Kampf gegen ISIS: Offensive auf Mossul begonnen (Sammler)

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Im Kampf gegen die ISIS-Terrormilizen in Irak und Syrien hat am (heutigen) Montag die erwartete Offensive des Irak gegen die Stadt Mossul begonnen, die größte Stadt unter ISIS-Kontrolle. Neben den irakischen Regierungskräften sind kurdische Kämpfer, diverse Milizen und auch Soldaten der internationalen Anti-ISIS-Koalition beteiligt (vor allem die USA mit Luftangriffen, aber auch Frankreich mit Artillerie; deutsche Soldaten sind mit der möglichen Ausnahme von Tornado-Aufklärungsflügen nicht beteiligt).

Die Lage entwickelt sich derzeit erst, erste Übersichten von Spiegel Online:

Die Offensive auf die IS-Hochburg Mossul läuft. Die Rückeroberung dürfte dauern. Befürchtet wird ein blutiger Häuserkampf mit Sprengfallen und Autobomben. Wichtige Terrorführer sind wohl bereits entkommen.

Knapp 30.000 Kämpfer sind an der Offensive beteiligt: Reguläre irakische Soldaten, kurdische Peschmerga, lokale sunnitisch-arabische Milizen und schiitische Milizen, die von Iran unterstützt und ausgebildet werden. (Aus der Luft unterstützt die von den USA angeführte Anti-IS-Koalition den Vormarsch mit Angriffen auf Verteidigungsstellungen der Dschihadisten.

und von der BBC:

Iraqi pro-government forces have made gains at the start of a large-scale operation to retake Mosul, the last major stronghold of the so-called Islamic State (IS) in the country.
Iraqi government troops and Kurdish fighters launched their push towards the city in the early hours of Monday. (…)
The BBC’s Orla Guerin, who is with Kurdish tank units advancing from the east, says they are now within 300m of IS positions.

Der Kommandeur der US-geführte Anti-ISIS-Koalition Operation Inherent Resolve, Generalleutnant Stephen Townsend, hatte sich am Morgen zu der Offensive geäußert:

… und die Geschehnisse rund um Mossul werden von verschiedenen Quellen per livestream aktuell übertragen:

https://youtu.be/0wcKAD5bUPw

https://www.facebook.com/aljazeera/videos/10154763661373690/?pnref=story

Weiter nach Entwicklung, gerne in den Kommentaren.

(Foto: Screenshot aus dem Livestream des kurdischen Onlinemediums Rudaw)

47 Gedanken zu „Kampf gegen ISIS: Offensive auf Mossul begonnen (Sammler)

  1. Hatte ich zwar schon im Bällebad eingestellt, als Einstieg in den neuen Faden ist das Statement des Cdr CJTF OIR aber sicherlich angebracht.

    Lt. Gen. Stephen J. Townsend, commander, Combined Joint Task Force – Operation Inherent Resolve, made the following statement regarding the start of the Iraqi offensive to liberate Mosul, Oct. 17, 2016.

    https://t.co/UMY6VTlONG

    [Das Statement ist oben im Eintrag eingebettet, oder? Langsam empfinde ich es als Trollen, wenn Dinge, die im Eintrag stehen, in den Kommentaren noch mal mit Link ausgebreitet werden. T.W.]

  2. Der eine Humvee parkt vorwärts, der andere Humvee rückwärts, der Nächste muss abgeschleppt werde. In der Reportage des ZDF letzte Woche sah man Peshmerga die mal einfach durch die Linien laufen, Helme als Deko auf den Sandsackbarrieren während eines Gefechts ablegen und völlig hysterisch rumballern. Und wenn man mal Zeit zu telefonieren findet während einem die Kugeln um die Ohren fliegen, auch gut.

    Und da sind 1,5 Mio Zivilisten in der Stadt.

