Auch ohne rote Ampel: Viel fliegendes Gerät bleibt am Boden

SeaLynx_TRJE2015

Ein gutes Jahr ist es her, da nahmen die Abgeordneten im Verteidigungsausschuss einen ziemlich erschreckenden Mängelbericht zur Kenntnis. Die Informationen zur Materiallage der Großsysteme der Bundeswehr war, zusammenfassend gesagt, recht verheerend  – vor allem beim fliegenden Gerät, Flugzeuge wie Hubschrauber, aller drei Teilstreitkräfte Luftwaffe, Heer und Marine. Hinzu kam eine nicht so einheitliche Systematik, nach der die Angaben für manche Hubschrauber eine noch gelbe Ampel zeigten, obwohl zum Zeitpunkt des Berichts kein Helikopter dieses Typs flog.

Die militärische Führung gelobte Besserung und jegliche Anstrengung, dass es künftig besser aussehen möge. Aber wenn sich die Abgeordneten in der Ausschusssitzung am (heutigen) Mittwoch erneut über den Bericht zur materiellen Einsatzbereitschaft der Hauptwaffensysteme der Bundeswehr beugen, finden sie zwar eine neue Systematik vor. Doch unter dem Strich kein so viel besseres Bild als 2014. Und wieder ist es das fliegende Gerät, das die meisten Sorgen macht.

Dabei rechnet die militärische Führung im diesjährigen Bericht schon anders und verzichtet ganz auf die Ampeln, setzt an ihre Stelle aber neue Rechnungsart: Neben dem Gesamtbestand, in dem unter anderem auch das Gerät erfasst ist, dass gerade bei der Industrie in der Wartung ist, wird nun zusätzlich der Verfügungsbestand aufgelistet. Also das Gerät, was tatsächlich bei der Truppe steht – teilweise schon ein deutlicher Unterschied. Und von diesem Verfügungsbestand, das ist das Kriterium, sollen mindestens 70 Prozent nutzbar sein.

Doch das wird bei fast allem, was fliegt, bei weitem nicht erreicht. Die nüchternen Zahlen der Bestandsaufnahme sehen vor allem bei den Hubschraubern düster aus:

  • Transporthubschrauber NH90: Der Gesamtbestand beträgt zwar 40 Helikopter, doch dem Heer standen im zurückliegenden jahr im Durchschnitt 23 Hubschrauber zur Verfügung. Davon einsatzbereit: fünf – eine Einsatzbereitschaft im Mittel von 22 Prozent. Die geringe Einsatzbereitschaft wird nach wie vor durch die hohe Anzahl von Vorserienhubschraubern, fehlende Ersatzteile sowie insbesondere fehlende Kapazitäten zur Durchführung der aufwändigen Wartungs- und Inspektionsmaßnahmen beschränkt, heißt es in dem Bericht.
  • Kampfhubschrauber Tiger: Ein Gesamtbestand von 43 Systemen, davon standen dem Heer im Durchschnitt 23 Helikopter zur Verfügung. Davon einsatzbereit: sechs – eine mittlere Einsatzbereitschaft von 26 Prozent. Die Ursachen liegen laut Bericht in der Uneinheitlichkeit der Flotte mit sechs zum Teil erheblich unterschiedlichen Bauzuständen aufgrund unterschiedlicher Entwicklungsstände, dem Fehl an Ersatz- und Austauschteilen und dem an Personal begründet.
  • Transporthubschrauber CH-53: Davon verfügt die Luftwaffe im Schnitt über 45 Maschinen – obwohl es insgesamt noch 75 gibt. Doch für Umrüstung auf die GA-Version, geplante Instandsetzung oder Behebung von Störungen standen oder stehen durchschnittlich 25 Helikopter  bei der Industrie, fünf werden für die technische Ausbildung benötigt und zwei stehen zur Erprobung bei einer Wehrtechnischen Dienststelle. Von den 45 verfügbaren Maschinen waren im Mittel 18 einsatzbereit – das entspricht 40 Prozent. Allerdings soll sich laut Bericht die Situation bessern, wenn umgerüstete GA-Versionen wieder in die Truppe zurückkommen.
  • Marinehubschrauber SeaKing: Da nennt der Bericht zwar den Gesamtbestand von 21 Hubschraubern; dann wird es aber mit exakten Zahlen eng: Die durchschnittlich im letzten Jahr erreicht materielle Einsatzbereitschaft liegt unterhalb des erforderlichen operativen Minimalbedarfs von sechs materiell einsatzbereiten Luftfahrzeugen für Einsatz und Ausbildung. Bedingt durch eine sehr lange Nutzungsdauer (Indiensthaltung) war dieser Klarstand nur mit großem Aufwand unter anderem aufgrund der geringen Verfügbarkeit von Ersatzteilen zu halten.
  • Marinehubschrauber SeaLynx: Gesamtbestand 22 Helikopter – und die Einsatzbereitschaft? Die hat sich auf einem Niveau von druchschnittlich vier einsatzbereiten Maschinen eingependelt. Dieser Wert liegt deutlich unerhalb des derzeit erforderlichen operativen Minimalbedarfes von mindestens sechs materiell einsatzbereiten Luftfahrzeugen für Einsatz und Ausbildung.

Deutlich besser sieht es bei den Hubschrauber aus, die demnächst ausgemustert werden sollen. Das Vietnam-Modell Bell UH1-D, das nur noch bis Ende 2016 geflogen werden soll, hat bei einem Gesamtbestand von 49 und einem Verfügungsbestand von 36 Hubschraubern eine Einsatzbereitschaft von 67 Prozent. Auch der Helikopter Bo105, ebenfalls im Restflugbetrieb bis Ende 2016, hat bei einem Gesamtbestand von – abschmelzend – 78 und einem Verfügungsbestand von 42 Hubschrauber eine Einsatzbereitschaft von durchschnittlich 64 Prozent.

Die angepeilte Nutzung von mindestens 70 Prozent wird auch bei den Kampfflugzeugen der Luftwaffe nicht erreicht:

  • Beim Eufofighter hat die Luftwaffe einen Gesamtbestand von 114, weitere sechs Maschinen sind in der Auslieferung. Aber im Schnitt 40 Prozent der Kampfjets waren im zurückliegenden Jahr in der Instandsetzung, bei Hochrüstmaßnahmen oder Störbehebungen. Durchschnittlich stehen der Luftwaffe 68 Maschinen zur Verfügung – aufgrund überlanger Inspektions- und Instandsetzungszeiten wegen unzureichender Kapazitäten und fehlender Ersatzteile. Von diesen 68 Flugzeugen waren 55 Prozent einsatzbereit.
  • Beim Tornado lag der Gesamtbestand bei 93 Flugzeugen – von denen im Durchschnitt 66 Maschinen der Truppe zur Verfügung standen. Davon waren im Schnitt 29 einsatzbereit, was einer Quote von 44 Prozent entspricht. Auch hier, heißt es im dem Bericht, wurde die materielle Einsatzbereitschaft maßgeblich durch die mangelnde Verfügbarkeit verschiedener Ersatzteile beeinflusst. Zudem habe die Umstellung der Logistik-Software und die Umrüstung der Avionik die Zahl der verfügbaren Tornados nach unten gedrückt.

