Bundeswehr richtet sich auf langfristige Hilfe in Coronavirus-Pandemie ein, „keine Corona-Parties auflösen“ (Nachtrag)

Die Bundeswehr richtet sich auf die langfristige Unterstützung ziviler Behörden und Hilfsorganisation in der aktuellen Coronavirus-Pandemie ein. Nach den Worten von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer wird es dabei weniger um medizinische Hilfe als um Logistik gehen, auch Unterstützung für die Polizei sei denkbar. Allerdings werde die Truppe nicht Corona-Parties auflösen oder Ausgangssperren überwachen, sagte Generalinspekteur Eberhard Zorn.

Die Bundespressekonferenz mit der Ministerin und dem Generalinspekteur einschließlich der Fragen zum Nachhören:

AKK_GI_BPK_Coronavirus_19mar2020     

 

(Es gab leider technische Probleme und eine – kenntlich gemachte –  Unterbrechung, ich bitte um Verständnis)

Kernpunkte aus der Pressekonferenz:

• Die Bundeswehr bereitet sich auf Hilfeleistung vor allem dann vor, eingesetzt zu werden, wenn die zivilen Behörden und Organisationen an das Ende ihrer Leistungsfähigkeit gekommen sind, sagt die Verteidigungsministerin: Das ist ein Marathon. Deshalb komme es darauf an, die Einsatzfähigkeit der Streitkräfte zu erhalten.

• Bisherige Hilfsmaßnahmen konzentrierten sich vor allem auf Beschaffung von medizinischem Material, Bereitstellung von Feldbetten und Lagerkapazitäten für die zivilen Einrichtungen. Aber die Bundeswehr habe auch eigenes Material aus den so genannten Einsatzlazaretten in die fünf Bundeswehrkrankenhäuser verlagert. In diesen Krankenhäusern seien auch ohnehin schon 60 oder mehr Prozent der Patienten Zivilisten, so dass die Streitkräfte bereits zur medizinischen Versorgung beitrügen. Zugleich warnte Kramp-Karrenbauer davor, den möglichen Beitrag des Sanitätsdienstes der Bundeswehr zu überschätzen: Mit rund 3.000 Ärzten sei die Bundeswehr im deutschen Gesundheitssystem ein Juniorpartner.

• Die Heranziehung – freiwilliger – Reservisten soll deutlich ausgeweitet werden. Am vergangenen Wochenende hatte bereits der Sanitätsdienst der Bundeswehr Reservisten mit medizinischer Ausbildung aufgerufen, sich für einen Dienst in den Bundeswehrkrankenhäusern zu melden. Seitdem habe es mehr als 2.300 Meldungen gegebeben, 935 Soldatinnen und Soldaten mit entsprechenden Kenntnissen könnten zeitnah eingesetzt werden, sagte die Ministerin.

Darüber hinaus sind jetzt auch andere Reservisten aufgerufen, sich für einen möglichen Einsatz zu melden. Derzeit gibt es nach Angaben von Kramp-Karrenbauer rund 28.000 so genannte beorderte Reservisten, d.h. Soldatinnen und Soldaten, die nach Ausscheiden aus der Bundeswehr freiwillig ihre Bereitschaft erklärt haben, für einen Dienst zur Verfügung zu stehen. Einige von ihnen mit speziellen Ausbildungen würden von ihren Truppenteilen gezielt angesprochen; die übrigen seien zur freiwilligen Meldung aufgerufen.

Das Bundesamt für das Personalmanagement hat dafür eine E-Mail-Adresse angegeben, unter denen sich diese Reservisten melden können:

reserve.hilft@bundeswehr.org

Nachtrag: Zahlreiche Reservisten berichten, auch hier in den Kommentaren, dass diese Mailadresse derzeit oft nicht erreichbar ist. Das räumt nun auch die Bundeswehr ein, ab Mitternacht soll es funktionieren…

Allerdings: Es sei ja keine Mobilmachung, betonte der Generalinspekteur. Diese Reservisten könnten nur auf freiwilliger Basis Dienst tun – und mit Einverständnis ihres Arbeitgebers.

• Die absehbaren Hilfeleistungen der Bundeswehr in größerem Stil werden sich auf Transportleistungen konzentrieren – über ihre Logistik- und Versorgungsbataillone könnten die Streitkräfte nach den Worten Zorns rund 7.500 Lkw mit einer Transportleistung von 43.000 Tonnen bereitstellen. Das Logistikzentrum der Bundeswehr in Wilhelmshaven sei auf Anfragen nach Amtshilfe vorbereitet und könne Fahrzeuge und ausgebildete Kraftfahrer in Marsch setzen.

• Eine Amtshilfe der Bundeswehr für die Polizei zur Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung werde es nur unter engen Voraussetzungen geben, betonte die Verteidigungsministerin. Denkbar sei vor allem die Hilfe beim Schutz von kritischen Infrastrukturen wie Wasser- oder Elektrizitätswerke: Wenn dort das zivile Wachpersonal durch Erkrankungen ausfalle, könne die Bundeswehr gegebenenfalls die Bewachung übernehmen.

Allgemeine polizeiliche Aufgaben sind nach den Worten des Generalinspekteurs allerdings für die Soldaten nicht geplant: Es braucht sich keiner Sorgen machen, dass die Bundeswehr Corona-Parties auflöst oder Ausgangssperren überwacht.

Die Ministerin nannte als eine der eingegangenen Anfragen nach Unterstützung eine Bitte aus Thüringen, die Bewachung einer Flüchtlingsunterkunft zu übernehmen. Was sie allerdings in der Pressekonferenz dazu nicht sagte: Die Anforderung aus dem Thüringer Landesverwaltungsamt,  zehn Soldaten schichtfähig zur Bewachung der Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl abzustellen, war von den Juristen des Verteidigungsministeriums bereits am Vorabend als rechtlich nicht möglich bewertet worden.

• Die Bundeswehr selbst hat nach Angaben des Generalinspekteurs mit Stand vom Donnerstagmorgen bislang 397 Verdachtsfälle auf eine Infektion erfasst, in 52 Fällen sei das bestätigt worden. 49 der Infizierten seien in häuslicher Quarantäne, derzeit zwei im Bundeswehrkrankenhaus Ulm in Behandlung. In den Auslandseinsätzen gebe es bislang keinen bestätigten Fall.

• Der Antritt neuer Rekruten zum 1. April werde, so Zorn, zwar formal erfolgen, es werde aber noch keinen körperlichen Dienstantritt geben. Das sei nach derzeitigem Stand für die letzte Aprilwoche geplant.

(Foto: Kram-Karrenbauer, Zorn und Ministeriumssprecher Christian Thiels, v.r., vor der Bundespressekonferenz)

 

 

 

92 Gedanken zu „Bundeswehr richtet sich auf langfristige Hilfe in Coronavirus-Pandemie ein, „keine Corona-Parties auflösen“ (Nachtrag)

  1. @ Memoria, @ CRM-Moderator

    Das Problem in Deutschland ist, dass man nach Möglichkeit der Bevölkerung nicht wehtun möchte, soll heißen man will nich prophylaktisch die Freiheitsrechte einschränken, obwohl die Exponentialrechnung und die verschiedenen animierten Computer-Modelle ein eindeutiges Ergebnis zeigen. Es ist die gleiche Inkonsequenz mit der man 1 Woche nach dem humanitären Akt in der Flüchtlingskrise im Sept 2015, es politisch nicht schaffte die Grenzen wieder zu schließen.

    Wenn man auf seine eigenen Beliebtheitswerte schielt, kann man oftmals keine strategisch richtige Entscheidung treffen. Politiker sind aber für 4-6 Jahre in ein Amt gewählt, damit sie die richtigen Entscheidungen in diesem Zeitraum treffen, unabhängig von ihren Chancen auf Wiederwahl (siehe Hartz IV Gesetzgebung von BK Schröder).

