Wehrbeauftragter verlangt milliardenschweres Modernisierungsprogramm für die Bundeswehr

Hellmut KOENIGSHAUS

Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hellmut Königshaus, hat ein Modernisierungsprogramm für die Ausrüstung der Bundeswehr gefordert. Wir brauchen jetzt eine Erneuerung von Kasernen, Fahrzeugpark und Bewaffnung. Viele Bundeswehrfahrzeuge müssten hinter dem Y auf dem Nummernschild noch ein H für historisch haben, sagte Königshaus in einem Interview des Kollegen Andreas Herholz für mehrere Regionalzeitungen. Er habe wiederholt darauf hingewiesen, dass die Ausrüstung der Truppe überaltert sei: Durch regelmäßige Wartung und Instandsetzung werden Waffensysteme mühsam brauchbar gehalten. Deshalb könne er zum Beispiel nicht einschätzen, ob die Ausrüstung, die an die kurdischen Milizen im Nordirak geliefert werden soll,  wirklich auf Dauer einsetzbar ist.

In dem Gespräch (online unter anderem beim Donaukurier*) plädierte der Wehrbeauftragte für Milliardeninvestitionen, die dem Kernbereich der Streitkräfte zugute kommen müssten:

Erneuerung kostet Geld. Das weiß jeder. Wir benötigen eine Modernisierungsoffensive, ein Investitionsprogramm fur die Bundeswehr. Es geht um einen Milliardenbetrag, der ausgegeben werden müsste, um die Streitkrafte leistungsfähig zu halten.

Das ganze Interview zum Nachlesen hier*.

Interessant ist das, was Königshaus in dem Interview nicht anspricht: Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat Begriffe wie Modernisierungsoffensive bislang eher mit ihrem Attraktivitätsprogramm für die Streitkräfte verbunden – nicht mit Waffensystemen, Transporter, persönlicher Ausrüstung. Insofern sind die Aussagen des Wehrbeauftragten schon als deutliche Kritik an der Ministerin zu verstehen.

* Deutsche Verlagswebseiten werden hier in der Regel nicht verlinkt; der Donaukurier ist wegen seines Umgangs mit dem Leistungsschutzrecht eine der Ausnahmen.

(Archivbild Januar 2014: Königshaus bei einem TV-Auftritt – ©Thomas Trutschel/photothek.net)

187 Gedanken zu „Wehrbeauftragter verlangt milliardenschweres Modernisierungsprogramm für die Bundeswehr

  1. @mwk

    Der Herr General spricht mit diesem Satz wohl auf „Qualitätssteigerung durch Ehrfahrung sammeln“ an. Da wir keine Wehrpflicht mehr haben, sieht die Einsatzbefähigungs-Kurve nicht mehr so aus wie ein Sägezahnschwingung mit einer Frequenz von weniger als einem Jahr. Na ja, hoffentlich hat dann die Truppe auch genügend Gerät und Übungsmittel, um tatsächlich diese Qualitätssteigerung „erfahren“ zu können……in der Breite ;-)

  2. @Klabautermann:
    Genau dieses Material wird man im Heer nicht haben -> dynamisches Verfügbarkeitsmanagement.

    Auf diese systematische Mangelverwaltung hat der Wehrbeauftragte in seinem letzten Jahresbericht explizit hingewiesen. Der Aufsatz von GenLt Kammerer zeigt, dass man sogar im Kdo Heer ahnt, dass das mit Breite vor Tiefe mit dem Mittelansatz nicht funktionieren kann.
    Aber man traut sich nicht es zu sagen oder gar Schlussfolgerungen daraus zu ziehen.

    Daher schwurbelt man sprachlich so rum.

    Weltklasseheer im „Normalbetrieb“.

  3. „Ich denke, die Notwendigkeit hierzu wäre in Anbetracht der Themen Ukraine und Isis, momentan auch der breiteren Öffentlichkeit gut zu vermitteln und verständlich.“

    Richtig. Und unter diesem Aspekt wäre auch die Einführung der Wehrpflicht vollkommen logisch und vertretbar, Nicht zu letzt als Drohkulisschen gegenüber Russland.

    Desweiteren wäre eine aktivere Reserve nach amerikanischen Vorbild sicher eine Überlegung wert.

    PS: geht Zitat nicht mehr?

  4. @klabautermann & speziell an die Kameraden unserer Marine & @IGTH (@Schleppi) einen guten Tag und einen erfolgreichen „verteidigungspolitischen“ Wochenbeginn.

