Bällebad Januar 2017/I

Baellebad_crop

Na, gut ins neue Jahr gekommen? Einige warten ja schon ungeduldig drauf, im neuen Bällebad was loswerden zu können…

Gleich zu Beginn des neuen Jahres ein Hinweis: Es scheint, dass die Debattenkultur hier (wie auch anderswo) rauer wird, mehr unsachlich gestritten denn debattiert wird. Ich halte dagegen, auch wenn es bedeutet, dass ich in diesem Jahr rigoroser durchgreifen werde als bisher.

Off Topic · 09:33h ·  

400 Kommentare zu „Bällebad Januar 2017/I“

  • MikeMolto   |   13. Januar 2017 - 12:33

    @ ThoDan | 13. Januar 2017 – 12:31
    Sorry, das ist mir zu cryptisch….

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   13. Januar 2017 - 12:36

    @csThor
    Dachte der „Panzer-Fetisch“ wäre mein Vorrecht. Jedoch kann die Panzerei nahezu jegliche Unterstützung gut gebrauchen.

    Wagt niemand in Berlin? Sicher doch, die Wahl(en) steh(t)en bevor. Schröder hat es mit seinem Irak-Nein auf dem Marktplatz in Goslar vorgemacht, wie der Michel zum richtigen Kreuzchen-Malen animiert wird.
    Wahltermin wird im Bund anscheinend der 24. September. Gesetzt, acht Wochen zuvor eine Lage in der das Heer in TaskForce-Größe mit den bösen KPz (an)gefordert wird, werden „gewisse“ Gründe zur Absage konstruiert werden, in interfraktioneller Vereinigung.
    Motto: Wer etwas will findet Wege, wer etwas nicht will, Gründe.
    Daher sollte es auch lieber heißen, „coalition oft the reliable and capable“.

  • ThoDan   |   13. Januar 2017 - 12:47

    @MikeMolto

    Ok, „mkn“ kann eine Person psychologische Probleme durch ihre sexuelle Orientierung bis hin zu Suizidgefährdung bekommen, ohne das ihr berufliches Umfeld dafür verantwortlich ist.

    Der Beruf des Soldaten kann unter Umständen extrem belastend sein.

    Die BW/BmV wurden von PTBS überrascht und überfordert ist seit spätesten Mitte des 19 Jh bekannt, die erste mir vermutete und belegte Fall ist die Schlacht von Marathon so 490 v. Chr.

    Wenn es also heißt, die BW ist dafür gut aufgestellt(besser als zivile Arbeitgeber) dann frage ich was das wert ist

  • csThor   |   13. Januar 2017 - 12:59

    @ KPK

    Eben, genau das meine ich. Gesetzt den Fall es käme zu so einer Lage würde der gesamte politische Apparat sich wie ein Korb Aale winden, mäandrieren und kräuseln und sich in höchst kreativer Weise im Finden von „Gründen“ für die Unmöglichkeit so eines Ansinnes ergehen. Fakti ist – wer bei einem solchen „Anliegen“ (wie eben von closius geschildert) einknickt, der kriegt ne Retourkutsche an der Wahlurne. Diese mag größer oder kleiner ausfallen, das hängt sehr von den genauen Umständen und der Stimmungslage im Volk ab, aber sie dürfte merkbar ausfallen. Und keine Partei wird für irgendwen sonst Prozentpunkte und Mandate riskieren.

  • Koffer   |   13. Januar 2017 - 12:59

    Ich muss insofern @ThoDan zustimmen, dass es wirklich wichtigeres gibt, als Ausrüstung, nämlich Menschen! Eine Armee mit durchschnittlicher Ausrüstung, aber einer guten personellen Struktur wird einer Armee mit umgedrehten Vorzeichen immer überlegen sein.

    Von daher ist der Vorwurf an die Ministerin sie solle sich lieber um Panzer als um Menschen kümmern aus meiner Sicht reichlich seltsam.

    Andererseits kümmert sie sich (und das ist nach meiner Wahrnehmung typisch für sie) nicht um wichtige personalpolitische Themen (Pendlerarmee, Besoldungssysteme, Wasserkopf, etc. etc), sondern lieber um Themen mit denen sie in die Schlagzeilen kommt.

