4 Sterne General und die Bundeswehr hat noch nie einen 4 Sternegeneral von der NATO zurück in die Bundeswehr geholt. Sondern nach dem Nato Kommando als 4 Sterner kommt der Ruhestand. Ist einleuchtend, weil der Generalinspekteur der einzige 4 Sternegeneral in der Bundeswehr selbst ist. Für die Rückkehr gäbe es nur den Posten des GI, aber eine solche Rückkehr hat die BW noch nie gemacht. Sondern es läuft umgekehrt, der Generalinspekteur, sein Stellvertreter oder ein Inspekteur wird zur NATO versetzt, als letzten Dienstposten und dafür zum 4 Sternegeneral befördert, außer beim GI, der schon seine 4 Sterne hat Seit Heusinger ist es üblich, das Deutschland seinen Generalinspekteur auf den Posten Vorsitzender des NATO MilitärAusschusses schickt. Das weitere Problem bei Gerhartz wäre, dass er noch mitten in seiner dreijährigen Amtszeit steckt. Deutschland müsste also einen Nachfolger für Gerhartz in der laufenden Amtszeit nominieren. Bei General Bühler ist dies passiert, aber ich hatte den Eindruck, dass die Nato davon nicht so begeistert war damals. Da das Kommando in Brunssum rotiert, könnte es sein, dass ein anderes NATO Land den Posten verlangt, wenn wir den General dort auswechseln wollen.
Welche Anforderungen sind heute an das Amt des Generalinspekteurs zu stellen? Die grds. Standards sind klar. Gefragt sind daher vermutlich nicht nur umfassende militärische Führungserfahrung und strategisch-operative Kompetenz, sondern auch politische Anschlussfähigkeit und eine belastbare Vernetzung in der Bundesregierung und im Bündnis bzw. bei den „Willigen“. Hinzukommen sollte h. E. eine ausgeprägte Innovations- und Adaptionsfähigkeit, die Fähigkeit, aktuelle Kriege und Bedrohungen auf der Meta-Ebene zu analysieren, technologische Entwicklungen wie KI und unbemannte Systeme frühzeitig einzuordnen und daraus u. a. Folgerungen für Fähigkeiten, Strukturen und Führung abzuleiten. Bei der politischen Vernetzung dürfte aber GenLt Freuding zweifellos Vorteile besitzen.
Für GenLt Sollfrank spricht wiederum:
GenLt Sollfrank ist seit Oktober 2024 Befh OpFüKdoBw. Im Jahr 2027 hätte er damit eine rund dreijährige Stehzeit erreicht. Ein Wechsel wäre zu diesem Zeitpunkt keineswegs ungewöhnlich: Die Befehlshaber des früheren Einsatzführungskommandos verblieben regelmäßig mehrere Jahre – etwa drei bis sechs Jahre – in dieser Verwendung (sofern vergleichbar).
Als Befh OpFüKdoBw führt GenLt Sollfrank bereits heute die (oft zitierte „eine“) operative Führungsebene der Bundeswehr unterhalb des BMVg. Sein aktueller Verantwortungsbereich umfasst unter anderem LV/BV, IKM, NatRKM sowie die Führung der SpezKr.
Zudem ist er bereits StvGI, auch wenn man zuletzt auf dem Organigramm des BMVg noch immer nur ein * findet, während…aber lassen wir das.
GenLt Sollfrank besitzt eine umfangreiche operativ-taktische und multinationale Verwendungsbreite und kommt h. E. damit dem „militärischen“ Anforderungsprofil des Amtes besonders nahe.
Seine derzeitige Funktion verlangt bereits heute genau jenen Blick über den Tellerrand, die man auch von einem GI erwarten sollte: aktuelle Konflikte und hybride Bedrohungen analysieren, Vernetzung, technologische Entwicklungen bewerten und daraus Folgerungen/Fähigkeiten ableiten. GenLt Sollfrank bewegt sich h. E. damit an der Schnittstelle zwischen strategischer Vorgabe, technischer und militärischer Innovation sowie konkreter operativer Umsetzung.
