Plötzlicher Stopp von US-Truppenrotation nach Europa? (Nachtrag)
Eine US-Kampfbrigade, die sich bereits auf den Weg nach Europa machen wollte, ist nach einem amerikanischen Medienbericht praktisch in letzter Minute gestoppt worden. Das Brigade Combat Team sollte im Zuge der planmäßigen Rotationen von US-Streitkräften nach Polen verlegen, wird nun aber voraussichtlich nicht entsandt. Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst nicht.
Über den Stopp berichteten die Medien des Defense News Networks am (heutigen) Mittwoch:
The U.S. Army has canceled the deployment of the 2nd Armored Brigade Combat Team, 1st Cavalry Division — more than 4,000 soldiers and associated equipment — to Poland.
An Army official confirmed the decision Wednesday but did not provide details and referred all questions to the Defense Department, which did not respond to a request for information.
Die Entscheidung kommt überraschend, zumal nach einem Bericht der US-Soldatenzeitung Stars&Stripes vom 4. Mai die Brigade bereits offiziell ihren Abschiedsappell in Fort Hood in Texas durchgeführt hatte. In den USA wurde der mögliche Verzicht bereits unter dem Aspekt von Einsparungen bei der U.S. Army diskutiert. Mit dem von US-Präsident Donald Trump angekündigten und vom Verteidigungsministerium bestätigten Abzug von 5.000 US-Soldaten aus Deutschland scheint die aktuelle Entscheidung dagegen nicht in direktem Zusammenhang zu stehen.
Der Kommander der 1st Cavalry Division, Generalmajor Tom Feltey, hatte beim Abschiedsappell laut Stars&Stripes betont:
Make no mistake, our adversaries are paying attention. When an armored brigade combat team deploys forward, it sends a clear and unmistakable signal.
Das gilt natürlich auch umgekehrt.
Nachtrag: Weitere Berichte aus den USA dazu sammele ich erstmal.
Pentagon cancels Army unit’s deployment to Europe with soldiers already in Poland
A U.S. official confirmed to Task & Purpose that the 2nd Armored Brigade Combat Team, 1st Cavalry Division’s deployment to Poland was canceled by a Defense Department memo that was released on May 1. A portion of the unit that is already in Poland has been directed to return to the United States, the official said. The exact reason for the cancellation is unclear.
Das Wall Street Journal stellt das Vorgehen in den Zusammenhang einer von Trump gewollten Truppenreduzierung in Europa:
Pentagon Abruptly Cancels Deployment to Europe as Part of Trump’s Drawdown
The Pentagon abruptly canceled the deployment of an armored brigade to Poland, a major step toward President Trump’s plan to shrink the U.S. posture in Europe that caught some military officials by surprise. (…)
U.S. officials said the cancellation of the deployment of the 2nd Armored Brigade Combat Team of the 1st Cavalry Division, which is more than 4,000 troops, was part of a broader reconfiguration of the U.S. military presence in Europe and that additional steps are likely.
(Archivbild 6. Mai 2026: U.S. Soldiers assigned to Bull Troop 1, 2d Cavalry Regiment, run towards an objective during berm drills taking place near Bemowo Piskie Training Area, Poland – U.S. Army Reserve photo by Spc. Thomas Madrzak)
Das unterstreicht den Punkt der in Aussagen führender deutscher Politiker oder auch Militärs immer umschifft wird:
Die NATO- Zusammenarbeit in Gremien, Organisationen oder Stäben mag noch so ungestört, prima & toll sein.
Wenn der grosse Chef NEIN sagt läuft gar nichts mehr. Von jetzt auf gleich gelten
Absprachen, Versprechen oder sogar Verträge nichts mehr.
Der Spruch „die NATO“ ist hirntod reicht in den USA bis nach ganz oben…
Die Anmerkung von T.W.
„Das gilt natürlich auch umgekehrt.“
trifft das genau…
2nd Armored Brigade Combat Team, 1st Cavalry Division’s – deployment…..
There’s a war going on in the Middle East………
Die Ro/Ro Schiffe mit dem schweren Equipment waren bereits in der Ostsee eingetroffen. Die können dann gleich ohne zu entladen umdrehen.
Wir brauchen jetzt ganz schnell einen Europäischen Gipfel+ Kanada/UK um unsere Verteidigung selber zu organisieren.
