Noch eine aktiv.attraktiv.anders-Personaloffensive von der Leyens (Neu: Stellungnahme BMVg)

Seit ihrem Amtsantritt vor gut einem halben Jahr hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen die Spitze ihres Ressorts schon kräftig umgebaut. Ein Parlamentarischer und ein beamteter Staatssekretär wurden gleich zu Beginn durch Vertraute der CDU-Politikerin ersetzt, ein weiter beamteter Staatssekretär und ein Abteilungsleiter wurden im Februar gefeuert. Die zuletzt frei gewordene Staatssekretärsstelle ist seit vier Monaten unbesetzt, allein das schon ungewöhnlich – ebenso ungewöhnlich wie die seit gut einem Monat gerüchteweise bekannte Neubesetzung mit einer Unternehmensberaterin der Firma McKinsey.

Dass seit Monaten offiziell nichts passiert, führt natürlich zu vielen verschiedenen und nicht immer bestätigten Informationen. Das Verteidigungsministerium hat am (heutigen) Freitag öffentlich den Gerüchten widersprochen, für die Neubesetzung des Staatssekretärs-(oder Staatssekretärinnen)Postens werde über das Grundgehalt der Besoldungsstufe B11 hinaus ein Zuschlag fällig. Ebenso dementierte der Presse- und Informationsstab im Bendlerblock, dass mit der neuen Amtsinhaberin (deren Name weiter nicht genannt wird) zusätzliche Stellen in der Ministeriumsspitze geschaffen würden.

Die entprechenden Informationen, Gerüchte, Vermutungen hatte der Kollege Christian Thiels von der tagesschau hier aufgeschrieben. Schon seit einiger Zeit war zu hören gewesen, dass die McKinsey-Frau Katrin Suder ihre Gehaltsvorstellungen eher an ihrer bisherigen Tätigkeit des Beratungsriesen orientiert und deshalb über eine höhere Besoldung als die im Gesetz vorgesehene Gehaltsstufe einer Staatssekretärin pokert – und zudem noch neun (andere Quelle sprechen von zehn) Mitarbeiter aus ihrer alten Firma mitbringen will.

Das Dementi kam schriftlich am Nachmittag:

Weil es in der BPK heute Thema war und wir hier im Hause vermehrt Anfragen haben, hier nochmal zur Klarstellung.
Mit der Neubesetzung der vakanten Staatssekretärsstelle im BMVg ist weder die (dienstrechtlich grundsätzlich mögliche) Zahlung eines Zuschlags verbunden, noch die Einstellung von weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Die Entscheidung zur Personalie wird das Bundeskabinett voraussichtlich Mitte Juli 2014 treffen. Bis dahin können wir leider zu einzelnen Namen keine Stellung nehmen.

Allerdings werden, so höre ich, weitere Personalien inoffiziell bestätigt, die ebenfalls bei tagesschau.de aufgelistet werden. So soll Generalmajor Erhard Bühler, erst seit einem Jahr Kommandeur des Joint Warfare Center der NATO in Stavanger und früher unter anderem KFOR-Kommandeur, Chef der Abteilung Planung werden. Der bisherige Abteilungsleiter, Vizeadmiral Joachim Rühle, soll als neuer Abteilungsleiter Personal den in den Ruhestand gehenden Generalleutnant Wolfgang Born ablösen. Während an der Spitze dieser beiden Abteilungen auch bisher schon Militärs standen, ist eine mögliche weitere Neubesetzung eher überraschend: Die Führung der Abteilung Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung soll Generalmajor Benedikt Zimmer übernehmen, derzeit Kommandeur der Division Luftbewegliche Operationen. Die Führung der Schlüssel-Abteilung für neue Rüstungsprojekte und Beschaffung hatte bis Februar der langjährige Rüstungsdirektor Detlef Selhausen inne.

Übrigens wies auch das Arbeitsministerium die Angaben zu zusätzlichen Zahlungen für den Staatssekretär im Arbeitsministerium, Jörg Asmussen, offiziell zurück:

Wie in der heutigen Regierungspressekonferenz vereinbart, informieren wir hiermit nachträglich zur Frage der Besoldung von Staatssekretär Jörg Asmussen im BMAS. Herr Asmussen wird allein und ausschließlich in Höhe der Besoldungsstufe B 11 entlohnt. Zuschläge jedweder Art werden nicht gewährt.