  3. Das merkwürdige ist, daß die „Bösen“ aus Syrien die „Guten“ im Irak sind, die Schiitenmilizen….

  4. Hoffen wir mal, dass der abgeschleppte Dingo im obigen Bild kein Sinnbild für die Qualität der dt. Waffen-/Ausrüstungslieferungen ist ;)

  5. @ Ich putz‘ hier nur

    ‚habe genau das gleiche gedacht.
    Vielleicht fehlte nur der Kraftstoff und die hatten gerade keinen Tankwagen! :-)

  6. Die 101st airborne (Air Assault), zugleich Combined Joint Forces Land Component Command-OIR (CJFLCC-OIR) konzentriert die Kräfte der CJTF OIR in der Unterstützung der irakischen Armee vor Mossul.
    https://www.dvidshub.net/news/212154/coalition-supports-isf-mosul-offensive
    Der DivKdr, zugleich Kdr CJFLCC , U.S. Army Maj. Gen. Gary J. Volesky, betont in seinen Stellungnahmen die führende Rolle der Iraker. Für die U.S.-Medien von Bedeutung, da offiziell allein SOF als TAA „on the ground“ verwendet werden.

  7. Der Oberkommandierende am Boden ist Quassem Suleimani.Dort ist die Manpower um die Stadt zu befreien und sie ist schiitisch und prorussisch.Der Sieg im Irak ist ihr Verdienst und nicht der US Luftwaffe die öfter mal „versehentlich“ schiitische Milizionäre bombardiert und Luftangriffe auf den IS verhindern will(sieh Fallduscha dieses Jahr) um sie praktischerweise nach Syrien entkommen zu lassen.Zum Glück fliegt die irakische Luftwaffe um den Job zu erledigen,unvergessen der Versuch sich diese Erfolge ans Refers zu heften mit Hilfe der westlichen Qualitätspresse.Die TOW Raketen des IS kommen direkt aus westlichen Quellen um den Umweg Golfstaaten.

  8. @AOR

    „Peshmerga die mal einfach durch die Linien laufen, Helme als Deko auf den Sandsackbarrieren während eines Gefechts ablegen und völlig hysterisch rumballern. Und wenn man mal Zeit zu telefonieren findet während einem die Kugeln um die Ohren fliegen, auch gut.“ Ähnliche berichte gibt es aber auch vom IS.
    Aber wenn das bei den Kurden schon so aussieht kann man sich ja vorstellen in welcher Verfassung die Irakischen Streitkräfte sind. Und was den zu erwartenden Häuserkampf angeht giebt es ja auch noch die Option dass sich der IS aufgrund der Übermacht nahezu Kampflos zurückzieht und diese leer aber vollkommen vermint zurücklässt. Zeit genug hatten sie ja.

  9. @Dante“… dass sich der IS aufgrund der Übermacht nahezu Kampflos zurückzieht, …“
    Daesh kann sich nirgends hin zurückziehen. Rückwärtige Räume existieren nicht (mehr), eine sichere Landverbindung Richtung SYR/Aleppo gleichfalls nicht. Die Stadt ist eingeschlossen.
    Es bleibt nur Suizid, mit/ohne Sprengstoffgürtel oder Endkampf bis zur Niederlage, die mit dem eigen Tod durch Hinrichtung enden wird. Und „kampflos“ ist ein bei Daesh nicht bekannter Begriff.
    Wer über zwei Jahre jegliche Regeln der Kriegführung lt. HVR/Haager Landkriegs-Ordnung hat unbeachtet gelassen, dem wird in der dadurch aufgeheizten Atmosphäre keinen Pardon erwarten dürfen.
    Dies wird allen beteiligten klar vor Augen stehen.
    Vae victis!

  10. @Klaus-Peter Kaikowsky | 18. Oktober 2016 – 11:14
    In Bezug auf Peshmerga und Irakische Streitkräfte ist man geneigt Ihnen zu folgen. In Bezug auf die US-Streitkräfte folge ich definitiv nicht. Hier gibt es die Option „ergeben“ mit anschließend völkerrechts-/menschenrechtskonformen Behandlung durchaus.

    Zwar wurden bei der zuvorderst eingesetzten 101. im Vietnamkrieg und III. Golfkrieg auch Kriegsverbrechen dokumentiert. Dass diese aber nicht institutionell geduldet oder gar gewollt waren (sind), kann man an den dazu rechtgesprochenen Urteilen in den USA ablesen.

