Bällebad Januar 2017/I

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Na, gut ins neue Jahr gekommen? Einige warten ja schon ungeduldig drauf, im neuen Bällebad was loswerden zu können…

Gleich zu Beginn des neuen Jahres ein Hinweis: Es scheint, dass die Debattenkultur hier (wie auch anderswo) rauer wird, mehr unsachlich gestritten denn debattiert wird. Ich halte dagegen, auch wenn es bedeutet, dass ich in diesem Jahr rigoroser durchgreifen werde als bisher.

400 Gedanken zu „Bällebad Januar 2017/I

  1. @all

    War heute den ganzen Tag unterwegs, in der Tat zum Schifffahren mit der neuen F125-Fregatte Baden-Württemberg. Eintrag & Bilder dazu eher morgen…

    Deshalb auch verspätete Freischaltung etlicher Kommentare.

    Und diese Gender-Debatte ist hier, so scheint mir, recht sachlich und inzwischen auch hinreichend geführt… (Nein, eigentlich wollte ich auf diese Bild-Geschichte nicht noch einsteigen.)

  2. @ Koffer: ihre Beispiele waren mir so nicht bewusst, insbesondere die Vorgabe bezüglich Mentoring. Gibt es dazu eigentlich eine schriftliche Weisung / Erlass?

  3. @FK70 | 12. Januar 2017 – 19:49
    „…bezüglich Mentoring. Gibt es dazu eigentlich eine schriftliche Weisung / Erlass?“

    Ja, im Gegensatz zum „sanften“ Druck in Bezug auf weibliche GenStOffz, der zwar vehement, aber nicht schriftlich ausgeübt wird, ist die „Tandem“-Geschichte schriftlich angewiesen.

  4. Voodoo | 12. Januar 2017 – 19:23:
    Ja. Ich war damals der G9 der Brigade.
    Hans Schommer

  5. Dann weiß ich, wen Sie meinen – ich war damals im SanEinsVbd und Frau Major dort aufgrund der räumlichen Nähe Gesprächsthema. Interessanterweise waren es dabei nicht die Kerle, sondern eher die Damen, die sich negativ äußerten / beklagten.

  6. @FK70 19:49

    Auf Ihre Frage habe ich auf die Schnelle zwar keinen Erlass zur Hand, aber folgenden Beitrag im frei zugänglichen Netz:

    http://www.personal.bundeswehr.de –> Archiv –> Beiträge aus 2016 –> August 2016 –> Neu: Mentoring bei der Bundeswehr

    Das darin erwähnte „Stabselement Chancengerechtigkeit, Vielfalt und Inklusion“ als FF oder BMVg UAL P I als Vorsitz des Beirates zum Projekt haben sicher auch Papiere dazu in der Schublade.

  7. Mal ganz ehrlich und bitte ohne Nachteilige Bewertung dieser Aussage!

    Diese gesamte Transgender-Geschlechtsumwandlungs-Sexualitäts-Debatte in den Streitkräften, wäre ohne massive Rückendeckung von Frau vdL , m.E schlichtweg nicht passiert!
    Die Truppe hat ganz andere massive Probleme…und die kommen in der Regel nicht von „innen“ sondern werden „extern“ produziert!

    „Ein Wachhund der über Jahre schlecht behandelt wird, werden Sie nicht mehr zum bellen bringen.“ Da muss ein neuer her…und das kann dauern.

  8. @Hans Schommer
    Schlimm weil so ehrlich, oder schlimm weil so treffend, oder schlimm weil Volkes Meinung – in Anbetracht der Kommentare?
    Alles wird gut, denn BMVg liest hier ja mit. Und irgendwer wird doch wohl den Mumm aufbringen vorzutragen, oder? Oder!

  9. Jop. Kann man hoffen, dass die Aufmerksamkeit, welche so auf die Truppe gelenkt wird in eine Flut von Infos mündet wo diese wichtigen Punkte angesprochen werden.

  10. Jochen & Hans Schommer: Der Kommentar ist nicht nur knackig, der ist vernichtet für VDL und was mich am meisten erstaut ist, daß er von RTL kommt, denn die Meinungsführenden Medien iS BW sind normalerweise andere Medien und nicht RTL.