    Also wir haben aus wissenschaftlicher Sicht kein Erkenntnisproblem, sondern Politiker die zu wenig Mut haben, unbeliebte Entscheidungen zu treffen und durchzusetzen, also ein Umsetzungsproblem.

    Also Sozialkontakte gegen Null reduzieren durch allgemeine Ausgangssperre, nur noch essentielle Aufenthalte ausser Haus, der Rest Social Media Kontakte und Fernsehen / Rundfunk. Wo wäre das Problem ?

    Erstaunlicherweise haben einige Ministerpräsidenten heute ein Umdenken eingeleitet. Mit Kretschmann und Söder zwei MP, die fest im Sattel sitzen.

    Was ist mit NRW dem bevölkerungsreichsten Bundesland mit 18 Mio Einwohner ?

    Was ist mit dem Großraum Berlin mit 3,5 Mio Einwohner, die größte Parteimeile Deutschlands kann auch mal für 4 Wochen geschlossen werden, sonst könnte am Schluss das Urteil über Berlin lauten „arm aber sexy“ (Wowereit), sondern „tod aber sexy“ !

    @ Koffer

    Zitat:
    „Und das in einem komplexen System wie der IT der Bundeswehr die Einrichtung einer Email nicht ganz so einfach ist, weiß auch 8 Klässler (zumindest wenn er Informatik belegt).“

    Ich mag keine Dilettanten, sondern ich liebe Profis, mit professionellen Anspruch und entsprechenden Leistungen. Der 8-Klässler kann in seiner IT-Umgebung (kostenlose Homepage eines Anbieters) selbstständig eine E-Mail Adresse einrichten.

    Die BW mit hochbezahlten Fachleuten, sogar einem eigenen Org-Bereich für IT (auch wenn dieser für die Einrichtung dieser E-Mail Adresse nicht zuständig war), schafft es mit all seinen IT-Fachleuten nicht zeitgerecht zum Auftritt der Ministerin die E-Mail Adresse einzurichten ?

    Die Blamage kann eigentlich nur noch übertroffen werden, wenn die Lautsprecheranlage bei einer Ansprache der Ministerin ausfällt und kein sofortiges Backup zur Verfügung stehen würde. Was sagt dann der deutsche Michel (mit Wehrpflichterfahrung vor 20 Jahren ) ?

    „Bundeswehr und Technik – zwei Welten begegnen sich !“

  2. @Georg sagt: 20.03.2020 um 17:55 Uhr
    „Ich mag keine Dilettanten, sondern ich liebe Profis, mit professionellen Anspruch und entsprechenden Leistungen. Der 8-Klässler kann in seiner IT-Umgebung (kostenlose Homepage eines Anbieters) selbstständig eine E-Mail Adresse einrichten.“

    Genau das unterscheidet den Einzelnutzer von einer Großorganisation.

    Da die fragliche E-Mail Adresse im hyperkomplexen System der Bundeswehr angelegt wurde, benötigen die System nun einmal die erforderliche Zeit um sich zu synchronisieren.

    Da kann man wie Rumpelstilzchen auf und nieder hüpfen, aber es ist nun mal so.

    Es wäre natürlich möglich gewesen eine gmx oder gmail Adresse ad-hoc einzurichten, aber das wäre ja noch peinlicher gewesen.

    Soviel also zum Thema von der Seitenlinie die Nase über Profis zu rümpfen…

  3. @Carsten May: Sie wollen jetzt aber nicht den ganzen singsang mit freier Meinungsäusserung und Pflichten des Soldaten hier mit GG/SG/Urteilen/Rechtsprechungen mit uns durchdeklinieren, oder?
    Nicht jeder will, wie Sie, mit seinem Klarnamen erscheinen. Ich persönlich interessiere mich für Namen N_U_L_L sondern lege wert auf Inhalte. Die sollten faktenbasiert sein. Dies ist ein Spezialistenforum und da fällt es idR schnell auf, wenn jemand Murks erzählt. Dann haben wir noch einen Hausherren. Der grätscht auch rein. Alles im Sinne der „Chatham House Rule“.
    Sie vertreten die Einstellung „Ruhe ist jetzt die erste Bürgerpflicht“. Ich glaube, dass das Forum auch sehr ruhig und gefasst ist und in keine Panik verfällt. Nur werden hier meist schon die richtigen Fragen gestellt und auch Denkanstösse gesetzt. Deshalb sind „wir“ alle ja hier.

    P.S.: Der MAD oder wer auch immer liest sowieso mit.

  4. @Pio-Fritz

    Sanitaet ist bestenfalls ein Tropfen auf den heissen Stein und unsere Logisitk wird auch nicht hinten und vorne aussreichen um deutschlandweit Supermaerkte zu versorgen. Ob es Massenaufstaende gibt kann keiner vorhersagen…so wie vor einer Woche auch niemand hat sagen koennen das Freiburg eine Ausgangsspeere verhaengt. Militaer zeichnet sich dadurch aus das Contingency Planning auch fuer ungewoehnlich Situationen betrieben wird. Hoffen wir mal das im BMVg im Stillen darueber nachdenkt! Wenn nicht jetzt…wann sonst! Polizei ist im uebrigen genauso anfaellig fuer den Corona Virus wie jeder andere auch! Also warten wir mal ab….

  5. @all

    Ich glaube, es merken alle: wir drohen bei manchen Dingen in einen OT zu taumeln, in dem sich dann der eine oder andere verkämpft… Bitte einfach mal überlegen, was zum Thema gehört und ein sinnvoller Diskussionsbeitrag ist. (Nein, das geht jetzt nicht gezielt an bestimmte Leute, sondern ist eine sehr allgemeine Bitte.)

  6. @Koffer

    „Soviel also zum Thema von der Seitenlinie die Nase über Profis zu rümpfen…“

    Nicht jeder Kritiker fuehrt Boeses im Schilde und nicht jeder Klatschhase ist hilfreich….und in diesem Fall sind die Profis wohl gerade im Home Office ohne GeNu Card!

    „Da die fragliche E-Mail Adresse im hyperkomplexen System der Bundeswehr angelegt wurde, benötigen die System nun einmal die erforderliche Zeit um sich zu synchronisieren.“
    Mag alles sein, das war den Beteiligten (Profis) aber entweder nicht bekannt (kann natuerlich auch was mit dem hyperkomplexen System der Bw zusammenhaengen), oder die Info wurde von voreiligen Generalstaboffizieren im BMVg aus der Vorlage gestrichen. Fakt ist…es wurde vergeigt…da gibt es nix dran schoenzureden.

  7. @JohSte sagt: 20.03.2020 um 18:52 Uhr
    Bitte Lesen Sie, was ich geschrieben habe.

    Die Kritik an der fehlerhaften Vorbereitung der IBuK ist berechtigt. Offensichtlich sollte man ihr in ihre Unterlagen keine auf Funktion ungeprüfte Information reinschreiben.

    Das schrieb ich ja.

    Was ich aber hier im Kommentarfaden seit einiger Zeit beobachte sind die aus solchen Fehlern resultierenden, Pauschal- und Generalaussagen die dann nicht nur weit über die eigentliche Frage hinausgehen, sondern sachlich zumeist auch falsch sind.

    Und woher Ihr Abneigung (Neid?) gegen Generalstabsoffiziere im stammt möchte ich nicht ergründen, aber das war jetzt schon mindestens das zweite Mal.

    Ich bitte Sie kameradschaftlicher und sachlicher gegenüber diesen Kameraden zu formulieren.

    Solche Dingen tun einfach nichts zur Sache.