Nachtrag: Das Bundesinnenministerium hat die Sachlage mit der Besoldung erläutert:

1. Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit, auf die Besoldung von B 11 bei Neubesetzung eines Dienstpostens einen sog. Personalgewinnungszuschlag nach § 43 Bundesbesoldungsgesetz (BBesG) zu zahlen.
2. In den Besoldungsgruppen der Bundesbesoldungsordnung B (B 1 – B 11) sieht das Gesetz hierfür als Obergrenze 15 % des Grundgehaltes der entsprechenden Besoldungsgruppe vor (dies sind bei B 11 gegenwärtig 1.876,27 Euro; Grundgehalt B 11: 12.508,46 Euro).
3. Der Zuschlag kann für höchstens 48 Monate entweder als Monatsbetrag oder als Einmalzahlung gewährt werden. Er kann einmalig erneut gewährt werden, wenn die Voraussetzungen, das ist die anforderungsgerechte Besetzung eines Dienstpostens, weiter vorliegen.
4. § 43 Absatz 5 BBesG zählt die Kriterien auf, die bei der Entscheidung über die Gewährung und die Höhe des Zuschlags sowie den Zeitraum, für den der Zuschlag gewährt wird, insbesondere zu berücksichtigen sind: Die Bedeutung des Dienstpostens und die Dringlichkeit seiner Besetzung, die Bewerberlage, die mit dem Dienstposten verbundenen Anforderungen sowie die fachlichen Qualifikationen des Bewerbers.
Zuständig für die Entscheidung über einen solchen Zuschlag ist die oberste Dienstbehörde, also das jeweilige Ressort (§ 43 Absatz 10 BBesG).

(Foto: Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bei der Vorstellung ihrer Attraktivitätsoffensive vor der Bundespressekonferenz am 4. Juni 2014 – Bundeswehr/Sebastian Wilke via Flickr unter CC-BY-ND-Lizenz)

 

73 Gedanken zu „Noch eine aktiv.attraktiv.anders-Personaloffensive von der Leyens (Neu: Stellungnahme BMVg)

  1. @t.w.
    ja Sie haben recht, wenn Sie auf 2011 abzielen. Es steht mir natürlich auch nicht zu, COM zu bewerten, wenn ich so gut wäre, würde ich ja anders schreiben. Was ich sagen wollte, die Welt dreht sich weiter und in der Wohlfühl (OASE) UNIFIL, KFOR, ATALANTA, ISAF… kann man ab A14 ganz gut für B* sorgen, man kann ja tatsächlich auch gar nichts anrichten.
    Ein Trend, auf den ich immer wieder hinweise, Stabsoffiziere in die Stäbe- da liegt die Zukunft der BW.

  2. Der 2. Nachtrag von T.W. in Verbindung mit der Erklärung zu Asmussen, schließt also nicht aus, dass ihm der Personalgewinnungszuschlag als Einmalzahlung gewährt wurde. Mithin also 1876,27€ * 48 = 90.060,96 Euro. (Um es mal handfest zu machen: Für diesen Betrag könnte man 44 OFw ein Jahr früher zum HptFw befördern)

  3. @o.punkt
    zum Glück haben Sie nicht g. gewählt, würde quicken vor Glück.
    Ihre 44 OFw sind die Kragenspiegel an der A. Offensive. Bewußt? will diese neue Fw Generation ja nur einen Kühlschrank und Flat TV?
    Nichts gegen diese Generation, manch einer, den, die ich glücklicherweise persönlich kenne, hätte den Zuschlag mehr verdient, aber für diese Besoldungsgruppe gibt es halt Ehrenkreuze (hat ja auch was von Tradition).

  4. Ich sehe das mal fast rein technisch: Welche Leistungsreserven und welche Aufwuchspotentiale sollen denn bei Frau Dr. Suder als Staatsekretärin vorhanden sein? Verzeidigungspolitsch, verwaltungsrechtspezifisch, Qualifikations- und Erfahrungsbezogenm bundeswehrnah, oder gar beschaffungdspezifisch?