    Seitdem 1. Transall-Start, wo die Ministerin in der Lederjacke sich hat ablichten lassen, ist meiner Meinung nach,die Ministerin nicht mehr so stark persönlich kritisiert worden!

    Kitas, Flachbildschirme oder Homosexuellenrechte kommen nicht so gut an, wenn es der Truppe vor allem an flugbereitem Gerät, Munition und Ersatzteilen fehltl

    Hier hätte die Ministerin sich lieber hinstellen sollen und eine Aufrüstung der deutschenj Leo`s mit Hard-Kill Systemen oder Reaktivpanzerung verkünden sollen.

    Fehlender Instinkt bei der Ministerin ist da mein Eindruck.

  11. @ Jochen

    Bleibt die Hoffnung das jemand im Ministerium diesen Kommentar mal an die IBUK durchsteckt.

  12. Na ja. Die Art, wie diese komische Pseudo-Genderdebatte hier geführt wird, finde ich schon merkwürdig. Es geht darum, dass Gerät modern ist, funktioniert und genügend davon vorhanden, alles andere ist nachrangig? Ah so. Und ich war der irrigen Meinung, der Zahl der Kommentare hier nach, dass der wichtigste Punkt bei der Bundeswehr die besondere Altersgrenze ist. (Jetzt übe ich mich auch mal in Sarkasmus.)

  13. http://edition.cnn.com/2017/01/12/politics/marines-f-35-stealth-jets-deploy-to-japan/index.html?sr=twcnni011317marines-f-35-stealth-jets-deploy-to-japan0515AMStoryLink&linkId=33345430

    III Marine Expeditionary Corps Japan mit F-35Bs „stealth“ / vertical take-offs and ausgestattet. Damit nicht bei CJTF OIR die ersten operational, denn „There is … a strategically symbolic facet — rather than Europe, the Middle East or Australia, it is Asia and Japan that receives the first overseas deployment of the F-35,“ Corey Wallace, Japan security analyst at Freie University in Berlin, said in an email to CNN.

    Japanische Luftstreitkräfte erhielt ihre ersten F-35 im Dezember.
    Das deployment wird auch als starkes Signal Richtung Nord-Korea und China verstanden:
    US defense officials say the F-35 has the upper hand over top Chinese stealth fighters such as the J-20, which Beijing showed off to the public for the first time in November.
    „When I hear about F-35 versus J-20, it’s almost an irrelevant comparison,“ US Air Force Chief of Staff Gen. David Goldfein.

    Am gestrigen Donnerstag: Trump’s nominee for Secretary of Defense, former Gen. James Mattis, called the F-35 „critical“ for US air superiority and for its ability to integrate with allies.
    Bislang wurden 200 Jets ausgeliefert.

  14. @T.Wiegold

    Guter Punkt ;-)

    Manche glauben eben man kann und darf nur ein Thema bewegen und wenn etwas als Meldung kommt, hat es höchste Priorität.

    Dass anscheinend manche militärische Führer diese Ansicht teilen erschreckt mich.

  15. Wenn man so etwas wie eine Bedürfnispyramide konstruiert, ja. Ein Soldat braucht zur Erfüllung seines Auftrages Verpflegung und Ausrüstung (pers. Ausrüstung, Bewaffnung, Munition, etc.) – mal ganz lapidar gesprochen und sehr vereinfacht dargestellt. Wenn das erfüllt ist, kann man die Pyramide weiter hoch gehen und da kommen dann sicherlich derartige Themen. Wenn schon die untere Stufe zumindest in nicht unwesentlichem Anteil brüchig ist, dann mutet es merkwürdig an, wenn man sich – durchaus medienwirksam – den Themen der höheren Stufen widmet – die zum Teil, wie ich finde, gar keiner gesonderten Erwähnung mehr bedürfen, weil sie schon längst Realität sind. Dass der ein oder andere die Nase rümpft, ja, und?