Auch seine bisherige Amtsführung spricht h. E. für ihn. Es gelingt GenLt Sollfrank, sich auf den relevanten militärischen, politischen und multinationalen Ebenen zu vernetzen und zugleich das OpFüKdoBw als zentrale operative Schnittstelle innerhalb der Bundeswehr sowie gegenüber nationalen und internationalen Partnern zu etablieren, auch wenn man ihn nicht jeden Tag bei einem Truppenbesuch bei Insta sieht. Besonders bemerkenswert ist, wie er dieses noch junge Kommando von erheblicher Größe als „direkte Werkbank“ des BMVg durch die seit seiner Aufstellung anhaltende Phase hoher Arbeitsintensität führt und weiterentwickelt – trotz aller org./personellen Widrigkeiten.
Seine internen Grundsatzdokumente zeigen einen klaren strategischen Kompass für die Gesamtverteidigung. Sie stehen erkennbar (wie sollte es auch anders sein^^) im Einklang mit der neuen Militärstrategie der Bundeswehr und der Gesamtkonzeption militärische Verteidigung.
Um bei dem von GenLt Sollfrank gern bemühten Bild des Dreisprungs zu bleiben: Vielleicht führt ihn der nächste Sprung ins Amt des Generalinspekteurs, sollte dort die Sandgrube sein. ;-) Ich halte aber die Option als Nachfolger von Gen Laubenthal auch für nicht ausgeschlossen. Schaun wir mal! Letztendlich kommt es wieder anders, als man denkt.
General Freuding würde mich doch sehr verwundern. Er ist noch nicht mal ein Jahr Heeresinspekteur und soll schon zum Generalinspekteur ernannt werden weil er ein „Vertrauter“ des Ministers ist. Sofern das so kommt, könnte ich mir vorstellen das sich da einiger Unmut in der Truppe breit machen dürfte. Zumal nach meinem Verständnis die Position des GI nicht dazu da sein sollte um dem BMVG nach dem Mund zu reden.
Meiner Meinung nach sollte man General Sollfrank oder General Bodemann nehmen, Carsten Stawitzki könnte aber auch eine gute Wahl sein. General Gerhartz soll laut einem Medienbericht von sich aus abgesagt haben, hat vermutlich taktische Hintergründe.
@ BPersVG:
Na, hoffentlich sieht das der BM als Zweitbeurteiler genauso ;-)
Der Spitzendienstgrad eines Sanitätsoffiziers heißt General. Auch General Naumann war nur ein halbes Jahr Generalleutnant vor Beförderung zum General. Da hat GenLt Freuding bereits jetzt ein halbes Jahr mehr Zeit als GenLt vorzuweisen. Gen Wieker hatte schlussendlich mehr als 8 Jahre Zeit als Generalinspekteur vorzuweisen. Da hat GenLt Freuding noch einige Jahre vor sich. Für die verehrte Generaloberstabsärztin werden sich auf Staatssekretärsebene etc. herausragende Anschlussverwendungen finden.
@doc, 21.09.2026, 9:01 Uhr:
„Vielleicht wäre es mal in diesen Fall Gelegenheit den Club der Ja-sager des Minister zu durchbrechen…“
Also der Minister sucht sich selbst einen GI, der den Mut hat, ihm als BM zu widersprechen.
Guter Ansatz, halte ich allerdings für aussichtslos. Das wird der BM niemals tun.
@OG:
„Der Spitzendienstgrad eines Sanitätsoffiziers heißt General.“
Falsch. Der Spitzendienstgrad eines Offiziers der Laufbahn des Sanitätsdienstes ist Generaloberstabsarzt (=Drei Sterne). Quelle: Soldatenlaufbahnverordnung, Anlage 2
@LW-Pio, 22.09.2026, 7:53 Uhr
@OG:
„…Falsch. Der Spitzendienstgrad eines Offiziers der Laufbahn des Sanitätsdienstes ist Generaloberstabsarzt (=Drei Sterne)….“
Volle Zustimmung. Sollte sich der BM allerdings für Frau Dr. Schilling als Nachfolgerin entscheiden, dann wird eine entsprechende Bezeichnung für eine Vier-Sterne-Position das kleinste Problem sein. Vielleicht Generaloberfeldarzt (wäre zumindest nicht unlogisch). Die positiven Aspekte für Frau Dr. Schilling wurden hier ja schon ausreichend diskutiert.
