Personalstärke der Bundeswehr – Fortschreibung

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Wie versprochen, schreiben wir hier mal die aktuellen Stärkemeldungen der Bundeswehr fort – denn auf den Bundeswehr-Seiten gehen die früheren Meldungen zum militärischen Personalumfang der Streitkräfte doch oft ein wenig unter (weil immer unter dem gleichen Link aktualisiert wird).

Die Meldung für den Januar 2016 (veröffentlicht am 17. Februar):

178.573 aktive Soldaten und Soldatinnen umfasst die Bundeswehr insgesamt. Sie verteilen sich wie folgt:

Bundesministerium der Verteidigung: 945
Streitkräftebasis: 42.042
Zentraler Sanitätsdienst: 19.630
Heer: 60.017
Luftwaffe: 28.468
Marine: 16.268
Bereich Infrastruktur, Umweltschutz, Dienstleistungen: 945
Bereich Ausrüstung, Informationstechnik, Nutzung: 1.771
Bereich Personal: 6.958, davon 4.225 Studierende an den Bw-Universitäten
Sonstige: 1.529
Die Bundeswehr umfasst aktuell 167.896 Berufs- und Zeitsoldaten und 10.677 Freiwillig Wehrdienstleistende (Jahresdurchschnitt 2015: 9.964).
Zur Bundeswehr gehören 19.480 Soldatinnen.
Stand: 31. Januar 2016

Die Meldung zum Jahresende 2015 (veröffentlicht 11. Januar 2016):

177.069 aktive Soldaten und Soldatinnen umfasst die Bundeswehr insgesamt. Sie verteilen sich wie folgt:
Bundesministerium der Verteidigung: 944
Streitkräftebasis: 41.999
Zentraler Sanitätsdienst: 19.564
Heer: 59.021
Luftwaffe: 28.321
Marine: 16.045
Bereich Infrastruktur, Umweltschutz, Dienstleistungen: 938
Bereich Ausrüstung, Informationstechnik, Nutzung: 1.767
Bereich Personal: 6.964, davon 4.260 Studierende an den Bw-Universitäten
Sonstige: 1.506
Die Bundeswehr umfasst aktuell 168.277 Berufs- und Zeitsoldaten und 8.792 Freiwillig Wehrdienstleistende (Jahresdurchschnitt: 9.964).
Zur Bundeswehr gehören 19.284 Soldatinnen.
Stand: 31. Dezember 2015

Die Stärkemeldungen – und die Entwicklung – der Vorjahre findet sich hier.

(Danke für den Leserhinweis auf die heute veröffentlichte neue Statistik.)

Nachtrag 26. Februar: In den Kommentaren war dankenswerterweise der Hinweis auf eine Detail-Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz zur Personalstärke, aufgeschlüsselt nach Dienstgradgruppen. Die Tabelle gibt’s auch hier zum runterladen.

127 Kommentare zu „Personalstärke der Bundeswehr – Fortschreibung“

  • klabautermann   |   22. Februar 2016 - 13:00

    @Zimdarsen

    Ja, kann man so sehen…….muß man aber nicht. Ich rede ja hier nicht einem George S. Patton das Wort. Aber „Piep, Piep, Piep, wir haben uns heute alle wieder lieb“ kanns ja wohl auch nicht sein im Bereich der militärischen Menschenführung, denn darüber diskutieren wir hier.
    Wertschätzung, Respekt, Gesprächsbereitschaft „zu leben“ ist sicherlich wichtig, am Ende des Tages ist aber das wichtigste das wechselseitige Vertrauen in die fachlichen Kompetenzen. Wenn dieses wechselseitige Vertrauen zwischen Vorgesetzten und Untergebenen aufgebaut ist, dann kommen „Wertschätzung, Respekt, Gesprächsbereitschaft“ wie von selbst dazu. Aber allein „Wertschätzung, Respekt, Gesprächsbereitschaft“ zu leben reicht zumeist nicht aus, dieses Vertrauen nachhaltig zu schaffen.

