ExerciseWatch: Mobiler Luftraum-Gefechtsstand im Baltikum

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Im Rahmen der Persistent Presence, der ständigen Präsenz zur Unterstützung der NATO-Verbündeten im Nordosten des Bündnisgebiets an der russischen Grenze, ist die Luftwaffe derzeit mit einem mobilen Gefechtstand beteiligt. Das Deployable Control and Reporting Centre (DCRC) war eigentlich für diese Reassurance der baltischen Länder in der Allianz nicht vorgesehen. Aber die ursprünglich eingeplanten Objektschützer der Luftwaffe wurden in Mali gebraucht…

Die NATO hat einen Blick in diesen deutschen Gefechtsstand geworfen, der demonstrativ die Kontrolle des Luftraums über dem Baltikum sicherstellen soll:


(Direktlink: https://youtu.be/q2yaGHrsn3o)

(Foto: Screenshot aus dem Video)

 

11 Gedanken zu „ExerciseWatch: Mobiler Luftraum-Gefechtsstand im Baltikum

  1. Feine Sache – das DCRC. Da konnte sich auch die HFlaTr mit ihrem SHORAD TOC „anflanschen“.
    Seufz.
    Hans Schommer

  2. Erstaunlich, anstelle der verhinderten Objektschützer das DCRC. Muss ich daraus schliessen, ob das DCRC dort, spielt eigentlich keine Rolle, Hauptsche ein Beitrag? Ich will es nicht glauben. Oder ist das ein Irrtum?

  3. Auf bundeswehr.de gibt´s auch ein Video, den baltischen Luftraum im Blick: goo.gl/4MEHvj

  4. Natürlich gilt „Haupts[a]che ein Beitrag“.

    Man muss sich immer wieder vor Augen halten, welchen Zweck Persistent Presence hat. Und der ist nunmal nicht die Fähigkeit zum verzuglosen Kampf der verbunden Waffen auf multinationaler Divisionsebene.

  5. Edgar Lefgrün | 24. August 2016 – 12:48:
    „Erstaunlich, anstelle der verhinderten Objektschützer das DCRC. Muss ich daraus schliessen, ob das DCRC dort, spielt eigentlich keine Rolle, Hauptsche ein Beitrag? Ich will es nicht glauben. Oder ist das ein Irrtum?“
    M.E. ein Irrtum. Das DCRC ist ein „Goldstücken“ – m.E. eines der letzten, das wir als Bündnispartner zu bieten haben.
    Und die Objektschützer sind Luftwaffen-Infanterie – locker durch die Host Nation zu ersetzen.
    Hans Schommer

  6. @Hans Schommer

    Wohl auch von den Kosten ist das CRC ein Goldstück. Luftwaffen-Infantrie, sind Sie der Truppe mal selbst begegnet, haben Sie die in Augenschein nehmen können?

  7. Die NATO feiert das deutsche Goldstück DCRC in dem Beitrag und dem Beitext auf FB ja auch ausgiebig als „state of the art“.

    Den Zweck des Einsatzes gibt der deutsche OTL ja auch ganz schnöde in gruseligem Englisch zu Protokoll, sinngemäß: Die NATO hat beim Gipfel in Wales „Flagge zeigen im Osten“ beschlossen, und jetzt sind wir eben dran.

    Ansonsten finde ich den Clip, wie viele der NATO, gut gemacht. Nicht High-end, aber sehr solide und professionell.

  8. Edgar Lefgrün | 24. August 2016 – 21:30:
    “ … Luftwaffen-Infantrie, sind Sie der Truppe mal selbst begegnet, haben Sie die in Augenschein nehmen können?“
    Ja. Die machen einen großen Teil ihrer Ausbildung auch in Hammelburg.
    Hans Schommer

  9. @ Hans Schommer
    „Und die Objektschützer sind Luftwaffen-Infanterie – locker durch die Host Nation zu ersetzen.“
    Das sind die wenigen bei der Luftwaffe, die einen Truppenausweis statt eines Freizeitpasses bekommen ;-) //scnr – als ehem. „Panzermann“ nehme ich mir den mal raus…
    Nun ich stimme zu, dass man Objektschutz im Gebiet ja wohl immer (als erstes und quasi als Grundbefähigung) selbst hin bekommt.
    Frage an die LW-Experten: Ist es denn üblich, dass man ein DCRC ’so weit vorne‘ aufstellt oder gar ein muss?

  10. Alpha November

    Die Positionen der früheren CRC Brekendorf und Visselhövede waren ziemlich weit vorne während des kalten Krieges, Flugminuten ab Start. Brockzetel weiter hinten in Ostfriesland. Mit dem Radar musste weit genug geschaut werden, mit dem Funk die eigenen Flieger erreichbar sein. Natürlich ist das Control von Radarstellung und Funkstellung absetzbar, war bei Brekendorf auch so. Auch gab es reine Reportig Posts, reine Radarstellungen, eine nahe der Grenze zur Tchechoslowakeit. Aber auch andere Einrichtungen waren weit vorne, z.B. der Turm von Sektor C auf dem Stöberhai im Harz, die konnen mit den Leuten auf dem Brocken Lichtzeichen austauschen, Frohe Weihnacht wurde mal gefunkt (wurde jedenfalls erzählt).

    Und im Baltikum? Weiter zurück ist die Ostsee. Wie schnell mag das DCRC verlegbar sein? Wir von HAWK konnten in 1/2-1h Stunde weg sein aus der aufgeklärten Stellung. Das war aber während des kalten Krieges, da sind wir ab wohl nicht. Noch nicht? Die russischen Trommeln dröhnen.

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