  8. @ Pio-Fritz sagt:
    20.03.2020 um 13:24 Uhr

    Sie sind der Meister im Weglassen, Ignorieren und auf eigene Meinung beharren.
    Eigenschaften, die ich auch von schlechten Vorgesetzten in 33 Dienstjahren genug ertragen musste.

    Somit werde ich nicht weiter mit Ihnen diskutieren!

    [Ok, auch hier die Ansage: persönliche Anwürfe finden hier nicht statt und verdampfen künftig rückstandslos. T.W.]

  9. @ Klaus-Peter Kaikowsky um 16:18 Uhr:

    Beim Thema Einsatz der Bundeswehr geht es den Ablehnenden vielleicht gar nicht wirklich um drohenden ‚Militarismus‘ und die Abwehr eines IV. Versuchs…
    Könnte auch nur eine vorgeschobene Rechtfertigung sein, um das eigene Weltbild zu retten. These: Man fürchtet, dass die Bundeswehr ein zu positives Bild liefert und all die seit Jahrzehnten befeuerten Schmährufer (von wegen „stumpfe, saufende Soldaten“, „Zivilversager“ und „Sammelbecken für Faulenzer und Rechte“) bei einer großen Hilfsaktion womöglich Lügen straft.

    Also im Prinzip die Sorte Mensch, die von vorneherein immer weiß, dass irgendetwas mit Sicherheit nicht klappt und dann den Enthusiasten, die es trotzdem versuchen wollen, gleich noch ein Bein zu stellen versucht. (Solche Leute kennen wir sicher alle).

    Ein bisschen zum Topic, bevor der Hausherr mich mahnt:

    Vor über 15 Jahren konnte man noch sehen, wie das Bundeswehrkrankenhaus Hamburg (genauer gesagt, die Apotheke) nicht nur Hautlotionen und Cremes hergestellt hat, sondern auch Fußspray. Im Grunde keine komplizierte Rezeptur, irgendwas mit Isopropanol, Wasser, Menthol und Parfum.
    Leicht variiert wäre das Zeug auch als Desinfektionsmittel zu gebrauchen. Nur leider sind diese Abfüll-Anlagen (samt kompetentem Personal) damals dem Rechnungshof zum Opfer gefallen und schon lange weg.
    Heuer stehen die Bw-Apotheker mit ihren Teams nun da und rühren die WHO-Desinfektionsmittelrezeptur zusammen, allerdings in vergleichsweise lächerlichem Maßstab.

    Derweil werden in normalen Apotheken die Basis-Arzneimittel wie Paracetamol, Ibuprofen und zahlreiche Antiinfektiva langsam knapp. ‚Damals‘ wären im BwKrhs (Koblenz?) einfach die Tabetten-Rotationspressen befeuert worden und hätten hunderttausende Dosen dieser wichtigen Güter pro Tag geliefert. Die Lager mit Grundstoffen waren vorhanden. Infusionen (von Antidoten bis Antibiotika) konnten wir übrigens auch mal im Großmaßstab herstellen.

    Das wäre ein Fest geworden, und die Krönung der vielen ‚Fähigkeitserhaltungs-Produktionsläufe‘ vulgo Eigenherstellungen. Aber selbige Eigenherstellung des SanDst war dem Rechnungshof zu unwirtschaftlich.

    Heute verkündet die Bundesregierung, dass Rücklagen in Billionenhöhe (da ist das Geld also!) vorhanden seien, kann davon aber nicht einmal ne Rolle Toilettenpapier kaufen, weil der globale Markt nicht liefert…. ich bin als Sani verdammt traurig – wir hätten es gekonnt! Ihr habt uns weggenommen, womit wir euch hätten helfen können. Wir versuchen es aber trotzdem, genau wie der desolate Rest der Truppe. Stay safe, stay home!

    [Äh, ja. Ziemlich in Richtung OT… Und nein, so bitte nicht weiter diskutieren, schon gar nicht mit verzerrten Fakten (für die Hilfsprogramme sollen neue Schulden aufgenommen werden, das „da ist das Geld also!“ ist schon ziemlich nah an der Propaganda). Ich denke, das müssen wir so hier nicht machen. T.W.]

  10. Die Bundeswehr wird noch zim Zug kommen müssen, da wir bald zu wenig Polizeibeamte haben, um uns vor gesetzlosen Gruppen zu schützen.

  11. @Rolf Linden sagt: 21.03.2020 um 4:19 Uhr
    „Die Bundeswehr wird noch zim Zug kommen müssen, da wir bald zu wenig Polizeibeamte haben, um uns vor gesetzlosen Gruppen zu schützen.“

    1. Zeiten bei denen wir vor „gesetzlosen Gruppen“ zu schützen sind, die die Polizei überfordern sind nicht absehbar. Jeder der etwas anders behauptet, sollte sich mal mit Fakten vertraut machen.
    2. Die Bundeswehr hat keine Polizeibefugnisse und jenseits des Schutzes von Fuktionsgebäuden (wie Wasser, Strom, Regierung etc.) ist auch unterhalb der (nicht absehbaren!) Schwelle zu Anarchie hier auch keine exekutive Rolle herbeizureden.

    Aber das hatten wir alles schon mehrfach. Welt-Untergangs-Szenare wieder und wieder aufzuwärmen machen diese auch nicht wahrscheinlicher.

  12. Die Ausgangsbeschränkungen in einigen Bundesländern sind ja erst notwendig geworden, weil die Appelle an die Freiwilligkeit der Bevölkerung die Sozialkontakte zu reduzieren nicht fruchteten.

    Nun hatten wir 3 Tage bestes Frühjahrswetter, wo die Städter am liebsten die Biergärten eröffnet hätten und sich im Englischen Garten zur Freizeitgestaltung getroffen haben und wenn man mal die Universitätsstadt Freiburg, einer der sonnenreichsten Plätze in Deutschland erlebt hat, dann hat man einen Eindruck bekommen warum dies in Freiburg mit der Freiwilligkeit auch nicht funktioniert hat.

    Interessant ist doch folgendes, in der zivilen Welt sind alle Maßnahmen auf Vereinzelung gerichtet, Home-Office, Video-Konferenzen statt Live-Konferenzen und was macht die Bw ?

    Hat die Bw sich jetzt schon bereit erklärt, alle Soldaten, die für den Kernauftrag nicht benötigt werden, nach Hause zu schicken ? Heißt dies auch, dass alle Einheiten, die ihren Kernauftrag momentan nicht ausüben können z.B. Panzerbataillone ihre Soldaten nach Hause geschickt haben und nur noch ein Kernteam von Führungspersonal im Dienst ist ?

    Seit einer Woche sind alle Schulen, Kindergärten und Universitäten in Deutschland geschlossen. Sind jetzt durchgängig alle Lehrgänge der Bw mit stundenlangen Aufenthalten in trockenen Klassenräumen beendet ? Haben die Offz- und Uffz-Schulen der 3 TSK ihren Betrieb eingestellt und die Soldaten auf die Stammeinheiten verteilt ?

    Warum ist so schwer ein einfaches Prinzip, Vereinzelung der Arbeits- und Dienstverhältnisse auf Soldaten zu übertragen ?

    Wir hatten dieser Woche eine tägliche Steigerung der befallenen Personen um 30 %, das macht in 7 Tagen einen Multiplikator von 6,27 der Fallzahlen der Vorwoche.

    Wie lange will die Bw-Führung da noch warten, bis sie ein Kontingent von gesunden Soldaten in vorbeugender Quarantäne nimmt, um noch einen gesunden „Arbeitsmuskel“ in 30 Tagen zu haben ? Den werden wir brauchen, denn wenn die Steigerung bei 30 % pro Tag bleibt haben wir in 30 Tagen einen Multiplikator von 2620, das macht ausgehend von den heutigen Fallzahlen von ca. 18000 befallenen Menschen in einem Monat knapp über 47 Mio Menschen in Deutschland. Selbst wenn es uns gelingt, die Steigerung der Fallzahlen auf 20 % pro Tag zu senken, sind es aber immer noch knapp über 4 Mio Erkrankte in 30 Tagen.

