Personalstärke Mai 2026: Mit Schwankungen bleibt es unter 186.000
Nachdem die Zahl der aktiven Soldaten und Soldatinnen der Bundeswehr im April leicht gestiegen war, ging sie im Mai dieses Jahres wieder zurück – mit den auch vom Ministerium angekündigten saisonalen Schwankungen bleibt die Gesamtstärke damit vorerst weiterhin unter 186.000. Im vergangenen Monat wirkten der Rückgang der längerdienenden Zeitsoldaten bei gleichzeitigem erneuten Anstieg der Berufssoldaten, vor allem aber eine um rund 500 geringere Zahl der Freiwillig Wehrdienst Leistenden aus.
Die Statistik für Mai 2026, am (heutigen) Montag wie üblich unter dem immer gleichen Link veröffentlicht (hier bleibt es der Vergleichbarkeit wegen weiterhin bei dem seit Jahren verwendeten Schema):
Insgesamt leisten 185.608 Soldatinnen und Soldaten ihren Dienst bei der Bundeswehr
Bundesministerium der Verteidigung 1.074
unmittelbar nachgeordnete Dienststellen 3.916
Heer 64.295
Luftwaffe 28.695
Marine 15.910
Cyber- und Informationsraum 13.695
Unterstützungsbereich 47.606
Bereich Infrastruktur, Umweltschutz, Dienstleistungen 1.115
Bereich Ausrüstung, Informationstechnik, Nutzung 1.925
Bereich Personal 7.377
davon bis zu 5.400 Studierende an Bundeswehr-Universitäten
Berufssoldat*innen 59.889
Soldat*innen auf Zeit lang (ab 2 Jahren Dienstzeit) 112.975
Soldat*innen auf Zeit kurz (12 bis 23 Monate) 4.222
Freiwillig Wehrdienstleistende (6 bis 11 Monate) 8.522
Dienstgradgruppen (gerundet)
Generale/Admirale 220
Stabsoffiziere 15.630
Offiziere 23.460
Unteroffiziere mit Portepee 62.940
Unteroffiziere ohne Portepee 27.920
Mannschaften 55.430
Die Zahl der Frauen in den Streitkräften:
25.346 Soldatinnen sind aktuell bei der Bundeswehr; mehr als 13 Prozent (beträgt der) Anteil der Soldatinnen bei der Bundeswehr
Verteidigungsministerium 74
unmittelbar nachgeordnete Dienststellen 475
Heer 5.002
Luftwaffe 3.017
Marine 1.794
Cyber- und Informationsraum 1.409
Unterstützungsbereich 11.730
Personal 1.573
Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen 141
Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung 131
Laufbahngruppe/Laufbahnen (auch Anwärterinnen)
Offizierinnen 7.193
Unteroffizierinnen mit Portepee 9.099
Unteroffizierinnen ohne Portepee 3.411
Mannschaften 5.643
Status
Berufssoldatin 6.101
Zeitsoldatin lang 17.203
Zeitsoldatin kurz 650
Freiwilligen Wehrdienstleistende 1.392
Die gesonderte Statistik zu den Zivilbeschäftigten – analog zu den Soldat*innen nach Teilstreitkräften und Organisationsbereichen aufgeschlüsselt; zusätzlich werden Militärseelsorge und Rechtspflege ausgewiesen.
Beschäftigt sind 81.310 zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Bundesministerium der Verteidigung 1.855
unmittelbar nachgeordnete Dienststellen 1.607
Heer 2.467
Luftwaffe 4.729
Marine 1.820
Cyber- und Informationsraum 1.852
Unterstützungsbereich 11.231
Bereich Infrastruktur, Umweltschutz, Dienstleistungen 32.796
Bereich Ausrüstung, Informationstechnik, Nutzung 11.576
Bereich Personal 10.798
Militärseelsorge 486
Rechtspflege 93
Der Anteil von Frauen am zivilen Personal wird nur nach Statusgruppen ausgewiesen:
Von den insgesamt 81.310 zivilen Beschäftigten sind 32.138 Frauen (rund 40 Prozent), die in allen Bereichen der Bundeswehr tätig sind.