  16. @Closius

    Da bin ich ganz bei T.W.
    Man kann das Eine tun ohne das Andere zu lassen.

    „Aufrüstung der deutschenj Leo`s mit Hard-Kill Systemen oder Reaktivpanzerung verkünden sollen.“

    Gibt es diese Forderung vom Heer? Gibt es dazu einen Vorgang im BMVg?

    Hat sich die Ministerin nicht für mehr Material (gerade Panzer) eingesetzt?
    Welcher IBuK, außer UvdL, der letzten 25 Jahre hat einen Aufwuchs im Bereich Mat und Pers gefordert?

    Können sie einen Beschaffungsvorgang benennen bei dem die Ministerin bremst?

    Wo sind die Inspekteure mit ihrer Forderung -STOP- Neuausrichtung 2012 -STOP- Abgabe von Infra? Wir haben im Moment bei der Beschaffung eher das Problem, dass wir Verträge nicht schnell genug erstellen können. Wir haben im Moment eher nicht das Problem, dass berechtigte und angezeigte Wünsche der Inspekteure keine Unterstützung in der Politik bekommen.

  17. @Hans Dampf

    Die Bedürfnispyramide beschreibt den Bedarf in ihrer Bedürfnishierarchie es ist keine Beschreibung des vorhandenen Bedarfs.

    Die Medienwirksamkeit bestimmten in diesem Fall die Medien.

    Es ist Aufgabe der Ministerin sich um alle Soldaten (m/w) und zivilen Beschäftigte zu kümmern.

    Ein Vorgesetzter welcher sich nicht zeitgleich um den Auftrag und die Bedarfe seiner anvertrauten kümmert ist ein schlechter Vorgesetzter.

    Wenn wir uns jetzt nicht auch um die scheinbar weniger wichtigen Themen kümmern wann dann? Glaubt jemand, dass die Bw jemals perfekt ausgestattet ist?

  18. Unter dem Titel „Nur einer überlebte Englands schwerste Niederlage“ ist auf Welt online eine gute Zusammenfassung der Niederlage am Khyber Pass in Afghanistan zu lesen (Link aus bekannten Gründen nicht ;-))

  19. @T.W.

    Diese Gendering-Agenda ist ein dem Alltag völlig entrücktes Luxus-Problemchen, das eine völlig verquaste Weltsicht der Verantwortlichen enthüllt, daß man nur noch mit dem Kopf schütteln kann. Die Bundeswehr leidet an grundlegenden materiellen und strukturellen Problemen, die wiederum aus untauglicher, unzureichender oder sogar ganz fehlender grundlegender politischer Rahmenbedingungen entstanden sind (und hört mir mit dem „Weißbuch“ auf – das interessiert im Politikbetrieb ohnehin kein Schwein). Doch anstatt die IBUK diese falschen bzw fehlenden Umgebungsvariablen angeht vergeudet sie ihre und die Zeit vieler anderer mit so einem Nicht-Thema und legt damit wieder mal ihr seltsames Streitkräftebild offen. Man könnte hier beispielsweise argumentieren, daß Frau IBUK über die Fensterdekoration debattieren will, während das Dach leckt, Schimmel die Wände ziert und der Keller feucht ist.

  20. Frau UvdL treibt nun eine weitere Zuchtsau des Neo-Taylorismus durch das BW-Dorf. Nach Compliance nun also Diversity Management.
    Irgendwelche Berater werden schon dran verdienen, also alles ist gut. Ist ja auch eine gute Sache, wenn lebensältere und berufserfahrene „hochrangige Vertreter“ endlich sexuell aufgeklärt werden – besser spät als nimmer.
    Der Satz gefällt mir besonders : „Die sexuellen Orientierungen in der Bevölkerung finden sich auch in der Truppe wieder: Ob homo-, bi- oder transsexuell – die Kompetenzen aller Bundeswehrangehörigen werden gebraucht und sollen systematisch genutzt werden.“
    Systematishe Nutzung (!!!) aller sexuellen Kompetenzen (!!!!!) der Bevölkerung in der Bundeswehr ? Nach dem Motto. kommen sie zu uns, wir holen auch noch das letzte aus ihnen raus. Das ist wirklich das Letzte.
    Na ja, Fachärzte für Sexualmedizin müssen auch in der BW eine Chance bekommen, denn Chancengerechtigkeit in Sachen sexuelle Orientierung muß ja schließlich auch das Gebiet der Paraphilie abdecken. Fragt sich bloß ob gem. des „Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders“ (USA) oder gem. „Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme“ (WHO).
    Da ist es eben die Diagnose von Leidensdruck bei einem kompetenten Sadomasochisten durchaus entscheidend für den weiteren Werdegang. Wird er therapiert oder exekutiert. /SCNR

