Personalstärke November 2025 als Zwischenstand: rund 90 mehr als im Vormonat
Das Verteidigungsministerium hat zwar noch nicht die übliche Personalstärkezahlen für den Monat November 2025 mitgeteilt, aber einen Zwischenstand: Ende November gab es danach rund 184.330 Soldatinnen und Soldaten und damit etwa 90 mehr als im Oktober dieses Jahres. Darunter habe es Ende November 12.286 Freiwilligen Wehrdienstleistende (FWDL) gegeben, rund 220 mehr als im Monat davor.
Die Mitteilung des Wehrressorts, die offenkundig aus Anlass der Verabschiedung des Gesetzes für den Neuen Wehrdienst im Bundestag am (heutigen) Freitag veröffentlicht wurde:
Personalzahlen – Positiver Trend hält an
Die Bundeswehr verzeichnet auch zum Jahresende eine anhaltende positive Entwicklung der Personalzahlen. Zum Stichtag des 30. Novembers umfasst das aktive Personal der Bundeswehr rund 184.330 Soldatinnen und Soldaten. Damit verstärken nicht nur mehr als 2.750 zusätzliche Soldatinnen und Soldaten im Vergleich zum Stichtag 2024 die aktiven Streitkräfte (+1,5 %), sondern wir verzeichnen auch den höchsten militärischen Personalbestand seit Juli 2021.
Insbesondere der Zuwachs im Bereich der Freiwillig Wehrdienstleistenden zeigt, dass die Bundeswehr als attraktiv wahrgenommen wird und junge Menschen anspricht. Zum Stichtag leisteten insgesamt rund 12.286 Menschen ihren Freiwilligen Wehrdienst in der Bundeswehr (+16 %). Insgesamt wurden bis zum Stichtag rund 11.600 Freiwillig Wehrdienstleistende (+23 %) sowie rund 5.800 Soldatinnen und Soldaten auf Zeit im Bereich der Mannschaftsdienstgrade (+ 31 %) eingestellt.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnen wir weiterhin über alle Ebenen des militärischen Einstellungsprozesses deutliche Zuwächse. Mit insgesamt rund 102.500 Erstberatungen (+13 %), rund 52.900 Bewerbungen (+8 %), rund 25.400 Einplanungen (+24 %) und rund 24.200 Einstellungen (+23 %) knüpfen wir an die sehr positiven Entwicklungen des letzten Jahres an. Damit werden wir in diesem Jahr voraussichtlich das beste Einstellungsergebnis als Freiwilligenarmee erzielen.
Diese anhaltenden positiven Zahlen und Entwicklungen zeigen, dass wir die jungen Menschen erreichen und die Angebote und Maßnahmen der Personalgewinnung greifen. Unser Ziel und Anspruch ist es, diesen Trend zu verstätigen. Ergänzt um den heute durch den Deutschen Bundestag beschlossenen Neuen Wehrdienst werden wir auch zukünftig als attraktive Arbeitgeberin auf dem Arbeitsmarkt auftreten.
Um die Zahlen in Relation zu setzen, hier die (wie immer von einem Leser er- und überarbeitete) Statistik bis einschließlich Oktober 2025:
Oktober_2025_BWPers_Korrektur
(Korrektur deswegen, weil zunächst vom BMVg falsche Zahlen für die Frauen in den Streitkräften veröffentlicht wurden; die korrigierte Liste berücksichtigt das)
(Archivbild: Bundeswehrsoldaten beim feierlichen Gelöbnis anlässlich 70 Jahre Bundeswehr in Berlin am 12.11.2025 – Kira Graap/photothek.de)
Die Zahlen sind wieder einmal verschönert. Passend zur Entscheidung im Deutschen Bundestag wurden die Zahlen der Personalstärke für den Oktober und nun die vorläufigen für den November präsentiert.
Wären sinkend gewesen, hätte sich das BMVg / BAPersBw blamiert und den insgesamten Trend bestätigt.
Der Trend der Personalstärke war in der Gesamtstärke betrachtet im Zeitraum Januar bis September klar erkennen. Kein Anstieg – eher eine Stagnation (mit ca. 500 Soldaten:innen) weniger.
Es war klar, dass jetzt ein unglaublicher Anstieg notwendig sein musste, damit die Pläne weiter umgesetzt werden können. Aber diese Zahlen sind in puncto den gesetzten Zielen sehr differenziert und vor allem mit Vorsicht zu genießen bzw. zu betrachten.
Bspw. in der Gesamtzahl der Freiwilligen aus dem November – das sind noch nicht einmal 50% von dem, was sie ab 2027 erreichen möchten mit dem Ziel bis 2029.
Unter Druck hat die BW die November Zahlen vorab an die Presse gegeben, aber unverständlicherweise nicht auf der BW HP veröffentlicht! An augen geradeaus liegt es nicht, wenn Zahlen hier diskutiert werden, die veraltet sind. Denn diese Presseveröffentlichung zeigt, daß die BW 5 Tage später auf jeden Fall die Truppenstärke zum Stichtag angeben kann. Das Ziel von 15.000 Wehrpflichtigen wird die BW im Dezember sicher nicht mehr erreichen können. Über 12.,200 ist ein kleiner Fortschritt bei den Wehrpflichtigen, aber ab Januar können wir die Zahlen nicht mehr vergleichen, weil dann der SaZ 1 kommt, für alle Wehrpflichtigen, die 12 Monate oder länger sich verpflichten. Unklar ist mir aber, wie die SaZ bezeichnet werden, die ab Januar 15, 18 oder 23 dienen wollen? Denn sie liegen bei der Dauer unter SaZ2, aber über SaZ 1? Oder wird es die Dienstzeiten von 15, 18 oder 23 Monaten mit der Einführung von SaZ 1 nicht mehr geben? Und SaZ 23 oder 15 würde dazu fürhen, daß Monate mit Jahren verwechselt werden könnten, denn bisher steht die Zahl bei SaZ für Jahre und nicht für Monate., wie bei FWDL.