    Anders formuliert: Die Bundeswehr hat schon seit Jahren keine Problem mit der sexuellen Toleranz und Geschlechtergerechtigkeit die über das in der Gesellschaft vorhandene „Grundmaß“ hinaus geht. Meiner Meinung nach durchschnittlich sogar darunter, weil Kameradschaft viele persönliche Vorurteile „überbrückt“.

    Und in sofern widerspreche ich @ThoDan vehement, seine Polemik und seine Unterstellungen gegenüber der Bundeswehr und den Vorgesetzten erfüllen (seine?!) Vorurteile, haben aber nichts mit der Realität zu tun.

    In Bezug auf die Ministerin hingegen stimme ich den meisten Mitkommentatoren in diesem Faden zu. Die Art und Weise wie sie vorgeht unter aller Kanone. Sie bestellt die Inspekteure ein, damit diese sich genderpolitische Platitüden anhören müssen, als wären sie unreife und/oder sexistische Typen und holt dazu auch noch die Öffentlichkeit dazu (MdB und Beirat) um sich selbst dabei mit klaren Worten als eine „moderne Frau“ zu produzieren.

    Darüber hinaus unterbindet sie faktisch sachlichen Widerspruch von Seiten der Generalität, denn vor Außenstehenden werden diese der Ministerin wohl kaum widersprechen (mal angenommen sie hätten es vielleicht hinter verschlossenen Türen gemacht). Damit kann sie dann im nachinein auch noch so tun, als wären ihre Behauptungen/Vorwürfe/Vorschläge/Planungen auch noch Konsens.

    Das ist weder Menschenführung noch Sachorientierung. Das ist Wahlkampf :(

  • Nathael   |   13. Januar 2017 - 13:19

    Weil „DroneWatch“ zu ist, schiebe ich das mal hier rein:

    Die ersten Nano UAS wurden Ende 2016 an die Bundeswehr ausgeliefert.
    https://www.bundeswehr.de/portal/a/bwde/start/aktuelles/aus_der_truppe/!ut/p/z1/hY_NCoMwEITfyI0RNT0qtlQqWmr_kksJGqzFJhJS6aEP34SCN-keBnZm91sWGFyBST71HTe9knywPWXRLSXFscArjIsTQSgvSlKFGPmIBHCGy78RZmO0UAmCuhVALSNeZFQR1MCAtcJrlBTGqRHS9FY7zY3S3qi0GVzy0tomXt8CRX6

    [Unter dem Link findet sich leider nur eine Übersichtsseite? T.W.]

  • ThoDan   |   13. Januar 2017 - 13:21

    @Koffer  

    Wenn es polemisch ist der BW und dem BmV vorzuwerfen, das sie von dem Problem PTBS überrascht wurde und darin ein Versagen der Verantwortlichen zu sehen, bitte sehr.

    Das Krankheitsbild ist seit mindestens ca. 150 Jahren, nämlich dem US Bürgerkrieg, bekannt.

    Aber wie gesagt, der erste mir bekannte belegte Fall in dem man von PTBS ausgeht ist Marathon 490 v. Chr.

  • Nathael   |   13. Januar 2017 - 13:46

    @T.W.

    Das gab es vorher einen Bericht vom heutigen Tag, scheint wieder rausgenommen zu sein.

  • Koffer   |   13. Januar 2017 - 14:00

    @ThoDan | 13. Januar 2017 – 13:21
    Das die Bw sich in der PTBS Problematik nicht geschickt verhalten hat, sei zugestanden. Ob sie aber objektiv versagt hat, darüber kann man streiten.

    Aber mein Polemik-und-Unschallichkeits-Vorwurf bezog sich nicht auf ihre PTBS Nebenbemerkung (wie gesagt, darüber kann man sogar streiten), sondern auf Ihre Sexismusvorwürf und Unterstellungen ggü. den militärischen Vorgesetzten.

  • Nathael   |   13. Januar 2017 - 14:04

    Die Bundeswehr-Website macht mich echt fertig :D

    Link verkürzt: http://bit.ly/2jf9ysb

    Sowie als Alternative, eine kurze Beschreibung:
    Ich sehe den Artikel, wenn ich ganz normal auf bundeswehr.de gehe, auf der rechten Bildseite unter dem Punkt „weitere Themen“.