Die Amis haben sich mit dieser Aktion eigentlich endgültig abgemeldet, konsequent wäre jetzt einzig von allen Europäischen Staaten in denen sich US Basen befinden jetzt die Truppenstationierungsabkommen zu kündigen… zeitgleich und unilateral mit einer kurzen 12 Monats Frist und auch sofort alle überfluggenehmigungen von US Militärmaschienen auf Einzelfall Entscheidungen zu beschränken und auch sofort die Nutzung von Satelliten oder Drohnen Kontrollstationen in Europa zu unterbinden.
Andere Sprache versteht DJT nicht! Er sitzt gerade aus Verzweiflung auf dem Schoß der Chinesen und verkauft wohl bald Taiwan um sein Iran Abenteuer beenden zu können.
Die USA sind kein Partner mehr und haben ihre Interessen in Europa beerdigt. Ist OK sie sind ein souveränes Land das eigene Interessen verfolgt nur leider stimmen die nach 80 Jahren nicht mehr mit den unseren über ein.
Also danke für alles, gute Heimreise, lasst uns gerne Freunde bleiben aber wir gehen erstmal nicht mehr ans Telefon wenn ihr anruft.
Die Araber und Asiaten bereiten ihrerseits auch eine Distanzierung von den Amis vor. Waffensysteme kann man eh nicht mehr verlässlich in D.C. bestellen, das sehen derzeit viele Staaten das sie verar***t werden und bereits getätigte Zahlungen von den Amis Umgeleitet werden.
AMI GO HOME!
Ich versteh das mit dem „rotieren“ nicht – was wird da abgelöst? Warum wird schweres Gerät herbeigeschafft, wenn doch nur rotiert wird, also Besatzungen ausgetauscht werden?
Natürlich sollten wir nicht alles kündigen, und diesen Keil nicht auch noch selbst weiter in die NATO treiben. Nicht provozieren lassen und die anderen nicht ärgern (auch wenn es schwer fällt). Jetzt gilt, möglichst wenig Porzellan zu zerschlagen bis sich die transatlantischen Verhältnisse vielleicht wieder verbessern oder wenigstens beruhigen und die Arbeitsebene ungestört bewahren. Alles andere spielt nur Russland noch mehr in die Hände. Dennoch kann es nicht schaden, schnell eigenständig lauffähige Strukturen aufzubauen, da sicher noch mehr solcher einseitigen Boshaftigkeiten drohen. Diese Gangart ist insgesamt schon empörend. Das Kitten wird eine Weile dauern.
Volatile Nachrichtenlage und nach dem Wert dieser Nachricht darf gefragt bzw hinterfragt werden
Im o. g. zitieren Bericht wird auch vom Army Budget Shortfall gesprochen. Überdies wissen wir, dass es seit Januar 2025 mit Wirken dieser US Administration ohnehin keine wirklichen brauchbaren und oder zuverlässigen Entscheidungen gibt. Tut mir irgendwie leid für diejenigen, welche sich bis zuletzt an das vergangene, transatlantische Verhältnis festhalten wollen.
Den Wert dieser Bradley Cavalry würde ich nicht unbedingt überbewerten wollen.
Positiv ist zumindest für mich die Rotation der Britischen Streitkräfte im Rahmen der Exercise Rhino Storm 2026 mit 3.500 Soldaten und 1.000 Fahrzeugen. Sie beziehen ihre Räume in Gütersloh, Hameln und Sennelager. Und haben zudem die Möglichkeit bekommen Quartier zu beziehen in den Kasernen, welche formals von der Britischen Rhein-Armee genutzt wurde.
Die Frage ist was die Hintergründe sind?? Letztendlich werden so 2 der 3 großen/kampfbereiten und wichtigen US Brigaden (inkl Stryker Brigade in Vilseck) in Europa innerhalb einer Woche quasi abgezogen …
das schwächt die Ostflanke schon enorm!!
