Neues vom „Dark Eagle“: 3.500 km Reichweite, fliegt von London bis Moskau
Die neue weitreichende Hyperschallwaffe der USA, als Dark Eagle bezeichnet, fliegt offensichtlich weiter als bisher bekannt. Bei einer Präsentation für Kriegsminister Pete Hegseth, so berichtet das US-Portal The War Zone (TWZ), sei eine Reichweite von 3.500 Kilometern genannt worden – deutlich mehr als zuvor veröffentlichten 2.800 Kilometer. Dark Eagle gehört zu dem System weit reichender Waffen, die die USA nach bisheriger Planung zeitweise auch in Deutschland stationieren wollen.
Die neuen Angaben zu dem – konventionellen – Waffensystem machte nach Angaben von TWZ US-Generalleutnant Francisco Lozano bei einem Besuch Hegseths in der vergangenen Woche:
During a show-and-tell of Army missile systems, Lt. Gen. Francisco Lozano, Director of Hypersonic, Directed Energy, Space and Rapid Acquisition, told Hegseth that Dark Eagle has a 3,500-kilometer range. (…)
Lt. Gen. Francisco Lozano further noted that he can hit “mainland China from Guam” with Dark Eagle. He also said it could hit Moscow from London and Tehran from Qatar. This isn’t the first official statement of range for Dark Eagle from the Pentagon. The weapon was previously said to have at least a 1,725-mile (2,775-kilometer) range. Based on Lozano’s comments today, its actual range is at least 2,175 miles.
Unklar bleibt, ob die U.S. Army die Angaben zur Reichweite nach den jüngsten Tests des Systems erhöht hat oder ob die früheren Aussagen bewusst niedriger ausfielen. Schon die bisher genannte Reichweite hatte für heftige Diskussionen gesorgt, als 2021 ein US-Artilleriekommando in Mainz-Kastel reaktiviert wurde. Unter anderem erhob Russland den Vorwurf, mit Dark Eagle könne die russische Hauptstadt Moskau von Deutschland aus innerhalb kurzer Zeit angegriffen werden.
Die Long Range Hypersonic Weapon (hier eine Übersicht des US-Kongresses zu dem Waffensystem, noch mit der Angabe der kürzeren Reichweite) gehört auch zu dem Waffenmix der Multi-Domain Task Force der US-Streitkräfte, deren zeitweise Stationierung in Deutschland die USA und die Bundesregierung im vergangenen Jahr vereinbart hatten. Neben Kurzstreckenraketen, der landgestützten SM-6, und Tomahawk-Marschflugkörpern wurden in dem Zusammenhang ausdrücklich Systeme, die sich mit mehrfacher Schallgeschwindigkeit (Hyperschall) bewegen können genannt.
Interessant ist bei den Angaben des US-Generals zu Dark Eagle allerdings nicht nur die größere Reichweite, sondern auch die Beispiele, die er laut TWZ dafür nannte: He also said it could hit Moscow from London and Tehran from Qatar. Unklar ist, ob das nur als plakatives Beispiel diente – oder ob das ein Hinweis darauf ist, was in Gerüchten immer wieder zu hören ist: Dass die USA eine Stationierung ihrer weit reichenden Waffen in Kontinentaleuropa nicht mehr in Erwägung ziehen.
(Archivbild Juli 2025: The 3d Multi-Domain Task Force deploys the Long Range Hypersonic Weapon System to Northern Territory, Australia, July 9, 2025, to participate in Exercise Talisman Sabre 25. Talisman Sabre 25 marks the first operational employment of the Dark Eagle west of the International Date Line and outside the continental United States – U.S. Army photo by Sgt. Perla Alfaro)
So baut man Verhandlungspositionen auf. Rückverlegung von Dark Eagle aus Deutschland im Gegenzug zur Rückverlegung russischer Nuklearwaffen und Trägersysteme aus Kaliningrad und Belarus wäre ein mögliches Ergebnis.
[Na ja, formal keine „Rückverlegung“, weil es sind ja noch gar keine da. T.W.]
Pech gehabt! Wie hat er doch gejubelt, der russische Präsident Putin, als er seinerzeit die russische Überlegenheit der russischen Überschallwaffen der der Welt vorgestellt hat. Langsam müssten doch alle mal begreifen, dass Aufrüsten niemanden einen Vorteil verschafft, sondern allen am Ende nur eine Unmenge Geld kostet. Besonders wenn man im Vergleich so einen kleinen Beutel hat wie Russland. Sollte Russland aber mit dem Angriffskrieg am Ende durchkommen, dann wird es nichts helfen. Dann ist nur der sicher, der bis an die Zähne bewaffnet ist. Insofern ist für mich das amerikanische Verhalten bei den derzeitigen „Friedenverhandlungen“ irgendwie schizophren.
