US-Streitkräfte geben Details der Seeblockade gegen Iran bekannt (Nachtrag: Iran, Bundesregierung)
Nach der zunächst vagen Ankündigung von US-Donald Trump, als Reaktion auf eine iranische Blockade der Straße von Hormus eine eigene Blockade vorzusehen, haben die US-Streitkräfte Details genannt. Als Teil des Angriffskrieges soll für alle Schiffe aller Nationen der Zugang zu und das Auslaufen von iranischen Häfen mit Gewalt verhindert werden. Nachtrag: Iran kündigte an, weiterhin würde gegnerischen Schiffen die Durchfahrt durch die Straße von Hormus verweigert.
Die Angaben machte das U.S. Central Command in Tampa in Florida in der Nacht zum (heutigen) Montag. Die Zeitangabe, wie gewohnt nur auf Florida bezogen, bedeutet 1400 UTC, 16.00 Uhr MESZ und 17.30 Uhr iranischer Zeit.
Die Mitteilung:
PRESS RELEASE | April 12, 2026
U.S. to Blockade Ships Entering or Exiting Iranian Ports
TAMPA, Fla. — U.S. Central Command (CENTCOM) forces will begin implementing a blockade of all maritime traffic entering and exiting Iranian ports on April 13 at 10 a.m. ET, in accordance with the President’s proclamation.
The blockade will be enforced impartially against vessels of all nations entering or departing Iranian ports and coastal areas, including all Iranian ports on the Arabian Gulf and Gulf of Oman. CENTCOM forces will not impede freedom of navigation for vessels transiting the Strait of Hormuz to and from non-Iranian ports.
Additional information will be provided to commercial mariners through a formal notice prior to the start of the blockade. All mariners are advised to monitor Notice to Mariners broadcasts and contact U.S. naval forces on bridge-to-bridge channel 16 when operating in the Gulf of Oman and Strait of Hormuz approaches.
Nachtrag: Die Stellungnahme aus Iran dazu, veröffentlicht von der iranischen Staatsagentur IRNA:
Iran’s Khatam Al-Anbiya Central Headquarters affiliated with the Islamic Revolution Guards Corps (IRGC) has emphasized that the security of ports in the Persian Gulf and the Sea of Oman must either belong to everyone or to no one, reiterating the Islamic Republic’s firm stance on regional maritime safety.
Spokesperson for Khatam Al-Anbiya Central Headquarters Lieutenant Colonel Ebrahim Zolfaghari said on Monday that the Iranian Armed Forces consider the defense of the country’s legal rights a natural duty. He noted that Tehran views the exercise of sovereignty within its territorial waters as an inherent right of the Iranian nation.
Zolfaghari added that, based on this principle, Iranian forces are determined to continue securing the country’s territorial waters.
He reiterated earlier statements that vessels belonging to enemy forces are not permitted to transit the Strait of Hormuz, while other ships may continue passage as long as they comply with the Iranian Armed Forces’ regulations.
The spokesperson also said that, given ongoing threats against Iran’s national security even after the cessation of recent hostilities, the country intends to maintain a permanent mechanism for overseeing the Strait of Hormuz.
He argued that recent restrictions imposed by the United States on international maritime movement are unlawful and amount to piracy.
Zolfaghari concluded that if the security of Iranian ports in the Persian Gulf or the Sea of Oman is endangered, no port in the region will remain safe.
Nachtrag 2: Der Vollständigkeit halber die Aussagen des deutschen Regierungssprechers Stefan Kornelius vor der Bundespressekonferenz zur US-Blockade, die nach seinen Worten etwas ganz anderes ist als eine iranische Blockade, ergänzt von Aussagen von Natalie Jenning für das Verteidigungsministerium:
Frage: Herr Kornelius, auch noch einmal anschließend an die Äußerungen des Kanzlers von heute Morgen. Da hat er kritisiert, dass die Verhandlungen in Pakistan nicht ausreichend vorbereitet gewesen seien. Ist die angekündigte US-Blockade der Straße von Hormus ein geeignetes Mittel, um Druck auf den Iran auszuüben, die Verhandlungen fortzusetzen?
Damit verbunden: Präsident Macron hat angekündigt, dass Frankreich und Großbritannien in den kommenden Tagen eine Konferenz für eine mögliche Hormusmission einberufen werden. Wird Deutschland dabei sein?