    Apropos, Milliardenschwerer Modernisierungsvorschlag durch den Wehrbeauftragten: Könnte es sein, daß unsere Marine in einer nicht minder kritischen Lage wie das Heer ist und nur im Stillen leidet, speziell das HC-MoU bzw. den „Global Deal“ betreffend? (Dies auch an die Adresse des Marineexperten und möglichen zukünftigen Wehrbeauftragten Dr. Hans-Peter Bartels und dessen vermutliche Nachfolgerin als Vorsitzende des Verteidigungsausschusses sowie an den langjährigen und äußerst erfahrenen stv. Vorsitzenden Dr. Karl A. Lamers)

    Zunächst aber Dank an die teils bekannten aktiven und teils stillen User bei AUGEN GERADEAUS, welche in Kommentaren und vor allem per Mail konstruktive Manöverkritik an den beiden Excel-Tabellen zum Hubschrauber-MoU übten sowie weitere förderliche und neue Details zum Komplex Marinehubschrauber MH90 bzw. SEA LION – speziell zu Wartung, Instandsetzung und Logistik und zu deren Erfüllungsgrade – zur Verfügung stellten. Derart war zwar ab letzten Freitag bis gestern intensive Arbeit angesagt und damit das Wochenende so ziemlich im Eimer, aber ich glaube die Ergebnisse (hier die Uploads der nochmals redigierten Tabellen, vgl. http://www.directupload.net/file/d/3732/vcvddr2q_pdf.htm und http://www.directupload.net/file/d/3732/si99okns_pdf.htm) können sich nunmehr in Substanz und Aussagekraft sehen lassen. Hoffentlich werden diese noch rechtzeitig bis zur kommenden Sitzungswoche des Bundestages vom 08.09. bis 12.09.2014 von Politik und Medien „verdaut“ und am „Flosdorff’schen Normalfall der Bundeswehr“ – zu welchem offenbar auch unsere Marine zählt – gemessen.

    Das von Beemelmans und de Maizière kreierte Hubschrauber-MoU bzw. deren „Global Deal“ erscheinen nach nunmehr eingehender Analyse – auch der zu erwartenden Erfüllungsgrade und Kosten bei Wartung, Instandhaltung und Logistik -, schlichtweg als verteidigungspolitische und volkswirtschaftliche ultimative „Wahnsinnstat“. Diese toppt absolut deren EuroHawk-Pleite samt deren dortiges „hinter die Fichte stellen“ sowie deren EADS- bzw. AIRBUS-Defence-Affinitäten, wie bereits im EuroHawk-Untersuchungsausschuß aufgeschwommen.

    Mit siebenmal Zapfenstreich bzw. Serenade und dabei vier Ämterwechsel (getreu dem Peter-Prinzip bleibt uns so mancher Grad an Inkompetenz erhalten) scheint es also längst nicht getan und es dürften die weiteren Verantwortlichen des beschaffungspolitischen Chaos bei weitem noch nicht in Gänze erfaßt sein.

    Daran wird auch der Prüfbericht des KTMG-Konsortiums samt „Deep-Dive-Analyse zu den 350 SPZ PUMA nichts ändern, deren Gesamtbeschaffungskosten das BMVg mit rund vier Milliarden Euro angegeben hat, was einem Systempreis ca. 11,5 Mio. € entspricht. Beim EUROFIGHTER werden derzeit Systempreise von ca. 100 Mio. € je AC gehandelt. Soweit zu den Größenordnungen in welchem sich das MoU bzw. der Global Deal bzw. mittlerweile die Systempreise von durchschnittlich 84 Mio. € je HC tatsächlich bewegen!

    Allein im Falle einer „SEA LION-Lösung“ – sprich 18 MTH für die Einsatzgruppenversorger (EGV) und für den zivilen SAR-Dienst des BMVI sowie 22 FTH für die Fregatten F125 und F124 – sprechen wir von Beschaffungskosten (Invest) von insgesamt 3,363 Milliarden € und damit von Life-Cycle-Costs für die von NHI angebotene „Bereitstellung, Wartung, Instandhaltung und Logistik samt Contractor Logistic Support (CLS) von 11,684 Millarden € (Das System-Unterstützungs-Zentrum (SUZ) ist enthalten)!

    Dagegen würde das CLS-Angebot des GMRTH-Konsortiums für den S92 MRTH nur 9,260 Millarden kosten und das höherwertige Angebot für die beim BUWI-PPA-PPP-Vertrag zu garantierender Verfügbarkeit der Hubschrauber nur 10,370 Milliarden (PPA = Performance based Availibility mit Verfügbarkeiten von 75% am Basisflugplatz und von 85% im Einsatz ab Schiff oder Land).

    Letztgenannte Logistik-Variante „PPA“ haben NHI/ECD gar nicht erst für den MH90 NGEN-NG (= Basis des SEA LION) angeboten und zwar mit der vagen Begründung, daß der Auftraggeber auf die Wartung (ML I & ML II) einen erheblichen Einfluss habe, folglich NHI/ECD keine Verantwortung für die Verfügbarkeit der Marine- bzw. der Bordhubschrauber tragen bzw. diese nicht gewährleisten könne. Zudem würde (hochgerechnet) die „PPA-Variante“ für den SEA LION knapp 12 Mrd. € kosten.

  5. @ ht_ – und was wollen Sie dann mit 100.000 schlecht ausgebildeten Wehrpflichtigen, die nicht mit Material hinterlegt sind, gegen „grüne Männchen“ ausrichten? Von den sozialen Kosten ganz zu schweigen.

    Offensichtlich ist die Forderung nach der Wehrpflicht, der heilige Einzelschuss und die Anzugsordnung so etwas wie die Kuscheldecke die sich Traditionalisten über den Kopf ziehen weil diese Welt so fürchterlich kompliziert geworden ist.