Meine These ist immernoch, dass die Amerikaner die Dinger hier erst stationieren. Dann eine astronomische Summe für die Stationierung verlangen und das Geld dann entweder bekommen oder unter dem Verweis auf Trittbrettfahrerei nach Großbritannien abziehen. Möge ich Unrecht behalten…
Die entscheidende Frage ist doch, ob die Stationierung solcher Waffen zu einer Stabilisierung beiträgt. Meiner Ansicht nach nicht, denn angesichts der kurzen Flugzeit, in einer Veröffentlichung des Congressinal Budget Office ist von Mach 10 (12.250 km/h) die Rede, sind Irrtümer aufgrund von Fehlalarmen nur noch schwer zu korrigieren. Nicht nur die Russen, sondern auch die Europäer sollten sich fragen, ob eine Flugzeit von 10 Minuten von Deutschland aus nach Moskau, ein Grund zur Sorge ist oder nicht. Zur Erinnerung: Der sowjetische Oberstleutnant Stanislaw Petrow verhinderte 1983 einen Atomkrieg, weil er – im Nachhinein zu Recht – von einem Fehlalarm ausging, aber hätten seine Nachfolger heute noch die Zeit, das zu überprüfen?
„Die entscheidende Frage ist doch, ob die Stationierung solcher Waffen zu einer Stabilisierung beiträgt“
Sicher, weil die Kinschall in Kaliningrad keinen Vorteil mehr bringen. Der Schlagabtausch unterhalb der Atomschwelle, und nur den hat der Kreml im Visier, ist kein Druckmittel mehr. Wir könnten uns für den
Gegenschlag Zeit lassen, und in aller Ruhe seine Raffinieren und Kriegsindustrie eindampfen. Krieg im „alten Format“, unterhalb der Atomschwelle ist das Problem. Mit dem sehr unwahrscheinlichen Atomkrieg konnte ich 40 Jahre gut leben.
@TomCat
„Dann ist nur der sicher, der bis an die Zähne bewaffnet ist.“
Ist das nicht bereits heute der Fall? Auf internationaler Ebene ist Rule of Law doch mittlerweile durch die größten Akteure (Russland, USA, etc.) größtenteils aufgekündigt, wenn es denn überhaupt jemals richtig bestanden hat. Ich denke hier wird es sich halt aufteilen in einzelne Regionen / Gruppen die innerhalb sich selbst weiterh Rule of Law betreiben (z.B. EU, nur im militärischen Bereich NATO, usw.) und nach außen sich daran gewöhnen müssen, dass Rule of Power gilt. Ich denke das haben wir in Deutschland in der Gesellschaft lange vergessen / ignoriert.
@Michael Schöfer
Ist halt immer die Frage, warum die Stationierung stattfindet. Ich denke nicht, dass durch die Stationierung die Welt unsicherer (oder sicherer) wird, aber durch die Aufrüstung arbeiten wir uns halt wieder an einen Punkte, ab dem wir gegenseitige Abrüstung betreiben können. Einseitige Abrüstung/Nicht Aufrüstung funktioniert aber halt leider nicht so wirklich und macht die Welt auch nicht sicherer oder?.
@Michael Schöfer: Das Argument mit den Fehlalarmen halte ich für nicht stichhaltig. Eine Dark Eagle-Hyperschallrakete kostet $41 Millionen – schwer vorstellbar, dass die USA viele davon kaufen werden. Eine Batterie umfasst auch gerade einmal acht Hyperschallraketen. Mal angenommen, die würden alle auf einmal in Richtung Moskau abgefeuert werden, ob nun aus London, Wiesbaden oder Grafenwöhr: Würde Putin wegen acht Raketen (wohlgemerkt nicht-nuklear!) einen nuklearen Gegenschlag befehligen? Ich kann mir das nicht wirklich vorstellen.
Das größere Risiko ist doch, dass diese Systeme in einem Krieg zwischen der NATO und Russland als „Türöffner“ eingesetzt werden, um russische Luftverteidigung und insb. weitreichende Radarsysteme schnell auszuschalten und den Weg frei zu machen für Luftschläge mit Marschflugkörpern und Kampfflugzeugen. Und erst dann wird es schnell existenziell im Kreml. Das ist hier gut erklärt:
https://warontherocks.com/2024/06/no-quick-solutions-a-different-approach-to-hypersonic-arms-control/
https://www.prif.org/fileadmin/Daten/Publikationen/PRIF_Spotlights/2024/PRIF_Spotlight_09_2024.pdf
Wieso sollen die Dinger in Deutschland stationiert werden?
Herr Trump hegt für Herrn Putin doch offenbar größere Symathien ?!
@Michael Schöfer: Interessant, gegen die Pershing II-Nachrüstung gab es die gleichen Argumente.
Ich denke nicht, dass jemand von einem Nuklearschlag ausgehen würde, die Ziele sind russische Luftwaffenbasen und ähnliches.
@ Michael Schöfer Oberstleutnant Petrow, Ehre seinem Angedenken, ging von einem Fehlarlarm aus, weil nur eine übersichtliche Anzahl von Starts angezeigt wurde. Ein Enthauptungsschlag hätte ganz anderes auf den Schirmen ausgesehen. Ich mache mir eher Sorgen drüber, das sich jemand ins System hacken kann. Dann sieht es richtig übel aus. Was schlagen Sie vor? Dass wir nichts machen?