Kornelius: Die Bundesregierung hat weiter das Ziel, auf diplomatischem Weg ein dauerhaftes Ende dieses Krieges auszuhandeln. Diese diplomatische Lösung ist der einzige Weg, diesen Konflikt jetzt zu beruhigen und zu einem Ende zu führen. Deswegen gibt es für drei Elemente Verständigungspflicht. Das eine ist das Thema Straße von Hormus, das zweite das iranische Nuklear- und Raketenprogramm, das dritte Thema die iranische Unterstützung der Proxys in der Region. Darüber muss verhandelt werden. Wir haben ein fundamentales Interesse an einem diplomatischen Erfolg, der ‑ siehe oben, siehe unsere Themen heute, etwa den Spritpreis ‑ eine bedeutsame Größe für die Weltwirtschaft ausmachen wird.
Der Bundeskanzler hat gesagt: Wir sind bereit, Verantwortung zu übernehmen, einen Frieden zu stabilisieren, wenn es denn gelingt. ‑ Sie kennen die Sequenz, die die Bundesregierung für eine Teilnahme gegeben hat. Wir brauchen ein völkerrechtlich belastbares Mandat, und wir brauchen einen Zielprozess. Dem dient auch die Vorbereitung, die jetzt unter der Führung Frankreichs stattfindet, in die Deutschland eingebunden ist.
Die Straße von Hormus oder die vermeintliche Blockade, wie Sie sie nennen, ist kein Ende dieses diplomatischen Prozesses. Wir interpretieren sie als Bewegung, den Druck zu erhöhen. Ich habe eben die drei Elemente genannt. Sie sehen daraus, dass die Straße von Hormus eine Art Faustpfand ist, offenbar nun für beide Seiten. Ich verweise auf eine Kommunikation des CENTCOM, des amerikanischen Central Command, die nicht von der Blockade der Straße von Hormus spricht, sondern von der Blockade iranischer Häfen. Das ist eine andere Herangehensweise.
Die Bundesregierung ist gleichwohl sehr bemüht, jetzt auf diplomatischen Pfaden diesen sich neu aufbauenden Druck zu nutzen, um zu einer Deeskalation zu kommen.
Zusatzfrage: Es ist mir bekannt, dass es bei der Blockade iranischer Häfen um die Schiffe geht, die dort Öl gelagert oder getankt haben. Ist das für Sie ein geeignetes Mittel, um den Druck zu erhöhen?
Kornelius: Ich habe nur auf diese Kommunikation von CENTCOM verwiesen, um zu sagen, dass die Straße von Hormus von den USA nicht blockiert wird, sondern die Häfen. Das hat dann eine andere Bedeutung für die Passierbarkeit oder die Frage, inwieweit die Straße genutzt werden kann oder nicht.
Frage: Der US-Präsident hat doch von der Blockade gesprochen, Herr Kornelius.
Kornelius: Ich verweise jetzt auf die Feinausführung von CENTCOM und gehe davon aus, dass das amerikanische Militär weiß, was es tut.
Zusatzfrage: Ich gehe davon aus, dass da die Worte des US-Präsidenten zählen.
Kommt denn eine europäische Blockade der Straße jetzt in Frage? Denn jetzt gibt es eine iranische und eine amerikanische.
Kornelius: Ich glaube, die Frage muss ich jetzt nicht ernst nehmen, oder?
Zusatz: Es geht um europäische Missionen.
Kornelius: Ich glaube nicht, dass Sie ernsthaft von einer europäischen Blockade der Straße von Hormus sprechen möchten.
Zusatz: Wir leben in wilden Zeiten.
Kornelius: Sie möglicherweise.
Frage: Herr Kornelius, ich habe es jetzt noch nicht ganz verstanden. Hält denn die Bundesregierung die von der CENTCOM angekündigte Blockade aller iranischen Häfen für einen völkerrechtskonformen Akt ‑ ja oder nein?
Kornelius: Die Bundesregierung gibt jetzt kein völkerrechtliches Urteil ab. Aber die Blockade der Häfen hat im Rahmen der Kriegsführung eine andere völkerrechtliche Einordnung als die Blockade internationaler Schifffahrtswege.
Zusatzfrage: Apropos wilde Zeiten: NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat letzte Woche gegenüber CNN auf die Frage, ob die Welt jetzt sicherer als vor dem Angriffskrieg gegen den Iran sei, im Wortlaut erklärt: Absolut, dank der Leadership von US-Präsident Donald Trump.