Und sie hat eine steile Karriere hinter sich, ist also im politischen Bereich (zumindest bei den Entscheidungsträgern) durchaus angesehen.
@LW-Pio
@OG
Oder es findet einfach ein Streitkräftewechsel in die Luftwaffe statt. Dann ist das Problem gelöst.
Solche Wechsel gab es ja in der BW nicht erst einmal!
So oder so: Wir werden uns diesbezüglich noch gedulden müssen.
Das kam auch deutlich so an nach den Ausführungen in der Bundespressekonferenz durch Oberst Mitko Müller.
Am Ende wird es ohnehin eine Überraschung, die niemand auf dem Zettel hatte.
Da viele jemanden wünschen, das der/die GI kein Schreibtischakrobat wird, sondern jemand vom Feld:
Das Amt des GI ist nunmal stark politisch geprägt, wo es Geschick braucht auch mit Industrievertretern umzugehen und netzwerken zu können. Das sollte immer bedacht werden.
Vielleicht gäbe es aber allein schon dadurch mal frischen Wind, wenn es niemand vom Heer ist. Nach einem Vierteljahrhundert wäre es mal wieder Zeit.
Ich denke, so falsch liege ich mit der Aussage nicht:
„Der Spitzendienstgrad eines SanitätsOFFIZIERS heißt General.“
Klar ist auch: Die Laufbahn des SanitätsDIENSTES kennt „nur“ den Generaloberstabsarzt als Spitzendienstgrad.
Ich behaupte einfach mal (irgendwie auch spannend die Frage):
Ein Sanitätsoffizier bleibt auch in der Position des Generalinspekteurs der Bundeswehr rechtlich ein Sanitätsoffizier, allerdings im Dienstgrad General.
Frau Dr. Schilling zeigt das jetzt als Stellvertreterin des GI. Von der Tätigkeit her gesehen hätte Sie zum Generalleutnant befördert werden müssen.
Es ist übrigens absolut nachvollziehbar, Ja-Sager um sich zu gesellen.
[Können wir diese etwas merkwürdige Debatte über hypothetische Generalsränge jetzt beenden, bitte? T.W.]
Frau Schilling war längere Zeit fürs Personalwesen der BW zuständig.
Und genau das ist eine wichtige Baustelle für die Zukunft. Von daher wäre sie gerade deswegen in ein paar Jahren ggf. eine gute Kandidatin für den GI-Posten.
PS 1: Zur obigen Kritik an der Personaldiskussion: Auch wenn der Inhalt dieses Artikels die Wahl C. Breuers zum Chairman ist, ergeben sich daraus nunmal diese Spekulationen. Die wiederum immer wieder interessant sind.
PS 2, offtopic: @T.W. Steht schon fest, wann sind sie nochmal bei Tilo Jung zu Gast sind?
[Offtopic hier bitte nicht – und ausnahmsweise ne Antwort: nein, bislang nicht. T.W.]
@ C-150 Was hat sich in der Zeit personell gebessert? Welche Erfolge hat sie da vorzuweisen?
Ja klar gibt es Alternativen zu Dr. Freuding. Die stellv. GI Dr. Nicole Schilling ist eine ganz heiße Kandidatin. Nach Schilling kann dann Freuding übernehmen und möglicherweise zur NATO wechseln. Aber derzeit ist es wichtig, das beim Heeresumbau Kontinuität herrscht. Dasselbe gilt für die Marine mit Vizeadmiral Abry und die Luftwaffe. Der KG des int. Korps NO wird dann wieder von der Bundeswehr zu besetzen sein. In Norfolk ist ein e Stelle von der BW zu besetzen. Also als nächster GI ist Dr. Freuding nicht automatisch gesetzt.