    Just my two cents

  • Zimdarsen   |   22. Februar 2016 - 13:00

    Siehe auch Seite 51

    „Will man also die Motivation verändern, ist eine Stellgröße die Veränderung des Vorgesetztenverhaltens“

    http://www.mgfa-potsdam.de/html/einsatzunterstuetzung/downloads/ap130.pdf

  • klabautermann   |   22. Februar 2016 - 13:12

    @Zimdarsen

    Lol…….ich kenne diese „Fallstudie“, an deren Ende der Autor nur unwesentlich schlauer ist als zu Beginn, wie man den Anlagen entnehmen kann. Und wie alle Pädagogen empfiehlt er ein IntraNetForum, in dem man das Thema weiter diskutieren kann……also wirklich…….;-)

  • Zimdarsen   |   22. Februar 2016 - 13:39

    Ändert nichts an der Richtigkeit der Aussage ;-)

  • klabautermann   |   22. Februar 2016 - 13:46

    @Zimdarsen

    Tja, Trivialität hat so eine Art eingebaute Richtigkeit ;-)

  • Zimdarsen   |   22. Februar 2016 - 16:03

    Trivialität im Sinn von Selbstverständlichkeit oder Belanglosigkeit?

    In jedem Fall scheinen manche Selbstverständlichkeiten nicht mehr bewusst zu sein, weil manche sie für belanglos halten und genau deshalb werden sie nicht gelebt.

    Natürlich ist das nur ein Werkzeug der Motivation, aber über die anderen hatten wir uns ja schon ausgelassen ;-)

  • klabautermann   |   22. Februar 2016 - 16:32

    @Zimdarsen

    Wir sind ja eigentlich ziemlich nah beeinander, wir setzen halt andere Schwerpunkte.
    Die Studie beschäftigt sich ja mit Einsatzmotivation und kommt eben in Sachen Einfluß von „Führungsverhalten, Vertrauen und Führungsleistung“ (womit wohl die „taktisch-militärische“ Führungsleistung gemeint ist – was ich als fachliche Kompetenz bezeichnet habe) auf die E-Motivation zu keinem eineindeutigen Ergebnis – das wäre ja dann auch preisverdächtig ;-)
    Die von Ihnen und mir und in der Studie aufgeführten Kernelemente von „Motivation“ (besser sollte man von Motivierung sprechen) und ihre Beziehungen zueinander sind aber ziemlich identisch. Wie gesagt, mein Bevorzugung von Vertrauensbildung in erster Linie durch militärische Führungsleistung und weniger durch allgemeines Führungsverhalten kommt eben aus meiner nicht unerheblichen Führungserfahrung.fern von Schreibtisch und PC. Interessant finde ich ja den Autor der Studie, der genau ein Jahr nach mit in die BW eingetreten ist…..und erst mal studiert hat. Mein Jahrgang hat noch das „bewaffnete Seefahrtshandwerk“ 4 Jahre lang von der Bilge aufwärts gelernt und hat dann – teilweise – später studiert. Das prägt natürlich in ganz anderer Weise und vielleicht erklären sich so die unterschiedlichen Akzentsetzungen.
    Wie gesagt – wir liegen da gar nicht weit und schon gar nicht grundsätzlich auseinander.

  • Zimdarsen   |   23. Februar 2016 - 8:41

    @Klabautermann

    Vorgesetzte mit Vorbildcharakter und mit anerkennbarer militärischer Führungsleistung, welche ihre Anvertrauten wertschätzen sind wohl jene, welche Innere Führung 100% leben. Aus meiner nicht unerheblichen Führungserfahrung kann ich mitteilen, dass es dieses Ideal sehr selten gibt und doch sind sie Vorbild und anzustreben.
    Sind wir jetzt zusammen ;-))