Da würde mich interessieren: Teilt die Bundesregierung denn diese Einschätzung des NATO-Generalsekretärs, dass die Welt dank der Führungsstärke von Trump und des Angriffskriegs gegen den Iran sicherer geworden sei?
Kornelius: Mir sind die Äußerungen des NATO-Generalsekretärs nicht bekannt, und ich werde auch nicht jede Äußerung eines anderen Politikers kommentieren.
Frage: Die Frage richtet sich ans BMVg. Laut dem US-Präsidenten Donald Trump hat die USA damit begonnen, die Straße von Hormus von iranischen Seeminen zu räumen. Kann und wird sich Deutschland an der Seeminenräumung dort beteiligen?
Jenning: Wir hatten ja diese Fragen hier tatsächlich schon öfter. Sie wissen ‑ das haben sowohl der Kanzler als auch der Verteidigungsminister bereits mehrfach betont ‑, dass sich die Frage eines konkreten Beitrags stellen kann, wenn die Rahmenbedingungen ganz klar sind. Das ist hier weiterhin nicht der Fall, sodass ich auch nicht auf hypothetische Gedankenspiele eingehe: Was könnten wir, was wollten wir?
Ganz allgemein darf ich noch einmal hervorheben, dass wir Fähigkeiten im Rahmen der Minenabwehr haben; die sind auch international anerkannt. Das zeigen wir beispielsweise gerade auch im NATO-Minenverband 1 in der Ostsee, an dem wir uns beteiligen. Aber mit konkretem Bezug auf die Straße von Hormus habe ich hier keine neuen Informationen mitzuteilen.
Zusatzfrage: Gab es dazu von Seiten der USA eine konkrete Anfrage an die Bundesregierung?
Jenning: Sie wissen ‑ das haben wir hier schon häufig kommentiert ‑, dass wir uns immer im engen und vertrauensvollen Austausch befinden. Auch das halten wir wie immer, dass wir über diesen internen Austausch hier nicht kommunizieren.
Frage: Herr Kornelius, ich habe nicht ganz verstanden, ob Deutschland jetzt an dieser von Frankreich organisierten Konferenz teilnimmt, jetzt unabhängig davon, wann der Zeitpunkt eines wirklichen Einsatzes ist. Aber wenn Frankreich eine Konferenz für den Einsatz von Militärschiffen in der Region organisiert, ist Deutschland dann dabei?
Kornelius: Deutschland hat vorsorgliche Planungen getroffen. Aber ich habe Ihnen noch einmal gesagt: Die Sequenz für die Bundesregierung ist eindeutig: Es braucht ein internationales Mandat, es braucht ein Mandat des Bundestages, und es braucht ein klares Ziel. Es gibt im Rahmen der vorläufigen Planung Überlegungen, was Deutschland beitragen könnte. Diese Überlegungen werden sicherlich auf dem geeigneten Weg auch mit Frankreich geteilt.
Zusatzfrage: Entschuldigung, wenn ich noch einmal nachfrage. Mir ist klar, dass Sie die Voraussetzungen brauchen, die Sie genannt haben. Heißt das, dass man jetzt formell an so einer Konferenz erst einmal nicht teilnimmt?
Kornelius: Die Informationen werden geteilt.
Frage: Herr Kornelius, die Bundesregierung hat in der vergangenen Woche ja, glaube ich, angekündigt, selber direkt mit Iran zu verhandeln. Gilt das noch? In welchem Stadium ist dieser Prozess? Auf welcher Ebene und über welche Themen verhandeln Sie direkt mit dem Iran?
Kornelius: Die Bundesregierung ist an Gesprächen mit allen Konfliktparteien beteiligt. Sie wissen, dass der Außenminister vergangene Woche mit seinem iranischen Counterpart Araghtschi gesprochen hat.
Ansonsten beobachten wir die amerikanischen Verhandlungen. Wir stehen im engen Kontakt mit der US-Seite. Sie wissen auch, dass wir im engsten Kontakt mit der israelischen Seite stehen, weil der libanesische Teil des Kriegsschauplatzes nicht von geringerer Bedeutung ist. Die Vereinigten Staaten haben uns gebeten, auch mit Iran in Kontakt zu sein. Daraus kann ich jetzt Ableitungen treffen, aber ich habe über dieses Gespräch von letzter Woche hinaus keine weiteren Mitteilungen zu machen.