    Die Abschaffung der Wehrpflicht war ein notwendiger Strukturwandel, sowohl aus militärischer Sicht (hybride Kriegführung stellt hohe Anforderungen an die Ausbildung, Waffensysteme erreichen eine Komplexität die von Wehrpflichtigen nicht mehr bewältigt werden kann -> dadurch leistungsfähiger aber auch teurer und somit in geringerer Stückzahl) als auch gesellschaftlicher Sicht (Wehrpflicht erzeugt hohe volkswirtschaftliche Kosten, die eine zunehmend kapitalintensive Gesellschaft welche zusätzlich dem demographischen Wandel unterworfen ist, nicht mehr akzeptieren kann).

    Bei der überstürzten Abschaffung der Wehrpflicht hat man leider nur zwei Fehler gemacht:

    1. Man ist nicht den ganzen Weg zu einer reinen Berufsarmee mit entsprechender Gesetzgebung und .ggf GG Änderungen gegangen – obwohl damals die Stimmung im Bundestag für GG Änderungen ausgereicht hätte (Grüne, SPD, FDP, und Teile der CDU waren für die Abschaffung)

    2. Man hat es versäumt darauf hinzuweisen, dass die sozialen Kosten, welche zuvor von den Wehrpflichtigen getragen wurden, nun wegfallen. Daraus ergibt sich ein gesteigertes BIP. Die BW hätte dabei zumindest die nun ausbleiben Verdienstausfälle der Wehrpflichtigen von der gesamten Gesellschaft für den Verteidigungshaushalt einfordern können. Vereinfachtes Beispiel: Durchschnittseinkommen in 2010 – 31.144 Euro * 25.000 Wehrpflichtige 2010 = 0,778 Milliarden.
    Anmerkung: Diese Rechnung unterschätzt erheblich, da nicht der Verdienstausfall des aktuellen Jahres relevant ist, sondern das letzte Jahr vor der Rente/Pensionierung welches durch die Wehrpflicht entfällt. Verdienstausfall ist nicht der einzige volkswirtschaftliche Effekt.

  6. @Bang50
    Ohne Wehrpflichtigen fast keine (neuen) Reservisten >> keine Aufwuchsfähigkeit.

    Daß man diese Reservisten auch in Übung halten muß, versteht sich. Ein zeitgemäßes Modell, analog Rotem Kreuz, THW oder Freiwillige Feuerwehr tut not.

  7. @Vtg-Amtmann

    Natürlich sieht es bei der Marine nicht besser aus als beim Heer oder Lw.
    Die Rat-und Hilflosigkeit bei den Inspekteuren dürfte umgekehrt proportional zur tatsächlichen Einsatzverfügbarkeit, bzw. -bereitschaft der Fahigkeitsstrukturen H und der Fähigkeitsplattforem bei M und Lw sein sowie zu den relevanten Planungs- und Realisierungstrends. Die Inspekteure sind aber formal und politisch „raus“ in Sachen „Großvorhaben“ und das schließt natürlich auch die ganzen strukturellen Großvorhaben ein (wie zBsp. Herkules etc). Der sogenannte „militärische Sachverstand“ ist mittlerweile auch inoffiziell nicht mehr gefragt, denn alle B3plus, die vor dieser Top-Down-Reform-Kaskade seit 2001 und gerade auch vor „Breite vor Tiefe“ gewarnt haben, sind mittlerweile Geschichte und ihre Nachfolger sind voll im mainstream „gezogen“ worden, die besten Kapitäne stehen eben auf der Pier und Havarien kann auf See nicht verbergen, im Intranet BW aber sehr wohl.

  8. @ Bang50
    Auch SaZ 8 / 12 sind nach dem ausscheiden (früher) Wehrpflichtig Reservisten, die sind doch nicht schlecht ausgebildet, heute hat die Bundeswehr keinen zugriff mehr auf diese Soldaten.

  9. @ Thomas Melber, Stuttgart – Nochmal, was wollen Sie mit Wehrpflichtigen die nicht die aktuellen Waffensysteme bedienen können? Werden daraus dann Reservisten welche die aktuellen Waffensysteme bedienen können bzw. einen ausreichenden Ausbildungsstand besitzen?

    @ axel_F – Ein einigermaßen sinnvolles Reservistensystem bekommen Sie heute nur noch hin, wenn dazu ehem. Zeitsoldaten herangezogen werden. Selbst dann ist der Ausbildungsaufwand, die Materialbereitstellung und die Kosten erheblich (siehe. amerikanische Nationalgarde oder israelisches Reservesystem). Wenn dann die grünen Männchen anfangen zu stänkern, nützen die 10 Panzerdivisionen absolut nichts und da wäre noch das Problem der Auslandseinsätze.

  10. @Bang50

    mKn besteht die Nationalgarde nicht primär aus ehemaligen Mitgliedern der US Army/Air Force und der Marines.

    @Thomas Melber, Stuttgart

    MWn besteht weder Nationalgarde noch Territorial Army aus ehemalig Wehrdienstleistenden.

  11. @ ThoDan – Jop, an der Nationalgarde sieht man jedoch sehr schön, welcher materielle und finanzielle Aufwand getrieben werden muss um einigermaßen einsatzfähige Einheiten zu erhalten. Die Erfahrungen mit der Nationalgarde im Irak waren dann trotzdem eher durchwachsen.