    Es wird nach Lage der Dinge ein schwerer Kampf, wahrscheinlich auch ein „schmutziger“ Kampf mit Merkmalen einer humanitären Katastrophe für die Zivilbevölkerung. Ich denke, dass wir beide uns da keinen Illusionen und Hoffnungen hingeben.

  11. @Sachlicher
    Ich vermute KPK meinte eher die Grundeinstellung der ISIS-Leute. Sie wissen, dass sie sich selbst außerhalb der zivilisierten Welt gestellt haben und erwarten daher für sich nichts anderes. Erinnert ein wenig an manche dt. Einheiten im Berlin von 1945.

  12. @STMarc
    der gedanke an berlin ist mir da auch gekommen.
    Das hässliche wird die tatsache werden dass sich das alles auf einer Flächen von villeicht 400km² abspielen wird. Und alles komplett verbaut und verwinkelt und untertunnelt.

  13. @StMarc
    Falls ich undeutlich gewesen sein sollte, selbstverständlich nicht die 101ste.

  14. @StMarc | 18. Oktober 2016 – 13:03, @ Klaus-Peter Kaikowsky | 18. Oktober 2016 – 14:25

    Ich denke, damit haben Sie mir alles notwendige erläutert und es ist alles klar gestellt. Vielen Dank.

  15. @AoR  Ich habe die Reportage ebenfalls gesehen und mir das gleiche wie Sie gedacht. Das einzig tröstliche ist, dass es bei einigen IS-Einheiten keinen Deut besser aussieht (wie man an dem vor einiger Zeit veröffentlichten Video der IS-Kämpfer sehen konnte)….

  16. Nachtrag: Das macht es für die vielen eingeschlossenen Zivilisten die zwischen die Fronten geraten natürlich keineswegs besser

  17. Ich sehe schon noch Rückzugsmöglichkeiten, zumindest für die arabischen/turkmenischen und sonstigen aus der Region stammenden Teile des IS.
    Die Vergangenheit hat gezeigt, dass je nach militärischer Lage ein munteres Überlaufen zwischen IS und FSA (moderate und weniger moderate Teile eingeschlossen) gegeben hat. Ich vermute, dass die gerne als FSA bezeichneten Einheiten demnächst Zuwachs bekommen. Seit der offenen Unterstützung durch die Türkei in Syrien wächst da meiner Meinung nach eine starke Armee heran, die Heimat für die sunnitischen Gruppen ist. Möglich dass der türkische Einsatz im Irak dazu dient, die dortigen sunnitischen Gruppen zu einer FSA für den Irak (FIA) zu einen. Mit FSA im Westen und FIA im Osten hätte man (Türkei) dann Verbündete im Kampf gegen die syrischen YPG-Kurden.
    Und die europäischen IS Kämpfer? Da wird wohl ein Teil wieder nach Hause kommen. Für mich stellt sich da immer folgende Frage: Warum kommen die Rückkehrer vor ein ziviles Gericht und dann nur für wenige Jahre in ein Gefängnis? Sollte hier nicht ein Kriegsgefangenenlager der richtige Platz sein? Ich dachte Deutschland befindet sich im Krieg mit dem IS oder was machen unsere Tornados da unten? Der Aufenthalt im Kriegsgefangenenlager müsste dann eigentlich solange erfolgen, bis eine der Kriegsparteien kapituliert.