Ich habe 3 Ideen:
1) Trump ist ein trotziges Kind und will zeigen dass er machen kann was er will und der Schutz der usa nicht selbstverständlich ist (aber gerade Polen ist ja auch ein treuer Verbündeter)
2) es gibt geheime Absprachen mit Putin… man „opfert“ die Verteidigungsfähigkeit in OstEuropa um die usa in keine blöde Lage zu bringen… falls doch wieder irgendwo grüne Männchen auftauchen
3) die usa haben im Iran eine große Boden Offensive geplant und benötigen dort die Leute und das Material
letztendlich müssten die europäischen Verbündeten mit einer eigene. Brigade auffüllen… Aber aktuell keine Kappa…
die Bundeswehr wird nochmal ein move a la Litauen Brigade machen müssen…. Für Rumänien oder Polen… oder in Zukunft eine Brigade der mittleren Kräfte punktuell verlegen
@Ökonom
Der RSOM-I Prozeß gehört mit zur Übung, das ist bei der Bw ebenso. Bei den ersten Rotationen eFP wurde tatsächlich nur das Personal durchgewechselt was aber dazu führte, daß sich niemand für das fremde Material verantwortlich fühlte.
Zudem sind die Verbände auch unterschiedlich gegliedert bzw. ausgestattet. Daher ist es sinnvoll jeweils Pers mit Mat zusammen auszutauschen.
@Obibiber 14.05.2026 um 8:20 Uhr
Sie scheinen große Freude daran zu haben, Ihre Umgebung mit wenig Durchdachtem zu belasten.
In allererster Linie sind die von Ihnen genannten Länder verpflichtet, ihre eigenen Hausaufgaben zu erfüllen, im NATO-Gesamtkonzept. Die Bw ist deshalb in Litauen, weil es sich um ein kleines Land handelt, dass die vorderste Verteidigungslinie alleine nicht stemmen kann, und als commitment, die Balten im Verteidigungsfall nicht im Regen stehen zu lassen. Größere Länder müssen das selbst stemmen können. Zudem kann die Bw nicht entlang der gesamten Ostflanke präsent sein, von der Ostsee bis zum Schwarzen See. Sollten weitere strategische Verstärkungen schnell aufgebaut werden müssen, hätten dies andere europäische Streitkräfte zu leisten, und dabei denke ich in erster Linie an jene, die sich bisher nicht an solchen Stationierungen beteiligt haben.
Trump wird in spätestens in zwei Jahren weg sein, und Europa wird noch sehr lange auf die USA als strategischem Partner angewiesen sein. Es wäre daher falsch, auf europäischer Seite jetzt ebenfalls wie ein beleidigtes Kind zu reagieren und „Ami go home“-Sprüche etc. von sich zu geben.
Und wieder ein Moment, in dem Deutschland und andere NATO-Partner a.s.a.p. über die Aktivierung der Wehrpflicht entscheiden müssten. Ohne Wehrpflicht keine durchhaltefähigen Großverbände der 2.Welle für die Landes- und Bündnisverteidigung. Britische Historiker haben über den 1WK gesagt: Die Berufsarmee hat durch ihr Opfer 1914 dem Empire die Zeit erkauft, mit einer Frewilligenarmee den Krieg 1915/1916 überhaupt weiterführen zu können. Durchgehalten und beendet wurde er ab 1917 durch eine Wehrpflichtigenarmee und eine Mio. Soldaten aus den USA … Wie will man in Europa OHNE Wehrpflicht und OHNE USA durchhaltefähig sein????
Beeindruckende Mentalakrobatik vom polnischen VM: https://xcancel.com/KosiniakKamysz/status/2054668445959049561
> This matter does not concern Poland—it relates to the previously announced redeployment of part of the U.S. military presence in Europe. The rapidly developing capabilities of the Polish Armed Forces and the presence of U.S. forces in Poland are strengthening NATO’s eastern flank.
Die Blamegames sind eröffnet.
Laut einem Artikel in KN-online vom gestrigen Mittwoch hat die Entladung des Frachters „Liberty Power“ am vergangenen Montag in Danzig begonnen. Der Artikel ist nur hinter Bezahlschranke lesbar, ich habe aber die Möglichkeit ihn zu verschenken wenn vom Hausherrn gewünscht.
[Aus Gründen bitte nicht, ggf. hier kurz zusammenfassen, was noch an Infos drin ist – allerdings ist das nun seit gestern ja alles überholt? T.W.]
@Küstengang01
Es ist richtig, dass die USA als Ganzes kein verlässicher Partner mehr sind. Und das wird sich auch nach dem Ende von Trump nicht so flott ändern. Es gibt sehr viele Menschen in den USA, in Militär und im Zivilen, die nomal denken können. Aber der Hass, der Fanatismus und das dunpfe Folgen dessen wird sich nicht schnell verflüchtigen.