    Würde sagen „Null“! Die breite öffentliche sowie vorbehaltlose und vorurteilsfreie Anerkennung und Reputation – Letzterer also nicht nur bei McKinsey und in der Consultantsbranche – liegt ebenfalls bei DR. K.S. bet „Null“, oder auch „links“ davon.
    Welcher Teufel hat da UvdL geritten?

    Wenn Frau Dr. K.S denn unbedingt Staatsekretätin-AIN werden soll und auch selber will, solte sich diese aufgrund ihrer „Eingangsparameter“ mit der Standardbesoldung begnügen. Falls das Dr. K.S. nicht langt, sollte diese besser auf den Job verzichetn . Das ist besser für diese und auch für unsere Bundeswehr .

  5. Manch einer wartet auf seine Einstellung bei der Bundeswehr 6 Monate. Und das NACHDEM der Disziplinarvorgesetzte sich entschieden hat.
    Bei anderen Stellen scheint das deutlich schneller zu gehen.

    Bekommen jetzt diejenigen, die 6 Monate warten mussten, eine dementsprechende „Kompensation“ dafür?

    Aber wenn man B11 besoldet werden soll, dann kann man auch noch um eine fette außerordentliche Zulage feilschen.

    Ganz ehrlich: der Vorgang stinkt zum Himmel und wird für massiven Unmut in den Reihen der Bundeswehr sorgen.
    Politisch instinktlos…

  6. Ich bin doch auch in einer „Mangelverwendung“ tätig, für die es kein ausreichendes (qualifiziertes!) „Bewerberpotenzial“ gibt, mein Dienstposten ist „entscheidend“ für die Einsatzfähigkeit, somit ist er „dringlich“ zu besetzen, die Anforderungen sind hoch und können bei weitem nicht von jedem „erfüllt“ werden und benötigen eine hohe „fachliche Qualifikation“ der Bewerber.

    Wo finde ich das Formular um den Personalgewinnungszuschlag zu beantragen?

  7. @TomTom: Sie gehören mit den von Ihnen geschilderten Skills zu den vielen Piloten an denen es in der Bw seit jüngerer Zeit „hinten und vorne“ mangelt! Aber Personalgewinnungszuschlag gibt es leider nur, wenn Sie Staatssekretär werden wollen und sonst noch ein paar ausserordentliche Eigenschaften (das müssen nicht unbedingt verwendungsspezifische Qualifikationen sein) aufweisen können. :-).

  8. Noch mal zurück zu den Generalen: war nicht der StvInspSKB gleich nach Amtsübernahme und Beförderung (?) in das Mysterium geschickt werden um die Aufgaben wahrzunehmen, die jetzt GM Bühler als AL übernehmen soll?
    Wenn ja, warum bleibt der StvSKB dann nicht da? Oder kann die SKB nicht ohne diesen Stv auskommen? Kann ja sein, weil das Heer ja sogar zwei braucht.
    Also Insider, helft mir: warum die Eile ausgerechnet GM Bühler auf diesen Dienstposten zu bringen?

  9. @ Sailor1995 | 28. Juni 2014 – 15:18 „warum die Eile ausgerechnet GM Bühler auf diesen Dienstposten zu bringen?“
    @ all
    Richtig, dazu fragte ich u.a. gestern, was den Hr General Bühler denn befähigt nun als AL Planung aufzutauchen? Ja, T:W. merkte an, dass der Hr General schon COMKFOR war. Aber was befähigt den Hr nun zur Planung?? Seine Vorerfahrung BMVg war eine sichtlich andere. Da haben wir nun eine BM, eine neue Staatssekretärin, einen neuen AL Planung, eine neuen AL AIN. Alle „neu und naiv“. Aber Erfahrenung und genügend Kenntnis im Detail wird ja offensichtlich nicht gefordert. Solche Talente müssen ja nur gut leiten und führen können. Die wichtigen Detailkenntnisse liefern dann (hoffentlich?) die jungen Referenten oder hochgejubelten jungen Referatsleiter.Die Uunterabteilungsleiter nicken ab.
    Ich höre schon die Schlaumeier, die sagen auf Details kommt es nicht an, auch im BMVg nicht, auch nicht bei Planung und AIN. Da kommen Wirtschaftsfachleute einerseits und zwei straffe 2 Sterner, die werden es richten.
    Warum hat man denn z.B. dem Amtschef Planungsamt nicht die Chance gegeben als AL Planung tätig zu werden. Der hat sicher mehr Kenntnisse im Detail.
    Wie also werden die Spezialisten AL denn ausgesucht? Kennt man sich im Netzwerk früherer Tage? Empfiehlt man sich gegenseitig?
    Und alle werden „Regierungserklärungen“ abgeben und versprechen und versprechen und versprechen.

