RC N Watch: Schweden verlegen Blackhawk-Helicopter für MedEvac nach Afghanistan

Schweden hat damit begonnen, die ersten Blackhawk-Hubschrauber für die Verwundetenrettung in den Norden Afghanistans zu verlegen. Zwei der Maschinen vom Typ UH-60M in der MedEvac-Ausführung seien bereits ins Camp Marmal bei Masar-i-Scharif geflogen worden, berichten Helikopter-Fachdienste. Die schwedischen Maschinen werden gebraucht – weil die USA in absehbarer Zeit die Zahl ihrer MedEvac-Hubschrauber in Nordafghanistan reduzieren werden.

Die Blackhawks des nordischen Königreichs sollen zum 1. April einsatzbereit sein. Und ebenso wie die deutschen NH90 in der MedEvac-Konfiguration, die demnächst nach Masar-i-Scharif kommen sollen, den Bereich des ISAF-Regionalkommandos Nord (RC North) abdecken. Es gibt aber im Zeitablauf einen sehr interessanten Unterschied: Schweden hat seine Maschinen erst vor vergleichsweise kurzer Zeit bestellt. Und die Produktion begann im Mai 2011. Also von Produktionsbeginn bis Einsatz keine zwei Jahre – aufgrund eines beschleunigten 18-Monats-Programms, wie Hersteller Sikorsky mitteilte.

Nun ist der Vergleich nicht ganz fair, weil der Blackhawk ein schon länger eingeführtes Hubschraubermuster ist und keine Neuentwicklung wie der NH90 und dessen MedEvac-Rüstsatz. Interessant finde ich ihn dennoch, den Vergleich mit der etwas länger dauernden Bereitstellung des NH90 für den MedEvac-Einsatz.

Zur Vorbereitung der deutschen NH90 auf den Einsatz in Afghanistan gibt’s ein Bundeswehr-Video:

Nachtrag: Ich habe mal nachgefragt, ob die Aussage Im Frühjahr 2013 verlegen vier Mehrzweckhubschrauber NH90 nach Afghanistan etwas präziser zu bekommen ist. Offizielle Auskunft des Ministeriums: Im ersten Halbjahr 2013.

(Foto oben: Der erste Blackhawk UH-60M für die schwedischen Streitkräfte – Sikorsky Aircraft)

54 Kommentare zu „RC N Watch: Schweden verlegen Blackhawk-Helicopter für MedEvac nach Afghanistan“

  • TomTom   |   20. März 2013 - 21:13

    @Maggus: Ich bin mir sicher: Noch weiß niemand, wie sich welche Hubschraubermuster nach der Wahl wohin verteilen werden und was sie können.
    Vor der Wahl wird nichts dahingehend entschieden. Die Industrie gibt erstmal Ruhe, TdM wird an die nach ihm folgende Sintflut denken, lächeln und weiter gehen.
    Sein Buch: „Damit der Staat den Menschen dient“.

  • Vtg-Amtmann   |   20. März 2013 - 21:19

    Tom tom, Caution, Berlin may watching you.

  • Voodoo   |   20. März 2013 - 21:21

    Vtg-Amtmann

    Ich würde behaupten, das kommt auf den Mediziner an – einige fahren sehr aktiv als Notarzt im Zivilen und fliegen streckenweise auch als RettMed (zum Beispiel am BWK Hamburg), wieder andere machen nur das, was Vorschriften-technisch notwendig ist.

    Et kütt, wie et kütt.
    Oh – und ich glaube, wir können getrost sagen: „is watching you…“ ;-)

  • Vtg-Amtmann   |   20. März 2013 - 21:48

    Na denn,.prost Malzeit, auf den „inankommenden.Mediziner“! Und weil ich noch ein anderes Hobby hatte, das hieß zwischen Schule und Bund Stammhauslehrling bei UBMed Siemens-Reiniger in Erlangen „Elektroprüfer für Medtechn. Geräte“ gab es bei mir nur auf den ITH-Stationen „Becton-Dickison-Perfusoren“ – das sind die „Grünen“, denn die waren mit allen Spritzen international kompatibel -, auch aus „Bongo-Bongo-Land“ oder kurz vor Russland. In dem BW-Eqmt sehe ich aber nur „Braun“ oder „Fresenius“. Die passenden Sprtzen mögen nicht alle Natopartner in internationalen Einsätzen haben. Aber vielleicht bin ich auch zwischenzeitlich ca. 15 Jahre hinterher. Ich hoffe es für unsere Kamerad(inn)en!