Die Probleme bei den Hubschraubern und den Kampfflugzeugen sind die offensichtlichsten und gravierendsten, die die Bundeswehr bei ihren Hauptwaffensystemen melden muss. Doch auch bei etlichen anderen Systemen sieht es nicht wirklich besser aus: Beim Transportflugzeug Transall C-160 waren im Berichtszeitraum im Schnitt 21 Maschinen einsatzbereit, was einem Klarstand von 57 Prozent entspricht. Beim Boxer, dem Gepanzerten Transportkraftfahrzeug, konnte die Verfügbarkeit von 47 Prozent im September vergangenen Jahres auf durchschnittlich 64 Prozent gesteigert werden – wenn auch auf niedrigem Niveau: Von durchschnittlch 120 Fahrzeugen waren im Schnitt 77 einsatzbereit.

Bei den schon länger genutzten Heeres-Systemen werden dagegen die angestrebten 70 Prozent Klarstand (des Verfügungsbestandes) weitgehend erreicht – vor allem auch deswegen, weil die Truppe offensichtlich die Logistik im Griff hat. Die Waffensysteme Kampfpanzer Leopard 2, Schützenpanzer Marder, Transportpanzer Fuchs, Spähwagen Fennek, Panzerhaubitze 2000 und Raketenwerfer Mars sind einsatzfreife Waffensysteme, werden logistisch beherrscht und liegen regelmäßig bei einer Verfügbarkeit von über 70 Prozent, heißt es in dem Bericht.

Auch die Marine bezeichnet die Verfügbarkeit ihrer größten Kampfschiffe, der Fregatten der Klassen 122, 123 und 124 als gut – ist allerdings in dem Bericht mit exakten Zahlenangaben zurückhaltend. Vom Gesamtbestand von 15 Fregatten wurden fünf bereits außer Dienst gestellt; vom Verfügungsbestand von zehn Fregatten stehen laut Bericht derzeit sieben Einheiten zur Verfügung. Damit werde die materielle Verfügbarkeit der Einheiten in den letzten Monaten als gut bewertet. Allerdings rechnet die Marine offensichtlich großzügiger: Die verfügbaren sieben Fregatten sind entweder im Einsatz, in der Einsatzvor- oder -nachbereitung oder in einsatzgleichen Verpflichtungen gebunden oder befinden sich in der Vorbereitung auf eine Werftzeit.

In seinen einleitenden Bemerkungen zu dem Bericht weist Generalinspekteur Volker Wieker darauf hin, dass die eingeschränkten Bereitschaftsstände nur für den Friedensbetrieb gelten: Bei Einsätzen im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung nach Art.5 des NATO-Vertrages können die Inspekteure Abweichungen nach ihrem Ermessen anweisen, wenn es für die Auftragserfüllung unerlässlich erscheint. Für den Ernstfall, soll das heißen, ist die Bundeswehr deutlich einsatzfähiger, als aus den Zahlen hervorgeht. So könnte beispielweise ein Eurofighter, der im Friedensausbildungs- und Übungsbetrieb nicht genutzt werden kann, weil eine Inspektion überfällig ist oder eine Zulassung abläuft, in einem Art.5-Fall im Rahmen der Bündnis- und Landesverteidigung eingesetzt werden.

Wieker kommt aber auch zu dem Ergebnis, die Bewertungen der Inspekteure der Teilstreitkräfte und Organisationsbereiche belegten, dass die materielle Einsatzbereitschaft für die laufenden Einsätze gewährleistet ist und eingefegangenen Verpflichtungen im Rahmen der NATO Response Force (NRF), der EU-Battlegroup sowie die Dauereinsatzaufgaben erfüllt werden können. Abstriche hingegen macht der oberste Soldat bei den Hubschraubern und Flugzeugen: Die Lage der fliegenden Systeme bleibt unbefriedigend. Selbst wenn die nötigen 5,6 Milliarden Euro eingeplant würden, die in den nächsten zehn Jahren für die Abstellung der Probleme nötig seien, könnten rasche Erfolge nicht erwartet werden. Immerhin,  so merkt Wieker an, sei bei dem Luftfahrzeugen eines erreicht worden: eine Trendumkehr in wesentlichen Bereichen.

(Archivbild: While participating in NATO-Exercise TRIDENT JUNCTURE 2015, a „Sea Lynx“ helicopter from SNMG2 flagship German frigate HAMBURG took off to exercise cargo winching on October 22, 2015 –  German Navy photo by Photographer Alyssa Bier)

90 Kommentare zu „Auch ohne rote Ampel: Viel fliegendes Gerät bleibt am Boden“

  • FNU SNU   |   02. Dezember 2015 - 6:54

    Art 5 Einsatzbereitschaft heisst z.B. bei einem LKW, dass er selbstständig das Kasernentor erreichen können soll.
    Ob da die StVO oder ADR Bestimmungen eingehalten werden ist nicht erforderlich…..

    Strohhalme.
    Allerdings dienten alle Reformen seit Rühe ja nur dem Sparen und nicht dem Verbessern der Streitkräfte.
    Wenn ich in der Industrie eine Maschine kaputtspaare, wird Sie irgendwann kaputt gehen. Und dann richtig teuer.

  • diba   |   02. Dezember 2015 - 7:12

    Taschenspielertricks um die Zahlen schönzurechnen – wobei man selbst bei denen nicht mehr von schön reden kann. Was hilfts denn der Truppe, wenn ich Gerät, das in der „STAN“ steht und da sein sollte nicht als die Referenz genommen wird? Also alles, was sonstwo zur Reperatur steht wird ganz elegant rausgerechnet und der traurige Rest als Verfügungsbestand zur Referenz gemacht. Das wird unserer Führung auch noch abgenommen statt um die Ohren gehauen.
    Bsp Tornado, da werden aus den 29 Maschinen, die 32% vom Bestand sind ganz schnell 44% … im Westen nichts neues …

  • csThor   |   02. Dezember 2015 - 7:29

    Wenn man sich das mal leidenschaftslos durchliest dann war eine signifikante Änderung ja auch nicht zu erwarten. Die dort geschilderten Umstände lassen sich wohl nur über einen längeren Zeitraum hinweg abstellen – also Flotten- bzw Rüststandsvereinheitlichung und Logistikfestigkeit bei den neueren Hubschraubermodellen und beim EF, Strukturanpassungen (v.a. bei Wartung) sowie Ersatz für die alten Typen. Und „Anpassungen“ im EP14 sind ohnehin erst für nächstes Jahr eingeplant.

    Offen gestanden nicht unerwartet. Was in Jahren kaputtgewirtschaftet wird kann man in einem Augenblick nicht wieder herrichten.