  10. @AKamp

    Ein Stichwort das man in einer Vita suchen muss, um Kompetenz im Bezug auf Planung zu haben ist Konzeption. Vielleicht müssten Sie Ihr „sichtlich“ da noch einmal überdenken, da die Entwicklung der Transformation, des Einsatzführungsstabes etc. ja auch nicht ganz fachfremd sind; unbenommen der konzeptionären Referatsleitertätigkeit…

    Den ehemaligen Fähigkeitsmanager der Bundeswehr und DEU Capability Manager im NATO Defence Planning Prozess (NDPP) – also ehemalig den Bedarfsträger schlechthin – als Abteilungsleiter AIN auf die „dunkle Seite der Macht“ zu den Bedarfsdeckern zu schicken, dürfte Interessant werden. Angst vor Mangel an Fachkenntnissen habe ich da nicht, eher vor Widerständen der Mitarbeiter in Anzügen, bei der geballten Führung grauer Röcke, die handstreichartig Bastionen stürmen…
    In letzter Konsequenz hängt auch an jedem B9er eine ganze Beförderungskette die sich bis in die A-Regionen zieht. Ohne Kompensation für den zivilen Bereich, wird das von der Beamtenschaft als Aktiv und Anders, aber wohl nicht als Attraktiv empfunden werden. Mit jeder externen Besetzung aus Politik und Beraterfirmen verschärft sich die Situation, dass viele Perspektivberatungen wohl nicht erfüllt werden können. Vielleicht sollte man das Thema Spitzenbeamte aus dem BMVg in UN, NATO und EU noch mal unter die Lupe nehmen, ob man da nicht Druck aus dem Kessel nehmen kann.

  11. @ Stefan H. | 29. Juni 2014 – 1:47
    Danke – wirklich hilfreich. Ich gebe Ihnenr recht, was die „dunkle Seite der Macht“ betrifft.
    Und Beförderungsketten, klar. Nun wird z.B. wieder (schnell)ein Divkdr gesucht etc, etc. General Z. war ja übrigens nur nur kurz im Amt.
    Letzterer Vorschlag, Druck aus dem Kessel, daran galube ich nicht.

  12. @ AKamp
    OT on: Nachdem ich nun eine Nacht darüber geschlafen habe, habe ich mich doch entschlossen, trotz Ihres Tonfalles einen weiteren Hinweis zu geben. OT off

    Es ist hier sicher nicht der Ort, um Stellenbesetzungsmechanismen / persönliche Perpektiven zu diskutieren. Es ist auf dieser Ebene m.E.n. auch sicher kein Thema für die Truppe im Tagesdienstgeschäft. Das Leben verläuft nun mal nicht in einer geraden Linie.
    An anderer Stelle habe ich auf die Verantwortung der Militärs hingewiesen, der Politik im Bedarfsfall einsatzbereite Kräfte zur Fortsetzung der Politik mit militärischen Mitteln bereitzustellen. Solange der Primat der Politik mit den Vorgaben unscharf bleibt kommt es für den militärisch Verantwortlichen darauf an, im Rahmen der Vorgaben die Planung darauf auszurichten, einschließlich der Balance zwischen dem Machbaren und Wünschenswerten.
    Natürlich ist jeder, der auf dieser Ebene arbeitet auch ein Netzwerker. Niemand setzt Planungen, seien sie noch so stringent und logisch, ohne Unterstützung Anderer durch. Das beginnt mit der politischen Meinungsbildung bei den Parlamentarieren (die Öffentlichkeit ist ja freundlich desinteressiert) und geht am Ende des Tages bis in den HH-Ausschuß, denn bekanntlich sind Visionen ohne Mittel Halluzinationen. Die Kenntnis und das Beherrschen dieser Mechanismen, auch im internationalen Kontext ist also nach meiner Auffassung der Schlüssel für die diskutierten DP-Besetzungen. Und wie gesagt, ich bin da sehr zuversichtlich.