    [Auf der Startseite steht da zwar ein Teaser, aber der führt eben nicht zum Artikel, sondern zur Übersichtsseite. Schlage vor, wir stellen das zurück, bis die Bw sich da sortiert hat. T.W.]

  • Labacco   |   13. Januar 2017 - 14:09

    Das Kommando Operative Führung in Ulm bekommt seine neue IT-Ausstattiung. Den zweistelligen Millionenauftrag bekam die Firma Secunet.
    Es sieht so aus als würden die Beschaffungsvorhaben die letztes Jahr hätten durchgehen sollen weiterhin nach und nach abgearbeitet werden.

  • Voodoo   |   13. Januar 2017 - 14:15

    Neues aus Syrien bei FAZ Online:

    Explosionen auf Militärflughafen in Damaskus

    Angeblich soll die israelische Luftwaffe in der Nacht den syrischen Militärflughafen MASSEH angegeriffen haben. Dieser sei gleichzeitig eine Basis des Geheimdienstes nebst großem Gefängnis.

  • Fux   |   13. Januar 2017 - 14:26

    @ T.W. zum Nano UAS Beitrag von Nathael .. also bei mir (mit dem FeuerFux-Browser) funktionieren sowohl der verkürzte Link als auch der Zugang zum Artikel über die Startseite unter „Weitere Themen“

  • ThoDan   |   13. Januar 2017 - 15:08

    @Koffer

    Ich wüsste jetzt nicht wie man das Verhalten von BW und BmV im Fall der Vorbereitungen für PTBS anders bezeichnen könnte.

    Diese „Unterstellungen“ gegen „mkn“ Offiziere der Reserve war die positive Auslegung ihrer eigenen Worte bzw. der Worte die sie duldeten.

  • Koffer   |   13. Januar 2017 - 15:17

    @ThoDan | 13. Januar 2017 – 15:08
    „Ich wüsste jetzt nicht wie man das Verhalten von BW und BmV im Fall der Vorbereitungen für PTBS anders bezeichnen könnte.“

    Wie gesagt, darüber kann man streiten. Ist aber an dieser Stelle ja auch nicht das Thema.

    Unabhängig davon was ist den „BmV“?

    „Diese „Unterstellungen“ gegen „mkn“ Offiziere der Reserve war die positive Auslegung ihrer eigenen Worte bzw. der Worte die sie duldeten.“

    Wie gesagt: Unterstellungen, Behauptungen, Vorurteile.

    Die Bw hat weder im Vergleich zur „normalen“ Bevölkerung noch im Vergleich zu anderen Armeen eine nachweisbare höhere Form der „Intoleranz“ als der Schnitt der Gesellschaft. Wenn ich die Zahlen richtig in Erinnerung habe, sogar eine geringere Ausprägung.

    Ich weise diese positive Situation zwei Grundfaktoren zu:
    1. Kameradschaft (diese „überbrückt“ häufig „normale“ Vorurteile)
    2. gute Vorgesetzte

    Gerade deswegen ist das durch die Ministerin medienwirksam angestoßene „Seminar“ ja so überflüssig, ja fast schon kontraproduktiv…

  • MikeMolto   |   13. Januar 2017 - 15:20

    @ ThoDan
    jetzt habe ich Sie erfasst, meinerseits keine weiteren Diskussionspunkte mit Ihnen.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   13. Januar 2017 - 19:39

    U.S.- Marine Corps soll in 2017 um 3.000 Dienstposten wachsen und somit erstmals im Frieden mehr also 182.000 umfassen. Trump hatte sich im Wahlkampf positiv zu Marines geäußert.
    Das Corps fordert in erster Linie mehr personelle Kampfkraft, also mehr Marines bei Einsatz- und EU-Einheiten wie „information operations, electronic warfare, cyber operations, intelligence analysis, air defense and communications.“
    https://www.marinecorpstimes.com/articles/commandant-expects-marine-corps-to-get-bigger

  • rebel4life   |   13. Januar 2017 - 20:51

    @KPK: Am besten daran finde ich seit jeher, dass das USMC bis heute (noch, siehe http://www.military.com/daily-news/2016/10/13/marine-corps-may-scrap-iconic-the-few-proud-marines-slogan.html) mit dem Slogan „The Few. The Proud. The Marines“ wirbt.

