Stromausfall in Berlin: Bundeswehr unterstützt mit Tanklaster

Nach dem großflächigen Stromausfall im Südwesten Berlins, bei dem seit dem vergangenen Samstag immer noch mehr als 30.000 Haushalte ohne Strom sind, wird die Bundeswehr die Berliner Behörden unterstützen. Auf Anfrage des Berliner Senats würden Fahrzeuge für den Transport von Kraftstoff bereitgestellt, sagte eine Sprecherin des Operativen Führungskommandos in Berlin.

Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner und Innensenatorin Iris Spranger hatten bereits am (gestrigen) Sonntag angekündigt, Hilfe der Bundeswehr anfordern zu wollen, und dafür die im Berliner Katastrophenschutzgesetz vorgesehene Großschadenslage ausgerufen. Ein Amtshilfeantrag ging beim Operativen Führungskommando allerdings erst am (heutigen) Montag ein.

Spranger hatte auch davon gesprochen, die Bundeswehr könne in den betroffenen Stadtteilen mobile Suppenküchen anbieten. Der Amtshilfeantrag bezieht sich jedoch bislang nur auf den Kraftstofftransport. Im Berliner Südwesten ist bereits neben der Feuerwehr das Technische Hilfswerk mit zahlreichen technischen Unterstützungseinheiten im Einsatz.

Der Stromausfall ist die Folge eines vorsätzlichgelegten Kabelbrandes an  mehreren Hoch- und Mittelspannungsleitungen an einer Kabelbrücke über einen Kanal. Zu dem Anschlag hat sich eine Gruppe Vulkan bekannt, die bereits in den Vorjahren mit ähnlichen Anschlägen in Erscheinung getreten war. Wer dahinter steckt und ob es sich – auch das ist in diesen Zeiten ja nicht völlig aus der Luft gegriffen – um eine Attacke hybrider Kriegführung handeln könnte, ist nicht bekannt.

(wird ggf. ergänzt)