  13. @AKamp | 28. Juni 2014 – 16:32

    Zitat: „Richtig, dazu fragte ich u.a. gestern, was den Hr General Bühler denn befähigt nun als AL Planung aufzutauchen? Ja, T:W. merkte an, dass der Hr General schon COMKFOR war. Aber was befähigt den Hr nun zur Planung??“

    ——-

    Nun, er kann führen (was viele andere eben nicht können – die meisten verwalten nur…) und er sieht die Menschen in seinem Umfeld auch als qualifizierte Mitarbeiter – d.h.: er hört zu, wenn es um fachliche Dinge geht…) Internationale Expertise hat er nicht zu wenig und im Mysterium war er lange genug um dieses „Haifischbecken“ zu kennen und auch darin zu schwimmen.

    Arbeiten Sie mal mit ihm und Sie werden positiv überrascht sein…

  14. In Ergänzung zu @Selber denken weise ich nur darauf hin, dass sowohl Gen Z. als B. u.a. auch große Erfahrung in Sachen operative BW-Planung (Stichworte: Priorisierung, Einsatzbedingter Sofortbedarf, etc ) haben.

  15. 42.633 x A3 bis A5+Z = Mannschaften („einfacher Dienst“), Schütze bis Oberstabsgefreiter (22,1%)
    31.491 x A5 bis A6 = Unteroffiziere („mittlerer Dienst“), Unteroffizier bis Stabsunteroffizier (16,3%)
    81.857 x A7 bis A9+Z = Feldwebel („mittlerer Dienst“), Feldwebel bis Oberstabsfeldwebel (42,3%)
    24.049 x A9 bis A12 = Offiziere („gehobener Dienst“), Leutnant bis Stabshauptmann (12,4%)
    12.902 x A13 bis A16 = Stabsoffiziere („höherer Dienst“), Major bis Oberst (6,7%)
    217 x B3 = Oberst i.G.
    159 x B6 bis B9 = Generäle, Brigadegeneral bis Generalleutnant
    2 x B10 = Generalinspekteur und CoS SHAPE

    http://www.bundesfinanzministerium.de/bundeshaushalt2012/html/ep14/ep14kp03pers.html
    Zahlen aus dem WHO-Forum, aus 2012

  16. Im SZ-Interview zur Drohnen-Bewaffung kommt jetzt auch die Bestätigung von Frau Suder:

    „Die Ministerin bestätigte zudem erstmals, dass sie die Unternehmensberaterin Katrin Suder von McKinsey ins Ministerium holen will: „Ich kann bestätigen, dass ich dem Kabinett Frau Suder als für den Rüstungsbereich zuständige Staatssekretärin vorschlagen möchte.““

    Bleibt abschließend anzumerken, dass ich die ganze Hetze gegen vdL/Suder nicht nachvollziehen kann.
    Allein beim Eurohawk werden dreistellige Mio-Beträge versenkt und das Ministerium schafft es nicht, bewilligte 400 Mio EURO auszugeben. Da geht dem EP14 Geld verloren, nicht durch die 2 Mio im Jahr für die avisierte McKinsey-Truppe. Und dass Frau Suder genug Leute mitbringen muss, ergibt sich doch aus den Kommentaren. Natürlich wird sie nicht liebevoll aufgenommen von einem System, was offensichtlich unfähig ist und das Angst vor seiner Obduktion hat. Ohne eine mitgebrachte Hausmacht geht Frau Suder doch direkt unter. So hat sie zumindest die Chance, etwas zu bewegen. Was und wie viel davon am Ende herauskommt, sei jetzt erstmal dahingestellt. Das es kaum schlimmer werden kann, wird in diesem Forum keiner bezweifeln.

  17. @K.B.:
    „Das es kaum schlimmer werden kann, wird in diesem Forum keiner bezweifeln.“
    Gesetz der Serie: Es kam bisher immer schlimmer.

  18. @K.B.