@TomCat
Meines Erachtens entsteht dadurch eine strategische Disparität, weil die eine Nuklearmacht den Regierungs- und Kommandoeinrichtungen der anderen ziemlich nahe kommt: im konkreten Fall die USA den russischen. Umgekehrt ist das jedoch nicht der Fall, weil Europa diesbezüglich für die USA irrelevant ist. Da nicht ausgeschlossen ist, dass die US-Waffen auch nukleare Gefechtsköpfe tragen können (ich weiß, nach derzeitigem Stand sollen sie bloß konventionelle tragen), steigt das Risiko in jeder Krise. Die USA würden die Stationierung entsprechender Waffen in der Nähe ihres Staatsgebiets sicherlich als enorme Bedrohung interpretieren (vgl. Kuba-Krise). Zu Recht, doch das gilt natürlich auch für die andere Seite. Nach der Kuba-Krise und dem INF-Vertrag konnte man hoffen, die Verantwortlichen wären klüger geworden. Offenbar ist das nicht der Fall.
Vom Schlagabtausch unterhalb der Atomschwelle abschrecken? Dafür sollten die (nicht nuklear bewaffneten) Europäer selbst sorgen. Auf die USA können wir uns ohnehin nicht mehr verlassen. In jeglicher Hinsicht.
Diese Waffensysteme wären geeignet zur Wiederherstellung der Abschreckung.
Jedoch ist es ein schwerer Fehler den Amerikanern zu vertrauen oder sich von ihnen abhängig zu machen. Die Amerikaner werden uns verraten, verkaufen und schädigen wenn es opportun ist.
Oder aus Spaß an der Demütigung.
„Abstandsfähigkeit“ unter Rückgriff auf US-Systeme ist eine Illusion. Angesichts der offenkundigen politischen Verstrickungen dürfte die tatsächliche Kontrolle über die Einsatzfähigkeit dieser Systeme in Moskau liegen.
Deutschland und Europa brauchen vergleichbare eigene Systeme.
Zum Ursprungsbeitrag:
„…sei eine Reichweite von 3.500 Kilometern genannt worden – deutlich mehr als die zuvor veröffentlichten 2.800 Kilometer…“
Bei Raketenreichweiten wurde und wird schon immer getrickst.
Die USA sind aus dem INF Vertrag ja 2019 ausgestiegen da Russland getrickst hatte, das Beispiel:
Will man eine Reichweitenbeschränkung einhalten, bspw. die 500 km für Kurzstreckensysteme, dann wird ein sehr fetter konventioneller Sprengkopf als Berechnungsgrundlage verwendet.
Im Fall der russischen Iskander irgendwo bis 800 kg. Reichweite dann: 500 km.
Reduziert man aber das Gewicht des Sprengkopfs auf z.B. 150 kg fliegt die Rakete mehr als doppelt so weit.
( Quelle: Eine Mail-Anfrage von mir an den Raketenexperten Bernd Leitenberger ).
Das Problem:
Schon im kalten Krieg wog der W80 Nuklearprengkopf der USA nur 130 kg ( war sogar im James Bond Film „never say never again“ von 1989 deutlich im Bild ).
Doppelte Reichweite und fast millionenfache (!!!) Wirkung. Und die Treffergenauigkeit wird dann auch eher unerheblich…
Die angegebene Reichweite ist zu einem guten Teil eben auch politisch motiviert.
Im Fall der Dark Eagle geht es jetzt um eine kommunizierte grössere Reichweite von 25%.
Das geht problemlos mit einem kleineren (konventionellem) Sprengkopf.
Gedanken über einen Wechsel auf einen Nuklearsprengkopf muss man sich hier nicht machen…
Bezüglich atomarer Bewaffnung von „Dark Eagle“, laut thewarzone ist der Gefechtskopf geradezu winzig „unter 30 Pfund“ Da dürfte es schwierig sein, eine Atomwaffe reinzugbekommen. Das System soll vor allem durch die kinetische Energie beim Aufprall wirken.
War im Rahmen der ehemaligen Regierung Scholz und mit der ehemaligen US-Adminitration Biden so angedacht gewesen, heute aber völlig unrealistisch, dass unter Trump eine Stationierung in Deutschland noch tagesaktuell zugebilligt werden wird. Da nach Auffassung von Trump sein Amtsvorgänger „alles falsch gemacht habe“ und Trump keine Möglichkeit auslassen will, seinen Amtsvorgänger öffentlich, medienwirksam auf das äußerste zu beschimpfen und zu verunglimpfen, dürfte eine Stationierung in Deutschland aller Voraussicht nach ausscheiden.
Dürfte nicht weiter tragisch sein, denn Deutschland und Europa können durchaus eigene Waffensysteme gleichwertiger Bauart produzieren. Wenn sie es wollen. Denn das hätte in jedem Fall den Charakter der echten Abschreckung.
