Deutsch-Französische Verteidigungskooperation: Vorsichtige Nuklear-Zusammenarbeit, MGCS geht den Weg von FCAS (Nachtrag: Pressekonferenz)
Der Deutsch-Französische Verteidigungs- und Sicherheitsrat, der am (heutigen) Freitag auf dem deutschen Fliegerhorst Nörvenich zusammenkam, hat die erwarteten Signale für den Fortgang der Zusammenarbeit beider Länder in der Sicherheitspolitik ausgesandt. Die – offenkundig noch recht vorsichtige – Kooperation in der nuklearen Abschreckung wird fortgesetzt. Und nach dem gemeinsamen Luftkampfprojekt FCAS wird auch das gemeinsame Projekt für ein Bodenkampfsystem, das Main Ground Combat System (MGCS), nicht in konkrete Projekte münden – sondern in eine plattformunabhängige Technologie.
Das Treffen von Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron, dem deutschen Verteidigungsminister Boris Pistorius und seiner französischen Kollegin Catherine Vautrin sowie Außenminister Johannes Wadephul und seines französischen Kollegen Jean-Noël Barrot in Nörvenich sollte die dringend gewünschte Demonstration der sicherheitspolitischen Einigkeit bringen – nach der (vorrangig von Deutschland befeuerten) Entscheidung, das mit Spanien geplante gemeinsame Luftkampfsystem FCAS (Future Combat Air System) in einem wichtigen Punkt zu beenden: Das Kernstück des Systems, der Next Generation Fighter, soll nicht mehr gemeinsam entwickelt werden.
In der gemeinsamen Erklärung des Deutsch-Französischen Verteidigungs- und Sicherheitsrats (DFVSR) kommt deshalb auch der Begriff FCAS gar nicht mehr vor. Statt dessen wird aufgezählt, was von diesem Projekt als gemeinsame Aufgabe noch übrig geblieben ist:
Darüber hinaus hat der DFVSR beschlossen, bei zentralen, zukunftsweisenden Schlüssel-Fähigkeiten im Bereich Rüstung künftig noch enger zusammenzuarbeiten. Dazu zählt die Entwicklung des Netzwerks „system of systems“, bei den Kampfjets der nächsten
Generation über Combat Clouds mit unbemannten Systemen, unterschiedlichsten Sensoren und Führungseinrichtungen vernetzt Informationen austauschen und zusammenwirken können sollen.
Und nicht wirklich überraschend wird es bei dem parallel zu FCAS für die Landstreitkräfte angeschobenen MGCS so ähnlich aussehen:
Im Rahmen des Projekts Main Ground Combat System (MGCS) werden Deutschland und Frankreich eine plattformunabhängige Technologie entwickeln für zukünftige bemannte und unbemannte gepanzerte Plattformen und deren vernetztes Zusammenwirken mit Kampfpanzern.
Im Grunde genommen böte sich da – wie schon bei FCAS – die Aussage an: MGCS ist praktisch tot. Aber das hätte die Erklärung doch zu negativ gemacht.
Denn es geht um die optimistischen, vorwärts gewandten Signale. Wie das, was im Zusammenhang mit einer Strategischen nuklearen Zusammenarbeit hervorgehoben wird:
Auf dem Weg zum Taktischen Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“ in Nörvenich wurden vor dem Treffen erstmals zwei nuklearfähige französische Rafale-Jets sowie zwei deutsche Eurofighter in der Luft betankt – ein Schritt in Richtung einer noch engeren Kooperation
Deutschlands und Frankreichs.
Ich habe (bislang) erfolglos versucht herauszufinden, ob zwischen der Betankung eines französischen Rafale-Jets und eines nuklearfähigen franzöischen Rafale-Jets ein technischer Unterschied besteht – denn die Betankung von Rafale gehört bereits seit 2013 zum Geschäft der Luftwaffe. Vermutlich geht es um das Signal.
Dazu gehört auch die erneuerte Aussage, dass im Herbst dieses Jahres deutsche Soldaten an einer französischen Nuklearübung teilnehmen werden. Nachtrag: Der Bundeskanzler ließ dazu in der Pressekonferenz (s. Transkript unten) ein bisschen mehr wissen:
Neben dieser Arbeit an einer gemeinsam Doktrin werden wir auch die konventionellen deutschen Kräfte noch in diesem Jahr an einer nuklearen Übung der französischen Streitkräfte beteiligen.
Damit dürfte es sich um das handeln, was bislang SNOWCAT (Support of Nuclear Operations with Conventional Air Tactics) hieß, also die Absicherung zum Beispiel von nuklearfähigen Fluzgzeugen mit konventionell bewaffneten Kampfjets, die Unterdrückung der gegnerischen Flugabwehr und ähnliches.