  21. So sieht es aus! Wie schon der Weißbuch-Prozess eine bessere Alimentierungsveranstaltung für Berater und Think-Tanks war, sind es solche Workshops zur befohlenen Begeisterung in Potenz! Aber es passt zu einer Inhaberin der Befehls- und Kommandogewalt im Frieden, die Ende 2016 rund 20 Millionen Euro für moderne Bekleidung und persönliche Ausrüstung ungenutzt zurückfließen lässt, aber schon mehr als den zehnfachen Betrag für Beraterhonorare einplant. Da kann ich nur sagen: Thema verfehlt, setzen und von mir aus auch Sex.

  22. Bei dem Workshop geht es um die Rahmenbedingungen zur Herstellung eines Arbeitsumfeldes, in dem sich Bundeswehrangehörige gleich welcher sexuellen Orientierung wohlfühlen und einbringen können.

    Die impliziert, dass es im Moment bezgl des Arbeitsumfeldes Handlungsbedarf gibt. Wenn die Voraussetzung dafür: Gleiche Chancen und gleiche Wertschätzung für alle ist, was ich für selbstverständlich halte, dann muss es ja wohl auch da Handlungsbedarf geben.

    Ist das denn so? Wenn ja, dann würde dies ggf bedeuten, dass einige gegen Gesetze verstoßen. Wo ist das der Fall?

  23. @J-P-W: Gutes Stichwort mit den zurückgeflossenen 20 Millionen. Sind denn nur 20 Millionen zurück geflossen an den Finanzminister oder nicht viel mehr, nachdem viel weniger A 400 M geliefert worden sind als geplant?

    Und wenn es Ersatzbeschaffungen gab, was ist denn ersatzweise beschafft worden?

  24. Der Taylorismus wird von seinen Kritikern oft als eine Spitze der Entfremdung in der Arbeit gesehen. Andere beklagen, dass über Kant ganze Bibliotheken gefüllt wurden und werden, der Visionär Taylor jedoch geächtet ist.

    Zur Entfremdung zwischen „Führern“ und „Geführten“ trägt die Art der Umsetzung von „leadership“ nicht erst in gegenwärtiger Legislatur aktiv bei, ich sage natürlich nicht „wissentlich“, aber zumindest grob fahrlässig, Kennzeichen einer Entfremdung.
    Dass bei praktizierter Schwerpunktsetzung im sozialen Wohlfühlbereich die Streitkräfte überhaupt noch funktionieren, muss dem gesunden Personalkörper in Einheiten und Verbänden gedankt werden. Gleichzeitig muss diesen Männern und Frauen zugerufen werden: bleibt in der Truppe, solange es geht. Später wird jeder korrumpiert. Nicht im Sinne von Bestechlichkeit, aber „durch schlechten Einfluss verdorben“!

    New Public Management in deutschen Verwaltungen, Achtung: BMVg ist nicht Bundeswehr, strukturiert Steuerungsprozesse und befördert gläserne Arbeitsabläufe, also dass zurecht beklagte Durchregieren wider alle Führungsebenen.
    Matrix-organisatorische Aufbauorganisation könnte Eigenständigkeit (Auftragstaktik), also flexible Aufgabenerfüllung Geführter in ministerieller Verantwortung leben lassen und so manche Führungsstilblüte in den Prozessabläufen zumindest mildern.

