Minenräumen in der Straße von Hormus vermutlich abgeblasen
Am Rande der Kabinettsitzung im Verteidigungsministerium spielte auch die Lage in der Straße von Hormus und ein möglicher internationaler Einsatz zum Minenräumen in dem Seegebiet eine Rolle. Verteidigungsminister Boris Pistorius erwartete dabei, dass dieser Einsatz wohl nicht stattfinden wird – und die beiden deutschen Einheiten, das Minenjagdboot Fulda und der Tender Mosel, demnächst nach Deutschland zurückkehren.
Die Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz und Pistorius zum Thema Iran in der gemeinsamen Pressekonferenz nach der Kabinettsitzung am (heutigen) Mittwoch:
Fulda und Mosel waren im Juni durch den Suezkanal ins Rote Meer gefahren und warten seitdem in Djibouti auf einen möglichen Einsatz.
(Archivbild: Die Mosel beim Transit durch den Suezkanal am 18. Juni 2026 – LPhot Connor Kilbride/Royal Navy/MOD/Crown Copyright/News / Editorial Licence)
Nach Verteidigungsminister Pistorius ist “ in den nächsten Tagen und Wochen“ nicht mit einer Änderung der Situation zu rechnen. Man traut also den Verhandlungsparteien keine Einigung in der 60-Tagefrist des möglichen Vertragsabschlusses zu.
Im Anschluß weiß dann auch keiner wie es weitergeht.
Da hat sich Herr Trump in was reinmanövriert…
Ich habe mir einen Termin gesetzt, heute in einem Jahr.
Ob jemals auch nur eine Mine gefunden / geräumt wird, von wem auch immer.
Die Drohung ist doch viel wirkungsvoller, als die Mühen wirklich welche auszusetzen.
Da es sehr wahrscheinlich nicht zu einer Einigung zwischen Trump und dem Iran kommen wird und der Iran mit der Maut durch die Straße von Hormus ein neues Geschäftsfeld entdeckt hat sind die beiden deutschen Einheiten überflüssig. Ansätze von Friedensverhandlungen werden leider immer wieder durch Nethanjahu torpediert in dem er immer wieder Angriffe auf den Libanon befiehlt. Leider braucht Nethanjau den Krieg um politisch zu überleben. In dem Moment wo er sein Amt verliert muss er vor gericht und wohl ins Gefängnis. Für das eigene Wohl opfert er tausende von Leben. Langfristig sehe ich die Lösung des Konfliktes in einer Mega Pipeline durch Saudiarabien , VAE bis in den Oman. Da es gegen so eine Baumaßnahme in den betreffenden Ländern keine Widersprüche gibt wird einfach gebaut.
Der Spiegel.
oder
abends anders als mittags.
„Erneut Verwirrung in der Bundesregierung: Außenminister und Kanzleramt betonen, dass Deutschland weiter für einen Einsatz zur Minenräumung bereitsteht. Beim Verteidigungsminister klang das zunächst anders – …“.
Pistorius hatte bei der PK mit Mark Rutte und dem Kanzler den Räumeinsatz angezweifelt.
Das Kanzleramt ließ nun allerdings nach Anfrage des Spiegel wissen, ein Abzug des Minenjagdbootes „Fulda“ und des Tenders Mosel“, sei derzeit nicht geplant.
Wadephul in Washington ähnlich.
Was ist in den sechs Stunden nach der PK bis zur Spiegelmitteilung gelaufen, zwischen „wohl nicht stattfinden“ und „Deutschlands Bereitschaft besteht weiterhin“?
@Sven am 01.07.2026 um 22:28 Uhr
… weshalb Minenabwehroperationen in den allermeisten Fällen damit beginnen, die An- oder Abwesenheit von Minen festzustellen. Erst dann folgt – im Falle des Fundes – eine Räumoperation.
Besser also, die Minenjäger finden mit hoher Konfidenz gar keine Mine, als dass sie fleißig räumen und ein paar übrig bleiben, weil sie versandet waren oder aufgrund der Unterwasser-Schallausbreitung nicht gefunden werden konnten. Das Ergebnis einer Minenabwehroperation kann auch die Feststellung sein, dass ein Gebiet nicht vermint war. Das ist mit hoher Wahrscheinlichkeit der Fall, wenn keine Mine gefunden wurde.
Daran sieht man recht deutlich, dass man auf diese Kräfte angewiesen ist, um zu eigener Operationsfreiheit zu gelangen oder sie zu wahren. Und in diesem Sinne bemerkenswert, wie weit die Minenabwehr in der Deutschen Marine in den vergangenen 20 Jahren zusammengespart wurde. Denn ohne diese Fähigkeit kann es einer Marine recht schnell passieren, dass sie ganze Seewege oder Operationsgebiete gar nicht nutzen kann oder gar ihre Schiffe nicht aus dem Hafen bekommt.