    „Die Wenigen“, aber mehr Personal als in der gesamten Bundeswehr :-).

  • closius   |   14. Januar 2017 - 7:58

    Unter der Überschrift ‚“Soldaten unter Generalverdacht“ köpft sich Herr Thiels bei tageschau.de den gepanten Verhaltenskodex für die BW vor.

    Diese Woche bekommt es die Ministerin wirklich küppeldick eingeschenkt von der Presse. Denn ihr Maulkorb für Soldaten gegenüber der Presse ist immer noch vorgesehen und daß es hier um Doppelmoral geht, indem einerseits Kritik an der BW verhindert werden soll, während andererseits die Ministerin immer wieder Informationen an die Presse durchstecken lässt, um einen höheren Verteidigungsetat zu bekommen, glaube ich sofort, weil dies auch meinem Eindruck seit langem entspricht.

    http://www.tagesschau.de/inland/bundeswehr-419.html

  • Memoria   |   14. Januar 2017 - 10:28

    Bisher hier nach meinem Eindruck nicht diskutiert wurden Aussagen der Bundeskanzlerin zur Stärkung der GSVP mit Blick auf Trump: http://de.reuters.com/article/eu-merkel-verteidigung-idDEKBN14W2CR

    Nur leider hat das mit den Aktivitäten auf nationaler Ebene nur wenig zu tun.

  • marvin   |   14. Januar 2017 - 17:56

    Das ist vllt. etwas zu sehr OT, aber wen den das Thema fakenews, Propaganda in den neuen Medien und putin bots interessiert, findet das 5 Minuten Video hier vllt ganz unterhaltsam: https://www.full30.com/video/a6649413992d123fa7d03e84b776f037

    2 youtuber aus Arizona setzen sich gerne mit Mythen im Bezug auf Schusswaffen auseinander und haben halt in ein paar Videos gezeigt, dass die „unverwüstliche Kalashnikov“ nicht ganz so unverwüstlich ist wie viele meinen. Das hat anscheinend ein russisches Medienhaus aufgenommen und so zurechtgeschnitten, dass die AK doch dem Ruf der legendären Unverwüstlichkeit gerecht wird. NAchdem auch die Ukrainer das Video so zurechtgeschnitten haben, dass die Russen besonders schlecht dastehen hat es anscheinend ordentlichen Krach auf twitter gegeben. :)

    [Ich lasse es mal stehen – aber diese Sachen werden, auch mit massiven OT/Troll/Beeinflussungsversuchen in diesem Jahr bestimmt noch eine Rolle spielen. Und ich werde mit so was sehr hart umgehen müssen. T.W.]

  • Greg   |   14. Januar 2017 - 18:31

    @closius:

    Den tagesschau-Bericht habe ich auch (via fefe) mitbekommen. Und siehe da (google compliance site:augengeradaus.net):

    11.10.2016:
    http://augengeradeaus.net/2016/10/auf-dem-weg-zur-compliance-im-verteidigungsministerium-maulkorb-fuer-soldaten-und-beamte/

    15.12.2016:
    http://augengeradeaus.net/2016/12/compliance-regeln-fuer-soldaten-und-beamte-entschaerfter-entwurf/

    Na ja, aber die tagesschau ist stets bemüht am Ball zu bleiben, würde ich sagen. Irgendwas Neues sucht man in dem Artikel aber vergeblich

  • closius   |   14. Januar 2017 - 19:07

    @Greg: Die beiden AG Threads zur Compliance sind mir bekannt. Ob Herr Thiels eine neuere Fassung hat als die Dezemberfassung oder erst jetzt auf den Zug aufspringt weiß ich nicht.

    Daß die BW beim Verbot von Mitgliedschaft in Lobbyverbänden zurück gerudert ist, war mir neu.

    Jedenfalls kann es nicht schaden, wenn Medien das Thema weiter aufgreifen, da es weiterhin ein Maulkorberlass ist, der hier geplant ist.