  18. Die Peshmerga dürften in der Tat die einzigen Realisten vor Mossul sein. – Sirwan Barzani, Peschmerga BrigGen beziffert den Zeitbedarf zur Einnahme der Stadt auf zwei Monate, bis nach Mossul-City auf zwei Wochen. Der Kurde liegt nach jeglicher Kampferfahrung in auch nur halbwegs vergleichbarer Lage (zumindest qua Größe der Agglomeration, nicht: beteiligter Truppenstärke), siehe Kiew, Charkow, Sewastopol, Stalingrad, – in neuerer Zeit auch Grosny, wahrscheinlich richtig.
    Alle anderen (arabischen) Vorstellungen passen – wie im Orient üblich – auch ausgezeichnet in „1000-und-eine-Nacht“, so sehr ich auch auf die rasche Vernichtung (nicht Zerschlagung) von Daesh setze und hoffe. Nicht nur nebenbei, die Vernichtung von Daesh in den letzten Hochburgen Aleppo, ar-Raqqa und Mossul darf keinesfalls als Beseitigung des /Problems interpretiert werden. Mit dem Fall der letzten Zentren ist die islamistische Idee des Kalifats leider nicht automatisch mit beerdigt. Der kämpferische, konfessionell-sunnitische Mehrheitsislam existiert fort.
    http://edition.cnn.com/2016/10/18/middleeast/mosul-isis-operation-iraq/
    Im übrigen, ethnische Animositäten setzen schon ein: Nur die Regierungstruppen sowie irakische Polizei soll autorisiert sein, Mossul-City zu betreten, aus Angst vor konfessionell-sektierischer Vergeltung (!), so zumindest irakische Verantwortliche.
    Und das wird nur den Kurden unterstellt?

  19. Helis vor Mossul im Einsatz.
    @Arn_Del
    #Iraqi Army Aviation Bell IA-407s (Sqn 21), EC-635s (Sqn 55), Mi-35s (Sqn 35) are now deployed at #Erbil #MosulOps #Mosul_Offensive
    Was meinen „Drehflügler“, Eignung als Kampfhubschrauber?

  20. @tluassa | 18. Oktober 2016 – 1:04
    Hmm..
    Option A: jemand hat vergessen das Balkenkreuz zu entfernen (m.E dann Schlamperei)
    Option B: während einer Ausbildung fotografiert
    (bei näherer Betrachtung schließe ich das aus)
    Option C: wir werden es vmtl. nicht herausfinden
    Option D: die Bw setzt keine Dingos im NIRQ ein

    [Zur Option A nur die Anmerkung, dass deutsche Militärfahrzeuge schon seit einigen Jahrzehnten kein Balkenkreuz mehr tragen, sondern ein Eisernes Kreuz. Keine Ursache, gern geschehen. T.W.]

  21. Seit gestern eine Binse, hebt https://www.theguardian.com/us-news/2016/oct/17/us-military-troops-on-ground-mosul-iraq-isis-obama?CMP=share_btn_tw
    die Anwesenheit von U.S.-Bodentruppen explizit hervor.
    Die Anwesenheit von SOF der 101st Airborne (air assault), in mehr als TAA, wurde gestern seitens DivKdr, zugleich Kdr CJFLCC , U.S. Army Maj. Gen. Gary J. Volesky, bestätigt. (Gestern 19:32)
    Die im Beitrag beschriebene Kompetenz der JTAC (FAC) ist unbestritten, das landläufige Verständnis von „Bodentruppen im Einsatz“ wird dennoch kaum erfüllt.

  22. http://www.volkskrant.nl/
    vom 18.10.2016 befürchtet verdeckten Zustrom von Daesh-Kämpfern im Zuge der Rückeroberung von MOSSUL.
    Desweiteren wird erwartet, dass nach MOSSUL zunächst ar-Raqqa fallen soll, bevor ALEPPO angegangen wird, aus Gründen der RUS Interessen in/um ALEPPO.
    Machte auch operativ gesehen Sinn, da nach Westen verlaufend ar-Raqqa den nächsten Bremsklotz zur Vernichtung Daesh bildet.
    Der NLD Inlandsnachrichtendienst soll der Zeitung zufolge keinerlei Vorstellung haben, was da auf die NLD zukommen wird. Es wird dazu nicht allein auf terroristische Bedrohung hingewiesen, sondern herausgestellt, dass eingeströmte „Schläfer-Terroristen“ sich refinanzieren müssen, was allein durch kriminelle Machenschaften möglich sein wird.
    Die NLD Terrorismus-Sachverständige, Loretta Napoleoni (ja, sie ist Niederländerin), macht dabei den erstaunlichen Vorschlag, mit dem „Kalifat“ in Verhandlungen einzutreten, um geflohene Kämpfer aus Mossul etc. im eigen Herrschaftsbereich zu behalten.