    Wie dann die Versorgung der Bevölkerung ohne eine einsatzfähige Bw funktionieren soll, kann ich mir nicht vorstellen !

  13. @Georg sagt: 21.03.2020 um 10:20 Uhr

    Vielleicht sollten wir einfach bei den Fakten bleiben. Die Präsenz in den Kasernen ist auf das notwendige Mindestmaß heruntergefahren, alle Vorsichtsmaßnahmen (Abstände, Desinfektion u.a.) sind einzuhalten. Der „Rest“ sitzt zu Hause in Rufbereitschaft oder macht Home Office. Die Befehlsgebung ist da eindeutig. Selbst wenn Sie in eine Kaserne wollen, sollte man vorher den entsprechenden Standortbefehl lesen, ansonsten könnte es passieren, dass das Tor zubleibt.
    Berichte àla „Aber bei uns blablabla….“ sollten hinterfragt werden. Und zwar in Hinblick auf die Absicht der Führung, nicht im Hinblick auf das Gefühl des einzelnen Soldaten.

    Und mal ganz ehrlich, welchen „Arbeitsmuskel“ wollen Sie vorbeugend unter Quarantäne nehmen? Wo sollen die untergebracht werden? Nur zum Beispiel der Standort Seedorf, dort wohnen schon im „Normalbetrieb“ während der Woche Soldaten in Werkstatthallen oder ihren Kfz, weil es weder genügend Unterkünfte innerhalb noch Mietwohnraum außerhalb der Kasernen gibt. Und jeder, der dort in den Einsatz geht, muss seine Stube räumen und hat dann im Zweifelsfall keine, wenn er zurück kommt. Wer schon mal dort war, der weiß auch, das die Gegend mit Hotellerie extrem schwach bestückt ist. Da ist schlicht kein Platz für das Personal der Luftlandebrigade.
    Das ist Bundeswehr 2020, von der Politik (also auch uns Wählern) in der Mehrheit so gewollt. Dann muss man innenpolitisch auch damit leben und darf nicht jammern und klagen. Das gilt vor allem für die Politik auch ab kommunaler Ebene.

  14. @Georg sagt: 21.03.2020 um 10:20 Uhr
    Mein lieber @Georg, alle Maßnahmen die Sie beschreiben und fordern laufen bereits seit letzter Woche Montag.

    Ausgenommen, der komplette Lehrgangsstop, aber der war bisher auch noch nicht notwendig und eine Ausdünnung von Lehrgängen war bisher vollkommen ausreichend. Alles weitere wird man jetzt wochenweise entscheiden.

    Aber zurück zu Ihren Forderungen:
    – Soldaten, ohne Kernauftrag nach Hause zu schicken?
    –> Läuft

    – Separieren von Kohorten um auch mittelfristig noch einen „Arbeitsmuskel“ zu haben?
    –> Läuft (aber natürlich nicht durch Quarantäne, sondern durch gezieltes nach Hause schicken, es ist ja nicht die Pest, mit der wir hier arbeiten)

    Entgegen Ihrer Kommentare und der von einigen Kommentatoren läuft das Programm in der Bundeswehr ziemlich gut und planmäßig, nur weil Sie als ehemaliger davon nicht minütlich informiert werden, sollten Sie nicht glauben, dass wir aufhören eine professionelle und vorausschauende Organisation zu sein.

    Wie auch schon an anderer Stelle gefordert:
    Einfach mal durchatmen und die Profis machen lassen.

  15. @ Koffer

    Weil die Bw so „vorausschauend“ war, müssen jetzt Klimmzüge gemacht werden, um all das, was man angeblich nicht mehr brauchte, mühsam wieder aufzubauen – sofern das überhaupt noch möglich ist. Dieses Prädikat auszustellen ist vermessen.
    Und nichts für ungut, vor der Sturmflut ’62 hätte sich wohl auch keiner ausgemalt, dass die Bundeswehr „im Innern“ eingesetzt wird. Und Sie können es noch 100 Mal negieren, wenn die Lage es erfordern sollte und es politischer Wille wäre (!), könnte die Bw im Stil „Vigipirate“ einzusetzt werden. Das GG gibt das her, wie 2012 klargestellt wurde.

  16. @Pio-Fritz sagt: 21.03.2020 um 11:08 Uhr
    Danke für die sachliche Einordnung des einen oder anderen Kommentars.

  17. @Koffer
    „Entgegen Ihrer Kommentare und der von einigen Kommentatoren läuft das Programm in der Bundeswehr ziemlich gut und planmäßig, nur weil Sie als ehemaliger davon nicht minütlich informiert werden, sollten Sie nicht glauben, dass wir aufhören eine professionelle und vorausschauende Organisation zu sein.“
    Korrekt! Blutsturzaktion sind das letzte was man braucht.

    @HansDampf,
    Nein! Nicht die Bw hat sich klein gespart sondern die Regierungen (BMVg ist Teil der Legslative) haben dies im gesellschaftlichen Konsens seit 1990 der Bundeswehr verordnet.

  18. @ Koffer

    Zitat: „Einfach mal durchatmen und die Profis machen lassen.“

    Sie meinen die gleichen „Profis“, die die Ministerin in die blamable Pressekonferenz geschickt haben ?

    Ich will Sie nicht ärgern, also möchte ich diese Thematik aus meiner Sicht lassen.

    Zitat:
    „Entgegen Ihrer Kommentare und der von einigen Kommentatoren läuft das Programm in der Bundeswehr ziemlich gut und planmäßig, nur weil Sie als Ehemaliger davon nicht minütlich informiert werden, sollten Sie nicht glauben, dass wir aufhören eine professionelle und vorausschauende Organisation zu sein.“

    Aha, das kommt wohl auf den Betrachtungsstandpunkt an ! Das die Offiziersschule der Lw in FFB nicht vorsorglich ihren Lehrbetrieb eingestellt hat, sondern erst nachdem sich ein Angehöriger infiziert hatte war meiner Meinung nach nicht besonders vorausschauend. Was unterscheidet denn den Lehrbetrieb an der OSLw von der UniBw in Neubiberg, hinsichtlich der Infektionsgefahr in engen Hörsäälen ? Die UniBw hat min 1 Woche früher geschlossen !

    Zitat:
    „– Separieren von Kohorten um auch mittelfristig noch einen „Arbeitsmuskel“ zu haben?
    –> Läuft (aber natürlich nicht durch Quarantäne, sondern durch gezieltes nach Hause schicken, es ist ja nicht die Pest, mit der wir hier arbeiten)“

    Das ist meiner Meinung nach nicht ausreichend, denn wenn wir in 30 Tagen ca. 10 – 20 % mit Corona Virus infizierte Bevölkerung haben, dann haben sich in der Zwischenzeit sicherlich auch einige Soldaten zu hause in ihrer gewohnten Umgebung infiziert. Wenn sie dann diese Soldaten in der Kaserne für ein Unterstützungsaufgabe zusammen ziehen, dann haben sie vielleicht unerkannterweise 1 – 5 % infizierte Soldaten darunter. Wie lange würde es dann dauern, bis das gesamte Unterstützungskontingent von vielleicht 1000 Soldaten nicht mehr einsatzfähig ist und in Qurantäne muss ?

    Es ist natürlich unangenehm für die militärische Führung diese Entscheidung zu treffen, aber die Wahrheit ist, niemand der höheren Vorgesetzten traut sich ein Kontingent von 1000 Soldaten für 4 Wochen unter vorbeugend unter totale Qurantäne in eine Kaserne zu stecken, damit man in einem Monat eine garantiert virusfreies Kohorte (Einsatzkontingent für Unterstützungsaufgaben) hat !