  12. @Bang50
    Infanteristische Grundbefähigung ist ja da – und die braucht man eben auch um die aktive Truppe zu unterstützen. Denken Sie nur einmal an den Schutz der Bw-Liegenschaften!

    Davon ab gibt es in der Bw einige nicht-aktive Truppenteile.

    Und wie Sie selbst wissen haben die Gerätschaften ein langes Leben – z.B. ein auf Lepoard A5 ausgebildeter Fahrer kann auf Leo A6 umgeschult werden, falls erforderlich, ebenso die anderen Funktionen.

    Von nichts kommt eben nichts.

  13. @ThoDan
    Die US Army macht aber durchaus Werbung für die Army Reserve oder National Guard.

  14. @Thomas Melber, Stuttgart

    Das macht die US Army und nicht die Nationalgarde?

    Ansonsten sehe ich nicht was sie meinten.

  15. @ThoDan
    ‚mal AFN hören … es scheiden ja auch Soldaten aus der Army aus wenn ihr Vertrag ausläuft und sie nicht BS werden. Da kann man dann mit 40 oder 45 sicher noch zur National Guard oder sich in der Reserve verpflichten.

  16. @Thomas Melber, Stuttgart

    Sind die nicht für X Jahre automatisch nach Vertrag Teil der Army Reserve (aber verlängerbar)(okay mittlerweile scheiden sie eher nach der Reservezeit aus dem aktiven Dienst aus?)?

    Die gehen mWn nicht unbedingt oder gar automatisch zur NG

  17. @Thomas Melber, Stuttgart
    Zustimmung – die fehlende Aufwuchsfähigkeit ist ein riesiges Manko der jetzigen Bundeswehr. Sollte es zu einer symetrischen/hybriden Auseinandersetzung kommen, wäre das Rückgrat der BW (zZ 1 PzDiv und Div. Süd/ 10.PzDiv) innerhalb weniger Tage verheizt. Das Argument, dass Wehrpflichtige keine Phaser und Wurmlochkanonen bedienen können ist zwar richtig – aber in einer solchen Situation irrelevant. Eine Wiederauffrischung der infanteristischen Grundausbildung reicht aus, um durch Multiplikatoren aus dem SaZ/Berufskader, in kurzer Zeit einen kampfkräftigen Haufen aufzubauen. Doch leider existiert afik nicht einmal eine Übersicht der zur Verfügung stehenden HR

  18. Na dann mal viel Spaß mit diesem „kampfkräftigen“ Haufen mit „infanteristischer Grundbefähigung“, wenn 1 PzDiv u. 10 PzDiv innerhalb weniger Tage verheitzt sind, ist es an der Zeit die Atombomben langsam raus zu holen und nicht im „Volkssturm“ noch mehr Menschen sinnlos zu verheizen. *kopfschüttel*

    Okay ich lasse euch schon das liebgewonne Utopia ;-)

  19. die US national guard ist ein schlechtes vorbild weil international praktisch einzigartig was ausrüstung (eigene Jagtfluezeuge etc) und integration in laufende einsätze angeht.

    deutschland wäre schon gut bedient wenn es pro bundesland eine heimatschutzbrigade a 2 Kampfbataillone (motorisierte Infanterie)+ 1 Unterstützungsbataillon aufstellt. ergibt ca. 2000 Mann x 16=32000

    Auftrag: Infanteristischer Objektschutz,infanteristische gefechtsführung mit starker panzerabwehr und rudimentärer shorad fähigkeit (stinger). subsidiär katastrophenschutz und sonstiges gedöns.

    Zeitansatz. 2 Tage pro Monat. 1 fünftätiges manöver pro jahr.

    finanzieller ansatz: 10 Euro die Stunde aufwandsentschädigung, steuerfrei x 24 x 8=1920 Euro pro jahr+ gutes gefühl (ich..mein land.. usw.)

    summa summarum 32000 x 1920 Euro x 3 (ausrüstungs/betriebsmultiplikator)= 184 Mill. Euro.

    Angesichts von 16 Mrd. euro überschuss wird dass ja wohl leistbar sein. Man muss nur wol…..

  20. @Bang50
    Znächst braucht man auch im rückwärtigen Gebiet Kräfte – die hat die Bw einfach nicht, daher eben auch vormals die Heimatschutzbataillone / das TerrH. Zweitens sind diese reservekräfte durchaus als Infanterie / Jäger geeignet.

    Trauen Sie Reservisten eigentlich nichts zu? Die Umrüstung von G3 auf G36 hat auch geklappt, und ganz ehrlich: allzuviel hat sich nicht geändert, da brauche ich bloß den Reibert von 1990 und den von heute zu vergleichen.

  21. @bang50 Nur als Denkhilfe für mich. Will ja nicht dumm sterben ;)
    Was ist mit der Aufwuchsfähigkeit bzw. den Ersatz-/Auffüllkräften ? Oder wird nicht mit Verlusten gerechnet ? Wieviel reine Kampfeinheiten haben denn die beiden Divisionen ? Wie hoch sind die Verlustzahlen in der Ukraine ?
    Ich denk, der „Volkssturm“ wie Sie es nennen, würde, neben dem Objektschutz, in die „richtigen Verbände integriert -damit das Problem von Herz/Kreislaufzusammenbrüchen nicht sooo ins Gewicht fällt und Verluste ausgeglichen werden können.