Darum müsssen wir wieder fähig werden, uns selbst zu schützen. Insbesondere, da die EU in den letzten Jahren (Brexit, sprichwörtliche Unterwerfung ggü. Trump und China) gezeigt hat, dass sie ein Zwerg sein will.
Aber auch in der EU sehe ich da große Probleme. Bei manchen Staaten, wie z.B. Polen und der Slowakei, kann man sich, besonders bei einem Regierungswechsel, in keinster Weise of Anstand oder Kameradschaft verlassen. Wenn, dann sollte man sich ein Verteidigungsbündnis mit Staaten überlegen, die sich wirklich ausreichend Moralvorstellungen und Charakterzüge teilen. Das wären dann für uns evtl. die Niederlande, Schweden, Norwegen und Dänemark, Österreich, Spanien, Italien und Portugal. Finnland würde ich auch gerne nennen, weil sie zum einen sehr symphatisch sind, zum anderen einen heraussagenden Kampfwert haben, aber die haben ihre eigenen Interessen, und sehen das auch sehr nüchtern. Und bei Deutschland muss ich feststellen, dass es hier große Teile gibt, für die es nichts schöneres gäbe als eine Unterwerfung unter dem Loser Putin, und andere, denen es zu gut in ihrer rosaroten Phantasiewelt gefällt.
Also: Eine starke EU ist eine gute und wichtige Sache. Die Umsetzung könnte vielleicht ein bisschen kompliziert werden.
[Das ist jetzt alles ein bisschen, sagen wir intellektuell überschaubar. Ich wüsste nicht, dass die EU einen Brexit beschlossen hätte, und die Einordnung anderer europäischer Staaten mit „Charakterzügen“ ist aus der Schublade ganz unten. Lassen sie das einfach. T.W.]
Überholt würde ich nicht sagen, denn wenn Montag in Danzig entladen wurde betrifft es wohl doch Polen und nicht Deutschland. Näheres ergibt sich aus dem Artikel aber auch nicht.
[Ich wüsste nicht, dass es je Deutschland betroffen hätte? T.W.]
Couch potato schreibt…. „“Nicht provozieren lassen und die anderen nicht ärgern (auch wenn es schwer fällt). Jetzt gilt, möglichst wenig Porzellan zu zerschlagen bis sich die transatlantischen Verhältnisse vielleicht wieder verbessern „“
Wieviel Backen wollen sie noch hinhalten? Die hinteren auch noch? Genug ist genug! Irgendwann muss auch mal gut sein. Was für Putin gilt, gilt auch für Trump: Stärke und Selbstbewusstsein leben. Alles andere geht nach hinten los.
Nico schrieb:
„Wieviel Backen wollen sie noch hinhalten? Die hinteren auch noch? Genug ist genug! Irgendwann muss auch mal gut sein. Was für Putin gilt, gilt auch für Trump: Stärke und Selbstbewusstsein leben. Alles andere geht nach hinten los.“
Man muss einfach völlig nüchterne, deutsche Interessenpolitik machen. Wir wollen möglichst viel USA in Europa. Als Schutz vor den Russen. So wie es eigentlich auch vereinbart war. Irgendwelche emotionalen Vergeltungsreaktionen schaden diesem, unseren, Ziel nur. Also nicht beleidigt reagieren und immer wieder Gemeinsamkeiten suchen und finden. Schwierig aber möglich. Und die gut laufende Arbeitsebene einfach ungestört vom politischen Konflikt ganz oben halten. Irgendwann ändern die USA ihren Kurs auch wieder.
@Ökonom
‚Ich versteh ‚ das mit dem rotieren nicht… ‚
ENHANCED FORWARD PRESENCE ist ein Instrument der NATO, um im Rahmen eines regelmäßigen Austausches von Truppen – Kontingenten die Ost-Flanke der NATO zu verstärken. Gemeint sind das Baltikum und Polen. Ziel : ABSCHRECKUNG.
Dieser regelmäßige Austausch im Rahmen von MILITARY PRESENCE EASTERN FLANK vollzieht sich im Rahmen der Rotation. Bedeutet : Verlegung auf Zeit, BLEIBEN aber faktisch in ihren Heimat – Basen stationiert.
Von SYMBOLPOLITIK spricht beispielsweise die Bundeszentrale für politische Bildung (BPB) in einem Beitrag vom 27.02.2017.