Guten Morgen,
da die zuvor von beiden Seiten bewilligte Feuerpause ja immer noch Gültigkeit zu besitzen scheint, könnte die Durchsetzung so einer Blockade für Washington sehr problematisch werden, Diese Frachter fahren ja allgemein unter vielen Flaggen und die USA wollten doch eine Wiedereröffnung dieser Straße erzwingen aber nicht den Deckel drauflegen. Somit schadet dieses Vorgehen doch auch der weltwirtschaftlichen Entwicklung, oder?
Kann es deshalb vielleicht auch so gesehen werden, dass er nur deshalb diesen Schritt wagt, weil er bald die Zustimmungen des Kongresses für eine Fortsetzung des Krieges einholen muss? Er scheint aktuell wirklich unter massiven Druck zu stehen.
MfG:
Wandersmann
Die NTM von CENTCOM macht nicht wirklich schlauer.
Einfach im AIS als NPOC (nächster Hafen) was nicht iranisches einprogrammieren und schon kommt man in den Golf, Ausfahrt das gleiche Spiel einfach LPOC leerlassen oder fälschen. Davon ab was wollen die machen, zivile neutrale Schiffe entern? Was ist wenn die Besatzung da nicht mitspielt? Alle erschießen? Zivilisten, Unschuldige?
Sollte das kommen, dann können wir die vielgepriesene westliche Werteordnung endgültig beerdigen.
Stellen wir uns mal vor, wir senden Einheiten da runter, 25NM entfernt will die US-Navy einen Frachter entern und der ruft um Hilfe, machen wir uns da zu Mittätern durch wegschauen oder formulieren wir scharfen Protest?!
Mir fehlen die Worte.
Verhandeln ist ja auch nicht die Kernkompetenz der Trump-Regierung.
Das Einsetzen militärischer Mittel und Gewalt ist das einzige, was die USA aktuell können.
Traurig.
Der Iran nimmt die Weltwirtschaft als Geisel durch die Sperrung von Hormuz. Dann lassen die USA iranisches Öl durch um die Ölmärkte zu entlasten.
Jetzt nehmen die USA die Weltwirtschaft und den Geiselnehmer als Geisel?
Bedeutet man muss erst den großen dann den kleinen Geiselnehmer auslösen?
Na da bin ich mal gespannt ob z.b. die Chinesen auf Schiffen ihrer Staatlichen Reedereien wie COSCO dann Wachmannschaften einschiffen oder gar die Schiffe durch Marine Streitkräfte begleiten lassen… aber Kuba wird ja auch schon seit Wochen einer Seeblickade unterworfen und es scheint keinen zu jucken.
Ein morbiedes Verlangen in mir möchte das gerne sehen wenn US Marines versuchen auf einem chinesischen Tanker zu landen und ein Typ 055 Zerstörer schaltet sein Fruerleitradar auf den US Zerstörer auf von dem der Heli kommt und an Deck des Tankers macht sich ein Vassle Protevtion Team der PLAN feuerbereit… vielleicht steht das ja dann irgendwann so in den Geschichtsbüchern als beginn des 3. Weltkriegs… auf der anderen Seite liefern die USA den Chinesen damit auch die Blaupause für eine Blockade von Taiwan. Ich geh mir jetzt erstmal Gaskartuschen und Dosenravioli kaufen.
Trump hat jetzt spitz, dass sich einzelne Staaten bilateral mit dem Iran einigen könnten und vor allen Dingen nicht bei seinem Hasardspiel militärisch engagieren wollten.
Jetzt erpresst er sie halt mit der Blockade, wo Zölle nicht mehr fruchten.
Aber auch hier dürfte gelten: T-A-C-O.
Ggü. Reuters spricht Centcom jetzt von „Arabischer See“ und nicht mehr vom „Arabischen Golf“. Desweiteren grenzt es den eigenen Wirkungsbereich auf das Gebiet östlich der Straße von Hormus ein. Allerdings soll die Blockade für alle iranischen Häfen an der Südküste gelten. Humanitäre Hilfsgüter sind davon ausgenommen.
https://www.bbc.com/news/live/cp9vm5ezxz4t?post=asset%3Ae5a15368-f51e-41a4-8ed9-c21a88aa97b1#post
https://www.bbc.com/news/live/cp9vm5ezxz4t?post=asset%3A064cffe8-2a24-4359-b7b3-e5f802b95306#post
Bevor China Probleme bekommt, sind erstmal Pakistan und Indien an der Reihe. China hat Reserven wie entwickelte Länder und hat keinerlei Obligation diese an Dritte weiterzugeben, im Gegensatz zu den USA, die ihren Verbündeten in Asien versprach, sie mit genügend Energie zu versorgen. Gut, Versprechen kann man brechen, aber das wird sich merken.