@Teetrinker
Stimme uneingeschränkt zu: Es ist ein schwerer Fehler den Amerikanern zu vertrauen und oder sich von ihnen abhängig zu machen.
Das „Leuchtfeuer der Demokratie“ im Westen ist untergegangen. Viele wollen das hierzulande einfach nicht wahr haben. Das ist die Tragödie
@ Sandro Valecci Die Atlantikbrücke bestand aus Henningsdorfer Stahl. So wie die Carolabrücke in Dresden und die Brücken des Magdeburger Rings. Von den Amis hätte man sich schon lange abnabeln sollen. Trump 1 hat nicht gereicht.
An die Raketen- u. Atom-„Fachleute“…
jeglicher Einsatz von Atomwaffen, egal von wem…. wird Millionen Menschenleben kosten und große Teile zumindest Europas
In Schutt und Asche legen und für lange Zeit unbewohnbar machen.
[Sie bringen in Ihrem allerersten Kommentar hier das Thema Einsatz von Atomwaffen hier rein, weil… Sie es darauf anlegen? Ist in diesem Thread nicht das Thema. T.W.]
was schließen wir daraus? Zeit erwachsen zu werden und eigene Fähigkeiten aufzubauen, national oder europäisch, aber auf jedenfall eigene. Denn auf die Amerikaner ist kein Verlass mehr.
Aus Sicht der USA verstehe ich die Stationierung dieses Systems: Es stärkt die militärische Position ggü. RU. Aus dieser Sicht ist es unerheblich, ob Trump oder Biden Präsident der USA ist.
Aus deutscher Sicht? Da sehe ich nur Nachteile. RU wird die Nato nicht konventionell angreifen, das macht angesichts der Kräfteverhältnisse überhaupt keinen Sinn. Wenn, dann müsste ein Angriff nuklear geführt werden. Dann aber hört Westeuropa einfach auf zu existieren und ob MAD dann noch „erfolgreich“ ist oder nicht, kann uns relativ egal sein. Das erhöhte Drohpotenzial durch eine Stationierung der Raketen für die USA geht also auf Kosten Deutschlands als Ziel und Schlachtfeld unterhalb der Ebene MAD.
Es wäre im deutschen Interesse, strikt auf MAD auf strategischer Ebene zu setzen: Es stirbt entweder keiner oder alle zusammen. Deutschland zum Ziel und Schlachtfeld auf Ebenen darunter zu machen, ist nicht im Interesse unserer Nation.
Abschreckung hin oder her, diese Raketen in Deutschland zu stationieren finde ich, ist ein Fehler. Warum werden diese Waffen nicht in Frankreich, Niederlande, Schweden u. Großbritannien stationiert?
Ein Schutzgürtel wäre effektiver, die BRD wäre auch geschützt und aus Fokus der Russen raus .
Bei allem technischem Diskussionsinhalt bleibt eines gewiss: Deutschland kann sich nicht mehr auf die USA verlassen.
Die relativ naiv genannten Folgen eines Atomschlags jeder Größenordnung überrascht mich und erinnert mich an die Atomwaffen-Propaganda der USA aus den 50 Jahren „Duck and Cover“. Das zerstörerische Potenzial eines Atomschlags beläuft sich eben nicht nur auf die direkte nukleare Vernichtungskraft sondern eine fatale Verschiebung des Öko-und Biosystems , angefangen bei radioaktivem Niederschlag bis hin zu der Wirkung auf Meer ( Polkappen ) und der Erdatmosphäre. Auch würden sehr wahrscheinlich dier bis heute im Meer verkappten kritischen Abfälle zu einer nicht einschätzbaren Vergiftung der Meere führen. Dann würde die Menschheit wohl von der Natur die Quittung bekommen, die sie wohlmöglich verdient hat.
Zur Einordnung von JCRs Kommentar:
Das Ding ist eine Streumunition dessen Submunitionen durch ihre kinetische Energie wirken. Der „warhead“ wird wie folgt beschrieben:
„Another Army officer at the event, who is not immediately identifiable, told Hegseth that Dark Eagle has a warhead “under 30 pounds,” which is relatively tiny for a long-range weapon“…..“ The officer stated the warhead is just to get its “projectiles out” and that it can deliver effects over an area about the same size as the parking lot they were standing on.“
Mithin, der Warhead ist eine Ausstoßladung und nicht der Gefechtskopf. Zumindest würde ich nicht wie man die Aussage anders interpretieren soll.
https://www.twz.com/land/new-dark-eagle-hypersonic-weapon-details-emerge
@T.W. wenn die Zitate zu lang sind schmeißen sie sie bitte einfach raus, dann muss man halt selber nachlesen, danke.
nach deutschem Recht ist Königsberg wie die Krim seit 1945 annektiert. Also wãre die einfachste Lösung auf eine Revision dieser Annexion hinzuarbeiten und zu verlangen dass die Russen dort mir den Waffen abziehen.