    Obduktion oder doch noch Anamnese?
    Ansonsten im letzten Absatz volle Übereinstimmung

  19. @K.B.
    Untergehen ohne Hausmacht- verstehe ich nicht.
    Trifft sich dann StS mit Hausmacht zum Gruppenkuscheln weil alle im Mysterium so furchtbar pöse sind?
    Mir erschliesst sich immer noch nicht, wo die Qualifikation von ihr und ihrer „Hausmacht“ denn liegt oder liegen soll? Quotenfrau kann wohl nicht alles sein? Warum also einen eigenen Stab mitbringen? Und wie sollte der zu einer Hausmacht werden?

  20. UvdL hat jetzt erstmals die Personalie Dr. Studer bestätigt. Ich denke nicht das sie mit Ihrem Vorschlag im Kabinett scheitert.

  21. @Les Grossmann:
    „Trifft sich dann StS mit Hausmacht zum Gruppenkuscheln weil alle im Mysterium so furchtbar pöse sind?“

    So ungefähr. Man wird versuchen, die Neue einzufangen, indem man sie mit Akten überschüttet, von denen eine Hälfte komplett nutzlos ist, die andere Hälfte irgendwie zum Thema passt, und die dritte (nicht vorgelegte) Hälfte, die wirklich brisanten Informationen enthält.
    So ähnlich wie beim EuroHawk-U-Ausschuss. Dort haben die Abgeordneten alle Akten bekommen – wirklich ALLE. Da kann man sich alleine einfach nicht durcharbeiten. Und wenn ich als Staatssekretär an herausragender Position tätig bin, möchte ich mich auf die Zuarbeit der untergeordneten Stellen 120%ig verlassen können. Meine Leute müssen die 20000 Seiten so aufarbeiten, dass ich meiner Chefin auf 12 ppt-Folien einen absolut wasserdichten LVE halten kann.
    Und wenn schon die alte, nach außen geschlossen auftretende Leitung des Bereichs Rü es nicht geschaffen hat, einen ordentlichen Überblick zu verschaffen, dann kann ich es mir doch nicht leisten, auf diesen morschen Unterbau zu setzen.

    „Mir erschliesst sich immer noch nicht, wo die Qualifikation von ihr und ihrer “Hausmacht” denn liegt oder liegen soll?“

    Laut McKinsey: „Among recent examples of her work, Katrin provided extensive support on strategy, operational performance, and IT strategy for a major public-sector agency in Germany. She worked with the client to identify trends affecting the employment landscape and potential strategic reactions to these trends. She also helped the client define its target IT architecture, improve operations using lean techniques, establish risk-management and support structures (including governance, budgeting, and HR processes) for a series of large projects, and develop and implement a strategy to quantify and respond to the effects of the economic crisis.“

    Auch wenn man da eine Hälfte als Bullshit-Bingo abzieht, bleibt noch genügend sinnvolle Qualifikation übrig.
    Als Sts Rü muss sie nicht wissen, welcher Jet Mach 2 fliegt und wie weit die Pzh2000 schießt. In meinem Verständnis setzt sie „nur“ den Beschaffungsprozess für Fähigkeiten um, die von anderer Seite gefordert werden. Diesen Bereich (nicht zuletzt vertragsjuristisch) sauber zu analysieren und abzuarbeiten, da sollte die Stärke ihrer Person und ihres Teams liegen.
    Jetzt werden die nicht mit 10 Hanseln die Arbeit des ganzen Ministeriums machen. Aber zumindest können sie die entscheidenden Vorlagen aus den Referaten kompetent prüfen und in die richtige Richtung lenken.

  22. Hat jemand Zugriff auf Bild +? Bild meint hochgeheime Infos zu Suders Plänen zu haben:

    „Suder hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bereits Ende Januar eine streng vertrauliche Analyse vorgelegt, wie sie die Bundeswehr umkrempeln will. BILD nennt Details aus dem Geheimpapier.“

    (Leistungsschutzrecht entfällt bei paywall – nehm ich an)

    [Im Prinzip ja, aber dann macht der Link auch keinen Sinn. Mal schauen, ob ggf. die Agenturen mit der Zusammenfassung einer Vorabmeldung kommen. Nehme den Link deshalb mal raus; so ist das eher Werbung als Info.. T.W.]

Kommentare sind geschlossen.