  22. @ mwk und TMS

    Bei der Aufwuchsfähigkeit zeigt der Trend in der Bw bisher steil nach unten. Das stimmt, und es stellt sich immer mehr die Frage, ob das gut ist. Wohl eher nicht, wie wir jetzt ahnen.

    Aber wenn man hier etwas ändern möchte, dann braucht man mehr als nur ein neues Reservistenkonzept. Dann geht es auch um hinreichendes modernes Material (auch das muss „aufwachsen“ können), um ein breites und zugleich hochwertiges Aus- und Weiterbildungssystem und generell um neue Strukturen. Das alles haben wir nicht.

    Wenn man das also will, muss sich insbesondere das Heer quasi neu ausrichten. Das bedeutet eine neue Reform, die vielleicht tiefer einschneidet als alle vorherigen. Und die wohl sehr viel mehr kostet als der EPl 14 derzeit hergibt.

    Aber Sie haben Recht: Diese Diskussion muss man jetzt vor dem Hintergrund der wesentlichen Lageänderung in Europa unbedingt führen. Dazu gehört freilich Mut zum Setzen von klaren Schwerpunkten und zum Eingeständnis eigener Fehler der Vergangenheit. Ach ja, und natürlich nicht zuletzt der politische Wille, mehr Geld für die Sicherheitsvorsorge in die Hand zu nehmen.

  23. @klabautermann : Auf Ihren Kommentar vom | 01. September 2014 – 14:45 kann man nur noch mit 2 Zitaten des Inspekteurs Marine erwidern:

    „ […] Die Ausschreibung über die Beschaffung von 30 Marinehubschraubern im Jahr 2011 konnte im Haushalt nicht berücksichtigt werden. Und deswegen war die Entscheidung für den „Sea Lion“ auch eine Frage des „Alles oder Nichts“. […] Ich kann aus Überzeugung feststellen, dass wir mit diesem Ansatz und dem „Sea Lion“ als Deutsche Marine sehr gut aufgestellt sein werden. (Quelle: http://www.marine.de/portal/a/marine/!ut/p/c4/NYo7DoNADAVvZC-iQEkHIkVS0hDSOWAhK_tBloEmh89ukTfSNPPwhZlIh6xkkiJ5fOI0y_V9QiAF-tjO3jOO5bcwzCmyFRtHk-xVyZLCltR8KbtqLiALTq7qO9e4_6rvpR1uj9rVTX_vBtxCaH-HsMz6/

    „[…] ln einem neuen Ansatz wird mit der Anpassung der Verträge mit Eurocopter der Erhalt des Fähigkeitsportfolios unserer Marinehubschrauber nun in zwei Schritten angestrebt. Mit dem „Sea Lion“ wird uns in einem ersten Schritt ein multifunktionaler und zukunftsfähiger Hubschrauber zur Verfügung gestellt, der die Aufgaben des MK41 „Sea King“ (Transport, Boarding und Seeraumüberwachung als Bordhubschrauber des Einsatzgruppenversorgers, Search and Rescue) übernimmt. […] Weiterführende Fähigkeitsforderungen zur Überwasser-/Unterwasserseekriegführung aus der Luft werden im zweiten Schritt zu einem späteren Zeitpunkt im Zusammenhang mit einer Nachfolgeplanung für den Bordhubschrauber „Sea Lynx“ MK88A aufgegriffen. […] Ziel ist die Einführung des Waffensystems NH90 „Sea Lion“ ab 2017. Die fristgerechte Auslieferung einsatztauglicher achtzehn Hubschrauber in den darauffolgenden Jahren hat für die Marine höchste Priorität. […]! (Quelle: http://www.marine.de/portal/a/marine/!ut/p/c4/NYq7CsJAEEX_aGZDENHOGFBbmzy6MRnC4D7CMDGNH-9u4T1wmnNxxEykjyxkkiJ57HGY5PzaIZACvW1j7xm78psZphTZio2jSfaiZElhTWq-lE01F5AZB1e1jTu6_6rv6drdb-OhrttH88Q1hMsP3fhzBw!!/)
    (Tragik- & Ironiemod aus)

  24. Ich ging eigentlich von einem Feldtauglichen Territorialheer für den Grossen aus, allerdings nur für den.

  25. Gut, ich versuche es nochmal:
    • Die Wehrpflicht stellt zwar in einem massiven symmetrischen Krieg eine theoretische Aufwuchs Fähigkeit dar. Diese muss jedoch mit Material und Ausbildung hinterlegt werden (dazu ist dann etwas mehr notwendig als ein paar Sturmgewehre und MG`s) –> das kostet Geld, Geld welches die BW nicht hat und absehbar nicht haben wird. Selbst wenn sie es hätte, wäre das Geld besser in moderne Waffensysteme angelegt, um im Fall einer Mobilmachung die Entscheidung gleich in den ersten Tagen zu suchen, als darauf zu warten bis Panzerdivisionen in der Lüneburger Heide aufeinander krachen. Das Problem unfairerer soziale Kosten zu Friedenszeiten (was 99,99% der Zeit ausmacht) bleibt bestehen. Insgesamt ist die Wehrpflicht ein teures Konzept mit einem zweifelhaften Nutzwert in einem symmetrischen Krieg – der in der heutigen Zeit wahrscheinlich sehr schnell (innerhalb von wenigen Tagen) entschieden wird oder direkt in einer nuklearen Auseinandersetzung mündet.