  • Marco Kaiser   |   02. Dezember 2015 - 7:30

    Bedingt Abwehrbereit Teil X,
    Es ist erschreckend wie der Zustand der Truppe ist. Zugegeben, die Waffensysteme der Luftwaffe sind komplex, z.T. viel Komplexer als die des Heeres aber das z.B. ausgerechnet das Waffensystem Tornado diese niedrige Einsatzbereit erreicht ist sehr verwunderlich und nur mit dem Alter des Systems zu erklären. Für mich ist dies ein klarer Rückschritt. Die Luftwaffe ist offensichtlich nicht in der Lage Ausrüstung und Einsatzbereitschaft zu halten, insbesondere wenn man den Vergleich mit den 80er Jahren heranzieht.
    Das dies nicht an der Luftwaffe alleine sondern auch an den Verantwortlichen im Ministerium liegt sollte klar sein. In den letzten Jahren wurde aufgrund der „schwarzen Null“ auf Teufel komm raus gespart. (Wobei man eben auch da aufgrund des Druckes der Bevölkerung reagiert hat). – Fazit: Man (die Bevölkerung) sollte dich nicht über die mangelnde Einsatzbereitschaft beschweren und gleichzeitig den Spardruck erhöhen.
    Mit freundlichen Grüßen

  • csThor   |   02. Dezember 2015 - 7:43

    @ Marco Kaiser

    Das nur auf die Bevölkerung abzuschieben ist hier nicht ganz koscher. Prioritäten bei der Haushaltsausgestaltung setzt der Bund und wenn man mal ganz ehrlich ist wurden z.B. in die Bankenrettung da ganz andere Größenordnungen „versenkt“ – und zwar entgegen dem allgemeinen Volkswillen.

    Und obendrein: Wenn die militärische Führung selbst Strukturänderungen absegnet, die einer Selbstkastration ohne Betäubung gleichkommen, und zwar ohne (von der Öffentlichkeit wahrnehmbar) aufzumucken und zu protestieren, dann dürfen die zuständigen Herren mit Goldstern dort auch ihr eigenes Haupt in Demut entblößen. Dieses „vor die Wand fahren“ der Bundeswehr hatte viele Väter (und Mütter).

  • Sailor1995   |   02. Dezember 2015 - 8:15

    Eigentlich ist das Ganze ja noch viel schlimmer.
    Der Gesamtbestand ist ja in den meisten Fällen nicht die strukturgerechte Vollausstattung. Mit anderen Worten: anders als im Bericht impliziert gibt es keine Reserven, d.h. keine Ausstattung mit mehr als 100%.
    Denn nur dann wenn der Verfügungsbestand gleich 100% STAN ist würde das Messen der Einsatzbereitschaft in % Sinn machen.
    Wie lange Zeit hatten wir im Kriegsfall noch, um auf 100% Einsatzbereitschaft zu kommen? Irgendwie 10 Jahre oder so?
    Ein Trauerspiel.

  • ThoDan   |   02. Dezember 2015 - 8:41

    Nachdem die Briten uns 2mal besiegt haben, wiederholen wir ihre Fehler mit deutscher Gründlichkeit und Perfektion.

    Eine Generation, 2 oder so hat die Admiralität nach WWI auch gedacht

    https://en.wikipedia.org/wiki/Destroyers_for_Bases_Agreement

  • Andreas Poggendorf   |   02. Dezember 2015 - 8:51

    Wann hört die Bundeswehr eigentlich mal auf, sich einen in die Tasche zu lügen? Dieses Operettenarmeechen macht sich vollkommen unglaubwürdig.

    Wer es in Friedenszeiten nicht schafft, einen angemessenen Klarstand zu generieren, der wird in Kriegszeiten vollkommen versagen. Die höheren Anforderungen an den Friedensbetrieb werden im Kriegsfall durch die dann auftretenden Friktionen mehrfach überkompensiert. Langsam muss Schluss gemacht werden mit der Schönrednerei, ein Blut-Scheiß- und Tränenrede muss her und der Laden mit modernem Gerät auf Vordermann gebracht werden. Nebenbei muss man sich die Industrie vornehmen, die jetzt taktische Dollarzeichen in den Augen kriegt. Notfalls muss man die (teilweise) eben wieder verstaatlichen. Der Glaube, man könne Fähigkeiten privatisieren, die für die nationale Sicherheit benötigt werden, hat sich ja inzwischen mal wieder als Irrtum erwiesen. Vielleicht sollte man schon mal eine Schwerpunktstaatsanwaltschaft für den Kampf gegen kriminelles Kriegsgewinnlertum bilden.

    Das nächste ganz dicke Brett wird dann die Willenskraft unserer Bevölkerung. Wir müssen klarmachen, dass der IS-Spuk sehr schnell vorbei sein kann, wenn wir dominant geeint dastehen und diese bebebärteten Kopfwindelträger mit Schei… im Kopf keine Chance haben. Dann verkriechen die sich ganz schnell wieder. Wenn wir aber gesellschaftlich defensiv angstvoll auftreten, sehen diese IS-Figuren ihre Chance.

  • Der_sich_immer_wundernde   |   02. Dezember 2015 - 8:53

    Was ich ja noch viel interessanter finde, als den materiellen Zustand vor allem des fliegenden Gerätes, ist der Umstand, dass man sich aufgrund der Umstellung der Bauzustandsmanagement Software von BMS/WIDAV/BFT auf das „gelobte“ SASPF in eine derartige Abhängigkeit begibt, dass man sogar den Beginn eines realen Einsatzes auf Anfang Januar verschieben muss.

    Ab 18. Dezember 2015 steht SASPF für den realen Betrieb still. Warum? Achtung jetzt wird es lachhaft: Der Einzelplan 14 soll in SASPF integriert werden und dazu ist es notwendig, dass man den Betrieb von SASPF für ca. 3 Wochen einstellt.

    So, wenn man jetzt ein wenig kombiniert, dann wird einem klar, warum die Tornados zwar noch im Dezember in die Türkei verlegt werden sollen, den Einsatz aber erst Anfang Januar (ein genaues Datum steht noch nicht fest, weil man wohl noch nicht genau abschätzen kann wie lange das Update von SASPF benötigt) beginnen.

    Klar gibt es für den Ausfall von SASPF per BesAN ein Notverfahren! Achtung jetzt nicht lachen, das Notverfahren nennt sich Papier und Kugelschreiber plus Fettbord für die Einsatzsteuerung. Quasi back to the 80s!!! Wie lange man das Notverfahren allerdings aufrecht erhalten kann, das steht auf einem anderen Blatt, wenn man davon ausgeht, dass es in einem Tornado ca. 1200 Teile gibt, die lebensdauerüberwacht sind. Von den Triebwerken mal ganz abgesehen, die gesondert über die OLMOS ausgelesen werden und dann zur Auswertung in das aktuelle Bauzustandsmanagement-System übertragen werden müssen.

    Mich würde ja wirklich interessieren, wie wir in der Welt dastehen, wenn bekannt wird, dass wir einen Einsatz nicht beginnen können, weil unsere Software ein Update braucht.

    Sorry für meine ironische Schreibweise, aber das ganze ist so traurig, dass es schon wieder amüsant wird.

    Ach, noch so nebenbei. Von den Eurofightern wurden bisher 2 Stück von ESS nach SASPF überführt und Achtung seitdem stehen die beiden EF am Boden.

  • Closius   |   02. Dezember 2015 - 9:01

    Eine Tendwende kann ich leider nicht erkennen, zumal der Spiegel schon vorrechnet, daß die Verfügbarkeit einzelner Waffensysteme wie vom Tornado gesunken ist.

    Bei der Abschaffung der roten Ampel habe ich leider den Verdacht, daß dies wieder abgeschafft wurde, um entweder die Abgeordneten oder dem Volk wieder vorzugaukeln, es sei alles in Orndung und nicht durch eine rote Ampel aufzuschrecken.

    Da der Generalsinspekteuer von 117 Maßnahmen spricht, die man angeblich ergriffen habe, um den Zustand zu verbessern, ist denn bekannt, welche Maßnahmen dies sind? Oder was getan worden ist, um endlich wieder Ersatzteile zu haben?