Aber, und das ist natürlich auch bedeutsam, kommt selbst eine deutsch-französische Erklärung zur strategischen Zusammenarbeit nicht ohne die Versicherung aus, dass damit natürlich die nukleare Teilhabe am Atomwaffenarsenal der USA nicht infrage gestellt wird:
Diese Zusammenarbeit ersetzt nicht die unter US-amerikanischer Führung gewährleistete nukleare Abschreckung der NATO, an der Deutschland sich weiter im Rahmen der nuklearen Teilhabe beteiligt. Sie erfolgt im Rahmen des Völkerrechts und ist im Einklang mit unseren Verpflichtungen unter dem Nuklearen Nichtverbreitungsvertrag.
Es gibt noch ein paar mehr Details, deshalb die Mitteilung im Wortlaut:
PM42 – DFVSR stärkt strategische Zusammenarbeit von Deutschland und Frankreich
Nachtrag: Aus der Pressekonferenz von Merz und Macron nach dem deutsch-franzöischen Ministerrat die sicherheitspolitisch relevanten Aussagen (aus dem Transkript des Bundespresseamtes):
Merz: Drei große Fragen haben uns heute und gestern beschäftigt. Die eine war: Wie schützen wir uns in einer gefährlichen Welt? Die zweite war: Wie stärken wir unsere Volkswirtschaften im globalen Wettbewerb? Und die dritte: Wie bringen wir Europa gemeinsam voran?
Wir wollen diese Fragen gemeinsam beantworten. Wir wollen dies schnell tun, wir wollen dies konsistent tun, und wir wollen das mit einem realistischen Blick auf unsere politische Umgebung tun.
Eine Schlüsselrolle für unsere Sicherheit spielt dabei unser gemeinsamer Einsatz für die Ukraine. Frankreich und Deutschland haben ganz wesentliche Beiträge dazu geleistet und werden sie weiter leisten – diplomatisch, militärisch und finanziell.
Wir haben drei große Treffen hinter uns: den Gipfel der G7 in Évian, den NATO-Gipfel in Ankara und das Treffen der Koalition der Willigen am Montag und Dienstag dieser Woche in Paris. Alle diese Treffen zeigen: Unser Engagement hat Erfolg. Wir bestätigen das heute auch hier in Augustusburg.
Wir setzen mit Entschlossenheit fort, was wir begonnen haben. Genau das haben wir heute vereinbart. Unser Ziel ist ein Frieden, der die Souveränität der Ukraine und die Sicherheit Europas wahrt.
Ich nenne in diesem Zusammenhang nur ein Beispiel: Die Koalition der Willigen wird im Herbst auf französische Initiative ein Manöver abhalten. Deutschland wird sich beteiligen. Wir klären gemeinsam, wie diese Beteiligung im Einzelnen aussehen wird.
Im heutigen Verteidigungs- und Sicherheitsrat haben wir zudem beschlossen, unsere strategische Zusammenarbeit zu vertiefen. Lieber Emmanuel, wir setzen damit um, was wir Anfang März bereits in einer gemeinsamen Erklärung verabredet haben.
Wir haben den Rat heute Morgen im Fliegerhorst von Nörvenich abgehalten. Zugegen waren auch deutsche und französische Soldatinnen und Soldaten, erstmals mit einem nuklearfähigen französischen Rafale-Flugzeug. Das macht sichtbar: Wir schlagen in der Abschreckung einen neuen gemeinsamen Weg ein. In der neu geschaffenen strategischen Steuerungsgruppe durchdenken wir, mit welchem Mix an Fähigkeiten wir unsere gemeinsame Abschreckung in Zukunft weiter steigern können.
Neben dieser Arbeit an einer gemeinsam Doktrin werden wir auch die konventionellen deutschen Kräfte noch in diesem Jahr an einer nuklearen Übung der französischen Streitkräfte beteiligen. Das ist komplementär zu unserer nuklearen Teilhabe und der Abschreckung in der NATO, an der wir festhalten.
Herr Präsident, lieber Emmanuel, vor einem Monat sind wir schließlich zu dem Schluss gekommen, dass das gemeinsame FCAS-Flugzeug, das wir geplant hatten, an industriellen Differenzen gescheitert ist. Vor dieser ernüchternden Realität haben wir beide nicht die Augen verschlossen. Wir haben die notwendigen Konsequenzen gezogen. Ich danke dir dafür, dass wir das gemeinsam getan haben. Für mich war dies Ausdruck unserer belastbaren Partnerschaft.
Wir haben heute einen neuen Arbeitsplan zur Kooperation in der Verteidigungsindustrie indossiert, den unsere Minister auf unsere Bitte hin ausgearbeitet haben. Er ist konkret, er ist realistisch, und er ist fokussiert. Er zeichnet unsere Zusammenarbeit für die nächsten Monate und Jahre vor.
Wir werden zum Beispiel die wichtige Cloud-Lösung aus FCAS in anderem Rahmen fortentwickeln. Wir werden dort enger zusammenarbeiten, wo es für unsere Sicherheit den größten Unterschied macht. Das betrifft unter anderem integrierte Luftabwehr und Abstandswaffen, die wir gemeinsam entwickeln.