    • Dass eine prinzipielle Reserve (vielleicht gerade in hybriden Kriegen) von Vorteil ist um sehr personalintensiven Objektschutz zu betreiben sehe ich auch. Hier reichen dann tatsächlich ein paar Sturmgewehre/MG`s und eine gute Grundausbildung um irreguläre/vereinzelte Kräfte daran zu hindern in der Fläche einzusickern. Nur, dazu ist die Wehrpflicht wohl das schlechteste System, da es durch die erzwungene Einberufung unnötig hohe volkswirtschaftliche Kosten/negative externe Effekte generiert (der Sozialbereich freut sich dann wieder über „billige“ Zivildienstleistende). Mit einer freiwilligen Heimatschutzgarde die aus ehem. Berufs/Zeitsoldaten und Freiwilligen besteht, kommt man da (wahrscheinlich) weiter.

  26. Bang50 | 01. September 2014 – 16:59

    Möchten Sie das verteidigen,
    Das wir den Anti NATO Kurs weiter betreiben wenn andere Staaten Zeitgemäß handeln wird in Deutschland immer noch Unüberlegt gehandelt Konzeptlos
    BP und Zoll ist jetzt schon das Geld ausgegangen (und wir haben erst August), Das bedeutet das es für Schwarzarbeit und Schmuggel leichter wird, was am ende wieder weniger Steuern bedeutet, so tut und tut man was uns alles wird nur noch schlechter.
    Wenn man denkt wie lange man nur für ein Puma braucht bis er in der Truppe ist , und der Konflikt in der Ukraine der ist fortlaufend schlechter , Boxer ist nicht mehr drin
    IS ist das Nächste den die bekommen Zulauf immer mehr , da stecken leider paar Intelligente Leute dahinter die wissen wie man die Söldner an der Leine Hält in dem man Frauen als Sex Sklaven hält dafür stehen Minderheiten dar, wie die Jesiviten die für 25 $ alles tun müssen und andere werden für 1 000 $ als Ehefrauen verkauft
    Wenn die Frauen ausgehen ist die Zeitfrage doch nur bis weitere Christen Gefangen werden
    Und wenn es die USA nicht Gäbe es keine Kurden mehr
    Und der Balkan gibt es auch noch keiner weis wie- ob- nur Zeitfrage ist
    Und da sind BW Soldaten nicht die Richtige Ausrüstung dann haben

  27. @Klabauterman, @all: Wenn man sich http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/023/1802396.pdf herunterläd und ansieht, heute von T.W. bei Twitter eingestellt, Dateieigenschaften „SRZ Berlin // created 2014-08-28 11:04:07 // modified 2014-09-02 20:23:13“, dann wird einem anhand von 64 sehr kritischen Fragen – ungeachtet der politischen Richtung – erschreckend klar, daß das BMVg bzw. dessen Führungsspitze und dessen Beschaffungswesen binnen in wenigen Tagen sich jährenden Parlamentsdebatte über die Ergebnisse klar, noch nicht einmal die Ergebnisse des EuroHawk-Unter- suchungsausschusses (05.09.2013) sowie die HALE- und MALE-UAS-Problematik abgearbeitet hat.

    Es wird stattdessen seitens des BMVg herumlaviert, werden Sachverständigenanhörungen veranstaltet und tolle Sprüche geschwungen, etc., etc.!

    Aber daß einmal Irgendeiner wirklich einen „spitzen Bleistift“ nimmt und die Fakten festhält sowie und durchrechnet, verliert sich offenbar in „Griffelspitzern“, deren „Stifte vor lauter Bleistiftspitzen“ so kurz und systemimmanent geworden sind, daß nichts mehr auf dem Papier der Realitäten ankommt!

    Mit genau diesem Prozeß fängt man dann in 2018 mit den bereits jüngst vom AH-CEO Dr. W. Schoder „versprochenen“ ersten Auslieferungen der SEA LION erneut an und kann sich bequem bis 2024 beschäftigen. Allerspätestens dann, dürfte die im Rahmen einer funktionalen und wirtschaftlichen Einheit absehbare Nachfolgelösung für die SEA LYNX fällig sein, deren „Schwänzchenrisse“ bereits aktuell die Uhr ticken lassen, alsbal noch dringlicher als die Ablösung der SEA KING.

    So etwas nennt man im zivilen und landläufig juristischen Leben „Insolvenzverschleppung“, aber das will ja keiner im BVMg wahrhaben, weil sich daran kaum ein Staatsanwalt die Finger verbrennen wird, ergo kein Handlungszwang für das BMVg besteht und man deshalb auch keinen Handlungsbedarf für den „Normalfall“ von Klarstandsraten „von materiell voll einsatzfähigen“ vier Hubschraubern von insgesamt 22 erkennt (= 18 %)!