    An die bereits bestehenden grundgesetzlichen Einschränkungen der Grundrechte für Soldaten z.b. das Recht auf freie Wohnungswahl / Wohnort brauche ich sie ja nicht erinnern.

  19. @Georg sagt: 21.03.2020 um 12:25 Uhr
    „Sie meinen die gleichen „Profis“, die die Ministerin in die blamable Pressekonferenz geschickt haben ?“

    Nein, das sind unterschiedliche Handelnden gewesen.

    A mit B zu begründen, wäre genau das gleiche wie dem Heer vorzuwerfen, dass die Marine kaputte Schiffe hat (denn hieran ist weder Heer NOCH Marine schuld).

    Ein gutes Beispiel, warum hier in der Diskussion über COVID-19 Äpfel mit Birnen verglichen werden und warum Dinge mit einander vermischt werden, die nix mit einander zu tun haben.

    Und in Bezug auf ihre inhaltlichen Aussagen:
    Die Streitkräfte haben eine langfristigen Auftrag. Alle Entscheidungen haben in Abwägung getroffen zu werden zwischen Aufwand, Nutzen und Notwendigkeit.

    Und nur weil eine Gesundheitskrise droht, heisst das noch lange nicht, dass wir den Lehrgangsbetrieb komplett einstellen dürfen. Damit würden wir nicht nur die Betroffenen benachteiligen (Beförderungen, Einkommen etc.), sondern auch der Bundeswehr als ganzes einen Bärendienst erweisen, der uns noch nachhängen würde.

    Also verzeihen Sie, wenn die zuständigen Stellen vielleicht erst mal planen und abwägen, bevor sie Blutsturzaktionen durchführen.

    Einfach mal durchatmen hilf.

    [Hm, hatten wir diese Debatte nicht wortgleich vor paar Tagen schon mal? Und haben sich neue Argumente ergeben? T.W.]

  20. @ Pio-Fritz

    Zitat:
    „Und mal ganz ehrlich, welchen „Arbeitsmuskel“ wollen Sie vorbeugend unter Quarantäne nehmen? Wo sollen die untergebracht werden? Nur zum Beispiel der Standort Seedorf, dort wohnen schon im „Normalbetrieb“ während der Woche Soldaten in Werkstatthallen oder ihren Kfz, weil es weder genügend Unterkünfte innerhalb noch Mietwohnraum außerhalb der Kasernen gibt. Und jeder, der dort in den Einsatz geht, muss seine Stube räumen und hat dann im Zweifelsfall keine, wenn er zurück kommt. Wer schon mal dort war, der weiß auch, das die Gegend mit Hotellerie extrem schwach bestückt ist. Da ist schlicht kein Platz für das Personal der Luftlandebrigade.“

    Dann muss man sich Deutschland vielleicht an Ländern wie Bangladesh oder Indien ein Vorbild nehmen, die haben einen Kasernenschlafplatz für ihre Soldaten !

    Außerdem hat die Bw genügend Schlafraum und Verpflegungskapazitäten um mehrere von diesen Arbeitskontingenten zu kasernieren.
    Nehmen Sie z.B. die ganzen Truppenschulen, die jetzt ihre Lehrgangsteilnehmer nach hause geschickt haben (zu den Stammeinheiten).
    Hier können Sie jeweils bis zu 1000 Soldaten unterbringen, Faßberg, Kaufbeuren, Aachen, Bremen, Rostock usw. Dann haben sie in 4 Wochen garantiert 5 x 1000 gesunde Soldaten um sie als Unterstützungskontingent dort einzusetzen wo sie gebraucht werden.

    Aber es ist natürlich viel einfacher und bequemer die Soldaten nach hause zu ihren Familien zu senden ! Es erzeugt keinen Stress bei den Vorgesetzten und die Disziplin in einer abgeschlossenen Kaserne mit 1000 untätigen nur wartenden Soldaten ist auch nicht gefährdet !

    Aber keine Ursache, wir können uns in 4 Wochen zu dem Thema weiter unterhalten. Vielleicht sind Sie in dann in irgendeiner Reservefunktion in einem KVK tätig und suchen händeringend ein Unterstützungskontingent aus gesunden Soldaten.

  21. @Georg
    Wie meist passt Clausewitz im strategischen Denken, „Das Ganze vor seinen Teilen sehen“ oder, raus aus der Froschperspektive.
    Nebenbei ist ein BT Beschluss zur Befreiung vom Verfassungsauftrag der Bw nicht vorliegend, oder?
    „Einschränkungen der Grundrechte für Soldaten“ … wie bei dem Rest der 83 Mio gilt das auch für uniformierte Staatsbürger. Soldaten haben zudem treues Dienen geschworen, also: vornweg, vorn stehen, einstehen (für den Eid!), vormachen.
    Wir.Dienen. Deutschland.
    Nicht lamentieren, machen.

  22. @Grashüpfer:
    „BMVg ist Teil der Legslative“

    Es war sicherlich die Exekutive gemeint.

    Das Problem des Sparkurses begrenzt sich ja nicht nur auf das BMVg.
    Der schlanke, kompliziert strukturierte Staat, die immer kurzfristigen politischen Planungen, Wunschdenken über menschliches Verhalten, etc haben die – in letzter Zeit oft beschworene – Resilienz auf ein Tiefpunkt gebracht.

    All die Rufe nach mehr Unterstützung durch die Bundeswehr sollen eben auch die jahrelangen Defizite auf allen Ebenen (insbesondere der Länder) im Katastrophenschutz / Bevölkerungsschutz verdecken.

    Das Thema Sicherheit und Ordnung ist da nur noch der Gipfel des Absurden.

  23. @T.W.
    Wortgleich hoffe ich nicht (kopiert habe ich zumindest nix), aber da die Fakten unverändert sind, hoffe ich, dass ich in meinen Argumenten inhaltlich konsistent geblieben bin ;)

  24. Auch wenn das immer noch nicht in allen Köpfen angekommen ist, es wird sich in den nächsten Wochen so einiges ändern.
    Es denken einfach noch zu viele, dass bis Ende April die Sache durch ist und alles wieder langsam hochgefahren werden kann.
    Daher finde ich auch, dass einfach zu lasch und zu wenig innerhalb der Armee getan wird.
    Jetzt noch Lehrgänge stattfinden lassen, ist einfach nicht logisch und gefährlich.
    Ich würde mal gerne wissen (ist vielleicht auch Verschlusssache) wie es momentan bei den Alarmrotten ausschaut.
    Mindestens diese beiden Standorte plus vielleicht Rostock/Laage müssten komplett unter Quarantäne gestellt werden.
    Auch wenn dort eher junge und gesunde Soldaten die wichtigen Funktionen ausüben, kann dort ein Ausfall schon sehr verherrend sein.

  25. @Koffer

    „Was ich aber hier im Kommentarfaden seit einiger Zeit beobachte sind die aus solchen Fehlern resultierenden, Pauschal- und Generalaussagen die dann nicht nur weit über die eigentliche Frage hinausgehen, sondern sachlich zumeist auch falsch sind.“
    Ich habe nicht den Eindruck das viele der hier geposteten Aussagen falsch sind, emotional vielleicht aber nicht unbedingt falsch. Falsch hoechstens dahingehend, dass sie vielleicht nicht deiner Meinung entsprechen….aber dann sind sie auch nicht zwangslaeufig falsch.