  25. @ klabautermann | 13. Januar 2017 – 8:58

    „Wird er therapiert oder exekutiert. /SCNR“

    sarcon/Wegen solcher Gedanken ist jedem/r verantwortlichen/r IBUK klar: Auch aD und dR brauchen dringend Hilfe in Sache Transgender-Verstaendnis. Reaktivieren und zur ResUeb einberufen,
    Ischa unglaublich, sone Meinung, Sie! sarcof

  26. Hm, ich bin schon hinreichend verblüfft über die Bereitschaft, ja geradezu die Begeisterung, mit der hier etliche über ein (medial) hingehaltenes Stöckchen springen. Ein (!) Medium berichtet von einem (!) Workshop, und schon drehen zu viele hohl. Weil es so ein saftiges Thema ist. Hätte sich jemand über „Doppik in der öffentlichen Verwaltung“ ebenso aufgeregt, wenn’s dazu einen Workshop gegeben hätte?

    Das lässt für das neue Jahr und die erwartbaren Agitationsversuche im Hinblick auf die Bundestagswahl nichts Gutes erwarten, so anfällig, wie sich hier viele zeigen. Die gelbe OT-Karte werde ich künftig sicherlich viel öfter zeigen müssen.

  27. @J-P-W

    Der Unterhaltungswert von Fifty Shades of Grey ist definitiv größer als diese McKinsey-Alimentierungsveranstaltung.

    @ll

    Apropos „Grau“. SiPo verkommt ja zunehmend zur Grauzonenpolitik. Man sollte wissen, dass es mehr als 50 Graustufen zwischen Schwarz und Weiß gibt, nämlich 256 bei 24Bit Farbtiefe. Die hohe Kunst der Grauzonenpolitik ist also, dass man sich im Grauspektrum so bewegt, dass eben eine eindeutige S/W-Zuordnung nicht möglich ist. Das ist die ganz „Hohe Schule“ des Political Spin. Bekannt sind ja aus der Geschichte ja solche Spin wie „non-denial denial“ oder „non-apology apology“. Heutzutage – im Netzzeitalter – kommt nun z.Bsp. das non-fake faking dazu.um „Glaubhafte Abstreitbarkeit “ sicher zu stellen. So gibt es also sicherheitspolitisch keine Zweideutigkeiten mehr, (S/W) sondern u.U. bis zu 256 Mehrdeutigkeiten im dieser sicherheitspolitischen Grauzone zwischen non-aggression aggression und non-defence defence. Damit sind natürlich simplistische Identitätskonzepte wie zum Bsp. Freund/Feind a la Carl Schmitt nicht mehr durchhaltbar.. Putin weiß das und praktiziert eine imho recht gekonnte Grauzonen- bzw. non-soft/hard-hard/soft Geopolitik und Trump ist ein „natural“, der sich dagegen wehrt in die klassische Friend/Foe-Echo Chamber der etablierten Washingtoner Pax Americana Geopolitik aka chessboarding einsperren zu lassen. Liegt wahrscheinlich daran, dass er Fifty Shades of Grey nicht nur gelesen hat ;-)

  28. @ T.W.

    Ich glaube es ist einfach eine Frage der Glaubwürdigkeit (und für mich: ob ich diese Person in ihrem Amt ernstnehmen kann). Die IBUK beschäftigt sich mit solchem „Firlefanz“ während die BW in einen Einsatz geschickt wird (Mali), wo doch schon die Grundsubstanz in der zu entsendenden Truppe (Heeresflieger) nicht gegeben ist, die Ausrüstungsmängel sind nicht mal ansatzweise behoben und in punkto Finanzen haben wir nur viel Rhetorik und wenig Fakten bekommen. Da darf man die Frage nach den Prioritäten stellen, oder?

  29. @ T.W

    Das Thema hat bestimmt seine Berechtigung nur ob es ausgerechnet zum jetzigen Zeitpunkt sein muss ist fraglich, dieses ist ja auch der Inhalt des RTL-West Kommentars.

    Zum Thema besondere Altersgrenze, tja gab es da für die Truppe bis dato mal eine vernünftige Informationsveranstaltung wo jedem der Betroffenen aufgezeigt wird was es für den einzelnen bedeutet? Falls ja ging das an mir gnadenlos vorüber.