  • BausC   |   23. Februar 2016 - 9:22

    Die anerkannte militärische Führungsleistung ist ja nun nicht mehr so fürchterlich modern. Wenn wir die Streitkräfte schon strukturell zivil ausrichten und den entsprechenden Sprachgebrauch einpflegen, was sollen da am Ende für Soldaten bei rauskommen? Die Soldatenarbeitszeitverordnung tut ihr Übriges dazu. Mit dem Fachunteroffizier wurde der Anfang vom Ende ja schon eingeläutet. Wann ist ein Soldat eigentlich ein Fachmann? Ein Schiff z.B. kann jeder andere Navigator auch von A nach B fahren lassen. Reicht es dann ihn an der Seefahrtsschule auszubilden und ihn dann in eine Uniform zu stecken? Natürlich nicht. Aber das Streben um die besten Köpfe geht genau dahin. Viele Soldaten wertschätzen ihre herausgehobene Ausbildung nicht einmal selbst. Als Soldat muss ich eben bereit und in der Lage sein, meinen „Schreibtisch“ oder was auch immer, mit dem Leben zu verteidigen. Das klingt, dem Einen oder Anderen, vielleicht etwas pathetisch aber genau das ist der Kern. Eine soldatische Ausbildung dauert eben länger als die vergleichbare zivile Beschäftigung und ist insofern auch deutlich anspruchsvoller. Alles was, auch hier, im Rahmen der inneren Führung, Menschenführung, Methodik der Ausbildung und vielem mehr angesprochen wurde ist Teil des soldatischen Selbstverständnis. Das finden sie in keinem anderen Beruf. Der Geselle mach seine Gesellenprüfung und bekommt dann irgendwann einen Lehrling an die Hand und hat von o.a. Dingen noch nie etwas gehört. Das ist in 99,9% aller anderen Berufe auch so. Politische und ethische Bildung sowie soziale Netzwerke über Sozialdienste, Militärpfarrer und die Peer-Organisation. Da haben die Streitkräfte doch ganz schön was zu bieten. Dennoch wird immer wieder erklärt, dass die Mechanismen der zivilen Wirtschaft die Heilsbringer für eine Armee sind. Junge Menschen wollen das häufig gar nicht wenn sie zur Bundeswehr gehen. Sie erhoffen sich ja gerade, vom Soldatenberuf, klare und nachvollziehbare Befehle und keine Zielvereinbarungen. Eigenverantwortliches Handeln innerhalb ihrer Position in der Hierarchie. Mittlerweile sind wir beim verwaltungsgerechten Handeln angekommen und dokumentieren das, quartalsweise, mit einer Fülle von Unterschriften, ohne den Text dazu überhaupt noch zu lesen. Dieses Phänomen ist, in der viel gelobten Wirtschaft, genau so anzutreffen insofern sind wir ja auf Kurs.

  • Zimdarsen   |   23. Februar 2016 - 9:54

    @BausC

    ….selbst die Bw erkennt ihre mili Lehrgänge nicht mehr an!
    Was ist ein Offz ohne Studium? In Österreich hat er wenigstens den Bachelor in DEU wird er entlassen ohne Berufsausbildung (BFD fast null Anspruch).
    Bei den Feldwebeln/Unteroffizieren zählt nicht der mili Lehrgang sondern der fachliche Lehrgang. Quereinsteiger werden nach ihrer ziv Kompetenz bewertet, bekommen schnell hohe Dienstgrade und der mili Teil zählt nichts. Hier im Blog vergleicht man den zB den Fluggerätmechaniker mili mit dem zivilen IHK Fluggerätmechaniker und glaubt der Soldat verdient zuviel uvm. Früher war der ziv Anteil da um den Beruf attraktiver zu machen, heute ist ohne ziv Anteil keine Weiterverpflichten möglich.
    Früher wurde gesagt die Voraussetzung um Lt zu werden ist das Bestehen des Offz-Lehrganges, heute ist es der Besitz eines Bachelors (aber nur als Quereinsteiger).
    Besitzt ein Uffz einen Bachelor (DQR6) kann er noch lange nicht Offz werden.
    Das System passt nicht mehr.

    Der Dienstherr schätzt unsere mili Lehrgänge und Fähigkeiten nicht!

    Wo schätzt der Dienstherr unsere militärische Ausbildung?

  • Jas   |   23. Februar 2016 - 11:05

    @BausC

    ++1

    Ich führe gerade im Rahmen der SAZV die abstrusesten Gespräche über die Durchführung und Ausgestaltung. Da fallen dann schon einmal (von ziviler und militärischer Seite) Sätze wie „der Dienst im Grundbetrieb darf keine Belastung für den Arbeitnehmer(!) sein“ oder „soziale Verpflichtungen wie Vereinsleben und Hobbies dürfen(!) von der Arbeitszeit im Grundbetrieb nicht beeinträchtigt werden“

    Klar sind das nur Diskussionspunkte, aber ich finde diese teilweise zu tiefst erschütternd, weil sie – ganz persönlich – mit meinem Berufsverständnis nicht so konform gehen und weil sie so langsam auch die Oberhand in den Diskussionen erreichen.

    Parallel sind bereits Bereiche zu beobachten, in denen es mittlerweile deutlich attraktiver ist – Reservisten einzusetzen als Soldaten dafür auszubilden. Seltsame Entwicklungen….