@BS:
Die Frage ist, ob Deutschland nicht schon das Ziel und Schlachtfeld ist (hybride Kriegführung)- der Zukunft sowieso.
Russland hat jede Menge Abstandswaffen auf uns gerichtet und produziert mehr von diesen als alle NATO-Staaten zusammen Flugabwehr-Raketen.
In diesem Sinne halte ich eine Rückkehr auch zur konventionellen Abschreckung für wichtig.
Übersättigung statt Zerstörung scheint ja das Thema zur Außerkraftsetzung von Luftabwehrsystemen zu sein.
Wir sollten zurückdrohen – inklusive „reverse-enginnered“ Shaheed-Drohnen.
@BS: Warum sollte Russland nicht die NATO nicht angreifen? Weil es in der Ukraine gebunden ist, vielleicht…
Oft durch Putin und seine Vertreter kommuniziert: NATO und EU sind feindliche Organisationen.
Die Solidarität seitens der USA innerhalb der NATO ist nun definitiv zweifelhaft.
Eine Kompensation dieses Defizits durch bilaterale Kooperationen ist noch nicht ausreichend vorangeschritten. Atomar sind die Europäer zudem schlecht aufgestellt.
Die konventionell gerüsteten Teile der Streitkräfte weisen ebenfalls erhebliche Mängel auf, deren Behebung gerade erst beginnt.
In der Zusammenschau ist das alles relativ grauenhaft.
Im Grunde genommen lassen wir den meiner Meinung nach wichtigsten Aspekt des ganzen völlig ignoriert in der Ecke liegen.
Welche Seite kann sich diesen Aufrüstungs- und Stationierungspoker länger leisten?
All das, was jetzt passiert ist eine fast identische Wiederholung des kalten Krieges vor dem Mauerfall. Wettrüsten, Stellvertreterkriege, politische Machenschaften, Dialog heute, Disput morgen.
die Geschichte wiederholt sich immer und immer wieder
Beim Einsatz der Atomwaffen in Japan ist nicht Japan physisch vernichtet worden. Aber der Widerstand der Japaner ist gebrochen worden. Bezüglich von DE wäre wohl die Ausgangslage gleich. Denn Frankreich, UK und die USA werden sich kaum für Deutschland opfern.
Nachtrag zur Wirkung und dem Preis/Leistungs-Konzept von Dark Eagle:
Die Rakete hat etwa 7500 kg Startmasse.
Das entspricht bspw. recht genau einer Pershing 2 aus dem kalten Krieg ( die war damals ausschliesslich nuklear bewaffnet ).
Die Dark Eagle liegt preislich auch extrem hoch ( über 40 Mio. US-Dollar, Produktion eine pro Monat, siehe unten ).
Das mit dem „Warhead“ im Link unten ist natürlich Quatsch, mit 30 Pfund wäre die Wirkung dermassen gering das es die Kosten nie rechtfertigen würde.
Der „Warhead“ ist die gesamte Rest-Masse die mit hoher Geschwindigkeit einschlägt.
Und diese Restmasse ist nicht angegeben.
Die Sprengkraft bleibt völlig unklar, gerade da ja ein „glide vehicle“ eingesetzt wird. Also nicht die gesamte Oberstufe. Das reduziert die Masse weiter.
Vorteil immerhin: Steuerbares Glide Vehicle, schwieriger abzufangen.
Dummerweise rediziert diese Fähigkeit die Masse dergestalt das die Aufschlagenergie wohl unter 100 kg Sprengstoff entspricht ( E = 1/2 x Masse x Geschwindigkeitsquadrat )
Das ist völlig unterirdisch bei einem Stückpreis von über40 Millionen.
Reicht weder für grosse Kriegsschiffe, noch für Bunker ( Kommandozentralen, Lagezentren, unterirdische Produktionsstätten etc. ).
Ich empfehle deshalb allen Beobachtern in Zukunft die Überwachung des Programms auf alternative „Warheads“…
Ich erlaube mir hier mal einen aktuellen Weblink einzufügen:
https://futurezone.at/digital-life/us-hyperschallrakete-rakete-dark-eagle-gefechtskopf-gewicht-reichweite-lrhw-hegseth-redstone-arsenal/403113839
@ Ex-Zivi
Die Frage ist doch nach dem Sinn und den Kräfteverhältnissen.
Sagen wir RU schickt 500 Haselnuss-, Avangard-, Iskander- usw. Raketen nach Westen und … BUMM. Ok. Was dann? Sollen 140 Mio. Russen in einem riesigen Land mit gigantischen Grenzen die rund 450 Mio. Rest-Europäer angreifen und besetzen? Gegen militärische Kräfte, die auch nach einem solchen Angriff immer noch nennenswert sein werden? Länder besetzen, die wirtschaftlich zusammenbrechen und unmöglich zu versorgen sind? Gaza hoch 1000? Das ist doch alles völlig unsinnig.
Das einzige, was durchhaltbar wäre, ist Rest-Europa schnell und brutal von der Landkarte zu fegen (aber was hätte RU davon? Fallout, nuklearer Winter, Ansehen auf ewig zerstört…) Und dann sollen die USA überlegen, ob die MAD machen oder nicht (werden sie nicht machen).