Relevanz für die NATO aus Sicht von Senatoren in den Vereinigten Staaten : der Republikaner Mitch McConnell erklärte aktuell öffentlich, dass die NATO auch aus seiner Sicht das global stärkste Verteidigungsbündnis und für die USA unverzichtbar sind. McConnell stimmte intern gegen die Berufung von Pete Hegseth zum Kriegsminister.
Lassen wir einmal den Aufschrei in Teilen der Medien ausser Acht, dann ist auch tatsächlich keine signifikante Schwächung der NATO Ost-Flanke zu beklagen. Polen stellt die drittgrößte Streitmacht innerhalb der NATO mit etwa 210.000 bis 230.000 Soldatinnen und Soldaten. Davon kann Deutschland nur träumen. Ziel in Polen ist ein Aufwuchs der Streitkräfte auf etwa 300.000.
Noch ist Polen nicht verloren. Und die NATO auch nicht.
@Sandro Valecchi
eFP, das ist inzwischen anders heißt, ist eine ganz andere Nummer als diese US-Truppenrotation, da scheint einiges durcheinander zu gehen. Und einen Text der BpB von der allerersten Einrichtung der Multinational Battle Group vor fast zehn Jahren als Beleg? Sie wissen schon, dass seitdem paar Sachen passiert sind, z.B. ein russischer Angriffskrieg? Auf der Ebene sollten wir das Thema nicht abhandeln.
@Sandro Valecchi
Ihre Darstellung zur ehemaligen „eFP“ und das Verständnis dazu ist tatsächlich sehr altbacken.
Aus Wikipedia dazu:
„Die NATO Multinational Battlegroup Lithuania (MN BG Lithuania; bis 4. Februar 2025 (eFP-Battlegroup Lithuania) ist ein multinationaler Kampfverband der Nordatlantikpakt-Organisation (NATO) in Litauen. Sie ist seit August 2017 mit Truppenteilen rotierend aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Kroatien, Luxemburg, den Niederlanden und Norwegen kampfbereit und hat eine Stärke von 1200 Mann. Der Verband untersteht seit 4. Februar 2026 der deutschen Panzerbrigade 45, …“ Deutschland agiert dazu als Framework Nation. Bei den „Participating Nations“ ist inzwischen Czech Republic hinzuzufügen.
https://www.bundeswehr.de/de/auftrag/einsaetze/missionen/anerkannte-missionen/efp-enhanced-forward-presence – Auszug: „Zum Februar 2025 wurde zudem die enhanced Forward Presence Battlegroup (eFPBG) in Multinational Battlegroup Lithuania (MN BG LTU) umbenannt“.
Der Gesamt-Sachverhalt wurde hier bei AG allerdings auch schon mehrfach thematisiert.
Interessant daran:
Es trifft gerade Polen, dass sich als Erstnutzer vom M1-Abrams Panzern in Europa doch gerne als DER Anker von DJT in Europa geriert hat.
Da sollten die polnische Politik doch mal gaaanz genau drauf schauen, wer noch verlässlich ist und wer nicht.
Wahlweise eine neue Hinte aus dem Weißen Haus:
„Ich (DJT) möchte nue bilaterale Verträge. Falls nicht, dann nicht!“ ….NATO hin oder her; EU hin oder her…
Es bleibt spannend. Leider.
@ Windlicht Die europäischen NATO-Staaten haben ohne die Türkei mindestens genauso viele Soldaten wie die Russen. Als Verteidiger sollte das, bleibt es konventionell, ja wohl reichen. Ansonsten ist die NATO für den Eimer und ihr Geld nicht wert. Kampftruppen statt Stäbe und Arbeitsgruppen etc.! Mehr PS auf die Straße!
Ich danke für alle Erläuterungen zum „rotieren“.
Was ich aber immer noch nicht richtig verstehe, ist Folgendes.
Die USA haben kurzfristig entschieden, einen Truppenteil, der zum Rotieren vorgesehen war, doch nicht zu senden. Dann aber gibt es doch in Polen einen Truppenteil, der nun nicht rotierend abgelöst wird. Also bleibt die US-Präsenz gleich.
Wo ist der Denkfehler? Wurde der zu ersetzende Truppenteil schon vorher rückbeordert, so dass nun eine Lücke entstanden ist, die nicht aufgefüllt wird?