  • ThoDan   |   23. Februar 2016 - 23:02

    @BausC

    Nrin, der Fachunteroffizier, der nur in seinem Fach etwas zu befehlen haben sollte und auch entsprechende Abzeichen trägt wäre eigentlich eine gute Idee.

    btw der zivile Navigator hatte auch auf Schiffen der Royal Navy mal Tradition.

    Befehle und Eigenverantwortung oder meinten Sie Aufträge und Eigenverantwortung?

    Eine soldatische Ausbildung dauert länger und ist anspruchsvoller?
    Muss die Bestanden werden?
    Jedesmal wenn ich jemanden für eine Übung draußen Krik üben sehe weil nicht alle haargenau gleich aussehen oder alle gleich aussehen, ist da jemand oder mehrere bei denen ich die Kompetenz sowas anzuordnen nicht mal mehr für zweifelhaft ansehe.

    Es gibt Erfahrungswerte und Regeln für das Regulieren der Körperkerntemperatur.

    Der Fehler der SAZV ist, das Sie nicht erheblich früher eingeführt wurde

    @Jas

    Dazu erinnere ich mich an folgende Aussage.

    Ex Offizier im Einsatzführungszentrum, die Treuepflicht zu Armee und Staat kommt vor der Pflicht zu Familie und Volk
    Wenn der normale Dienst nicht in der regulären Dienstzeit abzuleisten ist, dann stimmt etwas mit dem normalen Dienst nicht.

    Trennung

    Wer den LKW fahrenden Soldaten mit dem Berufskraftfahrer gleichsetzt darf sich eben nicht wundern.

  • Autolyse   |   26. Februar 2016 - 9:20

    Die dargestellten Zahlen sind übrigens im Rahmen einer Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz nach Dienstgradgruppen durch das BAPersBw veröffentlicht worden:

    https://fragdenstaat.de/anfrage/personalstarke-in-den-dienstgradgruppen-sowie-in-verhaltnis-von-operativen-einheiten-verbanden-zu-groverbanden-amtern-kommandobehorden/

  • IstEgal   |   26. Februar 2016 - 9:43

    @Autolyse
    Danke für die Tabelle ist recht informativ, schön wäre natürlich wenn man erfahren würde wie viele der Soldaten überhaupt Einsatztauglich sind (befürchte aber das wäre wohl VS lässt ja immerhin Rückschlüsse zu).

    Beachtenswert finde ich das die Marine sich als kleinste TSK den größten Kommandostab „gönnt“. BAPersBw und BAAINBw sind m.M.n keine TSK ;-)

  • Dipl.-Inf(anterist)   |   02. März 2016 - 14:58

    @IstEgal

    Gefragt war auch nicht nach TSK, sondern nach Organisationsbereichen… ;-))

  • politisch inkorrekt   |   03. März 2016 - 11:12

    Bewerberzahlen auf hohem Niveau

    http://tinyurl.com/z789aru

    Also von offizieller Seite ist die Wiese grün.
    – Bedarfsdeckungsquote von 97 Prozent
    – „Eine weitere Steigerung bei den Bewerbungen für eine militärische Laufbahn als SaZ wird nicht mehr möglich sein.“

    pi

  • Hans   |   03. März 2016 - 11:28

    @ politisch inkorrekt

    Wenn Sie schon zitieren, dann aber bitte vollständig. Es wird hier nicht nur schöngeredet:
    „Rückblickend auf das Einstellungsjahr 2015 konnte die mehr als zufriedenstellende Bedarfsdeckungsquote von 97 Prozent erreicht werden. Allerdings dürfe man hierbei nicht vergessen, dass in einigen Bereichen die Bedarfsdeckung deutlich unter den Zielvorstellungen liege, betonte Peter. So seien es insbesondere die Spezialisten-Tätigkeiten wie beispielsweise der IT-Feldwebel, bei denen die Bedarfsdeckung bei lediglich rund 38 Prozent gelegen habe.“

    Und da Offz / Fw Truppendienst zu 100% besetzt sind, weiß man ja auch wo die GESAMT fehlenden 3 % her kommen.