  28. Man hätte die Bw (1990) sinnvoll fortführen und um Grundfähigkeiten erweitern müssen. ISAF hätte man aus diesen Fähigkeiten locker bedienen können.

    Statt dessen hat man die Friedensdividende verfrühstückt und wundert sich nun, daß man im Hemd (vulgo: nackt) dasteht.

  29. @Thonas Melber: D’daccord man steht nicht nur nackt da, sondern „hard-core-ausgedrückt“ ziemlich bepisst!

  30. Hach ja, die gute alte Zeit – da wo alles besser war. Wie die BW (welche schon immer ein Bürokratiemonster war) heute dastehen würde wenn sie in der Struktur von 1990 verblieben wäre, kann ich mir bei Umfang des heutigen Verteidigungsetats wahrlich nur schwer vorstellen – vielleicht so wie die BW heute da steht?

    Es ist wahrlich schwerer eine Idee aus dem Militär raus zu bekommen, als eine neue Idee hinein – Lieber Gott danke für diese Erfahrung an meinem eigenen Leib.

  31. @Bang50
    Welche Fähigkeiten hat denn die Bw heute? Wo kann sie international – im Bündnis und in einer möglichen Konfrontation – mithalten?

    Klar, man muß voraus denken – aber tut man dies? Und: vielleicht hat man die finanziellen Ressourcen eben falsch eingesetzt? Das sieht man ja schon am Unterhaltungsanstau der Verkehrsinfrastruktur.

  32. Welche Fähigkeiten die BW heute hat? – Die Gleichen wie wenn sie in der Struktur von 1990 geblieben wäre – keine die man von einer Einsatzarmee erwarten würde. Aber das haben wir hier eigentlich schon längst durchgekaut. Es ist nicht eine Frage der Struktur, es nicht eine Frage ob Wehrpflicht ja oder nein. Es ist noch nicht einmal eine Frage ob man in einem sinnlosen Rüstungsprojekt Milliarden versenkt hat. Es ist eine Frage der Einstellung, eine Frage der Mentalität. In den 90ern war die Stimmung auf Friedensdividende eingestellt. Das war dumm, das war naiv – eine Friedensdividende hat es in der Geschichte der Menschheit nie gegeben. Das wusste schon Plato:“ Nut die Toten haben das Ende des Krieges gesehen“ – trotzdem war es die vorherrschende Meinung und diese Meinung hätte auch die stärkste Armee zu Fall gebracht. Wenn eine Gesellschaft der Meinung ist nicht mehr kämpfen zu müssen, dann kann sie auch nicht mehr kämpfen (siehe meine Beitrag 30. August – 23:47). Erst in den letzten Wochen vernimmt man ganz zaghafte Anzeichen in Politik und Medien von einem eventuellen Aufwachen aus dieser selbst gebauten Illusion. Zu kämpfen gehört in dieser Welt zum Leben dazu – auch wenn man es nicht möchte.

    Hat man diesen ersten Schritt getan, so stellt sich im nächsten Schritt die Frage: Wie kann ich meinen Gegner besiegen? Ein kluger Mensch schaut sich dazu die Fähigkeiten seines Gegners an und vergleicht sie mit seinen eigenen Fähigkeiten (wo bin ich besser bzw. schlechter) – habe ich nur Schwächen, werde ich versuchen den Kampf hinauszuzögern und an meinen Fähigkeiten zu arbeiten (hier kommt dann die ganze Rüstung, Ausbildung, Struktur etc..). Bin ich in gewissen Dingen besser, werde ich versuchen meine Stärken gegen die Schwächen meines Gegners auszuspielen.

    Momentan befinden wir uns ganz am Anfang bei Schritt 1. Schritt 2 bedarf einer intensiven Analyse für die es noch gar keine Institutionen, Fachleute oder entsprechende politische/militärische Kultur gibt. Die letzte Herausforderung ist es dann, die gewonnen Erkenntnisse in ein Konzept und eine Struktur zu gießen. Ich bin der Meinung, jede BW Reform ist bisher daran gescheitert, weil man den letzten Schritt stets vor dem ersten Schritt getan hat.

    Zur Analyse eine kleine Geschichte am Rande: Der berühmte Samurai Miyamoto Mushashi war ein wahrer Meister in dieser Kunst. Miyamoto eröffnet sein Buch mit den Worten „Meine Siege lagen freilich nicht darin begründet, das ich den Schwertkampf vollendet beherrschte. Ich besaß wohl lediglich eine natürliche Begabung“. Die Begabung von der er da spricht, war seine Fähigkeit den Gegner genau zu analysieren und seine Stärken und Schwächen zu erfassen. Miyamoto setzte immer konsequent seine Stärken gegen die Schwäche seines Gegners. Als Miyamoto am 13. April 1612 auf seinen stärksten Gegner, Sasaki Kojirō traf (ein Meister des Schwalbenkonter und von den Japanern als vollendeter Schwertkämpfer verehrt), ließ Miyamoto den stolzen Sasaki Kojirō mehrere Stunden warten um dann mit einem langen Holzruder aufzutauchen. Sasaki Kojirō stürmte wutentbrannt auf Miyamoto zu – doch dieser Schlug ihm mit dem Ruder (welches länger war als Kojirō Schwert) auf den Kopf und anschließend auf die Brust. Miyamoto hatte den mächtigen Sasaki Kojirō besiegt, nicht weil er der bessere Schwertkämpfer war, sondern weil er die Schwächen seines Gegners kannte.