  • Der_sich_immer_wundernde   |   02. Dezember 2015 - 9:05

    … achso, das hatte ich ja noch ganz vergessen. Den Beginn des SASPF Stillstandes hat man natürlich ganz bewusst auf den 18. Dezember gelegt, da unsere Bundeswehr ja über Weihnachten und Neujahr ohnehin nichts tut … [Ironie aus]

  • Andreas Poggendorf   |   02. Dezember 2015 - 9:05

    @ Der_sich_immer_wundernde | 02. Dezember 2015 – 8:53

    Hat man sich also mal wieder im Nirwana der selbst geschaffenen Komplexität verirrt?

    Wie wäre es mal wieder mit dem KISS-Prinzip.

  • ThoDan   |   02. Dezember 2015 - 9:42

    @Andreas Poggendorf

    Blut, Schweiss und Tränen sind doch rechts oder war es faschistisch nach einem Offizier des Wachbataillons(Hakenkreuze auf den Karabinern andererseits waren I.O.)

    Nein, ich glaube nicht das wir DAESH gar so schnell loswerden, wenn wir jedoch jeden Kopf der Hydra entschlossen angehen und anderes auch, dann können wir sie ausbluten

    Der_sich_immer_wundernde

  • Der_sich_immer_wundernde   |   02. Dezember 2015 - 9:43

    @Andreas Poggendorf:

    Sieht wohl so aus! Was sollten man dann noch machen, wenn man nach dem KISS-Prinzip vorgehen würde, dann wäre ja alles viel zu einfach ;-)

  • JuliettFoxtrott   |   02. Dezember 2015 - 10:07

    und das Ganze ist noch schlimmer, wenn Sie mal berechnen wollen, dass ein leichter Infanteriezug mit etwas über 40 Mann mit zB DINGO 1, 2 und EAGLE voll ausgestattet sein sollte. Jede Kompanie hat vier Züge, das Btl hat vier Kompanien…etc.
    Nimmt man die verfügbaren Zahlen für ein Btl zusammen, dann reicht die Ausstattung für drei-max vier Züge. Rechnen Sie eine Kp im Einsatz, dann kann die 2. Kp gerade noch Ausbildung am und vor allem mit dem Gerät machen. Die anderen Kp müssen warten, bis die 2. Kp die Fz nicht mehr braucht. Dann darf aber kein Fz ausfallen, was es leider andauernd tut….. Und die Lage hat sich seit Jahren nicht verbessert, auch nicht mit Fz aus dem Kosovo oder Rückläufern aus AFG.
    Die Inst-zeiten sind immer noch grausam lang.
    Jetzt rechnen Sie das mal für Leopard, Marder, Boxer etc. hoch….
    LEIDER hat hat Herr Poggendorf recht…
    Operettenarmeechen gefällt mir sehr gut, das ist leider Realität …

  • Georg   |   02. Dezember 2015 - 10:14

    Das gerade bei den alten Waffensystemen wie Bell UH 1D oder BO 105 die Klarstandsrate hoch ist, ist nicht weiter verwunderlich, denn da hat man die Logistik entweder in den eigenen Händen behalten, auf jeden Fall aber die Prozesse im Griff.

    Guttenberg hat 2010 zugesagt 8 Mrd bei der Bw-Reform einzusparen, ob sie tatsächlich erreicht wurden, weiß ich nicht. Das Geld wäre aber im nachhinein betrachtet sicherlich im Haushalt zur Verfügung gestanden. Aktuell sind ohne neue Schulden 8 Mrd Euro im Haushalt 2016 für die Flüchtlingshilfe vorgesehen.

    @ Der_sich_immer_wundernde

    Ja, SASPF ist der Sargnagel aller fliegenden Waffensysteme. 10 Jahre lang haben alle Experten der Lw Widerstand geleistet die Betriebsführung von fliegenden Waffensystemen auf SAP umzustellen. Die entsprechenden Fachleute sind von der Einführungsorganisation SAP erpresst worden. Der politische Wille ist mit brachialer Gewalt umgesetzt worden, allerdings mit entsprechenden Verlusten, wie man jetzt sieht.

    Dazu muss man sagen, dass EADS selber den Eurofighter keinesfalls mit SASPF bewirtschaftet, denn die wissen auch, dass die Anwendung IH (Instandhaltung) in SAP nicht geeignet ist ein fliegendes System zu managen. Gründlich wie die Bundeswehr nun mal ist, wird jedoch der einmal eingeschlagene falsche Weg bis zum bitteren Ende gegangen.

    Ob sich das die Bundesregierung so vorgestellt hat, als sie vor über 10 Jahren mit der Schaffung von der BWI GmbH ein Wirtschaftsförderprogramm für den deutschen Softwarekonzern SAP aufgelegt hat ?

  • MatDispoGefr   |   02. Dezember 2015 - 10:25

    „Blut, Schweiß und Tränen“ sind eine Wendung aus einer Rede Chruchills vom 13.05.1940 und ein geflügelter Ausspruch geworden.
    Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Blut-Schwei%C3%9F-und-Tr%C3%A4nen-Rede

  • jungchen   |   02. Dezember 2015 - 10:39

    Das sind doch reihenweise Nebelkerzen.

    In Realitas kann es doch je Waffensystem nur 2 Zahlen geben, die irgendeine Aussagekraft haben:

    Verhältnis der Anzahl an Systemen für die gemäß SollOrg notwendige Vollausstattung zu auf dem Hof stehenden, nutzbaren Systemen

    Anhand dieser Zahlen wäre schnell ein zumindest grundlegender Vergleich von politischem und militärischem Anspruch an die Bw und ihrer tatsächlichen Leistungsfähigkeit möglich.
    Alles andere grenzt für mich schnell an bewusste Täuschung von VtdgA und Öffentlichkeit.

  • Zimdarsen   |   02. Dezember 2015 - 10:58

    @Marco Kaiser

    “ aber das z.B. ausgerechnet das Waffensystem Tornado diese niedrige Einsatzbereit erreicht ist sehr verwunderlich und nur mit dem Alter des Systems zu erklären.“

    Das ist grund falsch. Dieses Argument wird von der Führung nur verwendet um ihre katastrophales Materialerhaltungskonzept zu vertuschen.

    Das einzige was an einem westlichen LFZ alt wird ist die Zelle und solange sie gut ist, gibt es mit ihr keine höheren Instandhaltungsaufwendungen.
    Alle anderen Teile werden ausgetauscht und sind nach der Überholung oder Neubeschaffung neuwertig. Wer jedoch die Werften zertrümmert und die Lagerhaltung auflöst, keine langfristige Ersatzteilbeschaffung plant, muss sich nicht wundern wenn es hakt.

    „Gemeinsam in die Zukunft
    Konsequenterweise erweitert die Luftwaffe daher nun die kooperative Zusammenarbeit auf die Instandsetzung des Waffensystems TORNADO. Durch die geringere Anzahl an Luftfahrzeugen ist die militärische Instandsetzungskapazität in Erding entbehrlich. Die Aufgaben der Einsatzunterstützung für die fliegenden Verbände sowie der Gewinnung und des Erhaltens von BEFF für die gesamte Luftwaffe bleiben aber bestehen und werden nun durch die Kooperation mit Airbus Defence & Space sichergestellt.“ (Quelle IDLw, Autor: Thomas Biere/Luftwaffe)

    Ein Flugzeug kann über hundert Jahre fliegen und wird meist mit jeder technischen Änderung besser als es vorher war. Wir haben die Logistik nicht einsatztauglich reformiert und wundern uns nun was ggf im sog Krieg nicht geht.