  • MikeMolto   |   03. März 2016 - 11:35

    Die Selbst-Nichanerkennung von staatlichen Institutionen (also eigene Kompetenz papiermaessig von Nichttkompetenten absichern lassen) geht inzwischen in der gesamten oeffentlichen Verwaltung vor sich.
    zB lassen sich Bundesoberbehoerden und Bundesbehoerden vom ‚TUEV‘ zertifizieren. Was auch immer das bedeuten soll.
    Die Bw war allerdings ein Vorreiter mit der zivilberuflich anerkannten Ausb um Bewerber zu locken.
    Das hat wurde durch die ‚Ausbildungbeauftragten‘ soweit verselbstaendigt, sodass die militaerische Seite unwichtig wurde.

  • politisch inkorrekt   |   03. März 2016 - 11:37

    @Hans

    Sie haben ja Recht ;)

    Problematisch sehe ich eher die Entstehung der Zahlen.

    Es gibt x freie Stellen. Diese werden mit x Bewerbern befüllt.

    Aus unterschiedlichen Gründen (DU, freiwilliges Ausscheiden, KDV, Nichtbestehen der LG) stehen dann am Ende ihrer Ausbildung aber nur noch ein kleinerer Teil diese Bewerber auf dem Hof. Somit sind diese Stellen dauerhaft unterbesetzt.

    Weiterhin stellt sich die Frage ob x wirklich die komplette PSM 185 ausfüllt oder Stellen nur auf dem Organigramm erscheinen aber nicht besetzt werden können.

    uswuswusw…

    3% von 185000 sind 5550 nicht besetzte Stellen.
    Derzeit fehlen aber 7500…

    Und dabei gibt es immer noch Überhänge aus der alten Struktur. Damit ist die neue Struktur in Teilen chronisch untergesetzt.

    Mir soll einer mal mit der 97% Parole durch die süddeutschen Heeresstandorte laufen…

    pi

  • IstEgal   |   03. März 2016 - 13:03

    @pi
    „Mir soll einer mal mit der 97% Parole durch die süddeutschen Heeresstandorte laufen…“

    oder über ein Schiff/Boot der Marine ;-)

  • klabautermann   |   03. März 2016 - 13:40

    Da UvdL den „Unternehmensvergleich“ so gerne mag – auch und gerade in Sachen Personal, Attraktivität, Rekrutierung, Ausbildung etc……
    Kennt eigentlich hier im Blog irgendjemand einen Konzern, also eine Unternehmensgruppe mit x angeschlossenen Betrieben , der seine gesamte Personalplanung, -führung und -bewirtschaftung (vom Abteilungsleiter in der Konzernspitze bis zum Hilfsarbeiter im Zulieferbetrieb Nr 4711) zentral in einem „Amt“ organisiert hat ? Das wäre in etwa so, als würde Airbus sein gesamtes Personal (also für alle Tochterunternehmen inkl. Fertigung, Vertrieb etc.) zentral von Paris aus „managen“.
    Ich denke einmal, dass läuft bei Airbus ein wenig anders.
    Diese BW steckt hilflos in der Zentralisierungsfalle……bestens beraten von einer Sts mit „Unternehmensberatungshintergrund“. Es ist einfach nur noch Realsatire.

  • Klaus-Peter Kaikowsky   |   03. März 2016 - 14:04

    @klabautermann
    Kann Ihnen ja zustimmen, allerdings wurde die Zusammenlegung auch einmal groß gefeiert: Personal aus einer Hand, Einsparungen von DP, Abbau von tatsächlichen/imaginären Berührungsängsten zwischen Laufbahngruppen/TSK.
    Und, ein wenig ist durchaus dran, denn: Ein Amt = ein AC als minimal B7 + Unterbau.
    Viele davon …., entsprechend Vervielfachung der Stäbe.
    Dennoch, im Prinzip auf Ihrer Seite. Jegliche Zentralisierung birgt das Problem von Kompetenzverlust im Detail und Vergleich von nur anscheinend Gleichem. OBtsm-OFw/Lw -Heer. (Zugebenermaßen konstruiert).