    „Und woher Ihr Abneigung (Neid?) gegen Generalstabsoffiziere im stammt möchte ich nicht ergründen, aber das war jetzt schon mindestens das zweite Mal.
    Ich bitte Sie kameradschaftlicher und sachlicher gegenüber diesen Kameraden zu formulieren.“

    Lieber Kamerad, seit wann ist Kritik unkameradschaftlich? Ausser natuerlich man ist da etwas duennhaeutig oder nicht gewohnt kritisiert zu werden. Ich schlage daher vor, einfach mal durchatmen…soll ja angeblich helfen. Nicht jede Kritik bedeutet Abneigung (definitiv kein Neid!), aber das Klatschhasen-Verhalten von einigen die hier auf jede Aussage damit reagieren das alles gut ist und keine Gefahr im Verzuge ist und das man der Fuehrung einfach mal vertrauen soll, kommt mir in der jetzigen Situation etwas naiv und blauaeugig vor. Und im uebrigen sind es ja nun mal die iG unter uns, die die Entscheidungen treffen….

  26. So, wieder einen OT zum Abhaken… die jeweilige gegenseitige Abneigung tragen die Herren untereinander aus, ich bin gerne beim Austausch der Mailadressen behilflich. Und werde ansonsten an der Stelle etwas strikter die Kommentare moderieren.

  27. @ KPK

    Manchmal ist es schwierig ihren Gedankensprüngen in den Kommentaren zu folgen.

    Also das die Grundrechte für Soldaten im Gegensatz zur Zivilbevölkerung eingeschränkt sind ist klar, deshalb können Soldaten auch zum Wohnen in der Kaserne befohlen werden. Das man angesichts der Krise das Ganze sehen soll, ist auch klar. Momentan laufen wir bei der Steigerung der infizierten Personen mit der jetzigen Geschwindigkeit auf 47 Mio infizierten Personen in 30 Tagen zu. Wenn es uns gelingt die Steigerung der Infizierten von 30 % auf 20 % pro Tag zu verringern sind wir immer noch bei knapp über 4 Mio in 30 Tagen.

    Wie wird die gesellschaftliche Realität in 30 Tagen also ausschauen, wenn wir 4 Mio infizierte Personen in Deutschland haben? Wir können in 3 Wochen schon mal einen Blick auf Italien werfen, denn die sind in der Epidemie 1 Woche weiter wie wir.

    Also wie bei einem Fluglotsen, der die Situation am Himmel anhand seines Radarbildes für 5 Min im Voraus extrapolieren muss, wo werden wir in dieser Epidemie in 4 Wochen stehen ?
    Was bedeutet es wenn wir in 4 Wochen 4 Mio Infizierte haben ? Bei der momentanen Sterblichkeitsrate von 0,7 % der Infizierten in DEU, werden wir 28000 Tote pro Tag haben. Wie kann DEU mit dieser Sterbewelle umgehen ? Wer wird die Beerdigungsinstitute unterstützen ?
    Bei der sprichwörtlichen „German Angst“ in unserer Gesellschaft (siehe Hamsterkäufe), wie wird der innere Zustand der Bevölkerung sein ? Wie kann die Bevölkerung beruhigt werden ? Pfarrer, Seelsorger, Politiker, Pyschiater sollten sich schon mal ein inneres Szenario aufbauen, damit sie für den Ernstfall dann gewappnet sind.

    Wie Sie richtig sagen, man muss das Ganze sehen und wie ich vor über 30 Jahren auf meinem Offizierlehrgang gelernt habe, heißt „PLANUNG“,
    „die geistige Vorwegnahme von Prozessen, die in der Zukunft passieren“. Und angesichts der sich aufbauenden Katastrophenlage, sollte Planung nicht lauten, „den Zufall durch den Irrtum zu ersetzen“.

    Für die Bw heißt dies aus meiner Sicht, wir müssen arbeitsfähige Kontingente von Soldaten für einen wie auch immer gearteten Hilfseinsatz im Inland vorhalten und dies wird nicht funktionieren, wenn die Kontingente durch unerkannt infizierte Soldaten selbst in Quarantäne müssen.

    Und sollte es unsere Gesellschaft wider erwarten gelingen die tägliche Neuinfektionsrate auf 10 % zu reduzieren, dann bedeutet dies mit gestrigen Fallzahlen von 18000 Infizierten nach 30 Tagen immer noch 315 000 Infizierte in Deutschland.

    Schwierig genug zu handeln, aber kein Vergleich zu den Zahlen mit den jetzigen täglichen Zuwachsraten !

  28. @THW’ler sagt:21.03.2020 um 14:27 Uhr

    Wie sieht es denn beim THW aus? Wurde dort der Status hochgefahren und die Ortsverbände sind in Bereitschaft? Logistik und Verpflegung könnt ihr doch auch.
    Schließlich ist der THW die Speerspitze des Bundes im Katastrophenfall, wenngleich bei Ländern, Städten und Landkreisen nicht so beliebt wie die Bundeswehr, weil nämlich immer eine Rechnung gestellt wird. Das ist übrigens der einzige Grund, warum das so ist. Ansonsten sind die Kameraden top.

  29. @THW’ler sagt: 21.03.2020 um 14:27 Uhr
    „Es denken einfach noch zu viele, dass bis Ende April die Sache durch ist und alles wieder langsam hochgefahren werden kann.
    Daher finde ich auch, dass einfach zu lasch und zu wenig innerhalb der Armee getan wird.
    Jetzt noch Lehrgänge stattfinden lassen, ist einfach nicht logisch und gefährlich.“

    Jetzt mal angenommen es geht länger als bis Ende April (nicht unwahrscheinlich).

    Wollen wir dann auf reguläre Beförderungen verzichten und den Kameraden das Geld nehmen? Außerdem wollen wir uns gerade in Zeiten der Krise zusätzlicher Führer berauben?

    Und mit Blick auf Fachlehrgänge. Wollen wir (auch hier wieder gerade in Zeiten der Krise) auf wichtiges Fachpersonal verzichten?

    „Ich würde mal gerne wissen (ist vielleicht auch Verschlusssache) wie es momentan bei den Alarmrotten ausschaut.
    Mindestens diese beiden Standorte plus vielleicht Rostock/Laage müssten komplett unter Quarantäne gestellt werden.
    Auch wenn dort eher junge und gesunde Soldaten die wichtigen Funktionen ausüben, kann dort ein Ausfall schon sehr verherrend sein.“

    Wieso? Selbst wenn in einer der Staffeln jemand infiziert ist, wenn er und die Kameraden in seinem Umfeld sich in dieser Zeit verantwortungsvoll benommen haben, dann sind die Einschränkungen im Fall der Fälle nicht besonders hoch.

    Im BMVg und im KdoH gibt es auch bereits Fälle und trotzdem mussten beiden bisher den Dienstbetrieb nicht einstellen.

    Nur noch mal zur Erinnerung: Wir sprechen hier nicht vom schwarzen Tod.

  30. @Georg:
    Bin da absolut bei ihnen. Manche Leute hier, akzeptieren eben nur die Meinung die sie selber propagieren. Auch gut so..

    Zum Thema Isolation/strikte Trennung von Personal in den Liegenschaften:
    Egal mit wem ich darüber spreche, wird das derzeitige Verhalten mit Ablehnung und Kopfschütteln hingenommen. Argumente werden mit dem Hinweis: „Dies ist ein Befehl aus dem BmVg, und der wird umgesetzt-Ende“ abgewürgt. Na denn, ist es halt so. Befehl ist Befehl. UK Kapazitäten sind bei uns fett vorhanden, solange keine Kranken dort betreut werden müssen.