  • Sommerbiwak   |   14. Januar 2017 - 19:30

    Laut Tagesschau gibt es jetzt „compliance“ Regeln für die Soldaten. Und Ich dachte so etwas wurde früher über Befehl, Gehorsam, Dienstvorschrift und Disziplin geregelt. Ich muss wohl aus einer anderen Zeit stammen. Aber McKinsey mag „compliance“.

    http://www.tagesschau.de/inland/bundeswehr-419.html (öffentlich-rechtlich war okay?)

    [Öffentlich-rechtlich ok, aber Thema hier schon sehr ausführlich debattiert, bereits vor Wochen. Warum jetzt noch mal bei Null eine Debatte lostreten? T.W.]

  • csThor   |   14. Januar 2017 - 19:39

    @ Memoria

    Bisher hier nach meinem Eindruck nicht diskutiert wurden Aussagen der Bundeskanzlerin zur Stärkung der GSVP mit Blick auf Trump

    Vermutlich fehlt die Debatte, weil Frau Merkel dazu neigt ihre geäußerte Rhetorik nicht in die Tat umzusetzen und stattdessen diese nur als Schlaftablette für Medien und Gesprächspartner nutzt. Ihre „Handlungen“ (oder eher Nicht-Handlungen) im sicherheitspolitischen Bereich sprechen da die beredtere Sprache – sie ist schlicht unglaubwürdig.

  • Zimdarsen   |   14. Januar 2017 - 22:21

    @Memoria

    „Nur leider hat das mit den Aktivitäten auf nationaler Ebene nur wenig zu tun.“

    Was meinen sie damit?

    Die EU-Einsätze im Mittelmeer, dem Balkan oder Afrika zeigen, dass die sicherheitspolitische Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten Wirklichkeit geworden ist.
    Zivile Experten, Polizisten, Zollbeamte und Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr engagieren sich bei fast allen GSVP-Einsätzen.

    „Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages lassen sich regelmäßig über die Missionen informieren. Bei bewaffneten militärischen Operationen beraten sie und stimmen über das Bundestagsmandat ab, das für solche Einsätze erforderlich ist.“

    http://eeas.europa.eu/csdp/missions-and-operations/index_en.htm

    Die zivile und militärische Führung der GSVP-Missionen soll in einem gemeinsamen europäischen Hauptquartier verwirklicht werden. Dort soll auch eine ständige EU-Planungs- und Führungseinheit eingerichtet werden. Das EUROKORPS und die militärische Zusammenarbeit stärken wird gestärkt. Für ein gemeinsames Lagebild sollen Satelliten-Kapazitäten gemeinschaftlich genutzt werden. Leuchtturmprojekte sind zudem ein Europäisches Lufttransport- und Sanitätskommando. Die europäische Verteidigungsfähigkeit soll durch eine bessere Abstimmung der Haushaltsplanung, einer intensiveren Zusammenarbeit bei der Beschaffung von Ausrüstung, die Förderung von Verteidigungskooperationen, einer gemeinsamen EU-Militärforschung gestärkt werden uvm.
    Mein Eindruck ist, dass im Moment soviel wie nie gemacht wird. Ob es genügt ist eine andere Frage.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   15. Januar 2017 - 0:31

    Ausgerechnet die Saudis halten eine anti-Daesh Sicherheitskonferenz in Ryadh ab, als Gäste das „who is who“ sunnitischer MENA-Staaten: Jordan, the United Arab Emirates (UAE), Bahrain, Tunisia, Saudi Arabia, Oman, Qatar, Kuwait, Lebanon, Malaysia, Morocco and Nigeria, sowie die USA und die Türkei.
    http://www.arabnews.com/node/1039166/middle-east
    Erster Kontrahent um die Hegemonie auf der arabischen Halbinsel, der schiitische sogenannte „Gottesstaat“ Iran nimmt nicht teil.
    Daesh, der in diesem Jahr die absolute Niederlage seines Kalifatsanspruchs erleben werden, stellt für die puristisch-traditionalistischen Wahhabiten eine weltanschauliche Bedrohung dar? Sicher! Die Überzeugungstäter unter (überlebenden) Daesh-Streitern werden erkannt haben, das KSA in der Funktion einer politischen Führungsmacht mit parallelem konfessionellen Führungsanspruch innerhalb der sunnitischen Welt agiert gemeinsam mit der anti-Daesh-Koalition.
    Die Saudis, im Jemen ohne Fortune im Kampf gegen die schiitischen Houthis suchen ggf. nur eine stärkere Koalition zu schmieden, gegen den ideologischen Machtanspruch des „Kalifats“ und gegen Houthis? Zudem gilt es, in der Transitionphase und darüberhinaus die USA im Boot zu halten?