    Jetzt hoffen alle, dass man in die Türkei verlegt und möglichst wenig Stunden fliegt, denn das
    Dabeisein ist alles :-)

  • Andreas Poggendorf   |   02. Dezember 2015 - 11:14

    @ ThoDan | 02. Dezember 2015 – 9:42

    Ich bezog mich auf Winston Churchill mit seiner entsprechenden Rede:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Blut-Schwei%C3%9F-und-Tr%C3%A4nen-Rede

    Aber aus Sicht eines Stalinisten war Churchill bestimmt auch ein Nazi …

  • O&A   |   02. Dezember 2015 - 11:23

    Die Mängel der Hauptwaffensysteme sind längst noch nicht alles.

    So sagte kürzlich ein Materialverantwortlicher, daß sein Bataillon von 4 STAN-mäßig vorgesehenen Tankwagen nur noch 1 habe. Dieser eine müsse Anfang 2016 wegen Überalterung ebenfalls verschrottet werden, ohne daß Ersatz in Aussicht sei. Von anderer Seite verlautete aus einer Kommandobehörde, daß im Heer ein großer Mangel an Bergepanzern bestehe.

    Daher sollten Medien und Politik auch in der Logistik nachhaken, wie desolat der real nutzbare Fahrzeugbestand ist.

  • kvogeler   |   02. Dezember 2015 - 12:13

    Die BW hatte mal 12 Divisonen (=180000 Mann) nachhaltig einsatzbereit, 3000 Leoparden, 360 Tornados uswusw für einen Wehretat von 50 Mrd DM (=25 Mrd €).
    Heute sind noch 7000 Mann einsatzbereit, um die 5000 Mann Speerspitze 100% auszurüsten musten alle Einheiten kanibalisiert werden wegen nur 75% Ausrüstungsstand, wir haben noch 220 Leoparden, 29 von 96 einsatzbereite Tornados und die 106 Eurofighter sind auch nicht alle flugfähig. Wie man hört, gibt es für die 106 EF auch nur 84 Luft-Luft Raketen. Damit können dann 42 einmalig bewaffnet werden. Und das alles für 36 Mrd €. Was machen die mit dem Geld? Für mich ist das Sabotage und alle Verteidigungsminister und Generalinspekteure nach 1989 gehören vor Gericht.

  • Vtg-Amtmann   |   02. Dezember 2015 - 12:30

    @Jungchen; Sie haben mit Ihre letzten Beitrag ja so fürchterlich recht. Aber bringen Sie mal das in die Hirne gewisser Leute im BMVg, In BW und in der Politik.

    Hatte heute erst wieder das Problem beim BSHS-Projekt, daß noch nicht einmal bei den Abgrenzungsposten bzw. Rückstellungen vs. Rücklagen unterschieden werden kann.

    z.B.: Lass ich die BSHS militärisch zu, greift die Selbst- bzw. Staatshaftung und bei den relativ niedrigen Unfallraten der Bw sind diese Eventualverbindlichkeiten für den EP14 ein Klacks. So funktioniert das auch analog bei der BuPol.

    Miete ich jedoch zivile BSHS oder zivile Ausbildungs-HC für Marine und Lw, müssen diese versichert werden, erst recht, wenn der Bund völlig widerrechtlich sämtliche Haftungsrisiken und Selbstbehalte auf den Vermieter zurück abwälzen will. Und da schlagen dann bei den Risiken des Nordholzer Modells oder einer HGA beim IHAZ die Versicherungen so richtig satt zu, wenn diese denn überhaupt in realistischer Kenntnis das Ganze ohne Selbstbehalt versichern sollen!

    Und wo kommen die Prämien und die Verzinsung für die Selbstbehalte (= Abgrenzungsposten) dann an?

    In den Mietpreisen die das BMVg zu zahlen hat! „Geiz ist eben nur noch geil“!

    Dies an die Damen und Herren in den Führungsetagen; wie lange will man sich also noch in die Taschen lügen, so wie auch bei den Taschenspielertricks um die Klarstandsraten, Frau Uvdl, Frau Suder, Herr Grübel, Herr Wieker?

    Vielleicht gibt es demnächst auch Pz und Spz von TeuroCar und Tixt ?

  • Moped70   |   02. Dezember 2015 - 13:03

    Warum hinterfragt eigentlich niemand, wieviel Munition wir für unsere tollen Fluggeräte zur Verfügung haben? Vmtl. könnten wir in Syrien gar nicht angreifen, weil kaum Munition verfügbar ist! Daher brauchen wir auch nicht mehr Maschinen einsatzklar. Sie könnten eh´ nichts tun.

  • Georg   |   02. Dezember 2015 - 13:38

    @ Vtg-Amtmann

    Solange alle TSK und Org-Bereiche zu lasten eines anderen Kapitel / Titel im Haushaltsplan optimieren (St. Florians-Prinzip), kann die Logistik nicht funktionieren!

    Das weiß auch jeder Beteiligte, aber der Kostendruck ist anscheinend so immens, dass man sich nicht anders zu helfen weiß. Das Heer wollte sich die Instandhaltungskosten für die Hubschrauber, die bis zur Hälfte ihres Instandhaltungstitels ausmachten, sparen und hat die CH 53 an die Luftwaffe „outgesourced“.

    Die Lw wollte sich die Personal- und Materialkosten der teueren Lfz-Logistik sparen, hat kurzerhand die eigene Logistik (Lw-Werften) eingedampft, bzw. wesentlich vekleinert und hatte gehofft sich mit den Systemunterstützungszentren, einem Ko-Op Modell mit den Herstellern unter industrieller Führung, einen schlanken Fuß zu machen und Geld zu sparen. Und oh Wunder, sobald die Industrie das Monopol hatte, wurde alles teurer, alles langsamer, alles unflexibier (SASPF-Einsatz statt Spezialsoftware) und damit nicht mehr einsatztauglich.

    Man kann eben eine Wurst nicht von zwei Seiten optimieren (zuschneiden, kürzen) und dann hoffen, dass insgesamt jeder der beiden Partner mehr Wurst zur Verfügung hat !

    Ergebnis, beide Partner haben weniger Wurst zur Verfügung, sprich einen geringeren Klarstand bei den Lfz und trotzdem steigen die Kosten aufgrund der geringen Stückzahlen und hohen Fixkosten seitens der Industrie.

  • Frank   |   02. Dezember 2015 - 14:46

    War nicht vor einem Jahr von Vollausstattung die Rede, das wollte man doch anstreben ??
    Nach einem Jahr Stagnation, fällt auf: selbst der Anspruch nur 70% des Materials in der so verspotteten Systematik des dynamischen Verfügbarkeitsmanagement zu erhalten, grenzt unter den aktuellen finanziellen Rahmenbedingungen, offensichtlich an Größenwahn.

    Die Materiallage ist erschütternd.
    Keines der hier aufgezeigten Muster kommt über einen realen Klarstand von 50% hinaus.
    Über die homöopathische Ausstattung dieser Waffensysteme mit Einsatzrelevanter Sensorik, Effektoren und Kommunikationstechnologie will ich erst gar nicht reden.