  • klabautermann   |   03. März 2016 - 14:28

    @K-P K

    Tja, die Schablonierung eines Personalkörpers, der durch einen sehr hohen fachlichen Spezialisierungsgrad gekennzeichnet ist, auf die Kernkompetenzen eines universal rifle-man kann ich nur noch als Realsatire bezeichnen. Gesucht wird: Cyber-Warrior 5th Generation mit Einzelkämpfer-ATN……oder so. Genau wie bei den Drehflüglern als auch das Ein-Muster-Strickmuster im Bereich Personal. Auch hier wieder mal ein „ideologischer“ Ansatz – industrial human ressource engineering – in Verbindung mit einem modularen anstelle eines integralen Fähigkeits-Models, das die Komponenenten Pers, Mat und Ausbildung schon in der „Konstruktionsphase“ miteinender verknüpft…..aber dank SASPF bekommen wir das garantiert in den Griff.

  • Hans   |   03. März 2016 - 14:37

    @politisch inkorrekt

    Sie benennen das Problem: Wie viele von den 97 % dann wirklich auf dem Hof stehen (v.a. noch nach der AGA). Und das traurige, warum viele nicht mehr stehen (Unterforderun etc.) macht eben deutlich, dass das Personal anders als das Management die Bw eben nicht wie ein Unternehmen sieht und auch noch entsprechend verkauft.

    MMn hat die Bw kein Personalproblem (außer vllt in einigen kritischen Bereichen), nur der Umgang mit dem vorhandenen Personal und die Attraktivität im Dienst (nicht FKK) sorgen dafür dass ein Bild entsteht welches immer weniger aktive Soldaten korrigieren.

  • Vtg-Amtmann   |   03. März 2016 - 14:39

    @klabautermann: Was erwarten Sie denn eigentlich?
    Man kann ja noch nicht einmal die Goldene Finanzierungsregel (auch als Goldene Bankregel bezeichnet) anwenden, welche eine Fristenkongruenz zwischen der Kapitalaufbringung und anschließenden Kapitalrückzahlung (Finanzierung) sowie der Mittelverwendung (Investition) und deren technischer AfA (Kameralistik und Reinvestition) fordert.

    Beispiele: HFO-Aus- und Weiterbildung bei Marine und Lw (Nordholzer-Mietmodell, 4 Jahre Laufzeit) sowie BSHS (neu kreiertes „Leihwagen-Mietmodell“, dito 4 Jahre Laufzeit und ohne Verlängerungsoption). Und damit glaubt man aus einer „Geiz ist geil Perspektive“ zu sparen? Was glauben denn BMVg und BAAINBw wie solide Unternehmer rechnen?

    Die stellen dem IHAZ keine 9 BSHS für die „stundenweise Anmietung von 6 BSHS“ hin und das für einen Vertragszeitraum von nur 4 Jahren! Es sei denn alle ohnehin nicht komplett abdeckbaren Risiken und Wagnisse (z.B. Rückabwälzung der Halter-, Haftungs- und Versicherungsrisiken vom AG auf den AN) wären gedeckt und dann ergäbe dies astronomische Mietpreise. Auch das finanzielle Perpetuum-Mobile wurde noch nicht erfunden, selbst nicht für das BMVg!

  • Hans Schommer   |   03. März 2016 - 14:49

    @ BausC | 23. Februar 2016 – 9:22
    Absolut zutreffend – leider!
    Hans Schommer

  • klabautermann   |   03. März 2016 - 15:10

    @Vtg-Amtmann

    Nun ich erwarte, dass man die zentralen, „ideologischen“ Zielsetzungen der Neuausrichtung der BW – und das sind imho „Breite vor Tiefe“ und „Commercial Approach“ – bei den 3 integralen Komponenten eines Fähigkeitssystem – als da sind: Mat, Pers, Ausbldg – nicht voneinander losgelöst zentral plant und steuert (stovepiping), sondern bezogen auf konkrete Fähigkeitssysteme Land/Luft/See/C4ISR dezentral und Einsatzfähigkeits-orientiert plant und steuert. Allein die Reduzierung der Schnittstellen würde bei diesem Ansatz mehr Einsparungen erbringen als die ganze Zentralisierung der Strukturen der letzten 15 Jahre. Diese Bastardkonstruktion aus HH-Kameralistik und zentralistischer Pseudo-Betriebswirtschaft kann doch auf Dauer nicht wirklich funktionieren, vor allem dann nicht, wenn man die o.a. ideologischen Zielsetzungen schablonenartig bis auf den nuts&bolts-bits’n bytes-level anwendet. Der breit ausgebildete „Soldat“ ist wichtiger als der tief qualifizierte Spezialist ? Um einmal im Bild und im Faden zu bleiben.