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   15. Januar 2017 - 11:13

    Von Reduzierung an Kampfkraft in Syrien deutet bei der RUS Lw nichts hin.
    https://mobile.twitter.com/i/web/status/820568636796583936
    Auf jeden Fall wird eine 2nd runway auf der Hmeymin AFB nahe Latakia instandgesetzt, was auf ein tendenziell längerfristiges Engagement schließen lässt.

  • 0815   |   15. Januar 2017 - 16:13

    Ist das bekannt, das es eine online petition bei „openpetition“ zum Thema Schaffung eines Deutschen Veteranentages gibt?
    Ist über den Begriff „Openpetition Veteranentag“ über die Suchmaschine zu finden!
    Weiß jemand seit wann diese Aktion läuft?

  • AoR   |   15. Januar 2017 - 16:25

    @KPK: Man erbittet sich in Riyadh den godspeed der USA und lädt die demografisch reichen sunnitischen Staaten ein. Denn man hat nichts ausser Geld. Warum? Welcher Saudi will für den selbstherrlichen Herrscherklan bluten.

    Nur dumm, eben dies merken auch die restlichen Araber. Man wird also die Hand aufhalten und mal so tun. So wie in der bisherigen Anti-Daesh Koalition auch.

    Welche SoF haben den Kurden in Syrien und Irak geholfen? Selten mal eine türkische Quotentruppe und ein paar jordanische Wüsten-SoF. Egentlich FRA, USA und GB. Es sind die Kurden, Christen und Shiiten neben rekrutierten Binnenflüchtlingen. welche demografisch gegen den „Khalifatsdämon“ am Boden hinhalten.

  • Bürger   |   15. Januar 2017 - 16:50

    Vielleicht ganz interessant für die Damen und Herren mit schwarzem Barett: Die FAZ hat gestern einen Artikel mit der Überschrift „Deutschlands Vorzeigepanzer unterliegt im Kampf dem IS“ veröffentlicht.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   15. Januar 2017 - 17:17

    @Bürger
    In diesem und vergangenen Bällebad wurde das in aller Ausführlichkeit ausdiskutiert.
    FAZ hinkt mindestens zwei Wochen hinterher.
    Der in der TUR PzTr verendete Leo 2A4 ist das Gegenteil eines „Vorzeigepanzers“, nämlich ein Museumsstück im Vgl. zu den für solche Ops einzusetzenden A5 PSO oder 2A7+.
    Unterschiede stehen im Netz und in vorangegangenen Einträgen hier. Stichwort dazu sich „Operationen verbundener Kräfte“.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   15. Januar 2017 - 19:31

    UK kündigt das „maiden deployment“ seines neuen carriers „Queen Elizabeth“ für 2020/21 in den Pazifik an, um Beiträge zum „freedom of navigation“ zu leisten.
    https://ukdefencejournal.org.uk/british-supercarrier-hms-queen-elizabeth-deploy-pacific/?utm_source=TW&utm_medium=Twitter&utm_campaign=social
    Bis zum avisierten Zeitraum sind es demnach noch 3-4 Jahre hin. Warum schon jetzt die Ankündigung.

  • Fux   |   15. Januar 2017 - 20:11

    @K-P-K und Bürger

    Genau solche (super recherchierten) Medienberichte passieren, wenn man sich scheut, einem neuen Kind auch einen neuen Namen statt nur eine fortgeschriebene Nummer zu geben. Sehr schnell verhallt ein guter Klang.

    Vielleicht sollte man sich in der Marketingabteilung von Rheinmetall/KMW – gerade nach solchen Vorfällen – langsam mal auf die Suche nach einer neuen Raubkatze machen. Hatten wir schon „Löwe“?