Zugleich nutzen wir die Gelegenheit, um uns industriell gemeinsam besser aufzustellen, etwa beim deutsch-französischen Panzerbauer KNDS. Das macht uns sicherer, und es bringt unsere beiden Länder noch näher zueinander. (…)
Macron: Der Bundeskanzler hat es sehr klar gesagt: Wir erleben Zeiten, in denen die Herausforderungen ganz besonderer Art und ganz besonders stark sind. Es ist Krieg auf europäischem Boden. Es wird regelmäßig die Frage gestellt, wie solide die transatlantischen Beziehungen sind. Wir stehen vor technologischen Herausforderungen und Migrationsherausforderungen. Gleichzeitig haben wir einen ganz offenen Handelskrieg von chinesischer Seite. Das stellt viele unserer Grundlagen infrage, nicht nur auf wirtschaftlicher Ebene, sondern auch historisch, die für Europa grundlegend waren.
Das bedeutet: Wir müssen auf deutsch-französischer Ebene noch viel enger zusammenarbeiten. Das haben wir bereits vor einem Jahr mit dem Stichwort „deutsch-französischer Reflex“ beschrieben.
Heute ist es aber insbesondere eine Frage der Sicherheit. Denn wir wissen: Wenn Deutschland und Frankreich sich nicht einig sind, kommt Europa nicht voran. Wir kennen das. Wir wissen, was über die deutsch-französische Freundschaft gesagt wird. Aber in Wahrheit ist es tatsächlich so: Wenn Deutschland und Frankreich nicht zusammenstehen, kommt Europa nicht voran. Es ist die Grundvoraussetzung für europäischen Fortschritt.
Davon ausgehend kann ich sagen: In unseren Gesprächen, ob in den Vieraugengesprächen oder in den erweiterten Gesprächen, haben wir tatsächlich einen sehr klaren Fahrplan zusammengestellt. Was Verteidigung und Sicherheit angeht, so hat der Bundeskanzler es sehr klar gesagt: Es ist uns nicht gelungen, alles umzusetzen, was wir uns vorgenommen hatten. Wir bedauern das. Das ist natürlich in jeglicher Hinsicht nicht besonders optimal. Wir sind uns bewusst, dass der FCAS gescheitert ist.
Daraus haben wir Lehren gezogen. Denn wir wollen nun eine neue Governance auflegen, um dafür zu sorgen, dass für Verteidigungsprojekte die Governance auf Ministerebene, in den betroffenen Arbeitsgruppen und zwischen den Industrievertretern verbessert wird.
Aber ich glaube, wir haben auch tatsächlich einen neuen Impuls, eine neue Dynamik angestoßen, die vor einem Jahr noch nicht ganz spürbar war. Das war das, was wir in den letzten Monaten sorgfältig aufgebaut haben. Das haben wir auch schon angekündigt, nämlich die erweiterte Abschreckung. Frankreich hat das angeboten. Deutschland hat das Angebot angenommen, und zwar sofort, denn damit ist auch Deutschland Teil dieser Vorreiterrolle in der strategischen nuklearen Abschreckung.
Heute Morgen auf dem Fliegerhorst in Nörvenich haben wir Eurofighter gesehen und haben dort unseren Deutsch-Französischen Sicherheits- und Verteidigungsrat abgehalten, haben viele verschiedene Themen diskutiert, wie gesagt, die erweiterte Abschreckung und die ganze Bandbreite der möglichen Signale, die ausgestaltet werden können. Denn das können wir nur, wenn wir uns gegenseitig tief vertrauen.
Das bedeutet, wir müssen gleichzeitig auch die konventionelle Abstützung, den konventionellen Schulterschluss hinzufügen. Das ist das, was wir erreicht haben, um zu konsolidieren, was wir in Toulon vereinbart haben. Dazu gehört das Projekt JEWEL. Das bedeutet, dass wir hier ein gemeinsames deutsch-französisches Angebot machen werden.
Wir haben auch über das Thema „Deep Precision Strike“ gesprochen, Präzisionsschläge in der Tiefe, wobei jeder unserer Minister ausloten wird, inwiefern er tatsächlich dazu beitragen kann, und zwar in Zusammenarbeit mit dem Vereinigten Königreich, wie gesagt, im Rahmen der erweiterten Abschreckung.
Was die Abstandswaffen und die Luftabwehr angeht, werden wir auch in Bezug auf unseren SAMP/T mit unseren Partnern aus Italien Fortschritte erreichen, um da ein sehr klares Angebot machen zu können.
In den kommenden Wochen werden wir uns auch mit der Strategie und der Governance von KNDS beschäftigen, sodass wir hier wirklich einen ganz neuen, starken Impuls in Sachen Verteidigungskooperation setzen.