    Nochmals zur Verdeutlichung. Die Wahrscheinlichkeit sich daheim, beim Arbeitenden Ehepartner, der in einer jetzigen Schlüsselposition arbeiten MUSS damit die sogenannten und auch politisch propagierten Grundversorgungen sichergestellt sind deutlich höher als in einer sinnvollen und strikten Isolation in der Liegenschaft. Disziplin siegt. Nach einigen Tagen (gem den Vorgaben zur Isolation) führe ich die Truppen erneut zusammen, generiere neue .
    Diejenigen die glauben, mit halbherzigen Maßnahmen die Ausbreitung in der Bevölkerung zu unterbinden lache ich gerade herzlich aus. Als Beispiel der Einzelhandel: Schauen sie sich um, gehen sie einkaufen (und das müssen Sie ja Zwangsläufig; Wenn nicht, könnten Sie als Prepper und Reichsbürger ins Visier geraten) und machen sie sich selbst ein Bild vor Ort. Die Schutzmaßnahmen sind nahezu lächerlich, Kunden verhalten sich tlw .wie Idioten, Angewiesene Schutzabstände einfach ignoriert und lächerlich gemacht.
    Meine Frau arbeitet in einem Krankenhaus einer mittelgroßen Stadt in Süddeutschland. An der Frontlinie. Wir haben uns darauf geeinigt das sie dort bleibt, ich fern bleibe und die verbliebenen Erwachsenen Kinder sich selbst sortieren.

    Anschlag auf ICE Strecke: Die Gleise haben sich doch nicht von selber gelöst. Der Gegner ist auch nicht dumm…wer auch immer dies war.
    Genau für solche kritischen Infrastrukturen brauchen wir auch die Truppe und zwar gleich wenn benötigt und gesund!
    Keiner redet davon, die Truppe als vollkommenen Ersatz für die Polizei einzusetzen. Wenn dann, immer unter Fhrg Polizei,Zoll.

    @ Koffer
    „Schwarzer Tod“ . Was soll denn das? Interpolieren sie einmal die Bevölkerungszahlen und Toten von damals mit der aktuellen Tendenz. Viel Spaß!
    Wenn wir also nicht vom schwarzen Tod sprechen , worüber dann? Von einer „eingeplanten“ Durchseuchung der Bevölkerung mit anschließender Herdenimmuniät? Es traut sich wohl nur keiner zu sagen das es genau so sein könnte,oder?
    Wie Georg schon geschrieben hat. Es stinkt gewaltig…schicke ich die Truppe heim, brauch ich mich nicht drum zu kümmern!
    Schon einmal die Frage gestellt wie das geregelt sein soll, wenn genau so einer daheim, sich über ein Mitglied der Familie infiziert und dann dummerweise daheim im Kreiskrankenhaus verstirbt weil alle anderen Kapaziäten zur Zwangsbeatmung in eine der beiden verbliebenen BWK nicht mehr verfügbar sind!
    Ich bin mal gespannt welche Antwort Sie als FschJgStOffz da parat haben.

    @Memoria
    Sie sagen es. Der Sparkurs tut gerade richtig weh. Die Schmerzen aber spürt noch nicht der, der den Sparkurs veranlasst hat.

    @ Pio-Fritz; 21.03.2020 um 11:08 Uhr
    Ich korrigiere Sie. In SEEDORF liegt keine Brigade. Dort liegt das FschJgRgt 31…im Gegensatz dazu war „DOKI-Town“ richtiger Luxus.
    Andererseits, hat auch keiner der Helden an der Führungsspitze dort oder 2 Level up diesen Umzug aktiv verhindert.

    @ Rolf Linden sagt: Das vermute ich auch . In manchen Regionen hat bereits jetzte eine Zunahme der Einbruchsdelikte erkennbar zugenommen. Insbesondere in der ländlichen Gegend und bei „derzeit“ wenig genutzten Liegenschaften.

    Zum Schluß: Nein ich bin kein Verschwörungstheoretiker. Ich glaube halt nicht alles was geschrieben wird und über die Medien verbreitet wird. Lesen hilft…und genau das mache ich auch.
    Bleiben Sie gesund, weisen sie andere bei Fehlverhalten zurecht wenn sie dazu die Cojones haben.

    [Ich will ja gerne glauben, dass Sie kein Verschwörungstheoretiker sind. Kann aber nicht erkennen, was der Anschlag auf die ICE-Strecke mit der Infektionslage zu tun hat. Ich wäre recht dankbar, wenn solche Verknüpfungen unterblieben, eben damit so ein Verdacht nicht aufkommt. T.W.]

  31. @0815 sagt: 21.03.2020 um 17:43 Uhr
    „„Schwarzer Tod“ . Was soll denn das? Interpolieren sie einmal die Bevölkerungszahlen und Toten von damals mit der aktuellen Tendenz. Viel Spaß!“

    Habe ich und genau deswegen sage ich es ja.

    Also kommen wir nochmals auf den Zusammenhang zurück indem ich das gesagt habe, nämlich mit der möglichen Infektion in einer militärisch wichtigen Einrichtung.

    Wenn wir davon ausgehen (und geeignete Maßnahmen ergreifen um dies zu unterstützen), dass bei vernünftigem Umgang untereinander die Infektion in einer Einheit die nicht täglich Körperkontakt mit einander haben muss (und davon gibt es wenige Einheiten/Truppenteile), dann kann man trotz gemeinsamen Dienst durchaus davon ausgehen, eine Infektion nicht zwingend ist.

    Und selbst wenn eine Infektion erfolgte, dann ist die Zahl derjenigen die daran versterben aufgrund des üblichen Alters und Gesundheitsstatusses von Soldaten gering.

    D.h. also mir müssen nicht ganze Geschwader in Quarantäne nehmen um den Flugbetrieb kurz- und mittelfristig zu gewährleisten, sondern es sind Maßnahmen wesentlich unterhalb dieser Schwelle vollkommen ausreichend.

    „Wenn wir also nicht vom schwarzen Tod sprechen , worüber dann? Von einer „eingeplanten“ Durchseuchung der Bevölkerung mit anschließender Herdenimmuniät? Es traut sich wohl nur keiner zu sagen das es genau so sein könnte,oder?“

    Naja, anders wird es ja wohl nicht gehen, bzw. eine fortschreitende „Durchseuchung“ kombiniert mit einem hoffentlich Ende des Jahres vorhandenem Impfstoff.

  32. Auch hier aus gegebenem Anlass der Hinweis: Eine generelle Debatte über die Pandemie sprengt schlicht den Rahmen dieses Blogs, deshalb bitte nicht – wir sollten das hier auf Bezug zu den Streitkräften beschränken (und die Kommentare, die eben über Virus und Folgen allgemein reden wollen, schalte ich deshalb auch nicht frei).

  33. @ Koffer; 17:58
    Es dreht sich doch nicht nur um diejenigen die nicht versterben? Es dreht sich doch um die die wiederum Kräfte binden weil sie eben erkrankt sind.
    Auf eine Frage würde ich dennoch gerne eine Antwort von ihnen haben. Die Sache mit dem Tod, daheim in der dienstlich verordneten Selbstisolation..oder im KKHs 300km weg vom nächsten BWK.
    Ich brauche ja nicht mal versterben. Lauf die Treppe runter stolpere und breche mir im Corona-Dienst daheim das Genick?

  34. @ Koffer

    Zitat: „D.h. also mir müssen nicht ganze Geschwader in Quarantäne nehmen um den Flugbetrieb kurz- und mittelfristig zu gewährleisten, sondern es sind Maßnahmen wesentlich unterhalb dieser Schwelle vollkommen ausreichend.“

    Da bin ich mir nicht mehr so ganz sicher. Nachdem die Ausdünnung des Geschwaderpersonals sehr spät erfolgt ist, können unter den jetzt nach hause geschickten Soldaten und Zivilangestellten bereits infizierte Personen sein, die ihre Kameraden im Dienst aufgrund der räumlichen Nähe bereits angesteckt haben und der Virus jetzt auf den Ausbruch der Krankheit hin arbeitet.