  • J. H.   |   15. Januar 2017 - 20:47

    @ Fux

    Vorsicht! Löwe ist vielleicht etwas zu nah am Erfolgsprojekt „See Löwe“ der Marine /SCNR

  • T.Wiegold   |   15. Januar 2017 - 21:30

    Aktuelle Bilder aus Mossul im französischen TV:

    Mossoul : avec les forces spéciales françaises

  • Thomas Melber   |   15. Januar 2017 - 21:30

    @Fux @J.H.
    PANTHER und TIGER wären vielleicht noch frei … ^^ Wobei TIGER noch eine Namensoption bei einer KWS zuließe!

  • Hans Schommer   |   15. Januar 2017 - 22:01

    T.Wiegold | 15. Januar 2017 – 21:30
    „Aktuelle Bilder aus Mossul im französischen TV“
    Sehr aufschlussreiches Vidio – man könnte untertiteln: „Die tun was – die Franzosen!“
    Hans Schommer

  • Schorsch52   |   15. Januar 2017 - 22:40

    @ Thomas Melber:

    Naja, TIGER – der Name ist in gewissen Kreisen nicht mit einem Erfolgsprodukt verbunden. Aber EBER und KEILER????

  • Thomas Melber   |   15. Januar 2017 - 23:00

    @Schorsch52
    KEILER ist schon belegt („keiner ist geiler“, he, he …): EBER – das Kampfschwein, bzw. die Kampf-Wildsau? Das wäre aber nicht gender-gerecht.

    Aufgrund der aktuellen Einsatzphilosophie – Deckung vor Wirkung – wäre KPz IGEL vielleicht angemessen ^^ Aus politischer Sicht (Parlamentsarmee !!) – KPz (Vogel) STRAUSS ? Da hätten wir auch (namentlich) einen ehem. VM / IBUK mit im Boot .

  • Der Junge Neue   |   15. Januar 2017 - 23:17

    Der designierte US Präsident Donald Trump hat im Bild Interview bekannt gegeben das er die NATO für obsolet hält.
    Da können wir ja ma gespannt sein was uns da ab nächsten Freitag so erwartet und wie die Reaktionen darauf aus Berlin und Brüssel ausfallen.
    Meine Güte das kann lustig werden. 😳😅

    Gute Nacht

  • Zimdarsen   |   15. Januar 2017 - 23:32

    @Der Junge Neue

    Evtl ist die NATO für Europa mit einer USA durch Trump und Türkei mit R.E. nicht mehr wertegebunden und somit in der Tat obsolet.

    Evtl stellt sich ja dann nicht mehr die Frage: Wie bekommen wir die Türkei und trumpsche USA aus der NATO?

  • JPeelen   |   15. Januar 2017 - 23:36

    Die deutsche Industrie wäre schön blöd, einen Markennamen wie LEOPARD aufzugeben. Folglich käme nur LEOPARD 3 in Frage.

  • Edgar Lefgrün   |   15. Januar 2017 - 23:39

    Wem gehört der Name, die Marke Leopard?

  • Thomas Melber   |   15. Januar 2017 - 23:46

    @Edgar Lefgrün
    ‚ist ein Roman:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Gattopardo

  • Zimdarsen   |   15. Januar 2017 - 23:47

    ….. sagte Trump. Er fügte hinzu: „Abgesehen davon ist mir die Nato aber sehr wichtig.“

    Diplomatie wird nich weniger berechenbar.

  • schorsch52   |   15. Januar 2017 - 23:49

    @ JPeelen:

    Ja das ist das Problem – und nicht nur hier: wir reden über Namen oder Typen. Konzepte und Strategien? Mei, wozu auch – wer hört auf die Blogger? Und wenn nun auch noch der große UvL-Maulkorb kommt? Aber um beim Ironischen zu bleiben: „Kaisertiger“?

  • Thomas Melber   |   15. Januar 2017 - 23:53

    @schorsch52
    Bitte ziehen Sie keine Paralellen zum Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ zumal die Bw ja vielleicht (!?) neues Flecktarn bekommt (das neue Bekleidungskonzept ist ja schon in der Umsetzung).

  • yeay   |   16. Januar 2017 - 1:03

    Bild/Gove Interview mit Trump. Ziemlich harter Tobak bezüglich NATO.