Beamtinnen insgesamt 11.041
im höheren Dienst 2.297
im gehobenen Dienst 4.644
im mittleren Dienst 4.084
im einfachen Dienst 16
Arbeitnehmerinnen 19.129
im Vorbereitungsdienst, in einem Ausbildungs- oder Praktikantenverhältnis 1.968
(Stand 31. Mai 2026)
Die frühere ausführliche Statistik der Personalstärke in den Auslandseinsätzen und einsatzgleichen Verpflichtungen wurde durch die Gesamtzahl nur in den Auslandseinsätzen ersetzt. Der Stand vom 8. Juni 2026:
Insgesamt sind 701 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr unmittelbar bei Auslandseinsätzen eingesetzt.
Darüber hinaus gibt es noch die Anerkannten Missionen.
(Die diversen Anerkannten Missionen wie z.B. die NATO-Battlegroup oder auch die neue Panzerbrigade 45 Litauen sind eben damit nicht erfasst.)
Den Service von Augen geradeaus!, die Vergleichszahlen, gibt es auf einer gesonderten Übersichtsseite.
(Foto: Panzergrenadiere nutzen die Deckung neben dem Schützenpanzer Puma bei der dynamischen Vorführung am Tag der Bundeswehr 2026 in Munster am 06.06.2026 – Carl Schulze/Bundeswehr)
@ Pio-Fritz sagt: 20.06.2026 um 13:08 Uhr
förderliche Verwendung? Ich denke da sofort an die neuen Stabsfeldwebeldienstposten.
@ ORR
Es ist umso seltsamer, dass der Verteidigungsminister Boris P. bei der Bevölkerung und in der Bundeswehr immer noch ganz hoch im Kurs ist. Nur ihm haben wir die dauerhafte Stationierung der PzBrig 45 zu verdanken.
@Florian Staudte, 21.06.2026, 9:36 Uhr:
„…Es ist umso seltsamer, dass der Verteidigungsminister Boris P. bei der Bevölkerung und in der Bundeswehr immer noch ganz hoch im Kurs ist. Nur ihm haben wir die dauerhafte Stationierung der PzBrig 45 zu verdanken.“
Etwas OT; ich stimme Ihnen zu. Die Wege, die Gedanken sind halt frei und nicht jeder in Deutschland ist sicherheitspolitisch interessiert. Im TV macht der BM ja auch regelmäßig einen sehr positiven Eindruck. Möglicherweise gute PR Berater?
@Der Halbblutprinz sagt: 20.06.2026 um 21:46 Uhr
„@ Pio-Fritz sagt: 20.06.2026 um 13:08 Uhr
förderliche Verwendung? Ich denke da sofort an die neuen Stabsfeldwebeldienstposten.“
Förderliche Verwendung meint die Spitzendienstgradposten jeder Dienstgradgruppe und den Weg dorthin. Der Stabsfeldwebel ist da „nur“ Durchlaufstation. Und auf dem Weg dorthin muss man eben neben guten bis sehr guten Beurteilungen auch gewisse Funktionen und Dienstposten durchlaufen.
Um da jetzt mal die Schärfe rauszunehmen und zur Klarstellung. Soldaten unterliegen dem Beamtenrecht, das umfasst auch Zeitsoldaten. Und da steht eben drin (Art 33 Abs 2 GG), das die Beförderung nach Eignung, Leistung und Befähigung erfolgt. Etwas ausführlicher in § 9 BeamtStG (Beamtenstatusgesetz) und weiteren Bestimmungen, Ausführungen, Richtlinien etc.pp..
Das heißt eben auch für alle anderen Beförderungen, wer unterdurchschnittlich performt im Dienst, der wird im Zweifelsfall auch nicht Stabsfeldwebel, Hauptmann (FD) oder Oberstleutnant in seiner Karriere als Berufssoldat.