Was all das betrifft, was der Bundeskanzler über die Ukraine gesagt hat, glaube ich sagen zu können, dass wir durch unsere gemeinsame Arbeit in den letzten Wochen wirklich eine neue Wiederannäherung zwischen Europa und den USA schaffen konnten. Das heißt wir zum Beispiel in Ankara gesehen, wo die USA sich neu zugunsten der Ukraine engagiert haben. Wir haben gleichzeitig dafür gesorgt, dass Europa und seine Partner bereit sind, wie wir das Anfang der Woche in Paris gesagt haben, die Sicherheitsgarantien für die Ukraine bereitzustellen. (…)
Frage: Monsieur le Président, ich würde Sie gerne zur nuklearen Abschreckung fragen. Sie haben heute beschlossen, dass Deutschland sich erstmals an einer Nuklearübung Frankreichs beteiligt. Welche Schritte können Sie sich darüber hinaus für die Zukunft vorstellen? Können Sie sich perspektivisch vielleicht sogar vorstellen, französische Atomwaffen in Deutschland zu stationieren?
Herr Bundeskanzler, können Sie sich eine nukleare Teilhabe ähnlich wie die, die mit den USA schon besteht, mit Frankreich vorstellen? Wären Sie bereit, das französische Atomprogramm mit zu finanzieren? Werden Sie diese Kooperation auch immer noch so gut finden, wenn Marine Le Pen die Wahl gewinnt und Präsidentin wird?
Macron: Da möchte ich einem Vogel den Hals umdrehen (ein Gerücht aus der Welt schaffen), wie man bei uns sagt: Das Prinzip der erweiterten Abschreckung, das wir vorgeschlagen bzw. angeboten haben, das wir mit dem Bundeskanzler diskutiert haben und das wir sehr ausführlich und detailliert vorbereitet haben, enthält keineswegs eine Kofinanzierung des französischen Nuklearprogramms. Das sage ich jetzt einmal ganz definitiv, um denjenigen den Wind aus den Segeln zu nehmen, die darüber spekulieren. Wir finanzieren das auf französischer Seite. Wir haben unseren eigenen Militärhaushalt in den vergangenen neun Jahren mehr als verdoppelt. Der kommende Militärhaushalt wird in den nächsten Wochen verabschiedet. Das ist also finanziert.
Das Ziel besteht darin, dass wir die Sicherheit des europäischen Kontinents verbessern und dass wir bei unseren Gegnern mehr Unsicherheit schaffen ‑ das ist ja das Ziel der Abschreckung. Es geht darum, dass wir eine gewisse strategische Nähe haben, dass wir unsere Geheimnisse untereinander diskutieren, dass wir gemeinsame Manöver machen, dass wir gemeinsame Industriepartnerschaften haben, dass unsere Teams zusammenarbeiten ‑ nicht nur die Minister, sondern auch die Militärangehörigen ‑ und dass wir damit sozusagen Unsicherheit beim Gegner schaffen; denn das ist das Prinzip der Abschreckung. Deshalb können potenziell auch andere Partner zu dieser Strategie hinzukommen.
Das ist auch nicht nur unser einziger Joker, wenn ich das so sagen darf. Es gibt Dinge, über die wir mit unseren Partnern diskutieren. Wir haben den Willen, mit Deutschland zusammen so weit zu gehen, wie es möglich ist ‑ nicht nur auf der Grundlage des Vertrags von Aachen, sondern auf der Grundlage des Vertrauens, das zwischen uns beiden Ländern herrscht. Wie gesagt, wir wollen damit Unsicherheit bei unseren Gegnern säen; denn man muss ja davon ausgehen, dass die absolute Transparenz nicht immer angemessen ist. Wichtig ist aber, dass wir das immer gemeinsam entscheiden und dass wir darüber diskutieren.
Ich sage es aber noch einmal: Die Finanzierung des französischen Nuklearprogramms läuft ausschließlich über Frankreich.
Merz: Herr Kollege, vielen Dank. ‑ Ich komme vielleicht noch einmal zu der Entscheidung zurück, die wir heute getroffen haben: Wir haben eine strategische Steuerungsgruppe zwischen unseren beiden Ländern eingerichtet, die ausschließlich die Aufgabe hat, zu klären, wie wir unsere gemeinsame Abschreckung steigern können. Wir wollen uns verteidigen können, damit wir uns nicht verteidigen müssen ‑ diesen Satz kennen Sie von mir. Ich habe das Angebot des französischen Staatspräsidenten, an dieser nuklearen Abschreckung gemeinsam mitzudenken, erstmalig angenommen.
Zur historischen Einordnung: Es gab bereits ein Angebot von Charles de Gaulle an die Bundesrepublik Deutschland, den nuklearen Schutzschirm auch auf das deutsche Territorium zu erstrecken. Das ist von Deutschland aus nie angenommen worden. Das mussten wir auch nicht annehmen, weil wir in einer anderen Welt gelebt haben.