„Dark Eagle“ dient nicht uns, es dient den USA. Unsere Lage verschlechtert es. Und die Gesamtsituation wird instabiler.
@Peter:
War ja klar, dass das hier gleich als nächstes kommt. Und ewig saust die Muffe… Der einzige, der bislang offensiv und wiederholt mit atomarer Vernichtung gedroht hat, ist übrigens Russland, bzw. russische Systemschranzen im russischen Staatsfernsehen…
Nur mal so als Einordnung…
Bezüglich des „below 30 pounds“ Gefechtskopfes. Ich vermute daß es nicht um Submunition geht sondern um eine Sprengladung, damit sich das „Glide Vehicle“ nach oder vor dem Aufschlag zerlegt.
Ähnlich wie die alten Panzersprengranaten für Schiffsartillerie und Panzer z.B. noch im 2. Weltkrieg, die auch jeweils eine minimale Sprengladung (z.B. 17 Gramm bei einer 75mm Panzergranate 39) hatten, die eben für die Zerlegung des Geschosses nach Durchschlag sorgen sollten. Bei den 40,6 cm Geschützen der Iowa-Klasse ist die „bursting charge“ auch nur etwa 30-40 Pfund groß gewesen.
Das Glide Vehicle dürfte ähnlich schwer sein.
Wenn das eine Sekunde vor dem Aufschlag zerlegt, hat man schon eine bessere Flächenwirkung als mit einem massiven Geschoß.
Aber das ist alles Spekulazius, es ist ja Weihnachten :)
Das ist doch alles eine reine Verkaufsshow der Amerikaner um den europäern teure Waffensysteme zu verkaufen und damit den eigenen militärisch industriellen Komplex zu finanzieren. Daher auch die Wahl auf London- Moskau und Qatar- Iran. Offensichtlich nicht offensichtlich genug für einige hier.
@Michael Schöfer
„Meines Erachtens entsteht dadurch eine strategische Disparität, weil die eine Nuklearmacht den Regierungs- und Kommandoeinrichtungen der anderen ziemlich nahe kommt“
Pardon, aber im Gegenteil: Eine solche Disparität ist der jetzige Zustand, mit dem Russland auf Europa wirken könnte.
@BS
„RU wird die Nato nicht konventionell angreifen, das macht angesichts der Kräfteverhältnisse überhaupt keinen Sinn.“
In Augen gestreuter Sand.
Sobald wir die „Frechheit“ haben und es wagen im Baltikum effektiv mitzuverteidigen, sind unsere Verkehrswege Ziel russischer Drohnen und Raketen. Russland muss da gar kein gegnerisches Kräfteverhältnis fürchten. Russland muss noch nicht einmal gewinnen in einer Auseinandersetzung, sondern sich nur „für den Frieden“ auf einen Deal einlassen und sich so am Ende sich ein Stück Baltikum herausschneiden.
„Sollen 140 Mio. Russen in einem riesigen Land mit gigantischen Grenzen die rund 450 Mio. Rest-Europäer angreifen und besetzen?“
Strohmann-Argument.
Das ist weder das Ziel noch die Absicht. Was Russland anstrebt, ist nicht Besetzung, sondern Dominanz.
Finnlandisierung.
Gegen eine geschwächte/uneinige NATO ist das erreichbar.
„Unsere Lage verschlechtert es. Und die Gesamtsituation wird instabiler.“
Im Gegenteil.
Sie wird stabiler dadurch, dass das Erfüllen solcher Ziele für Russland dank solcher Fähigkeiten auf der anderen Seite unwahrscheinlicher wird.
#JCR:
„…Wenn das eine Sekunde vor dem Aufschlag zerlegt, hat man schon eine bessere Flächenwirkung als mit einem massiven Geschoß…“
Das ist eine sehr plausible Erklärung für die Aussagen bei dieser Präsentation vor kurzem.
Nicht nur mein Problem dabei ist aber die grundsätzliche Auslegung für Flächenziele.
Das ist bei einer 40 Mio. Dollar Mittelstreckenrakete völlig am Bedarf vorbeigeplant. Vor allem auch für die angedachte Stationierung in Deutschland.
Für „Hochwertziele“ wie Bunker oder grosse Schiffe völlig ungeeignet.
Streumunion hat ja überhaupt kein Durchdringungspotential.
Das geht mit einem Tomahawk-Marschflugkörper viel besser. Kostet auch nur eine Million statt 40.
Andere Nationen mit anderen Mittelstreckenraketen haben meist mehrere Sprengkopftypen zur Auswahl.
Ich vermute jetzt einfach mal das dies unkommuniziert bei der Dark Eagle auch so ist…
@BS:
Ja, wenn Dark Eagle einen Atomsprengkopf trägt. Das muss aber nicht der Fall sein.