  23. Klaus-Peter Kaikowsky | 18. Oktober 2016 – 11:14

    @Dante“… dass sich der IS aufgrund der Übermacht nahezu Kampflos zurückzieht, …“
    Daesh kann sich nirgends hin zurückziehen. Rückwärtige Räume existieren nicht (mehr), eine sichere Landverbindung Richtung SYR/Aleppo gleichfalls nicht. Die Stadt ist eingeschlossen.

    In den Medien werden aktuell dem entgegengesetzte Statements der Beteiligten veröffentlicht. Man schließt Mossul nicht komplett ein, sondern nur von 3 Seiten, um den in solchen Fällen immer erfolgten „Kampf bis zum letzten Sprengstoffgürtel“ zu vermeiden (und entsprechende Verluste bei der Allianz) und läßt ISIS planmäßig einen Rückzugsweg offen.

    Daß der genau Richtung Syrien liegt – da mag sich jeder nach seiner Fasson was bei denken, oder nicht.

    BTW, daß man dem Gegner ein Jahr Zeit läßt, sich in Mossul quasi ungestört einzugraben steht so auch nicht im Taktikhandbuch. Gerüchteweise soll auch in Nahost gelegentlich brauchbares Flugwetter herrschen.

    Zur Abrundung:
    ISIS greift an und verteidigt nicht. Die Erfahrung lehrt, daß es in Mossul förmlichen Widerstand nur mit begrenzten Kräften geben wird. Sobald die Allianz irgendwo nachlässig oder unaufmerksam wird oder ihre Linien überdehnt wird es einen konzentrierten Gegenschlag der ISIS geben, mit entsprechenden Verlusten für die Allianz.

  24. Danke für den Hinweis auf das Video (gibt es vermutlich auch von Rudaw im Original?).

    Sieht mir doch bislang so aus, als hätte jemand ‚vergessen‘, vor Auslieferung das Eiserne Kreuz zu übermalen… Die etwas ältere Waffenanlage auf dem Dingo deutet ebenfalls nicht darauf hin, dass es sich um Gerät handelt, das von der Bundeswehr noch genutzt wird, oder?

  25. DAESH IST GEBROCHEN

    Hier eine Meldung auf der FB-Seite der International Peshmerga Volunteers:
    https://www.facebook.com/intlpv/

    „MOSUL — The leader of the Islamic State (IS) has demanded the Peshmerga forces to cease the war against the group in Mosul.

    According to a number of Iraqi news outlets, Abu Bakir al-Baghdadi, the IS leader, has sent a request to the Peshmerga forces through Arab tribal leaders in Nineveh province to halt the fight against the organization.

    Baghdadi has suggested that if Peshmerga halts the fight, the IS militants will vacate Mosul and move to Syria with their weapons and money.

    Peshmerga forces have recently inflicted the IS organization with severe damage and the militants‘ morale has waned due to the ongoing extensive operations of Peshmerga against the group. Militants have reportedly started fleeing with their families to Syria.“

    P.S: 1,5 Mio Zivilisten, in Syrien warten die Kurden der YPG.

  26. Das passt hier zwar nicht unmittelbar hinein, jedoch wird der gesamte nah-mittelöstliche Krisenbogen betroffen, somit auch der Bab-al Mandeb. Hintergründe zu LFK-Attacke auf die USS MASON ( http://www.nytimes.com/2016/10/13/world/middleeast/yemen-rebels-missile-warship.html )
    einschließlich „What’s the strategic significance of the Bab el-Mandeb“?
    http://www.nytimes.com/2016/10/13/world/middleeast/yemen-rebels-missile-warship.html

    Übrigens macht sich in den letzten drei Tagen eine vordergründig naheliegende Volte breit, geschickter dialektischer Schachzug, der Äquidistanz zu Moskau und Washington impliziert:
    Euer MOSSUL ist unser ALEPPO. Was regt Ihr Euch auf. (Hat KGB-Geschmäckle).