Aber die Welt, in der wir heute leben, erfordert neue Antworten. Wir werden jetzt das erste Mal konventionell an einer solchen Übung teilnehmen, um herauszufinden, wo wir gemeinsame Ziele erreichen können, nämlich eine verbesserte Abschreckung in Europa. Dies wird komplementär zu dem bleiben, was wir gemeinsam, Deutschland und Frankreich, an nuklearer Teilhabe auch im NATO-Bündnis ausüben. Das heißt, wir steigern unsere Verteidigungsfähigkeit, indem wir ein Angebot im Hinblick auf die nukleare Abschreckung ernsthaft prüfen, das uns die französische Regierung gemacht hat.
Wir gehen dabei Schritt für Schritt vor. Es kann sein, dass das in einer neuen Doktrin endet. Aber es ist viel zu früh, das heute schon zu sagen. Die Steuerungsgruppe hat nicht mehr und nicht weniger als den Auftrag, alle strategischen Optionen für uns zu erörtern und auch entsprechende Vorschläge zu machen, wie wir Schritt für Schritt unsere Verteidigungsfähigkeit verbessern können.
Frage: Herr Bundeskanzler, Herr Präsident, können Sie uns, was FCAS angeht, Anmerkungen darüber machen, wie das nun fortgesetzt wird? Combat Cloud des FCAS, wie wird das weitergeführt? Wie steht es mit dem MGCS, mit dem künftigen Kampfpanzer?
Noch eine Frage zum Nahen Osten: Sie haben vergangene Woche den Iran zu Ruhe und Friedlichkeit aufgerufen. Die USA haben erneut Attacken gefahren. Werden Sie auch die USA anrufen und um Ruhe bitten?
Macron: Zu Ihrer ersten Frage: Ja, die FCAS-Projekte, also zur Combat Cloud, werden nach Plan fortgesetzt, so wie wir es terminiert hatten. Denn das Einzige, was eingestellt wurde, ist das gemeinsame Kampfflugzeug. Aber der Rest wird natürlich weiterentwickelt.
Was den künftigen Kampfpanzer MGCS angeht, haben wir unser Engagement erneut bekräftigt und in dem Zusammenhang, wie gesagt, auch angestoßen, dass die Governance von KNDS neu strukturiert wird, um KNDS tatsächlich zu einem Wettbewerber ersten Ranges zu machen. Das bedeutet, dass zum Beispiel auch das Kapital neu zusammengesetzt wird, auch die Möglichkeit, dieses Unternehmen zum Beispiel als ein öffentliches Unternehmen zu strukturieren. Es ist nicht immer eine gute Lösung, wenn rein private Rüstungsanbieter auf unsere Bedarfe antworten müssen. Deswegen haben wir auf unserem Sicherheits- und Verteidigungsrat heute Morgen darüber gesprochen, wie wir das umgestalten können.
Um noch auf den letzten Teil Ihrer Frage einzugehen: In Luzern wurde eine Vereinbarung vorbereitet, die dann im Rahmen des G7-Treffens verabschiedet wurde. Wir haben sie auch unterstützt. Darin ist enthalten, dass die Straße von Hormus bedingungslos wiedereröffnet werden und dass gleichzeitig eine Waffenruhe in Libanon eingerichtet werden muss, und zwar im Verlauf von 60 Tagen. Ich würde Iran dazu aufrufen, diese Vereinbarung einzuhalten. Das war nicht in dieser Vereinbarung enthalten. Ich denke, es müssen wirklich alle wieder zur Ruhe kommen und sich an das halten, was sie unterzeichnet haben, nämlich die Wiedereröffnung der Straße von Hormus und die Weiterführung der Gespräche. Ich habe den Eindruck, dass aufgrund der Tatsache, dass Iran zuerst Schläge ausgeführt hat, die USA dann zurückgeschlagen haben. Das ist aber nicht die richtige Vorgehensweise. Diese Vereinbarung ist natürlich nicht perfekt, aber sie trägt zumindest dazu bei, dass eine Waffenruhe im Libanon geschaffen wird, die Verhandlungen weitergeführt werden und schlussendlich die Straße von Hormus wiedereröffnet wird. Das ist unser Hauptziel.
Wir haben dafür vor einigen Wochen auch eine Ad-hoc-Mission eingesetzt. Ich habe auch mit dem Sultan von Oman gesprochen. Soweit ich weiß, entscheidet Iran nicht darüber, was für den Oman gut ist oder nicht.
Merz: Vielleicht noch eine ergänzende Anmerkung zu FCAS: FCAS war nie allein ein neues Kampfflugzeug, sondern es war immer ein System. An diesem System halten wir fest, und wir bauen es weiter aus. Vielleicht ist die gesamte Umgebung, also zum Beispiel eine Cloud-Umgebung oder zum Beispiel die gesamte digitale Steuerung, in der längeren Perspektive viel wichtiger als ein neues Flugzeug. Insofern haben wir diese technologische Zusammenarbeit für diese Industrie gestern und heute Morgen wirklich auf ein neues Fundament gestellt. Ich bin mir sicher, dass dies auch Früchte tragen wird, zum einen im Sinne von Effizienzgewinnen ‑ wir arbeiten wo immer möglich zusammen ‑, zum anderen aber auch in der Stärkung unserer Verteidigungsfähigkeit.