Leider sind wir von dem alten Personaler-Spruch „Lieber Lücke statt Krücke.“ im Moment ganz weit entfernt.
@Florian Staudte sagt: 21.06.2026 um 9:36 Uhr
„@ ORR
Es ist umso seltsamer, dass der Verteidigungsminister Boris P. bei der Bevölkerung und in der Bundeswehr immer noch ganz hoch im Kurs ist. Nur ihm haben wir die dauerhafte Stationierung der PzBrig 45 zu verdanken.“
Na, da überschätzen Sie die politische Macht und Durchsetzungskraft eines Verteidigungsministers wohl erheblich.
Aber Sie scheinen ja eine Art pathologischen Hass auf die PzBrig 45 entwickelt zu haben, und der trübt wohl den Blick für das Wesentliche.
Diese Brigade hat einen hohen politischen Symbolwert, gerade für unsere östlichen NATO-Staaten und insbesondere den baltischen Verbündeten. Und wer möchte und beschwört, dass der nächste Kampf nicht auf deutschem Boden stattfindet, der muss eben Kräfte voraus stationieren, die den Angreifer abschrecken und im Angriffsfall aufhalten und zerschlagen können. Und das muss dauerhaft sein, ich verweise mal auf die Diskussion zu „fight tonight“.
Das der Dienstherr versucht hat, die Brigade aus freiwillig versetzten Soldaten aufzustellen, ist ihm hoch anzurechnen. Wenn das nicht klappt, weil die Kameraden und Kameradinnen heimatnah an Muttis Rockzipfel hängen, dann wird eben befohlen.
Auch da sind wir wieder im Beamtenrecht, grundsätzlich ist ein Bundesbeamter/ eine Bundesbeamtin im Rahmen des Dienstverhältnisses bundesweit und in deutschen Dienststellen im Ausland einsetzbar. Es gibt, von Härtefällen mal abgesehen, keinen Anspruch auf einen bestimmten Dienstort.
Man geht ja auch nicht zum Auswärtigen Amt und möchte dann nicht nach Lima, Nairobi oder Bangkok versetzt werden.
Und letztendlich ist Dienst in Litauen immer noch wesentlich besser als die Einsätze in Afghanistan oder Mali. Dort ist man bei Verbündeten. Die Bevölkerung steht den Soldaten und ihren Familien positiv gegenüber. Die Voraussetzungen sind gut.
@ Pio-Fritz sagt: 22.06.2026 um 12:09 Uhr
„Wenn das nicht klappt, weil die Kameraden und Kameradinnen heimatnah an Muttis Rockzipfel hängen, dann wird eben befohlen.“
Finden Sie nicht, dass Sie es sich damit etwas zu einfach machen?! Es gibt wohl sehr viel mehr Gründe, neben „Muttis Rockzipfel“, warum man mit einer Versetzung in ein anderes Land nicht einverstanden sein kann. Bisher hat der Dienstherr auch eher Abstand davon genommen. Integrierte Verwendungen basierten (nach meinen Erfahrungen) eher auf Freiwilligenmeldungen und Auslandseinsätze waren auf mehrere Monate begrenzt. Man wusste beim IN schon grob wann das OUT passieren wird. Den kompletten Lebensmittelpunkt ZWANGWEISE in ein anders Land zu verlegen wird bei vielen Familien nicht auf Begeisterung stoßen. Die Scheidungsrate bei Berufssoldaten liegt ohnehin schon höher als in der zivilen Bevölkerung.
@Der Halbblutprinz:
Die Ansprüche an die eigene Lebensplanung und die Bereitschaft, Unbequemlichkeiten in einem übergeordneten Interesse in Kauf zu nehmen, driften speziell in unserem Lande schon ganz deutlich auseinander.