„Pakistan has oil reserves for days, not months
Senate panel warned of gas shortage after April 14
Zaigham Naqvi March 17, 2026
Pakistan currently has crude oil reserves sufficient for 11 days, diesel for 21 days, petrol for 27 days, LPG for nine days and jet fuel (JP-1) for 14 days, the secretary petroleum informed the Senate Standing Committee on Petroleum on Monday“
https://tribune.com.pk/story/2598028/pakistan-has-oil-reserves-for-days-not-months
Da versteht man schon, warum Pakistan so an einem Waffenstillstand interessiert war. Iran versprach Islamabad 20 Schiffsladungen im Vorfeld zur Wafenruhe und ließ auch bereits einige durch Das hat sich dann jetzt wohl erledigt.
Indische Pressemitteilung von gestern:
„Total commercial LPG allocation has been increased to about 70% of pre-crisis levels, including 10% reform-linked allocation.“
Das sind die „Campingkocher“ für die ärmeren Teile der Bevölkerung und der Hauptlieferant Katar liefert bis auf weiteres nicht.
https://www.pib.gov.in/PressReleasePage.aspx?PRID=2251291®=3&lang=1
„…CENTCOM forces will not impede freedom of navigation for vessels transiting the Strait of Hormuz to and from non-Iranian ports…“
„…and contact U.S. naval forces on bridge-to-bridge channel 16 when operating in the Gulf of Oman and Strait of Hormuz approaches…“
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D.h. alle Schiffe die irgendwie in der Region fahren ( d. h. spätestens querab Maskat /Oman und südlich davon ) und die nicht die Absicht haben iranische Häfen zu tangieren werden nach Funkkontakt grundsätzlich von den USA durchgelassen.
Das wären in der Praxis dann Schiffe aus und von den Emiraten, Bahrain, Katar und Kuwait mit Schutzgeldzahlungen an den Iran ( der ja sonst die Sicherheit nicht „garantiert“ ), echt jetzt ?
Je mehr das Kleinkind im weissen Haus schreit desto abstruser wird die Situation.
Und so erstaunlich das auch ist, der Iran scheint eine echte Alternative zur Bombe gefunden zu haben…
Man meint immer die Spitze der Idiotie von der Trumpregierung ist erreicht.
Man schafft es immer weiter noch zu toppen, bemerkenswert.
Es gilt wie immer – erstmal schauen was TherealDJTrump dann wirklich macht und nicht was er sagt. Aber wenn die US Navy wirklich anfängt chinesische Tanker abzudrängen oder gar zu boarden dann ist Polen offen und zwar richtig. Wenns nicht so unlustig wär würde ich ja auf Popcorn plädieren…
@Küstengang01, alternativ zu bewaffneten Wachen könnte auch reichen einfach einen kleinen Konvoi zu organisieren mit Schiffen die passieren dürfen und den lässt man dann so eng fahren das da ein von den USA aufgebrachtes Schiff nicht einfach so den Kurs ändern oder langsamer fahren kann ohne eine Kollision zu riskieren.
Und gefühlt müsste es reichen wenn die sich ein Zeitfenster von 2, 3 Minuten lassen um bei technischen Problemen abstimmen zu können wie man das jetzt sauber auflöst. Ein Boarding Team das da nicht drauf vorbereitet ist wird länger dauern um zu kapieren was da gespielt wird und neue Instruktionen zu erhalten.
… Wenn die US anfängt chinesische Frachter zu entern.
In der Regel fangen so Tom Clancy Bücher an. Mit einer scheinbar harmlosen Situation.
Ich muss mal wieder ans Bücherregal.
@PapierSchwab: Das ist immer so, wie schon Matthäus wusste. „An Ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen!“
Derzeit wird zwar behauptet, die Blockade gelte angeblich nicht für Schiffe, die nicht Iran anlaufen oder von dort ausgelaufen sind, aber das kann (und wird!) sich m.E. nach Lust und Laune des Donald sicherlich stündlich ändern. Ungeachtet der Flagge oder Herkunft der Schiffe wird sich Trump bestimmt versucht fühlen, sich an allen zu rächen, die ihm nicht unterwürfig zu Kreuze kriechen, oder von denen er gerade einen „Deal“ zu erpressen versucht.