    NH 90: 5 Hubschrauber einsatzbereit von 40 der 80 zu beschaffenden Einheiten:
    Verfügbarkeit: 6,75%

    UH Tiger: 6 Hubschrauber einsatzbereit von 40 zu betreibenden aber 43 zur Verfügung stehenden Systemen. Verfügbarkeit: 14%

    CH 53: von 75 MTH 18 einsatzbereit: Verfügbarkeit: 24%

    Seaking und Sealynx:
    Musealer Betrieb: Bei diesen Waffensystemen geht es nicht mehr um den Erhalt von Marinefliegerfähigkeiten, geschweige denn um deren Qualifizierung zur Einsatzreife. Das Level of Ambition hat sich beim Erhalt der Flugberechtigung der Piloten als Selbstzweck eingependelt.

    Eurofighter:
    Von 114 LFZ sind 55 einsatzbereit, Verfügbarkeit 48%

    Tornado:
    Von 85 LFZ in der Zielstruktur sind 29 LFZ einsatzbereit: Verfügbarkeit 34%

    Wo ist hier eine Trendwende?
    Ich glaube nicht das die angekündigten 560 Millionen Euro zusätzlich je Jahr, hier eine spürbare Trendwende herbeiführen können.

  • Frank Dost   |   02. Dezember 2015 - 14:58

    Erschreckend und sträflich, wie unsere Kanzlerin und Frau von der Leyen, sowie die Damen und Herren des Sicherheits-Kabinetts den Einsatz „Syrien“ abgesegnet haben! – Und das trotz vielerlei nicht geklärter Fragen.

    Wäre interessant zu wissen, wie sich unser oberster deutscher Soldat, der Generalinspekteur, Gen Wieker, dazu positioniert hat!

    Wir werden es nicht erfahren, es sei denn, er würde jetzt zurücktreten und als Fazit gilt: „Die Truppe löffelt die ihr von anderen eingebrockte Suppe aus!“

  • Zieten   |   02. Dezember 2015 - 16:50

    @ Frank

    Und dies ist ja nur die Spitze des Eisbergs. Wenn man sich die Ausstattung der Marine ansieht:
    – Die Industrie kriegt die teuren F 125-Kolonialkreuzer nicht fertig.
    – Die Marineflieger werden mit dem NFH90 gequält; was den brüchigen SeaLynx zukünftig einmal ersetzen soll, nobody knows
    – Marinedrohnen, war da nicht mal was ?
    – Die erste Einheit MKS 180 ist für 2023 angekündigt, also wird’s wohl 2030…

    Beim Heer siehts jenseits von Leo/Puma/Boxer auch trüb aus:
    – Das Pioniergerät kommt so langsam in die Jahre. Ersatz??
    – Von der Artillerie ist kaum noch was übrig.
    – Der Fuhrpark der Infanteriebataillone ist eine wunderlicher Gemischtwarenladen aus Boxer, Fuchs, Fennek, nur noch für den Truppenübungsplatz geigneten Wiesel und Bv 206 und Mörsern, die wohl noch aus dem dreißigjährigen Krieg stammen. Wie man sowas im Einsatz führen soll?
    – Aber Hauptsache die GebJg haben noch ihre Mulis :)

    Ampeln.Auf.Grün

  • Vtg-Amtmann   |   02. Dezember 2015 - 16:52

    @all: Man sehe in den DF-Thread, wie man den UHT seeflugtauglich macht und derart unsere Marinflieger entlastet. Das ist kein Joke, sondern leider fast schon traurige Tatsache!

    @Zieten, Marinedrohnen: http://www.navaldrones.com/SW-4-SOLO.html

  • Memoria   |   02. Dezember 2015 - 17:01

    „Selbst wenn die nötigen 5,6 Milliarden Euro eingeplant würden, die in den nächsten zehn Jahren für die Abstellung der Probleme nötig seien“

    Es wäre ja zunächst mal interessant welche zusätzlichen Maßnahmen damit gemeint sind.

    Konkret: Hat man nun neue Ersatzteile bestellt???

  • Hmmmm.....?   |   02. Dezember 2015 - 17:01

    Bei der ganzen Diskussion um Prozente und Zahlen sollte man mal erforschen wieviele, von den „klaren“ Einsatzsystemen überhaupt über die erforderliche einsatzbedingte Ausrüstung verfügen. Betriebsfähig ist nicht gleich Einsatzfähig.

  • Nikom   |   02. Dezember 2015 - 17:42

    Es dürfte doch allen hier Diskutierenden klar sein, dass eine wahrheitsgemäße Bestandsaufnahme mindestens ‚Geheim‘ eingestuft sein müßte.
    (lt. Wikipedia: GEHEIM: die Kenntnisnahme durch Unbefugte kann die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland oder eines ihrer Länder gefährden oder ihren Interessen schweren Schaden zufügen.)

  • Ex-Soldat   |   02. Dezember 2015 - 18:36

    Ich bin immer wieder fasziniert, dass grundsätzliche Defizite und sogar teilweise deren Ursachen erkannt werden, dies jedoch keinen Niederschlag in der zukünftigen Handlungsweise findet. Man hat also erkannt, dass die inkrementelle Steigerung der Lfz-Fähigkeiten durch eine Vielzahl unterschiedlicher Bauzustände in einem Klarstand resultiert, bei dem man sich (außer bei der Marine) gar nicht mehr die Mühe macht, eine militärische Kategorisierung der operativen Einsatzfähigkeit (abgesehen von geschönten %-Zahlen) vorzunehmen.
    Es wäre also logisch und konsequent, würde man sich bemühen unbeherrschbares (und in den internationalen Managementorganisationen häufig genug fremdbestimmtes) Konfigurationsmanagement zu verhindern. Ich kann das im Bezug auf das nächste Luftfahrzeug in der Einführung, den A400M, nicht erkennen. Auch hier beginnt man mit einer Basisversion die man sukzessive über die Integration weiterer Fähigkeiten bzw. Systeme auf die eigentlich geforderten Fähigkeiten hochrüsten will. Somit ist wahrscheinlich, dass sich auch hier bereits als unzweckmäßig Identifiziertes wiederholen wird. Schwierig unter diesen Umständen das Vertrauen in diejenigen zu behalten, die letztlich die Vorgaben geben und Entscheidungen treffen, was den Rüstungsprozess der Bw angeht.

  • Jens Schneider   |   02. Dezember 2015 - 19:57

    Bundeswehrseite meldet:

    EINSATZBEREITSCHAFT gewährleistet.

    Mir treibt es die Tränen in die Augen, wie unser Volk belogen wird.
    In anderen, auch gefährlichen Zeiten wäre die Verteidigungsministerin über diese Falschaussagen gestolpert und damit die ganze Regierung.

    Welche Ahnung hat diese Regierung von SIPO?

    Wollen die in Berlin wirklich eine Vollausstattung unserer Bundeswehr?

    Oder soll die Restbonsaitruppe nun mit Einsätzen voll an die Wand gefahren werden?

    Aufwachen in Berlin, es kommen noch härtere Zeiten auf uns zu und dann brauchen wir eine wirklich einsatzbereite TRUPPE und kein THW in grün
    Für alles andere ist in diesem Staat ja auch Energie und Geld vorhanden.

  • Philosoph   |   02. Dezember 2015 - 20:30

    Herr Wiegold,
    herzlichen Dank für die hervorragende informationsversorgung zu aktuellen verteidgungspolitischen Themen. Bitte machen Sie weiter so !!!!