Präsident Macron hat das Unternehmen KNDS angesprochen. Sie wissen es vermutlich; wir werden bemüht sein, einen ähnlich hohen Anteil oder sogar ziemlich genau den hohen Anteil von der Eigentümerfamilie zu übernehmen, sodass die Bundesrepublik Deutschland und Frankreich, auch was die Beteiligungsverhältnisse an diesem Unternehmen betrifft, gleichberechtigte Partner sein werden. Wir haben uns bereits mit der Familie und der französischen Regierung auf eine entsprechende Governancestruktur verständigt, sobald es zum Erwerb dieses Anteils gekommen sein wird.
Wir werden hier also gemeinsame strategische Entscheidungen treffen, nicht zuletzt auch im Hinblick auf einzelne Unternehmen, die im Markt tätig sind.
Lillium ist an der selben Krankheit wie Northvolt zugrunde gegangen, daß man einfach das Entwicklungspotential von Lithium-Ionen Akkus zu optimistisch eingeschätzt hat.
Man erwartete so eine Art Moore’s law für Batterien und hat darauf gewettet, daß bestimmte Leistungsstärken unvermeidlich kommen müssen, wenn man nur genügend Geld reinschmeißt.
Tatsächlich scheint halt bei dieser Technologie die Grenze des derzeit technisch Machbaren erreicht.
Solange Helsing beim Strahl- oder Turboproptriebwerk bleibt, sehe ich da kein solches Problem für Großdrohnen. Zumal sie ja mit Grob einen Flugzeugbauer besitzen der zu den Pionieren bei Kunstoffen im Flugzeugbau gehört.
1. Zur Luftbetankung ist zu sagen, daß französische Rafale Jets seit 2020 durch dt. A 400 m betankt werden, z.B. Operation Counter Daesh. Neu konnte an der Betankung nur das Verwendete Tankflugzeug sein. Die Luftwaffe betreibt mit A 400 m, Super Hercules 130 k & dem Airbus 330 MRTT drei verschiedene Tankflugzeuge, wobei die A 330 Tankflugzeuge multinational betrieben werden. Neu konnte an der Betankung nur Hercules oder A 330 sein. Laut Google Suche wurde die Betankung der nuklearfähigen Rafale Jets im Juli 2026 erstmals durch einen Airbus 330 MRTT durchgeführt!
2. MGCS: Es war von Anfang an klar, daß MGCS vermutlich scheitern würde, weil es die Politiker versäumt hatten vorher festzulegen, welche Kanone oder welches Kaliber eingebaut werden sollte! Ohne eine solche Entscheidung im Voraus konnte das Panzerprojekt nie funktionieren. Denn Rheinmetall hat eine 130 mm Kanone als Hauptbewaffnung entwickelt, Frankreich aber eine 140 mm Kanone. Deutschland würde doch eine die bessere Panzernation mit der größeren Geschützgeschichte und der angeblichen Führung des Projekts keine französische Panzerkanone akzeptieren. Und Frankreich würde sagen, wir haben die größere Kanone gebaut, warum sollen wir das keinere dt. Kaliber akzeptieren.? Man hätte also höchstens einen gemeinsamer Panzer, mit zwei verschiedenen Kanonen/Türmen bauen können und die anderen Länder, die sich für diesen Panzer interessieren abstimmen lassen, durch Kaufentscheidung, ob sie den dt. oder den französischen Turm/Kanone haben wollen.
Genauso hätte man bei FCAS zuerst entscheiden müssen, können wir uns auf gemeinsame Konfiguration mit Atomwaffenfähig und Trägerfähig auch für Deutschland einigen oder baut man eine französische Variante mit Tragerfähigkeit und eine etwas längere Version für Luftüberlegenheit für Deutschland?
Auch wenn dies viele nicht mehr Wissen, so wurde beim Tornado ungefähr so verfahren. Deutschland hat nur die kürzere Tornado Version als Jagdbomber beschafft. Aber für die Briten gab es eine längere Tornado Version als Luftüberlegenheitsjäger , welche später auch Italien beschafft hat, nur die Luftwaffe dummerweise nie!! Wir hätten also die Phantom Flugzeuge frühzeitig ersetzen können durch Tornados als Jagdflugzeuge und damit Arbeitsplätze schaffen können!
Gleichzeitig: https://www.themarker.com/news/security/2026-07-22/ty-article/.highlight/0000019f-7927-d92e-a9bf-fdf782320000 (google) „Das israelische Verteidigungsministerium erwägt den Kauf (anstatt die Entwicklung!) von Marschflugkörpern im Wert von mehreren hundert Millionen Schekel. Dieser Trend könnte einen strategischen Kurswechsel innerhalb des Ministeriums widerspiegeln: eine Abkehr von der ausschließlichen Abhängigkeit von der Luftwaffe hin zu Marschflugkörpern, eine Verringerung der Abhängigkeit von den USA und eine Steigerung der lokalen Produktion“. Sie halten ihre Entwicklungen bis zum allerletzten Moment vor den USA geheim (Smiley).