Auf die Gefahr hin, abzuschweifen:
Lt. Putins Äußerungen, oder der Wiedergabe seiner Äußerungen in unseren Medien, strebt die russische Regierung eine Art Restauration an, und man kann aus historischer Sicht sagen: „Warum auch nicht? Es ist ja immer gut gegangen, das russische Imperium besteht noch immer, Mitteleuropa ist seit jeher Umwälzungen unterworfen…“.
Letztendlich sehe ich hier eine Kontinuität seit der Zarenzeit. Hier reiht sich auch die hybride Kriegsführung ein,
Eine Möglichkeit zum Nachlesen (ich hoffe, ich verstoße nicht gegen die Regeln zum Posten von Links…):
https://www.bpb.de/themen/kriege-konflikte/dossier-kriege-konflikte/233450/urspruenge-merkmale-und-ziele-des-russischen-neo-imperialismus/
Wenn ich also für eine konventionelle Aufrüstung auch mit Mittelstreckenraketen eintrete, dann aus diesem Grund, und dazu assoziiert dem folgenden nachgeordneten:
Russische Abstandswaffen dienen im gegenwärtigen Konflikt mit der Ukraine als eine konventionelle Alternative zu strategischen Luftstreitkräften. Und so würden sie auch in einem Krieg mit der NATO um Estland, Lettland und Litauen eingesetzt, nämlich um Lager, Nachschubwege und Produktionsstätten für Rüstungsgüter und die dazu notwendige zivile Infrastruktur zu zerstören,
Wird kein Dark Eagle oder Äquivalent stationiert, müssten die Bundeswehr und die Armeen anderer NATO-Staaten diese Fähigkeit zur Abschreckung bereitstellen.
Da Dark Eagle Stand heute wieder abgezogen werden wird (falls er überhaupt kommt), werden auch dahingehend Anstrengungen seitens verschiedener NATO-Nationen unternommen (Taurus-neo, Tomahawk, weiterreichende Artilleriesysteme).
Es mag schrecklich und wahnsinnig erscheinen, und ich verstehe die emotionale und rationale Abneigung gegen Aufrüstung, teile sie sogar. Diese Aufrüstung wird uns aber aufgezwungen. Eine Preisgabe der Ukraine würde, gemessen an den Äußerungen Putins, daran letztendlich auch nichts ändern.
Zitat:“Dass die USA eine Stationierung ihrer weit reichenden Waffen in Kontinentaleuropa nicht mehr in Erwägung ziehen.“
Das würde umgekehrt bedeuten, dass es in Europa ein mögliches Ziel für einen russischen Angriff weniger gäbe,
Zitat:“Bei einer Präsentation für Kriegsminister Pete Hegseth, so berichtet das US-Portal The War Zone (TWZ), sei eine Reichweite von 3.500 Kilometern genannt worden – deutlich mehr als zuvor veröffentlichten 2.800 Kilometer.“
Ich würde das für glaubwürdiger halten, wenn es sich um eine „Demonstration“ und nicht nur eine „Präsentation“ gehandelt hätte.
Von der russischen Demonstration ihrer Oreshnik wissen wir, was dieses Waffensystem kann. Ich werde natürlich nicht ausschließen, dass das Waffensystem Dark Eagle eines Tages zu Oreshnik aufschließen wird. Aber Oreshnik ist bereits in der Serienproduktion.
Nur mal so zum Nachdenken. Ich finde es langsam komisch, dass, nach all den negativen Erfahrungen, die wir in den letzten Jahren mit US-Administrationen gesammelt haben, es immer noch Zeitgenossen gibt, die glauben, sich auf die USA verlassen zu können.
Die Präsidenten der USA sind den USA und ihrer Interessen verpflichtet. Diese mögen mit unseren Interessen übereinstimmen, aber eben nicht immer. Die Idee von der Stationierung von zusätzlichen Raketensystemen in Europa stammt aus der Zeit der Regierung von Joe Biden. Es gibt keinen Grund, zu glauben, dass sich Donald Trump oder sein Nachfolger daran gebunden fühlen.
Die USA haben, auch wenn dies noch nicht so offensichtlich ist, dasselbe grundsätzliche Problem wie wir. Eine überalternde Gesellschaft mit sinkenden Rekrutierungszahlen. Die USA haben mit einer extremen Staatsverschuldung zu kämpfen, die sich bereits auf ihre Kreditwürdigkeit auswirkt. Gleichzeitig sind die US-Streitkräfte mit ihren vielen Stützpunkten weltweit überdehnt.
Früher oder später werden sie gezwungen sein, sei es aus personellen oder finanziellen Gründen, einzelne ihrer „Übersee“ Stützpunkte zu schließen.
Auch aus diesem Grund, wäre es mir lieber, wir könnten uns mit Waffensystemen schützen, die hier bei uns in Europa entwickelt und gebaut werden.
@ Charly Bravo, ex-Zivi
Mich überzeugt das nicht.