    Überträgt man die Moral dieser Geschichte auf die heutige Zeit, könnte man es vielleicht so zusammenfassen:
    • Wir sollten uns nicht auf ein quantitatives Wettrüsten mit den Russen einlassen. Die Russen werden immer mehr Panzer und Soldaten haben als wir (daher auch meine Ablehnung der Wehrpflicht oder der Idee gegenüber, wieder 1000 Leopard Panzer zu halten). Dieses direkte Kräftemessen können wir nicht gewinnen. Es ist somit reine Ressourcenverschwendung. Wir sollten uns auf unsere Stärken besinnen und die sind ganz eindeutig im wirtschaftlichen und technologischen Bereich. Das bedeutet einerseits in der jetzigen Krise unseren wirtschaftlichen Einfluss geltend zu machen und andererseits unsere technologische Überlegenheit/Kapazität zu unseren Gunsten einsetzen.
    • Im Nahen Osten sollten wie nicht wieder mit eigenen regulären Kampfverbänden intervenieren. Wir könnten die Gefechte zwar gewinnen. Aber für jeden gefallenen radikalislamischen Kämpfer treten fünf an seine Stelle. Ein einziger gefallener deutscher Soldat bedeutet den Verlust einer ganzen Familie und mehrere nachfolgende Generationen. Welche Stärken wir dem entgegensetzen können, müssen noch kluge Menschen für uns herausfinden.

  33. @Bang50,
    danke für den guten Beitrag.
    Im Prinzip hat das doch so jeder Offz. mal während der Ausbildung gelernt, früher BdL (Beurteilung der Lage) mit teilweise eigenen Vorschriften (Marine weiß ich sicher) bis heute IPB (Intel Preparation Battlespace). Das kann doch nicht alles vergessen worden sein?

  34. @ Bang50
    (keine Ironie) Uuuhhii ! Sehr selten bisher, hatte ich die Möglichkeit in dem profanen Umfeld wie dem Internet, ein solch fein gewobenes literatisches Meisterstück lesen zu dürfen. Wenn man die Verwandtschaft von Text zu Textil bemüht, so ist Ihr Text feinste Seide mit edelster Spitzenumrandung. Danke.

    Zum Inhalt und Ihren gezogenen Schlüssen kann ich mich erst später äussern. Momentan bin ich noch beim Verarbeiten der unter dem fein Gewobenen verborgen liegenden schweren Kost.

  35. Zitat @Bang50

    „Es ist wahrlich schwerer eine Idee aus dem Militär raus zu bekommen, als eine neue Idee hinein – Lieber Gott danke für diese Erfahrung an meinem eigenen Leib.“

    Wenn ich unterstelle das diese These stimmt (und ich hege noch nicht einmal geringe Zweifel daran das sie stimmt !!!) , dann zeichnet sich ein noch viel schlimmeres Bild vom Zustand der Truppe ab … WARUM ?

    Unabhängig der Bewerberquoten legt die Bw immer noch zurecht Wert auf eine akademische Bildung ihrer jungen TrOffze. Es schadet nun ja wirklich nicht intelligentes Führungspersonal zu haben mit geistiger Beweglichkeit !

    Wenn dann noch diese jungen Führer nicht eine allzu große Schnauze hatten die ihnen den Staus zum BS verbaut hat ( und die große Schnauze spricht oft objektive Mängel an und versucht zu verbessern und Gehör zu finden) , dann werden sie an den THINK TANK der FüAKBw geschickt um mit bestehen des Lehrgangs entweder angehender StOffz zu werden als Volksoffizier, oder sie haben die Auslese bestanden und werden zur deutschen Alleskönner-Rachewaffe als deutscher Generalstabsoffizier ( nach weiterem Streamlining später im Lehrgang LGAN / LGAI ) …. Aber weiderum nur nicht zu groß die KLappe aufmachen und sich immer schön bewähren und treu dienen !!!

    Im weiteren Truppenalltag gibt es Weiterbildungen, vielleicht den Besuch von Symposien etc. pp. … Spätestens als Major i.G. sucht man sich tunlichst eine dufte Kette die einen schon durch das System bringen wird mit hohem Dienstgrad wenn man nicht die Hand zwickt die was auch immer von einem als Gegenleistung verlangt …

    DAS SOLL SO IN ORDNUNG SEIN ??? Es wundert doch wohl also nicht wenn neue Ideen oder altvorgemachte Zöpfe so lange bestehen im Militär !!! Und erst recht nicht, wenn ab der Ebene Goldstern versucht wird zu dienen wie ein Hilfspolitiker der es der Krawattenfraktion mitunter im vorauseilendem Gehorsam versucht recht zu machen !

    Welch Destillat bleibt bestehen ? Es ist der persönliche Profit am System !!! Und das ist eine in meinen Augen sehr weit unten anzusiedelnde Motivation …

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