@all. : Wozu braucht es einen KPz mit einer “ dickeren“ Kanone?Das würde mich wirklich sehr interessieren .
Noch eine letzte Anmerkung zu FCAS:
Ausgang war ja der Wille und die Überzeugung zu einem Kampfjet der sechsten Gereration ( Stealth, Vernetzung, Begleitdrohnen ).
Geplant war 2040. Ein Blick auf die aktuelle Situation in der Welt offenbart überraschend das selbst von der ersten Generation immer noch eine nicht irrelevante Anzahl im Dienst ist. Zugegeben vor allem im extrem sanktionierten Nordkorea, aber die haben noch unfassbar viele MiG’s im Dienst, angefangen von der MiG 17 über die MiG 21 bis zur MiG 29 ( erste, zweite und dritte Generation ). Die haben insgesamt mehr Kampfjets als die deutsche Luftwaffe. Total veraltet, aber einfach so vom Himmel holt man die im Tiefflug auch nicht… und es sei daran erinnert das in der alten DDR eine MiG 21 Version Atomwaffen trug…
Auffällig ist im Irankrieg das die USA auch ihre neuesten Jets nur in der Nacht einsetzt. Stealth ja, aber sichtbar am Tage trotzdem.
Diese FCAS-Geschichte ist mittlerweile so peinlich das selbst der wohl reichweitenstärkste deutschsprachige, ich nenne ihn mal Passagierflugzeug-Influencer, gleichzeitig Condor-Pilot, ein Video darüber rausgebracht hat. Das erste von ihm überhaupt mit militärischem Hintergrund (!)
AeroNewsGermany auf youtube vom 17. Juli 2026 “ Baut Deutschland jetzt einen Kampfjet ?“. Sehenswert da gut kompakt zusammengefasst vor allem auch die Erklärung der diversen Kampfjet-Generationen in Wort & Video.
Aufgrund der Komplexität der Aufgabe und auch der Entwicklungskosten wird es wieder auf eine Allianz verschiedener Länder hinauslaufen. Die Frage ist nur mit welchen Deutschkand dann zusammenarbeitet…
@ Roland Müller Airbus und nationaler Alleingang, wie soll dass denn funktionieren?
@Roland Müller
Helsing hat vor kurzem Grob gekauft da sollte also das passende Wissen auch zur Serienproduktion vorhanden sein.
@Hans Schommer
NATO-Standard für Panzerkanonen wechselt von 120 mm auf 130-mm- und 140-mm-Systeme. Der Grund für diese Kalibervergrößerung ist die Entwicklung immer besserer Reaktivpanzerungen und aktiver Schutzsysteme bei modernen Kampfpanzern, was eine höhere Durchschlags- und Mündungsenergie erforderlich macht
Rheinmetall setzt im neuen Kf51 eine 130 mm BK mit einteiliger Mun ein, die dann aber den automatischen Lader erfordert.
Die 130er soll 50% mehr Energie ins Ziel bringen.
Nexter/ASCALON geht ((ging?) offenbar auf 140 mm … aber MGCS ist ja verstorben.
Allerdings nimmt dadurch die Kampfbeladung deutlich ab und das Aufmunitionieren wird zum großen Kraftakt.
@Hans Schommer: KPK hat es dem Grunde nach schon erklärt mit den Kalibern. Konkret ging es darum, dass die Russen den T 14 Armata Panzer entwickelt haben. Mit besserer Panzerung, Selbstschutz System & einer 152 mm Kanone. Da eine Kanone meistens weiter schießt mit größeren Kaliber, besteht die Gefahr, dass der Armata Panzer jeden Leopard abschießen könnte, bevor der Leopard 2 mit seiner 120 mm Kanone erfolgreich kämpfen könnte. Deshalb soll die 130 mm Kanone von Rheinmetall bzw die 140 mm Kanone von Nexter sicherstellen, dass auch der russische Armata auf große Entfernung vernichtet werden kann. Beide westlichen Kanonen sollen ziemlich gleich stark sein, wobei die Franzosen auf ein größeres Kaliber setzen, Rheinmetall dagegen setzt auf eine weit höhere Geschoss Geschwindigkeit als die Franzosen. Die Russen scheinen aber entweder technische Probleme mit ihrem Wunderpanzer T14 zu haben oder panische Angst, dass dieser dem Westen in die Hände fallen könnte, denn bisher wird der T 14 nicht in der Ukraine eingesetzt.
@Thomas Melber
Die Kampfbeladung nimmt nicht zwangsläufig ab. Es hängt an der Dimensionierung des Kampfraums, besonders auch des Turmraums, der keinen LS mehr aufnehmen muss.
Ein Kraftakt ergibt sich weniger über das größere Kaliber als vielmehr über den fehlenden vierten Mann.