    An die Community:
    Jeder der nur ein bißchen Kenntnisse von dem System Bw hat, sollte sich im klaren sein, dass hier kein Aktiver oder Insider mitdisskutieren kann. Die Gründe dürften bekannt sein.
    Lediglich ausgewiesene Fachexperten dürften sich im Blog tummeln.

    An die ausgewiesenen Fachexperten:
    Meine Damen und Herren, ist ist mir seit Wochen ein tiefes innerliches Bedürfniss, ihnen für ihre täglichen satirischen Unterhaltungsbeiträge zu danken. Selten habe ich mich besser amüsiert über die teilweise wissenschaftlich angehauchten Diskussionen unter ausschließlicher Betrachtung von Detailfragen ohne das Gesamtsystem verstanden zu haben.

    Vielleicht hilft Ihnen dies kleine Beispiel weiter:
    Ein Symphonieorchester besteht aus vielen herausragenden Musikern, die wenn alles aufeinander abgestimmt ist, wirklich wundervolle Musik präsentieren. Wenn aber jeder Einzelne nicht die Partitur und das Gesamtsystem Symphonieorchester versteht und seine Partialinteressen verfolgt, kommt maximal atonale Musik heraus. Abhilfe schafft hier nicht die Maximaloptimierung des Einzelnen, sondern nur ein Verständnis des Einzelnen für das Gesamtsystem!

    An die Community:
    Sorry für den Beitrag, der inhaltlich nicht weiterhilft, außer natürlich TW!

  • Memoria   |   02. Dezember 2015 - 21:54

    Einsatzbereitschaft hat ja eine materielle und eine personelle Dimension.
    Der Klarstand beim Heeresgerät ist ja auch eher „generisch“ (d.h. die echte Lage interessiert nicht).

    Interessanter ist eher beim Personal.
    Dort ist man ja schon personell knapp bemessen.
    Durch die Flüchtlingshilfe werden Ausbildung und Übung – und damit Einsatz! – erheblich eingeschränkt.

    Dies bestätigt ein BrigKdr überraschend offen auf deutschesheer.de
    http://tinyurl.com/o35pafj

    Dieses Rotationsprinzip mit 800 „Mann“ muss erhebliche negative Auswirkungen auf die Einsatzbereitschaft haben.

    Aber wen interessiert es?

  • 803er   |   02. Dezember 2015 - 22:09

    Aber wen interessiert es?

    Wer soll es denn sonst machen?

  • Woody   |   02. Dezember 2015 - 22:12

    @Philosoph:

    Es gibt in Deutschland aber niemanden, der das Gesamtsystem versteht. Sie müssen daher wohl mit den hier aktiven Kommentatoren vorlieb nehmen. Einige der Beitragenden haben sogar eine ganze Menge verstanden und kommentieren nur dann wenn sie etwas beitragen können.

    Da sie ein Orchester als Bild bemühen und die herausgehobene Stellung des Dirigenten bemühen.

    Was sagt die unterirdische Bereitschaft über die Personen am Pult?

  • verlässlicher realist   |   02. Dezember 2015 - 22:18

    @nikom +1
    Jeder aktive der jetzt überrascht ist tut mir leid!

    Es ist noch viel schlimmer ……..

  • Memoria   |   02. Dezember 2015 - 22:30

    @803er:
    Man kann alles machen – man muss nur die Konsequenzen kennen.
    Das Heer kann entweder bei der Flüchtlingshilfe durchhaltefähig (!) substantielle Beiträge leisten oder gem. Absicht des Insp H die truppengattungsspezifische Ausbildung wieder in das Zentrum rücken (Einsatzbereitschaft).

    Beides wird nicht gehen.
    Das zeigt der LVU des Kdr PzBrig 12 sehr gut.
    Welche Ausbildung wollen sie mit 2 Wochen Anwesenheit im Stammtruppenteil im Monat erreichen, wenn die anderen Zeiten bereits gesetzt sind (Priorität 1A)?

    Die Verbände streichen bereits jetzt Ausbildungsvorhaben (z.B. TrÜbPl-Aufenthalte).

    Wenn man die Flüchtlingshilfe priorisiert, dann hat das eben Konsequenzen. Sogar die NRF- und auch VJTF-Verbände stehen genau vor dem Spagat.

    Wie gesagt: man kann alles machen, aber…

  • Jens Schneider   |   02. Dezember 2015 - 22:40

    @ 803er

    1+ mit *

  • Jens Schneider   |   02. Dezember 2015 - 23:07

    Bedeutet die Wehrpflicht wurde zu schnell ausgesetzt und die Reste der Armee wurden auch finanziell, materiell und personell faktisch so weit heruntergefahren, dass diese total ausgehöhlt ist.
    Da es somit auch keine Ersatzdienstleiter mehr gibt, muß unsere Bonsaiarmee nun auch noch Flüchtlingsarbeit verrichten.

    Versagen der Politik auf ganzer LInle.

    Aber an der Spree träumt und lügt man lustig weiter, auch ohne rote Ampel.

  • schleppi   |   02. Dezember 2015 - 23:41

    Ich mag das Orchesterbeispiel. Wenn nämlich der Dirigent permanent kommuniziert er habe 30 Streicher und 20 Bläser, dann fällt es wirklich nur auf, wenn er mal in Vollbesetzung spielen müsste. Problematisch wird es, wenn man sechs Pauken zusagt, aber nur 4 zur Verfügung hat.

    Das BMVg hat seit einem Jahr mehr Gehirnschmalz darauf verwandt, Wege zu finden Prozentzahlen besser aussehen zu lassen, als sich um die Einsatzbereitschaft zu kümmern.
    Ich zweifele alle diese Zahlen erst mal bis zum Beweis des Gegenteils an. Es ist halt interessant zu wissen, wann ein Waffensystem einsatzbereit gezählt wird : schon mit einer Stunde Flugstundenvorrat? Seit wann wird das “ neue System“ angwendet? Wie ist es auf Klarstandszahlen der Vergangenheit anwendbar und wie wurde es angewendet. Wann gilt eine Maschine als nicht im Verfügungsbestand? Wenn sie in der Halle steht und von Industriepersonal nicht repariert werden kann? Oder erst wenn die Maschine in die Industrie überführt wurde? Wie wurde die Einsatzbereitschaft auf die unterschiedlichen Konfigurationen projeziert? (Was sagt die Einsatzbereitschaft von 12 Tigern aus, wenn keine Asgard F Maschine dabei ist) Wie wurde der Durchschnittswert gebildet?

    Ich gebe denen Recht, die sich dafür aussprechen den Stand der Einsatzbereitschaft auf das Ausstattungssoll zu beziehen. Denn dieses Soll wurde ja nicht willkürlich gewählt, sondern drückt die erforderliche Anzahl aus. Da ist es dann egal wo die Maschinen sind, die nicht da sind.

  • Zimdarsen   |   03. Dezember 2015 - 0:51

    @Philosoph

    “ Jeder der nur ein bißchen Kenntnisse von dem System Bw hat, sollte sich im klaren sein, dass hier kein Aktiver …..“

    Selten lag jemand in diesem Blog so daneben.

  • sd   |   03. Dezember 2015 - 0:56

    @Zieten sind die Mulis auch in SASPF?