@Ökonom
@TW
@KPK
Dem o. g. Topic wird sich hier nicht weiter gestellt. Obwohl es um die US Soldaten nebst Ausrüstung für eine offensichtlich zunächst beabsichtigte Rotation nach Polen geht, ‚Plötzlicher Stopp der US Truppen nach Europa‘, so hat es TW präsentiert, sehe ich mich irgendwie auf die Tretmine ‚eFP‘ gezerrt, wobei der Aufreger unklar bleibt.
Der Begriff SYMBOLPOLITK scheint ein Aufreger zu sein, ist aber ein Handeln, welches primär auf die öffentliche Wirkung setzt, anstelle tiefgreifenden Probleme zu lösen. Wer setzt in unserem Zeitalter primär und offensichtlich auf die öffentliche Wirkung? Rhetorische Frage, die Antworten sieht jeder. Weshalb nun der Schlenker zur Brigade Litauen gemacht wird, Fragezeichen? Kam nicht von mir.
Ist auch ganz offensichtlich nicht meine Absicht oder Intention, die Leistungen der Brigade Litauen irgendwie in Frage zu stellen.
Die ergänzenden Hinweis von KPK sind allerdings durchaus auch fundiert und als klarstellender Kompass zum Inhalt der aktuellen Absicherung der Ostflanke.
Abgesehen davon, das ich auch nicht die NATO infrage gestellt, sondern auf ein Statement eines Senators der Republiker in den USA verwiesen habe, welcher entgegen der Ansichten dieses US Präsidenten erstaunlicherweise pro NATO votiert, bleibe ich bei meiner Meinung, dass die Herausnahme der US Truppen aus dieser Rotation nicht ernsthaft kampfwert relevant ist. Von meiner Meinung lasse ich mich auch leiten von den konkreten Einsätzen der US Streitkräfte der letzten Jahre. Hierzu gehört für mich auch der Beitrag, ‚US Militär haut Munition raus, als gäbe es kein Morgen‘. Mir fehlt einfach der kreative Ansatz etwas Positives darin zu sehen, wenn die Wüste bombardiert wird.
Etwas anders, als Ökonom dies sieht, bleibt für mich die Herausnahme der Rotation der US Truppen für Polen eine ‚Null Nummer‘
Polen lässt nicht locker.
@POLITICOEurope
„Two senior Polish defense ministry officials are on their way to Washington to get more information on why the U.S. suddenly canceled the deployment of 4,000 soldiers on a planned rotation to the country“.
Vielleicht ein ungünstiger Zeitpunkt, Hegseth gerät unter Druck.
US Army Chief of Staffs tritt zurück.
@World_Affairs11 (6 Std).
🚨 🇺🇸 Breaking:
An hour after announcing his resignation, the US Army Chief of Staff says: „A madman will lead the great US military to ruin“.
Und auch:
@CasetaBosque (16. Mai)
Ich glaube, ich habe noch nie eine Erklärung eines US-amerikanischen Senators gesehen, die so hart und direkt war wie diese:
Der republikanische Senator 🔴 Thom Tillis greift den Kriegsminister Pete Hegseth wegen des Abzugs US-amerikanischer Truppen 🇺🇸 aus Europa an:
„Die unüberlegte Entscheidung, unsere Truppenpräsenz in Europa zu reduzieren, zusammen mit den Manövern von Pete Hegseth und seinen politischen Handlangern, um den Abgang einiger unserer besten Generäle zu erzwingen, ist im besten Fall wie eine Stunde für Amateure und im schlimmsten Fall tödlich“. …
Obendrein wird ihm vorgeworfen 4-Star Christopher Todd Donahue, seit 2024 als kommandierender General der United States Army Europe and Africa und Kommandeur des Allied Land Command eingesetzt, über Rückstufung des Kommandos zum 3-Sterne-Kommando loswerden zu wollen.
Kurz, mit wem will die polnische Delegation in angespannter nationaler Lage und ebensolcher internationalen (neuer Waffengang gegen Teheran?) sprechen?
@KPK
Mich wundert eh wie man es Hegesth hat durchgehen lassen, daß er die Axt an die Kameradschaft und den Zusammenhalt in den SK gelegt hat indem er Soldaten einfach aus der Erinnerung und Tradition gestrichen und vorgesehene Beförderungen „grundlos“ verhindert hat.
Alles in allem eine groß angelegte Säuberungsaktion und fast alle haben sich weg geduckt.