@Flo sagt:
14.04.2026 um 6:02 Uhr
…könnte auch reichen einfach einen kleinen Konvoi zu organisieren mit Schiffen die passieren dürfen und den lässt man dann so eng fahren das da ein von den USA aufgebrachtes Schiff nicht einfach so den Kurs ändern oder langsamer fahren kann ohne eine Kollision zu riskieren….
Man merkt sie sind nie wirklich zur See gefahren🤣
Aber machen sie den Selbstversuch…. einfach mit vier fünf Freunden verabreden und eine Kolonnenfahrt auf der Autobahn unternehmen… 150-160km/h also ganz entspannt… jeder hält dann zum Vordermann, na sind wir großzügig 1,5m Abstand… ach was soll der Geiz ein Meter reicht.
Und auf den Handys wird per KI Generator ein zufälliger Countdown Timer eingestellt… wenn’s klingelt muss man Bremsen…
Sind sie dabei? Haben sie Eier?
@Küstengang01, die sollen sich schon etwas Abstand lassen um reagieren zu können wenn was passiert. Aber halt nur so viel das es eine Koordination aller Schiffe braucht und keine Alleingänge möglich sind.
Die USA und Indonesien vereinbaren eine Sicherheits/Verteidigungspartnerschaft.
Secretary of War Pete Hegseth empfing gestern seinen Indonesischen Partner.
Insbesondere Chinas Energieimporte hängen an der sanktionsfreien Passage weiterer Seestraßen im indonesischen Archipel. Pekings Anspruch auf Dominanz im Südchinesischen Meer sind bekannt, maritime Fähigkeiten zur Ausweitung seines Machtanspruchs annehmbar.
Das ist nicht nur die Malakkastraße, um deren Zugänglichkeit Singapur sich sorgt. Bei deren eingeschränkter Passage erreichen ostwärts von Indonesien gelegene „Wasserstraßen Indik – Pazifik“ zunehmend Seeverkehrsbedeutung.
Es sind dies die Sunda/Lombok/Makassar/Mindorostraße vom Südchinesischen Meer zum Indischen Ozean, kürzeste Seewege bei „Problemen“ mit der Malakkastraße.
https://x.com/DrJStrategy/status/2043992938670121354/photo/1
Aktuell die Hauptseeverbindungen für Öl vom Golf nach Ostasien, China hauptsächlich.
https://x.com/thomasbsauer/status/2043855731225448503/photo/1
Die Seestreitkräfte der US freundlichen Philippinen und Australiens verdienen zunehmend Beachtung.
Wir werden sehr schnell sehen, ob Trump sich mit China anlegt. Gemäß Newsweek hat heute, 14.04.2026, ein erster Chinesischer Tanker die Straße von Hormus in Richtung Osten verlassen.
Kapern die Amis den Tanker widerrechtlich, dann sind die USA und China auf dem Weg in eine militärische Konfrontation.
Lässt die US Navy den Tanker durch, wars das mit der Blockade.
Das Problem mit Unkompetenz in so großer Verantwortung, wie bei Trump ist, dass sie ständig solche gefährlichen Situationen produziert, wo es nur noch schlechte Lösungen gibt.
@Flo sagt: 14.04.2026 um 14:58 Uhr
Haben Sie schon einmal etwas vom Manöver „Ruderversager“ gehört, oder „Mann über Bord“? Wie soll man in einer aussergewöhnlichen Situation, angemessen in einer Kolonnenfahrt reagieren?
Was ein Clusterfuck.
Das könnte China auf Konfrontationskurs bringen, ihr Außenminister reagierte zumindest schon agressiv.
Was ist das für ein sinnloses Geblubber mit China? China importiert sage und schreibe 10% seines Ölbedarfs aus dem Iran. China ist für den Iran wichtig, der Iran ist es für China nicht.
@StMarc
„Gemäß Newsweek hat heute, 14.04.2026, ein erster Chinesischer Tanker die Straße von Hormus in Richtung Osten verlassen“.
Ja, allerdings lud der Tanker zuvor LNG Gas in einem Hafen der VAE (Reuters), die bekanntlich nicht unter das Sperrregime der USA gegen die Strait fallen.