„Muttis Rockzipfel“ mag ein wenig pointiert formuliert sein, aber die Segnungen des Berufsbeamtentums werden gerne in Anspruch genommen, Anforderungen schon sehr viel weniger. Warum soll es für eine junge Familie (solange ohne Kinder noch viel eher) unzumutbar sein, einen längeren Zeitraum in einem schönen und freundlichen Land mit komplett vorgehaltener Infrastruktur zu verbringen? Zumal das persönliche Risiko, solange Putin nicht hohl dreht, dem Risiko bei KFOR, ISAF u.ä. nicht vergleichbar sein dürfte.
Und ja, ich habe im Lager FEY mehrfach Raketenbeschuss mitgemacht, ich weiß, wovon ich rede. Trotzdem hat meine Familie, auch meine beiden Söhne, eher keinen messbaren Schaden genommen. Ich denke, alles eine Einstellungssache.
Die unter Soldaten häufige „geschiedene Familie“ ist hier ein echtes Problem. Ich falle auch unter diesen Personenkreis, mein noch für einige Jahre minderjähriger Sohn lebt bei seiner Mutter, mit den typischen alle 14-Tage-Wochenendbesuchen bei mir. Ich kann mir schwer vorstellen, wie man eine solche Konstellation bei einer Versetzung nach Litauen aufrecht erhalten sollte.
Ob dies als persönlicher Hinderungsgrund anerkannt würde ist momentan eher offen, ich habe noch nichts in dieser Richtung gehört.
P.S. Vorwürfe wie „Muttis Rockzipfel“ tragen nicht zur Deeskalation bei. ;-)
@Der Halbblutprinz sagt: 22.06.2026 um 13:34 Uhr
Es ist mir schleierhaft, warum Sie jetzt mit mir auf Mimimi-Ebene diskutieren wollen.
Die politische und militärische Entscheidung ist doch klar, es wird eine Panzerbrigade dauerhaft in Litauen stationiert. Die Versetzung dorthin erfolgt für mehrere Jahre, mit Auslandsverwendungszuschlag. Auch dann, wenn die Familie in Deutschland bleibt. Kommt sie mit, gibt es weitere Zuschläge für den Ehepartner und Kinder. Alles auf diversen Seiten der Bundeswehr nachzulesen, neben allen weiteren Aspekten.
Der tägliche Dienstbetrieb ist wie in Deutschland, die Soldaten sind von der weißrussischen Grenze ungefähr so weit entfernt wie in Deutschland zu Zeiten des kalten Krieges von der innerdeutschen Grenze. Das ist alles nichts Neues.
Die Gesetzeslage ist klar definiert. Und Kommunikation an alle Karrierewilligen, wer einen Spitzendienstgrad erreichen möchte, der war mindestens einen Turnus in Litauen. Bisher war es der Auslandseinsatz. „Freiwilligkeit“ hatte schon immer eine etwas größere Definitionsbreite.
Pio-Fritz 22.06.2026 um 16:03 Uhr
Sehr schöne und zutreffende Darstellung.
Panzergrenadierbataillon 52 (bzw. später 352) aus Mellrichstadt hatte ca 7km Entfernung zur IDG, innerdeutsche Grenze, zur „DDR“.
Manche Herren sind zu jung?
@AV sagt: 22.06.2026 um 15:09 Uhr
„Ob dies als persönlicher Hinderungsgrund anerkannt würde ist momentan eher offen, ich habe noch nichts in dieser Richtung gehört.“
Ich stelle mir gerade vor, wie mit Ihrer Argumentation einige meiner Freunde bei ihren Arbeitgebern ankommen. Die arbeiten bei international tätigen deutschen Großkonzernen in diversen Funktionen und jetten durch die Welt. Da wird gar nicht erst gefragt, das ist Voraussetzung dieses Jobs. Wer das nicht möchte, kann kündigen oder eine (oftmals schlechter dotierte) Inlandsstelle nehmen, wenn denn eine frei ist.
Und die Scheidungsquote in Deutschland lag in 2024 bei 37%, bei knapp über der Hälfte der Scheidungen waren minderjährige Kinder betroffen. Ihre familiäre Situation ist leider keine seltene in DEU.