    Zurück zum Gender-Thema…seit Jahren hatte ich auf verschiedenen Einheiten/Dienststellen mit Schwulen/Lesben/Bisexuellen zu tun und niemals hat einer von denen etwas in die Richtung geäußert das Handlungsbedarf besteht ihre Situation in den SK zu verbessern, ich denke hier wird (wieder einmal) ein Thema konstruiert was in der Presse toll aussieht aber kein Handeln erfordert, einfach weil es gut funktioniert.

    Ist aber auch verständlich das Frau IBUK sich lieber mit so einem Thema prominent befasst, anstatt Fragen nach Zielen in Mali, Ausrüstung, Personalproblemen, etc. zu beantworten.

  30. @Hans Dampf   & csThor

    Wenn ein Soldat deswegen auseinanderfällt oder sich umbringt ist das also kein Problem, weil die Ausrüstung ist ja da?!

    Ehrlich gesagt braucht ein Soldat erstmal eine gute Ausbildung und Organisation, mkn ersetzt Ausrüstung diese beiden Faktoren nicht sondern ergänzt sie nur

  31. @Klaus-Peter Kaikowsky

    In Anlehnung an meinen Grauzonen-Kommentar (klabautermann | 13. Januar 2017 – 10:19 ) hätte ich in der Tat nicht „Neo-Taylorismus“ schreiben sollen, sondern non-taylor-taylorism. Also nicht nur die Prozesssteuerung von physischen Arbeitsabläufen, sondern auch von geistig-kreativen. und den ganzen (grauen) Zwischenstufen.

  32. @IstEgal

    Ich habe im BW Umfeld schon Aussagen mitbekommen, da fangen die Probleme aber vor Homo – oder Bi sexuellen Menschen an.
    Da wird es schon bei höherer Promiskuität oder nur gegenüber Frauen bestenfalls fragwürdig.

    Bei Transgender kann es potentiell auch zu psychologischen Problemen kommen die zumindest potentiell suizidgefährdend sind oder sein können.

  33. @ ThoDan:

    Also zunächst vorweg: ich sehe schlichtweg kein Problem. Dass Trans- und Homosexuelle, weder in der Gesellschaft, noch in den Streitkräften, jemals zur „Norm“ werden, halte ich für ausgemacht. Gleichwohl ist jedenfalls mir im Dienst noch nicht aufgefallen, dass jemand wegen seiner sexuellen Orientierung benachteiligt worden wäre – das heißt freilich nicht, dass es das nirgends geben mag. Die Zeiten, in denen jemand z.B. wegen seiner (unterstellten) Homosexualität entlassen wurde (Generaloberst von Fritsch, General Kießling), da bin ich recht zuversichtlich, sind vorbei.
    Gleichwohl darf man sich die Frage stellen, was die drängenden Probleme sind, die man zur „Chefsache“ macht. Und ob „Gendergerechtigkeit“ etc. derzeit die vordringlichen Probleme sind, vermag zumindest ich aus meiner Froschperspektive nicht zu erkennen bzw. habe dazu eine abweichende Meinung – manchmal würde ich mir etwas mehr „Eisenhower-Prinzip“ wünschen.
    Sofern Sie auf meine „Bedürfnispyramide“ anspielen: ich habe ja extra geschrieben, dass ich sie arg vereinfacht habe. Natürlich gehört eine gute Ausbildung dazu, gar keine Frage.

  34. @ ThoDan | 13. Januar 2017 – 10:40

    Wieviel % der 170k werden betroffen sein? 0.01? Fuer die gibt es seit langem Fuersorgepflicht der Kameradenj & Vorgesetzten,Truppenaerzte, Seelsorger, Gleichstellungsbeauftragte uvm…

  35. @Klaus-Peter Kaikowsky

    Kleine Ergänzung: Wenn sie von der Entfremdung zwischen „Führern/Geführten“ schreiben und der gefühlten Entfremdung zwischen BMVg und Truppe – insbesondere Truppe im Einsatz – dann ist das sicherlich nachvollziehbar, denn das Füher/Geführten-System Bundeswehr ist ja noch nicht in Gänze down-to-the-bottom in der 3C-SASPF gesteuerten Echokammer „angekommen“.