    Konstruiertes Beispiel:
    Ein bisher nicht entdeckter infizierter Feuermann kann seine potentiellen Schichtkameraden in der 24 Std Schicht angesteckt haben. Nach Entdeckung des infizierten Feuerwehrmann muss die gesamte Schicht jetzt in häuslicher Qurantäne.
    In der anderen Schicht, in der Gegenschicht wurde z.B. die Frau eines Feuerwehrmannes im Kindergarten infiziert. Dies wird 5 Tage nach der Infektion festgestellt. In der Zwischenzeit hat der Kollege zwei Schichten im Dienst verbracht. Aus Vorsorge werden nun die Kollegen seiner Schicht ebenfalls in häusliche Qurantäne geschickt.

    Tatbestand, beide Feuerwehrschichten fallen aus. Es muss von einer anderen Bw-Einrichtung auf den Eurofighter eingewiesenes Feuerwehrpersonal zugeführt werden.
    Wäre der Geschwaderbetrieb bereits am Montag dem 16.03. auf absoluten Minimumbetrieb (also nur Besetzung der Alarmrotte plus notwendiges Personal zum Betrieb der Alarmrotte) ausgedünnt worden, wäre so ein Szenario vermeidbar gewesen.

    Man kann dies auch mit anderen knappen Schlüsselpersonal, z.B. Lfz-Nachprüfer durchdeklinieren, wo man z.B. nur 3 Personen pro Fachrichtung im Geschwader hat usw.

    Also aus meiner Sicht hat die Bw zu spät, zu wenig robust, zu zaghaft den regulären Betrieb personell ausgedünnt um jetzt nach der bis zu 14 tägigen Inkubationszeit des Virus genügend gesundes Schlüsselpersonal in allen Bereichen in ausreichender Anzahl zu haben.

  35. @Georg sagt: 21.03.2020 um 21:57 Uhr
    „Da bin ich mir nicht mehr so ganz sicher. Nachdem die Ausdünnung des Geschwaderpersonals sehr spät erfolgt ist“

    BMVg und KdoH haben auch Fällen und haben dennoch den Dienstbetrieb nicht einstellen müssen.

  36. @Georg und andere

    Ist es eigentlich eine Gesetzmäßigkeit, dass mit Masse immer die Ehemaligen einer Institution/Organisation nicht mehr auf eben diese Vertrauen?
    Als Aktiver und unmittelbar Beteiligtem kann ich Ihnen versichern, es wird derzeit alles getan was getan werden kann.
    Planerisch und in der tatsächlichen Umsetzung und unter Abwägung aller denkbaren Konsequenzen.
    Ein wesentlicher Teil der SK wird unmittelbar tätig, im Sinne der „Helfenden Hände“ der Flüchtlingshilfe, eingesetzt sein.
    Der Rest wird die Aufgaben der sonstigen „Sicherheitsvorsorge“, d.h. nationale und internationaler Verpflichtungen wahrnehmen.
    Und ja Europa, ach was die Welt ist von manchem Blickwinkel aus betrachtet zu spät dran, vielleicht sind wir es bzgl. anderer Themen (Klimaschutz) ja auch bereits.
    Engagieren sich bitte alle im Rahmen ihrer Möglichkeiten und Präferenzen für zukünftiges, aber im hier und jetzt, verwenden sie ihre Möglichkeiten und Energie, vor allem aber auch Zeit, um im Kleinen wie Großen zu helfen.
    So nun muss ich aber los, Lagefortschreibung, Einplanung zur adhoc Aktivierung bei Alarmierung zur Hilfeleistung.
    Gesunden Sonntag allen.

  37. @Koffer

    Wissen Sie denn genau, dass nicht einzelne Abteilungen oder einzelne Teams vielleicht nicht arbeitsfähig sind? Ähnlich wie das Beispiel Feuerwehrschichten.
    Der Unterschied zu einem Fliegerhorst und dem Ausfall der Feuerwehr dort ist ihnen aber schon geläufig?

  38. @Don Quijote sagt: 22.03.2020 um 8:18 Uhr
    Danke. Kann nur zustimmen.

    @meisner sagt: 22.03.2020 um 9:26 Uhr
    „Wissen Sie denn genau, dass nicht einzelne Abteilungen oder einzelne Teams vielleicht nicht arbeitsfähig sind?“

    Für Abteilungen kann ich es sicher sagen, für einzelne Teams wäre das nur Spekulation, aber das würde auch gar nicht meiner Grundaussage zu Wiederlaufen.

    „Der Unterschied zu einem Fliegerhorst und dem Ausfall der Feuerwehr dort ist ihnen aber schon geläufig?“

    Ja, und?

    Das lenkt doch alles vom Kern ab, nämlich der von mir heftig widersprochen Vorschlag, dass man ganze Geschwader in Quarantäne nehmen soll!

    Jeder der solche Vorschläge macht, möge sich mal bitte vor Augen halten wie lange die aktuelle Situation noch gehen kann, wie hoch die Einschränkungen der Einzelnen und ihrer Familien wären wenn wir über Monate hunderte Soldaten in Quarantäne nehmen würden, welche geringfügige Sicherheitsverbesserungen wir damit erzielen würden und mit welche wesentlich weniger einschneidenden Maßnahmen wir hinreichende Ergebnisse erzielen könnten.

  39. @ Don Quijote

    Das liegt vielleicht daran das Ehemalige im Laufe ihres Berufslebens zu viele „Pferde vor eine Apotheke haben k…zen sehen“, soll heißen sie haben gelernt nach Murphy, „alles was schiefen gehen kann, wird auch irgendwann einmal schief gehen – ist nur eine Frage der Zeit bis es eintritt“.

    Ich wünsche Ihnen viel Kraft und Geschick bei der Erfüllung ihrer momentanen Aufgaben und wie ihr Nickname schon verrät, auch „Don Quijote“ hat als edler Ritter gegen Windmühlenflügel gekämpft, aber er hat trotzdem nicht aufgegeben. Das war das Entscheidende !

    In diesem Sinne alles Gute und viel Kraft für ihre Aufgabe.

  40. @Don Quichote:
    >>Engagieren sich bitte alle im Rahmen ihrer Möglichkeiten und Präferenzen für zukünftiges, aber im hier und jetzt, verwenden sie ihre Möglichkeiten und Energie, vor allem aber auch Zeit, um im Kleinen wie Großen zu helfen.<<

    Tun wir. Zu Hause bleiben und Gedanken machen. Sowohl als unmittelbar Beteiligte und mittelbar Beteiligte. Unbeteiligte gibt es bei einer Pandemie nicht. Viel Erfolg beim Lagefortschreiben.

    P.S.: Versuchen Sie bitte nicht das Forum in Ehemalige und Aktive zu spalten. Die Ehemaligen haben auch oft mit gutem oder schlechtem Gewissen vieles möglich gemacht und letztendlich den aktuellen Zustand der Bundeswehr mitgetragen. Ich erinnere nur an die desaströse Einsatzfähigkeit der Waffensysteme, die ja mittlerweile Geheim ist.

  41. @ Don Quijote; 22.03.2020- 8:18 Uhr
    Ich hoffe niemand hat sich während seiner Anwesenheit daheim angesteckt und verteilt es nun an die anderen. Es sei denn Sie arbeiten am Sonntag ganz allein in ihrem Dienstzimmer.
    Sie irren! Jahrelanges arbeiten und Verhalten in diversen Führungsebenen haben dazu geführt was sie im ersten Absatz beschreiben. Und das nicht nur bei den ehemaligen.

    @Georg
    Vergessen sie es bitte! Da kann man auch gleich mit der Parkuhr reden. Ihre Ansätze sind und waren klar erkennbar, sie stehen damit nicht alleine da und sie machen auch Sinn….man muss es nur verstehen und wollen.

    (ATTIC)

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