@ Pio-Fritz
Es fällt einem tatsächlich sehr schwer, sachlich auf ihren „verbalen Verkehrsunfall“ einzugehen. Ich habe auch keinen pathologischen Hass auf die PzBrig 45. Grober Unfug, was Sie hier absondern.
Richtig ist, dass nur der Bundesverteidigungsminister Pistorius entschieden hatte, eine Brigade in Litauen zu stationieren. Einen Beschluss des Deutschen Bundestages kenne ich nicht.
Es gibt zweifelsfrei gute Gründe für die Stationierung. Ich hätte jedoch erwartet, dass das Deutsche Heer frühzeitig vorab beteiligt wird und der Deutsche Bundestag mit der Stationierungsentscheidung die rechtlichen Rahmenbedingungen schafft.
Meine Interessenbekundung für eine Verwendung in Litauen liegt bei BAPersBw. Daher brauche ich (und der übrige Rest wahrscheinlich auch nicht) keine wohlfeilen Appelle von Ihnen.
Denken – Drücken – Schreiben.
@Pio-Fritz, 22.06.2026,12:09 Uhr:
Mitarbeiter gegen ihren Willen für mehrere Jahre ins Ausland zu versetzen ist das Eine.
Viel verwerflicher bewerte ich aber den Vertrauensverlust. Die Ankündigung hieß immer „freiwillig“.
Nun reicht die materielle und immaterielle „Motivation“ nicht aus, dann ist diese Ankündigung noch was wert? Richtig: nix!!!
Mit „Muttis Rockzipfel hat das mal gar nix zu tun, sondern nur mit einem BM , der entgegen der Beratung seiner Militärs aus einer Brigade FÜR Litauen eine Brigade IN Litauen machte.
Und auch mit Durchsetzungskraft hat das nichts zu tun. Wenn er es sagt, dann wird ihm niemand in die Parade fahren, denn der politische Schaden wäre noch viel größer.
Am Ende bleibt ein BM, der seinen politischen Footprint hinterlassen wollte, zu Lasten der Soldaten.
Vertrauen.War.Früher.
@ Pio-Fritz es ist irgendwie seltsam. Immer wenn ich ihre Kommentare lese, habe ich die Stimme eines gewissen Hauptfeldwebels aus Stetten am Kalten Markt im Ohr.
Ihre Argumente sind mir hinlänglich bekannt. Auf die trifft man im Dienstalltag überall, vornehmlich bei den älteren Kameraden. Nur was bringt‘s? Der Beitrag beschäftigt sich mit den Personalzahlen und die sind offensichtlich nicht zufriedenstellend. Also könnte man, anstatt immer weiter mit dem Finger auf die verwöhnten jungen Leute zu zeigen, sich auch mal reflektieren. Scheinbar ist die GenZ nicht empfänglich für derlei patriarchale Belehrungen.
@ORR
Es war doch klar war daß „freiwillig“ nur gilt wenn sich genügend Personal findet.
Wenn z.B. der Spieß zehn Freiwillige aufruft sich aber nur sieben melden wird das Fehl eben bestimmt. Das war schon immer so und wir auch immer so bleiben.
@Thomas Melber, 22.06.2026, 19:19 Uhr:
„…Es war doch klar war daß „freiwillig“ nur gilt wenn sich genügend Personal findet.
Wenn z.B. der Spieß zehn Freiwillige aufruft sich aber nur sieben melden wird das Fehl eben bestimmt. Das war schon immer so und wir auch immer so bleiben.“
Ja und Nein. Ich stimme Ihnen zu, dass der Spieß die restlichen drei bestimmt. -Ja. Er hat aber vorher nicht fest zugesagt, dass er die zehn Freiwilligen schon irgendwie zusammen bekommt. Und bei der Suche von Ordonnanzen wird es ganz schwierig!