  36. Wollen wir mal hoffen, daß sich die BW-Führung auf das Seminar beschränkt und sich nicht weitergehend in Genderfragen vertieft, wie man es bei der westlichen Führungsnation beobachten kann. In den US-Streitkräften kann inzwischen jeder Angehörige sein Geschlecht mit einem einfachen Verwaltungsakt ändern, mit allen Konsequenzen für Dienstgestaltung, Unterbringung in der Kaserne (Männer- oder Frauenbereich) usw. usf. Bei der Führung der US Navy hatte man im Herbst sogar die glorreiche Idee, den Mann aus allen Dienstgradbezeichnungen zu entfernen. Seemann, Bootsmann usw. – die über jahrhunderte gewachsenen traditionellen Ränge wurden dann rigoros durch „Spezialist für …“ ersetzt. Der klabautermann ist jetzt also klabauter-spezialist ;-)
    Zum Glück hat man die Anweisung zu Weihnachten wieder kassiert. Gewisse zeitliche Zusammenhänge mit einem Wechsel des US-Ibuk sind vermutlich rein zufälliger Natur.

  37. @Hans Dampf  

    Das ist jetzt eine Binse, ändert aber nichts daran – das psychologische Probleme in dem Bereich durchaus Suizidpotential haben.
    Da muss jemand nicht benachteiligt worden sein, die Probleme und die Gefahr kann es ganz im Gegenteil leider trotzdem geben.

    Ich habe aus dem BW Umfeld durchaus bei mEn Offizieren der Reserve Aussagen mitbekommen , die mich wäre ich deren Vorgesetzter veranlassen würde ihnen keine Frauen zu unterstellen oder ein sehr genaues Auge darauf zu halten wie sie mit Übergriffen etc. gegenüber den Frauen umgehen.

    Manchmal habe ich den Eindruck es wird sich vielleicht etwas zu sehr auf Ausrüstung fixiert hier – aber das ist vielleicht auch eine natürliche Ursache des Blogs

  38. @ ThoDan:

    Wie gesagt, ich kann nur meine Sicht der Dinge darstellen. Und eines habe ich auch schon erlebt, zum Glück nur mittelbar: Wenn auch nur der Vorwurf im Raume steht, jemand (Vorgesetzter, männlich) habe z.B. eine Frau (dienstlich) benachteiligt, dann wird es ungemütlich und man steht erst mal allein da. Ansonsten kann ich MikeMolto nur zustimmen: Ich glaube, wir haben bei der Bundeswehr ein so engmaschiges Netz an Ärzten, Psychologen, Seelsorgern usw., das es vermutlich locker mit jedem anderen Arbeitgeber aufnehmen kann.

  39. @Zimdarsen: Deutschland wird den Einsatz von Bodentruppen gegen ISIS & Co solange kategorisch ablehnen, bis es zum nächsten großen Anschlag in Frankreich oder den USA kommt. Wenn der Herr Trump oder der nächste französische Präsident mit dem Hinweis auf Bündnistreue deutsche Bodentruppen verlangt, wird die Bundesregierung sofort umfallen und dann werden entweder unzureichend gepanzerte Leo`s iS Häuserkampf in den Irak oder Syrien geschickt oder es bricht plötzlich Panik deswegen aus und es gibt Notkäufe, um die Leo´s ganz schnell nachzurüsten.

    VDL ist als Ankündigungsministerin absolute Spitze, aber leider passiert dann nach der Ankündigung jahrelang nichts mehr, sonst könnten schon 100 nachgerüstete Leopard-Panzer bei der Truppe stehen.

    Oder was ist mit den Hercules-Transportflugzeuge, als Ergänzung des A 400 M, über welche man schon letztes Jahre entscheiden wollte(wenn ich mich richtig erinner). Bis jetzt ist immer noch nichts passiert und es wird die Zeit knapp, um noch vor der BT Wahl darüber entscheiden zu können.