Ein überaus schönes Beispiel, alles in allem, dass es keine einzige Mine braucht, um die Straße von Homus (oder ein anderes Nadelöhr of your choice) zu verminen. Die Ankündigung, die Behauptung oder auch nur die Vermutung von Verminung reichen zunächst für eine effektive Sperre. Und bis dann die genannte An- oder Abwesenheit von Minen festgestellt wurde, fließt viel Wasser durch die Straße von Hormus.
@Klaus-Peter Kaikowsky (KPK) sagt: 02.07.2026 um 0:14 Uhr
„Was ist in den sechs Stunden nach der PK bis zur Spiegelmitteilung gelaufen, zwischen „wohl nicht stattfinden“ und „Deutschlands Bereitschaft besteht weiterhin“?“
Entweder war das nicht abgestimmt und Pistorius ist vorschnell vorgeprescht oder es gab einen bösen Anruf aus Washington.
Ich verstehe auch diesen Ankündigungsfimmel nicht. Einfach zurückbeordern und fertig. DEU sollte lieber darüber nachdenken, das Engagement bei UNIFIL zu beenden. Die Erfolgsbilanz des Einsatzes ist sowieso mau und wird jetzt noch zusammengebombt. Mit wem soll man dort zusammenarbeiten?
Von Außen betrachtet wirkt es wie „nicht Fisch noch Fleisch“
Es zeigt aber auch die Schwäche der Bundesrepublik sich in diesem Konflikt zu positionieren. Diese Schwäche ist das Produkt von Jahrzehnten der Selbstverzwergung und gelebten Abhängigkeiten . Das Ganze gemischt mit einer schwachen EU erzeugt eben dieses Schwammige ,und für den normalen Bürger nicht fassbare Verhalten.
Die Frage bei mir bleibt , was machen eigentlich die Golfstaaten ?
So besitzt die VAE seit 2007 ,zwei ehemalige Minenjagdboote der Klasse 332 aus Bundeswehrbeständen .Grundsätzlich rüsten sich diese Länder mit „the State of the Art“ wobei Geld keine Rolle spielt . Es müsste doch in deren Interesse sein z.B. die Straße von Hormus sauber zu halten !?
Für Deutschland und Europa kann das nur bedeuten die Abhängigkeiten von fossilen Energieträgern mit Nachdruck zu minimieren ,damit die Nachfrage für diese Stoffe erheblich sinkt. ( Die Nachfrage bestimmt den Preis , dass lernt man schon in der Grundschule)
„Was ist in den sechs Stunden nach der PK bis zur Spiegelmitteilung gelaufen, zwischen „wohl nicht stattfinden“ und „Deutschlands Bereitschaft besteht weiterhin“?“
Vielleicht hat jemand in den Nachrichten gelesen, dass der Iran klar gestellt hat, dass er keine ausländischen Minenräumaktivitäten in seinen Gewässern tolerieren wird?
Denn das gegen den Willen des Iran’s durchzuziehen wäre schon eine dezent andere Nummer. Es geht ja nach wie vor nicht nur um Minen, falls überhaupt je welche gelegt wurden. Es geht um den Fakt, dass der Iran die Straße nach wie vor Militärisch kontrolliert.
@Jürgen König
„Es zeigt aber auch die Schwäche der Bundesrepublik sich in diesem Konflikt zu positionieren. “
Ich bin ja wirklich kein Fan von der Regierung im allgemeinen und Merz im besonderen, aber welche saubere Lösung hätte es hier geben können? Mitmachen? Raushalten? Letzteres hat Merz klar gesagt, dass war eine seiner besseren Leistungen – und Beteiligung am Minenräumen eben als Zeichen wir sind bereit etwas zu tun, (auch wenn es nicht wirklich Sinn macht).
Aber auch wenn wir die letzten Jahrzehnte alles in eine Kriegsmarine gesteckt hätten, welche Option hätten wir dann gehabt, freikämpfen der Meeresenge? Inklusive ein gutes Stück der Bergigen Küste, um Artillerie und Drohnen etwas fernzuhalten, wenn schon auch nicht die Iranischen Raketen und Langstreckendrohnen?
„Für Deutschland und Europa kann das nur bedeuten die Abhängigkeiten von fossilen Energieträgern mit Nachdruck zu minimieren ,damit die Nachfrage für diese Stoffe erheblich sinkt.“
Und hier volle Zustimmung. Auch wenn das leichter gesagt, als getan ist.
@Pio-Fritz: Meinem Verständnis nach war die UNFIL-Mandatsverlängerung in der letzten (?) Woche die finale Verlängerung und das Runterskalieren & Beenden der Mission zum 31.12.2026. Der Wunsch geht in Erfüllung. Der Erfolg war halt überschaubar, weder Israel noch Hisbollah hatten übermäßige Interesse, sich an Spielregeln zu halten.