Ohnehin fehlt generell die Aufmerksamkeit in Bezug auf „Allgemeine Aufgabe im Gefecht“ und „Dienst am KPz“, die im zugegeben kleinen Trp der Panzerbesatzung schon zu viert schwierig in der Realisierung waren, mit drei Mann werden über die Zeitachse/im Gefecht Aufgaben hinten runterfallen/vernachlässigt werden.
@ Hans Schommer
Ohne einen Grundkurs in Ballistik und in Kampfwertmerkmalen eröffnen zu wollen, es zählt u.a. natürlich die Wirkung im Ziel, sprich die Vernichtungswahrscheinlichkeit. Wie „KPK“ schon richtig erwähnt hat, ist die Panzerentwicklung in den letzten Jahren vor allem auf dem Gebiet des aktiven und passiven Panzerschutzes innovativ vorangeschritten. – „Nebenwirkung“ bei 130mm RH PzK; Patronenlänge 1.300mm und ca. 28kg schwer, Ergebnis: Man kommt an einem Ladeautomaten nicht mehr vorbei.
Kampfentfernung 4.000 m mit einer Kanone im mitteleuropäischen Gelände? Da haben die Militärtheorethiker (oder/und die Rüstungslobby) wohl voll die Bodenhaftung verloren!?
@Closius @all
Ich möchte vor dem Glauben an das Mantra „Reichweite“ warnen.
Die klassische Bezeichnung zur Bewertung von Kampfentfernung, denn das ist der taktische Begriff der Panzerschießlehre, unterscheidet nach
– nahe Kampfentfernung, < 1000m
– mittlere Kampfentfernung, 2000m.
Daneben existiert der Begriff der Hauptkampfentfernung, 1500m. Nicht zur Verwirrung, aber zur Abrundung wichtiger Begriffe der Schießlehre im Verhältnis zur Reichweite: die Grundjustierung des HZF (Hauptzielfefnrohr) liegt auf 1000m. Vorteil, bei Ausfall aller Systeme zur E-Messung kann auf das HZF 1000 vertraut werden und klassisch nach dem Haltepunktverfahren die Schusskorrektur erfolgen.
Soweit die zu lange Vorrede, was will ich sagen.
Reichweite ist kein Wert an sich. Er ist eine technische Größe, die erst im Gelände zur Wirkung kommt, meist aber nicht, weil: Es existieren fast keine Sichtentfernungen, die Beobachtung, ff Feuer, jenseits von 2000m erlauben. Übrigens auch in der angeblich brettflachen norddeutschen Tiefebene nicht. Einziges Gelände in dem ich die Ausnutzung der weiten Kampfentfernung erlebt hatte, war der kanadische Truppenübungsplatz SHILO, 200 Meilen nördlich Winnipeg.
Kurz, womit dann auch Schluss ist: Ob eine BK im Kaliber 120 mm auf 3000m sichere Treffer zulässt, oder künftig möglicherweise auf 4000m im Kaliber 130 mm ist in der Praxis nahezu bedeutungslos.
Entscheidend ist die Durchschlagsleistung.
@Closius
Der Tornado ADV F.3 (F.2 hatte Zement als Radarersatz!) war kein Luftüberlegenheitsjäger, sondern ein Abfangjäger für lange Strecken meist über See. Zur Verteidigung von Großbritannien gegen sowjetische Bomber bzw. über Norwegen und der GIUK-Gap.
Das erkennt man auch daran, daß die RAF nie eine Staffel F.3 nach Deutschland verlegt haben. Da waren immer nur Phantom.
Die Italiener haben gebrauchte F.3 von den Briten als Zwischenlösung wegen der Verzögerung des Eurofighters übernommen. Ursprünglich hatten sie auch nur IDS. Die waren von dem Typ überhaupt nicht begeistert und haben deshalb lieber F-16 ADV beschafft.
Also der ADV war ein für eine sehr spezifische Rolle ausgelegter Jäger, aber kein Analog zur F-15
In meinem Beitrag 20:05 ist was schief gelaufen.
Richtig ist:
– nahe Kampfentfernung, 2000m.
Zur Kampfbeladung: In welchem Einsatzszenario wird davon ausgegangen, dass die Leopard 2 ihre volle Beladung von 37 Schuss auch wirklich verbrauchen? Welche Trefferquote legt man da zugrunde? Ich könnte mir gut vorstellen, dass man da auch mit wenige auskommt ohne einen praktischen Nachteil zu haben.
Zum Thema viertes Besatzungsmitglied für „Dienst am KPz“, „Nachladen“, etc. benötigt: Wenn man auf drei Besatzungsmitglieder umstellt muss man – wo nötig – die Logistik personell verstärken. Provokant gesagt: Ein Eurofighter mit nur einem Piloten funktioniert auch und die RCH155 soll mit zwei Personen Besatzung auskommen. Ich meine damit, dass das Besatzungskonzept für den Kampfeinsatz optimiert werden sollte – nicht für die Logistik dahinter.