Bericht zur Materiallage der Bundeswehr: Warten auf den Verteidigungsausschuss

In den vergangenen drei Jahren nahm der Verteidigungsausschuss des Bundestages immer so um diese Zeit, später November oder früher Dezember, einen Bericht entgegen, den die Abgeordneten mit wenig Vergnügen lasen: Der Bericht zur materiellen Einsatzbereitschaft der Hauptwaffensysteme der Bundeswehr war ein Dokument, das eigentlich eine Beschreibung der Mangelverwaltung war – ob 2014, 2015 oder 2016.

Ob das für das Jahr 2017 so viel besser aussieht, scheint angesichts der Meldungen über den Klarstand bei U-Booten oder Kampfpanzern recht fraglich – aber so schnell werden das weder die Abgeordneten noch die Öffentlichkeit erfahren. Auf Anfrage hieß es aus dem Verteidigungsministerium, der Bericht solle, wie in den Vorjahren, dem Verteidigungsausschuss vorgelegt werden. Aber vorerst gibt es ja gar keinen Verteidigungsausschuss: weiterlesen

Auch ohne rote Ampel: Viel fliegendes Gerät bleibt am Boden

SeaLynx_TRJE2015

Ein gutes Jahr ist es her, da nahmen die Abgeordneten im Verteidigungsausschuss einen ziemlich erschreckenden Mängelbericht zur Kenntnis. Die Informationen zur Materiallage der Großsysteme der Bundeswehr war, zusammenfassend gesagt, recht verheerend  – vor allem beim fliegenden Gerät, Flugzeuge wie Hubschrauber, aller drei Teilstreitkräfte Luftwaffe, Heer und Marine. Hinzu kam eine nicht so einheitliche Systematik, nach der die Angaben für manche Hubschrauber eine noch gelbe Ampel zeigten, obwohl zum Zeitpunkt des Berichts kein Helikopter dieses Typs flog.

Die militärische Führung gelobte Besserung und jegliche Anstrengung, dass es künftig besser aussehen möge. Aber wenn sich die Abgeordneten in der Ausschusssitzung am (heutigen) Mittwoch erneut über den Bericht zur materiellen Einsatzbereitschaft der Hauptwaffensysteme der Bundeswehr beugen, finden sie zwar eine neue Systematik vor. Doch unter dem Strich kein so viel besseres Bild als 2014. Und wieder ist es das fliegende Gerät, das die meisten Sorgen macht. weiterlesen