@Jürgen König: So wie ich es verstehe ist es für die Golfstaaten weniger ein Problem, die Hardware zu kaufen, als sie denn auch tatsächlich mit fähigem Personal zu bemannen. Die Chance ist groß, dass man technisch zwar fähig zum Auslaufen ist, aber nicht unbedingt operativ handlungsfähig.
@Jürgen König & Lukan: Volle Zustimmung zur Abhängigkeit von fossilen Energien. Man muss sich eben auch bewusst sein, wie viel Wertschöpfung (eher Reichtum) wir jeden Tag durch den Import von fossilen Energien in den Mittleren Osten und andere Regionen schaufeln. Geld, dass inzwischen unverblümt gegen uns durch das gezielte Abwerben von Industrien eingesetzt wird. Je schneller wir diese Abhängigkeiten reduzieren oder loswerden, desto besser für uns als Nation und Wirtschaftsblock.
Die Schiffe hätten niemals dahin beordert werden dürfen.
Die Beziehungen/Verpflichtungen des Staates auf der einen Seite und die Einordnung des
anderen Staates durch die Bundesregierung hätte man einordnen und bedenken müssen.
Warum werden die Freunde des Feindes ebenfalls angegriffen ???
@Semmler
Klartext bitte, Ross und Reiter nennen.
Die Schiffe hätten niemals dahin beordert werden dürfen.
Weil?
Die Apokryphen vermeintlicher deutscher Rechtsprechung, bzw Ihre Auffassung davon, helfen nicht.
@Flying-Tiger @Pio-Fritz
Gem UN-Resolution 2790 aus 2025 endet UNIFIL am 31.12.2026.
@ Jürgen König sagt: 02.07.2026 um 10:53 Uhr Die Frage bei mir bleibt , was machen eigentlich die Golfstaaten ?
Als jemand, der in der Vergangenheit Besatzungsmitglieder fuer in Deutschland gekaufte Kriegsschiffe ausgebildet hat:
1. wir haben nur die Erstbesatzungen ausgebildet, der Rest wurde selbstaendig geschult, mit dem nachlassenden Know-how der jahrzehntealten „Grundausbildung“.
2. Im Laufe der Jahre werden aus Leutnants Kapitaene und Admirale und landen in der Politik.
3. Ausscheidende Besatungsangehoerige finden gute jobs inder Wartungsindustrie
4. Niemand am Golf hat Lust seine Knochen fuer Mr Trump’s boasting zu riskieren
5. Den „sheiks“ geht es gut, auch bei stagnierenden Oel/Industrieexporten, weil sie ihre Einkuenfte sicherer angelegt haben.
Fazit: Es bestehen weder Faehigkeiten noch hoeheres Interesse.
@Eat-sleep-MCM
Man könnte meinen, sie sind FKpt in der 3.Mine oder BHV…
Nächste Runde.
Nach den Attacken auf mehrere Tanker in der Straße von Hormus hat das US-Militär vergangene Nacht Ziele im Iran angegriffen. Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando CENTCOM teilte mit, es sei eine Serie von „schweren Angriffen“ gestartet worden..
(RND)
Trump wird also in Ankara erneut lamentieren, „wir brauchen Euch zwar nicht, aber Ihr (GBR, DEU, FRA, ITA) habt uns allein gelassen.
Trübe Aussichten fur Ruttes NATO 3.0.
Es geht hoch her in Ankara
Trump: „Spanien ist für mich vorbei. Iran wird von Dreckssäcken regiert, der Waffenstillstand ist vorbei, wenn sie so weitermachen, werde ich sie vom Erdboden tilgen“. …
Historischer Gipfel, anders als der Kanzler diesen vorsah.
Update: Geplanter Israel-Anschluss Besuch der US Delegation abgesagt!
Quelle: Jerusalem Post
Grund : US Entscheidung Türkei Sanktionen aufzuheben.
@KPK: Trübe Aussichten auch für Benzinpreise. Das MoU war unklar & damit schlecht abgefasst bei SoH. Aber ich sehe nicht, was Iran oder USA mit weiteren Kämpfen gewinnen wollen? Mit Luftschlägen kann Trump nicht gewinnen. Die hohen Benzinpreise Schaden den Republikanern. Die Zwischenwahl ist in 4 Monaten! Der Iran kann jetzt wieder nur weniger Öl verkaufen. Kein Gewinn für Regime in Teheran, da sein Ölverkauf eingeschränkt!
Die Dt. Mienenräumer kommen folglich nie zum Einsatz, weil Regierung Mut für Einsatz zur Verteidigung Deutschlands fehlt und der Iran einem Einsatz nie zustimmen wird.
Closius sagt:08.07.2026 um 12:17 Uhr
“ Die Dt. Mienenräumer kommen folglich nie zum Einsatz, weil Regierung Mut für Einsatz zur Verteidigung Deutschlands fehlt…“
Dort wird doch (und soll auch nicht ) Deutschland nicht verteidigt (werden).
Sondern es sollte eine appeasement- Geste gegenueber den USofA, vertreten durch Praes. Trump, zelebriert werden.