Es geht hier um das Vertrauen in die Aussagen der politischen Führung. Im Rahmen des Markenzeichens der Bw (InFü) ist das ganz wichtig.
Wozu wählen wir einen Bundestag, wenn Politiker einsame Entscheidungen aus welchem Grund auch immer treffen, die den Steuerzahler sehr viel Geld kosten?
Dabei ist es mir vollkommen egal, ob ein Minister Mautverträge unterschreibt, die am Ende 240 Mio+ kosten, oder eine Kanzlerin die Grenzen für Flüchtlinge öffnet, weil sie ihr christliches Herz entdeckt, oder ein Minister eine Brigade in Litauen verspricht. Alles vollkommen ohne Zeitnot.
Hätte man sauber vorbereiten können, sich einen „Daumen hoch“ im BT abholen können und gut ist. Das nenne ich Demokratie.
Eine Vorgehen, wie das vom IBUK kostet den Steuerzahler viel Geld und ist a.m.S. dem Aufwuchs der Bw schädlich, um den Kreis zum eigentlichen Thema zu schließen und nicht zu weit im OT abzudriften.
[Ich warne auch von dem OT. Und übrigens auch vor dem Narrativ vom rechten Rand, Merkel hätte „die Grenzen geöffnet“ – sie wurden nicht geschlossen, was ein Unterschied ist. Und dabei belassen wir es dann bitte auch. T.W.]
Ich finde diese hier im Thread verbreitete Mär, BM Pistorius hätte das alles alleine entschieden, ziemlich unerträglich. Es wird einfach so lange behauptet, bis man daran glaubt.
Die Ankündigung einer Litauen-Brigade ist aus dem September 2023. Das Abkommen mit Litauen wurde am 13.09.2024 geschlossen, der Bundestag hat am 05.12.2024 und 31.01.2025 die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen, fraktionsübergreifend übrigens.
Es wäre schon toll, wenn man in manchen Diskussionen einfach die tatsächlichen Fakten, historischen Ablauf sowie gesetzlichen Grundlagen beachten würde. Und nicht die durch stille Post und Legendenbildung überlieferte Halbwahrheit.
@Florian Staudte sagt: 22.06.2026 um 17:33 Uhr
„Meine Interessenbekundung für eine Verwendung in Litauen liegt bei BAPersBw. “
Wenn Sie gerne dort dienen möchten, verstehe ich Ihre Grundhaltung in der Diskussion hier nicht. Insbesondere Ihre Vorbehalte gegen den Minister.
@ Pio-Fritz
Es bleibt rätselhaft, warum Sie es nicht verstehen können oder wollen. Nach mir vorliegenden Informationen wurde das Heer mit der Ankündigung, eine Brigade in Litauen stationieren zu wollen, überrascht.
Es wäre vermutlich besser gewesen, einen umfangreichen Prüfauftrag zu erteilen, bevor der Minister an die Öffentlichkeit geht.
Wenn es Ihnen nicht gefällt, dass ich diese Auffassung vertrete, dann verbieten Sie es einfach.
@Pio-Fritz: Nachdem was in AG & öffentlichen Quellen zu lesen war, hat Pistorius in Anwesenheit des Generalinspekteurs, alleine entschieden, dass die Brigade in Litauen dauerhaft stationiert wird und nicht nur ein kleiner Stab, wie zuvor von Kanzler Scholz verkündet. Weder der Kanzler, noch die Koalitionspartner haben diesem Beschluss von Pistorius widersprochen! Weiter war zu lesen, dass das Ministerium/Heer. von dieser Ankündigung völlig überrascht wurde. Dies spricht dafür, dass die Stationierung eine einsame Entscheidung des Ministers war, an welcher nur der Generalinspekteur ggf. mitgewirkt hat. Ob Scholz eingeweiht war oder davon überrascht wurde, dazu ist mir nichts bekannt. Aber warum soll die Entscheidung des Ministers eine Mär sein? Dass der Bundestag und Regierung später zugestimmt haben, ändert nichts daran, dass es eine Entscheidung des Ministers zuvor war.
