Einsatz in Mali: Die ersten kanadischen Hubschrauber sind da

Fürs Protokoll: Gut zwei Wochen nach dem End of mission für die deutschen Hubschrauber in der UN-Mission MINUSMA in Mali ist die Ablösung eingetroffen: In Gao im Norden des westafrikanischen Landes kamen die ersten der angekündigten Transporthubschrauber der kanadischen Streitkräfte an, wie die UN-Mission am (heutigen) Montag per Twitter mitteilte:

Das heißt natürlich noch nicht, dass die kanadischen Helikopter sofort einsatzbereit sind – aber die Lücke, vor allem bei den nicht zuletzt für das deutsche Kontingent in Gao wichtigen Rettungsflügen (MedEvac), kann damit in absehbarer Zeit geschlossen werden.

Ein Nachtrag zum Thema Mali und darüber hinaus: Diese kürzlich veröffentlichte Dokumentation der BBC dreht sich nicht um MINUSMA, sondern zeichnet ein breiteres Bild dessen, was in dieser Region vorgeht, und ist damit für den Kontext interessant. (FunFact: Der Sprecher von MINUSMA, Olivier Salgado, hat für die Dokumentation Drohnen-Aufnahmen beigesteuert):

(Foto: UN)

5 Gedanken zu „Einsatz in Mali: Die ersten kanadischen Hubschrauber sind da

  1. Hmm
    Lt dem Artikel von Pio
    3 schwere chinook plus bis zu 7 ch 146Griffon.
    Wieviel deutsche Transporthelis waren dort durchschnittlich?

  2. Wir sollten es einmal mit Kamelreiter-Patrouillen versuchen – die habe ich Anno 93 in Süd-Algerien getroffen ( erster Tuareg-Krieg füe ein unaghängiges Azawad), sehr effektiv – da kommen Helis nicht mit.
    Tagestemperaturen über 50 Grad C, und bei Nacht in den Felsformationen des Tefedest – wer bitte schön will denn da etwas mit Helis aufklären? ( und 700 km über die Tanezrouft in Rchtung Grenze von Mali – sportlich -da helfen Karte, Kompass und Bidon Cinque – aber die Reichweite haben die Helis nicht – und die andere Seite weiß das….)

    Und bevor ein Shitstorm über mich hereinbricht: fahrt erst mal hin….ich habe in drei Jahren Afrika mehr gelernt als in unsere Vorschriften hinein passt…..

    P.S.: inklusive eines Einnsatzes in Mali ( und das nicht in einem deutschen Feldlager als Drinnie) ….

    Ausser Mike Hoare hat, glaube ich, noch kein Europäer/Südafrikaner, militärisch etwas in Afrika erreicht….

    Aber ein schönes Youtube-Video……..

  3. @cosmo:
    man muss gar nicht bis nach Afrika fahren und dort 3 Jahre lernen um auf den Trichter zu kommen, dass Hubschrauber und Kamele vollkommen verschiedene mögliche Einsatzszenarien abdecken…das naheliegenste ist natürlich die Geschwindigkeit, sie wissen sicher dass sich Kamele idR in menschlicher Schrittgeschwindigkeit bewegen. Ich denke es ging Ihnen auch primär darum eigene Erfahrungen hier zu platzieren, dass uns das inhaltlich nur bedingt weiterbringt, sehen Sie sicher ein. Kamelreiter statt Hubschrauber entbehrt nämlich jeder sachlichen Grundlage.

    Geeignet sind Kamele z.B. sehr gut um (z.B: Waffen) in Grenzräumen zu schmuggeln weil die Fußspuren vergleichsweise unauffällig sind, sich schwer zurückverfolgen lassen da sowieso häufig Kamelherden unterwegs sind, es kaum zu Staubaufwirbelungen kommt und die Umgebungswahrnehmung nicht gestört ist wie bei KfZ. So zumindest meine Erfahrung aus Nordafrika. Aber ich glaube nicht, dass das irgendwas mit den EInsatzszenarien zu tun hat, für die die Hubschrauber vorgesehen sind.

    Ihrer Aussagen zu Hoare, Afrika und Europäern lasse ich an dieser Stelle unkommentiert stehen, allerdings nur weil das noch weniger themenrelevant ist.

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