  40. @Hans Dampf  

    Die Aussage war sinngemäß.

    Eine Soldatin die sich über Übergriffe eines „guten“ männlichen Soldaten beschwert – will ihm doch nur was anhängen.

    Andererseits erwarte ich keine Ansprache bei der BW wie

    „the standard you walk past is the standard you accept“ von Lieutenant General David Lindsay Morrison

    Bedenkt man wie überrascht und wohl auch überfordert die BW/BmV von PTBS war

  41. @ closius

    Nein, sorry – das wagt niemand in Berlin, schon gar nicht in einem Wahljahr. Da geb ich Ihnen Brief und Siegel drauf.

    Auch stimme ich Ihrer Einschätzung von vdL als „Ankündigungsministerin“ zu, aber müssen Sie alles immer mit Ihrem Panzerfetisch vermischen? ;)

  42. Noch einmal ein kleiner Zwischenruf. Dieser workshop behamdelt nicht Gender-Mainstreaming sondern Diversity Management (inklusive der Berücksichtigung der sexuellen Orientierung Bevölkerung/Belegschaft).
    „Diversity Management dient nicht in erster Linie der Umsetzung von Antidiskriminierungsansätzen oder entsprechender Gesetze. Es ist vielmehr ein ganzheitliches Konzept des Umgangs mit personeller und kultureller Vielfalt in der Organisation – zum Nutzen aller Beteiligten. Auch wenn viele Maßnahmen personalpolitischer Natur sind, ist Diversity ein Querschnittsthema, das sich auf alle Bereiche der Organisation bezieht. Die personelle Vielfalt der Belegschaft soll sich in Bezug auf alle Geschäftsfelder auswirken und sich erfolgreich für Absatzmärkte, Kundengruppen, Produkte, Lieferanten und andere Geschäftspartner nutzen lassen. Die Vielfalt der Arbeitenden soll sich in der Organisation widerspiegeln – in der Vielfalt ihrer Produkte, ihrer Ideen sowie in der Art, Geschäfte zu betreiben.“
    http://www.charta-der-vielfalt.de/diversity/diversity-management.html

    Das hat also mit Unisex-Altruismus so viel zu tun wie Sex an der Uni mit Fuck-the-EU.
    Es geht hier um maximale Ausschöpfung des Human Capital; da ja die Protagonisten selber den Begriff Nutzung verwenden (siehe oben), könnte man auch vermuten, dass es neudeutsch clever&smart um maximale Ausnutzung der Mitarbeiter im Sinne von Ausbeutung geht. Wie ich schon schrieb: wir holen das letzte aus ihnen raus, come-in-to-burn-out.

  43. @ ThoDan | 13. Januar 2017 – 11:22
    „Ich habe aus dem BW Umfeld durchaus bei mEn Offizieren der Reserve Aussagen mitbekommen , die mich wäre ich deren Vorgesetzter veranlassen würde ihnen keine Frauen zu unterstellen oder ein sehr genaues Auge darauf zu halten wie sie mit Übergriffen etc. gegenüber den Frauen umgehen.“

    Fast jeder hoehere Bw-Offizier hatte seit Jahrzehnten (bevor es Soldatinnen gab) zwischen mehrere bis viele Frauen (meist zivil) in Stabstaetigkeiten ‚unterstellt‘. das muesste eine hohe Anzahl an belegbaren Vorfaellen aus Ihrer Kenntnis ergeben. Erfahrung und Statistik sprechen dagegen. Soldatinnen haben sogar noch mehr ‚Rechte‘ als zivile Mitarbeiter…

    Was fuer eine Agenda verfolgen Sie?

  44. @MikeMolto

    Darauf hinzuweisen , das „mkn“ die Probleme mit sexueller Identität existieren oder ausbrechen können ohne das es durch Fehlverhalten der (aktuellen) Umwelt ausgelöst wurde.

    Oder meinten sie den Hinweis möglicherweiseist in der BW nicht alles so rosig bezüglich der Gleichberechtigung und Behandlung der Geschlechter oder Sexuellen Orientierung/Identität.

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