Blockade-Ziel ist unverändert finanzieller Schaden fűr Teheran.
Dieses „Geblubber“ kommt direkt aus dem chinesischen Außenministerium.
China importiert schlappe 80% des gesamten iranischen Export-Öls. 13-15% des gesamten Importvolumens macht das aus. „Nur 13-15%“ sind dennoch 1,38 Millionen Bpd (Barrels per day), das ist eine ganze Menge. Zumal die russischen und venezuelanischen Lieferungen ebenfalls riskanter werden.
Die aktuelle Situation um die Straße von Hormuz.
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Vorher ( d.h. vor dem Krieg ):
– Strasse von Hormuz uneingeschränkt frei ( mit gaaanz seltenen Ausnahmen )
Nachher:
– Die Strasse von Hormuz ist fast vollständig gesperrt
– Ein Mautsystem wurde vom Iran etabliert ( ein US-Dollar pro Barrel Öl im Falle von Tankern )
– Böse Zungen behaupten es gibt jetzt auch ein Mautsystem der USA. Die lassen nur durch was sie wollen ( und die auch bezahlt haben, entweder in der Eigenschaft als „echte“ Verbündete oder „irgendwie“ anders… )
– Zählt man die beiden Mautsysteme zusammen kommt man auf unter 1% der Schiffspassagen im Vergleich zu vor dem Krieg.
( Schaut man in die Karten in denen die seerechtlichen Grenzen eingezeichnet sind dann sieht man das die komplette Schiffs-Passage durch die Meerenge ausschliesslich durch omanisches oder internationales Gebiet führt. Der Iran ist da völlig raus… Na ja, bis zur Krise eben… )
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Kopfschüttel …
PS :
Der Herr Trump hat sich nunmehr für den grösten Entwurf des geplanten Trump-Triumpfbogens entschieden.
Der ist ca. zweimal voluminöser als das Original in Paris.
Wen wundert’s…
@someone und Ferngärtner
Und selbst wenn China im gesamten Jahr nur einen Rohöltanker aus dem Iran beziehen würde können Sie sich sicher sein, dass der jetzt fahren würde. Ich denke nicht dass es um die unmittelbare Versorgung Chinas geht, die haben im Gegensatz zu vielen anderen asiatischen Staaten genug strategische Reserven um das noch ein bisschen auszusitzen. Aber wenn die Chinesen durchfahren sitzen die Amerikaner im Dilemma durchfahren lassen und damit Schwanz einziehen oder boarden und damit eskalieren. Was mit dem nächsten amerikanischen Containerschiff im Südchinesischen Meer passiert brauche ich Ihnen vermutlich nicht zu erklären ;)
China würde bestimmt im Interesse der gesamten Menschheit die Freedom of Navigation auch am persischen Golf verteidigen Sarc off
Warum sollte China eskalieren? Läuft doch super für die:
Einen Tag bevor der Fox-Newsmoderator ein nichtssagendes Kooperationsabkommen mit Indonesien schloss, weilte der indonesische Präsident in Moskau und vereinbarte russische Öllieferungen für Indonesien. Phillippinen ersuchen die USA um eine Verlängerung der Erlaubnis russisches Öl und Gas zu importieren. Genauso Indien. Saudi Arabien fordert eine Aufhebung der amerikanischen Blockade.
Währenddessen hält XI großen Hof: Der Kronprinz von Abu Dhabi schaute vorbei, wobei eine Energiepartnerschaft vereinbart wurde; die erste Auslandsreise des neuen vietnamischen Generalsekretärs führt nach China und er verweilt dort drei Tage; die neue taiwanesische Oppositionsführerin zog es vor, zunächst der Einladung Xis zu folgen, bevor sie nach Washington fliegt.
Aber hej, irgendein Trumpfan hat ein paar Pfeile auf eine Landkarte gemalt, muss man auf jeden Fall nachplappern.
Jede Woche wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben und unsere transatlantischen Sicherheitsexperten plappern alles nach. Einfach alles.
Vor zwei Wochen sollte China noch beim Minenräumen helfen.Jetzt soll also China ausgehungert werden, wobei man dutzende von freundlich gesinnen Ländern als Kollateralschaden hinnimt, weil sie vorher in die Knie gehen.
Aber hej, ist halt Großstrategie!
Lächerlich! Einfach nur lächerlich!