    @Sailor1995 was bedeutet STAN in diesem Kontext? Google ist bei dieser abkuerzung keine grosse hilfe.

    @Der_sich_immer_wundernde
    Das ist wirklich sehr Interessant. Ich hab hier sehr sehr oft vom SASPF Fiasko gelesen. Hat das mal jemand gruendlich journalistisch aufgearbeitet? Bei, zB, Wikipedia, findet man kaum was dazu, habe aber sehr viele Fragen.

    Ich stelle es mir auesserst schwierig vor ein ziviles, modulares, und sehr komplexes Logistiksystem militaerisch zu Haerten. Ich vermute, die Logistik ist neben Kommunikation und Kommando eines der drei Wesentlichen Ziele in einem bewaffneten Konflikt. Wenn man das Logistik-Datennetz einer ganzen Armee ohne einen Schuss ohne einen Schuss ausknipsen koennte…

    Daher wundert mich in erster Linie warum man eine Zentrale Logistiksoftware fuer die ganze BW haben will, statt zellulaere Systeme?

    Wie sehen die Redundanz und Rueckfallplaene bei Versagen des Systems im Konfliktfall vor?

    Was wurde zuvor genutzt? Was sind die Alternativen? Was verwenden andere Streitkraefte?

    @Georg „Das gerade bei den alten Waffensystemen wie Bell UH 1D oder BO 105 die Klarstandsrate hoch ist, ist nicht weiter verwunderlich, denn da hat man die Logistik entweder in den eigenen Händen behalten, auf jeden Fall aber die Prozesse im Griff.“

    Heisst das auch, dass die Logistik nicht auf SASPF umgestellt ist, oder kann SASPF einer funktionierenden Logistik weniger anhaben.

    @Jungchen, Memoria, Frank
    Ganz abgesehen von der geringen Einsatzbereitschaft, was mich wirklich erstaunt ist die unglaublich geringe Zahl von Hubschraubern insgesamt. Nur 49 UH-1, Ich dachte wenigstens davon haette die BW eine kleine Flotte. Mit so wenigen Hubschraubern Sitzt die Armee ja praktisch jetzt schon am Boden.

    Erwarten Sie, dass UH-1 und Bo-105 Nutzungszeiten noch einmal verlaengert werden? 2018 werden die CH-53 ja eher nicht wesentlich mehr Flugstunden als heute leisten koennen.* Dann stuende man mit bestenfalls einem Dutzend einsatzfaehiger NH-90 und einigen LUH ‚mit beiden Beinen auf dem Boden‘.

    * Auch wenn die Verfuegbarkeit der Maschinen hochgehen wuerde, stiege die Wartungskapazitaet nicht zwangslaeufig ebenfalls.

    @Nikom „Es dürfte doch allen hier Diskutierenden klar sein, dass eine wahrheitsgemäße Bestandsaufnahme mindestens ‚Geheim‘ eingestuft sein müßte.“

    Das ist doch laecherlich, man kann ein Land nicht einfach dadurch mit Papierfliegern und Potemkinschen Doerfern schuetzen weil man den Mantel der Geheimhaltung ueber die Misere stuelpt.

  • 803er   |   03. Dezember 2015 - 6:46

    @Memoria:

    Wir haben aber keine andere Institution die das mal eben übernehmen können. Alle anderen Institutionen, Feuerwehr, THW, Rettungsdienste, Ehrenamtliche etc. beruhen auf Freiwilligkeit. Und Das sind Menschen die das NEBEN ihrem Job machen.

  • Memoria   |   03. Dezember 2015 - 7:01

    @schleppi:
    Wissen sie was sich hinter den 5,6 Mrd € verbirgt?
    Sind dies Verstärkungen im MatErh-Kapitel?
    Hat man für die Lfz denn die bereits umfangreichen Langläufer bestellt?
    Oder hat man einfach mal den Sea Lion dort rein gerechnet?

    Für mich sind das eher hilflose Ankündigungen.

  • Handheld   |   03. Dezember 2015 - 7:10

    @schleppi: sowas in der Art habe ich mich auch gefragt. Wie wird der Zustand „Einsatzklarstand“ bzw. die „Verfügbarkeit“ definiert. Dachte bisher Verfügbarkeit ist die Relation von einer Gesamtmenge zur Menge, die ich „funktionierend“ zur Verfügung habe (und Sie bringen hier weitere Faktoren ins Spiel!?). D.h. Ein Element meiner Menge, das nicht da ist (und „funktioniert wie es soll“) reduziert die Verfügbarkeit. Wenn man jetzt aber eine determinierte Teilmenge herausnimmt und den Rest als Grundgesamtheit annimmt… „Verfügbarkeit vom Verfügungsbestand“… Verfügbarkeit^2 quasi (mach das mal: 0,7*0,7?) =D
    Von demher ist es toll eine Zahl zu haben! 70% kann man so schön interpretieren. Schade dass die keine Ampeln mehr nutzen. Das war wohl auch interpretationsfähig. Dachte schon hin und wieder ich wäre im Club der toten Dichter: Ein Haufen voller Philosophen.

    Vorschlag: von der Gesamtmenge ziehen wir alle Elemente ab, die bei der Industrie, im Depot, bei längerer Inspektion etc. sind. Vom Rest ziehen wir alle Elemente ab, die in SASPF geführt sind, unabhängig vom Status (stimmt ja eh nie, informativer ist meine Exceltabelle) und ergänzen „1“. Dann gucken wir, wie viele Elemente davon funktionieren könnten (wenn der Fehler mal behoben ist). Der prozentuale Anteil ist dann mein Einsatzklarstand (an allen ungeraden Tagen und kurz vor der Veurteilung. An den anderen darf man eine Zahl frei wählen und den Median dafür hernehmen…).

    Oder so ähnlich… Ich sehe rot. Wenn „rot“ die Definition von gelb ist (in meiner Welt).

  • Amsi887   |   03. Dezember 2015 - 7:42

    Um mal etwas Licht ins Dunkle zu bringen bezüglich Einsatzfähigkeit der Tornadoflotte.
    SASPF erzählt hierzu folgende Zahlen.
    Im Bestand Lw derzeit: 92
    In TSLw Kaufbeuren: 3
    In Holloman; 15
    In Manching (WTD bzw Airbus): 24
    Bleiben im Verfügungsbestand: 50
    Technisch unklar: 34
    Macht einen Rest von: 16
    Davon ASSTA 3 (Voraussetzung RECCELITE): 8
    Davon IDS: 6, ECR: 1, Trainer: 1

    Aber wir haben ja noch Luft, sagt UvdL.

  • Usedom70   |   03. Dezember 2015 - 10:09

    Frage zur Wartung insbesondere der Luftfahrzeuge: Muß man bei multinational entwickelten Projekten wie TIGER und Eurofighter eigentlich die Wartung rein national handhaben??? Das kann ja (wie vorige Kommentatoren schon ausführten) bei den geringen Stückzahlen kaum wirtschaftlich UND schnell funktionieren… Könnte man nicht die Wartung für TIGER gemeinsam mit FR vergeben? Sollte doch trotz unterschiedlicher Ausstattungsversionen genügend Synergieeffekte geben. Wie handhaben die Franzosen denn die Wartungsproblematik – ist der Klarstand bei denen genaus verheerend? Eurofighter – gleiches Thema – Zusammenarbeit mit den Briten möglich?