Aber zurück zur Personalstärke. Während vom Heer keine Entscheidungen zu Standorten kommen, schafft wenigstens die Luftwaffe ein paar Fakten laut BR & Merkur. Der Fliegerhorst Fürstenfeldbruck wird nicht aufgeben von der Luftwaffe, was jahrelang geplant war, sondern in Fürstenfeldbruck wird ab dem 01.10. das Luftwaffenausbildungsbataillon 2 aufgestellt, mit neuen Luftwaffenausbildungskompanien in Fürstenfeldbruck, Lechfeld, Diepholz und Fassberg. Damit ist die Zukunft der Standorte Fürstenfeldbruck & Lechfeld gesichert. und können mehr Rekruten ausgebildet werden. Weiter war dort zu lesen, das am 30.06. eine Pressekonferenz in Kaufbeuren sein soll und dort Kaufbeuren als 2. Standort für Arrow 3 verkündet werden soll. Die Radaranlage dafür soll nach Kaufbeuren kommen, die Abwehrraketen sollen auf dem Lechfeld stationiert werden.
@Closius sagt: 23.06.2026 um 12:41 Uhr
„Nachdem was in AG & öffentlichen Quellen zu lesen war, hat Pistorius in Anwesenheit des Generalinspekteurs, alleine entschieden, dass die Brigade in Litauen dauerhaft stationiert wird und nicht nur ein kleiner Stab, wie zuvor von Kanzler Scholz verkündet. Weder der Kanzler, noch die Koalitionspartner haben diesem Beschluss von Pistorius widersprochen!“
Das ist das, was wir gesehen haben. Aber wir alle wissen auch, das kein Minister, der nicht politischen Selbstmord begehen möchte, einfach so solche Nachrichten verkündet. Wir wissen eben nicht genau, was damals genau passiert ist.
Für mich war dieses Vorgehen abgestimmt, ansonsten wäre es im Dezember 2023 nicht zur Unterzeichnung der „Road-Map“ mit Litauen gekommen. Das wäre die Chance gewesen, Pistorius abzusägen.
Und dass das Ministerium überrascht war, wen wundert es. Wenn der BM vorher seine Abteilungen informiert, kann er sich genauso gut mit dem Megafon auf den Alex stellen. Das hätte jemand durchgestochen.
https://www.zdfheute.de/politik/bundeswehr-wehrdienst-freiwilligkeit-18-jahre-brief-pistorius-100.html
„Aus diesem Pool konnten bisher etwa 530 rekrutiert werden, die ihren Wehrdienst in diesem Jahr antreten. Das sind etwa 0,16 Prozent aller Angeschriebenen.“
„Nach vier Wochen haben übrigens 90 Prozent der Männer den Bundeswehr-Fragebogen zurückgeschickt, nach einer Mahnung sind es 96 Prozent. Gegen die anderen vier Prozent wird demnächst ein Bußgeldverfahren eingeleitet, wegen Nicht-Antwort, heißt es aus dem Ministerium. Nur vier Prozent der Frauen antworteten.“
Das Ministerium versucht immer noch hartnäckigst hervorzuheben das alles im Plan ist…
[Hm, so ganz sauber ist der Bericht nicht. In der zu Grunde liegenden Mitteilung des Ministeriums steht nämlich auch
Aktuell konnten für den Neuen Wehrdienst rund 10.000 Einplanungen für 2026 vorgenommen werden, im Jahresvergleich sind dies rund acht Prozent mehr als im vergangenen Jahr.
Aufgrund der insgesamt positiven Entwicklung in der Personalgewinnung und -bindung gehen wir derzeit davon aus, dass die personellen Aufwuchsziele gem. §91 Soldatengesetz für 2026 erreicht werden.
https://www.bmvg.de/de/presse/neuer-wehrdienst-erfolgreich-gestartet-6116408
Muss wohl doch noch einen eigenen Eintrag machen… T.W.]