  27. Der amerikanische Doppelsprech ist schon schön.

    Die US-Drohnenangriffe gegen AQ in Yemen (respektive gegen ganze Dörfer, in denen man AQ-Angehörige vermutet) mal außen vor gelassen liefert die USA Ziel- und Aufklärungsdaten an die arabische Koalition, tankt deren Kampfflugzeuge im Einsatz gegen Yemen auf und beteiligt sich durch Anhalten und Durchsuchen von Schiffen an der Seeblockade. Die USA ist also bereits seit längerem Konfliktpartei, was Außenminister Kerry nicht davon abhält, sich als „ehrlichen Unterhändler“ darzustellen:

    „Before Thursday’s attack, Secretary of State John Kerry pushed for a peace deal in Yemen, arguing that the United States could be an honest broker because it was not directly involved in the Saudi-led bombing campaign“ (NYT Artikel)

  28. Kirkuk ist Zentrum der Nordirakischen Ölindustrie. Kurden sehen K. als ihre Stadt. Unter Saddam umfangreiche Ansiedlung von Arabern, auch Turkmenen.
    Kurden werden sich die Stadt nicht nehmen lassen
    Angr ist als Entlastungsoffensive zu beurteilen, um Kräfte der Koalition zu teilen.
    Je nach Erfolg der Daesh-Offensive kann das zeitlich begrenzt Erfolg zeitigen.
    Wenn Peshmerga allerdings vor die Wahl gestellt werden, schützen sie Kirkuk, da Mossul seit jeher arabisch ist. Kurden akzeptieren das.

  29. @KPK: Der Vergleich ist gar nicht so abwägig. In Ost-Aleppo sitzen 8000 Aufständische, die Hälfte davon – 4.000 – sind Terroristen des des Al-Kaida Ablegers JFS/Al-Nusra. In Mossul befinden sich 4000 Terroristen des Al-Kaida Hybriden Daesh.

    Was uns nun voneinander abhebt, werden die nächsten Wochen zeigen.

    Ach so, da wir ja viel über Moral gesprochen haben. In der Geopolitik gibt es den Begriff Moral Highground… mal sehen ob wir den wieder erreichen können? Bleibt spannend und meine Kurden haben wohl eine echte Chance in Saladins Fußstapfen zu treten.

  30. Ne aber die Türkei geht gegen die YPG mit Djihadistenmilizen und Artillerie im Norden von Homs vor. An der Daesh Front können sie gerne eine Hühnerzucht aufmachen, da passiert nichts.

    Und wenn die USA und Türkei so richtig Dicke Freunde sind… naja. /SCNR

  31. Hoffentlich nur Vorsorge, oder gibt es anders lautende AufklErg? Zuzutrauen ist Daesh alles!
    Operation Inherent Resolve

    Coalition provides ISF, Peshmerga with over 24K gasmasks.

    October 22, BAGHDAD – Combined Joint Task Force – Operation Inherent Resolve provided more than 24,000 protective chemical masks to the Iraqi security forces and Peshmerga during training in preparation for the Mosul offensive.
    The use of chemical weapons by the Islamic State of Iraq and the Levant reinforces why the international coalition is assisting the Iraqi government to degrade and ultimately destroy ISIL, which continues to kill indiscriminately and is completely unencumbered by any legal or moral restraint.
    “The enemy has used chemical weapons in the past, and we’re going to make sure we are taking every measure to mitigate the risk to our forces,” said Maj. Gen. Gary J. Volesky, commander, Combined Joint Forces Land Component Command – Operation Inherent Resolve. “Force protection is my number one priority here.”
    CJTF-OIR has five building partner capacity sites, which were instrumental in training Iraqi security forces and Peshmerga counter-attack brigades for the Mosul offensive.
    Part of their training includes reacting to chemical attacks by ISIL and effectively using and fighting in their issued gas masks.
    “The Coalition is trained, we’ve trained the ISF and Peshmerga; they’ve got equipment, ….“

  32. Daesh verfügt über verschiedenste chemische Kampfstoffe. Nochmal, die müssen weg von Mossul.

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