Die ganze Idee der Abschreckung funktioniert nur zwischen den USA und RU. Die Nato? Hm. Die ist in dem Sinne ein Bluff, dass soweit und insofern die USA es wollen, ein Angriff zu MAD führt oder auch nicht. Im Kalten Krieg war die Lage relativ klar, weil die USA und UdSSR klar standen. Heute? Im Gegensatz zur UdSSR kann RU einen langen, konventionellen Krieg nicht gewinnen (sofern nicht China beitritt, was ich mal ausschließe).
Um den Nato-Bluff zu sehen, im Baltikum oder wo auch immer, müsste RU daher nuklear zuschlagen – was gewaltige Nachteile für das Ansehen im globalen Süden und in der Welt hätte. Dann werden die USA entscheiden. WK3 oder nicht. Persönlich glaube ich nicht, dass das Baltikum das wert ist, nicht für uns, noch weniger für die USA. Vielleicht ein begrenzter, abgesprochener Gegenschlag für die PR. Soweiso würden die USA wahnsinnig vom Prestigeverlust RUs profitieren. Aber wer weis?
Sowieso: Die Europäer sind Objekt, nicht Subjekt. Was wir da machen, mit Wehrpflicht und konventioneller Aufrüstung ist in meiner Bewertung absurd. Wenn wir autark wehrfähig gegen die Supermächte RU, USA, China werden wollten, müsste man anders ansetzen.
Eine autarke europäische Verteidigung als Ersatz der USA? Wird zu unseren Lebzeiten nicht kommen. Wirtschaft kolabiert. Energetisch fremdbestimmt. Gesellschaftlicher Zusammenhalt geht zurück. Demografie zum Weinen. Das ist einfach unrealistisch. Wir haben als Gesellschaft ganz andere Probleme.
Dark Eagle ist letztlich Ausdruck unserer Impotenz und Fremdbestimmtheit. Ist halt so.
Aber damit soll es auch gut sein. Jedem seine Meinung und die BR entscheidet sowieso, wie sie es für richtig hält.
@ CB
Was meinen Sie damit:
.“…dank solcher Fähigkeiten „…….
@ Schlammstapfer
„Früher oder später werden sie gezwungen sein, sei es aus personellen oder finanziellen Gründen, einzelne ihrer „Übersee“ Stützpunkte zu schließen.“
Sie sind bereits dabei, erstmal auf der Command-Ebene (von 12 auf 8), Rest wird folgen.
@BS 17.12.2025 um 21:35 Uhr
Sie gehen von falschen Voraussetzungen aus. Die NATO ist real und mit Substanz hinterlegt. Sie dient sowohl der Abschreckung als auch der Verteidigung. Ein Bluff wäre es, wenn Fähigkeiten behauptet würden, die es nicht gibt.
Wenn Sie unbedingt von Bluff schwadronieren wollen, dann betrachten Sie doch mal die russischen Springteufelchen (Medwedew et al.), die bei jeder Gelegenheit mit einem atomaren Erstschlag drohen, selbst bei Wetterlagen, die eine atomare Verseuchung Moskaus zur Folge hätte.
Interessanter fände ich es darüber nachzudenken, ob atomare Abschreckung überhaupt noch geeignet ist, abzuschrecken. Offenbar ist es möglich einen konventionellen Krieg gegen eine Atommacht zu führen, ohne die atomare Eskalationsschwelle zu überschreiten. Das atomare Gezeter muss man dabei freilich aushalten können.
Und mit Ihrem Schlusssatz entlarven Sie wieder mal ihre Absichten: „Dark Eagle ist letztlich Ausdruck unserer Impotenz und Fremdbestimmtheit. Ist halt so. “
Nö. Ist nicht so. Das ist Ausdruck Ihrer Agitation, die hier seltsamer Weise immer noch geduldet wird.
Beim Lesen der Kommentare bekomme ich den Eindruck, einige meinten wir befänden uns schon im Spannungs- oder Verteidigungsfall.
Natürlich ist Verhältnismäßigkeit immer zu beachten, im Krieg und erst Recht im Frieden.
Drohnen die keine akute Gefährdung für Leib und Leben darstellen, mit kinetischen Mitteln zu bekämpfen, die einen kollateralen Schaden als mögliches Ereignis darstellen ist nicht verhältnismäßig.
Was man filmen konnte, hat man bereits gefilmt und alles was man in die Luft schießt kommt halt irgendwo wieder runter. Bei Gewehren mit Kampfentfernungen > 600 m, kann das wortwörtlich ins Auge gehen.
Smartshooter oder ähnliche ballistische visiere für Gewehre wird wahrscheinlich noch nicht standardisiert für die Wache verfügbar und ausgebildet sein. Es bliebe dann die Fliegerabwehr aller Truppen und wer das schon mal gemacht hat, der weiß wie hoch die Chancen sind, als durchschnittlicher Schütze ein sich bewegendes Objekt in der Luft mit dem g36 zu treffen.
Ich glaube aktuell hat die Bundeswehr noch nicht mal so viele kleine flugdrohnen wie sie Standorte hat. Geschweige denn so viele Drohnenabwehr Kits und darauf geschultes Personal.